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Dokumentenidentifikation EP1286780 09.09.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001286780
Titel MITTEL ZUR AUFBEREITUNG VON PHOSPHATERZ
Anmelder Clariant GmbH, 65929 Frankfurt, DE
Erfinder KREMER, Gernot, 65779 Kelkheim, DE;
PEDAIN, Ulrich, Klaus, 63128 Steinberg, DE;
BALASSA, Juan, San Jeronimo Lidice, MX;
LOPEZ, Pablo, Mexico City 07040, MX
DE-Aktenzeichen 50103125
Vertragsstaaten AT, BE, DE, ES, FI, NL, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 03.05.2001
EP-Aktenzeichen 019514751
WO-Anmeldetag 03.05.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/04964
WO-Veröffentlichungsnummer 0001087490
WO-Veröffentlichungsdatum 22.11.2001
EP-Offenlegungsdatum 05.03.2003
EP date of grant 04.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.09.2004
IPC-Hauptklasse B03D 1/008

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Flotationsmittel für Phosphaterz, welches neben einer Fettsäure als Sammler eine Mischung aus ethoxylierten Alkylphenolen umfasst.

Es ist in der Flotation von Phosphaterz mit Fettsäuren gemäß ZA-90/9347 Stand der Technik, dass das Flotationsausbringen dadurch verbessert werden kann, dass zusätzlich zum Sammler (Fettsäure) ein Dispergiermittel, wie beispielsweise ein Nonylphenol mit 2 - 5 Mol Ethylenoxid (EO) und ein aliphatischer oxethylierter Alkohol mit der Kettenlänge C11-C15, welcher 2 - 4 Mol EO enthält, eingesetzt wird. Eine weitere Verbesserung ergibt sich, wenn in dem Dispergiermittel ein Alkohol mit der Kettenlänge C1-C15 gelöst wird. Dieser Alkohol verbessert die Emulgierbarkeit des Dispergiermittels.

Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass die spezifische Dosierung eines Reaktionsproduktes aus Nonylphenol und 2,75 bis 3,25 Mol Ethylenoxid bei der Flotation von Phosphat aus Phosphaterz bei gleichem Ausbringen und gleicher Qualität signifikant vermindert werden kann, wenn das verwendete Nonylphenol statt der standardmäßigen 2 bis 5 Gew.-% Dinonylphenol 9 bis 13 Gew.-% Dinonylphenol enthält. Ebenso gilt, dass das Phosphatausbringen durch Verwendung des erfindungsgemäßen Dispergiermittels bei gleicher Dosierung sogar verbessert wird, wobei der P2O5-Gehalt im Flotationskonzentrat nicht beeinträchtigt wird.

Gegenstand der Erfindung ist somit ein Flotationsmittel für Phosphaterz, enthaltend eine Fettsäure als Sammler und alkoxylierte Alkylphenole als Dispergiermittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkylphenole zusammengesetzt sind aus

  • a) 8 bis 20 Gew.-% eines oder mehrerer Dialkylphenole mit Alkylresten von 8 bis 12 C-Atomen
  • b) 80 bis 92 Gew.-% eines oder mehrerer Monoalkylphenole mit Alkylresten von 8 bis 12 C-Atomen,
welche mit 2 bis 6 mol Ethylenoxid alkoxyliert sind.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer Mischung von alkoxylierten Alkylphenolen wie oben beschrieben als Dispergiermittel in der Flotation von Phosphaterzen. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Verwendung mit Fettsäuren als Sammler.

Das Dispergiermittel umfasst vorzugsweise 9 bis 15, insbesondere 10 bis 13 Gew.-% des Bestandteils a). Der Gehalt an Bestandteil b) ergibt sich durch die Differenz auf 100 Gew.-%. Vorzugsweise handelt es sich bei den Alkylresten um lineare oder verzweigte Nonylreste. Der Gehalt der Bestandteile a) und b) an Ethylenoxid beträgt in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform zwischen 2 und 4, insbesondere zwischen 2,5 und 3,5 mol. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Flotationsmittel keine Alkohole.

Bei der Fettsäure, die den Hauptbestandteil des erfindungsgemäßen Flotationsmittels ausmacht, handelt es sich vorzugsweise um eine lineare oder verzweigte Monocarbonsäure mit 8 bis 26 C-Atomen. Hierfür können die als Sammler im Stand der Technik bekannten Fettsäuren verwendet werden.

Das erfindungsgemäße Flotationsmittel enthält vorzugsweise zwischen 1 und 30 Gew.-% des Dispergiermittels. Das erfindungsgemäße Flotationsmittel wird vorzugsweise in Mengen von 100 bis 1.000 g/t Feststoff zur Flotation von Phosphaterzen verwendet. Die Zugabemenge des erfindungsgemäßen Dispergiermittels bei getrennter Sammler/Dispergiermitteldosierung beträgt vorzugsweise zwischen 30 und 150 g/t, insbesondere zwischen 40 und 60g/t, bezogen auf die Feststoffaufgabe.

Das erfindungsgemäße Flotationsmittel kann, neben den genannten Bestandteilen Fettsäure und Dispergiermittel, Drücker oder weitere aus dem Stand der Technik bekannte Bestandteile enthalten. Solche Bestandteile sind beispielsweise Schäumer und aliphatische Polyglykolether. Außerdem können verschiedene Drücker, wie z.B. Wasserglas, separat verwendet werden.

Im folgenden wird das erfindungsgemäße Flotationsmittel beispielhaft dargestellt:

Beispiele Herstellung von Nonyl-/Dinonylphenol

Die Mischung aus Mono- und Dinonylphenol wird wie folgt hergestellt:

  • Phenol wird vorgelegt
  • Zugabe 0,2 eq konz. Schwefelsäure
  • Unter Rühren Zugabe von Nonen
  • Innentemperatur steigt auf 30 bis 50°C, und es entwickelt sich Chlorwasserstoff
  • Die Reaktion ist beendet, wenn die Chlorwasserstoffentwicklung aufhört

Im technischen Maßstab kann die Reaktion so geführt werden, dass das Phenol-/Nonen-Gemisch im Kreislauf über einen sauren Festbettkatalysator gefahren wird. Es wurden folgende Gemische erhalten: Mol Phenol Mol Nonen Anteil Dinonylphenol 1 0,9 9 Gew.-% 1 1,0 11 Gew.-% 1 1,1 13 Gew.-% Vergleich 1 0,6 3 Gew.-%

Herstellung von Nonyl-/Dinonylphenolethoxilat

Die Ethoxylierung von Nonylphenol erfolgte in folgenden Schritten:

  • Nonylphenol in sauberen Kessel einfüllen.
  • Rührer einschalten.
  • Die angegebene Menge Natronlauge (als Katalysator) zugeben bzw. einsaugen.
  • Kesselinhalt unter Rühren auf 85 - 90°C aufheizen, dann Vakuum anlegen.
  • Vakuum mit Stickstoff aufheben und Kesselinhalt unter Rühren auf 140 - 145°C aufheizen.
  • Bei dieser Temperatur Ethylenoxid zudosieren.
  • Ethylenoxid bis zum Erreichen der berechneten Menge weiter zudosieren.
  • Zur Ethylenoxid-Abreaktion ca. 1 Stunde bei einer Sumpftemperatur von 140 - 150°C nachrühren.
  • Probe ziehen und OH-Zahl oder Trübungspunkt bestimmen und bis zum Gutbefund bei 140 - 150°C weiterrühren.
  • Ist die Ziel-OH-Zahl bzw. Ziel-Trübungspunkt noch nicht erreicht, muss zum Kesselinhalt die berechnete Ethylenoxidmenge nachdosiert werden.
  • Ist die Ziel-OH-Zahl erreicht, wird der Kesselinhalt abgekühlt auf 100 °C und unter Vakuum bei 100°C ausgegast.
  • Es folgt die Neutralisation bei 50 - 70°C mit Essigsäure bis auf einen pH-Bereich von 6,0 - 8,0.

Folgende Ergebnisse wurden erhalten: Ausgangsstoffe Rohstoff Mol Menge Nonyl-/Dinonylphenol 1 231,3/233,9/236,4 kg1 Ethylenoxid 3 132 kg NaOH (50 %ig) 0,006 0,24 kg Essigsäure (techn. rein) 0,006 0,36 kg
1 mit 9,11 bzw. 13 % Dinonylphenolanteil erhaltene Substanzen Anteil Dinonylphenol Molverhältnis Nonylphenol/Ethylenoxid Beispiel 1 9 % 1:3       2 11 % 1:3       3 13 % 1:3 Vergleich 3 % 1:4

Anwendungstechnische Untersuchungen

Reagentien in g/t Feststoff Aufgabe P2O5 in % Konzentrat P2O5 in % Ausbeute Fettsäure Dispergiermittel Vergleich 430 81 7,2 38,1 89,8 Beispiel 1 430 65 6,2 38,5 87,2 Beispiel 2 430 54 6,0 38,1 89,8 Beispiel 3 430 43 5,7 37,7 92,4
Reagentien in g/t Aufgabe P2O5 in % Konzentrat P2O5 in % Ausbeute Fettsäure Dispergiermittel Vergleich 400 150 7,3 39,9 71,3 Beispiel 2 400 150 7,8 40,1 76,2 Beispiel 3 400 150 8,1 40,3 76,4

Auswertung

Mit dem neuen Dispergiermittel (Tabelle 4, Beispiele 1 - 3) kann die Dosierung gegenüber dem Vergleichsprodukt von 81 g/t auf 40 bis 60 g/t abgesenkt werden, ohne dass sich die Konzentratqualität oder die Ausbeute verschlechtern.

Dosiert man herkömmliches Dispergiermittel (Vergleichsversuch) und erfindungsgemäßes Dispergiermittel (Beispiele 2 und 3) in gleichen Mengen (Tabelle 5), erreicht man bei konstanter Konzentratqualität eine signifikante Verbesserung der Phosphatausbeute.

Zusammensetzung des Roherzes: Apatit 22 Gew.-% Phlogopit 24 Gew.-% Calcit 25 Gew.-% Dolomit 3 Gew.-% Forsterit 7 Gew.-% Diopsid 8 Gew.-%


Anspruch[de]
  1. Flotationsmittel für Phosphaterz, enthaltend eine Fettsäure als Sammler und alkoxylierte Alkylphenole als Dispergiermittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkylphenole zusammengesetzt sind aus
    • a) 8 bis 20 Gew.-% eines oder mehrerer Dialkylphenole mit Alkylresten von 8 bis 12 C-Atomen
    • b) 80 bis 92 Gew.-% eines oder mehrerer Monoalkylphenole mit Alkylresten von 8 bis 12 C-Atomen,
    welche mit 2 bis 6 mol Ethylenoxid alkoxyliert sind.
  2. Flotationsmittel nach Anspruch 1, enthaltend Nonylphenolethoxilate als Dispergiermittel.
  3. Flotationsmittel nach Anspruch 1 und/oder 2, worin 9 bis 15 Gew.-% des Dispergiermittels aus einem oder mehreren Dialkylphenolethoxilaten bestehen.
  4. Flotationsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, worin der Ethylenoxidgehalt zwischen 2 und 4 mol liegt.
  5. Flotationsmittel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, worin kein Alkohol enthalten ist.
  6. Verwendung eines Flotationsmittels gemäß den Ansprüchen 1 bis 5 in Mengen von 100 bis 1.000 g/t zur Flotation von Phosphaterz.
  7. Verwendung eines Dispergiermittels wie in den Ansprüchen 1 bis 5 definiert für die Phosphatflotation.
Anspruch[en]
  1. A flotation agent for phosphate ore, comprising a fatty acid as collector and alkoxylated alkylphenols as dispersing agents, characterized in that the alkylphenols are composed of
    • a) 8 to 20% by weight of one or more dialkylphenols having alkyl radicals from 8 to 12 carbon atoms
    • b) 80 to 92% by weight of one or more monoalkylphenols having alkyl radicals from 8 to 12 carbon atoms,
    which have been alkoxylated with 2 to 6 mol of ethylene oxide.
  2. The flotation agent as claimed in claim 1, comprising nonylphenol ethoxylates as dispersing agents.
  3. The flotation agent as claimed in claim 1 and/or 2, in which 9 to 15% by weight of the dispersing agent consist of one or more dialkylphenol ethoxylates.
  4. The flotation agent as claimed in one or more of claims 1 to 3, in which the ethylene oxide content is between 2 and 4 mol.
  5. The flotation agent as claimed in one or more of claims 1 to 4, in which no alcohol is present.
  6. The use of a flotation agent as claimed in claims 1 to 5 in amounts of from 100 to 1000 g/t for the flotation of phosphate ore.
  7. The use of a dispersing agent as defined in claims 1 to 5 for phosphate flotation.
Anspruch[fr]
  1. Agent de flottation pour un minerai de phosphate, comprenant un acide gras en tant que collecteur et des alkylphénols alcoxylés en tant qu'agents dispersants,caractérisé en ce que les alkylphénols sont composés de :
    • a) de 8 à 20 % en poids d'un ou de plusieurs dialkylphénols renfermant des radicaux alkyle de 8 à 12 atomes de carbone,
    • b) de 80 à 92 % en poids d'un ou de plusieurs monoalkylphénols renfermant des radicaux alkyle de 8 à 12 atomes de carbone,
    qui ont été alcoxylés avec de 2 à 6 mol d'oxyde d'éthylène.
  2. Agent de flottation selon la revendication 1, comprenant des éthoxylates de nonylphénol en tant qu'agents dispersants.
  3. Agent de flottation selon la revendication 1 et/ou 2, dans lequel de 9 à 15 % en poids de l'agent dispersant sont constitués d'un ou de plusieurs éthoxylates de dialkylphénol.
  4. Agent de flottation selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, dans lequel la teneur en oxyde d'éthylène est comprise entre 2 et 4 mol.
  5. Agent de flottation selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, dans lequel aucun alcool n'est présent.
  6. Utilisation d'un agent de flottation selon les revendications 1 à 5 en quantités de 100 à 1 000 g/t pour la flottation d'un minerai de phosphate.
  7. Utilisation d'un agent dispersant tel que défini dans les revendications 1 à 5 pour la flottation de phosphate.






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