Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trennen von Substanzen
aus einer Fasersuspension und insbesondere ein solches Verfahren, wo Verunreinigungen
wie beispielsweise Druckfarben, Druckerschwärze und andere verunreinigende Substanzen
von den Fasern in einem Flotationstank getrennt werden, in welchen die Fasersuspension
vermischt mit Gas vermittels Strahlen eingeführt wird, die über eine hohe Eintrittsgeschwindigkeit
verfügen.
Flotation ist ein Trennverfahren, das im industriellen Maßstab hauptsächlich
in der Behandlung von Mineralien und zur Reinigung rezyklierter Fasern benutzt wird,
um unterwünschte Komponenten durch Behandlung eines flüssigkeitsbasierten Systems
von Feststoffmaterialien zu trennen. Flotationsprozesse können unter Verwendung
von Verfahren durchgeführt werden, bei denen die wesentliche Trennkraft entweder
die Schwerkraft oder die Zentripetalbeschleunigung ist. Der Flotationsprozess basiert
auf dem Einführen eines Gases, gewöhnlich Luft, von dem hydrophobe Partikel angezogen
werden; die Trennung kann im Wesentlichen in einer Schaumphase durchgeführt werden.
Verschiedene Hilfschemikalien werden oft verwendet, insbesondere oberflächenaktive
Mittel, beispielsweise um die Hydrophobie der zu trennenden Partikel zu verbessern
und so die Schaumbildung etc. zu verstärken.
Auf dem Gebiet von Pulpe und Papier ist die Behandlung rezyklierter
Fasern durch Prozesse, bei denen Farbe entfernt wird, oft kombiniert mit Bleichen,
um rezyklierte Faserpulpe mit einer gewünschten Helligkeit zu erzeugen, ein immer
weiter wachsendes Gebiet. Das Rohmaterial, das rezyklierte Papier, wird geschlagen,
und zwar mit einer hohen Intensität, während es bis auf eine Konsistenz aufgelöst
wird, die gewöhnlich bei etwa 15 Gew.-% liegt. Eine innere Reibung in der Suspension
aufgrund der hohen Konsistenz sorgt für starke Scherkräfte in der Suspension, die,
wenn die Fasern gegeneinander gerieben werden, zu einem Freisetzen von Farbe und
anderen Verunreinigungen führt. Bei diesem vorgeschalteten Schritt können Zugaben
gewisser Chemikalien gemacht werden, beispielsweise Zugabe von oberflächenaktiven
Mitteln für das anschließende Flotationsverfahren und/oder von Bleichchemikalien
wie Wasserstoffperoxid für spätere Bleichschritte. Nach dem anfänglichen Zerfaserungs-
oder Stoffaufbereitungsschritt folgen gewöhnlich ein oder mehrere Absiebungsschritte,
um größere Partikel zu entfernen, bevor die Suspension für die aktuelle Entfernung
der Druckerschwärze vorbereitet wird. Die Suspension wird hierbei normalerweise
bis auf eine Konsistenz von etwa 1 Gew.-% verdünnt. Obwohl die Zugabe von Chemikalien
gewöhnlich bei der Stoffaufbereitung erfolgt, ist es auch möglich, Hilfschemikalien
für die Flotation im Verdünnungsschritt zuzusetzen. Bei der heutigen Flotation werden
die Fasersuspension und Luft getrennt oder im Gemisch in einen Flotationstank oder
eine Zelle eingeführt und die Trennung der Farbpartikel erfolgt während die Partikel
an den Luftblasen haften und sich in Form eines Schaums abtrennen lassen. Eine nachfolgende
Behandlung umfasst üblicherweise gewisse zusätzliche Trenn- und Entwässerungsschritte,
Dispergierschritte, Bleich- und Verdünnungsschritte. Die Flotationsbehandlung und
wünschenswerter Weise nachfolgende Stufen werden oft ein oder mehrfach wiederholt.
Um Faserverluste in der Flotation zu vermindern, wird der abgetrennte Schaum gewöhnlicher
Weise in einem sekundären Flotationsschritt behandelt.
Solch eine Behandlung ist offenbart in der US-A-5 437 784 und WO 80/00423.
Im Gegensatz zu Flotationsprozessen in der Mineralindustrie gibt es
spezielle Probleme, die mit dem Erreichen einer guten Trennung bei der Flotationsbehandlung
von Fasersuspensionen zusammenhängen, da die Fasern Netzwerke bilden, die den Transport
der Gasblasen durch die Suspension verlegen. Aufgrund dessen hat sich als notwendig
erwiesen, mit sehr niedrigen Faserkonsistenzen in den Suspensionen zu arbeiten,
was bedeutet, dass extrem große Mengen an Wasser gehandhabt werden müssen und dies
ist natürlich ein großer Nachteil sowohl hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit wie
der Umwelt. Innerhalb des Gebiets der Flotation von Fasersuspensionen ist also eine
Steigerung der Faserkonzentration in der Suspension, die gering ist, was den Prozentsatz
angeht, mit einer extrem wesentlichen Reduktion der Gesamtmenge an Wasser verbunden
, und eine Verminderung der Flotationszeit ist in ähnlicher Weise ein extrem wichtiger
Vorteil.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Behandlung
bei gesteigerten Faserkonzentrationen bei der Reinigung von Fasersuspensionen möglich
zu machen, insbesondere beim Entfärben rezyklierter Fasern. Das Verfahren nach der
Erfindung macht dies bei kurzen Flotationszeiten und guten Reinigungsergebnissen
möglich und bietet somit ein verbessertes Verfahren sowohl vom wirtschaftlichen
wie vom umwelttechnischen Standpunkt aus gesehen.
Der Prozess gemäß der Erfindung basiert auf der Einsicht in die Wichtigkeit
der theologischen Eigenschaften der Fasersuspension und insbesondere des Aufbrechens
des Fasernetzwerks und wo das Strömungsfeld im Tank die Spannung des Nachgebens
überschreitet, um es möglich zu machen, früh Luftblasen freizusetzen und einen erleichterten
Transport der Aggregate von Blasen und Partikeln durch das Medium zu erleichtern.
Die Erfindung bezieht sich somit auf ein Verfahren zum Trennen unerwünschter
Substanzen, insbesondere von Farbpartikeln aus einer Fasersuspension einschließlich
der Verwendung der Flotation, wie dies weiter in den beiliegenden Ansprüchen spezifiziert
wird.
Die Fasersuspension, die erfindungsgemäß abgetrennt
wird, ist insbesondere eine Suspension aus rezyklierten zu reinigenden Fasern aus
Druckerfarbe und anderen Verunreinigungen, sog. „stickies". Der Flotationsprozess
ist hierbei in der Regel ein Teil eines Gesamtbehandlungsverfahrens für rezyklierte
Fasern vom Haupttyp, wie er in der Beschreibungseinleitung beschrieben wurde. Das
Flotationsverfahren kann natürlich auf andere Suspensionen von Zellulose enthaltenden
Fasern angewendet werden, beispielsweise auf die Reinigung von „white water"
enthaltenden Fasern aus Papiermaschinen. Der Haupttyp der Flotation, der in dem
erfindungsgemäßen Verfahren zur Anwendung gelangt, basiert auf Gravitationskräften
mit der Trennung der zu entfernenden Substanzen in einer Schaumphase und ist nicht
gegründet auf der Trennung mit einem wesentlichen Element der Zentrifugalkräfte,
was der Fall bei Trennungen in Hydrozyklonen ist. Die gereinigte Fasersuspension,
die beim Verfahren erhalten wird, wird als „Gutstoff" in an sich bekannter
Weise abgezogen.
Bevor die Fasersuspension, die zu reinigen ist, in den Flotationstank
oder in die Flotationszelle eingeführt wird, muss sie mit Gasblasen vermischt werden.
Das bei diesem Typ von Prozessen verwendete Gas ist in der Regel immer Luft, aus
wirtschaftlichen und praktischen Gründen, es ist jedoch prinzipiell möglich, jedes
andere Gas zu verwenden. Als einige Beispiele von Gasen, die geeignet sein können,
seien genannt: Kohlendioxid und Sauerstoffrestgas, wobei das letztere beispielsweise
aus gewissen Bleichprozessen in der Pulpenindustrie erhalten werden kann. Wenn die
Fasersuspenion in den Flotationstank eingeführt wird, soll sie gut mit den Gasblasen
vermischt werden. Ausgeführt werden kann dies in Vorrichtungen, die für den Zweck
bekannt sind und mehrere solcher Intensivmischer sind kommerziell erhältlich. Der
überwiegende Teil des Haltens der Farbpartikel und anderer Verunreinigungen an den
Gasblasen erfolgt bereits beim Mischen und die Gasblasen sollten relativ klein sein,
um einen guten Wirkungsgrad in dieser Hinsicht zu erreichen. Die zugemischte Gasmenge
liegt gewöhnlich im Bereich zwischen 20 und 50 Vol.-%, basierend auf der Suspension
und öfters zwischen 30 und 40%. Die tatsächliche Attraktion zwischen den Partikeln
und den Blasen lässt sich durch das Vorhandensein von oberflächenaktiven Mitteln
steigern, beispielsweise mit ethoxylierten Nonylphenolen, fettigen Aminen etc.,
welche die Hydrophobie der Partikel steigern. Solche Hilfschemikalien sowie andere,
beispielsweise Schaummittel und pH-Modifikationsmittel bzw. -Flotationszusätze lassen
sich im Mischschritt zusetzen, bei der Behandlung rezyklierter Fasern jedoch, werden
sie geeignet beim Stoffaufbereitungsschritt zugesetzt.
Das Flotationsverfahren der vorliegenden Erfindung ist charakteristisch
insofern, dass das Gemisch der Fasersuspension und der Gasblasen in den Flotationstank
in Form von gerichteten Strahlen mit hoher Eintrittsgeschwindigkeit, sog. „jets"
eingeführt wird. Die Geschwindigkeit liegt oberhalb 5 m/s und geeignet oberhalb
8 m/s. Die obere Grenze für die Geschwindigkeit ist nicht kritisch, normalerweise
würde es aber nicht als wirtschaftlich anzusehen sein, Einlassgeschwindigkeiten
oberhalb 15– 20 m/s zu haben. Die Tatsache, dass die Strahlen oder „jets"
eine hohe Geschwindigkeit haben und gerichtet sind, bedeutet, dass sie sich ein
wesentliches Stück in das Schüttvolumen der Fasersuspension hinein erstrecken, die
im Flotationstank vorhanden ist. Ein Strahl oder „jet" mit einer Eintrittsgeschwindigkeit
von 10 m/s wird sich beispielsweise etwa 1 Meter in den Flotationstank hinein erstrecken.
Wie genauer im Folgenden erläutert werden wird, erstrecken sich die Strahlen nur
bis nahe der freien Oberfläche des Suspensionsschütt- oder Massenvolumens, wenn
die Einführung vom unteren Teil des Flotationstanks aus vor sich geht. Die Eintrittsöffnungen
in den Flotationstank, d. h. die Öffnungen, die für das Einführen der Strahlen Verwendung
finden, können einfache Löcher oder Einlassrohre sein, am zweckmäßigsten verwendet
man jedoch Düsen, um die gewünschten definierten Strahlen zu erreichen.
Die Injektion kann über eine Vielzahl von Einlassöffnungen in einem
Tank geschehen, die jede geometrische Konfiguration haben können und können beispielsweise
rechteckig oder zylindrisch sein, der ein definiertes Schütt- oder Massenvolumen
an Fasersuspension enthält, und die erhaltene Schaumphase wird an der freien Oberfläche
dieses Massenvolumens abgezogen. Die Öffnungen sind positioniert an oder nahe dem
Boden des Tanks und sind nach oben gerichtet, gerade oder unter einem Winkel, und
zwar gegen die freie Oberfläche der Suspension. Die Geschwindigkeit der Strahlen
sollte derart eingestellt werden, dass sie ohne zu brechen gegen irgend eine der
Flächen der Suspension des Tanks enden. Nach der bevorzugten Ausführungsform wird
die Geschwindigkeit jedes Strahls somit derart eingestellt, dass die Strahlen an
der freien Oberfläche der Suspension enden, ohne diese zu brechen oder sie enden
kurz unterhalb dieser Oberfläche. Hierdurch wird die Gefahr einer Rückmischung des
Schaums mit den abgetrennten Verunreinigungen in die gereinigte Suspension im Tank
reduziert. Die Anzahl von Strahlen ist natürlich abhängig von dem Tankvolumen und
dem Massenvolumen der Suspension. Wenigstens drei Strahlen werden in geeigneter
Weise verwendet und gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden
die Anzahl der Strahlen und ihre Geschwindigkeit eingestellt, um Scherflächen zu
bilden, die so groß wie möglich sind, und zwar zwischen den Körpern der Strahlen
und dem Massenvolumen der Suspension, und zwar ohne Zwischenwirkung zwischen den
Strahlen und den Grenzen des Massenvolumens. Als ein Beispiel sei erwähnt, dass
für einen rechteckigen Flotationstank mit einer Länge von 14 m, einer Breite von
2 m und einer Höhe von 1 m, bei dem es sich um die gewöhnliche Größe bei Flotation
zum Entfärben rezyklierter Fasern handelt, 47 Strahlen mit Eintrittsgeschwindigkeiten
von 9 m/s bei einer annähernden Konsistenz von 1,5% geeignet sein können.
Ein Abziehen der Schaumphase wird an der freien Oberfläche der Suspension
in an sich bekannter Weise, beispielsweise unter Verwendung eines Überlaufs, durchgeführt.
Die gereinigte Fasersuspension (der Gutstoff) wird in ähnlicher Weise in an sich
bekannter Weise bei diesem Typ von Prozess, beispielsweise über Auslässe, abgezogen,
die am Boden des Tanks angeordnet sind. Die Flotation wird oft wie üblich mit 4
bis 6 Wiederholungen durchgeführt, um den gewünschten Reinheitsgrad zu erreichen.
Die Efindung basiert, wie oben erwähnt, auf dem Verständnis der Wichtigkeit
der rheologischen Eigenschaften einer Fasersuspension. Das Aufbrechen des Fasernetzwerks
ist hier von besonderer Wichtigkeit, um es möglich zu machen, eine frühe Freigabe
der Luftblasen und einen erleichterten Transport der Blasenaggregate und Partikel
durch die Suspension zu erreichen. Betrachtet man die Rheologie beim vorliegenden
Prozess der oben beschriebenen Art, so wird eine wirksame Trennung, selbst bei relativ
konzentrierten Fasersuspensionen, erhalten, wo die Konzentration, bei der es sich
um ein konventionelles Verfahren handelt, nahe bei 1 Gew.-% liegt und 1 Gew.-% überschreiten
kann. Sehr gute Ergebnisse werden bei Faserkonzentrationen von 1,5 Gew.-% erhalten,
die Konzentrationen können bis zu 2% oder sogar mehr erreichen. Ein geeigneter Konzentrationsbereich
liegt zwischen 0,8 und 2,5 %, bevorzugt zwischen 1,5 und 2%. Der Prozess bietet
somit wesentliche Vorteile, da es hierdurch möglich wird, eine höchst beachtliche
Reduktion der Volumina an gehandhabter Flüssigkeit zu erreichen, und dies bei kurzen
Behandlungszeiten und sehr guter Reinigung.
Die erfindungsgemäß angewandte Theorie ist „klassische" Fluidmechanik.
Damit eine Blase nach oben durch die Suspension steigt, muss ihre Hubleistung (Auftrieb)
die viskose Kraft, ausgehend von der Suspension, überschreiten. Die Scherspannung,
die überwunden werden muss, steht in Beziehung zur scheinbaren Viskosität, die auftritt,
wenn die Suspension strömt. Die scheinbare Viskosität der Suspension steht in direkter
Beziehung zur Rheologie der Suspension und dem Strömungsfeld, das im Strömungsbereich
existiert. Der Auftrieb, der für die Blase erforderlich ist, in einer strömenden
Suspension aufzusteigen, steht in Beziehung zum Spannungszustand in der umgebenden
Suspension. Um das Scherfeld in der Suspension optimieren zu können, d. h. den Transport
der Blasen zu optimieren, ist es notwendig, dass man das Strömungsfeld und die Rheologie
der Suspension kennt. Indem man die Länge des Blasentransports reduziert und das
Scherfeld kontrolliert, und zwar vermittels eines korrekten Strömungsfeldes, lässt
sich ein im Wesentlichen verbesserter Blasentransport erreichen.
Die oben für die Geschwindigkeit der Strahlen, die Anzahl der Strahlen,
ihre Richtungen etc. gegebenen Parameter basieren auf der Erkenntnis der Wichtigkeit
einer Anzahl von Faktoren. So führen beispielsweise kleine Blasen zu einer größeren
Wirksamkeit in der Anziehung oder Attraktion zwischen den Blasen und den verunreinigenden
hydrophoben Partikeln, die entfernt werden sollen. Kleine Blasen jedoch haben gewöhnlich
keinen ausreichenden Auftrieb, um durch das Fasernetzwerk zu passieren, das in Fasersuspensionen
existiert. Da die kleinen Blasen im vorliegenden Prozess über eine große Fläche
in der Grenzfläche zwischen der Oberfläche jedes Strahls und dem freien Suspensionsmassenvolumen
freigesetzt werden, tritt eine gewisse Koaleszenz der Blasen auf und dies führt
zu einer vergrößerten Hubkraft. Das Fasernetzwerk selbst ist auch einem mechanischen
Einfluss in dem aktuellen Flotationsprozess in Form eines Geschwindigkeitsfelds
ausgesetzt. Das Strömungsfeld, das sich dann in der Suspension ergibt, erleichtert
den Transport der Blasen zur Trennzone.
Die Erfindung soll nun anhand des folgenden Beispiels näher erläutert
werden, das jedoch nicht als Einschränkung der Erfindung anzusehen ist.
Beispiel 1
Eine Suspension rezyklierter Fasern aus Zeitungen und Magazinen mit
einer Konzentration von 1,5% und die Flotationschemikalien enthielt, wurde mit 20%
Luft in einem statischen Mischer gemischt und das Gemisch wurde in einen rechteckigen
Flotationstank mit einer Länge von 3 m, einer Breite von 2 m und einer Flüssigkeitshöhe
von 1,1 m eingegeben. 10 Einspritzdüsen wurden bei einer Gesamtströmung von 5000
l/min und einer Einlassgeschwindigkeit von 9 m/s verwendet. Die Strahlen wurden
vom unteren Teil des Tanks injiziert, nach oben unter einem Winkel gegen die freie
Flüssigkeitsfläche, ohne sie zu brechen. Die Strahlen wurden gegen die Überschneidungslinie
zwischen der Flüssigkeitsoberfläche und der hinteren begrenzenden Oberfläche des
Tanks gerichtet. Die Helligkeit der ankommenden Suspension lag bei 41,5% ISO. Die
Helligkeit nahm bis 50,5 ISO nach einem Schritt zu.
Es sollte hier erwähnt werden, dass, um das gleiche Ergebnis mit einem
konventionellen Flotationsprozess mit einer identischen Suspension zu erreichen,
die Konzentration auf 1,0% abgesenkt werden müsste und weiterhin müsste die Flotation
in zwei Schritten durchgeführt werden.
Wie ersichtlich, ergab das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung
ein sehr gutes Entfärben, und dies bei einer hohen Faserkonzentration im Vergleich
mit konventionellen Anlagen. Auch soll erwähnt werden, dass eine normale Produktion
rezyklierter Faserpulpe von 500 Tonnen/Tag zu einem Anstieg der Konzentration in
dem Flotationsschritt von 1 Gew.-% auf 1,5 Gew.-% führte und eine Reduktion der
Wassermenge von 50000 m3 auf 33300 m3 pro Tag mit sich brachte.