HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft im allgemeinen Lasttrageanordnungen für Aufzugsysteme.
Insbesondere betrifft diese Erfindung eine Anordnung zum einfachen Detektieren lokalisierter
Belastung in einer Aufzuglasttrageanordnung.
Aufzugsysteme weisen typischerweise eine Kabine und ein Gegengewicht
auf, die miteinander mittels eines länglichen Lasttrageglieds gekoppelt sind. Typische
Lasttrageglieder weisen Stahlseile und in neuerer Zeit synthetische Seile und Seile
aus mehreren Elementen wie polymerbeschichtete, verstärkte Gurte auf. Der wachsende
Einsatz von Aufzügen in hohen Gebäuden führte zu einem Bedarf für eine wachsende
Verwendung von polymerbeschichteten, verstärkten Gurten, aufgrund deren Gewicht-zu-Festigkeit-Verhältnissen,
verglichen mit Stahlseilanordnungen.
Ein Inspizieren eines Lasttrageglieds in einem Aufzugsystem wurde
auf mehrere Art und Weisen durchgeführt. Bei herkömmlichen Stahlverseilungen erlaubt
eine manuelle, visuelle Inspektion des Seils dem Techniker zu bestimmen, wenn bestimmte
Litzen des Stahlseils abgescheuert, gebrochen oder in anderer Weise abgenutzt sind.
Dieses Inspektionsverfahren ist jedoch begrenzt auf die äußeren Bereiche des Seils
und gibt keinerlei Angaben über den Zustand der inneren Litzen des Seils. Außerdem
ist dieses Inspektionsverfahren einigermaßen schwierig und zeitraubend und ermöglicht
nicht immer eine vollständige Inspektion der gesamten Länge der Lasttrageanordnung.
Es gibt ähnliche Begrenzungen beim Einsatz visueller Inspektionstechniken
bei neueren Seilen. Zum Beispiel erlauben die polymerbeschichteten, verstärkten
Gurte keine visuelle Inspektion, weil die Beschichtung typischerweise über die Stränge,
welche aus Litzen aus Polymermaterial gefertigt sind, aufgebracht ist. Einige Fortschritte
wurden zum Vereinfachen einer Inspektion solcher Lasttrageanordnungen vorgeschlagen.
Ein Beispiel ist in dem US-Patent Nr. 5,834,942
gezeigt, bei dem eine Spannungsdetektionseinheit in dem Lasttrageglied enthalten
ist. Durch Messen einer elektrischen Spannung entlang dieser Einheit wird eine Bestimmung
hinsichtlich des Zustands des Lasttrageglieds getroffen. Dieser Vorschlag ist jedoch
dahingehend begrenzt, dass er keine Information hinsichtlich der Stellen von Belastung
entlang der Länge des Lasttrageglieds zur Verfügung stellt. Außerdem gibt es keinen
Weg zu garantieren, dass ein Verlust an Leitfähigkeit durch die Spannungsdetektionseinheit
direkt korreliert ist mit einer Belastung oder einem Schaden an dem Lasttrageglied.
Ein weiterer Mangel einer solchen Anordnung ist, dass es keine qualitative Information
hinsichtlich der Verschlechterung des Lasttrageglieds über die Zeit hin gibt.
Es besteht ein Bedarf für verbesserte Anordnungen und Verfahren zum
Bestimmen des Zustands von Lasttragegliedern in Aufzuganordnungen. Diese Erfindung
stellt eine einzigartige Lösung für dieses Problem bereit.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Allgemein ausgedrückt ist diese Erfindung eine Lasttragegliedanordnung
zur Verwendung in einem Aufzugsystem. Die erfinderische Anordnung weist ein erstes
Material auf, das einen Teil des Lasttrageglieds bildet. Ein Element aus einem zweiten
Material ist der Lasttragegliedanordnung zugeordnet. Das zweite Material hat eine
Materialeigenschaft, welche das zweite Material von dem ersten Material unterscheidet.
Das Element aus dem zweiten Material ist relativ zu dem Rest der Lasttrageanordnung
derart angeordnet, dass es eine Konfiguration hat, die entlang der Länge des Lasttrageglieds
wiederholt wird. Ein Detektieren der Konfiguration des Elements stellt eine Angabe
lokaler Belastung an identifizierbaren Bereichen der Lasttrageanordnung zur Verfügung.
Eine Beispielanordnung weist eine Mehrzahl von Fasern eines ersten
Materials auf, die in eine Mehrzahl von Litzen angeordnet sind. Mindestens ein Filament
eines zweiten Materials, welches eine Eigenschaft hat, die es von dem ersten Material
unterscheidet, ist der Mehrzahl von Litzen zugeordnet. Das Filament aus dem zweiten
Material hat eine Konfiguration, die in gleichmäßigen Intervallen entlang der Länge
des Lasttrageglieds wiederholt wird, wenn das Lasttrageelement in einem ersten Zustand
ist. Die Konfiguration des Filaments aus dem zweiten Material ändert sich entlang
eines Teils des Lasttrageglieds in Reaktion auf eine Belastung auf diesem Teil des
Lasttrageglieds. Daher stellen Änderungen in der Konfiguration des Filaments aus
dem zweiten Material eine Angabe des Zustands des Lasttrageglieds an spezifischen
Stellen zur Verfügung.
Ein Verfahren dieser Erfindung zum Anordnen eines Lasttrageglieds
zur Verwendung in einem Aufzugsystem umfasst ein Zusammenwinden einer Mehrzahl von
Fasern eines ersten Materials, um eine Mehrzahl von Litzen zu bilden. Ein Element
eines zweiten Materials, welches eine unterschiedliche Eigenschaft wie das erste
Material hat, wird relativ zu den Litzen derart angeordnet, dass das Element aus
dem zweiten Material eine sich wiederholende Konfiguration entlang der Länge des
Lasttrageglieds hat. Die Konfiguration des Elements aus dem zweiten Material ändert
sich entlang einem Teil der Länge des Lasttrageglieds in Reaktion auf eine Belastung
auf diesem Teil des Lasttrageglieds.
In einem Beispiel weist das Verfahren zum Anordnen eines Lasttrageglieds
ein Platzieren eines Filaments aus dem zweiten Material an dem Zentrum einer der
Litzen und ein Verwinden der Litzen miteinander auf, um einen Strang zu bilden.
Das Verwindungsmuster der das Filament aus dem zweiten Material
enthaltenden Litze führt zu der sich wiederholenden Konfiguration des Filaments.
Die verschiedenen Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden dem
Fachmann aus der nachfolgenden, detaillierten Beschreibung der derzeit bevorzugten
Ausführungsform ersichtlich. Die die detaillierte Beschreibung begleitenden Zeichnungen
können kurz wie folgt beschrieben werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 veranschaulicht schematisch ein Aufzugsystem.
2 veranschaulicht schematisch ein beispielhaftes
Lasttrageglied, welches gemäß einer Ausführungsform dieser Erfindung ausgelegt ist.
3 veranschaulicht ausgewählte Bereiche
eines Lasttrageglieds, welches gemäß einer Ausführungsform dieser Erfindung ausgelegt
ist.
4 veranschaulicht schematisch ein beispielhaftes
Konfigurationsmuster eines in Verbindung mit dieser Erfindung verwendeten Filaments.
5 veranschaulicht schematisch ein projiziertes
Bild des Konfigurationsmusters aus 4.
6 veranschaulicht schematisch eine Inspektionsvorrichtungsanordnung
zum Bestimmen der Festigkeitseigenschaften einer Lasttragegliedanordnung, welche
gemäß einer Ausführungsform dieser Erfindung ausgelegt ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
1 zeigt schematisch ein beispielhaftes
Aufzugsystem 20, das eine Kabine 22 und ein Gegengewicht
24 aufweist. Eine Lasttragegliedanordnung 26 koppelt die Kabine
22 und das Gegengewicht 24 zusammen, so dass die Kabine
22 z.B. zwischen Stockwerkfluren in einem Gebäude in einer herkömmlichen
Weise bewegt werden kann.
Die Lasttragegliedanordnung 26 kann eine Vielzahl von Formen
annehmen. Ein Beispiel ist ein flacher Gurt, welcher polymerverstärkte Litzen enthält.
Andere Beispiele umfassen flache, beschichtete Stahlgurte; synthetische Seile; und
Seile aus mehreren Elementen. Diese Erfindung ist nicht beschränkt auf "Gurte" im
strengsten Sinne. Ein flacher Gurt ist als ein Beispiel eines gemäß dieser Erfindung
ausgelegten Lasttrageglieds eingesetzt. Daher ist nicht beabsichtigt, dass eine
Bezugnahme auf einen "Gurt" in dieser Beschreibung in irgendeiner Weise begrenzend
sein soll.
Die in 2 gezeigte, beispielhafte Lasttragegliedanordnung
26 weist eine Mehrzahl von Litzen 30 und 32 auf, die
in bekannter Weise miteinander verwunden sind, um wenigstens einen Strang zu bilden.
Ein erstes Material wird vorzugsweise eingesetzt, um die Litzen 30 und
32 zu bilden. Die veranschaulichten Litzen sind mit einer Beschichtung
34 beschichtet, welche die Litzen vor Abnutzung schützt und welche für
Reibungseigenschaften sorgt, wie sie zum Antreiben der Aufzugsystemkomponenten benötigt
werden. Diese Erfindung ist nicht begrenzt auf beschichtete Gurtanordnungen.
Eine gemäß dieser Erfindung ausgelegte Lasttragegliedanordnung weist
ein Element aus einem zweiten Material auf, welches wenigstens eine Eigenschaft
hat, die es von dem ersten Material unterscheidet. Das Element aus dem zweiten Material
ist dem Rest des Lasttrageglieds derart zugeordnet, dass das Element eine Konfiguration
hat, die in regelmäßigen Intervallen entlang einer Länge des Lasttrageglieds wiederholt
wird. Beispielhafte Konfigurationen weisen eine interne Eigenschaft wie eine kristalline
Struktur oder eine externe Eigenschaft wie eine physikalische Anordnung relativ
zu dem Lasttrageglied auf.
Eine lokalisierte Belastung in dem Lasttrageglied verursacht eine
Änderung in der Konfiguration des Elements aus dem zweiten Material. Weil das zweite
Material wenigstens eine Eigenschaft hat, die es von dem ersten Material unterscheidet,
ist eine solche Änderung einfach messbar. Die Technik zum Messen der Änderung des
Elements aus dem zweiten Material hängt von der Natur der unterscheidenden Eigenschaft
ab. Änderungen in der Konfiguration des Elements aus dem zweiten Material können
mit einem Verlust an Festigkeit oder anderen Veränderungen des Zustands des Lasttrageglieds
korreliert sein.
Indem man ein zweites Material mit einer unterscheidenden Eigenschaft
und einer sich wiederholenden Konfiguration entlang der Länge des Lasttrageglieds
hat, ist für eine zuverlässige Informationsquelle hinsichtlich lokalisierter Belastung
an dem Lasttrageglied gesorgt. Eine Vielzahl von unterscheidenden Eigenschaften
kann eingesetzt werden. Einige der Eigenschaften können eine physikalische Eigenschaft
des zweiten Materials sein. Beispielhafte Eigenschaften umfassen eine Dichte, magnetische
Absorptionseigenschaften, Wellenlängenabsorptionseigenschaften und eine kristalline
Struktur. Die ausgewählte, unterscheidende Eigenschaft gibt das Verfahren zum Beobachten
der Geometrie oder der Konfiguration des Elements aus dem zweiten Material vor.
Wenn z.B. die Dichte die unterscheidende Eigenschaft ist, kann Röntgentechnologie
eingesetzt werden, um ein Bild der Konfiguration des Elements aus dem zweiten Material
an diskreten Bereichen entlang der Länge der Lasttragegliedanordnung zu erhalten.
Es können bekannte Techniken eingesetzt werden, um die Konfiguration des Elements
aus dem zweiten Material zu beobachten, um die gewünschte Information, basierend
auf der unterscheidenden Eigenschaft, welche in einer spezifischen Ausführungsform
eingesetzt wird, zu erhalten. Die Fachleute, die den Nutzen aus dieser Beschreibung
haben, werden in der Lage sein, zwischen möglichen Materialien, Materialeigenschaften
und Beobachtungstechniken auszuwählen, um die durch diese Erfindung
bereitgestellten Ergebnisse zu erhalten.
Es gibt eine Vielzahl von Wegen, das Element aus dem zweiten Material
in die Lasttragegliedanordnung zu inkorporieren. Ein Beispiel umfasst das Integrieren
des Elements aus dem zweiten Material in die Anordnung des Lasttrageglieds. In diesem
Beispiel ist das Element aus dem zweiten Material ein Filament 38 an dem
Zentrum einer der Litzen. Wenn die Litzen miteinander verwunden sind (z.B. in einer
spiralförmigen Anordnung), hat das Filament 38 ein sich ergebendes, geometrisches
Muster, welches mit der Schlaglänge der Litzen entlang des Lasttrageglieds übereinstimmt.
Ein Beobachten der Konfiguration des Filaments 38 entlang der Länge des
Lasttrageglieds führt zu einer Angabe des strukturellen Zustands des Lasttrageglieds.
Ein beispielhaftes Verfahren zum Anordnen eines gemäß dieser Erfindung
ausgelegten Lasttrageglieds 26 umfasst ein Anordnen des Filaments
38 an dem Zentrum einer Litze 32. Mit anderen Worten wird eine
Mehrzahl von Fasern 36 des ersten Materials in einer Position angeordnet,
um das Filament 38 zu umgeben. Sobald diese Litze zusammengesetzt ist,
wird sie dann mit anderen Litzen verwunden, welche jede aus einer Mehrzahl von Fasern
aus dem ersten Material aufgebaut sind. Das Miteinander-Verwinden der Litzen bildet
nicht nur einen Strang, sondern legt auch die Konfiguration des Filaments fest,
welche entlang der Länge des Lasttrageelements 26 wiederholt wird. Eine
typische Anordnung sieht eine spiralförmige Geometrie mit einer wiederholten Periode
entlang der Länge des Lasttrageglieds 16 vor. Die Periode der Geometrie
des Filaments 38 in diesem Beispiel entspricht vorzugsweise direkt der
Schlaglänge eines oder mehrerer Litzen des Strangs.
4 veranschaulicht schematisch eine Konfiguration
eines Filaments 38 in einer Anordnung, bei der das Filament in einem Strang
in einer spiralförmig gewundenen Anordnung ist. Das spiralförmige Muster des Filaments
38 wird entlang der Achse 40 des Lasttrageglieds 26 wiederholt.
5 veranschaulicht ein Bild
50 des Filaments 38 aus 4, welches
auf eine einzelne Ebene projiziert ist. Die Periode 52 der Konfiguration
des Filaments 38 ist vorzugsweise regelmäßig und wiederholt, wenn das Lasttrageglied
nicht belastet ist. Veränderungen in der Periode sorgen für eine Angabe des Zustands
des Lasttrageglieds an bestimmten Stellen. Wenn z.B. die Länge oder Periode
52 entlang einem Teil des Lasttrageglieds verglichen mit anderen Teilen
größer ist, ist dies ein Hinweis, dass der erstgenannte Bereich einer Belastung
beispielsweise aufgrund einer Last ausgesetzt war. Abhängig von der speziellen Konfiguration
des Lasttrageglieds 26 kann ein bestimmter Grenzwert oder eine Toleranz
bestimmt sein, um eine Entscheidung zu treffen, wann eine Längung der Filamentkonfiguration
in einem Teil des Lasttrageelements eine Angabe ausreichender Abnutzung gibt, dass
eine Reparatur oder ein Ersatz notwendig ist. Die Fachleute, die den Nutzen dieser
Beschreibung haben, werden in der Lage sein, zu bestimmen, wie ein geeigneter Grenzwert
für eine bestimmte Lasttragegliedanordnung festzulegen ist.
Ein Erhalten eines Bildes, wie dasjenige, welches in 5
gezeigt ist, kann auf verschiedene Art erreicht werden. In einem Beispiel wird ein
Niederspannungsröntgenaufbau 60A und 60B eingesetzt. Ein digitaler,
bildverarbeitender Prozessor 62 und ein Speicher 64 sind in
6 schematisch gezeigt. Die Verwendung eines metallischen
Filaments 38 oder eines Polymerfilaments mit einer höheren Dichte als das
für die Filamente 36 verwendete Material macht das Filament 38
mittels Röntgentechnologie einfach erkennbar. Wenn die Röntgenstrahlen durch das
Lasttrageglied 26 von der Quelle 60A zu dem Detektor
60B hindurch laufen, werden sie durch das Filament 38, verglichen
mit den Fasern 36, stärker absorbiert. Das Bild des Filaments gegen den
Hintergrund des Polymerstrangs wird vorzugsweise durch einen Computer oder Mikroprozessor
verarbeitet, um die Konfigurationsinformation des Filaments gegen die Position entlang
der Länge des Lasttrageglieds 26 zu extrahieren. Weil verschiedene Muster
ausgewählt werden können, wird die besonders unterscheidende Eigenschaft und ihre
Beziehung zu dem Rest der Lasttragegliedanordnung vorzugsweise derart ausgewählt,
dass die Detektion optimiert wird. Das detektierbare Element aus dem zweiten Material
kann in das Lasttrageglied in jedem Stadium des Zusammensetzens inkorporiert werden
und kann dazu verwendet werden, eine Angabe in einer Vielzahl von Arten zu geben.
Die Wahl des zweiten Materials wird teilweise von dem ersten, zum
Bilden des Lasttrageglieds verwendeten Material abhängen. Eine Vielzahl kommerziell
erhältlicher Materialien kann als das erste oder strukturelle Material eingesetzt
werden. Das strukturelle Material des Lasttrageglieds kann z.B. ein Metall, mehrere
Metalle, Metalllegierungen oder eine Metallverbundmatrix sein. Andere Möglichkeiten
schließen Polymermaterialien oder eine Kombination aus Polymer- und Metallmaterialien
ein. Beispielhafte Polymermaterialien umfassen PBO, welches unter dem Handelsnamen
Zylon verkauft wird; Flüssigkristallpolymere wie ein Polyester-Polyarylat, welches
unter dem Handelsnamen Vectran verkauft wird; p-Typ-Aramide wie solche, welche unter
den Handelsnamen Kevlar, Technora und Twaron verkauft werden; oder ein Polyethylen
ultrahohen Molekulargewichts, von dem ein Beispiel unter dem Handelsnamen Spectra
verkauft wird; und Nylon.
Das für das detektierbare Element 38 gewählte Material kann
irgendeines der o.g. Materialien sein. Anhand dieser Beschreibung werden die Fachleute
in der Lage sein, geeignete Materialien auszuwählen, um den Anforderungen ihrer
speziellen Situation gerecht zu werden oder um ihre gewählten Detektionstechniken
umzusetzen.
Die Auswahl von Materialien wird z.B. davon abhängen, ob die gewählte
Konfiguration (welche für die Belastungserkennung eingesetzt wird) eine externe
Eigenschaft wie die Geometrie oder physikalische Anordnung des Elements aus dem
zweiten Material oder eine interne Eigenschaft wie die kristalline Struktur oder
Dichte des Materials, ist.
In einem Beispiel werden Regionen höherer, lokaler Belastung durch
einen lokalen Anstieg der Länge oder Periode 52 angegeben. Ein Vergleichen
einer lokalen Schlaglänge gegen eine Position für einen ermüdeten Strang mit einer
Basismessung, wenn der Strang in einem ersten, akzeptablen, strukturellen Zustand
ist (d.h. nicht belastet wurde), sorgt für einen Indikator des Belastungsbetrags
in einem bestimmten Teil des Lasttrageglieds. Ein weiterer Vergleichsfaktor kann
ein Korrelationsfaktor sein, welcher durch Beobachten eines unbelasteten Gurts und
ein Vergleichen mit einem Bereich, der bis zu einem bekannten Zustand belastet wurde,
bestimmt ist. Zum Beispiel kann ein Gurtabschnitt, der einen Verlust an Gurtbruchfestigkeit
aufweist, wie er aus bekannten Biegeermüdungstests hergeleitet ist, verwendet werden,
um eine Probe eines Lasttrageglieds vorzugeben, welche nicht mehr für einen fortdauernden
Betrieb geeignet ist. Die entsprechende Elementkonfiguration in diesem Abschnitt
gibt eine visuelle Angabe eines solchen Gurtzustands. Diese Messung kann für Vergleiche
mit im Dienst befindlichen Gurten verwendet werden, um einen Zustand des Gurts zu
erkennen.
In einem weiteren Beispiel ist das Filament 38 ein ferromagnetischer
Draht wie Stahl. In diesem Beispiel können magnetische Detektionstechniken wie eine
bekannte Magnetflussleckagetechnik dazu verwendet werden, um jeden Umlauf der spiralförmigen
Anordnung des Filaments 38 zu detektieren. Weil solche magnetischen Detektionstechniken
bereits zur Gurtinspektion verwendet werden, führt dies zu einem Vorteil für diese
Erfindung dahingehend, dass sie durch aktuelle Inspektionsaufbauten oder -vorrichtungen
umgesetzt werden kann.
Bei Beispielen, in denen das Filament 38 nicht-ferromagnetisch
ist, ist eine zerstörungsfreie Wirbelstromdetektionstechnik einsetzbar, um die Schlaglängenperiodizität
(d.h. die Konfiguration) des Filaments 38 abzutasten. Wirbelstromdetektionstechniken
sind bekannt. Entweder die magnetische Detektionstechnik oder die Wirbelstromdetektionstechnik
stellt Information hinsichtlich der Stellen der Teile des Filaments 38
zur Verfügung, welche eine Angabe der Schlaglänge 52 geben.
In einem weiteren Beispiel ist die Beschichtung 34 optisch
transparent, und eine optische Bildverarbeitung wird eingesetzt, um die Konfiguration
des Filaments 38 zu bestimmen. In einem solchen Beispiel ist das Filament
38 um die Außenseite des Strangs herum gewunden, was es durch die Beschichtung
34 sichtbar macht. Vorzugsweise nimmt ein hoch auflösendes Videosystem
ein Bild des Filaments auf, welches digital verarbeitet wird, um die Konfigurationseigenschaft
zu bestimmen, welche ein Indikator einer Gurtbelastung ist. Bei Anordnungen, bei
denen eine optische Bildverarbeitung eingesetzt wird, kann die unterscheidende Eigenschaft
des Filaments 38 z.B. eine unterschiedliche Farbe, verglichen mit der Farbe
der Faser 36 sein.
Diese Erfindung sorgt für die Fähigkeit, lokalisierte Belastung an
individuellen Teilen des Lasttrageglieds 26 zu detektieren. Wenn die Polymerfasern
belastet werden, wird ein entsprechender Bereich des Lasttrageelements
26 typischerweise gelängt. Eine entsprechende Längung der Konfiguration
des Filaments 38 stellt eine Angabe des strukturellen Zustands dieses Teils
des Lasttrageglieds 26 zur Verfügung.
Diese Erfindung stellt eine vielseitige Art zum Bestimmen der Festigkeitseigenschaften
des Lasttrageelements zur Verfügung, um einer Vielzahl von Kriterien, abhängig von
den Bedürfnissen einer speziellen Situation, gerecht zu werden.
Die vorangehende Beschreibung ist eher beispielhafter als beschränkender
Natur. Variationen und Modifikationen an den offenbarten Ausführungsformen, die
nicht notwendigerweise von dem Wesen dieser Erfindung abweichen, können den Fachleuten
ersichtlich werden. Der Umfang des dieser Erfindung gegebenen rechtlichen Schutzes
kann nur durch Studieren der nachfolgenden Ansprüche bestimmt werden.
Zusammenfassung
Ein Lasttrageglied wie ein Polymerstrang-verstärkter Gurt weist mindestens
ein Element eines unterschiedlichen Materials mit einer Eigenschaft, die es von
den die Litzen der Stränge bildenden Polymerfasern unterscheidet, auf. Das Element
aus dem zweiten Material hat eine Konfiguration, die entlang der Länge des Lasttrageglieds
wiederholt wird. Die Konfiguration des Elements aus dem zweiten Material sorgt für
eine einfach detektierbare Angabe lokalisierter Belastung an dem Lasttrageglied.
Wenn das Lasttrageglied über die Zeit hin belastet wird, wird auch die Konfiguration
des Elements aus dem zweiten Material geändert. Ein Analysieren der Konfiguration
des Elements aus dem zweiten Material entlang der Länge des Lasttrageglieds liefert
Information bezüglich des Zustands des Gurtes.