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Dokumentenidentifikation DE60006324T2 16.09.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001072426
Titel Schabloneabnahmeeinheit und Verfahren
Anmelder Riso Kagaku Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Motoe, Katsuro, Inashiki-gun, Ibaraki-ken, JP;
Ishii, Shigenori, Inashiki-gun, Ibaraki-ken, JP
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 60006324
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.07.2000
EP-Aktenzeichen 001141654
EP-Offenlegungsdatum 31.01.2001
EP date of grant 05.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.09.2004
IPC-Hauptklasse B41L 31/00

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einheit zum Entsorgen von Schablonen sowie ein Verfahren zum Entsorgen von Schablonen, und insbesondere eine solche Einheit und ein solches Verfahren, bei welchen eine gebrauchte, um den Außenumfang einer Drucktrommel einer Siebdruckmaschine herum gewickelte Schablone zu einem Schablonen-Entsorgungscontainer oder ähnlichem transportiert und dann entsorgt wird.

Durch Nachforschungen der Erfinder der vorliegenden Erfindung wird eine Einheit zum Entsorgen von Schablonen in einer Siebdruckmaschine in Betracht gezogen, wie sie in 8 dargestellt ist, bei welcher die Schablonen-Entsorgungseinheit 138 eine gebrauchte Schablone automatisch von einer Drucktrommel entsorgt.

Die Einheit 138 befindet sich in der Nähe des Außenumfangs einer Drucktrommel 112 und hat mindestens ein Paar von Schablonen-Entsorgungswalzen 139, die in wechselseitigem Kontakt miteinander sind und sich in wechselseitig entgegengesetzten Richtungen drehen. Der Schablonenbogen M wird zwischen die Schablonen-Entsorgungswalzen 139 gebracht und transportiert und in einem Schablone-Entsorgungsbehälter 140 zum hinteren Ende hin wiedergewonnen.

Bei dieser Siebdruckmaschine wird der vorbereitete Schablonenbogen M automatisch zu der Drucktrommel 112 gebracht und um diese herum gewickelt.

Insbesondere wird, wie in 8 dargestellt, nachdem ein Schablonenbogen M von einer Schablonenbogenwalze abgezogen worden ist und eine Schablone aus dem Schablonenbogen M gemacht worden ist, unter Verwendung eines thermischen Druckkopfes 107, diese Schablone zu der Drucktrommel 112 transportiert. Nach dem Transport zu der Drucktrommel 112 wird der Endbereich des Schablonenbogens M mittels der Klemmplatte 119 bei der Drucktrommel 112 ergriffen und um den Außenumfang der Drucktrommel 112 herum durch Drehung der Drucktrommel 112 gewickelt. Wenn die Befestigung des Schablonenbogens M an der Drucktrommel 112 beendet ist, zerschneidet eine Schneideinheit 111 den Schablonenbogen M.

Der Schablonenbogen M besteht aus einer thermoplastischen Kunstharzfolie wie beispielsweise einer Folie aus Polyethylenterephthalat, Vinylidenchlorid, Polyester oder Polypropylen oder ähnlichem, auf welche Folie eine tintendurchlässige poröse Schicht (ein poröser Gewebeträger) aus einer natürlichen Faser, einer chemischen Faser, einer synthetischen Faser oder einem dünnen Papier, einem nicht gewobenen Textilmaterial, einer Seidengaze oder einer Mischung daraus aufgebracht ist, um so einen thermisch empfindlichen Schablonenbogen zu bilden. Bei einem aufgerollten Schablonenbogen M, wie er in 8 dargestellt ist, befindet sich die tintendurchlässige porösen Schicht auf der äußeren Oberfläche. Beim Drucken ist die tintendurchlässige poröse Schicht in Kontakt mit der äußeren Oberfläche der Drucktrommel 112.

Beim Drucken wird die Drucktrommel 112 entgegen dem Uhrzeigersinn in Drehung versetzt, wie in 8 dargestellt, wobei das Druckpapier (in der Zeichnung nicht dargestellt) zwischen die Drucktrommel 112 und ein Belastungsmittel (in der Zeichnung nicht dargestellt) gebracht wird, welches das Druckpapier nach oben gegen den Abbildungsbereich des an der Drucktrommel 112 angebrachten Schablonenbogens M drückt. Dadurch tritt Tinte, die mittels eines Tintenzuführmittels (in der Zeichnung nicht dargestellt) innerhalb der Drucktrommel 112 zugeführt wird, durch einen tintendurchlässigen Bereich an der Außenwand der Drucktrommel 112 hindurch und wird über die Perforationsbereiche des Schablonenbogens M auf das Druckpapier übertragen, um darauf ein Bild auszubilden.

Wenn der Druck beendet ist, wird der Entsorgungsvorgang von der Schablonen-Entsorgungseinheit 138 ausgeführt. Beim Entsorgen des Schablonenbogens M löst, wie in 9 dargestellt, ein in der Zeichnung nicht gezeigter Mechanismus den Griff der Klemmplatte 119 an dem Schablonenbogen M und befreit so den Endbereich des Schablonenbogens M, der gehalten worden war. Die Drucktrommel 112 wird dann in Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn versetzt, gezeigt in 8, so dass der befreite Endbereich des Schablonenbogens M zwischen das Paar von Schablonen-Entsorgungswalzen 139 gebracht wird, was zu einer Entsorgung des Schablonenbogens M führt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gemäß einer Nachprüfung durch die Erfinder hat bei dieser Schablonen-Entsorgungseinheit 138 der befreite Endbereich des Schablonenbogens M, der mittels der Klemmplatte 119 gehalten worden war, die Tendenz, sich aufzuwickeln, wie in 9 dargestellt.

Wenn sich der Schablonenbogen M aufwickelt, kann dieses Aufwickeln oder Wölben dazu führen, dass das Ende den Raum zwischen dem Paar von Schablonen-Entsorgungswalzen 139 verpasst, so dass es nicht in den Schablonen-Entsorgungsbehälter 140 hinein transportiert wird. Aufgrund der Wölbungstendenz des aufgerollten Schablonenbogens M, der Ausdehnung der tintendurchlässige porösen Schicht, die Teil des Schablonenbogens M ist, aufgrund der Luftfeuchtigkeit, und des Einflusses der Temperatur und der statischen Elektrizität tendiert die Wölbung des Endbereichs des Schablonenbogens M oft dazu, in einer Richtung weg von der Drucktrommel 112 ausgestaltet zu sein. Durch die Drehung der Drucktrommel 112 während der Entsorgung der Schablone gibt es einen Widerstand, der die Wölbung dazu zwingt, sich weiter weg von der Drucktrommel 112 zu bewegen, wodurch das Problem der Wölbung noch schwerwiegender wird.

Aus diesem Grund könnte in Betracht gezogen werden, dass bei der Schablonen-Entsorgungseinheit 138, wie in 11 dargestellt, ein endloser Führungsriemen 145 zwischen einer Schablonen-Entsorgungswalze 139a, welche diejenige der beiden Schablonen-Entsorgungswalzen 139 ist, die sich weiter weg von der Drucktrommel 112 befindet, und einer Riemenscheibe 146 gewickelt ist, die oberhalb der Klemmplatte 119 angeordnet ist, um ein gewölbtes Ende des Schablonenbogens M zwischen das Paar von Schablonen-Entsorgungswalzen 139 zu führen. Wenn dies gemacht wird, wird der Führungsriemen 135 durch die Drehung der Schablonen-Entsorgungswalzen 139 zur Drehung angetrieben.

Eine andere Anordnung, die in Betracht gezogen werden könnte, ist, wie in 11 dargestellt, ein Gebläse 160 vorzusehen, das Druck auf die Seite der Drucktrommel 112 aufbringt, wo sich der zu wölbende Endbereich des Schablonenbogens M befindet, wobei der Luftstrom von dem Gebläse 160 dann den Endbereich des Schablonenbogens M zwischen das Paar von Schablonen-Entsorgungswalzen 139 führt.

Es ist auch möglich, Elemente des Führungsriemens 145 und des Gebläses 160 zu kombinieren.

Durch weitere Nachforschungen durch die Erfinder wurde jedoch festgestellt, dass bei der Konfiguration, bei welcher ein Führungsriemen 145 in der Schablonen-Entsorgungseinheit 138 vorgesehen wird, die Position, bei welcher der Führungsriemen 145 vorgesehen ist, sehr nahe an der Klemmplatte 119 ist, so dass der Riemen mit dem Schwingbereich der Klemmplatte 119 interferiert.

Wenn die Klemmplatte 119 zum Schwingen gebracht wird, ist es daher notwendig, einen zusätzlichen Bewegungsmechanismus zu haben, so dass die Riemenscheibe 146, um welche herum der Führungsriemen 145 gewickelt ist, um die Schablonen-Entsorgungswalzen 139 als Mittelpunkt herum gedreht wird, so dass der Führungsriemen 145 nicht in Kontakt mit der Klemmplatte 119 gerät.

Während in Betracht gezogen werden kann, dass die Schablonen-Entsorgungseinheit 138 mit dem Führungsriemen 145 in einem Abstand von der Klemmplatte 119 positioniert wird, um die Notwendigkeit für den zusätzlichen Bewegungsmechanismus zu eliminieren, führt jedoch, wenn die Schablonen-Entsorgungseinheit 138 weg von der Klemmplatte 119 bewegt wird, weil der Winkel, um welchen die Drucktrommel 112 gedreht wird, nachdem die Klemmplatte 119 gelöst worden ist, größer wird, die Drehung der Drucktrommel 112 wie oben erwähnt zu einem großen Widerstand, der die Wölbung dazu zwingt, sich weg von der Drucktrommel 112 zu bewegen, so dass es nicht möglich ist, die Position des Endbereichs der Schablone aufzubauen, was zu dem Problem eines fehlgeschlagenen Entsorgungsvorgangs führt.

Wenn ein Gebläse 160 verwendet wird, ist, obwohl dies nicht den Schwingbereich der Klemmplatte 119 betrifft, ein anderer Bewegungsmechanismus für den Motor, den das Gebläse 160 braucht, erforderlich. Außerdem wird eine kleine Ausgestaltung des Gebläses 160 den Luftausstoß reduzieren, wodurch es notwendig wird, die Einrichtung nahe an die Klemmplatte 119 heranzubringen.

Bei den Nachforschungen der Erfinder bezüglich der Schablonen-Entsorgungseinheit 138 wurde so festgestellt, dass das Verwenden einer Konfiguration zum Zwecke der Verhinderns einer fehlerhaften Entsorgung einer gebrauchten Schablone beschränkt war hinsichtlich der positionellen Beziehung bezüglich der Klemmplatte 119, wodurch es schwierig wird, eine geeignete Konfiguration zu erzielen.

Die Drucktrommel 112 ist so ausgestaltet, dass sie ein Entfernen in axialer Richtung zum Zwecke von Wartungsinspektionen oder ähnlichem ermöglicht. Bei dieser Art von Konfiguration besteht, wenn die Klemmplatte 119 und die Schablonen-Entsorgungseinheit 138 nahe aneinander angeordnet sind, wenn die Drucktrommel 112 herausgezogen wird, ein Risiko, dass ein Kontakt durch die Drucktrommel 112 die Klemmplatte 119 in Kontakt mit dem Führungsriemen 145 bringen wird, mit dem Gebläse 160 oder ähnlichem der Schablonen-Entsorgungseinheit 138.

Die vorliegende Erfindung ist auf der Grundlage der oben erwähnten Nachforschungen gemacht worden und hat zum Ziel, eine Schablonen-Entsorgungseinheit und ein Schablonen-Entsorgungsverfahren zu schaffen, welche eine Beschränkung der Anordnung von strukturellen Elementen aufgrund einer Konfiguration einer Drucktrommel, des Auftretens einer Wölbung eines Schablonenbogens etc. im wesentlichen vermeidet und auch einen Entsorgungsvorgang des Schablonenbogens stabil und mit einem einfachen Aufbau ausführen, der keinen zusätzlichen Mechanismus wie beispielsweise einen beweglichen Mechanismus erfordert.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Einheit geschaffen zum Entsorgen von Schablonen, zum Ablegen eines Schablonenbogens, dessen einer Endbereich an einer Drucktrommel einer Rotations-Siebdruckmaschine verklemmt und um diese herum gewickelt ist, welche Maschine einen Rotationsantriebsmechanismus hat, der die Drucktrommel in eine Drehung in einer Wickelrichtung bezüglich eines Endbereichs eines von einer Klemme freigegebenen Schablonenbogens und in eine Rückwärtsrichtung, die der Wickelrichtung entgegengesetzt ist, versetzen kann, mit einem Paar von Schablonen-Entsorgungswalzen, die in einem Bereich um einen Außenumfang der Drucktrommel herum angeordnet sind und in entgegengesetzten Richtungen in wechselseitigem Kontakt miteinander drehbar sind, wodurch sie den Endbereich des Schablonenbogens hereinziehen, um den Schablonenbogen so in eine vorbestimmte Entsorgungsposition zu transportieren. Durch Drehen der Drucktrommel um einen vorbestimmten Winkel in Wickelrichtung wird der Endbereich des Schablonenbogens zu einer Einzugsposition geführt, bei welcher der Schablonenbogen eingezogen werden soll, und die Drucktrommel in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, wenn der Schablonenbogen bei der Einzugsposition mittels des Paars von Entsorgungswalzen eingezogen wird.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Entsorgen einer Schablone geschaffen, mit welchem ein Schablonenbogen entsorgt oder abgelegt wird, dessen einer Endbereich an einer Drucktrommel einer Rotationssiebdruckmaschine verklemmt und um diese herum gewickelt ist, mit den folgenden Schritten: Lösen des Endbereichs des Schablonenbogens aus einer Klemme; Drehen der Drucktrommel in Wickelrichtung bezüglich des Endbereichs des Schablonenbogens, der von der Klemme gelöst worden ist, um den Endbereich des Schablonenbogens in eine Einzugsposition zu führen; und Drehen der Drucktrommel in Rückwärtsrichtung entgegen der Wickelrichtung, um den Endbereich des Schablonenbogens einzuziehen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Seitenansicht, die die schematische Ausgestaltung einer Siebdruckmaschine zeigt, bei welcher eine Schablonen-Entsorgungseinheit gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet wird;

2 ist eine Seitenansicht, die die Konfiguration in dem Bereich um die Schablonen-Entsorgungseinheit gemäß der Ausführungsform herum zeigt;

3 ist eine Frontansicht, die einen Teil der Konfiguration der Schablonen-Entsorgungseinheit gemäß der Ausführungsform zeigt;

4 bis 7 sind Seitenansichten, die die Schritte zum Entsorgen des Schablonenbogens in der Schablonen-Entsorgungseinheit gemäß der Ausführungsform zeigen;

8 ist eine Seitenansicht, die einen Teil der Konfiguration einer Siebdruckmaschine zeigt, bei welcher eine Schablonen-Entsorgungseinheit verwendet wird, die von den Erfindern der vorliegenden Erfindung überprüft wurde;

9 und 10 sind Seitenansichten, die die Schritte zur Entsorgung des Schablonenbogens der von den Erfindern überprüften Schablonen-Entsorgungseinheit zeigen; und

11 ist eine Seitenansicht, die eine Schablonen-Entsorgungseinheit zeigt, welche das Objekt weiterer Studien der Erfinder ist.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Eine Ausführungsform einer Schablonen-Entsorgungseinheit und eines Schablonen-Entsorgungsverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun beschrieben, und zwar mit Bezug auf die relevanten anliegenden Zeichnungen.

Wie in 1 dargestellt, hat eine Siebdruckmaschine A einen Originalleseabschnitt 1, einen Schablonen-Gestaltungsabschnitt 2 sowie einen Druckabschnitt 3, wobei diese mittels einer Steuerung 28 gesteuert werden.

Der Originalleseabschnitt 1 ist ein Bildabtaster mit einem Linienbildsensor 4 und einer Originalzuführwalze 5, die in der Hauptabtastrichtung (der vertikalen Papierrichtung in 1) ausgerichtet ist, um das Lesen eines Bildes eines Originals D auszuführen, welches in der Nebenabtastrichtung transportiert wird.

Das Original wird mittels der Originalzuführwalze 5 in der Nebenabtastrichtung transportiert (der in der Zeichnung mittels des Pfeils X gekennzeichneten Richtung nach links), und das Bild des Originals wird mittels des Linienbildsensors 4 gelesen. Der Originalleseabschnitt 1 ist nicht auf diese Konfiguration beschränkt und kann alternativ auch eine Ausgestaltung haben, bei welcher der Linienbildsensor in der Nebenabtastrichtung relativ zu einem feststehenden Original bewegt wird, um so das Bild des Originals zu lesen.

So wird das Bild des Originalleseabschnitts 1 durch die relative Bewegung zwischen dem Linienbildsensor 4 und dem Original gelesen.

Der Schablonengestaltungsabschnitt 2 hat einen Schablonenbogenrollen-Halter 6, der den aufgerollten Schablonenbogen M hält, einen thermischen Druckkopf 7, der aus mehreren in einer einzelnen Reihe ausgerichteten Wärmequellen besteht, Originalzuführwalzen 8 und 9, eine Schablonenbogen-Führungswalze 10 sowie eine Schneideinheit 11.

Der Schablonenbogen M ist gebildet durch eine thermoplastische Kunstharzfolie wie beispielsweise eine Folie aus Polyethylenterephthalat, Vinylidenchlorid, Polyester oder Polypropylen oder ähnlichem, auf welche eine tintendurchlässige poröse Schicht (ein poröser Gewebeträger) aus einer natürlichen Faser, einer chemischen Faser, einer synthetischen Faser oder einem dünnen Papier, einem nicht gewobenen Textilmaterial, einer Seidengaze oder ähnlichem, das eine Mischung daraus ist, aufgebracht ist, um so einen thermisch empfindlichen Schablonenbogen zu bilden. Wie in 1 dargestellt, ist der Schablonenbogen M aufgerollt, wobei die tintendurchlässige poröse Schicht sich auf der äußeren Oberfläche der Rolle befindet.

Bei dem Schablonengestaltungsabschnitt 2 wird ein kontinuierlich aufgerollter Schablonenbogen M selektiv individuell erhitzt durch die mehreren Wärmequellen des thermischen Druckkopfes 7, wodurch eine Punktmatrix-artige thermische Perforation an der thermoplastischen Kunstharzfolie des Schablonenbogens M ausgebildet wird. Danach schneidet die Schneideinheit einen Schablonenbogen M von dem aufgerollten Schablonenbogen ab, und der so vorbereitete Schablonenbogen M wird zu dem Druckabschnitt 3 befördert.

Der Druckabschnitt 3 hat eine Drucktrommel 12, die eine zylindrisch ausgestaltete poröse tintendurchlässige Umfangswand aus einem tintendurchlässigen Material hat, beispielsweise einem porösen Metallblech oder -sieb, eine durch eine Quetschwalze 13 gebildete Tintenzuführeinrichtung sowie eine innerhalb der Drucktrommel 12 angeordnete Abstreifwalze 14 sowie eine Belastungswalze 16, die sich der Drucktrommel 12 annähern und sich von ihr wegbewegen kann. Die Drucktrommel 12 wird, gesteuert durch die Steuerung 28, um ihre Mittellinie herum mittels eines Rotationsantriebsmechanismus angetrieben.

Die Drucktrommel 12 ist mit einer Klemmeinrichtung 17 versehen, die den Endbereich des Schablonenbogens M verklemmt. Die Klemmeinrichtung 17 wird mittels der Steuerung 28 gesteuert und hat, wie in 2 dargestellt, eine Schablonenklemmbasis 18, die von einem Teil der äußeren Umfangsfläche der Drucktrommel 12 hervorsteht. Die Schablonenklemmbasis 18 ist mit einer Klemmplatte 19 versehen, die so gelagert ist, dass sie um einen Schwenkpunkt im wesentlichen parallel zur Drehachse der Drucktrommel 12 drehbar ist. Ein Magnet 20, der die Klemmplatte 19 anzieht, ist an der oberen Fläche der Schablonenklemmbasis 18 vorgesehen.

Der Endbereich eines Schablonenbogens M, der von dem Schablonengestaltungsabschnitt 2 zu dem Druckabschnitt 3 befördert wird, wird mittels der Klemmplatte 19 ergriffen, die von dem Magneten 20 angezogen wird. Die Drucktrommel 12 dreht sich entgegen dem Uhrzeigersinn, gezeigt in 1 und 2, d.h. entlang der Richtung, in welcher das Ende des Schablonenbogens M eingebracht wird, und der Schablonenbogen M wird um die äußere Wandfläche der Drucktrommel 12 herumgewickelt und daran angebracht. Wenn dies geschehen ist, kommt die Seite des Schablonenbogens M mit der tintendurchlässigen porösen Schicht in Kontakt mit der Drucktrommel 12.

Wie in 2 dargestellt, ist der Rotationsantriebsmechanismus, der die Drucktrommel 12 antreibt, durch einen Antriebsmotor 22 und einen Getriebezug gebildet, der eine Drehung des Antriebsmotors 22 auf die Drucktrommel 12 überträgt. Der Getriebezug hat ein an einer Drehwelle 22a des Antriebsmotors 22 angebrachtes Antriebszahnrad 23, ein an der Drucktrommel 12 vorgesehenes angetriebenes Zahnrad 24 sowie ein Zwischenrad 25, das sowohl mit dem Antriebszahnrad 23 als auch mit dem angetriebenen Zahnrad 24 kämmt. Die Drucktrommel 12 wird daher durch die Vorwärts- und Rückwärtsdrehung des Antriebsmotors 22 dazu gebracht, sich vorwärts und rückwärts zu drehen, und zwar mittels des oben erwähnten Getriebezugs.

Der Drehzustand des Antriebsmotors 22 wird mittels eines Rotationserfassungsabschnitts erfasst, der, wie in 2 dargestellt, durch eine an der Drehwelle 22a des Antriebsmotors 22 befestigte Schlitzplatte 26 gebildet ist, die sich zusammen damit dreht, und einen Detektor 27, der an dem Motor 22 beispielsweise gegenüber der Schlitzplatte 26 angeordnet ist.

Die Schlitzplatte 26 hat eine Anzahl von offenen Schlitzen 26a, die in einem radialen Muster in Drehrichtung um die Mitte der Drehwelle 22a herum angeordnet sind. Der Detektor 27 wird gebildet durch ein Paar aus Lichtquelle und Sensor, das ein Impulssignal ausgibt, das auf den Durchtritt und die Blockierung von Licht bei den Schlitzteilen 26a reagiert. Dieses Signal wird dazu verwendet, den Drehzustand des Antriebsmotors 22 zu erfassen. Das Erfassungssignal des Detektors 27 wird an die Steuerung 28 übermittelt, die den Antriebsmotor 22 antreibt, und eine Bearbeitung wird ausgeführt auf der Basis einer Zählung der Impulse dieses Signals.

Insbesondere wird das Impulssignal des Rotationsantriebsmechanismus kontinuierlich in einem Intervall entsprechend dem Erfassungszeitraum (der Frequenz) der Schlitze 26a eingegeben und durch die Steuerung 28 gezählt. Bei der Steuerung 28 wird ebenfalls ein Erfassungssignal von einem Bezugspositionserfasser (in der Zeichnung nicht dargestellt) eingegeben. Der Bezugspositionserfasser erfasst die Drucktrommel 12 immer dann, wenn sie eine Bezugsposition erreicht, und bei diesem Punkt gibt er ein Rückstellsignal aus. Bei der Steuerung 28 setzt die Eingabe dieses Rückstellsignals den Zählwert zurück, und zu diesem Punkt wird der Drehwinkel der Drucktrommel 12 ausgegeben. So berechnet die Steuerung 28 den Drehwinkel der Drucktrommel 12 aus der Bezugsposition.

Die Bezugsposition der Drucktrommel 12 in dieser Ausführungsform ist eine Position, wo die Klemmeinrichtung 17 sich genau oben befindet, wie in 2 dargestellt, und dies ist die Position, bei welcher der Endbereich eines von dem Schablonengestaltungsabschnitt 2 her transportierten Schablonenbogens M von der Klemmeinrichtung 17 ergriffen wird, und die Position, bei welcher die Klemmeinrichtung 17 den Endbereich eines Schablonenbogens M nach dem Ende des Drucks frei gibt.

Wie in 1 dargestellt, ist ein Papierzuführabschnitt 30 an einem Ende des Druckabschnitts 3 (linke Seite in 1) vorgesehen, und ein Papierausgabeabschnitt 31 ist am anderen Ende des Druckabschnitts 3 vorgesehen (rechte Seite in 1).

Der Papierzuführabschnitt 30 hat eine Papierzuführablage 32, in welche hinein Druckpapier P gestapelt ist, eine Aufnahmewalze 33, die Druckpapier P von der Druckpapierablage 32 zuführt, und zwar jedes Blatt einzeln, und eine Papierzuführtaktungswalze 34, die zwischen der Drucktrommel 12 vorgesehen ist, die auf das Druckpapier P druckt, und der Belastungswalze 16.

Der Papierausgabeabschnitt 30 hat eine Greifklaue 35, die das Druckpapier P von der Drucktrommel 12 abschält, einen Papierentsorgungszuführriemen 36 sowie eine Papieraufnahmeablage 37, in welche hinein bedruckte Papiere P gestapelt werden.

Beim Drucken wird Drucktinte mit einer vorbestimmten Farbe der inneren Umfangsfläche der Drucktrommel 12 mittels der Tintenzuführeinrichtung 15 zugeführt. Die Drucktrommel 12 dreht sich entgegen dem Uhrzeigersinn in 1 und 2, um ihre eigene Mittelachse herum, mittels des Rotationsantriebsmechanismus. Das Druckpapier P bewegt sich von links nach rechts in 1, mittels der Papierzuführtaktungswalze 34, gemäß einer vorbestimmten Taktung synchron mit der Drehung der Drucktrommel 12, und wird zwischen die Drucktrommel 12 und die Belastungswalze 16 gebracht. Die Belastungswalze 16 drückt das Druckpapier P nach oben gegen den Schablonenbogen M, der um die äußere Umfangsfläche der Drucktrommel 12 herum gewickelt ist, so dass ein Siebdruck auf das Papier mit Tinte der vorbestimmten Farbe ausgeführt wird.

Bei dieser Siebdruckmaschine ist eine Schablonen-Entsorgungseinheit 38, die einen gebrauchten Schablonenbogen M von der Drucktrommel 12 abschält und ihn entsorgt, wenn der Druck vollendet ist, an einer Seite des Druckabschnitts 3 (rechte Seite in 1) vorgesehen. Diese Schablonen-Entsorgungseinheit 38 wird mittels der Steuerung 28 angesteuert, wie noch beschrieben wird, und besteht hauptsächlich aus Schablonen-Entsorgungswalzen 39 und einem Schablonen-Entsorgungsbehälter oder Container 40. Die Steuerung der Einheit 38 kann natürlich separat von der Steuerung des Rotationsantriebsmechanismus 28 und der Klemmeinrichtung 17 vorgesehen sein.

Die Schablonen-Entsorgungswalzen 39 sind in einem Bereich um die Drucktrommel 12 herum angeordnet, an einer Stelle, die eine Position oberhalb der Klemmeinrichtung 17 vermeidet, wenn sich die Drucktrommel 12 in der oben erwähnten Bezugsposition befindet. Die Schablonen-Entsorgungswalzen 39 bilden ein Paar von Walzen in wechselseitigem Kontakt, wenn sie sich in wechselseitig entgegengesetzten Richtungen drehen, und bilden die obere 41 und die untere Schablonen-Entsorgungswalze 42.

In dieser Ausführungsform sind mehrere Paare von oberen 41 und unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 vorgesehen, voneinander getrennt an Stützwellen 43 und 44, die im wesentlichen parallel zur Mittelachse der Drucktrommel 12 verlaufen. Von den mehrere oberen 41 und unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 sind einige obere 41a und untere Schablonen-Entsorgungswalzen 42a so ausgeformt, dass sie breiter sind als andere obere 41b und untere Schablonen-Entsorgungswalzen 42b, wobei ein endloser Führungsriemen 45 um die breiteren unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42a herumgewickelt ist. Die unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42a haben Nuten mit einer Tiefe, die der Dicke des Führungsriemens 45 entspricht, und zwar in der Mitte dieser Walzen in Richtung der Breite. Der Führungsriemen 45 ist mit dieser Nut in Eingriff, und an der Kontaktstelle zwischen der oberen 41a und der unteren Schablonen-Entsorgungswalze 42a sind die Oberflächen der unteren Schablonen-Entsorgungswalze 42a und des Führungsriemens 45 kontinuierlich und glatt.

Der Führungsriemen 45 ist um eine Riemenscheibe 46 herum gewickelt, die als Rotationselement dient und in einem Abstand von der unteren Schablonen-Entsorgungswalze 42a angeordnet ist. Die Riemenscheibe 46 hat ebenso wie die zugehörige untere Schablonen-Entsorgungswalze 42a eine Nut mit einer Tiefe, die der Dicke des Führungsriemens 45 entspricht, welche Nut den Führungsriemen 45 aufnimmt. Die Riemenscheibe 46 ist an einer Welle 47 befestigt, die parallel zu den Stützwellen 43 und 44 verläuft.

Die Stützwellen 43 und 44 und die Welle 47 sind drehbar an ihren beiden Enden an zwei Seitenplatten 49 innerhalb der Siebdruckmaschine angebracht, und zwar über Lager 48 an beiden Enden. Wechselseitig kämmende Zahnräder 50 und 51 sind an einem Ende der Stützwellen 43 und 44 vorgesehen. Eines der Räder 50 und 51 wird mittels eines Antriebsmechanismus (in der Zeichnung nicht dargestellt) für eine Drehung angetrieben. Dieser Rotationsantriebsmechanismus wird mittels der Steuerung 28 gesteuert. Durch den Drehantrieb von diesem Rotationsantriebsmechanismus kommen die Stützwelle 43 und 44, wie durch den Pfeil in 2 dargestellt, in Kontakt mit der oberen 41 und der unteren Schablonen-Entsorgungswalze 42 und drehen diese in wechselseitig entgegengesetzte Richtungen. Die Führungsriemen 45 werden durch die Drehung der unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42a in der Richtung des Pfeils in 2 angetrieben.

Der Schablonen-Entsorgungscontainer 40 ist als Kasten ausgebildet, der hinten bezüglich der Drehrichtung der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 vorgesehen ist (der oberen 41 und der unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42).

Die Schablonen-Entsorgungseinheit 38 hat auch eine Führungsplatte 52, die in dem Bereich um den Außenumfang der Drucktrommel 12 herum angeordnet ist, vorgesehen zwischen der oben beschriebenen Bezugsposition der Drucktrommel 12 und der Position der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 in der entgegengesetzten Richtung, wenn der Schablonenbogen M angebracht ist und der Druck ausgeführt wird.

Die Schablonen-Entsorgungseinheit 38 hat auch einen Schablonen-Entsorgungssensor 53, der einen Lichtsender und einen Lichtempfänger hat, wobei Licht zwischen dem Lichtsender und dem Lichtempfänger zu dem Teil der Drucktrommel 12 in Kontakt mit den oberen 41 und unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 ausgesandt und von dort empfangen wird.

Die Schablonen-Entsorgungseinheit 38 hat außerdem eine Schälklaue 54, die so vorgesehen ist, dass sie um die Schwenkwelle 55 herum schwingen kann, die in der Nähe der oberen Schablonen-Entsorgungswalze 41 befestigt ist. Die Schwingbewegung der Schälklaue 54 wird mittels eine Elektromagneten 56 angetrieben. Das Ende 54a der Schälklaue 54, die mittels des Elektromagneten 56 angetrieben ist, bewegt sich zwischen einer Schälposition durch Hervorstehen nach außen in Richtung der Drucktrommel 12 und einer zurückgezogenen Position durch Zurückziehen in Richtung der oberen Schablonen-Entsorgungswalze 41.

Anschließend wird der Vorgang zum Entsorgen der Schablone in der wie oben beschriebenen konfigurierten Schablonen-Entsorgungseinheit 38 genau beschrieben.

Zunächst wird, nachdem der oben erwähnte Druck beendet ist, wie in 4 gezeigt, mit der Drucktrommel 12 in der Bezugsposition, die Klemmplatte 19 zum Schwingen gebracht, um den Endbereich des gebrauchten Schablonenbogens M frei zu geben, den die Klemmplatte 19 verklemmt. Zu diesem Punkt sei angenommen, dass das Ende des gelösten Schablonenbogens M ebenso wie in dem zuvor studierten Fall eine Wölbung in Richtung weg von der Drucktrommel 12 hat.

Wie in 5 dargestellt, wird dann die Drucktrommel 12 in Drehung in einer Richtung versetzt, die der Richtung während des Anbringens des Schablonenbogens M und des Druckens damit entgegengesetzt ist, wobei dies in 5 die Richtung im Uhrzeigersinn ist. Dadurch wird der an der Drucktrommel 12 angebrachte Schablonenbogen M gedreht und von seinem befreiten Ende aus in Richtung der Drucktrommel 12 bewegt. Wenn dies geschehen ist, erhält der Schablonenbogen M einen Widerstand durch die Drehung der Drucktrommel 12 in der Rückwärtsrichtung, so dass sich der Schablonenbogen M näher an die Drucktrommel 12 heranbewegt. Die Wölbung am Ende des Schablonenbogens M wird durch Einwirkung der Rückwärtsdrehung der Drucktrommel 12 durch die Führungsplatte 52 an einer Auslenkung gehindert, aufwärts bis zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39.

Anschließend wird, wie in 6 dargestellt, zusammen mit der Rückwärtsdrehung der Drucktrommel 12 an dem Punkt, an welchem sich der Endbereich des Schablonenbogens M aufwärts zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 bewegt, die Drehung der Drucktrommel 12 im Uhrzeigersinn angehalten. Wenn dies geschehen ist, versucht der Endbereich des Schablonenbogens M aufgrund der Wölbung, die sich darin entwickelt hat, zwischen die oberen 41 und die unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 einzutreten. Die Tatsache, dass der Endbereich des Schablonenbogens M sich bis hin zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 bewegt hat, wird durch die Beziehung zwischen dem Drehwinkel der Drucktrommel 12 von einer auf der Basis eines Zählsignals berechneten Bezugsposition, welches Zählsignal der Steuerung 28 von dem durch die Schlitzplatte 26 und den Detektor 27 gebildete Rotationserfasser ausgegeben wird, und der zuvor hergestellten Position der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 erfasst. Die Tatsache, dass der Endbereich des Schablonenbogens M die Schablonen-Entsorgungswalzen 39 erreicht hat, kann auch aus der Blockierung von Licht zwischen dem Lichtsender und dem Lichtempfänger des Schablonen-Entsorgungssensors 53 durch den Endbereich des Schablonenbogens M erfasst werden.

Wie in 7 dargestellt, wird anschließend die Drucktrommel 12 in eine Drehung in der gleichen Richtung versetzt wie wenn der Schablonenbogen M angebracht ist und das Drucken durchgeführt wird, wobei dies in 7 die Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn ist. Wenn dies geschehen ist, werden die oberen 41 und die unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 wie oben beschrieben zu einer Drehung angetrieben (Richtung des Pfeils in 7). Mit der Drehung der unteren Schablonen-Entsorgungswalze 42a wird der Führungsriemen 45 in der Richtung des Pfeils der 7 angetrieben.

Mit der Drehung der Drucktrommel 12 entgegen dem Uhrzeigersinn und dem Antrieb der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 oder ähnlichem wird der gebrauchte Schablonenbogen M nach innerhalb des Schablonen-Entsorgungscontainers 40 transportiert und darin aufbewahrt, wobei dies die Entsorgung des Schablonenbogens M abschließt. Ob der Schablonenbogen M in den Schablonen-Entsorgungscontainer 40 hineintransportiert und dort platziert worden ist, wird durch die Wiederherstellung des Lichtaussendens und des Lichtempfangs bei dem Lichtsender und dem Lichtempfänger des Schablonen-Entsorgungssensors 53 erfasst.

Während des Entsorgungsvorgangs des Schablonenbogens M bewegt sich, nachdem sich der Endbereich des Schablonenbogens M zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 hin bewegt hat, und bis der Schablonenbogen M nach innerhalb des Schablonen-Entsorgungscontainers 40 transportiert und dort aufbewahrt worden ist, der Endbereich 54a der Schälklaue 54 in die Schälposition nahe der Drucktrommel 12. Wenn dies geschieht, schält das Ende 54a der Schälklaue 54 den Schablonenbogen M von der Außenumfangswand der Drucktrommel 12 ab und führt den Schablonenbogen M zwischen die oberen 41 und die unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 ein. Wenn die Klemmeinrichtung 17 die Schablonen-Entsorgungswalzen 39 passiert beim Ablegen des Schablonenbogens M und allgemein bezüglich der Fälle des Anbringens des Schablonenbogens M und des Durchführens des Drucks, wie in den 4 bis 6 dargestellt, bewegt sich der Endteil 54a in die zurückgezogene Position durch Zurückbewegen in Richtung der oberen Schablonen-Entsorgungswalze 41, um einen Kontakt mit der Klemmeinrichtung 17 zu verhindern.

Während des oben erwähnten Schablonen-Entsorgungsvorgangs führt außerdem der Führungsriemen 45 den Schablonenbogen M zwischen die oberen 41 und die unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 ein. Insbesondere wird die Drucktrommel 12 in eine Drehung im Uhrzeigersinn versetzt, so dass der Endbereich des Schablonenbogens M sich aufwärts bis zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 bewegt, und an diesem Punkt wird, wenn der Endbereich des Schablonenbogens M den Raum zwischen den oberen 41 und unteren Schablonen-Entsorgungswalzen 42 verpasst, der Endschablonenbogen M geeignet dazwischen eingeführt.

Wie oben beschrieben, wird bei einer Schablonen-Entsorgungseinheit 38 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, um einen gebrauchten Schablonenbogen M zu entsorgen, der um eine Drucktrommel 12 herum gewunden und dort verklemmt ist, die Verklemmung des Endbereichs des Schablonenbogens M gelöst, die Drucktrommel 12 in eine Drehung im Uhrzeigersinn versetzt, wobei es sich um die Richtung handelt, in welcher der Schablonenbogen M mit dem befreiten Ende auf die Drucktrommel 12 gewickelt ist, das befreite Ende des Schablonenbogens M wird zu einer Position geführt, bei welcher es mittels der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 eingezogen werden soll, und die Drucktrommel 12 wird dann in der Richtung gedreht, die der Richtung des Aufwickelns des Schablonenbogens M entgegengesetzt ist.

Das heißt, in dieser Schablonen-Entsorgungseinheit 38 wird, weil der Endbereich des Schablonenbogens M aus dem verklemmten Zustand gelöst wird, die Drucktrommel 12 in eine Drehung in der Richtung des Aufwickelns des Schablonenbogens M versetzt, und das Ende des Schablonenbogens M wird bis zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 befördert, von welchem Punkt an die Drucktrommel 12 in eine Drehung in der Richtung entgegen der Aufwickelrichtung versetzt wird, der Widerstand aufgenommen wird, so dass er die Wölbung, die sich im Endbereich des Schablonenbogens M entwickelt, in Richtung der Drucktrommel 12 bewegt, wenn der Schablonenbogen zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 bewegt wird, um so einen fehlerhaften Entsorgungsvorgang aufgrund der Wölbung zu verhindern.

Weil das befreite Ende des Schablonenbogens M sich in Richtung der Schablonen-Entsorgungswalzen 39 in einem Zustand bewegt, in welchem der Widerstand aufgenommen wird, so dass die Wölbung am Endbereich des Schablonenbogens M sich in Richtung der Drucktrommel 12 bewegt, anders als in der Vergangenheit, bei welcher die Konfiguration der Drucktrommel wie beispielsweise der Klemmeinrichtung auf das Layout beschränkt ist, ist es möglich, ein Layout der Schablonen-Entsorgungseinheit 38 mit einem hohen Freiheitsgrad zu haben.

Außerdem ist es nicht notwendig, einen zusätzlichen Bewegungsmechanismus (wie beispielsweise einen Führungsriemen-Bewegungsmechanismus oder ein Gebläse, wie es zuvor verwendet wurde) vorzusehen, um die Wölbung, die sich in dem Schablonenbogen M entwickelt, zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 zu führen, wodurch eine einfache Konfiguration möglich wird.

Durch Vorsehen der Führungsplatte 52 ist es, wenn die Drucktrommel 12 in der Richtung des Aufwickelns des Schablonenbogens M gedreht wird, möglich, das gewölbte Ende des Schablonenbogens M so zu halten, dass es sich nicht auslenkt, bis es die Schablonen-Entsorgungswalzen 39 erreicht, wodurch ein verlässlicherer Vorgang ermöglicht wird.

Durch Vorsehen des Führungsriemens 45 ist es möglich, den Schablonenbogen M geeignet zwischen die Schablonen-Entsorgungswalzen 39 zu führen, wodurch ein verlässlicherer Betrieb ermöglicht wird.

Durch Vorsehen des Schablonen-Entsorgungssensors 53 ist es möglich, zu erfassen, dass der Schablonenbogen M bis zu den Schablonen-Entsorgungswalzen 39 transportiert worden ist, und zu erfassen, ob der Schablonenbogen M zu einer vorbestimmten Einzugsposition befördert worden ist, wodurch ein verlässlicherer Betrieb möglich wird.

Obwohl in dieser Ausführungsform die Schablonen-Entsorgungseinheit 38 in einer Siebdruckmaschine vorgesehen ist, in welcher das Ende eines Schablonenbogens M, der als Master dient, und durch den Schablonengestaltungsabschnitt 2 zugeführt wird, verklemmt ist, und die Drucktrommel 12 in der Richtung gedreht wird, in welcher der Schablonenbogen M eingeführt wird, wobei der Schablonenbogen M dann angebracht wird, ist die vorliegende Erfindung natürlich nicht auf diese Anwendung beschränkt.

Beispielsweise ist es abwechselnd möglich, die vorliegende Erfindung auf eine Siebdruckmaschine anzuwenden, in welcher das hintere Ende eines Schablonenbogens M, der als ein Master dient, und mittels des Schablonengestaltungsabschnitts 2 zugeführt wird, verklemmt wird und die Drucktrommel 12 in der Richtung gedreht wird, in welcher der Schablonenbogen M eingeführt wird, wobei der Schablonenbogen M dann angebracht wird.

Außerdem kann die vorliegende Erfindung auf eine Siebdruckmaschine angebracht werden, in welcher beide Enden eines Schablonenbogens M, der als ein Master dient, an der Drucktrommel 12 verklemmt werden. In einem Fall, in welchem beide Enden des Schablonenbogens M verklemmt werden, wird die Klemme an beiden Enden gelöst, um so eine Entsorgung von dem freigegebenen Ende her zu ermöglichen, wie oben beschrieben.

Obwohl diese Ausführungsform der vorliegenden Erfindung für das Beispiel einer Siebdruckmaschine beschrieben worden ist, in welcher ein Druckabschnitt 3 eine Belastungswalze 16 hat, die sich der Drucktrommel 12 nähert und sich von ihr wegbewegt, um so den Druck auszuführen, ist die vorliegende Erfindung natürlich nicht darauf beschränkt.

Beispielsweise kann die vorliegende Erfindung auch auf eine Siebdruckmaschine angewandt werden, die eine innere Belastungswalze hat, die gegen eine tintendurchlässige Umfangswand innerhalb der Drucktrommel 12 drückt und die anstelle einer beweglichen Belastungswalze 16 eine Belastungswalze hat, die sich synchron mit der Drucktrommel 12 bei der Drucktrommel 12 dreht.

Obwohl die vorliegende Erfindung oben mit Bezug auf eine bestimmte Ausführungsform der Erfindung beschrieben worden ist, ist die Erfindung nicht auf die oben beschriebene Ausführungsform beschränkt. Modifikationen und Variationen der oben beschriebenen Ausführungsform werden Fachleuten angesichts der beschriebenen Lehren bewusst werden. Der Bereich der Erfindung ist mit Bezug auf die folgenden Ansprüche definiert.


Anspruch[de]
  1. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen, zum Ablegen eines Schablonenbogens (M), dessen einer Endbereich an einer Drucktrommel (12) einer Rotations-Siebdruckmaschine (A) verklemmt und um diese (12) herum gewickelt ist, welche Maschine (A) einen Rotationsantriebsmechanismus hat, der die Drucktrommel in eine Drehung in einer Wickelrichtung bezüglich eines Endbereichs eines von einer Klemme (17) freigegebenen Schablonenbogens und in eine Rückwärtsrichtung, die der Wickelrichtung entgegengesetzt ist, versetzen kann,

    mit einem Paar (39) von Schablonen-Entsorgungswalzen (41, 42), die in einem Bereich um einen Außenumfang der Drucktrommel herum angeordnet sind und in entgegengesetzten Richtungen in wechselseitigem Kontakt miteinander drehbar sind, wodurch sie den Endbereich des Schablonenbogens hereinziehen, um den Schablonenbogen so in eine vorbestimmte Entsorgungsposition zu transportieren,

    wobei durch Drehen der Drucktrommel um einen vorbestimmten Winkel in Wickelrichtung der Endbereich des Schablonenbogens zu einer Einzugsposition geführt wird, bei welcher der Schablonenbogen eingezogen werden soll, und die Drucktrommel in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, wenn der Schablonenbogen bei der Einzugsposition mittels des Paars von Entsorgungswalzen eingezogen wird.
  2. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen nach Anspruch 1, weiter mit einer Steuerung (28), die den Rotationsantriebsmechanismus so ansteuert, dass die Drucktrommel, nachdem sie um den vorbestimmten Winkel in Wickelrichtung gedreht worden ist und der Endbereich des Schablonenbogens zu der Einzugsposition geführt worden ist, in Rückwärtsrichtung gedreht wird, und zwar zusammen mit dem Einziehen des Schablonenbogens mittels des Paars von Schablonen-Entsorgungswalzen.
  3. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen nach Anspruch 1, weiter mit einem Führungselement (52), das entlang eines Außenumfangs der Drucktrommel und um diesen herum angeordnet ist, so dass es zwischen einer Position, bei welcher eine Klemme eines Endbereichs des Schablonenbogens freigegeben wird, und der Position, bei welcher das Paar von Schablonen-Entsorgungswalzen angeordnet ist, vorgesehen ist.
  4. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen nach Anspruch 1, weiter mit einem endlosen Führungsriemen (45), der zwischen einer der beiden Schablonen-Entsorgungswalzen und einem Rotationselement (46, 47) verläuft, das eine Achse hat, die parallel zu einer Drehachse einer der beiden Schablonen-Entsorgungswalzen verläuft, und der in Drehung versetzt wird mit einer Rotation dieser Schablonen-Entsorgungswalze.
  5. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen nach Anspruch 4, wobei das Rotationselement eine Rotationsachse hat, die parallel zur Rotationsachse der einen der beiden Schablonenentsorgungswalzen verläuft.
  6. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen nach Anspruch 1, weiter mit einem Detektor (53), der einen Endbereich eines Schablonenbogens erfasst, der durch eine Drehung der Drucktrommel zu der Einzugsposition geführt wird.
  7. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen nach Anspruch 1, weiter mit einer Schälkralle (54), die von der Drucktrommel einen Schablonenbogen abschält, der durch eine Drehung der Drucktrommel zu der Einzugsposition geführt wird.
  8. Einheit (38) zum Entsorgen von Schablonen nach Anspruch 1, wobei ein Endbereich des durch eine Drehung der Drucktrommel zu der Einzugsposition geführten Schablonenbogens sich in einer Richtung aufrollt, die von der Drucktrommel weg gerichtet ist.
  9. Verfahren zum Entsorgen einer Schablone, mit welchem ein Schablonenbogen (M) entsorgt oder abgelegt wird, dessen einer Endbereich an einer Drucktrommel (12) einer Rotationssiebdruckmaschine (A) verklemmt und um diese (12) herum gewickelt ist, mit den folgenden Schritten:

    – Lösen des Endbereichs des Schablonenbogens aus einer Klemme (17);

    – Drehen der Drucktrommel in Wickelrichtung bezüglich des Endbereichs des Schablonenbogens, der von der Klemme gelöst worden ist, um den Endbereich des Schablonenbogens in eine Einzugsposition zu führen; und

    – Drehen der Drucktrommel in Rückwärtsrichtung entgegen der Wickelrichtung, um den Endbereich des Schablonenbogens einzuziehen.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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