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Dokumentenidentifikation DE10140270B4 30.09.2004
Titel Presszange zum Einpressen mehrerer Kerben auf dem Umfang eines Kontaktelementes
Anmelder Wezag GmbH Werkzeugfabrik, 35260 Stadtallendorf, DE
Erfinder Beetz, Horst, 35260 Stadtallendorf, DE;
Battenfeld, Kurt, 35085 Ebsdorfergrund, DE
Vertreter Rehberg und Kollegen, 37073 Göttingen
DE-Anmeldedatum 16.08.2001
DE-Aktenzeichen 10140270
Offenlegungstag 06.03.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.09.2004
IPC-Hauptklasse B25B 7/12
IPC-Nebenklasse H01R 43/042   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Presszange zum Einpressen mehrerer Kerben auf dem Umfang eines Kontaktelementes, mit einem Zangenkopf und einem ein Zwangsgesperre aufweisenden Antrieb, wobei im Zangenkopf mehrere Pressstempel radial verschiebbar gelagert sind, die jeweils von der Kraft einer Feder radial nach außen beaufschlagt und von einem im Zangenkopf verdrehbar gelagerten und über den Antrieb bewegten Schwenkring über je eine Nockenfläche gemeinsam radial nach innen verschiebbar sind. Bei einer solchen Presszange kommt es darauf an, nicht den gesamten Umfang des Kontaktelementes zu verformen, sondern gezielt mehrere einzelne Kerben auf dem Umfang des Kontaktelementes in möglichst gleichmäßiger Weise und sehr feinfühlig wählbarer Einpresstiefe ausführen zu können. Die entstehenden Kerben sollen einerseits den mit dem Kontaktelement zu verbindenden Leiter möglichst wenig beschädigen, insbesondere verformen. Andererseits soll eine feste Verbindung zwischen Kontaktelement und Leiter herbeigeführt werden. Diese gegenläufigen Forderungen sind beispielsweise besonders problematisch, wenn Kupplungsteile als Kontaktelemente mit Lichtwellenleitern zu verbinden sind. Als Lichtwellenleiter können Glasfaserleiter oder auch Polymerleiter eingesetzt werden. Jede allzu große Verformung dieser Lichtwellenleiter entsprechend einer übergroßen Einpresstiefe erhöht den Verlust an Licht im Bereich der Kupplungsteile in nicht tolerierbarer Weise.

Eine Presszange der eingangs beschriebenen Art ist aus der GB 886,259 oder der DE-PS 1 136 391 bekannt. Die Presszange weist einen Antrieb in Form zweier Handhebel auf, die relativ zueinander um eine gemeinsame Achse schwenkbar angeordnet sind. Mit einem der Handhebel ist ein im Zangenkopf verdrehbar gelagerter Schwenkring verbunden. Dieser Schwenkring besitzt eine Nockenfläche. In einem mit dem anderen Handhebel verbundenen Teil des Zangenkopfes sind vier Pressstempel radial verschiebbar in Richtung auf eine gemeinsame Achse gelagert. Jeder Pressstempel wird radial nach außen von der Kraft einer Feder beaufschlagt. Die Nockenfläche im Schwenkring besitzt entsprechend der Anzahl der Pressstempel einzelne Flächenbereiche, die bei einer Verdrehung des Schwenkrings dafür sorgen, dass die Pressstempel entgegen der Kraft der Federn gemeinsam radial nach innen verschiebbar sind. Um die Achse im Zangenkopf ist eine Öffnung gebildet, durch die der Leiter und das damit zu verbindende Kontaktelement in ein von den nach innen gekehrten Spitzen der Pressstempel gebildetes Pressgesenk einführbar sind. Im Bereich des Antriebes dieser Presszange ist ein Zwangsgesperre vorgesehen, welches aus einer Vielzahl von Teilen besteht und einen komplizierten Aufbau besitzt. Das Zwangsgesperre arbeitet in Stufen, also stufenbehaftet. Abweichend von der üblichen Ausbildung eines Zwangsgesperres handelt es sich um ein solches Zwangsgesperre, das nicht nur einen, sondern verschiedene Ausrastpunkte aufweist. Über einen stufenlos verstellbaren Anschlag sind die verschiedenen Ausrastpunkte auswählbar, d.h. es werden verschieden Ausrastpunkte festgelegt, an denen ein Rückhub beginnen und damit die Zange geöffnet werden könnte. Auf diese Weise soll es möglich sein, verschiedene Ausrastpunkte einstellen zu können, um auf diese Art und Weise den Pressvorgang beenden zu können und unterschiedliche Einpresstiefen zu erreichen. Das Ausrasten den Zwangsgesperres und die Freigabe des Rückhubes verhindern aber in keiner Weise ein weiteres Zusammendrücken der Handhebel, sodass sich dabei ungewollt unterschiedliche Einpresstiefen in nicht reproduzierbarer Weise ergeben. Durch die verschiedenen Ausrastpunkte ist eine reproduzierbare Einstellung unterschiedlicher Einpresstiefen nicht möglich. Diese bekannte Presszange besitzt weiterhin im Bereich der Pressstempel einen vielteiligen komplizierten Aufbau, der auch die Montage entsprechend aufwendig gestaltet. Aber auch das Zwangsgesperre ist vielteilig und aufwendig. Durch die vielen Einzelteile des Zwangsgesperres ist auch eine gewisse Störanfälligkeit gegeben. Gleichwohl lässt sich die Einpresstiefe damit nicht stufenlos feinfühlig einstellen.

Aus der US-PS 3,028,776 ist eine Presszange zum Einpressen mehrerer Kerben auf dem Umfang eines Kontaktelementes bekannt. Der Zangenkopf besitzt ein Gehäuse, welches drehfest mit einem Handhebel verbunden ist und welches eine Mehrzahl von Nockenflächen trägt, die in Verbindung mit mehreren einzelnen im Zangenkopf radial verschiebbar gelagerten Pressstempeln eingesetzt werden. Es ist eine gemeinsame Feder vorgesehen, um die mehreren Presstempel radial nach außen zu beaufschlagen. Diese bekannte Presszange weist ein Zwangsgesperre mit einem einzigen festgelegten Auslösepunkt auf. Es ist ein stufenlos verstellbarer Anschlag zur Begrenzung des Weges der Zusammendrückung der beiden Handhebel vorgesehen. Dieser stufenlos verstellbare Anschlag wird in Abstimmung auf den einzigen festgelegten Auslösepunkt des Zwangsgesperres eingestellt, d.h. es gibt nur eine Möglichkeit, den stufenlos verstellbaren Anschlag sinnvoll einzustellen, nämlich in Relation zu dem unveränderbaren Auslösepunkt des Zwangsgesperres. Wird der stufenlos verstellbare Anschlag so eingestellt, dass er ein weiteres Zusammendrücken der Handhebel verhindert, bevor der festliegende Auslösepunkt des Zwangsgesperres erreicht ist, lässt sich die Zange nicht mehr öffnen. Im umgekehrten Fall entfällt die Reproduzierbarkeit der Einpresstiefe. Eine feinfühlige reproduzierbare Einstellmöglichkeit unterschiedlicher Einpresstiefen der Pressstempel ist damit nicht möglich. Es ist eine weitere Einstelleinrichtung vorgesehen, die einen verdrehbaren Einstellring besitzt und mit zwei Doppelverzahnungen an verschiedenen Elementen zusammenarbeitet. Damit ist eine gestufte Verstellung der Einpresstiefe der Pressstempel möglich, indem die relative Lage der Pressstempel im Zangenkopf veränderlich eingestellt wird.

Aus der DE 198 58 719 A1 und auch aus der DE 195 07 347 C1 sind Kraft-Weg-Ausgleichsvorrichtungen an Presszangen bekannt, bei denen jeweils ein Abstützhebel eines Kniehebelgetriebes federnd ausweichbar gestaltet ist. Diese Kraft-Weg-Ausgleichsvorrichtungen werden zum Zulassen eines Überhubes am Ende eines Pressvorgangs bei sehr hohen Presskräften ohne Begrenzung des radial nach innen gerichteten Weges der Pressstempel durch einen einstellbaren Anschlag verwirklicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Presszange der eingangs beschriebenen Art bereitzustellen, mit der unterschiedliche Einpresstiefen in sehr feinfühliger Weise einstellbar sind, so dass die Presszange eine reproduzierbare verlässliche Arbeitsweise ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird dies bei einer Presszange der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, dass ein stufenlos einstellbarer Anschlag zur veränderbaren Einstellung der Begrenzung des radial nach innen gerichteten Weges der Pressstempel und damit zur Festlegung unterschiedlicher Einpresstiefen vorgesehen ist, dass das Zwangsgesperre einen einzigen festgelegten Auslösepunkt aufweist, und dass zwischen den Elementen des Antriebs ein Kraft-Weg-Ausgleich vorgesehen ist.

Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, einen stufenlos einstellbaren Anschlag einzusetzen, mit dem unterschiedliche nach innen auf die gemeinsame Achse gerichtete Wege der Pressstempel trotz Anwesenheit eines Zwangsgesperres eingestellt und verlässlich und reproduzierbar begrenzt werden können. In Verbindung damit wird das übliche einfach aufgebaute Zwangsgesperre mit nur einem einzigen Auslösepunkt eingesetzt. Die beim Verstellen des stufenlos einstellbaren Anschlages auftretende Wegdifferenz wird über einen Kraft-Weg-Ausgleich aufgenommen. Damit ergibt sich der Vorteil, dass sich die Einpresstiefe äußerst feinfühlig verändern und reproduzierbar einstellen lässt. Trotzdem werden auch bei unterschiedlich eingestellten Einpresstiefen gleiche Wege durchlaufen und in etwa gleiche Kräfte eingesetzt. Ein feinfühlig stufenlos einstellbarer Anschlag lässt sich bekanntlich in konstruktiv einfacher Weise mit einer Einstellschraube verwirklichen, deren Gewindesteigung gleichzeitig die Feinfühligkeit der Einstellung der Einpresstiefe verbessert. Als Kraft-Weg-Ausgleich kommt insbesondere ein Kunststoffblock in Frage, der je nach der Einstellung des einstellbaren Anschlages mehr oder weniger zusammengedrückt wird und im Weg des Antriebes eingeschaltet ist. Da die Veränderung der Einpresstiefe zwar sehr feinfühlig, jedoch in einem vergleichsweise engen Bereich durchzuführen ist, stellt ein Kraft-Weg-Ausgleich in Form eines Kunststoffblockes eine ideale Möglichkeit dar, einen Differenzweg aufzunehmen.

Der einstellbare Anschlag kann insbesondere als Einstellschraube ausgebildet sein, die im Zangenkopf angeordnet ist. Eine solche Einstellschraube lässt infolge der Steigung ihres Gewindes eine stufenlose feinfühlige Einstellung zu. Eine Einstellschraube lässt sich auch in einfacher Weise festsetzen, beispielsweise durch Verwendung einer Kontermutter und/oder durch die Reibung erhöhende Manahmen, insbesondere Beschichtungen, so dass normale Betätigungen der Presszange nicht zu einer selbsttätigen Veränderung der eingestellten Einpresstiefe führen können.

Der einstellbare Anschlag kann den Verdrehwinkel des Schwenkrings begrenzen. Dies kann in mittelbarer oder in unmittelbarer Weise geschehen. Je näher der einstellbare Anschlag an den Pressstempeln angeordnet ist, desto feinfühliger und reproduzierbarer wird die Arbeitsweise dieses Anschlages. Toleranzen im Kraftweg können sich aber kaum nachteilig auswirken, da der Anschlag die Möglichkeit der Nachstellung bietet. Es besteht auch die Möglichkeit, dass im Zangenkopf ein linear geführter Schieber vorgesehen ist, der ein Element des Antriebes bildet, und dass der einstellbare Anschlag den linearen Weg des Schiebers begrenzt. Dabei ist es sinnvoll, wenn der Zangenkopf in Plattenbauweise errichtet ist, so dass eine der Deckplatten als Unterbringungsort für die Stellschraube genutzt werden kann. Wenn die Stellschraube in den Weg des linear beweglichen Schiebers eingreift, ist die Feinfühligkeit der Einstellbarkeit über den vorgesehenen Bereich an allen Stellen gleich. Es ist aber auch möglich, den Anschlag in den Weg des Schwenkringes unmittelbar eingreifen zu lassen.

Auch der Ausbildung und Lagerung der Pressstempel kommt erfinderische Bedeutung zu. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Pressstempel und die Federn zu einem einstückigen ringförmigen Formteil aus elastischem Werkstoff, insbesondere Metall, zusammengefat sind. Damit entsteht eine einfach herstellbare, einfach montierbare und verlälich handhabbare Einheit aus den Pressstempeln und den Federn, welches platzsparend im Zangenkopf unterbringbar ist. Auch dabei können die Deckplatten im Zangenkopf sinnvoll als Lagergehäuse für die Pressstempel und die Federn ausgebildet sein. Im einzelnen weist das einstückige ringförmige Formteil in bevorzugter Ausführungsform breit ausgebildete starre Bereiche, die die Pressstempel bilden, und dünn ausgebildete elastische Bereiche, die die Federn bilden, auf. Die starr ausgebildeten Bereiche dienen der Übertragung der Presskraft, während die dünn ausgebildeten elastischen Bereiche die Rückstellkräfte für die Pressstempel bereitstellen, aber andererseits auch den Pressweg zulassen. Die dünn ausgebildeten elastische Bereiche, die die Federn bilden, können U-förmige Gestalt aufweisen.

Die Presszange sollte im Zangenkopf zwei Deckplatten aufweisen, die auf ihren Innenseiten Vertiefungen zur drehbaren Lagerung des Schwenkrings und zur radialen Führung der Pressstempel und zur Unterbringung der Federn haben. Damit ergibt sich eine bevorzugte konstruktiv sehr einfache Ausführungsform.

Für die Realisierung des Kraft-Weg-Ausgleichs ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Eine besonders einfache Möglichkeit besteht darin, dass als Kraft-Weg-Ausgleich ein im Zangenkopf angeordneter Block aus Elastomer vorgesehen ist. Ein solcher Block aus Elastomer ist ohne weiteres bei hinreichender Lebensdauer geeignet, Kräfte und Wege aufzunehmen bzw. auszugleichen. Der Block aus Elastomer kann in unterschiedlichen Weichheitsgraden eingesetzt werden. Im allgemeinen ist eine besondere Anpassung jedoch nicht erforderlich, da die Differenzwege ohnehin relativ klein sind. Vorteilhaft ist es, wenn der im Zangenkopf angeordnete Block aus Elastomer zwischen zwei Teilen des Schiebers in einem von den Deckplatten begrenzten Innenraum des Zangenkopfes angeordnet ist. Dieser begrenzte Innenraum im Zangenkopf stellt eine Stelle dar, an der der Block der die erforderlichen Bewegungen und Verformungen ungehindert ausführen kann. Andererseits ist der Block damit geschützt im Innern des Zangenkopfes untergebracht. Aufgrund der geringen Differenzwege kann der Block relativ klein ausgebildet und daher mit kleinem Raumbedarf untergebracht sein.

Die Erfindung wird anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels weiter erläutert und beschrieben. Es zeigen:

1 eine Außenansicht der Presszange in Offenstellung,

2 die Presszange gemäß 1 mit Darstellung der im Innern befindlichen Elemente,

3 eine Ansicht des Zangenkopfes mit abgenommener oberer Deckplatte in Offenstellung,

4 die Ansicht des Zangenkopfes gemäß 3, jedoch in geschlossener Stellung,

5 die Ansicht der unteren Deckplatte von innen,

6 die Ansicht der oberen Deckplatte von innen,

7 eine Ansicht eines einstückigen ringförmigen Formteils mit Pressstempeln und Federn, und

8 einen Schnitt durch einen Leiter mit aufgesetztem Kontaktelement und eingepressten Kerben.

In 1 ist eine Presszange 1 zum Einpressen mehrerer Kerben auf dem Umfang eines Kontaktelementes 2 (8) dargestellt. Die Presszange 1 weist einen Zangenkopf 3 und einen Antrieb 4 auf, der hier als Handantrieb ausgebildet ist und zwei Handhebel 5 und 6 besitzt, die um einen gemeinsamen Bolzen 7 schwenkbar angelenkt sind.

Der Zangenkopf 3 weist unter anderem zwei Deckplatten 8, 9 auf, die etwa rahmenartige Gestalt besitzen und in ihrem inneren Bereich durchbrochen sind. In diesem Bereich wird ein Nest 10 für die Aufnahme eines Lichtwellenleiters 11 (8) und eines Kontaktelementes 2 zum Einbringen der Kerben auf dem Umfang des Kontaktelementes 2 gebildet. Die Deckplatten 8 und 9 befinden sich auf Abstand und sind miteinander fest verbunden. Sie nehmen in ihrem Innern bzw. zwischen sich wesentliche Elemente des Zangenkopfes 3 auf. Im Zangenkopf 3 ist ein Schieber 12 linear in Richtung des Doppelpfeils 13 geführt. Der Schieber 12 ist mit seinem unteren Ende auf dem Bolzen 7 abgestützt. Ansonsten besteht zwischen dem Zangenkopf 3 und dem Antrieb 4 Verbindung über zwei Zuglaschen 14 und 15, die einerseits über Gelenkbolzen 16 und 17 mit den Deckplatten 8 und 9 und andererseits über Gelenkbolzen 18 und 19 (2) an den Handhebeln 5 und 6 gelenkig angelenkt sind. Damit wird bei einer Bewegung der Handhebel 5 und 6 zueinander über den Bolzen 7 der Schieber 12 in Richtung des Doppelpfeils 13 relativ im Innern zwischen den Deckplatten 8 und 9 bewegt, je nach der zugehörigen relativen Bewegungsrichtung zwischen den Handhebeln 5 und 6.

Zwischen den Handhebeln 5 und 6 ist weiterhin ein Zwangsgesperre 20 angeordnet, welches in an sich bekannter Weise ausgebildet ist, also ein Zahnsegment und eine drehbare federbelastete Sperrklinke aufweist. Dieses Zwangsgesperre 20 dient dazu, den Bewegungshub beim Schließen der Presszange 1 verlässlich und reproduzierbar zu durchlaufen, so dass die Presszange 1 erst nach dem vollständigen Durchlaufen und Erreichen der Endstellung in der geschlossenen Stellung wieder geöffnet werden kann.

Das Nest 10 besitzt eine Achse 21, die sich zentral und senkrecht zu der Zeichenebene der 1 und 2 erstreckt. Drehbar um diese Achse 21 ist ein Schwenkring 22 im Innern zwischen den Deckplatten 8 und 9 in einem dort gebildeten Innenraum 23 vorgesehen. Der Schwenkring 22 kann ausschließlich um die Achse 21 verdreht werden. Der Schwenkring 22 weist einen Zapfen 24 auf, der an geeigneter Stelle seines Umfangs mit Abstand zu der Achse 21 angeordnet ist. Der zugehörige Schieber 12 besitzt in Zuordnung zu dem Zapfen 24 eine Ausnehmung 25, so dass damit bei Bewegungen des Schiebers 12 in Richtung des Doppelpfeils 13 die lineare Bewegung des Schiebers 12 in eine drehende kreisförmige Bewegung des Schwenkrings 22 im Innenraum 23 zwischen den Deckplatten 8 und 9 umgesetzt wird. Wie 3 erkennen lässt, ist der Schieber 12 aus mehreren Teilen aufgebaut. Er weist einen Block 26 aus zusammendrückbarem Kunststoffmaterial auf, über welches die beiden Teile des Schiebers 12 miteinander verbunden sind. Der Block 26 aus dem elastomeren Material kann auch an anderer Stelle vorgesehen sein. Er könnte beispielsweise in einem Hohlraum 27 untergebracht sein und so mit einem einstückigen Schieber 12 zusammenarbeiten. Der Block 26 ist in allen Fällen immer so ausgebildet und angeordnet, dass durch ihn ein Kraft-Weg-Ausgleich 28 gebildet wird.

Insbesondere 3 lässt erkennen, dass im Bereich des Zangenkopfes 3 ein einstellbarer Anschlag 29 von einer Einstellschraube 30 gebildet wird. Die Einstellschraube 30 ist in einem Gewinde im Zangenkopf 3 feinfühlig verdrehbar gelagert, so dass der Anschlag 29 den möglichen Hub des Schiebers 12 begrenzt. Mit dieser Begrenzung wird gleichzeitig auch die Verdrehung des Schwenkrings 22 begrenzt. In der Regel ist damit der Auslösepunkt des Zwangsgesperres 20 noch nicht erreicht, so dass die beiden Handhebel 5 und 6 so lange weiter zusammengedrückt werden müssen, bis dieser einzige Auslösepunkt des Zwangsgesperres 20 erreicht ist. Dieser sogenannte Überhub wird durch Zusammendrückung des Kraft-Weg-Ausgleiches 28 aufgenommen.

In dem Innenraum 23 ist auf der Innenseite der Deckplatte 9 eine Vertiefung 31 gebildet, die die aus 5 ersichtliche Formgebung besitzt. Diese Vertiefung 31 nimmt ein einstückiges ringförmiges Formteil 32 auf, welches in 7 allein und in Ansicht dargestellt ist. Das Formteil 32 ist in der Vertiefung 31 und damit undrehbar um die Achse 21 gelagert. Das Formteil 32 besitzt starr ausgebildete Bereiche 33, die zu der Achse 21 gerichtete Pressstempel 34 bilden, die bei Betätigung der Presszange Kerben 35 (8) in den Umfang des Kontaktelementes 2 einformen. Die Form der Kerben 35 richtet sich dabei nach der Gestalt und Ausbildung der Pressstempel 34 an ihren der Achse 21 zugekehrten Endbereichen. Das Formteil 32 weist neben den starren Bereichen 33 und den Pressstempeln 34 dünn ausgebildete elastische Bereiche 36 auf, die Federn 37 bilden. Die Kraft dieser Federn 37 ist so gerichtet, dass sie die Pressstempel 34 radial nach außen beaufschlagen. Der Schwenkring 22 weist auf seinem inneren Umfang eine Nockenfläche 38 auf, die über den Umfang im wesentlichen als kreisförmige Fläche mit Ausbuchtungen 39 gestaltet ist. Die Anzahl der Ausbuchtungen 39 entspricht der Anzahl und Anordnung der Pressstempel 34. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Pressstempel vorhanden. Die Anzahl der Pressstempel ist an sich variabel und könnte beispielsweise auch drei oder sechs Pressstempel 34 betragen. Entsprechend müsste der Schwenkring 22 ausgebildet und abgestimmt sein, ebenso die Formgebung der Vertiefung 31.

3 zeigt die Offenstellung der Zange und die Relativlage der Elemente im Bereich des Zangenkopfes 3. 4 zeigt die gleiche Ansicht, jedoch in der Schließstellung, wobei der Hub des Schiebers 12 durch den Anschlag 29 begrenzt wird. Insbesondere anhand von 4 ist leicht vorstellbar, dass eine Verdrehung der Einstellschraube 30 zu einer Veränderung der Relativlage des Anschlages 29 führt, so dass der Schieber 12 in Richtung des Doppelpfeils 13 damit mehr oder weniger weit linear über den Antrieb 4 verschiebbar ist. Damit ergeben sich jeweils eingestellte Endstellungen, die sich dadurch unterscheiden, dass die Spitzen der Pressstempel 34 mehr oder weniger tief in den Umfang des Kontaktelementes während eines Pressvorgangs eingreifen. Die Presstiefe der Kerben 35 kann damit feinfühlig eingestellt werden.

6 zeigt eine Ansicht der Deckplatte 8 von innen. Es ist insbesondere erkennbar, dass hier eine Vertiefung 40 in die Deckplatte 8 eingearbeitet ist, mit deren Hilfe der Schieber 12 linear in Richtung des Doppelpfeils 13 im Zangenkopf 3 geführt ist.

8 zeigt einen Querschnitt durch einen Lichtwellenleiter 11 mit aufgesetztem Kontaktelement 2 und eingepressten Kerben 35, also nach der Ausführung eines Pressvorgangs mit der Presszange 1. Der Lichtwellenleiter 11 ist dabei aus einem Innenleiter 41 aufgebaut, der als Leiter aus Glasfasermaterial oder aus Kunststoff ausgebildet ist. Der Innenleiter 41 wird von einem Innenmantel 42 umschlossen bzw. geschützt. 8 lässt auch erkennen, dass sich die Verformung des Kontaktelementes 2 durch das Einbringen der Kerben 35 bis in den Bereich des äußeren Umfangs des Innenmantels 42 fortsetzt, jedoch ohne Einfluss auf den äußeren Umfang des Innenleiters 41 bleibt. Genau hierauf kommt es bei der feinfühligen Verpressung bzw. Einpressung der Kerben 35 an.

1 Presszange 2 Kontaktelement 3 Zangenkopf 4 Antrieb 5 Handhebel 6 Handhebel 7 Bolzen 8 Deckplatte 9 Deckplatte 10 Nest 21 Achse 22 Schwenkring 23 Innenraum 24 Zapfen 25 Ausnehmung 26 Block 27 Hohlraum 28 Kraft-Weg-Ausgleich 29 Anschlag 30 Einstellschraube 41 Innenleiter 42 Innenmantel 11 Lichtwellenleiter 12 Schieber 13 Doppelpfeil 14 Zuglasche 15 Zuglasche 16 Gelenkbolzen 17 Gelenkbolzen 18 Gelenkbolzen 19 Gelenkbolzen 20 Zwangsgesperre 31 Vertiefung 32 Formteil 33 starrer Bereich 34 Pressstempel 35 Kerbe 36 elastischer Bereich 37 Feder 38 Nockenfläche 39 Ausbuchtung 40 Vertiefung

Anspruch[de]
  1. Presszange (1) zum Einpressen mehrerer Kerben (35) auf dem Umfang eines Kontaktelementes (2), mit einem Zangenkopf (3) und einem ein Zwangsgesperre (20) aufweisenden Antrieb (4), wobei im Zangenkopf (3) mehrere Pressstempel (34) radial verschiebbar gelagert sind, die jeweils von der Kraft einer Feder (37) radial nach außen beaufschlagt und von einem im Zangenkopf (3) verdrehbar gelagerten und über den Antrieb (4) bewegten Schwenkring (22) über je eine Nockenfläche (38) gemeinsam radial nach innen verschiebbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein stufenlos einstellbarer Anschlag (29) zur veränderbaren Einstellung der Begrenzung des radial nach innen gerichteten Weges der Pressstempel (34) und damit zur Festlegung unterschiedlicher Einpresstiefen vorgesehen ist, dass das Zwangsgesperre (20) einen einzigen festgelegten Auslösepunkt aufweist, und dass zwischen den Elementen des Antriebs (4) ein Kraft-Weg-Ausgleich (28) vorgesehen ist.
  2. Presszange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der einstellbare Anschlag (29) als Einstellschraube (30) ausgebildet ist, die im Zangenkopf (3) angeordnet ist.
  3. Presszange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der einstellbare Anschlag (29) den Verdrehwinkel des Schwenkrings (22) begrenzt.
  4. Presszange nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Zangenkopf (3) ein linear geführter Schieber (12) vorgesehen ist, der ein Element des Antriebes (4) bildet, und dass der einstellbare Anschlag (29) den linearen Weg des Schiebers (12) begrenzt.
  5. Presszange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressstempel (34) und die Federn (37) zu einem einstückigen ringförmigen Formteil (32) aus elastischem Werkstoff, insbesondere Metall, zusammengefasst sind.
  6. Presszange nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das einstückige ringförmige Formteil (32) breit ausgebildete starre Bereiche (33), die die Pressstempel (34) bilden, und dünn ausgebildete elastische Bereiche (36), die die Federn (37) bilden, aufweist.
  7. Presszange nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dünn ausgebildeten elastische Bereiche (36), die die Federn (37) bilden, U-förmige Gestalt aufweisen.
  8. Presszange nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Presszange (1) im Zangenkopf (3) zwei Deckplatten (8, 9) aufweist, die auf ihren Innenseiten Vertiefungen (31, 40) zur drehbaren Lagerung des Schwenkrings (22) und zur radialen Führung der Pressstempel (34) und zur Unterbringung der Federn (37) haben.
  9. Presszange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kraft-Weg-Ausgleich (28) ein im Zangenkopf (3) angeordneter Block (26) aus Elastomer vorgesehen ist.
  10. Presszange nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der im Zangenkopf (3) angeordnete Block (26) aus Elastomer zwischen zwei Teilen des Schiebers (12) in einem von den Deckplatten (8, 9) begrenzten Innenraum (23) des Zangenkopfes (3) angeordnet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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