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Dokumentenidentifikation EP1445855 16.09.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001445855
Titel Antriebsanordnung und Verfahren um den Wirkungsgrad zu verbessern
Anmelder Robert Bosch GmbH, 70469 Stuttgart, DE
Erfinder Grob, Ferdinand, 74354, DE;
Hoetzer, Dieter, 71701, DE;
Schnelle, Klaus-Peter, 71254, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 21.11.2003
EP-Aktenzeichen 031043029
EP-Offenlegungsdatum 11.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.09.2004
IPC-Hauptklasse H02P 5/00
IPC-Nebenklasse B60L 15/32   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Wandlung von elektrischer in mechanische Energie und umgekehrt, insbesondere zum Antreiben eines Fahrzeugs und zur Energierückgewinnung bei dessen Abbremsung, mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betrieb einer derartigen Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 20.

Stand der Technik

Bekannte Anordnungen von Elektromaschinen als Antrieb und/oder zur Energiegewinnung weisen grundsätzlich zumindest eine Elektromaschine auf. Diese Elektromaschine kann bspw. ein als Antriebsmaschine eingesetzter Elektromotor sein. Ein als Fahrzeugantrieb eingesetzter Elektromotor kann entweder direkt oder über ein Getriebe mit einem Abtrieb verbunden sein. Der Wirkungsgrad von elektrischen Maschinen ist je nach Bauform vom abgegebenen Drehmoment sowie von der aktuellen Drehzahl abhängig. Da insbesondere bei Fahrzeugantrieben sehr unterschiedliche Drehmoment- und Drehzahlanforderungen auftreten, ergeben sich je nach momentanem Betriebszustand der Elektromaschine Betriebspunkte mit unterschiedlichsten Wirkungsgraden.

Ein zwischen Elektromaschine und Abtrieb befindliches Getriebe kann als Drehzahlwandler eingesetzt werden und ermöglicht eine Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades. Allerdings wird aus Gründen eines möglichst kompakten Antriebs, eines einfachen Aufbaus und wegen der relativ günstigen Momentenkennlinie von Elektromaschinen üblicherweise kein Getriebe eingesetzt. Die Maximaldrehzahlen des Elektromotors begrenzen in diesem Fall jedoch meist die erzielbaren Höchstgeschwindigkeiten des Fahrzeugs.

Typische installierte Leistungen bei Antrieben für Straßenfahrzeuge reichen von ca. 3 kW bis ca. 70 kW. Reine Elektrofahrzeuge benötigen zur Energiespeicherung Akkumulatoren. Mit einer Ladung dieser Akkus sind typische Reichweiten von ca. 20 bis 200 km möglich. Größere Reichweiten werden meist durch das dafür notwendige Akkumulatorengewicht begrenzt. Diese im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben mit Verbrennungsmotoren unzureichenden Reichweiten und die aufgrund der großen Batterien verhältnismäßig hohen Fahrzeuggewichte haben bisher eine flächendeckende Verbreitung von Elektrofahrzeugen verhindert.

Beim Einsatz von Brennstoffzellen als Energielieferant im mobilen Einsatz ist mit einer bedeutenden Anzahl von eingesetzten Elektrofahrzeugen zu rechnen. Allerdings gelten für diese Elektrofahrzeuge die gleichen grundsätzlichen Einschränkungen hinsichtlich ihres Wirkungsgrades bei der Wandlung der elektrischen Energie in Antriebsenergie. Um den Kundenanforderungen zu genügen, müssen Brennstoffzellenfahrzeuge übliche Höchstgeschwindigkeiten erreichen. Ein Elektroantrieb ohne Getriebe muss in der Lage sein, den gesamten Geschwindigkeitsbereich zwischen Null und ca. 150 bis 180 km/h (vmax) abzudecken.

Figur 10a zeigt ein vereinfachtes Prinzip eines herkömmlichen Elektroantriebs mit nur einer Elektromaschine. Eine Motorabtriebswelle 12 der Elektromaschine E treibt über ein Differenzialgetriebe 14 zwei Antriebswellen 16 an, die zum Antrieb von Rädern 18 eines Fahrzeugs (nicht dargestellt) dienen.

Figur 10b verdeutlicht in einem Betriebskennfeld typische Zusammenhänge zwischen einem Motordrehmoment M, einer Fahrgeschwindigkeit v und einem Antriebswirkungsgrads η. Die Fahrgeschwindigkeit ist hierbei direkt proportional zur Motordrehzahl n, da die Elektromaschine E ohne zwischengeschalteten Drehzahlwandler mit den Fahrzeugrädern 18 gekoppelt ist. Die Elektromaschine E kann eine Spitzenleistung Pmax von ca. 75 kW und eine Dauerleistung Pkonst von ca. 30 kW liefern. Bei typischen Elektromaschinen wie bspw. bei Synchron- oder Asynchronmotoren sinkt das Ausgangsdrehmoment mit zunehmender Drehzahl ab. Das maximale Drehmoment steht bei niedrigen Drehzahlen zur Verfügung, so dass die Maschine ein hohes Anfahrdrehmoment liefern kann. Im gezeigten Kennfeld sind Wirkungsgradlinien als Höhenlinien dargestellt, wobei deutlich wird, dass ein maximaler Wirkungsgrad η von ca. 90 % bei einer Geschwindigkeit von ca. 100 bis 130 km/h und einem Ausgangsmoment von ca. 300 bis 700 Nm zur Verfügung steht. Es sind weiterhin zwei beispielhafte Kennlinien für eine Ausgangsleistung von P = 5 kW sowie von P = 10 kW dargestellt, für die der Wirkungsgrad jeweils weniger als 80 % beträgt. Ein standardisierter Fahrzyklus NEFZ bildet einen durchschnittlichen Betrieb eines Fahrzeugs nach und ist als umgrenzter Bereich im Diagramm eingezeichnet. Bei diesem Fahrzyklus arbeitet der Elektroantrieb in einem Wirkungsgradbereich von durchschnittlich nur ca. 65 %.

Vorteile der Erfindung

Eine erfindungsgemäße Anordnung zur Wandlung von elektrischer in mechanische Energie und umgekehrt umfasst wenigstens zwei Elektromaschinen, die über ein Zwischengetriebe miteinander gekoppelt sind. Die Elektromaschinen sind mittels einer Steuerungseinrichtung in Abhängigkeit einer Drehzahlanforderung und/oder einer Drehmomentanforderung an einer Abtriebswelle des Zwischengetriebes variabel steuerbar. Die erfindungsgemäße Anordnung eignet sich insbesondere zum Antrieb eines Fahrzeugs und/oder zur Energierückgewinnung bei dessen Abbremsung. Durch die Koppelung von zumindest zwei Elektromaschinen über ein Zwischengetriebe kann zumindest eine der Elektromaschinen in einem günstigen Wirkungsgradbereich betrieben werden, während die andere Elektromaschine entweder abgeschaltet ist, mit geringerer Leistung in einem ungünstigeren Wirkungsgradbereich oder mit gleicher Leistung im günstigen Wirkungsgradbereich betrieben werden kann. Während eine herkömmliche Antriebsanordnung mit nur einer Elektromaschine in einem Teillastbetrieb in einem ungünstigen Wirkungsgradbereich betrieben werden muss, kann mit der erfindungsgemäßen Anordnung ein Teillastbetrieb mit einer kleineren Maschine ermöglicht werden, während die andere, variabel zuschaltbare Elektromaschine abgeschaltet bleibt.

Die jeweils abschaltbare Elektromaschine kann wahlweise über eine Freilaufeinrichtung mit dem Zwischengetriebe gekoppelt sein, so dass ein Antriebsmoment der jeweils eingeschalteten Maschine über den in einer Richtung sperrenden Freilauf abgestützt werden kann. Ggf. kann die Freilaufeinrichtung entsperrbar und/oder in ihrer Sperrrichtung umschaltbar sein, so dass auch ein Generatorbetrieb mit nur einer Elektromaschine in gleicher Weise ermöglicht ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung kann in der Verwendung unterschiedlicher Elektromaschinen bestehen. So kann bspw. eine der Elektromaschinen eine Synchronmaschine sein, die bei niedrigen Drehzahlen einen sehr guten Wirkungsgrad aufweist. Durch Verwendung einer Asynchronmaschine als weitere Elektromaschine kann bei höheren Drehzahlen ein guter Wirkungsgrad erzielt werden. Auf diese Weise können durch eine geeignete Steuer- oder Regelstrategie die Vorteile beider Maschinentypen kombiniert werden. Bspw. kann ein Teillastbereich mit niederen Geschwindigkeiten und teilweise hohen Drehmomentanforderungen mit einem hohen Wirkungsgrad mit der Synchronmaschine abgedeckt werden. Für höhere Leistungsanforderungen bei höheren Drehzahlbereichen kann dann die Asynchronmaschine variabel hinzu geschaltet werden. Diese dient dann zur Unterstützung der Synchronmaschine.

Eine vorteilhafte Variante kann in einer Kombination einer gesteuerten und damit kostengünstigen Elektromaschine mit einer geregelten Elektromaschine bestehen. Dies kann dann bspw. eine Asynchronmaschine sein. Auf diese Weise kann eine günstige Kombination einer gesteuerten Maschine mit einer geregelten Maschine realisiert werden. Die Feinjustage der gewünschten Drehzahl kann vorzugsweise mit der geregelten Maschine erreicht werden.

Als Zwischengetriebe eignet sich insbesondere ein bekanntes Differenzialgetriebe, wie es bspw. im Fahrzeugbau eingesetzt wird. Ein Differenzialgetriebe eignet sich insbesondere für einen symmetrischen Aufbau mit zwei gleichartigen Elektromaschinen. Ebenso kann jedoch auch ein Planetengetriebe als Zwischengetriebe verwendet werden, das sich insbesondere für einen unsymmetrischen Aufbau mit unterschiedlich dimensionierten Elektromaschinen eignet. Durch Verwendung zweier baugleicher Differenzialgetriebe als Koppelgetriebe für die Elektromaschinen und als Achsdifferenzialgetriebe zum Antrieb der Fahrzeugräder können die Kosten gegenüber einer Verwendung zwei unterschiedlicher Getriebe reduziert werden.

Nachfolgend werden in knapper Form typische Strategien zur Steuerung der erfindungsgemäßen Anordnung bei einer Verwendung als Fahrzeugantrieb skizziert.

Bei einem Teillastbetrieb mit niedriger Geschwindigkeit und einer relativ geringen Drehmomentanforderung ist vorzugsweise nur eine der Elektromaschinen in Betrieb. Deren Antriebsmoment stützt sich an der Freilaufeinrichtung ab, die zwischen der anderen Elektromaschine und dem Zwischengetriebe angeordnet ist und nur eine Drehrichtung zulässt. Die in Betrieb befindliche Elektromaschine kann in einem günstigen Wirkungsgradbereich betrieben werden. Hier zeigt sich ein Vorteil gegenüber einer Anordnung mit nur einer Elektromaschine, welche die Gesamtleistung abdecken müsste. Diese würde bei diesem Betriebsbeispiel bei nur geringer Leistung und damit bei wesentlich schlechterem Wirkungsgrad betrieben werden müssen.

Ein Teillastbetrieb mit einer niedrigen Drehmomentanforderung und einer höheren Drehzahlanforderung kann so lange mit nur einer Elektromaschine abgedeckt werden, bis diese an ihrer Drehzahlgrenze betrieben wird. Bei deren Überschreitung kann variabel die zweite Elektromaschine hinzu geschaltet werden und zunächst mit noch geringerer Leistung betrieben werden. Auch hier ist der resultierende Gesamtwirkungsgrad sehr günstig, da der Wirkungsgrad der Elektromaschine mit der höheren Leistungsabgabe bei der Berechnung des Gesamtwirkungsgrades deutlich dominiert. Diese Elektromaschine wird in einem günstigen Wirkungsgradbereich betrieben, während die mit Teillast laufende, hinzu geschaltete Maschine problemlos in einem ungünstigeren Wirkungsgradbereich laufen kann. Durch eine Erhöhung der Leistungsabgabe auch der hinzu geschalteten Maschine gelangt diese zunehmend in günstigere Wirkungsgradbereiche, so dass hierbei wieder beide Elektromaschinen nahe ihres optimalen Betriebspunktes betrieben werden können.

Wird ein hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen benötigt, bspw. zur Beschleunigung des Fahrzeugs, so wird vorzugsweise wiederum nur eine Elektromaschine angetrieben, während die andere abgeschaltet bleibt. Das Moment der angetriebenen Maschine kann in diesem Fall wie im zuvor beschriebenen Teillastfall über die Freilaufeinrichtung an der ersten Maschine abgestützt werden. Der Gesamtwirkungsgrad ist auch bei diesem Betriebsmodus relativ günstig.

Ein Rekuperationsbetrieb ist dadurch gekennzeichnet, dass die Elektromaschinen als Generatoren betrieben werden. Hierbei wird Bremsenergie in elektrische Energie gewandelt, die in Akkumulatoren gespeichert werden kann. Bei einem typischen Ausgangsfall mit niedrigen Geschwindigkeiten wird eine der Elektromaschinen im Generatorbetrieb über das Zwischengetriebe angetrieben. Die aus der Bremsenergie gewonnene Energie kann durch das entstehende Ungleichgewicht der Drehmomente zunächst zur Beschleunigung der zweiten Maschine verwendet werden, um diese in einen Betriebspunkt mit günstigem Wirkungsgrad zu bringen. Anschließend kann der Zustand durch Aufschaltung eines Moments in dieser Elektromaschine stabilisiert werden. Beide Elektromaschinen laufen anschließend in symmetrischem Betrieb als Generator und rekuperieren jeweils eine ungefähr gleiche Leistung. Der Übergang in den symmetrischen Betriebszustand kann wahlweise auch kontinuierlich erfolgen, um den Komfortansprüchen im Kraftfahrzeug zu genügen.

Ein Rückwärtsfahrbetrieb ist aufgrund seines untergeordneten Anteils am Gesamtbetrieb hinsichtlich seines Wirkungsgrades unproblematisch. Im Normalfall ist hierbei nur eine der Elektromaschinen in Betrieb. Die Drehrichtung ist hierbei lediglich umgekehrt. Die zuvor beschriebene Freilaufeinrichtung ist in diesem Fall nicht in der Lage, eine Abstützung des Drehmoments der angetriebenen Maschine zu ermöglichen. Die jeweils nicht angetriebene Maschine kann jedoch zur aktiven Stabilisierung dieses Betriebspunktes eingesetzt werden. Alternativ kann ein in seiner Sperrrichtung umschaltbarer Freilauf das Moment abstützen.

Weitere Merkmale und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen sowie der nachfolgenden Figurenbeschreibung.

Zeichnungen

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1
ein Prinzipschaltbild einer erfindungsgemäßen Antriebsanordnung,
Figuren 2 bis 9
verschiedene Betriebsmodi und zugehörige Kennfelder der erfindungsgemäßen Antriebsanordnung,
Figur 10a
eine herkömmliche Antriebsanordnung und
Figur 10b
ein beispielhaftes Betriebskennfeld der Antriebsanordnung entsprechend Figur 10a.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Figur 1a zeigt das grundsätzliche Prinzip einer erfindungsgemäßen Antriebsanordnung mit wenigstens zwei Elektromaschinen E1 und E2, die über ein Zwischengetriebe 20 mit einem Differenzialgetriebe 14 gekoppelt sind. Das Zwischengetriebe 20 weist eine Abtriebswelle 21 zum Antrieb des Differenzialgetriebes 14 auf. Das Differenzialgetriebe 14 ist mit zwei Antriebswellen 16 gekoppelt, die zum Antrieb von Rädern 18 eines Fahrzeugs (nicht dargestellt) dienen. Zumindest eine der beiden Elektromaschinen E1 und E2 weist eine Freilaufeinrichtung 22 auf, die wahlweise entsperrbar und/oder in ihrer Sperrrichtung umkehrbar sein kann. Als Zwischengetriebe 20 eignet sich insbesondere ein Differenzialgetriebe, das ggf. baugleich mit dem Differenzialgetriebe 14 zum Antrieb der Räder 18 sein kann. Das Zwischengetriebe 20 kann alternativ auch ein Planetengetriebe o. dgl. sein, so dass Motoren gleicher oder unterschiedlicher Größe und Leistung problemlos miteinander gekoppelt sein können.

Die erfindungsgemäße Antriebsanordnung eignet sich sowohl zum Antrieb als auch zur Energiegewinnung. Hierbei arbeiten die Elektromaschinen in einem Generatorbetrieb (vgl. Figuren 7 und 8). Die beiden Elektromaschinen E1 und E2 sind vorzugsweise jeweils mit einem Energieversorgungs- und/oder Energiespeichersystem (nicht dargestellt) gekoppelt, das zur Lieferung der elektrischen Antriebsenergie und/oder zur Speicherung von elektrischer Energie dient, sobald die Elektromaschinen in einem Rekuperationsbetrieb laufen und als Generatoren betrieben werden. Als Energiespeicher eignen sich bspw. an sich bekannte Akkumulatoren. Als Energieversorgungssystem eignet sich insbesondere auch ein Brennstoffzellensystem.

Figur 1b verdeutlicht die funktionalen Zusammenhänge der Antriebsanordnung gemäß Figur 1a. Beide Elektromaschinen E1 und E2 können jeweils mit unterschiedlichen Drehzahlen n1 und n2 betrieben werden. Die Ausgangsdrehzahl nA am Differenzialgetriebe 20 errechnet sich bei einem symmetrischen Differenzialgetriebe aus dem Durchschnitt beider Einzeldrehzahlen: nA = n1 + n2 / (2).

Die Längen der Pfeile für die Drehzahlen n1, n2 und nA charakterisieren jeweils deren Werte. Eine Addition lässt sich somit auch auf grafischem Wege anhand der Darstellung der Figur 1b durchführen.

Das Ausgangsdrehmoment MA errechnet sich aus einer Addition der Einzelmomente M1 und M2 der beiden Elektromaschinen E1 bzw. E2. Diese Berechnung erfolgt unter der idealisierten Annahme, dass im Getriebe selbst keine Verluste entstehen. Es soll im folgenden zur Vereinfachung angenommen werden, dass zwei gleichartige Elektromaschinen E1 und E2 j e-weils ein gleiches Drehmoment ME liefern, so dass sich das Ausgangsdrehmoment MA am Zwischengetriebe 20 zu MA = M1 + M2 = 2 • ME errechnet. Die gleich langen Pfeile für die Einzelmomente M1 und M2 verdeutlicht deren gleichen Wert. Das Ausgangsmoment MA lässt sich somit auch durch grafische Addition ermitteln.

Die Ausgangsleistung PA ist jeweils ein Produkt aus dem Ausgangsdrehmoment MA und der Ausgangsdrehzahl nA, so dass gilt:

d.h., die Ausgangsleistung PA entspricht einer Summe der Einzelleistungen P1 und P2 der miteinander gekoppelten Elektromaschinen E1 und E2.

Ein Gesamtwirkungsgrad η der Anordnung lässt sich mit folgender Gleichung herleiten: 1/η = P1/PA • 1/η1 + P2/PA • 1/η2.

Die erfindungsgemäße Anordnung mit zwei variabel ansteuerbaren Elektromaschinen E1 und E2, die über ein Zwischengetriebe 20, insbesondere ein Differenzialgetriebe miteinander gekoppelt sind, ermöglicht eine Wirkungsgradoptimierung des Antriebs, da die Elektromaschinen in günstigen Betriebspunkten arbeiten können. Der Nachteil von zusätzlich entstehenden Verlusten aufgrund der mechanischen Reibung im Zwischengetriebe 20 wird durch die erzielbaren Wirkungsgradverbesserungen mehr als ausgeglichen. Möglich ist bspw. die Koppelung einer Synchronmaschine mit einer Asynchronmaschine. Eine Synchronmaschine hat in niedrigen Drehzahlbereichen deutlich bessere Wirkungsgrade als eine Asynchronmaschine in vergleichbaren Betriebsbereichen. Der Teillastbereich mit niedrigen Geschwindigkeiten lässt sich auf diese Weise durch bevorzugten Einsatz der Synchronmaschine abdecken, während für höhere Leistungen und Geschwindigkeiten die Asynchronmaschine unterstützend hinzu geschaltet werden kann. Eine sehr kostengünstige Variante kann bspw. im Einsatz einer gesteuerten Synchronmaschine und einer geregelten Asynchronmaschine bestehen.

Die folgenden Ausführungsbeispiele zeigen unterschiedliche Betriebsmodi der miteinander gekoppelten Elektromaschinen E1 und E2. Der Einfachheit halber wird im Folgenden davon ausgegangen, dass zwei gleichartige Elektromaschinen gleicher Größe und Leistung eingesetzt werden, die somit jeweils gleiche Kennfelder aufweisen. Noch bessere Wirkungsgrade lassen sich allerdings mit einer optimierten Abstimmung zweier unterschiedlicher Elektromaschinen erzielen.

Die Figuren 2a und 2b verdeutlichen einen Betrieb der Antriebsanordnung bei Teillast (MA < 500 Nm) und bei niedrigen Geschwindigkeiten (V < 50 km/h), bei der die erste Elektromaschine E1 abgeschaltet ist und somit keine Leistung liefert (n1 = 0; P1 = 0 kW). Die gesamte Ausgangsleistung von bspw. PA = 10 kW wird hierbei von der zweiten Elektromaschine E2 geliefert (P2 = 10 kW). Wie anhand des Betriebskennfeldes der Figur 2b verdeutlicht wird, befindet sich die zweite Elektromaschine E2 in einem Bereich des Wirkungsgrades von ca. 85 % (η2 = 85 %), der somit auch dem Gesamtwirkungsgrad entspricht (η = 85 %). Zusätzliche Verluste im Zwischengetriebe 20 werden dabei vernachlässigt.

Das Drehmoment M2 der zweiten Elektromaschine E2 stützt sich über das Zwischengetriebe 20 am Freilauf 22 ab, der zwischen der ersten Elektromaschine E1 und dem Zwischengetriebe 20 angeordnet ist (vgl. Figur 1a). Der Freilauf 22 verhindert somit ein Rückwärtsdrehen der ersten Elektromaschine E1.

Die Figuren 3a und 3b verdeutlichen einen Betrieb der Antriebsanordnung bei Teillast (MA < 500 Nm) und bei höheren Geschwindigkeiten (V < 80 km/h), bei der die erste Elektromaschine E1 wiederum abgeschaltet ist und somit keine Leistung liefert (n1 = 0; P1 = 0 kW). Die gesamte Ausgangsleistung von bspw. PA = 20 kW wird somit von der zweiten Elektromaschine E2 geliefert (P2 = 20 kW). Wie anhand des Betriebskennfeldes der Figur 3b verdeutlicht wird, befindet sich die zweite Elektromaschine E2 in einem Bereich des Wirkungsgrades von ca. 90 % (η2 = 90 %), der somit auch dem Gesamtwirkungsgrad entspricht (η = 90 %). Zusätzliche Verluste im Zwischengetriebe 20 sind auch hierbei vernachlässigt. Der Freilauf 22 zur Momentenabstützung verhindert wiederum das Rückwärtsdrehen der ersten Elektromaschine E1.

Die Figuren 4a und 4b verdeutlichen einen anderen Betriebpunkt der Antriebsanordnung bei Teillast (MA < 500 Nm) und höheren Geschwindigkeiten (v > 80 km/h), bei der die zweite Elektromaschine E2 an ihrer Leistungsgrenze betrieben wird (P2 = 20 kW). Da jedoch eine höhere Ausgangsleistung von bspw. PA = 30 kW benötigt wird, wird die erste Elektromaschine E1 mit einer mittleren Leistung (P1 = 10 kW) hinzu geschaltet.

Wie anhand des Betriebskennfeldes der Figur 4b verdeutlicht wird, befindet sich die zweite Elektromaschine E2 in einem Bereich des Wirkungsgrades von weiterhin ca. 90 % (η2 = 90 %), während die erste Elektromaschine E1 einen Wirkungsgrad von 83 % liefert (η1 = 83 %). Der Gesamtwirkungsgrad errechnet sich hieraus zu ca. 88 % (η = 88 %). Es wird deutlich, dass der Wirkungsgrad der Elektromaschine mit der höheren Leistungsabgabe in der Berechnung des Gesamtwirkungsgrades dominiert. Zusätzliche Verluste im Zwischengetriebe 20 sind auch hierbei vernachlässigt.

Die Figuren 5a und 5b verdeutlichen einen Betriebpunkt der Antriebsanordnung bei Teillast (MA < 500 Nm) und hohen Geschwindigkeiten (v > 120 km/h), bei der beide Elektromaschinen E1 und E2 an ihrer Leistungsgrenze bzw. in ihrem optimalen Betriebspunkt betrieben werden (P1 = P2 = 20 kW). Die Ausgangsleistung von bspw. PA = 40 kW entspricht der Summe der Einzelleistungen P1 und P2.

Wie anhand des Betriebskennfeldes der Figur 5b verdeutlicht wird, befinden sich beide Elektromaschinen E1 und E2 in ihrem optimalen Betriebspunkt (η1 = η2 = 90 %), so dass auch der Gesamtwirkungsgrad den gleichen Wert erreicht (η = 90 %). Zusätzliche Verluste im Zwischengetriebe 20 sind auch hierbei vernachlässigt.

Die Figuren 6a und 6b verdeutlichen einen Betrieb der Antriebsanordnung bei Volllast mit hohem Drehmomentbedarf (MA > 1400 Nm) und niedriger Geschwindigkeiten (V < 50 km/h), bei der die erste Elektromaschine E1 abgeschaltet ist und somit keine Leistung liefert (n1 = 0; P1 = 0 kW). Die gesamte Ausgangsleistung von bspw. PA = 10 kW wird somit von der zweiten Elektromaschine E2 geliefert (P2 = 10 kW). Diese gibt auch das maximal mögliche Drehmoment M2 = Mmax ab.

Wie anhand des Betriebskennfeldes der Figur 6b verdeutlicht wird, befindet sich die zweite Elektromaschine E2 in einem Bereich des Wirkungsgrades von ca. 85 % (η2 = 85 %), der somit auch dem Gesamtwirkungsgrad entspricht (η = 85 %). Zusätzliche Verluste im Zwischengetriebe 20 sind auch hierbei vernachlässigt. Der Freilauf 22 zur Momentenabstützung verhindert wiederum das Rückwärtsdrehen der ersten Elektromaschine E1.

Die Figuren 7 und 8 verdeutlichen einen Generatorbetrieb der Antriebsanordnung, bei der bspw. eine zum Bremsen des Fahrzeugs notwendige Bremsenergie zum Antrieb der Elektromaschinen genutzt werden kann. Diese können während dieses sog. Rekuperationsbetriebs die dabei erzeugte elektrische Energie zur Zwischenspeicherung an Akkumulatoren (nicht dargestellt) liefern, so dass der Gesamtwirkungsgrad des Antriebs verbessert und möglichst wenig Bremsenergie in einer herkömmlichen Betriebsbremse in Reibungswärme umgewandelt wird.

Die Figuren 7a und 7b zeigen als Ausgangssituation einen Teillastfall (MA < -500 Nm) bei niedriger Geschwindigkeit (v < 50 km/h). Hierbei wird zunächst die gewonnene Energie (PA = -20 kW) durch das entstehende Momentenungleichgewicht zur Beschleunigung der ersten Elektromaschine E1 genutzt, um diese in einen Bereich mit günstigem Wirkungsgrad zu bringen. Sobald dies der Fall ist, wird der Zustand durch Aufschaltung eines Moments -M1 der ersten Elektromaschine E1 stabilisiert. Beide Elektromaschinen E1 und E2 rekuperieren dann symmetrisch je 10 kW (P1 = P2 = 10 kW), so dass sich wiederum eine Ausgangsbremsleistung von PA = -20 kW ergibt. Dieser symmetrische Betrieb ist anhand der Figuren 8a und 8b verdeutlicht. Vorzugsweise kann die Aufschaltung eines Bremsmoments kontinuierlich erfolgen, um keinen Drehmomentsprung zu erzeugen, der aus Komfortgründen unerwünscht ist.

Die Figuren 9a und 9b zeigen schließlich einen Rückwärtsbetrieb mit einer benötigten Ausgangsleistungen von bspw. PA = 10 kW. Im Normalfall wird hierbei lediglich eine Elektromaschine benötigt, da keine hohen Leistungen oder Drehmomente notwendig sind. Im gezeigten Beispiel wird der Rückwärtsbetrieb durch einen Antrieb der zweiten Elektromaschine E2 (P2 = 10 kW) bei gleichzeitigem Stillstand der ersten Elektromaschine E1 (P1 = 0 kW) ermöglicht.

Durch die Umkehrung der Fahrtrichtung kann ein herkömmlicher Freilauf diesen Modus nicht unterstützen. Der Rückwärtsbetrieb kann bspw. dadurch erreicht werden, dass die erste Elektromaschine E1 den Betriebspunkt der zweiten Elektromaschine E2 aktiv stabilisiert. Der daraus resultierende ungünstige Antriebswirkungsgrad ist jedoch aufgrund des relativ selten benötigten Rückwärtsbetriebs für den Gesamtwirkungsgrad des Antriebs nicht relevant.

Eine Alternative besteht in der Verwendung eines in seiner Drehrichtung umschaltbaren Freilaufs 22, der für eine Blockierung der jeweils nicht angetriebenen Elektromaschine sorgen kann.


Anspruch[de]
  1. Anordnung zur Wandlung von elektrischer in mechanische Energie und umgekehrt, insbesondere zum Antrieb eines Fahrzeugs und/oder zur Energierückgewinnung bei dessen Abbremsung, mit wenigstens zwei Elektromaschinen (E1, E2), die über ein, mit einer Abtriebswelle (21) gekoppeltes Zwischengetriebe (20) miteinander gekoppelt sind, und mit einer Steuerungseinrichtung zur variablen Steuerung der Elektromaschinen (E1, E2) in Abhängigkeit einer Drehzahlanforderung (nA) und/oder einer Drehmomentanforderung (MA) an der Abtriebswelle (21).
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens einer der Elektromaschinen (E1, E2) und dem Zwischengetriebe (20) eine Freilaufeinrichtung (22) vorgesehen ist.
  3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Freilaufeinrichtung (22) entsperrbar und/oder in ihrer Sperrrichtung umschaltbar ist.
  4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung zwei Elektromaschinen (E1, E2) ungefähr gleicher Leistung aufweist.
  5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Elektromaschinen (E1) eine Synchronmaschine ist, und dass zumindest eine weitere Elektromaschine (E2) eine Asynchronmaschine ist.
  6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronmaschine variabel steuerbar und/oder regelbar ist.
  7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Asynchronmaschine variabel steuerbar und/oder regelbar ist.
  8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischengetriebe (20) ein Differenzialgetriebe ist.
  9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischengetriebe (20) ein Planetengetriebe ist.
  10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Teillastbetrieb mit einer niedrigen Drehzahl- (nA) und Drehmomentanforderung (MA) eine der Elektromaschinen (E2) antreibbar ist, während die nicht angetriebene Elektromaschine (E1) mittels der Freilaufeinrichtung (22) blockierbar ist.
  11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Teillastbetrieb mit einer niedrigen Drehmomentanforderung (MA) und einer höheren Drehzahlanforderung (nA) beide Elektromaschinen (E1, E2) angetreibbar sind, wobei die mit niederer Drehzahl (n1) betriebene Elektromaschine (E1) eine Momentenabstützung mittels der Freilaufeinrichtung (22) gegen das von der jeweils anderen Elektromaschine (E2) gelieferte Drehmoment (M2) erfährt, wenn die Drehzahl der Elektromaschine (E1) kleiner Null würde.
  12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Volllastbetrieb mit einer hohen Drehmomentanforderung (MA) und einer niedrigen Drehzahlanforderung (nA) eine der Elektromaschinen (E2) angetreibbar ist, während die nicht angetriebene Elektromaschine (E1) mittels einer Freilaufeinrichtung (22) blockiert ist.
  13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Rekuperationsbetrieb zumindest eine der Elektromaschinen (E1, E2) als Generator betreibbar ist.
  14. Anordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer negativen Momentenanforderung (-MA) an der Abtriebswelle (21) eine der Elektromaschinen (E2) als Generator betreibbar ist.
  15. Anordnung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer negativen Momentenanforderung (-MA) an der Abtriebswelle (21) beide Elektromaschinen (E1, E2) als Generator betreibbar sind.
  16. Anordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 15,dadurch gekennzeichnet, dass bei einer negativen Momentenanforderung (-MA) an der Abtriebswelle (21) zunächst nur eine der Elektromaschinen (E2) als Generator betreibbar ist, und dass nach der Beschleunigung der anderen Elektromaschine (E1) auf eine Betriebsdrehzahl (n1) diese als Generator hinzu schaltbar ist.
  17. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Elektromaschinen (E1, E2) in ihrer Drehrichtung umkehrbar ist.
  18. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17,dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Umkehrung der Drehrichtung einer der Elektromaschinen (E2) die jeweils andere Elektromaschine (E1) zur Momentenabstützung als Generator betreibbar ist.
  19. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 18,dadurch gekennzeichnet, dass die Freilaufeinrichtung (22) zur Momentenabstützung bei einer Drehrichtungsumkehr einer der Elektromaschinen (E2) in ihrer Sperrrichtung umschaltbar ist.
  20. Verfahren zur Wandlung von elektrischer in mechanische Energie und umgekehrt, insbesondere zum Antrieb eines Fahrzeugs und/oder zur Energierückgewinnung bei dessen Abbremsung, bei dem wenigstens zwei, über ein Zwischengetriebe (20) miteinander gekoppelte Elektromaschinen (E1, E2) eine Abtriebswelle (21) antreiben bzw. von dieser angetrieben werden, wobei die Elektromaschinen (E1, E2) in Abhängigkeit einer Drehzahl- (nA) und/oder Drehmomentanforderung (MA) an der Abtriebswelle (21) variabel gesteuert und/oder geregelt werden.
  21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausgangsdrehzahl (nA) der Abtriebswelle (21) einem Durchschnitt der einzelnen Drehzahlen (n1, n2) der Elektromaschinen (E1, E2) entspricht.
  22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ausgangsdrehmoment (MA) an der Abtriebswelle (21) einer Summe der von den Elektromaschinen (E1, E2) gelieferten einzelnen Drehmomente (M1, M2) entspricht.
  23. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 22,dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausgangsleistung (PA) an der Abtriebswelle (21) einer Summe der von den Elektromaschinen (E1, E2) gelieferten einzelnen Leistungen (P1, P2) entspricht.
  24. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 23,dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Teillastbetrieb mit einer niedrigen Drehzahl- (nA) und Drehmomentanforderung (MA) nur eine der Elektromaschinen (E2) angetrieben wird, während die nicht angetriebene Elektromaschine (E1) mittels einer Freilaufeinrichtung (22) blockiert wird.
  25. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 24,dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Teillastbetrieb mit einer niedrigen Drehmomentanforderung (MA) und einer höheren Drehzahlanforderung (nA) beide Elektromaschinen (E1, E2) angetrieben werden, wobei die mit niederer Drehzahl (n1) betriebene Elektromaschine (E1) eine Momentenabstützung mittels der Freilaufeinrichtung (22) gegen das von der jeweils anderen Elektromaschine (E2) gelieferte Drehmoment (M2) erfahren kann.
  26. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 25,dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Volllastbetrieb mit einer hohen Drehmomentanforderung (MA) und einer niedrigen Drehzahlanforderung (nA) nur eine der Elektromaschinen (E2) angetrieben wird, während die nicht angetriebene Elektromaschine (E1) mittels einer Freilaufeinrichtung (22) blockiert wird.
  27. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 26,dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Rekuperationsbetrieb zumindest eine der Elektromaschinen (E1, E2) als Generator betrieben wird.
  28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer negativen Momentenanforderung (-MA) an der Abtriebswelle (21) nur eine der Elektromaschinen (E2) als Generator betrieben wird.
  29. Verfahren nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer negativen Momentenanforderung (-MA) an der Abtriebswelle (21) beide Elektromaschinen (E1, E2) als Generator betrieben werden.
  30. Verfahren nach einem der Ansprüche 27 bis 29,dadurch gekennzeichnet, dass bei einer negativen Momentenanforderung (-MA) an der Abtriebswelle (21) zunächst nur eine der Elektromaschinen (E2) als Generator betrieben wird, und dass nach der Beschleunigung der anderen Elektromaschine (E1) auf eine Betriebsdrehzahl (n1) diese als Generator hinzu geschaltet wird.
  31. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 30,dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Elektromaschinen (E1, E2) in ihrer Drehrichtung umkehrbar ist.
  32. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 31,dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Umkehrung der Drehrichtung einer der Elektromaschinen (E2) die jeweils andere Elektromaschine (E1) zur Momentenabstützung als Generator betrieben wird.
  33. Verfahren nach einem der Ansprüche 20 bis 31,dadurch gekennzeichnet, dass die Freilaufeinrichtung (22) zur Momentenabstützung bei einer Drehrichtungsumkehr einer der Elektromaschinen (E2) in ihrer Sperrrichtung umgeschaltet wird.






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