GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft ein Bildaufnahmeverfahren und eine Bildaufnahmevorrichtung
für eine elektrophotographische Druckmaschine, eine Bildabtastvorrichtung, eine
Faksimileübertragung oder dergleichen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Bildabtastvorrichtungen des Standes der Technik verwenden im Allgemeinen
eine Rot-Grün-Blau-Sensormatrix (RGB-Sensormatrix), um ein Bild aufzunehmen, wie
in 9 allgemein unter 110 gezeigt ist. Jede
Matrix weist drei Kanäle auf: einen Rotkanal 112, einen Grünkanal
114 und einen Blaukanal 116. Alle drei Kanäle besitzen die gleiche
Anzahl von Detektoren, Sensoren oder Elementen, etwa Sensoren 118,
120 und 122. Die drei RGB-Sensoren haben typisch die gleiche Anzahl
von Sensoren, die in der langsamen Abtastrichtung ausgerichtet sind, welche in
9 durch den Pfeil 124 angegeben ist. Die drei
Kanäle erzeugen jeweils ein Signal. Diese Signale werden kombiniert, um ein Farbbild
zu erzeugen. Diese Methode zieht keinen Vorteil aus dem menschlichen Sehvermögen,
bei dem die Bandbreite für Chrominanzsignale deutlich geringer als jene des Luminanzsignals
ist. Eine RGB-Abtastvorrichtung mit voller Auflösung nimmt redundante Informationen
auf. Genau genommen ist der erste Schritt vieler Bildverarbeitungsalgorithmen das
Beseitigen dieser Redundanz durch Überführen des RGB-Signals in ein Luminanz-Chrominanz-Chrominanzsignal
(LCC), und eine Unterabtastung des Chrominanzkanals verringert diese Redundanz wie
bei der JPEG-Kompression oder anderen wohl bekannten Techniken, die für das Farbfernsehen
oder für Kopiervorrichtungen verwendet werden.
Die meisten kommerziell erhältlichen Bildabtastvorrichtungen nehmen
Farbbilder unter Verwendung von drei Sensoren auf: Rot (R), Grün (G) und Blau (B).
Bei den meisten Tisch-Bildabtastvorrichtungen erfolgt dies mit einem dreizeiligen
CCD-Sensor, bei dem in jeder Sensorzeile eine Anzahl Sensoren enthalten ist. Jede
Zeile ist in der langsamen Abtastrichtung oder Unterrichtung, d. h. in der Richtung
der Abtaststabbewegung, um einige Abtastzeilen versetzt, und jede Zeile von Sensoren
ist für die Aufnahme nur einer Farbe verantwortlich. Die aufgenommenen Daten werden
digital wiedervereinigt, um ein Rot-Grün-Blau-Bild (RGB-Bild) zu bilden.
Da die drei Zeilen der ladungsgekoppelten Schaltung (CCD) in der langsamen
Abtastrichtung voneinander entfernt sind, stimmen die wiedervereinigten RGB-Ebenen
des Bildes nicht völlig überein. Diese Versetzung der Farbkanäle, die als Farbfehlregistrierung
bezeichnet wird, führt zu Farbrandeffekten in der Umgebung von schwarzem Text und
zu einer geringeren Schärfe. Zur Vermeidung dieser Abtast-Artefakte sind hochentwickelte
Algorithmen und Schaltungsanordnungen erforderlich, die dieses Farbregistrierungsproblem
korrigieren. Beispielsweise haben einige Systeme spezielle Hardware, um durch Segmentieren
den schwarzen Text abzutrennen, und es wird ein spezieller Algorithmus verwendet,
um die Farbsaumartefakte, die durch die Farbregistrierung verursacht sind, zu reduzieren.
Dadurch nimmt die Anzahl der Gatter, die in dem Bildverarbeitungs-ASIC (in der anwendungsspezifischen
integrierten Schaltung) erforderlich sind, zu, wodurch sich die Kosten des Systems
erhöhen.
In der Patentliteratur gibt es viele weitere Lösungsansätze, um die
Farbfehlregistrierung zu reduzieren. Einige verwenden mechanische oder optische
Mittel, um das Ausmaß der Farbfehlregistrierung zu verringern. Andere verwenden
Softwarealgorithmen, um den Farbregistrierungsfehler zu erfassen und softwaremäßig
zu korrigieren.
Die Farbregistrierung ist stets ein Problem bei der Farbbildaufnahme
gewesen, sowohl für Bildabtastvorrichtungen als auch für Farbkameras. Da die Empfindlichkeit
und die räumliche Bandbreite des menschlichen Sehvermögens für die Luminanz viel
größer als für die Chrominanz sind, wurden intuitiv Schemata erdacht, um Luminanz
und Chrominanz getrennt voneinander aufzunehmen. R.W.G. Hunt beschrieb das Konzept
einer Rot-Luminanz-Blau- (R-Y-B-) Kamera in: The Reproduction of Color, Fifth Edition,
Fountain Press, 1995. Das Licht von der Objektivlinse wird in drei Strahlenbündel
geteilt: Rot (R), Luminanz (Y) und Blau (B). Für die Aufnahme des R-Y-B-Bildes werden
drei Plumbicon-Aufnahmeröhren verwendet. In der Praxis hat sich der Vorteil hinsichtlich
der Farbregistrierung als nicht so groß wie erwartet herausgestellt, da das menschliche
Auge sehr empfindlich für Farbsäume um Kanten in einem Bild zu sein schein. Der
Hauptgrund für den Fehlschlag des R-Y-B-Aufnahmeverfahrens, wie es von Hunt beschrieben
worden ist, besteht darin, dass in dem Huntschen System das Chrominanzsignal nicht
unabhängig von der Luminanz aufgenommen wird. Die Chrominanz-Signale werden aus
den Signalen für Rot, Blau und die Luminanz (R-Y und Y-B) abgeleitet, die gegeneinander
verschoben sind. Eine Fehlregistrierung in R und Y oder B und Y erzeugt eine scharfe
Änderung an Kanten, wodurch Farbrandeffekte bewirkt werden.
In 8, der sich nun zugewendet wird, sind
mehrere simulierte Bilder dargestellt, die mit einer Farbbildabtastvorrichtung erzeugt
worden sind. 8a zeigt unter 10 ein Originalbild,
8b zeigt unter 12 ein Bild, das mit einer
vertikalen Verschiebung um zwei Pixel in der Rotkomponente in einem RGB-Bild erzeugt
worden ist, während 8c unter 14 ein Bild zeigt,
das eine vertikale Verschiebung um zwei Pixel in einem RYB-Bild zeigt. In
8b und 8c treten
Farbrandeffekte über und unter dem schwarzen Abschnitt des Bildes auf, wobei ein
oberer Farbsaum 15 in 8b
ein Cyan-Artefakt ist und ein unterer Farbsaum 16 ein Rot-Artefakt ist.
In 8c ist ein oberer Farbsaum 17 ein Grün-Artefakt,
während ein unterer Farbsaum 18 ein Rot-Artefakt ist. Es ist offensichtlich,
dass, obwohl die R-Y-B-Abtasteinrichtung die Schärfe von Text verbessert, die Farbrandeffekte
weiterhin zugegen sind.
Es gibt einen Stand der Technik beträchtlichen Umfangs, der das Problem
der Farbfehlregistrierung sowohl für Bildeingabevorrichtungen als auch für Bildausgabevorrichtungen
angeht. Der Stand der Technik der Eingabevorrichtungen geht die Aufnahme von Einzelbildern
an, wobei es sich typisch um Hartkopie-Bildabtastvorrichtungen und elektrophotographische
Maschinen handelt, und von Filmaufnahmen bei Videokameraanwendungen. Bei den Einzelbilder
erzeugenden Techniken gibt es jene, die streng mechanisch sind, wie etwa im US-Patent
Nr. 5,737,003 beschrieben, die die Bandposition eines elektrophotographischen Prozesses
erfassen und anpassen, um eine Farbfehlregistrierung zu vermeiden.
Außerdem gibt es Techniken, die mechanisch Komponenten des Systems
erfassen, die eine Fehlregistrierung bewirken würden, aber statt das mechanische
Problem zu korrigieren, findet die Korrektur auf eine andere Komponente des Abbildungsverfahrens
Anwendung, wie im US-Patent Nr. 5,412,409 beschrieben ist. Eine der gängigeren Techniken
ist die Verwendung eines Registrierungsmusters, wie in den US-Patenten Nr. 5,775,156
und 5,760,815 beschrieben ist, die beide die Verwendung von Faseroptiken für die
Abbildung eines Musters auf den Sensor beschreiben.
Sobald das Registrierungsmuster erfasst und hinsichtlich der Farbkomponenten
analysiert ist, wird versucht, das Fehlregistrierungsproblem mittels mechanischer
Nachstellung zu korrigieren, wie in den US-Patenten Nr. 5,410,347 und 5,325,154
beschrieben ist, oder das digitale Bild anzupassen, wie in den US-Patenten Nr. 5,550,625
und 5,523,823 beschrieben ist. Mitunter wird ein Farbregistrierungsfehler ohne Verwendung
von Registrierungsmustern erfasst, etwa bei Verwendung einer Bildbegrenzung, wie
im US-Patent Nr. 5,406,066 beschrieben ist.
Weitere Farbregistrierungstechniken werden im Zusammenhang mit Videokameras
gebraucht, wobei sie jene einschließen, die eine Fehlregistrierung, die durch eine
chromatische Aberration hervorgerufen wird, korrigieren, indem sie die Abtaststrahlablenkungsschaltung
modifizieren, wie etwa im US-Patent Nr. 5,715,498, und jene, die Registrierungsprobleme
korrigieren, die durch die Röhrengeometrie und die Optik hervorgerufen werden, wie
etwa im US-Patent Nr. 4,733,296. Eine Technik, die Farbfehlregistrierungen korrigiert,
die durch Unzulänglichkeiten des Farbfilterrads in einem System, das eine RGB-zeilensequentielle
Farbgebung verwendet, hervorgerufen werden, indem sie von einem Zeilenabtast-Versatzverfahren
Gebrauch macht, ist im US-Patent Nr. 5,084,761 beschrieben. Eine Technik, die einen
Richtstrahl verwendet, um eine Farbfehlregistrierung zu erfassen und das Bild anhand
des Richtstrahls zu korrigieren, ist im US-Patent Nr. 4,080,623 beschrieben. Eine
Technik für halbleiterelektronische Kameras unter Verwendung von zweidimensionalen
CCD-Anordnungen, die Positionen von R- und B-Bildern erfassen und die R- und B-Bilder
so verschieben, dass sie mit dem G-Bild übereinstimmen, ist im US-Patent Nr. 4,908,720
beschrieben. Andere Techniken versuchen, lokale Korrekturen von Farbfehlregistrierungen
vorzunehmen, wie etwa jene, die im US-Patent Nr. 4,835,594 beschrieben sind, bei
denen ein zweidimensionales Muster verwendet wird, um verschiedene räumliche Probleme
der Optik und der Röhre zu korrigieren. Andere Korrekturtechniken erfordern eine
Kalibrierung der Kamera während des Fertigungsprozesses. Eine weitere Technik besteht
darin, die Farbfehlregistrierung von einem "Live-Image" zu erfassen und die Registrierung
mit einer geringen Verzögerung zu korrigieren, wobei ein Verlaufsprotokoll der Dynamikeigenschaften
der Farbfehlregistrierung gespeichert wird, um eine Echtzeitkorrektur zu unterstützen,
wie im US-Patent Nr. 4,500,916 beschrieben ist.
Der Stand der Technik für Lösungen hinsichtlich der Farbfehlregistrierung
bei Ausgabegeräten, wie etwa Druckern und Anzeigevorrichtungen, umfasst nur mechanische
Konstruktionen, um eine Fehlregistrierung zu vermeiden, etwa das US-Patent Nr. 5,287,160
zu elektrographischen Anwendungen; das US-Patent Nr. 5,040,026 zu Thermodruckern;
und jene zur Herstellung einer Katodenstrahlröhre, die US-Patente Nr. 4,891,548
und 4,139,797, zu einer Lochmaskenkonstruktion; und das US-Patent Nr. 4,065,695
zu einer Katodenstrahlröhren-Ladungsapertur. Außerdem gibt es im Bereich des Drucks
eine Technik, die Ausgabedrucke mit einer Kamera zu überwachen und dann mechanisch
die einzelnen Platten der Offsetdruckpresse im Allgemeinen mit einer geringfügigen
Verzögerung in dem Massendruckverfahren zu verschieben, wie in den US-Patenten Nr.
5,689,425 und 5,412,577 beschrieben ist. Wie bei der Eingangsbilderzeugung ist die
Verwendung von Registrierungsmarkierungen üblich, wie in den US-Patenten Nr. 4,546,700
und 4,018,528 beschrieben ist und wie in dem US-Patent Nr. 5,355,154 beschrieben
ist, bei dem ein Registrierungsmuster außerhalb des Bildrands angeordnet ist. Ähnlich
beschreibt das US-Patent Nr. 5,170,250 eine Anzeigevorrichtung, die einen Richtstrahl
verwendet. Ein weiterer Lösungsansatz ist, das Farbregistrierungsproblem nur mit
Bildverarbeitungsverfahren zu erfassen und zu korrigieren, ohne Registrierungsmuster
zu verwenden, wie im US-Patent Nr. 4,853,116 beschrieben ist.
Bildverarbeitungsverfahren könnten entweder bei der Bildaufnahme oder
bei der Bildanzeige angewendet werden.
Es sind Bilderzeugungssysteme bekannt, die auf visuellen
Gegenfarbmechanismen beruhen. Eines dieser umfasst eine Anzeigevorrichtung, die
zwei LCD-Tafeln mit visuellen Gegenfarbmodellen verwendet: US-Patent Nr. 5,682,180.
Des Weiteren ist im US-Patent Nr. 5,283,858 ein Visualisierungsfarbwahlschema unter
Verwendung von Gegenfarbmodellen beschrieben, während noch ein weiteres, das US-Patent
Nr. 5,550,660, eine Vorrichtung auf der Grundlage einer so genannten Super-Twisted-Nematic
Flüssigkristallzelle (STN) beschreibt, die in der Lage ist, Licht in Übereinstimmung
mit Gegenfarbdarstellungen von Bildern zu modulieren. Alle der angeführten Dokumente
beschreiben Systeme mit Anzeigevorrichtungen, im Gegensatz zu Abtastvorrichtungen,
wobei keines die Farbregistrierungsprobleme angeht.
Das US-Patent Nr. 5,773,814 beschreibt die Verwendung von Y- und W-Komponenten,
die in einer eindimensionalen Anordnung verschachtelt sind, und von G und C-Komponenten,
die ineinander verschachtelt sind, jedoch einzig für den Zweck der Optimierung der
Lichtkorrektur und der Maximierung des Signal-Rausch-Verhältnisses, um kürzere Abtastzeiten
zu ermöglichen und nicht um Farbfehlregistrierungen zu vermeiden oder zu korrigieren.
Als Nächstes wird eine Erläuterung zur Auflösung des aufgenommenen
Bildes gegeben.
Die Auflösung der Abtastung ist durch den Zwischenraum zwischen zwei
benachbarten Sensorelementen und die optische Vergrößerung bestimmt. Um eine hohe
Auflösung zu erzielen werden mehr Sensorelemente verwendet, was zu einer Auflösungserhöhung
von ursprünglich 75 dpi auf 300 dpi und nun in einigen Fällen auf bis zu 600 dpi
führt, wobei jedoch das Hinzufügen weiterer Sensorelemente teuer ist, so dass weitere
Verfahren zu Verbesserung der Auflösung wissenschaftlich untersucht worden sind.
Es ist eine Anzahl von Patentschriften bekannt, die einen Farbmultiplexbetrieb
verwenden, um die Auflösung zu verbessern. Fast alle davon sind für 2D-Videokameras
oder digitale Einzelbildkameras, in denen Farbfilteranordnungen verwendet werden,
um zweidimensionale Bilder von einem einzigen 2D-CCD-Sensor zu treiben. Jedoch ist
es auf Grund der naturgemäßen Schwierigkeit, die mit dem Abtasten in einer zweidimensionalen
Anordnung verbunden ist, schwierig, wenn nicht unmöglich, ein Super-Sampling der
Luminanz bei diesem Typ von Vorrichtung zu erzielen.
Das US-Patent Nr. 4,575,769 an Arnoldi für "Variable resolution scanning
in line scan optical imaging system", erteilt am 11. März 1986, offenbart ein Verfahren
zur Verbesserung der Auflösung durch Vorwärtsbewegen eines Dokuments über eine horizontale
Bildabtastvorrichtung in definierten Folgen von halben und ganzen Schritten, wobei
halbe Schritte bewirken, dass das Dokument jeweils um ein Vierhundertstel eines
Zolls vorwärts bewegt wird, wie im 400 dpi-Modus, während ganze Schritte bewirken,
dass das Dokument jeweils um ein Zweihundertstel eines Zolls vorwärts bewegt wird
(wie im 200 dpi-Modus). Diese Technik verbessert die Auflösung nur in der langsamen
Abtastrichtung, nicht jedoch in der schnellen Abtastrichtung, d. h. parallel zur
CCD-Anordnung.
Das US-Patent Nr. 4,877,310 an Seachmann u. a. für "Electronically
variable MTF filter for image sensor arrays", erteilt am 31. Oktober 1989, beschreibt
das Platzieren eines MTF-Filters zwischen einer Linse und einer bilderzeugenden
Anordnung, um die Bildmodulation zu verringern und dem Bild vor der weiteren Verarbeitung
Schärfe zu nehmen.
Das US-Patent Nr. 5,045,932 an Sharmann u. a. für "Method and apparatus
for generating a high definition electronic signal from a line scan of a color original",
erteilt am 3. September 1991, beschreibt eine Filmeingabevorrichtung für kinematographische
Aufnahmen, die ein Hochauflösungs-Fernsehsignal aus der Kombination aus einer Hochauflösungs-Luminanzkomponente
und mehreren Farbkomponenten geringerer Auflösung erzeugt. Die Farbsensoren könne
große Sensoraperturen besitzen, was zu einem besseren Signal-Rausch-Verhältnis führt.
Dieses System verwendet vier Sensormatrizen und wird für preiswerte Tisch-Bildabtastvorrichtungen
als zu kompliziert und zu teuer eingeschätzt.
Das US-Patent Nr. 5,159,469 an Takagi für "Moire removing device for
Image scanner", erteilt am 27. Oktober 1992, beschreibt einen beweglichen Filtermechanismus,
um ein Bild auf eine Matrixebene zu fokussieren und zu defokussieren.
Das US-Patent Nr. 5,262,631 an Yamamoto u. a. für "Color image reading
apparatus", erteilt am 16. November 1993, verwendet einen zweizeiligen Sensor, wovon
eine Zeile Grün aufnimmt und die andere mit einander abwechselnden Rot- und Blausensoren
Rot und Blau aufnimmt. Die Grün-Zeile ist gegenüber der Rot/Blau-Zeile um ein halbes
Pixel verschoben. Diese Vorrichtung ist eine RGB-Aufnahmevorrichtung, die nicht
den Bandbreitenvorteil besitzt, der mit einer LCC-Aufnahme verbunden ist.
Das US-Patent Nr. 5,767,987 an Wolff u. a. für "Method and Apparatus
for combining multiple image scans for enhanced resolution", erteilt am 16. Juni
1998, offenbart ein Verfahren zum Erzeugen eines Bildes mit verbesserter Auflösung
aus mehreren Bildern mit geringer Auflösung. Eines dieser Bilder wird als ein Prototypbild
verwendet, das interpoliert wird, um eine höhere Auflösung zu erhalten. Die anderen
Bilder werden dann mit dem Prototypbild registriert, wobei die Pixelwerte auf der
Grundlage der Bilddaten der zusätzlichen Bilder iterativ verändert werden. Das Verfahren
funktioniert, da das einer Bildabtastvorrichtung von Natur aus anhaftende Zittern
mehr Abtastpunkte einführt, die verwendet werden könnten, um die Auflösung zu verbessern.
Dieses Verfahren erfordert mehrere Abtastvorgänge und eine intensive Verarbeitung.
Das US-Patent Nr. 5,773,814 an Phillips u. a. für
"Sensor assembly providing gray scale and color for an optical image scanner", erteilt
am 30. Juni 1998, verwendet Y und W verschachtelt in einer ID-Matrix und G und C
in einer weiteren. Wie angegeben ist, besteht der Zweck dieser Technik darin, das
Sammeln des Lichts zu optimieren und das Signal-Rausch-Verhältnis zu maximieren,
um kürzere Abtastzeiten zu ermöglichen, und nicht, um die Bildauflösung zu verbessern.
Es gibt weder eine Verschiebung noch eine Abweichung der Sensormatrizen.
Alle diese Lösungsansätze des Standes der Technik gehen das Auflösungsproblem
unterschiedlich an. Die meisten davon ziehen keinen Vorteil aus dem menschlichen
Farbsehen, bei dem die Bandbreite der Chrominanz signifikant geringer als jene der
Luminanz ist, oder sie nutzen die Eigenschaften des menschlichen Sehvermögens als
einen Weg zur Verringerung der Bandbreite statt zur Erhöhung der Auflösung.
Alle bekannten und dargestellten Techniken zur Lösung von Farbregistrierungsproblemen
versuchen, entweder mechanisch das Problem zu vermeiden oder das Bild im Nachhinein
zu korrigieren. Es wird kein Vorstoß unternommen, bei dem das Bild in einem Farbraum
aufgenommen wird, in dem die Registrierung wesentlich weniger sichtbar ist, dadurch
dass das Wissen über die räumlichen Eigenschaften des menschlichen Farbsehvermögens
Berücksichtigung findet. Ferner werden in allen bekannten Schriften, in denen versucht
wird, die Eigenschaften des menschlichen Sehvermögens zu nutzen, andere Probleme
als die Farbregistrierung in einer Bildabtastvorrichtung angegangen.
US-4,896,207 betrifft eine Farbvideoaufzeichnung und -darstellung
und insbesondere eine Vorrichtung, die einen einzelnen Bildsensor und ein einzelne
Mehrfarbenfilteranordnung in Übereinstimmung mit dem Oberbegriff des Anspruchs 3
verwendet, während US 5,737,017 ein Farbbild-Aufnehmerelement
mit einem von vier Typen von Farbfiltern offenbart, die auf einer Elementoberfläche
angeordnet sind.
Außerdem offenbart US 4,663,661
eine Videokamera mit einem einzigen Sensor, die Farb-Differenzsignale auf der Grundlage
von Pixelzeilen erzeugt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es wird angestrebt, ein Bildaufnahmeverfahren und ein Bildaufnahmesystem
zu schaffen, bei denen die Luminanz und die Chrominanz separat und unabhängig voneinander
aufgenommen werden, die ein aufgenommenes Bild bieten, das so scharf wie ein Originalbild
ist, wobei es frei von Farbrandeffekten und Unschärfen ist, die mit einer Fehlregistrierung
verbunden sind.
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Farbregistrierung
geschaffen, wie es im Anspruch 1 beansprucht wird.
Gemäß dem beschriebenen Verfahren werden die Luminanzkomponente und
zwei Chrominanzkomponenten (durch Zusammensetzen einer Farbkomponente und einer
Luminanzkomponente eines Bildes erhalten) separat und unabhängig voneinander aufgenommen.
Die Luminanzkomponente des Bildes wird nämlich mit einer ersten Auflösung
von der Zeile aus Pixelaufnahmeelementen für die Aufnahme von Luminanzkomponenten
aufgenommen. Andererseits wird ein Chrominanzsignal als das erste Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignal
von den Pixelaufnahmeelementen einer weiteren Zeile der ersten Farbkomponente in
abwechselnden Spalten (Pixeln) des Bildes mit der Hälfte der ersten Auflösung aufgenommen,
wobei mit den verbleibenden Pixel die Luminanzkomponente aufgenommen wird. Ähnlich
wird ein Chrominanzsignal als das zweite Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignal von
den Pixelaufnahmeelementen einer weiteren Zeile der ersten Farbkomponente in abwechselnden
Spalten (Pixeln) des Bildes mit der Hälfte der ersten Auflösung aufgenommen, wobei
mit den verbleibenden Spalten (Pixeln) die Luminanzkomponente aufgenommen wird.
Wie beschrieben sind die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der
ersten Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile ausgerichtet,
und die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der zweiten Farbkomponente und der
Luminanzkomponente sind in derselben Zeile ausgerichtet. Wenn mit dieser Struktur
ein Schwarzweißbild (Zeichen) mit S/W-Kanten aufgenommen wird, tritt bezüglich der
Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile kein Registrierungsfehler
auf, wodurch das falsche Farbsignal in der Umgebung der S/W-Kanten, das mit der
herkömmlichen Anordnung verbunden ist, beseitigt wird. Dies hat zur Folge, dass
das Bildaufnahmeverfahren der Erfindung ein aufgenommenes Bild bietet, das so scharf
wie das Originalbild ist und weder Farbrandeffekte noch eine Unschärfe aufweist,
die mit einer Fehlregistrierung verbunden sind.
Es ist überflüssig, hier zu erwähnen, dass die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird.
Das beschriebene Bildaufnahmeverfahren der Erfindung nutzt die Eigenschaften
des menschlichen Farbsehvermögens, das für die Luminanz empfindlich und für die
Chrominanz unempfindlich ist. Deshalb wird dann, wenn die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird, keine Verschlechterung der Bildqualität wahrnehmbar sein.
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Bildaufnahmesystem
geschaffen, wie es im Anspruch 3 beansprucht wird.
Gemäß dem beschriebenen Bildaufnahmesystem werden
die Luminanzkomponente und zwei Chrominanzkomponenten (durch Zusammensetzen einer
Farbkomponente und einer Luminanzkomponente des Bildes erhalten) separat und unabhängig
voneinander aufgenommen.
Die Luminanzkomponente des Bildes wird nämlich mit einer ersten Auflösung
von der Zeile aus Pixelaufnahmeelementen für die Aufnahme der Luminanzkomponenten
aufgenommen. Andererseits wird ein Chrominanzsignal als das erste Farb-Luminanz-Ausgangssignal
von Pixelaufnahmeelementen einer weiteren Zeile der ersten Farbkomponente in abwechselnden
Spalten (Pixeln) des Bildes mit der Hälfte der ersten Auflösung aufgenommen, wobei
von den verbleibenden Pixeln die Luminanzkomponente aufgenommen wird. Ähnlich wird
ein Chrominanzsignal als das zweite Farb-Luminanz-Ausgangssignal von Pixelaufnahmeelementen
einer weiteren Zeile der ersten Farbkomponente in abwechselnden Spalten (Pixeln)
des Bildes mit der Hälfte der ersten Auflösung aufgenommen, wobei von den verbleibenden
Pixeln die Luminanzkomponente aufgenommen wird.
Wie beschrieben sind die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der
ersten Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile ausgerichtet
und die pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der zweiten Farbkomponente und der
Luminanzkomponente sind in derselben Zeile ausgerichtet. Wenn mit dieser Struktur
ein Schwarzweißbild (Zeichen) mit S/W-Kanten aufgenommen wird, tritt bezüglich der
Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile kein Registrierungsfehler
auf, wodurch das falsche Farbsignal in der Umgebung der S/W-Kanten, das mit der
herkömmlichen Anordnung verbunden ist, beseitigt wird. Dies hat zur Folge, dass
das Bildaufnahmeverfahren der Erfindung ein aufgenommenes Bild bietet, das so scharf
wie das Originalbild ist und weder Farbrandeffekte noch eine Unschärfe aufweist,
die mit einer Fehlregistrierung verbunden sind.
Es ist überflüssig, hier zu erwähnen, dass die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird.
Das beschriebene Bildaufnahmesystem der Erfindung nutzt die Eigenschaften
des menschlichen Farbsehvermögens, das für die Luminanz empfindlich und für die
Chrominanz unempfindlich ist. Deshalb wird dann, wenn die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird, keine Verschlechterung der Bildqualität wahrnehmbar sein.
Sowohl das verbesserte Verarbeitungsverfahren als auch der Aufbau
und die Arbeitsweise der verbesserten Verarbeitungsvorrichtung werden jedoch bei
genauer Durchsicht der folgenden ausführlichen Beschreibung bestimmter besonderer
Ausführungsformen am besten verstanden, wenn diese in Verbindung mit der beigefügten
Zeichnung gelesen wird.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
1 zeigt ein falsches Farbsignal in einem
Schwarzweißbild, das auf eine Fehlregistrierung in einer auf R-Y-B basierenden Kamera
zurückzuführen ist;
2 zeigt eine Sensoranordnung einer Ausführungsform
der Erfindung in einer CCD-Fokalebene;
3 veranschaulicht den Algorithmus, der
verwendet wird, um von den aufgenommenen RY-, Y- und BY-Signalen ein registrierungsunempfindliches
Farbbild abzuleiten;
4 veranschaulicht eine Farbregistrierung
bei einer auf RY-Y-BY basierenden Bildabtastvorrichtung;
5 zeigt eine Anwendung einer Ausführungsform
des Verfahrens der Erfindung auf eine 2D-Kamera;
6 zeigt die Sensormatrix einer Ausführungsform
der Erfindung;
7 ist ein Blockdiagramm des Verfahrens
der Erfindung, das verwendet wird, um von der Sensormatrix von 6
ein Farbbild mit hoher Auflösung abzuleiten;
8 zeigt die Ergebnisse einer Simulation
des R-Y-B-Aufnahmesystems einer Ausführungsform der Erfindung in einem Farbbildabtastsystem;
9 zeigt eine herkömmliche Abtastsensormatrix.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
AUSFÜHRUNGSFORM 1
Mit Bezug auf 1 bis 5
wird die folgende Beschreibung eine Ausführungsform der Erfindung erläutern.
Abtastende Systeme enthalten typisch ladungsgekoppelte Schaltungen
(CCD) mit einem Raster aus bilderzeugenden Elementen oder Sensoren. Jedes bilderzeugende
Element erfasst einen bestimmten Anteil oder eine Komponente eines Bildes, wobei
sie typisch so angeordnet sind, dass eine einzige Zeile oder Spalte von Elementen
eine bestimmte Bildfarbkomponente erfasst. Auf Grund des Aufnahmeverfahrens mit
einer dreizeiligen CCD tritt immer ein Registrierungsfehler zwischen den Sensorzeilen
auf. Das Ziel dieser Erfindung besteht darin, Luminanz und Chrominanz separat und
unabhängig voneinander aufzunehmen, so dass das aufgenommene Bild von Farbrandeffekten
und Unschärfe, die mit einer Fehlregistrierung einhergehen, frei ist.
Die Methode dieser Ausführungsform ist, das Bild in einem Farbraum
aufzunehmen, in dem die Registrierung erheblich weniger sichtbar ist, dadurch dass
das Wissen über die räumlichen Eigenschaften des Farbsehvermögens
Berücksichtigung findet. Indem die geringere Bandbreite des menschlichen visuellen
Systems für Chrominanzsignale vorteilhaft genutzt wird, erhöht diese Methode die
Toleranz für Registrierungsfehler. Obwohl diese Anwendung für den Gebrauch in Bildabtastvorrichtungen
vorgesehen ist, die drei eindimensionale Sensoren verwenden, könnte die Ausführungsform
in vielen verschiedenen Typen von Bilderzeugungsanwendungen verwendet werden.
Durch ein Rot-Luminanz-Blau- (RYB-) Bildaufnahmesystem und ein Verfahren
zur Verwendung desselben werden Artefakte während der Farbregistrierung reduziert,
indem Farbbilder so direkt wie möglich in einem Gegenfarbraum aufgenommen werden.
Vor über dreißig Jahren wurden RYB-Farbfilter von Hunt zur Verwendung bei Vollbild-
oder Vollfeld-Videoaufnahmen vorgeschlagen, wie weiter oben beschrieben worden ist.
Hunts Technik ist jedoch weder auf Bildabtastvorrichtungen noch auf moderne Videosysteme
angewendet worden. Im Unterschied zu Hunt verwendet die hier beschriebene Ausführungsform
R-, Y- und B-Filter, um die Sensorpixel abzudecken, jedoch einzig und allein als
Methode, um Y-, R-Y-, und B-Y-Bilder zu erzeugen. Sowohl die Kombination von R und
Y als auch von B und Y, um die Differenzbilder zu erzeugen, könnte auf dem Sensor
des Standes der Technik bei dem A/D-Schritt erfolgen, wodurch der Sensor zu einem
virtuellen Y-, R-Y-, and B-Y-Sensor gemacht wird.
Ein Schlüsselmerkmal der Erfindung ist die Anwendung einer Farbverschachtelung
mit drei eindimensionalen Sensoren, die in einer Unterabtastrichtung ausgerichtet
sind, wobei eine Sensorzeile Aufnahmeelemente zum Aufnehmen nur der Luminanz Y hat,
eine Sensorzeile Sensoren zum Aufnehmen von R verschachtelt mit Sensoren zum Aufnehmen
der Y-Komponenten in der Hauptabtastrichtung hat und die dritte Sensoraufnahme Sensoren
zum Aufnehmen von B verschachtelt mit Sensoren zum Aufnehmen von Y-Komponenten in
der Hauptabtastrichtung hat.
Die physiologische Grundlage der Erfindung ist eine Eigenschaft des
menschlichen visuellen Systems, die aus Gegenfarbmechanismen im Rahmen der Neurophysiologie
des menschlichen visuellen Systems resultiert. Die wichtigsten Eigenschaften, die
aus den Gegenfarbmechanismen hervorgehen, sind die Unterschiede in der Bandbreite
und der Empfindlichkeit in der räumlichen Frequenzcharakteristik des Sehvermögens,
wie in den Kontrastempfindlichkeitsfunktionen gemessen wird, wobei der Luminanzkanal
die größte Bandbreite und Empfindlichkeit besitzt und die RG-Bandbreite und Empfindlichkeit
ungefähr 1/2 derjenigen der Luminanz beträgt und die BY-Eigenschaften noch geringer
ausgeprägt sind.
1 veranschaulicht unter 20 Farbrandeffekte
bei einer RYB-Kamera für eine S/W-Kante. Eine Registrierungsverschiebung des R-Kanals
22 in Bezug auf den Y-Kanal 24 bewirkt im RY-Chrominanzkanal
28 eine Falschfarbenkante 26. Nach dem herkömmlichen Verfahren,
bei dem eine Farbkomponente (R-Kanal 22) und eine Luminanzkomponente (Y-Kanal
24) jeweils von verschiedenen eindimensionalen Sensoren aufgenommen werden
und ein Chrominanzsignal (Farbdifferenzsignal) R-Y aus der Differenz zwischen den
ausgelesenen Signalen erzeugt wird, würde, wenn ein Schwarzweißbild mit S/W-Kanten
aufgenommen wird, infolge der Verschiebung der Sensoren gegeneinander ein Registrierungsfehler
auftreten, der zu einer Falschfarbenkante 26 führen würde. Dementsprechend
ist der Schlüssel zur Verminderung des Farbregistrierungsfehlers, das Luminanzsignal
und das Chrominanzsignal unabhängig voneinander aufzunehmen.
Dies kann mit der in 2 gezeigten Sensoranordnung
30 erreicht werden. Statt R und B mit der gleichen Auflösung wie die Luminanz
aufzunehmen, werden die Komponenten R und B mit der Hälfte der Auflösung der Luminanz
in der Schnellabtastrichtung aufgenommen. Dies beruht auf Eigenschaften des menschlichen
visuellen Systems und insbesondere auf der Frequenzempfindlichkeit des menschlichen
visuellen Systems für RG-, RY- und BY-Isoluminanzsignale, wobei die Bandbreite dieser
Isoluminanzsignale geringer als die Hälfte jener der Luminanz ist. Ein Lösungsansatz
könnte sein, die Pixelgröße für die R- und B-Zeilen zu erhöhen, wobei jedoch in
der bevorzugten Ausführungsform die gleiche Pixelgröße wie für die Y-Zeile beibehalten
wird und zwischen R- und B-Sensoren Y-Sensoren eingefügt sind.
Mehrere Zeilen aus Pixelaufnahmeelementen oder Sensoren und mehrere
Spalten aus Sensoren sind in einer Sensormatrix angeordnet, die in der bevorzugten
Ausführungsform unter 30 gezeigt ist. Eine mittlere oder erste Zeile
32 nimmt nur die Luminanzkomponenten des Bildes mit einer vorgegebenen
oder ersten Auflösung (der vollen Auflösung) auf, um ein Luminanz-Ausgangssignal
zu bilden. Eine weitere Zeile 34 nimmt mit der Hälfte der ersten Auflösung
eine erste Farbkomponente (beispielsweise die rote Farbkomponente) auf, jedoch nur
in abwechselnden Spalten 40, 42 (Pixeln) der Zeile. Die verbleibenden
Spalten der Sensoren 44, 46 usw. in der Zeile nehmen eine Luminanzkomponente
auf und bilden in diesem Beispiel ein RY-Chrominanz-Ausgangssignal (das erste Farb-Luminanz-Ausgangssignal).
Die verbleibende Zeile 36 nimmt eine zweite Farbkomponente (beispielsweise
die Blaukomponente) ebenfalls mit der Hälfte der ersten Auflösung in den Spalten
40, 42 auf, während in den verbleibenden Spalten 44,
46 der Zeilen eine Luminanzkomponente aufgenommen wird, um ein BY-Chrominanzsignal
(das zweite Farb-Luminanz-Ausgangssignal) zu bilden. In dieser Ausführungsform besitzen
die Sensoren eine langsame Abtastrichtung, die durch den Pfeil 38 dargestellt
ist. Die Chrominanzsignale RY und BY sind nur aus der Sensorantwort derselben Zeile
abgeleitet. Da es neben der festen Verschiebung in der Schnellabtastrichtung
keinen Registrierungsfehler zwischen R und Y in derselben Zeile gibt, ist das falsche
Farbsignal in der Umgebung von S/W-Kanten beseitigt.
3 veranschaulicht unter 60 das
Verfahren und den Verarbeitungsmechanismus, die verwendet werden, um aus den aufgenommenen
RY-, Y- und BY-Signalen ein registrierungsunempfindliches Farbbild abzuleiten. Das
RY-Signal 62 mit der halben Auflösung und das BY-Signal 64 mit
der halben Auflösung von der Sensorzeile 34 bzw. 36 werden zunächst
unter Verwendung linearer Interpolationsmechanismen (Verarbeitungsmechanismen)
66 bzw. 68 auf volle Auflösung gebracht. Die auf volle Auflösung
interpolierten Signale R und Y oder Y und B werden zu den Farbdifferenzoperatoren
70, 72 geschickt, um das RY-Chrominanzsignal 74 mit voller
Auflösung und das BY-Chrominanzsignal 76 mit voller Auflösung abzuleiten.
Das Ausgangssignal 78 von der Sensorzeile 32 wird im Block
80 ebenso verarbeitet wie die Chrominanzsignale 74,
76 im Block 82 bzw. 84. Im Wechsel könnte ein Chrominanzsignal
mit halber Auflösung weiteren Abschnitten eines Bilderzeugungssystems zugeführt
werden, etwa einem Kompressionsschema, das unterabgetastete Farbdifferenzbilder
verwendet.
Die Luminanz-Chrominanz-Chrominanz- (LCC-) Signale werden von einem
Ausgabemechanismus 86 für eine Anzeige in RGB oder für ein Drucken in CMYK
umgesetzt. In den meisten Fällen wird nach der Verarbeitung durch den Ausgabemechanismus
86 eine Bildverarbeitung etwa durch Filtern, Farbskalenverbesserung usw.
auf das LCC-Bild angewendet, bevor es angezeigt oder gedruckt wird.
4 zeigt simulierte Ergebnisse bei Anwendung
des RY-Y-BY-Sensoraufbaus und des Verfahrens der Erfindung. 4a
ist ein Originalbild 90, 4b zeigt eine vertikale
Verschiebung um zwei Pixel in einer Grünkomponente in Grün bei einer RGB-Bildabtastvorrichtung
92 und 4c zeigt eine Verschiebung um zwei
Pixel in der Luminanz bei einer RYB-Bildabtastvorrichtung unter Verwendung der bevorzugten
Ausführungsform 94. In 4c treten keine Farbrandeffekte
bei einem schwarzen Text auf, und der Text ist so scharf wie das Original. In
4b bleiben jedoch Farbrandeffekte sichtbar, wobei ein
oberer Farbsaum 91 ein Magenta-Artefakt und ein unterer Farbsaum
93 ein Grün-Artefakt ist.
Wie nun 5 zeigt, ist es möglich, andere
Farbfilter zu verwenden, um das Chrominanzsignal aufzunehmen, z.B. kann RG anstelle
von RY und GB anstelle von BY verwendet werden. Dieses Verfahren kann auch angewendet
werden, um den Farbregistrierungseffekt von 2D-Kameras, die drei CCDs verwenden,
zu reduzieren. Es ist möglich, dass eine CCD 96 verwendet wird, um Rot
und Luminanz aufzunehmen, eine weitere CCD 98 verwendet wird, um Luminanz
mit der vollen Auflösung aufzunehmen und die dritte CCD 100 verwendet wird,
um Luminanz und Blau aufzunehmen.
Folglich sind ein System und ein Verfahren zur Verminderung von Farb-Artefakten
sowie eine Variation davon offenbart worden.
AUSFÜHRUNGSFORM 2
Mit Bezug auf 6 bis 7
wird die folgende Beschreibung eine weitere Ausführungsform der Erfindung erläutern.
Dei Ausführungsform offenbart ein Verfahren und ein System, um die
Abtastredundanz von RGB-Abtastvorrichtungen des Standes der Technik durch Aufnehmen
von Farbbildern in einem Luminanz-Chrominanz-Chrominanz- (LCC-) Gegensatzraum zu
verringern, wobei für die Aufnahme von Luminanzinformationen eine Anzahl von Sensorelementen
verwendet wird, die größer als jene ist, die verwendet wird, um Chrominanzinformationen
aufzunehmen. Die Ausführungsform verwendet eine dreizeilige ladungsgekoppelte Schaltungsanordnung
(CCD) mit 300 dpi, um die Luminanz mit einer Auflösung von 600 dpi aufzunehmen.
Diese höhere Auflösung verbessert die Qualität abgetasteten Texts und vermindert
Bildunregelmäßigkeiten, die im Allgemeinen durch eine unzureichende Abtastung verursacht
sind. Die Vorteile dieses Verfahrens gegenüber einer RGB-Aufnahme mit 600 dpi sind:
- (1) Eine Bildabtastvorrichtung könnte mit einer niedrigeren Datenrate arbeiten,
wodurch sich der Speicher- und Bandbreitenbedarf verringern;
- (2) eine Bildabtastvorrichtung, die die vorliegende Ausführungsform verkörpert,
wird weniger Bildunregelmäßigkeiten erzeugen, da die wirksame Sensorapertur größer
als das Abtastintervall ist, wohingegen herkömmliche RGB-Bildabtastvorrichtungen
des Standes der Technik immer eine Apertur haben, die kleiner als das Abtastintervall
ist;
- (3) die Bildabtastvorrichtung besitzt auf Grund der größeren Apertur ein größeres
Signal-Rausch-Verhältnis, d. h. 300 dpi Pitch vs. 600 dpi Pitch;
- (4) die Bildabtastvorrichtung weist auf Grund der niedrigeren Datenrate und
des größeren Signal-Rausch-Verhältnisses eine höhere Abtastgeschwindigkeit auf;
- (5) die Bildabtastvorrichtung nähert sich stärker dem menschlichen Sehvermögen
an, bei dem. die Chrominanz-Bandbreite geringer als die Luminanz-Bandbreite ist;
und
- (6) die Bildabtastvorrichtung erfordert eine weniger komplizierte Verarbeitung
als Schwarzweiß- oder Farb-Bildabtastvorrichtungen des Standes der Technik.
Eine Sensormatrix der Ausführungsform ist recht schematisch in
6 unter 130 gezeigt. Die Sensormatrix 130
ist in der bevorzugten Ausführungsform in drei Zeilen aus Sensoren angeordnet, die
hier auch als Sensorelemente oder Pixelaufnahmeelemente bezeichnet
sind. Die Sensorelemente in den drei Zeilen definieren mehrere Spalten aus Sensorelementen.
Jedes Sensorelement erfasst ein einzelnes Pixel eines Bildes. Eine erste Zeile
132 enthält abwechselnd oder verschachtelt Rotsensoren (R) 134
und Luminanzsensoren (Y) 136, die in der Hauptabtastrichtung in einer Reihenfolge
RYRYRY... angeordnet sind. Die Rot-Sensorelemente sind hier als Sensorelemente der
ersten Farbkomponente bezeichnet, die eine erste Farbkomponente mit der Hälfte der
vollen Auflösung erfassen. Die Y-Sensorelemente in der ersten Zeile 132
sind hier als erste Luminanzkomponenten-Sensoren bezeichnet, die eine erste Luminanzkomponente
mit der Hälfte der vollen Auflösung erfassen. In dem Fall, in dem der Sensor dafür
ausgelegt ist, bei 300 dpi zu arbeiten, wird jede Zeile 300 Sensorelemente
pro Zoll enthalten. Eine zweite Zeile 138 umfasst Sensoren, die in der
Hauptabtastrichtung ausgerichtet sind, die alle Y-Sensoren 140 sind, die
ein halbes Pitch, d. h. eine halbe Pixelbreite, in Bezug auf die erste und die dritte
Zeile verschoben sind. Die Luminanz-Sensorelemente in der zweiten Zeile
138 sind als zweite Luminanzkomponenten-Sensoren bezeichnet, die eine zweite
Luminanzkomponente mit voller Auflösung erfassen.
Eine dritte Zeile 142 enthält verschachtelte Y-Sensoren
144 und B- (Blau-) Sensoren 146 in der Hauptabtastrichtung, die
zu den Sensoren in der ersten Zeile 132 ausgerichtet und in einer Reihenfolge
YBYBYB... angeordnet sind. Die Blausensorelemente in der dritten Zeile
142 sind hier als zweite Farbkomponentensensoren bezeichnet, die eine zweite
Farbkomponente mit der Hälfte der vollen Auflösung erfassen. Die Y-Sensorelemente
in der dritten Zeile 142 sind hier als dritte Luminanzkomponenten-Sensoren
bezeichnet, die eine dritte Luminanzkomponente mit der Hälfte der vollen Auflösung
erfassen. Die Y-Sensoren in der ersten Zeile 132 (RY) oder der dritten
Zeile 142 (YB) sind so ausgerichtet, dass sie eine Lücke 148 in
der zweiten Zeile 138, die etwa über ein Zehntel eines Pixels zwischen
zwei benachbarten Y-Sensoren in der zweiten Zeile (Y) geht, füllen, wodurch sich
nämlich die Abtastauflösung der Luminanz verdoppelt. Die Lücke 148 resultiert
aus der Fertigungstechnologie, die erfordert, dass zwischen den einzelnen Sensoren
ein Zwischenraum vorhanden ist. Die Lücke 148 ist sehr klein, aber sie
ist bei Sensoren des Standes der Technik und bei dem Sensor der Ausführungsform
vorhanden. Es ist zu beachten, dass der erste Farbkomponentensensor (R)
134 der ersten Zeile 132 zu dem dritten Luminanzkomponenten-Sensor
144 der dritten Zeile 142 ausgerichtet ist und dass die zweiten
Farbkomponenten-Sensorelemente der dritten Zeile 142 zu dem ersten Luminanzkomponenten-Sensorelement
36 ausgerichtet sind. Da das Abtastintervall kleiner als die Sensorapertur,
d. h. die aktive Fläche eines Detektors, ist, können Bildunregelmäßigkeiten, die
durch ein unzureichendes Abtasten verursacht sind, stark reduziert werden.
7 veranschaulicht unter 150
das Verfahren einer Ausführungsform der Erfindung, das verwendet wird, um ein Luminanzbild
mit Höchstauflösung (600 dpi) von mit 300 dpi aufgenommenen Signalen RY,
Y und YB abzuleiten. Ein RY-Signal 152 mit halber Auflösung und ein YB-Signal
154 mit halber Auflösung werden zunächst unter Anwendung einer linearen
Interpolation oder anderer Interpolationstechniken auf ein R-Signal 156
mit voller Auflösung und ein B-Signal 158 mit voller Auflösung umgesetzt.
Die Y-Komponente des RY-Signals 152 und die Y-Komponente des YB-Signals
154 bilden ein Signal Y' 160 mit der vollen Auflösung von 300
dpi. Von der zweiten Zeile 138 wird ein Y-Signal 162 mit voller
Auflösung erzeugt. Der Unterschied zwischen Y und Y' besteht darin, dass Y' um ein
halbes Pixel versetzt ist. Durch Kombinieren von Y und Y' wird ein Luminanzsignal
164 mit Höchstauflösung erhalten, das in ein Höchstauflösungs-Luminanzbild
160 überführt werden kann. Die auf volle Auflösung interpolierten Signale
R (156) und B (158) werden zu dem Farbdifferenzoperator
168 bzw. 170 geschickt, um ein R-Y'-Chrominanzsignal
172 und ein Y-B-Chrominanzsignal 174 abzuleiten. Die Luminanz-Chrominanz-Chrominanz-
(LCC-) Signale könnten dann für eine Anzeige durch den Luminanzprozessor
176 bzw. durch Chrominanzprozessoren 178, 180 in RGB
oder für ein Drucken (Ausgabemechanismus 182) in CMKY umgesetzt werden.
Zum Drucken könnte CMY anstelle von CMYK verwendet werden. In den meisten Fällen
wird eine Bildverarbeitung wie etwa eine Filterung, Farbskalenverbesserung usw.
auf das LCC-Bild angewendet, bevor es angezeigt oder gedruckt wird. Obwohl mit Y
in dieser Beschreibung die Luminanz bezeichnet ist, könnte es Grün oder Gelb oder
sogar Weiß sein.
Um Chrominanzdarstellungsfehler zu vermeiden, die durch eine Unterabtastung
von R und B hervorgerufen werden, könnte ein Farbdarstellungsfehlern entgegenwirkendes
Filter, wie es von J.E. Greivenkamp in: Color dependent optical prefilter for the
suppression of aliasing artifacts, Applied Optics, Bd. 29, S. 676–684, 10.
Februar 1990, beschrieben ist, das nur lang- und kurzwelliges Licht, nicht jedoch
Licht mittlerer Wellenlänge verschmiert, in den Lichtweg eingefügt werden. Dadurch
wird auch die Luminanz mit einer Unschärfe versehen, jedoch nicht in dem Ausmaß
wie die Chrominanzkanäle.
Folglich sind ein Bildabtastsystem und -verfahren beschrieben worden,
die von einer Farbverschachtelung mit drei eindimensionalen Sensorzeilen Gebrauch
machen, wobei ein Sensor nur die Luminanz (Y) aufnimmt und die anderen zwei Sensorzeilen
Rot mit Y verschachtelt oder Blau mit Y verschachtelt haben, wobei der Y-Sensor
in Bezug auf die R/Y- und Y/B-Sensorzeilen um ein halbes Pixel verschoben ist. Die
Ausführungsform verwendet einen Farbmultiplexbetrieb, um die Auflösung zu verbessern.
Das Verfahren und die Vorrichtung der Ausführungsform
der Erfindung könnten auf CCD-Sensoren für Bildabtastvorrichtungen, Kopiereinrichtungen
und Faksimileübertragungen angewendet werden, wobei sie außerdem auf CMOS- und andere
lichtempfindliche Sensoren angewendet werden könnten, die zum Abtasten von Farbbildern
verwendet werden.
Wie beschrieben ist ein erstes Bildaufnahmeverfahren der Erfindung
so beschaffen, dass es die folgenden Schritte umfasst: Anordnen mehrerer Zeilen
und mehrerer Spalten aus Pixelaufnahmeelementen in einer Sensormatrix; Aufnehmen
einer Luminanzkomponente des Bildes mit einer ersten Auflösung und Erzeugen eines
Luminanz-Ausgangssignals hiervon; in einer weiteren Zeile und in abwechselnden Spalten
davon Aufnehmen einer ersten Farbkomponente mit der Hälfte der ersten Auflösung,
in den verbleibenden Spalten davon Aufnehmen einer Luminanzkomponente und Erzeugen
eines ersten Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignals hiervon; und in einer weiteren
Zeile und in abwechselnden Spalten davon Aufnehmen einer zweiten Farbkomponente
mit der Hälfte der ersten Auflösung, in den verbleibenden Spalten davon Aufnehmen
einer Luminanzkomponente und Erzeugen eines zweiten Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignals
hiervon.
Gemäß dem beschriebenen Verfahren werden die Luminanzkomponente und
zwei Chrominanzkomponenten (durch Zusammensetzen einer Farbkomponenten und einer
Luminanzkomponente eines Bildes erhalten) und die Chrominanz separat und unabhängig
voneinander aufgenommen (Zusammensetzen der Farbkomponenten und der Luminanzkomponenten
des Bildes).
Die Luminanzkomponente des Bildes wird nämlich mit einer ersten Auflösung
von der Zeile aus Pixelaufnahmeelementen für die Aufnahme der Luminanzkomponenten
aufgenommen. Andererseits wird ein Chrominanzsignal als das erste Farb-Luminanz-Ausgangssignal
mit der Hälfte der ersten Auflösung von den Pixelaufnahmeelementen einer weiteren
Zeile der ersten Farbkomponente in abwechselnden Spalten (Pixeln) des Bildes aufgenommen,
wobei die verbleibenden Pixel die Luminanzkomponente aufnehmen. Ähnlich wird ein
Chrominanzsignal als das zweite Farb-Luminanz-Ausgangssignal mit der Hälfte der
ersten Auflösung von den Pixelaufnahmeelementen einer weiteren Zeile der ersten
Farbkomponente in abwechselnden Spalten (Pixeln) des Bildes aufgenommen, wobei die
verbleibenden Pixel die Luminanzkomponente aufnehmen.
Wie beschrieben sind die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der
ersten Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile ausgerichtet,
und die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der zweiten Farbkomponente und der
Luminanzkomponente sind in derselben Zeile ausgerichtet. Wenn mit dieser Struktur
ein Schwarzweißbild (Zeichen) mit S/W-Kanten aufgenommen wird, tritt zwischen der
Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile kein Registrierungsfehler
auf, wodurch das falsche Farbsignal in der Umgebung der S/W-Kanten, das mit der
herkömmlichen Anordnung verbunden ist, beseitigt wird. Dies hat zur Folge, dass
das Bildaufnahmeverfahren der vorliegenden Ausführungsform ein aufgenommenes Bild
bietet, das so scharf wie das Originalbild ist und weder Farbrandeffekte noch eine
Unschärfe aufweist, die mit einer Fehlregistrierung einhergehen.
Es ist überflüssig, hier zu erwähnen, dass die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird.
Die beschriebene Ausführungsform des Bildaufnahmeverfahrens der Erfindung
nutzt die Eigenschaften des menschlichen Farbsehvermögens, das für die Luminanz
empfindlich und für die Chrominanz unempfindlich ist. Deshalb wird dann, wenn die
dritte Farbkomponente (beispielsweise die Grünkomponente) aus der ersten und der
zweiten Farbkomponente erhalten wird, keine Verschlechterung der Bildqualität wahrnehmbar
sein.
Die zweite Ausführungsform des Bildaufnahmeverfahrens der Erfindung
ist so beschaffen, dass sie ferner folgenden Schritt enthält: Umsetzen des ersten
und des zweiten Farb-Luminanz-Signals auf volle Auflösung; Verarbeiten aller Signale
mit voller Auflösung für die Ausgabe, um ein Ausgangssignal zu erzeugen.
Gemäß der beschriebenen Ausführung werden das erste und das zweite
Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignal auf ein Signal mit voller Auflösung (die erste
Auflösung) umgesetzt, bevor sie für die Ausgabe verarbeitet werden, wodurch eine
Ausgabe hoher Qualität erzielt wird.
Wie beschrieben ist ein erstes Bildaufnahmesystem so beschaffen, dass
es enthält: eine Sensormatrix mit mehreren Zeilen und mehreren Spalten aus Pixelaufnahmeelementen,
wobei abwechselnd angeordnete Zeilen Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme einer
Luminanzkomponente des Bildes mit einer ersten Auflösung besitzen; eine weitere
Zeile in abwechselnden Spalten davon Pixelaufnahmeelemente zum Aufnehmen einer ersten
Farbkomponente (beispielsweise der Rotkomponente R) mit der halben ersten Auflösung
aufweist und in den verbleibenden Spalten davon Pixelaufnahmeelemente enthält, um
eine Luminanzkomponente hiervon aufzunehmen; und eine weitere Zeile in abwechselnden
Spalten davon Pixelaufnahmeelemente besitzt, um mit einer halben Auflösung eine
zweite Farbkomponenten (beispielsweise die Blaukomponente (B) aufzunehmen, wobei
sie in den verbleibenden Spalten davon Pixelaufnahmeelemente enthält, um eine Luminanzkomponente
hiervon aufzunehmen.
Wie für das Bildaufnahmeverfahren weiter oben beschrieben worden ist,
werden entsprechend dem beschriebenen Bildaufnahmesystem die Luminanzkomponente
und zwei Chrominanzkomponenten (durch Zusammensetzen einer Farbkomponente und
einer Luminanzkomponente des Bildes erhalten) separat und unabhängig voneinander
aufgenommen.
Die Luminanzkomponente des Bildes wird nämlich mit einer ersten Auflösung
von der Zeile aus Pixelaufnahmeelementen für die Aufnahme der Luminanzkomponenten
aufgenommen. Andererseits wird ein Chrominanzsignal als das erste Farb-Luminanz-Ausgangssignal
von Pixelaufnahmeelementen einer weiteren Zeile der ersten Farbkomponente in abwechselnden
Spalten (Pixeln) des Bildes mit der Hälfte der ersten Auflösung aufgenommen, wobei
die verbleibenden Pixel die Luminanzkomponente aufnehmen. Ähnlich wird ein Chrominanzsignal
als das zweite Farb-Luminanz-Ausgangssignal mit der Hälfte der ersten Auflösung
von den Pixelaufnahmeelementen einer weiteren Zeile der ersten Farbkomponente in
abwechselnden Spalten (Pixeln) des Bildes aufgenommen, wobei die verbleibenden Pixel
die Luminanzkomponente aufnehmen.
Wie beschrieben sind die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der
ersten Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile ausgerichtet,
und die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der zweiten Farbkomponente und der
Luminanzkomponente sind in derselben Zeile ausgerichtet. Wenn mit dieser Struktur
ein Schwarzweißbild (Zeichen) mit S/W-Kanten aufgenommen wird, tritt zwischen der
Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile kein Registrierungsfehler
auf, wodurch das falsche Farbsignal in der Umgebung der S/W-Kanten, das mit der
herkömmlichen Anordnung verbunden ist, beseitigt wird. Dies hat zur Folge, dass
das Bildaufnahmeverfahren der Erfindung ein aufgenommenes Bild bietet, das so scharf
wie das Originalbild ist und weder Farbrandeffekte noch eine Unschärfe aufweist,
die mit einer Fehlregistrierung verbunden sind.
Es ist überflüssig, hier zu erwähnen, dass die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird.
Das beschriebene Bildaufnahmesystem der Erfindung nutzt die Eigenschaften
des menschlichen Farbsehvermögens, das für die Luminanz empfindlich und für die
Chrominanz unempfindlich ist. Deshalb wird dann, wenn die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird, keine Verschlechterung der Bildqualität wahrnehmbar sein.
Das zweite Bildaufnahmesystem der vorliegenden Ausführungsform ist
so beschaffen, dass es ferner einen Verarbeitungsmechanismus enthält, der die erste
und die zweite Farbkomponente mit halber Auflösung in Farbkomponenten mit voller
Auflösung transformiert.
Bei dieser Ausführung werden die erste und die zweite Farbkomponente
auf volle Auflösung (die erste Auflösung) umgesetzt, wodurch ein erfasstes Bild
hoher Qualität erzielt wird.
Die dritte Ausführungsform des Bildaufnahmeverfahrens der Erfindung
für eine höchstauflösende Bildabtastung ist so beschaffen, dass sie die folgenden
Schritte enthält: Aufnehmen einer ersten Farbkomponente (beispielsweise der Rotkomponente)
des Bildes mit der Hälfte der vollen Auflösung (beispielsweise 300 dpi), Aufnehmen
einer ersten Luminanzkomponente mit der Hälfte der vollen Auflösung und Erzeugen
eines ersten Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignals hiervon; Aufnehmen einer zweiten
Luminanzkomponente des Bildes mit der vollen Auflösung und Erzeugen eines Luminanz-Ausgangssignals
hiervon; Aufnehmen einer zweiten Farbkomponente (beispielsweise der Blaukomponente)
des Bildes mit der Hälfte der vollen Auflösung, Aufnehmen einer dritten Luminanzkomponente
des Bildes mit der Hälfte der vollen Auflösung und Erzeugen eines zweiten Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignals
hiervon; Umsetzen der ersten und dritten Luminanzkomponente des ersten und zweiten
Farb-Luminanz-Ausgangssignals und des zweiten Luminanzkomponentensignals auf ein
Luminanzkomponentensignal mit dem Doppelten der vollen Auflösung (beispielsweise
600 dpi); und Verarbeiten der Ausgangssignale mit voller Auflösung sowie der Ausgangssignale
mit doppelter Auflösung, um ein kombiniertes Ausgangssignal zu bilden.
Gemäß dem beschriebenen dritten Verfahren werden die Luminanzkomponente
und zwei Chrominanzkomponenten (durch Zusammensetzen einer Farbkomponente und einer
Luminanzkomponente eines Bildes erhalten) auf ähnliche Weise wie bei dem zuvor beschriebenen
Verfahren aufgenommen.
Der Unterschied zu dem weiter oben erwähnten Bildaufnahmeverfahren
besteht darin, dass die erste und die dritte Luminanzkomponente des ersten und zweiten
Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignals und das zweite Luminanzkomponentensignal in
ein Luminanzkomponentensignal mit dem Doppelten der vollen Auflösung umgesetzt werden.
Ferner wird ein zusammengesetztes Ausgangssignal aus dem ersten und dem zweiten
Farb-Luminanz-Farb-Differenzsignal und dem Luminanzkomponentensignal mit dem Doppelten
der vollen Auflösung erzeugt, wodurch eine höchstauflösende Bildaufnahme verwirklicht
wird, die als zusätzlichen Effekt eine Verbesserung der Qualität des Bildes bei
der Erfassung bietet.
Es ist überflüssig, hier zu erwähnen, dass die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird.
Das beschriebene System der Erfindung nutzt die Eigenschaften des
menschlichen Farbsehvermögens, das für die Luminanz empfindlich und für die Chrominanz
unempfindlich ist. Deshalb wird dann, wenn die dritte Farbkomponente (beispielsweise
die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente erhalten wird,
keine Verschlechterung der Bildqualität wahrnehmbar sein.
Das vierte Bildaufnahmeverfahren der Erfindung ist so beschaffen,
dass es ferner folgenden Schritt enthält: Anordnen mehrerer Zeilen und mehrerer
Spalten aus Pixelaufnahmeelementen in einer Sensormatrix, um ein Bild mit einer
vorgegebenen vollen Auflösung aufzunehmen, wobei dieses Anordnen das Versetzen der
Bildaufnahmeelemente der Zeile, die die zweite Luminanzkomponente aufnimmt, um eine
halbe Pixelbreite enthält.
Gemäß der beschriebenen Ausführung ist die Zeile der Pixelaufnahmeelemente
für die Aufnahme der zweiten Luminanzkomponente gegenüber anderen Zeilen aus Pixelaufnahmeelementen
im Wesentlichen um eine halbe Pixelbreite versetzt, um einen gegebenen Zwischenraum
(Lücke) der Pixelaufnahmeelemente auszufüllen. Durch diese Anordnung wird das Abtastintervall
kleiner als die Sensorapertur, d. h. die aktive Fläche eines Detektors, wodurch
Bildunregelmäßigkeiten, die durch eine nicht ausreichende Abtastung verursacht sind,
stark vermindert werden.
Die fünfte Ausführungsform des Bildaufnahmeverfahrens der Erfindung
für eine höchstauflösende Bildabtastung ist so beschaffen, dass sie die folgenden
Schritte enthält: Anordnen mehrerer Zeilen und mehrerer Spalten aus Pixelaufnahmeelementen
in einer Sensormatrix für die Aufnahme eines Bildes mit einer vorgegebenen vollen
Auflösung; in einer ersten Zeile und in abwechselnden Spalten davon Aufnehmen einer
ersten Farbkomponente (beispielsweise der Rotkomponente) des Bildes mit der Hälfte
der vollen Auflösung (beispielsweise 300 dpi), Aufnehmen einer ersten Luminanzkomponente
des Bildes in den verbleibenden Spalten der ersten Zeile und Erzeugen eines ersten
Farb-Luminanz-Ausgangssignals hiervon; in einer zweiten Zeile Aufnehmen einer zweiten
Luminanzkomponente des Bildes mit der vollen Auflösung und Erzeugen eines zweiten
Luminanzkomponenten-Ausgangssignals hiervon, wobei das Anordnen der zweiten Zeile
das Versetzen der pixelaufnahmeelemente um eine halbe Pixelbreite einschließt; in
einer dritten Zeile und in abwechselnden Spalten davon Aufnehmen einer zweiten Farbkomponente
(beispielsweise der Blaukomponente) des Bildes mit der Hälfte der vollen Auflösung,
Erfassen einer dritten Luminanzkomponente des Bildes in den verbleibenden Spalten
davon und Erzeugen eines zweiten Farb-Luminanz-Ausgangssignals hiervon; und Umsetzen
des ersten und zweiten Farb-Luminanz-Signals in ein erstes und zweites Farbkomponentensignal
mit voller Auflösung; Umsetzen des ersten und zweiten Farb-Luminanzsignals in ein
Luminanzkomponentensignal mit voller Auflösung und Kombinieren des Luminanzkomponentensignals
mit voller Auflösung mit dem zweiten Luminanzkomponenten-Ausgangssignal, um ein
Luminanz-Ausgangssignal mit dem Doppelten der vollen Auflösung (beispielsweise 600
dpi) zu bilden; und Verarbeiten der Farbkomponenten-Ausgangssignale mit voller Auflösung
und des Luminanz-Ausgangssignals mit dem Doppelten der vollen Auflösung für die
Ausgabe, um ein kombinierte Ausgangssignal zu bilden.
Gemäß der oben angegebenen Ausführung werden eine Luminanzkomponente
und zwei Chrominanzkomponenten (durch Kombinieren der Farbkomponenten und einer
Luminanzkomponente des Bildes) in der Art des zuvor erwähnten Bildaufnahmeverfahrens
der Erfindung erhalten.
Der Unterschied zu dem weiter oben erwähnten Bildaufnahmeverfahren
besteht darin, dass die erste und die dritte Luminanzkomponente des ersten und zweiten
Farb-Luminanz-Ausgangssignals und das Signal der zweiten Luminanzkomponente in ein
Luminanzkomponentensignal mit dem Doppelten der vollen Auflösung umgesetzt werden.
Ferner wird aus dem ersten und dem zweiten Farb-Luminanz-Ausgangssignal und dem
Luminanzkomponentensignal mit dem Doppelten der vollen Auflösung ein zusammengesetztes
Ausgangssignal erzeugt, wodurch eine höchstauflösende Bilderfassung verwirklicht
wird.
Es ist überflüssig, hier zu erwähnen, dass die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird.
Das beschriebene System der Erfindung nutzt die Eigenschaften des
menschlichen Farbsehvermögens, das für die Luminanz empfindlich und für die Chrominanz
unempfindlich ist. Deshalb wird dann, wenn die dritte Farbkomponente (beispielsweise
die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente erhalten wird,
keine Verschlechterung der Bildqualität wahrnehmbar sein.
Das sechste Bildaufnahmeverfahren ist ferner so beschaffen, dass die
Verarbeitung den Schritt des Verarbeitens des kombinierten Ausgangssignals, um ein
RGB-Ausgangssignal zu bilden, enthält.
Im Ergebnis wird ein Ausgangssignal eines Farbraums (RGB) erhalten,
das für eine Ausgabevorrichtung für die Anzeige eines Bildes geeignet ist.
Das siebte Bildaufnahmeverfahren ist ferner so beschaffen, dass die
Verarbeitung den Schritt des Verarbeitens des kombinierten Ausgangssignals, um ein
CMYK-Ausgangssignal zu bilden, enthält.
Im Ergebnis kann ein Ausgangssignal eines Farbraums (CMYK) erhalten
werden, das für eine Ausgabevorrichtung für die Anzeige eines Bildes geeignet ist.
Das achte Bildaufnahmeverfahren ist ferner so beschaffen, dass die
Verarbeitung den Schritt des Verarbeitens des kombinierten Ausgabesignals, um ein
CMY-Ausgangssignal zu bilden, enthält.
Im Ergebnis kann ein Ausgangssignal eines Farbraums (CMY) erhalten
werden, das für eine Ausgabevorrichtung für die Anzeige eines Bildes geeignet ist.
Das dritte Bildaufnahmesystem für eine höchstauflösende Abtastung,
das eine Sensormatrix mit mehreren Zeilen und mehreren Spalten
aus Pixelaufnahmeelementen enthält, ist so beschaffen, dass es umfasst: eine erste
Zeile mit ersten Farbpixelaufnahmeelementen für die Aufnahme einer ersten Farbkomponente
des Bildes mit der Hälfte der vollen Auflösung, die sich mit ersten Luminanzpixelaufnahmeelementen
für die Aufnahme einer ersten Luminanzkomponente des Bildes mit der Hälfte der vollen
Auflösung abwechseln; eine zweite Zeile mit zweiten Luminanzpixelaufnahmeelementen
für die Aufnahme einer Luminanzkomponente des Bildes mit voller Auflösung, wobei
die zweiten Luminanzpixelaufnahmeelemente zu den Pixelaufnahmeelementen in der ersten
und dritten Zeile um eine halbe Pixelbreite versetzt sind; und eine dritte Zeile
mit zweiten Farbpixelaufnahmeelementen für die Aufnahme einer zweiten Farbkomponente
des Bildes mit der Hälfte der vollen Auflösung, die sich mit dritten Luminanzpixelaufnahmeelementen
für die Aufnahme einer dritten Luminanzkomponente des Bildes mit der Hälfte der
vollen Auflösung abwechseln, wobei die ersten Farbpixelaufnahmeelemente zu den dritten
Luminanzpixelaufnahmeelementen ausgerichtet sind.
Gemäß der oben angegebenen Ausführung werden eine Luminanzkomponente
und zwei Chrominanzkomponenten (durch Kombinieren der Farbkomponenten und einer
Luminanzkomponente des Bildes) in der Art des zuvor erwähnten Bildaufnahmeverfahrens
der Erfindung erhalten.
Wie beschrieben sind die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der
ersten Farbkomponente und der Luminanzkomponente in derselben Zeile ausgerichtet,
und die Pixelaufnahmeelemente für die Aufnahme der zweiten Farbkomponente und der
Luminanzkomponente sind in derselben Zeile ausgerichtet. Wenn mit dieser Struktur
ein Schwarzweißbild (Zeichen) mit S/W-Kanten aufgenommen wird, tritt zwischen der
Farbkomponente und der Luminanzkomponente derselben Zeile kein Registrierungsfehler
auf, wodurch das falsche Farbsignal in der Umgebung der S/W-Kanten, das mit der
herkömmlichen Anordnung verbunden ist, beseitigt wird, wodurch ein aufgenommenes
Bild erzeugt wird, das so scharf wie das Originalbild ist und keine Farbrandeffekte
und Unschärfe aufweist, die mit einer Fehlregistrierung einhergehen.
Gemäß der beschriebenen Ausführung ist die Zeile aus Pixelaufnahmeelementen
für die Aufnahme der zweiten Luminanzkomponente zu den anderen Zeilen aus Pixelaufnahmeelementen
um im Wesentlichen eine halbe Pixelbreite versetzt, um einen gegebenen Zwischenraum
(Lücke) der Pixelaufnahmeelemente auszufüllen. Durch diese Anordnung wird das Abtastintervall
kleiner als die Sensorapertur, d. h. die aktive Fläche eines Detektors, wodurch
Bildunregelmäßigkeiten, die durch eine nicht ausreichende Abtastung verursacht sind,
stark vermindert werden.
Es ist überflüssig, hier zu erwähnen, dass die dritte Farbkomponente
(beispielsweise die Grünkomponente (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente
erhalten wird.
Die beschriebene Ausführungsform des Systems der Erfindung nutzt die
Eigenschaften des menschlichen Farbsehvermögens, das für die Luminanz empfindlich
und für die Chrominanz unempfindlich ist. Deshalb wird dann, wenn die dritte Farbkomponente
(beispielsweise Grün (G)) aus der ersten und der zweiten Farbkomponente erhalten
wird, keine Verschlechterung der Bildqualität wahrnehmbar sein.
Die vierte Ausführungsform des Bildaufnahmesystems der Erfindung ist
so beschaffen, dass sie ferner einen Verarbeitungsmechanismus enthält, um die erste
und zweite Farbkomponente mit halber Auflösung in Farbkomponenten mit voller Auflösung
zu transformieren und um die erste, zweite und dritte Luminanzkomponente in Luminanzkomponenten
mit der doppelten Auflösung zu transformieren.
Wie beschrieben worden ist, kann durch Umsetzen der ersten und zweiten
Farbkomponente in Farbkomponenten mit der vollen Auflösung und Umsetzen der ersten
bis dritten Luminanzkomponente in Luminanzkomponenten mit dem Doppelten der vollen
Auflösung eine hochauflösende Bilderfassung hoher Qualität verwirklicht werden.
Das fünfte Bildaufnahmesystem ist so beschaffen, dass es ferner einen
Ausgabemechanismus enthält, der ein RGB-Ausgangssignal liefert.
Im Ergebnis wird ein Ausgangssignal eines Farbraums (RGB) erhalten,
das für eine Ausgabevorrichtung für die Anzeige eines Bildes geeignet ist.
Das sechste Bildaufnahmesystem ist so beschaffen, dass es ferner einen
Ausgabemechanismus enthält, der ein CMYK-Ausgangssignal liefert.
Im Ergebnis kann ein Ausgangssignal eines Farbraums (CMYK) erhalten
werden, das für eine Ausgabevorrichtung für die Anzeige eines Bildes geeignet ist.
Das siebte Bildaufnahmesystem ist so beschaffen, dass es ferner einen
Ausgabemechanismus enthält, der ein CMY-Ausgangssignal liefert.
Im Ergebnis kann ein Ausgangssignal eines Farbraums (CMY) erhalten
werden, das für eine Ausgabevorrichtung für die Anzeige eines Bildes geeignet ist.