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Dokumentenidentifikation DE102004005510A1 30.09.2004
Titel Türmodul und Verfahren zum Zusammenbauen einer Tür
Anmelder ArvinMeritor Light Vehicle Systems, Sully-sur-Loire, FR
Erfinder Rhodes, Chris, Orleans, FR;
Chonavel, Sylvain, Thury Harcourt, FR
Vertreter Prinz und Partner GbR, 81241 München
DE-Anmeldedatum 04.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004005510
Offenlegungstag 30.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.09.2004
IPC-Hauptklasse B60J 5/04
Zusammenfassung Ein Fahrzeugtürmodul (10) umfaßt eine eine Ebene (P) definierende Türverkleidung (12) und eine an der Türverkleidung (12) trennbar befestigte Fensterheberschiene (14), wobei die Schiene (14) einen Punkt (141) zum Befestigen an einer Tür aufweist, und die zur Schiene senkrechte Projektion des Befestigungspunkts auf die Ebene außerhalb der Türverkleidung liegt. Es ist ein Verfahren zum Zusammenbauen einer Tür mit einem derartigen Modul bereitgestellt. Die Anordnung hat den Vorteil, das Anbringen des Fensterhebers an einer Tür zu vereinfachen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Türmodul und ein Verfahren zum Zusammenbauen einer Tür.

Die Druckschrift EP-A-1 043 182 offenbart ein Türmodul mit einer Türverkleidung bzw. Innenverkleidung, an der Elemente wie ein Fensterheber angebracht sind. Der Fensterheber ist so angebracht, daß zwischen dem Fensterheber und der Türverkleidung eine Gleitbewegung möglich ist. Die Türverkleidung umfaßt außerdem einen Scharnierabschnitt. Wenn das Modul an einer Tür an Ort und Stelle ist, erleichtert der Scharnierabschnitt den Zugang, der zum Zusammenbauen der Elemente oder für Befestigungsvorgänge gebraucht wird.

Der Nachteil dieses Moduls besteht darin, daß durch den Scharnierabschnitt die Fertigung der Türverkleidung komplizierter wird. Außerdem ermöglicht es der Gelenkabschnitt nicht, die Sichtbarkeit hinter der Türverkleidung zu verbessern, was das Befestigen des Fensterhebers an der Tür erschwert.

Es besteht daher ein Bedarf an einem Modul, welches das Anbringen des Fensterhebers vereinfacht.

Zu diesem Zweck stellt die Erfindung ein Türmodul mit einer eine Ebene definierenden Türverkleidung, und einer an der Türverkleidung trennbar befestigten Fensterheberschiene bereit, wobei die Schiene einen Befestigungspunkt zu einer Tür aufweist, und eine zur Schiene senkrechte Projektion des Befestigungspunkts auf die Ebene außerhalb der Türverkleidung liegt.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Schiene an der Türverkleidung durch einen Clip befestigt.

Gemäß einer anderen Ausführungsform umfaßt das Modul außerdem einen Fensterheber mit der Schiene als Führungsschiene.

Vorteilhafterweise umfaßt das Modul außerdem eine elektrische Fensterhebersteuerung, wobei die Steuerung an der Türverkleidung befestigt und über eine elektrische Verkabelung an den Fensterheber angeschlossen ist.

Gemäß einer Ausführungsform umfaßt der Fensterheber außerdem eine zweite Führungsschiene, wobei die zweite Schiene einen Befestigungspunkt zu einer Tür aufweist, und die zur Schiene senkrechte Projektion dieses Befestigungspunkts auf die Ebene außerhalb der Türverkleidung liegt.

Gemäß einer anderen Ausführungsform liegt der Befestigungspunkt in einem oberen Bereich der Schiene.

Gemäß einer anderen Ausführungsform hat die Schiene einen Befestigungspunkt in einem Bereich oben und unten an der Schiene.

Gemäß einer Ausführungsform umfaßt das Modul außerdem ein an der Türverkleidung lösbar befestigtes Schloß.

Vorteilhafterweise umfaßt das Modul außerdem einen Griff zur Betätigung des Schlosses, wobei der Griff an der Türverkleidung befestigt ist.

Die Erfindung stellt auch ein Verfahren zum Zusammenbauen einer Tür bereit, mit den Schritten

  • – Vorsehen einer Tür mit einer an einer Ummantelung befestigten Außenhaut,
  • – Vorsehen eines wie oben beschriebenen Moduls,
  • – Einführen der Schiene in die Ummantelung,
  • – Befestigen des Befestigungspunkts an der Ummantelung,
  • – Trennen der Türverkleidung von der Schiene, und
  • – endgültiges Befestigen des Moduls an der Ummantelung.

Gemäß einer Ausführungsform hat die Schiene einen zweiten Befestigungspunkt zur Ummantelung, wobei das Verfahren nach dem Trennschritt außerdem einen Schritt umfaßt, den zweiten Befestigungspunkt zu befestigen.

Gemäß einer Ausführungsform finden der Schritt des Befestigens der Türverkleidung und der Schritt des Befestigens des zweiten Befestigungspunkts gleichzeitig statt.

Gemäß einer anderen Ausführungsform umfaßt das Modul außerdem einen Fensterheber mit der Schiene als Führungsschiene und ein Fensterscheibengleitstück, wobei das Verfahren außerdem einen Schritt umfaßt, eine Fensterscheibe am Gleitstück anzubringen.

Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich beim Lesen der nun folgenden ausführlichen Beschreibung, der lediglich beispielhaft angegebenen Ausführungsformen der Erfindung, und mit Bezug auf die eine Figur, die einen Schnitt durch eine Tür mit dem Modul nach einer Ausführungsform zeigt.

Die Erfindung stellt ein Türmodul mit einer eine Ebene P definierenden Türverkleidung sowie einer an der Türverkleidung trennbar befestigten Fensterheberschiene bereit. Die Schiene hat einen Befestigungspunkt zu einer Tür, und die zur Schiene senkrechte Projektion des Befestigungspunkts auf die Ebene ist so angeordnet, daß sie außerhalb der Türverkleidung liegt. Dadurch, daß die Projektion des Befestigungspunkts außerhalb der Türverkleidung liegt, ist sichergestellt, daß die Verkleidung den Zugang zu diesem Punkt nicht behindert. Durch dieses Modul ist die Anbringung des Fensterhebers an einer Tür vereinfacht.

1 zeigt einen Schnitt einer Tür 9 mit einem Modul 10 nach einer Ausführungsform. Dies ist eine Fahrzeugtür 9. Das Modul 10 umfaßt eine Verkleidungstafel 12. Die Verkleidungstafel, die von beliebiger Form sein kann, hat eine Mittenebene P. Das Modul umfaßt auch eine an der Verkleidung 12 über eine Verbindung 22 befestigte Fensterheberschiene 14. Schiene 14 und Verkleidung 12 sind trennbar befestigt. Die Schiene 14 ist mit einem Punkt 141 zum Befestigen an der Tür 9 versehen. Die zur Schiene 14 senkrechte Projektion 141a des Punkts 141 auf die Ebene P liegt außerhalb der Verkleidung. Zwischen der Projektion des Punkts 141a und der Verkleidung 12 besteht ein Versatz "d", parallel zur Schiene 14. Nach der Figur liegt der Versatz zwischen der Projektion des Punkts 141a und dem oberen Rand der Verkleidung. Der Versatz "d" zwischen der Projektion des Befestigungspunkts 141a und der Verkleidung ermöglicht einen freien Zugang zum Befestigungspunkt 141 von der Seite der Verkleidung her, die nicht die Befestigung an der Schiene umfaßt.

Vorzugsweise liegt die zur Schiene 14 senkrechte Projektion des Befestigungspunkts der Schiene auf die Ebene P außerhalb der durch ihre Außenkontur 15 begrenzten Verkleidung 12.

Die Tür 9 umfaßt eine an einer Ummantelung 16 oder Gerippe befestigte Außenhaut 18. Die Ummantelung kann eine Fensterscheibe 24 aufnehmen, wenn letztere hinuntergefahren ist, und auch Türausrüstungsteile wie den Fensterheber. Der Rahmen der Ummantelung 16 umfaßt insbesondere einen ungefähr horizontalen Verstärkungsstab 20, der ein oberer Teil des Rahmens der Ummantelung 16 ist. Der Verstärkungsstab 20 erstreckt sich quer zur Führungsrichtung der Fensterscheibe. Der Verstärkungsstab bietet Verstärkung insbesondere bei einem Unfall.

Gemäß einer Ausführungsform umfaßt das Modul 10 die Schiene 14 und die Verkleidungstafel 12. Dies erleichtert das Zusammenbauen der Tür. Durch das Modul wird es möglich, die Anzahl an Ersatzteilen zum Zusammenbauen der Tür zu reduzieren. Dies wirkt sich dahingehend aus, daß die Anzahl an Teilereferenzen reduziert ist. Außerdem gestattet das Modul einen praktischeren Transport der Teile, sobald sie einmal sicher befestigt sind. Es sind nicht nur die Teile aneinander sicher befestigt, sondern es können ggf. auch die elektrische Verkabelung, mechanisches Seilwerk (Verbindung innen liegender Griff/Schloß) vor dem Zusammenbauen der Tür ausgeführt werden. Dies erleichtert das Verkabeln. Das Modul kann die Fensterheberschiene haltern, das Schloß, den Fensterheber, die Fensterhebersteuerung und ggf. einen Lautsprecher oder jedes andere Fahrzeugausrüstungsteil.

Die Schiene 14 ist an der Verkleidung 12 trennbar befestigt. Die Befestigung zwischen Schiene 14 und Verkleidung 12 ist starr in dem Sinne, daß die Relativposition von Schiene und Verkleidung während der Handhabung des Moduls ungefähr dieselbe bleibt. Die Schiene ist in Bezug auf die Verkleidung unverrückbar. Die Handhabung eines der Elemente führt zur Lageveränderung des anderen; beispielsweise kann die Positionierung der Schiene 14 in der Ummantelung 16 der Tür durch Verlagerung der Verkleidung 12 erfolgen. So kann die Schiene 14, wenn sie einmal in der Tür positioniert ist, durch Halten der Verkleidung 12 an Ort und Stelle gehalten werden.

Die Schiene 14 kann jedoch von der Verkleidung 12 getrennt werden. Durch "trennbares" Befestigen ist gemeint, daß die Bewegungen von Schiene und Verkleidung unabhängig gemacht werden, beispielsweise durch Zerbrechen der starren Befestigung. Die Befestigung von Schiene 14 und Verkleidung 12 ist vorübergehend, nicht endgültig. Es kann sein, daß die Schiene 14 und die Verkleidung 12 nicht vollständig getrennt werden, beispielsweise wenn ein Kabelbaum die beiden Elemente 12 und 14 verbindet. Nichtsdestotrotz ist es nach dem Trennen möglich, die Relativposition von Schiene 14 und Verkleidung 12 zu verändern. Die Trennung beeinflußt nicht die Struktur aus Schiene 14 und Verkleidung 12.

Die Verkleidung 12 ermöglicht das Zusammenbauen der Tür auf der Seite des Fahrgastraums. Die Verkleidung 12 definiert eine Mittenebene P. Die Verkleidung 12 ist beispielsweise durch ihre Außenkontur 15 an der Tür befestigt.

Die Fensterheberschiene 14 ermöglicht die Führung der Fensterscheibe in der Ummantelung 16 der Tür 9. Die Schiene 14 kann ein an der Fensterscheibe befestigtes Gleitstück translatorisch führen, oder kann durch Kanäle die Fensterscheibe direkt führen. Um die Führung der Fensterscheibe zu gewährleisten, ist die Schiene 14 vorzugsweise an einem Strukturbauteil der Tür 9 wie am Rahmen der Ummantelung 16 befestigt. Zu ihrer Befestigung an der Tür 9 hat die Schiene 14 einen Befestigungspunkt 141. Der Punkt 141 ist beispielsweise ein Ansatz, durch den die Schiene an der Tür befestigt ist. Er kann auch in einem Loch zur Durchführung einer Befestigungseinrichtung wie einer Schraube bestehen, oder ein beliebiger Bereich der Schiene 14 sein, der ihre Befestigung an der Tür bzw. an der Ummantelung 16 der Tür ermöglicht.

Der Zugang zu den Ausrüstungsteilen in der Ummantelung 16 der Tür ist durch das Vorhandensein der Außenhaut der Tür begrenzt. Es ist daher nur möglich, von der Seite der Tür Zugang zum Inneren der Ummantelung 16 zu haben, wo die Verkleidung 12 befestigt werden soll. Das Modul 10 mit der an der Schiene 14 befestigten Verkleidung 12 gestattet jedoch den Zugang zum Befestigungspunkt 141 der Schiene 14 an der Ummantelung; weil die zur Schiene 14 senkrechte Projektion des Punkts 141 auf die Ebene P außerhalb der Verkleidung 12 liegt, behindert die Verkleidung den Zugang zum Befestigungspunkt nicht. In der Figur liegt der Befestigungspunkt 141 beispielsweise in einem oberen Bereich der Schiene 14, wobei die obere Außenkontur 15 der Verkleidung somit in Bezug auf den Punkt 141a nach unten versetzt ist. Der Befestigungspunkt 141 kann auch in einem unteren Bereich der Schiene 14 liegen, wobei die Außenkontur 17 unten an der Verkleidung 12 somit in Bezug auf die zur Schiene 14 senkrechte Projektion (nicht gezeigt) des Punktes 141 auf die Ebene P nach oben versetzt ist. Vorzugsweise umfaßt die Schiene zwei Befestigungspunkte 141, 142, zum Beispiel einen Punkt an jedem Ende der Schiene. So läßt sich durch einen einfachen Aufbau der Verkleidung 12 leicht Zugang zu den Befestigungspunkten der Schiene 14 herstellen.

In dem Beispiel in der Figur ist die Schiene 14 an der Tür unter dem Verstärkungsstab 20 befestigt. Der Versatz "d" ist so gewählt, daß ein Arbeiter Zugang zum Befestigungspunkt finden kann. Dieser kann zum Befestigen der Schiene 14 ein Werkzeug und optional auch eine Hand durchführen. Außerdem kann bei dem Modul 10 der Arbeiter die Schiene 14 in der Ummantelung 16 an Ort und Stelle halten, während er die an der Schiene 14 befestigte Verkleidung 12 festhält. Sobald die Schiene 14 durch den Befestigungspunkt befestigt ist, kann die Verkleidung 12 von der Schiene 14 getrennt werden, um an der Tür 9 befestigt zu werden.

Vorzugsweise liegt der Befestigungspunkt 141 in einem oberen Bereich der Schiene, wodurch die durch ihren oberen Bereich befestigte Schiene das Modul 10 ohne Verkippen halten kann, was dazu führen könnte, daß das Modul 10 von der Tür 9 herabfällt. So kann der Arbeiter die Verkleidung 12 von der Schiene 14 trennen, ohne sich um das Herabfallen des Moduls 10 sorgen zu müssen.

Die Schiene 14 ist an der Verkleidung 12 beispielsweise durch einen Clip 22 befestigt, der insbesondere aus Kunststoff hergestellt ist. Durch den Clip 22 kann die Schiene 14 starr an der Verkleidung 12 gehalten werden, um die beiden Elemente 12, 14 gleichzeitig zu handhaben. Der Clip kann jedoch zerbrochen werden, um die Schiene 14 von der Verkleidung 12 zu trennen. Diese Trennung findet statt, sobald die Schiene 14 an der Ummantelung befestigt ist. Der Clip 22 kann durch eine scharfe Bewegung der Verkleidung 12 in Bezug auf die an der Tür befestigte Schiene 14 zerbrochen werden. Es kann auch ins Auge gefaßt werden, daß die Schiene 14 und die Verkleidung 12 mittels eines Schlages von einem Schneidwerkzeug getrennt werden.

Das Modul 10 kann außerdem einen Fensterheber umfassen, dessen Schiene 14 die Führungsschiene ist. Somit kann der gesamte Fensterheber vorab am Modul 10 montiert werden. Durch den Fensterheber kann eine Fensterscheibe 24 verschoben werden. Im Beispiel von 1 kann die Fensterscheibe zwischen dem Verstärkungsstab 20 und der Außenhaut 18 gleiten. Der Fensterheber kann beispielsweise ein Seil umfassen und von einem Elektromotor angetrieben sein. Der Motor ist vorzugsweise an der Schiene 14 montiert, wobei die Trennung der Schiene 14 von der Verkleidung 12 den Betrieb des Fensterhebers nicht beeinträchtigt.

Der Befestigungspunkt 141 stellt für den Verfahrweg des Gleitstücks oder der Fensterscheibe kein Hindernis dar. Er kann sich an jeder Seite des Verfahrwegs des Gleitstücks befinden. Der Befestigungspunkt 141 kann sich auch an einer anderen Seite der Schiene als das Gleitstück und die Seilvorrichtung zum wechselweisen Antrieb des Gleitstücks befinden. Der Fensterheber kann zwei Schienen umfassen, wobei auch die zweite Schiene einen Befestigungspunkt zur Tür hat. Die zur Schiene senkrechte Projektion des Punkts auf die Ebene P liegt außerhalb der Verkleidung 12. Vorzugsweise liegen die Befestigungspunkte in demselben Bereich der Schienen, also im selben oberen oder unteren Bereich der Schienen. Der Versatz der Verkleidung 12 in Bezug auf die Schienen ermöglicht das Befestigen der Befestigungspunkte, während Verkleidung und Schienen noch nicht getrennt sind. Die beiden Schienen können an der Verkleidung 12 befestigt sein. Optional ist nur eine Schiene an der Verkleidung befestigt, und die andere Schiene an der vorausgehenden Schiene befestigt.

Das Modul 10 kann außerdem andere Fahrzeugausrüstungsteile wie die elektrische Fensterhebersteuerung, ein Schloß etc. umfassen. Das Schloß kann durch ein Zwischenteil an der Fensterheberschiene oder an der Verkleidung befestigt sein, und der Betätigungsgriff kann an der Verkleidungstafel befestigt sein. Das Modul kann auch eine elektrische Verkabelung bzw. mechanisches Seilwerk zwischen Schloß und Handgriff oder zwischen Fensterheber und Steuerung umfassen.

Es kann auch ins Auge gefaßt werden, daß das Schloß lösbar an der Verkleidung befestigt wird, was ein Trennen der Schiene nur dann ermöglicht, wenn die Tür montiert ist. Dann ist vorzugsweise das Schloß in Bezug auf die Verkleidung in der Längsrichtung des Fahrzeugs versetzt. Dies wirkt sich dahingehend aus, daß die Anzahl an Teilereferenzen verringert ist. Außerdem ermöglicht das Modul einen praktischeren Transport der Teile, wenn sie einmal sicher befestigt sind.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Zusammenbauen der Tür 9. Das Verfahren umfaßt einen Schritt, die Tür 9 bereitzustellen. Die Tür 9 kann eine Ummantelung 16 und eine an der Ummantelung 16 befestigte Außenhaut 18 umfassen. Die Ummantelung 16 kann den Verstärkungsstab 20 umfassen. Die Außenhaut 18 erlaubt einen Zugang zum Inneren der Ummantelung 16 von einer Seite der Ummantelung aus. Das Verfahren umfaßt dann einen Schritt, das wie oben beschriebene Modul 10 vorzusehen. Das Modul 10 umfaßt die an der Verkleidung 12 befestigte Schiene 14, wobei die Verbindung zwischen den beiden Elementen 12, 14 starr ist. Das Modul 10 kann einen Fensterheber mit der Schiene 14 als Führungsschiene umfassen. Der Fensterheber kann ein Seil aufweisen und ein die Fensterscheibe 24 bewegendes Gleitstück 26 umfassen. Das Modul 10 kann auch ein Schloß (nicht dargestellt) aufweisen.

Das Verfahren umfaßt einen Schritt, die Schiene 14 in die Ummantelung 16 einzuführen. Das obere Ende der Schiene 14 kann zwischen dem Verstärkungsstab 20 und der Außenhaut 18 liegen. Da die Verbindung zwischen der Schiene 14 und der Verkleidung 12 starr ist, kann die Schiene 14 in die Ummantelung 16 durch Handhabung der Verkleidung 12 eingeführt werden. Da der Bauraum in der Ummantelung bzw. der Zugang zur Ummantelung begrenzt ist, ist die Handhabung der außerhalb der Ummantelung liegenden Verkleidung 12 praktischer.

Im allgemeinen wird die Schiene unter dem Verstärkungsstab 20 befestigt, aber die Seilvorrichtung zum wechselweisen Antrieb kann hinter oder unterhalb dem Verstärkungsstab 20, gemäß dem Verfahrweg der Fensterscheibe (langer, kurzer Verfahrweg), liegen. Wenn sich die Seilvorrichtung zum wechselweisen Antrieb unter der Verstärkung befindet, läßt sich das Einführen der Schiene horizontal bewerkstelligen; ist hinter der Verstärkung ein Getriebe vorhanden, wird das Modul geneigt, um die Schiene unter dem Modul durchzuführen.

Das Verfahren umfaßt dann einen Schritt, den Befestigungspunkt 141 an der Ummantelung 16 zu befestigen bzw. zu fixieren. Der Befestigungspunkt 141 kann in einem oberen oder unteren Teil der Schiene liegen, wobei die Verkleidung 12 zur Oberseite bzw. zur Unterseite der Tür hin versetzt ist. Während dieses Schritts steht der Befestigungspunkt in Kontakt mit der Ummantelung 16 der Tür 9. Da der Bauraum bzw. der Zugang zur Ummantelung zum Halten der Schiene in der Ummantelung begrenzt ist, sind das Festlegen und Halten des Punkts 141 in der Ummantelung durch die Handhabung der Verkleidung 12 erleichtert.

Der Befestigungsschritt wird dadurch erleichtert, daß die zur Schiene senkrechte Projektion des Punkts 141 auf die Ebene P außerhalb der Verkleidung 12 liegt. So kann der Arbeiter, der sich an der Seite der Verkleidung 12 befindet, die der der Ummantelung 16 zugewandten Seite entgegengesetzt ist, diesen Schritt ausführen, ohne blind zu arbeiten und ohne daß er durch den beengten Bauraum in Schwierigkeiten kommt. Im bevorzugten, aber nicht einschränkenden Fall, daß sich der Befestigungspunkt 141 im oberen Bereich der Schiene befindet, liegt die Verkleidung dann tiefer und gibt den Zugang zum Befestigungspunkt frei. Der Versatz "d" wird abhängig vom verwendeten Werkzeug gewählt, und um das Einführen des Werkzeugs in die Ummantelung senkrecht zur Schiene zu ermöglichen. Der Versatz zwischen dem Befestigungspunkt 141 und der oberen Außenkontur der Verkleidung 12 schafft einen "Kegel" mit dem Punkt 141 als seine Spitze und dem Versatz "d" als seinen Radius, was Freiheit des Zugangs zum Punkt 141 gibt. Der Befestigungsschritt erfolgt durch Verschrauben oder Vernieten des Befestigungspunkts 141 an der Ummantelung. Durch diesen Schritt kann das Modul 10 an der Tür 9 sicher befestigt werden.

Das Verfahren umfaßt dann einen Schritt des Trennens der Türverkleidung 12 von der Schiene 14. Dieser Schritt kann unter Verwendung eines Werkzeugs ausgeführt werden. Vorzugsweise kann dieser Schritt ausgeführt werden durch eine scharfe Bewegung der Verkleidung 12 in Bezug auf die Schiene 14. Bei letztgenannter An und Weise erfolgt der Trennschritt schneller und bedingt nicht die Verwendung eines zusätzlichen Werkzeugs. Außerdem ermöglicht die Trennung durch eine scharfe Bewegung der Verkleidung ein schnelleres Arbeiten, ohne hinter die Verkleidung 12 sehen zu müssen, um die Verbindung 22 zu erreichen. Nach diesem Schritt ist die Verkleidung 12 unabhängig von der Schiene 14 beweglich, aber die beiden Elemente 12, 14 können optional miteinander durch eine elektrische Verkabelung oder ein mechanisches Seilwerk verbunden sein.

Das Verfahren umfaßt schließlich einen abschließenden Schritt des Befestigens des Moduls 10 an der Ummantelung. Die Schiene 14 kann einen zweiten Punkt 142 zur Befestigung an der Ummantelung 16 aufweisen, dieser Schritt umfaßt das Befestigen des zweiten Punkts 142 und das Befestigen der Verkleidung 12 an der Tür 9, zum Beispiel an der Ummantelung 16. Mit von der Schiene 14 getrennter Verkleidung 12 kann letztere verschoben werden, um den zweiten Befestigungspunkt 142 freizulegen und diesen Punkt an der Ummantelung zu befestigen. Dann kann die Verkleidung 12 in Bezug auf die Tür 9 verschoben werden, um sie in ihrer endgültigen Position anzuordnen. Die Verkleidung 12 kann durch Kleben oder Verschrauben befestigt werden.

Die Verkleidung 12 und der zweite Punkt 142 werden vorzugsweise gleichzeitig an der Tür 9 bzw. an der Ummantelung 16 befestigt. Sie können gleichzeitig durch eine Schraube, durch Clips oder ein Niet befestigt werden. Dies ermöglicht einen Zeitgewinn bei der endgültigen Befestigung des Moduls 10.

Zwischen dem Schritt des Befestigens des Befestigungspunkts und dem Trennschritt kann das Verfahren auch einen Schritt der Anbringung einer Fensterscheibe umfassen. Der Fensterheber kann ein Gleitstück haben, an dem die Fensterscheibe befestigt wird. Die Fensterscheibe kann zwischen dem Verstärkungsstab 20 und der Außenhaut 18 eingeführt werden. Wenn die Verkleidung 12 durch die Schiene 14 gehalten wird, kann der Arbeiter Zugang zur Ummantelung und zum Gleitstück finden, um die Fensterscheibe zu befestigen. Der Versatz "d" kann dann auch dazu vorgesehen sein, einen Zugang zum Gleitstück freizulassen.

Zwischen dem Schritt des Befestigens des Befestigungspunkts und dem Trennschritt kann das Verfahren auch einen Schritt des Befestigens des Schlosses umfassen.

Natürlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf die beispielhaft beschriebenen Ausführungsformen beschränkt. So ist es möglich, daß sich während des Trennschritts die starre Verbindung 22 nur verformt, ohne daß die Verkleidung von der Schiene getrennt wird. Es genügt, daß die Verkleidung genügend Freiheit hat, um in die endgültige Position gebracht werden zu können. Außerdem ist die Anbringung des Moduls nicht auf die Montage in einer Tür beschränkt, es kann vielmehr auch in einer Tafel der hinteren Tür auf Höhe der Fondpassagiere des Fahrzeugs angebracht werden.


Anspruch[de]
  1. Türmodul (10) mit

    – einer eine Ebene (P) definierenden Türverkleidung (12), und

    – einer an der Türverkleidung (12) durch Zerbrechen der Befestigung trennbar befestigten Fensterheberschiene (14), wobei die Schiene (14) einen Punkt (141) zum Befestigen an einer Tür aufweist und eine zur Schiene senkrechte Projektion des Befestigungspunkts auf die Ebene außerhalb der Türverkleidung (12) liegt.
  2. Modul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (14) an der Türverkleidung (12) durch einen Clip befestigt ist.
  3. Modul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul außerdem einen Fensterheber mit der Schiene (14) als Führungsschiene umfaßt.
  4. Modul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul (10) außerdem eine elektrische Fensterhebersteuerung umfaßt, wobei die Steuerung an der Türverkleidung (12) befestigt und über eine elektrische Verkabelung an den Fensterheber angeschlossen ist.
  5. Modul nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fensterheber außerdem eine zweite Führungsschiene umfaßt, wobei die zweite Schiene einen Befestigungspunkt zu einer Tür aufweist, und die zur Schiene senkrechte Projektion dieses Befestigungspunkts auf die Ebene (P) außerhalb der Türverkleidung (12) liegt.
  6. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungspunkt in einem oberen Bereich der Schiene (14) liegt.
  7. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (14) einen Befestigungspunkt in einem Bereich oben und unten an der Schiene hat.
  8. Modul nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem ein an der Türverkleidung (12) lösbar befestigtes Schloß aufweist.
  9. Modul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem einen Griff zur Betätigung des Schlosses aufweist, wobei der Griff an der Türverkleidung befestigt ist.
  10. Verfahren zum Zusammenbauen einer Tür, mit den Schritten

    – Vorsehen einer Tür (9) mit einer an einer Ummantelung (16) befestigten Außenhaut (18),

    – Vorsehen eines Moduls (10) mit

    – einer eine Ebene (P) definierenden Türverkleidung (12), und

    – einer an der Türverkleidung (12) trennbar befestigten Fensterheberschiene (14), wobei die Schiene (14) einen Punkt (141) zum Befestigen an einer Tür aufweist und eine zur Schiene senkrechte Projektion des Befestigungspunkts (141) auf die Ebene (P) außerhalb der Türverkleidung (12) liegt,

    – Einführen der Schiene (14) in die Ummantelung (16),

    – Befestigen des Befestigungspunkts (141) an der Ummantelung (16),

    – Trennen der Türverkleidung (12) von der Schiene (14), und

    – endgültiges Befestigen des Moduls (10) an der Ummantelung (16).
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiene (14) einen zweiten Punkt (142) zum Befestigen an der Ummantelung (16) hat, wobei das Verfahren nach dem Trennschritt außerdem einen Schritt umfaßt, den zweiten Befestigungspunkt (142) an der Ummantelung (16) zu befestigen.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt des Befestigens der Türverkleidung (12) und der Schritt des Befestigens des zweiten Befestigungspunkts (142) gleichzeitig stattfinden.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Modul außerdem einen Fensterheber mit der Schiene (14) als Führungsschiene und ein Fensterscheibengleitstück (26) umfaßt, wobei das Verfahren außerdem einen Schritt umfaßt, eine Fensterscheibe (24) am Gleitstück (26) anzubringen.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Trennschritt durch Zerbrechen der Befestigung zwischen der Schiene und der Türverkleidung erfolgt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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