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Dokumentenidentifikation DE10310234A1 16.09.2004
Titel Knopfbefestigungssystem
Anmelder Farowski, Gottfried, Dr. Dr., 53117 Bonn, DE;
Stockhausen, Rainer, 53840 Troisdorf, DE
Erfinder Farowski, Gottfried, Dr. Dr., 53117 Bonn, DE;
Stockhausen, Rainer, 53840 Troisdorf, DE
Vertreter Müller-Wolff, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 53113 Bonn
DE-Anmeldedatum 08.03.2003
DE-Aktenzeichen 10310234
Offenlegungstag 16.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.09.2004
IPC-Hauptklasse A41H 37/10
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Knopfbefestigungssystem für Knöpfe mit Fadenlöchern oder Ösen, bestehend aus einem Adapter (1) für die Befestigung verschiedener Knopfformen, die sich in Dimension und Befestigungsart unterscheiden, und einer Arretierhülse (2), die aus einem Arretierabschnitt (3) und einem stielartigen Unterbau (4) besteht, in den ein Arretierstift (5) einschiebbar ist. Der Adapter (1) weist für die Befestigung verschiedener Knopfformen auf einer Knopfanschlussfläche (6) Ausnehmungen in Form von Bohrungen oder Schlitzen auf, die in ihrer Form und Anordnung mit den Fadenlöchern oder Ösen korrespondieren.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Knopfbefestigungssystem für Knöpfe mit Fadenlöchern oder Ösen, bestehend aus einem Adapter für die Befestigung verschiedener Knopfformen, die sich in Dimension und Befestigungsart unterscheiden, und einer Arretierhülse, die aus einem Arretierabschnitt und einem stielartigen Unterbau besteht, in den ein Arretierstift einschiebbar ist.

Bisher wurden Knöpfe, insbesondere bei Lederwaren, Mantel- oder Canvasstoffen auf einem stielartigen Unterbau mit den Gewebestrukturen vernäht. Diese Art der Befestigung ist jedoch relativ aufwendig und erfordert entweder den Einsatz teurer Maschinen oder zeitraubende Handarbeit. Außerdem sind für die verschieden konfektionierten Knöpfe jeweils darauf abgestimmte Unterbau-Konstruktionen erforderlich. Für die Ersatzbeschaffung bei verlorengegangenen bzw. Wiederbefestigung von Knöpfen und für Reparaturzwecke müssen logistische Maßnahmen getroffen werden, wodurch Aufwand und Kosten für die Anbringung eines Ersatzknopfes zusätzlich ansteigen.

Ein maschinelles Verfahren zum Vernähen von stielartigen Knöpfen zeigt die DE 10202128 A1. Für das bekannte Verfahren werden sogenannte Ansetzmaschinen verwendet, die ein Unterwerkzeug und ein Oberwerkzeug aufweisen und motorbetrieben oder pneumatisch aufeinanderzu bewegbar sind. Die Komponenten der Knöpfe, bestehend aus einem Knopfteil, einer Hülse und einem Arretierstift, werden in die Werkzeuge der Ansetzmaschine automatisch zugeführt, wobei der stielartige Unterbau des Knopfes einen Kunststoffinnenkörper aufweist, der leicht konisch bis zur Unterkante der Knopfanschlussfläche zunimmt. Dies ist erforderlich, um die Hülse von außen maschinell am Knopfstiel befestigen zu können.

Das bekannte Knopfbefestigungssystem ermöglicht die Befestigung von glattflächigen Knopfformen mit stielartigem Unterbau. Die Montage erfolgt durch das Einpressen eines Nagelstiftes in den Innenkörper des stielartigen Unterbaus, wobei die Presskraft von dem Außenkörper der Hülse aufgenommen wird.

Zwar kann die Fertigung von bestimmten Knopfformen durch die DE 10202128 A1 erleichtert werden, jedoch ist dieses Verfahren nicht für alle Knopfarten anwendbar. Außerdem sind damit keine Reparaturarbeiten durchführbar und auch beim Ersatz verlorengegangener Knöpfe ist das bekannte Verfahren nicht anwendbar. Eine feste Verbindung kann nur mit sogenannten Ansetzmaschinen erfolgen, bei denen die Anpresskraft zur Verbindung zwischen Hülse und Kunststoffinnenkörper im Stielbereich des Knopfes über mechanisch angetriebene Ober- und Unterwerkzeuge aufgebracht wird. Sogenannte „Ösenknöpfe" oder andere mit Fadenlöchern ausgestattete Knopfformen können mit dem bekannten Verfahren nicht befestigt werden. Ebenso wenig eignet sich das bekannte Befestigungssystem für Reparaturzwecke bei schweren Gewebestrukturen wie Lederwaren, Mantel- oder Canvasstoffen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile bekannter Knopfbefestigungssyteme zu vermeiden und Knöpfe aller Art mit unterschiedlichen Befestigungskomponenten ohne maschinelle Unterstützung an allen gebräuchlichen Gewebestrukturen dauerhaft zu befestigen. Dabei soll das neue Knopfbefestigungssystem auch für Reparaturzwecke und Ersatzbefestigungen eingerichtet sein und keine besonderen Hilfsmittel oder Maschinenfunktionen benötigen, um Knöpfe verschiedener Dimensionen von 12 – 40 mm, insbesondere an Lederwaren, Mantel- und Canvasstoffen mittels eines stielartigen Unterbaus und eines Adapters, auf kostengünstige Weise zu befestigen.

Die oben beschriebene Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale gelöst. Es hat sich gezeigt, dass mit dem neuen Knopfbefestigungssystem eine preiswerte und jederzeit und an jedem Ort durchführbare Befestigung an Lederwaren, Mantel- und Canvasstoffen für verschiedene Knöpfe, insbesondere solche mit stielartigem Unterbau ermöglicht wird. Die mittels der neuen Knopfbefestigung erreichte Fixierung an leichte und schwere Gewebestrukturen ist besonders dauerhaft und selbst bei auftretender Nässe oder unter wechselnder Belastung zeigte sich keine Lockerung des Befestigungssystems.

Das Anbringen erfolgt über einen Adapter, der die Verbindung zwischen Knopf und einem stielartigen Unterbau, wie er von Jeans-Knöpfen hinlänglich bekannt ist, herstellt.

Dieser Unterbau gibt genügend dauerhafte Festigkeit her, um das lästige „Auf-Stiel-Nähen" der Knöpfe auf längere Zeit zu erübrigen.

Im folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert.

Es zeigen:

1: Querschnitt eines erfindungsgemäßen Knopfbefestigungssystems

2: Erfindungsgemäß ausgebildete Adapter in Draufsicht

3: Querschnitt durch einen Knopf mit Fadenlöchern und einem durch die Fadenlöcher durchgeführten Befestigungsmittel zur Befestigung auf dem Adapter

4: Seitenansicht eines Ösenknopfes

5: Erfindungsgemäß ausgebildete Adapter für Ösenknöpfe

6: Querschnitt durch ein erfindungsgemäß ausgebildetes Knopfbefestigungssystem für Ösenknöpfe

Nach 1 besteht das erfindungsgemäß ausgebildete Knopfbefestigungssystem aus einem Adapter 1, einer Arretierhülse 2 mit einem oberen Arretierabschnitt 3 und einem stielartigen Unterbau 4, in den ein Arretierstift 5 eingeschoben ist.

Auf der Oberseite des Adapters 1 befindet sich eine Knopfanschlussfläche 6, die konkav ausgebildet ist, um die konvex-geformte Unterseite von Knöpfen aufzunehmen.

Aus dem Querschnitt nach 1 ist zu erkennen, dass der Adapter 1 konisch ausgebildet ist und spielfrei in einem trichterförmigen oberen Arretierabschnitt 3 der Arretierhülse 2 befestigt ist. Die Befestigung kann vorzugsweise über eine Schnappverbindung hergestellt werden, die in 1 durch eine gezackte Begrenzungslinie zwischen dem Adapter 1 und dem Arretierabschnitt 3 der Arretierhülse 2 angedeutet ist.

Die Arretierhülse 2 wird im vorliegenden Beispiel lediglich angedeuteten Strukturgewebe 12 mittels eines Arretierstiftes 5 befestigt, der in den stielartigen Unterbau 4 der Arretierhülse 2 hineinragt. Der Arretierstift 5 besitzt eine gewellte Oberfläche und wird in einer entsprechenden ausgestalteten Riffelung (gestrichelt dargestellt) gehalten.

In 2 ist der Adapter 1 in Draufsicht dargestellt wobei man kreuzförmig angeordnete Schlitze 7.1 bis 7.4 für die Durchführung verschiedener Befestigungsmittel erkennen kann. Der dunkle umlaufende Rand 13 begrenzt eine konkav geformte Vertiefung 14 zur Aufnahme der Knopfunterseiten.

3 zeigt die schematische Befestigung eines Knopfes 15, wobei Befestigungsmittel 8 in Form von Nylonschnüren durch Fadenlöcher 16, 17 gezogen sind. Die Enden der Befestigungsschnüre werden in die Schlitze 7.1 bis 7.4 eingeführt und dort in bekannter Weise befestigt.

Eine alternative Knopfbefestigungsart zur Darstellung nach 1 bis 3 zeigt 4 bis 6. In 4 ist ein Ösenknopf 18 mit einer Öse 10 in Seitenansicht dargestellt, der in einen zentralen Einschnitt 9 (5) des Adapters 1 einschiebbar ist. Zu dem in 5 in Draufsicht dargestelltem Adapter 1 gehört ein Fixierstift 11, der in eine Bohrung 19 des Adapters 1 einschiebbar ist. Damit kann der Ösenknopf 18 in dem Adapter 1 gesichert werden.

In 6 ist das alternative Knopfbefestigungssystem im montierten Zustand als Längsschnitt dargestellt. Man erkennt den Adapter 1, der mit seinem Arretierabschnitt 3 im oberen Bereich der Arretierhülse 2 mittels einer Schnappverbindung befestigt ist. Der stielartige Unterbau 4 der Arretierhülse 2 wird wie vorstehend beschrieben auf einen Gewebeausschnitt 12 aufgesetzt und von der Unterseite durch das Einschieben eines Arretierstiftes 5 befestigt.

Das Material des stielartigen Unterbaus 4 kann teilelastisch sein, um das Auswechseln des Arretierstifts 5 zu erleichtern. Grundsätzlich sind jedoch auch Verbindungen möglich, die aus einem steifen Unterbau bzw. starren Unterbaumaterial bestehen.


Anspruch[de]
  1. Knopfbefestigungssystem für Knöpfe mit Fadenlöchern oder Ösen, bestehend aus einem Adapter (1) für die Befestigung verschiedener Knopfformen, die sich in Dimension und Befestigungsart unterscheiden, und einer Arretierhülse (2), die aus einem Arretierabschnitt (3) und einem stielartigen Unterbau (4) besteht, in den ein Arretierstift (5) einschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (1) für die Befestigung verschiedener Knopfformen auf einer Knopfanschlussfläche (6) Ausnehmungen in Form von Bohrungen oder Schlitzen aufweist, die in ihrer Form und Anordnung mit den Fadenlöchern oder Ösen korrespondieren.
  2. Knopfbefestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (1) im Bereich der Fadenlöcher mehrere über die Knopfanschlussfläche (6) verteilt angeordnete Bohrungen oder Schlitze (7.1 bis 7.4) zur Aufnahme von durch die Fadenlöcher durchgeführte Befestigungsmittel (8) aufweist.
  3. Knopfbefestigungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (8) als Kunststoffkette, Nylonschnur oder Perlenkette ausgebildet ist.
  4. Knopfbefestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (1) einen zentralen Einschnitt (9) für die Aufnahme einer Knopföse (10) aufweist.
  5. Knopfbefestigungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung des Knopfes in dem Arretierabschnitt (3) ein Fixierstift (11) durch die Knopföse (10) und durch den Adapter (1) eingeschoben ist.
  6. Knopfbefestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil der Arretierhülse mit einer Schnappverbindung zur Aufnahme des Adapters (1) ausgebildet ist.
  7. Knopfbefestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierstift (5) eine Riffelung, Wellung oder dergleichen im Bereich der Arretierhülse (2) aufweist.
  8. Knopfbefestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierhülse (2) aus einem teilweise elastischen Kunststoff besteht.
  9. Knopfbefestigungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Arretierstift (5) lösbar in der Arretierhülse (2) verklammert, verhakt oder formschlüssig befestigt ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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