Die Erfindung betrifft einen elektrischen Durchlauferhitzer mit Strömungsheizkörper,
dessen Innenraum einen Strömungsschacht bildet und an dessen Außenseite eine Heizleiterschicht
angeordnet ist, die beidendig derart an einer Strömungsleiteinrichtung abgedichtet
ist, dass die Heizleiterschichten unbeströmt bleiben.
Ein derartiger Durchlauferhitzer ist in der DE
197 20 880 A1 beschrieben. Soll eine Heizleistung von mehreren kW erreicht
werden, dann muss die Fläche der Heizleiterschicht entsprechend groß sein. Dementsprechend
groß wird der Durchmesser des Strömungsheizkörpers. Um die damit verbundene ungünstige
Wasserströmung zu vermeiden, könnte ein Verdrängungskörper in den Innenraum eingesetzt
werden. Ein solcher Verdrängungskörper bedeutet einen ungenutzten Bauraum und erschwert
den Aufbau.
Aus der DE 298 11 677 U1
ist ein Durchlauferhitzer bekannt, dessen Heizblock mehrere parallele Strömungskanäle
gleichen Durchmessers bildet. In die Strömungskanäle sind Blankdrahtheizkörper eingesetzt.
Zur Anpassung der Heizleistung an die Durchflussmenge werden Blankdrahtheizkörper
mit verschiedenen Heizleistungen verwendet, die einzeln oder in Gruppen eingeschaltet
werden können. Die Anforderungen hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit
(EMV) machen die Aufteilung in Heizkörper größerer und kleinerer Heizleistung erforderlich.
Aus der nicht vorveröffentlichten DE
103 40 362 ist ein Durchlauferhitzer bekannt, bei dem wenigstens zwei Strömungsheizkörper
an einer Strömungsleiteinrichtung derart angeordnet sind, dass zwischen den beiden
Strömungsheizkörpern ein Strömungsumlenkraum angeordnet ist, der die Strömung vom
einen in den nächsten Strömungsschacht leitet.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Durchlauferhitzer der eingangs
genannten Art vorzuschlagen, dessen Gesamtheizleistung auf möglichst geringem Raum
kompakt angeordnet ist.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs
1 gelöst. Dabei ist mindestens ein weiterer Heizkörper in einem Strömungsheizkörper
angeordnet, dessen Aussenraum einen Strömungsschacht innenseitig begrenzt. Die Gesamtheizleistung
ist dadurch auf einen einzigen Strömungsleitraum konzentriert, was zu einer kompakten
Heizeinheit führt.
Die Strömungsleiteinrichtung trägt den Strömungsheizkörper, wobei
mittels Abdichtungen die Heizleiterschichten trocken bleiben. In Ausgestaltung bildet
die Strömungsleiteinrichtung für den Strömungsheizkörper eine Aufnahmekammer, an
deren Wandung der Strömungsheizkörper beidendig abgedichtet ist, wobei zwischen
der Heizleiterschicht und der Wandung ein Abstandsraum besteht und die elektrischen
Abschlüsse der Heizleiterschicht durch die Wandung herausgeführt sind.
Im Inneren der Strömungsleiteinrichtung erstreckt sich mindestens
ein weiterer Heizkörper, der aus einem Rohrstück besteht, welches auf der Innenseite
eine Heizleiterschicht mit elektrischen Anschlüssen trägt. Der Innenraum des Rohrstücks
ist in den Strömungsumlenkräumen derart gehalten und abgedichtet, dass die Innenseite
mit der bedruckten Heizleiterschicht unbeströmt bleibt.
Anstelle eines Rohrstücks mit einer inneren bedruckten Heizleiterbahn
kann auch ein Rohrheizkörper oder Blankdrahtheizkörper angeordnet sein. Die Anschlüsse
des Rohrheizkörpers sind durch die Strömungsleiteinrichtung geführt. Der Rohrheizkörper
kann in bekannter Form gewendelt oder auch haarnadelförmig gebogen sein. Im Falle
des haarnadelförmigen Rohrheizkörpers sind dessen beiden Enden durch eine Strömungsleiteinrichtung
geführt und liegen somit parallel nebeneinander. Im Falle eines geraden Stabes eines
Rohrheizkörpers ist dieser jeweils einseitig von einer Strömungsleiteinrichtung
gehalten bzw. durchdringt diese mit dem elektrischen Anschluß.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung. In der Zeichnung zeigen:
1 einen schematischen Längsschnitt durch
einen Durchlauferhitzer,
2 Ausschnitt X nach 1,
vergrößert, und
3 Ausschnitt Y nach 1,
vergrößert.
In der Zeichnung ist zur Vereinfachung der Darstellung jeweils nur
ein innerer Heizkörper 2 dargestellt. In der Praxis kann der Durchlauferhitzer
jedoch auch mit mehreren inneren, nebeneinander angeordneten Heizkörpern ausgestattet
sein. Der Strömungsheizkörper 1 weist ein gerades Rohrstück 3
auf, dessen Innenraum einen Strömungsschacht 4 bildet und dessen Außenseite
eine Heizleiterschicht 5 mit elektrischen Anschlüssen 6 trägt.
Das Rohrstück 3 besteht beispielsweise aus Edelstahl. Die Heizleiterschicht
5 ist beispielsweise in Dickschichttechnik auf das Rohrstück aufgedruckt.
Zwischen dem Rohrstück 3 und der Heizleiterschicht 5 ist eine
wärmeleitende und elektrisch isolierende Zwischenschicht vorgesehen.
Im Ausführungsbeispiel gemäß 1 ist im
Innenraum des Strömungsschachts 4 ein weiterer Heizkörper 2 eingesetzt.
Zur Aufnahme des Strömungsheizkörpers 1 und des Heizkörpers 2
dient eine Strömungsleiteinrichtung 7,22, die Strömungsumlenkräume
und einen Strömungszulaufstutzen 9 sowie einen Strömungsablaufstutzen
10 bildet. Die Strömungsleiteinrichtung 7,22 besteht
vorzugsweise aus Kunststoff.
Beim Ausführungsbeispiel nach 1 ist die
Strömungsleiteinrichtung 7,22 mit einer Aufnahmekammer
11 ausgestattet. In der Aufnahmekammer 11 ist
der Strömungsheizkörper 1 mittels Abdichtelementen 12,13,
beispielsweise O-Ringen, beidseitig abgedichtet gehalten. Dabei besteht zwischen
der Heizleiterschicht 5 und der Wandung ein Abstandsraum 14. Die
Abstandsräume 14 sind dabei nicht durchströmt, so dass die Heizleiterschicht
5 trocken liegt. Der Abstandsraum 14 bildet eine thermische Isolation
zur Wandung 23.
Die Wandung 23 ist ebenfalls in vorteilhafter Weise aus Kunststoff
gefertigt. Durch Verwendung der Zweikomponenten-Spritztechnik sind die Abdichtelemente
12,13 einteilig an die Wandung 23 angeformt. Die Abdichtelemente
12,13 bestehen dabei aus einem elastischen und plastisch verformbaren
Weichkunststoff und die Wandung 23 aus einem harten Kunststoff, um eine
entsprechende Stabilität zu erreichen. Weitere Dichtelemente 25 sind in
Zweikomponenten-Technik ebenfalls an der Wandung 23 oder den Strömungsleiteinrichtungen
7,22 angespritzt. Diese sind in vorteilhafter Weise ebenfalls
in Zweikomponenten-Spritztechnik hergestellt, wobei Dichtungen 18 und
19 einteilig mit den Strömungsleiteinrichtungen 7,22
verbunden sind. Die Dichtungen 18,19 weisen ebenfalls eine elastische
Verformbarkeit auf, wogegen die Strömungsleiteinrichtungen 7,22
aus Hartplastik bestehen.
Die Anformung einer weiteren, nicht dargestellten Dichtung im Bereich
des Strömungszulaufstutzens 9 und des Strömungsablaufstutzens
10 ist ebenfalls vorteilhaft.
Das zu beheizende Wasser fließt zum Zulaufstutzen 9 durch
den Strömungsumlenkraum 8 in den Strömungsschacht 4 des Strömungsheizkörpers
1, verläßt diesen und strömt durch den weiteren Strömungsumlenkraum in
den Abluftstutzen 10. Die Abstandsräume 14 sowie der Innenraum
24 werden dabei nicht durchströmt.
Das Rohrstück 15 ist am einen Ende in die rohrförmige Aufnahme
16 der Strömungsleiteinrichtung 7 gesteckt. Von außen wird das
Rohrstück 15 umgriffen und mittels der Dichtung 18 abgedichtet.
In der Strömungsleiteinrichtung 22 ist das Rohrstück 15 durch
einen Aufnahmestutzen 17, der in das Innere des Rohrstücks 15
greift, gehalten. Mittels einer Dichtung 19, die innenseitig am Rohrstück
15 anliegt, erfolgt die Abdichtung gegen Wasser. Somit bleibt das Rohrstück
15 innenseitig trocken und nicht von Wasser durchflossen.
In 2 sind die Wandung 23, die
Heizleiterschicht 5, ein Anschluß 6 sowie ein Teil des Rohrstücks
3 gezeigt. Der Abstandsraum ist dabei nicht von Wasser durchflossen.
Gemäß 3 ist der Heizkörper 2
mit der Heizleiterschicht 20, einem elektrischen Anschluß 21 und
dem Rohrstück 15 gezeigt. Das Rohrstück 15, auf dem innenseitig
die elektrischen Anschlüsse 21 und die Heizleiterschicht 20 aufgebracht
sind, ist außenseitig von Wasser umflossen. Auf der Innenseite im Innenraum
24, wo die Heizleiterschicht 20 aufgebracht ist, bleibt der Heizkörper
2 von Wasser undurchflossen.