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Dokumentenidentifikation DE202004008982U1 23.09.2004
Titel Bestrahlungsgerät für Finger- oder Fußnägel
Anmelder CosTrade Beauty Consulting GmbH, Kitzbühel, AT
Vertreter Dr. Meyer-Dulheuer, 60594 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202004008982
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.09.2004
Registration date 19.08.2004
Application date from patent application 05.06.2004
IPC-Hauptklasse G21K 5/04
IPC-Nebenklasse G21K 5/08   A45D 29/00   F21K 7/00   

Beschreibung[de]

Gegenstand der Erfindung ist ein Bestrahlungsgerät zur Aushärtung von photopolymerisierbaren Verbindungen auf Finger- oder Fußnägeln.

Es sind bereits Fingernägel-Bestrahlungsgeräte sehr unterschiedlicher Konstruktion bekannt. Aus der US-PS-47 31 541 ist ein Gerät bekannt, das ein Gehäuse aufweist, welches an seiner Unterseite eine Einführöffnung enthält, in der ein tellerförmiger Auflagekörper an einer Teleskopstange zentrisch befestigt ist. Ringförmig um die Teleskopstange ist eine einen geschlossenen Kreis bildende Bestrahlungslampe befestigt. Der Auflagekörper, der sehr flach in Form einer Platte ausgebildet ist, weist an seinem Außenrand Rillen auf, die zur Positionierung einer die Platte umklammernden Hand dienen. Zum Bestrahlen der Fingernägel wird mit der Hand der Auflagekörper von unten umgriffen, so dass die Finger mit den letzten Gliedern auf der Oberseite des Auflagekörpers aufliegen. In dieser Stellung sind die Fingernägel horizontal ausgerichtet und weisen in Richtung des im Zentrum der Platte angeordneten Tragearmes. Je nach Länge der Fingernägel reichen diese bis an den Tragearm heran. Die so umklammerte Platte wird dann im Gehäuse in eine obere Stellung gefahren. Die von der Bestrahlungslampe abgegebene Strahlung wird vom oberen Gehäusebereich sowie von einem zusätzlichen Reflektor auf die Finger sowie die auszuhärtenden Fingernägel reflektiert. Nach Abschluss der Bestrahlung kann die Platte wieder aus dem Gehäuse nach unten herausgezogen werden.

Ein weiteres Konzept für ein Fingernägel-Bestrahlungsgerät ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 85 13 789 bekannt. Dieses Gerät weist eine Auflageplatte auf mit mehreren Niederdruckleuchtstoftröhren, die parallel zueinander in Richtung der Gehäuse-Längsachse verlaufend angeordnet sind und einen Tunnel bilden.

Schließlich ist auch aus der deutschen Patentschrift 3 825 324 ein Fingernägel-Bestrahlungsgerät bekannt, das eine Bodenplatte aufweist, in dem ein Auflagekörper zur Positionierung der Finger der zu bestrahlenden Hand angeordnet ist. Die den Auflagekörper umfassende Hand wird dann in das Gerät eingeschoben und dann von einer ringförmigen UV-A-Bestrahlungslampe bestrahlt.

Die vorstehend angeführten Geräte werden benötigt, um die an kurzen oder abgebrochenen Finger- oder Fußnägel angesetzten, sog. Tips, die mit UV-A--härtenden Verbindungen versehen sind, auszuhärten. Zum Ansetzen eines künstlichen Finger- oder Fußnagels werden Tips verwendet, die eine Länge von bis zu 5 cm aufweisen. Der angesetzte Tip, der auf der Oberseite des natürlichen Finger- oder Fußnagels befestigt ist, muss anschließend noch bearbeitet werden, um die Absätze auszugleichen. Hierbei wird ein die photopolymerisierbaren Verbindungen enthaltendes Nagelgel gleichmäßig in einer oder mehreren Schichten aufmodelliert und wiederholt ausgehärtet. Erst nachdem die Tips auf die Naturnägel aufgeklebt sind, werden sie auf die gewünschte Länge gekürzt und normalennreise lackiert.

Alle bisherigen Bestrahlungsgeräte zur Aushärtung photopolymerisierbarer Verbindungen auf Finger- oder Fußnägel verwenden UV-A-Licht, das in Niederdruck-Quecksilberlampen oder Hochdruck-Quecksilberlampen erzeugt wird. Sie haben den Nachteil, dass sie teuer sind, eine ungünstige Baugröße und eine geringe Lebensdauer aufweisen. Hinzu kommt, dass das emittierte Lichtspektrum von UV-A-Leuchtstoffröhren von den verwendeten Gasen in der Leuchtstoffröhre abhängt und deshalb nicht dem Absorptionsspektrum der Photoinitiatoren angepasst werden kann, die in den photopolymerisierbaren Verbindungen enthalten sind.

Es stellte sich deshalb die Aufgabe, nach einer anderen Quelle für UV-A-Licht oder Blaulicht zu suchen, die die genannten Nachteile nicht aufweist.

Es wurde nun gefunden, dass Leuchtdioden (LEDs) eine Reihe von hervorragenden Eigenschaften besitzen, durch die sie in idealer Weise geeignet sind, die bisher verwendeten UV-A-Leuchtstoffröhren und Blaulichtröhren zu ersetzen. Vor allem haben LEDs eine hohe Lebensdauer und weisen eine kleine Bauform auf. Je nach Dotierung der Halbleiter sind LEDs mit verschiedenen Wellenlängen erhältlich. Es können deshalb auch auf das Absorptionsspektrum des Photoinitiators angepasste LEDs eingesetzt werden. Daraus ergibt sich der Vorteil der Optimierung des Verhältnisses von eingestrahltem Licht zu erzieltem Polymerisationsgrad.

Gegenstand der Erfindung ist deshalb ein Bestrahlungsgerät zur Aushärtung von photopolymerisierbaren Verbindungen auf Finger- oder Fußnägeln, bei dem zur Bestrahlung Leuchtdioden (LEDs) eingesetzt werden, die Blau- oder UV-A-Licht ausstrahlen. Das die photopolymerisierbaren Verbindungen enthaltende Nagelgel kann dabei nach seiner Härtung als auf die Naturnägel aufgetragenen Schutzschicht oder als Haftschicht für die Tips dienen.

Ein derartiges Bestrahlungsgerät ist im Allgemeinen mit einer Anordnung von 5 bis 30 Blaulicht oder UV-A-Licht ausstrahlenden Leuchtdioden ausgerüstet, die in einem Bestrahlungsgehäuse über den vorgesehenen Positionen der auszuhärtenden Finger- oder Fußnägel angebracht sind.

Normalerweise weist das von den erfindungsgemäß eingesetzten Leuchtdioden ausgestrahlte Licht eine Wellenlänge zwischen 350 und 400 nm aus, jedoch können auch kurzwelligeres oder langwelligeres Licht ausstrahlende LEDs zum Einsatz kommen.

Die Bestrahlungsdauer zur Aushärtung von photopolymerisierbaren Verbindungen auf Finger- oder Fußnägeln hängt von der Zusammensetzung des verwendeten Nagelgels ab und liegt in der Regel zwischen 90 und 240 Sekunden, vorzugsweise zwischen 70 und 110 Sekunden.

Als photopolymerisierbare Verbindungen in Nagelgelen werden Urethanacrylat, Tetraethylenglycoldimethylacrylat, 2-Hydroxyethylmethacrylat, Hydroxypropylmethacrylat und Bisphenol-A-diglycidylmethacrylat und andere ähnliche Verbindungen eingesetzt.

Besonders gute Ergebnisse bei der Bestrahlung von photopolymerisierbaren Verbindungen auf Finger- oder Fußnägeln werden dann erzielt, wenn eine Mischung von UV-A-Licht aussendenden Leuchtdioden mit längerwelliges Licht ausstrahlenden Leuchtdioden eingesetzt wird. Insbesondere kann durch Auswahl geeigneter LEDs Licht einer Wellenlänge ausgestrahlt werden, die dem Absorptionsmaximum des in der photopolymerisierbaren Verbindung enthaltenen Photoinitiators entspricht. Hierdurch wird die Polymerisation in besonderer Weise verstärkt.

Das erfindungsgemäße Bestrahlungsgerät ist vorteilhafter Weise mit einem Steuergerät ausgestattet, welches die Lichtleistung der LEDs steuern und auf unterschiedliche Polyrnerisationszeiten eingestellt werden kann.

Das erfindungsgemäße Bestrahlungsgerät kann ein Gehäuse aufweisen, das aus Kunststoffen oder aus Metall bestehen kann. In dieses Gehäuse wird eine auf einer Bodenplatte 3 befindliche Auflagefläche für die Hand oder den Fuß 2 hinein geschoben und dabei in eine Position gebracht, in der die mit der auszuhärtenden Verbindung beschichteten Finger- oder Fußnägel von oben mit den von den Leuchtdioden 7 ausgesendeten Blau- oder UV-A-Licht bestrahlt werden. Die die Finger- oder Fußnägel abdeckende Schutzhaube 4 kann fest oder aufklappbar sein.

Besonders vorteilhaft ist ein erfindungsgemäßes Strahlungsgerät, bei dem beim Hineinschieben der Auflagefläche für die Hand 2 automatisch ein Lichtschalter betätigt und damit die Ausstrahlung des Lichts durch die LEDs initiiert wird.

Einzelheiten der Konstruktionen eines erfindungsgemäßen Bestrahlungsgerätes werden durch 1 bis 3 dargestellt und durch die beiliegende Bezugszeichenliste näher erläutert.

Das Bestrahlungsgerät kann aber auch ohne ein Gehäuse aus Kunststoff oder Metall auskommen. 4 zeigt ein Gerät mit einem flexiblen Arm, an dessen Ende sich eine Anordnung von zahlreichen UV-A-LEDs befindet, die in jede beliebige Position zu den zu bestrahlenden Finger- oder Fußnägeln gebracht werden kann.

1 Bestrahlungsgerät mit hinein geschobener Auflagefläche für die Hand oder den Fuß 2 Auflagefläche für die Hand oder den Fuß 3 Bodenplatte 4 Schutzhaube 5 Netzteil 6 Bestrahlungsgerät mit herausgezogener Auflagefläche für die Hand oder den Fuß 7 Anordnung der Leuchtdioden

Anspruch[de]
  1. Bestrahlungsgerät zur Aushärtung von photopolymerisierbaren Verbindungen auf Finger- oder Fußnägeln, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestrahlung Leuchtdioden (LEDs) eingesetzt werden, die Blau- oder UV-A-Licht ausstrahlen.
  2. Bestrahlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anordnung von 5 bis 30 Blaulicht oder UV-A-Licht ausstrahlenden Leuchtdioden über den vorgesehenen Positionen der auszuhärtenden Finger- oder Fußnägel angebracht sind.
  3. Bestrahlungsgerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden UV-A-Licht einer Wellenlänge zwischen 350 und 400 nm ausstrahlen.
  4. Bestrahlungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der eingesetzten Anordnung der LEDs neben Leuchtdioden mit einer Wellenlänge von 350 bis 400 nm auch Leuchtdioden mit größerer Wellenlänge eingesetzt werden.
  5. Bestrahlungsgerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenlänge des von den LEDs ausgestrahlten Lichts auf das Absorptionsmaximum des in der photopolymerisierbaren Verbindung enthaltenen Photoinitiators eingestellt werden kann.
  6. Bestrahlungsgerät nach den Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einem Steuergerät ausgestattet ist, welches die Lichtleistung der LEDs steuert und auf verschiedene Polymerisationszeiten eingestellt werden kann.
  7. Bestrahlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Gehäuse aus Kunststoff oder Metall aufweist, in welches eine auf einer Bodenplatte (3) bewegliche Auflagefläche für die Hand oder den Fuß (2) hinein geschoben und dabei in eine Position gebracht werden kann, in der die mit den photopolymerisierbaren Verbindungen beschichteten Finger- oder Fußnägel von oben mit dem von den Leuchtdioden (7) ausgesendeten Blau- oder UV-A-Licht bestrahlt werden.
  8. Bestrahlungsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die auf der Bodenplatte (3) bewegliche Auflagefläche für die Hand oder den Fuß (2) beim Hineinschieben in das Gehäuse automatisch einen Lichtschalter betätigt und damit die Ausstrahlung des Lichts durch die LEDs initiiert.
  9. Bestrahlungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen flexiblen Arm aufweist, an dessen Ende sich eine Anordnung von zahlreichen UV-A- oder Blaulicht LEDs befindet, die in jede beliebige Position zu den zu bestrahlenden Finger- oder Fußnägeln gebracht werden kann.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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