Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur optimierten
elektrohydraulischen Druckimpulserzeugung.
Stand der Technik
Mit elektrohydraulischen Stoßwellensystemen werden Druckimpulse erzeugt,
indem über einen RLC-Entladekreis eine Spannung zwischen zwei in Flüssigkeit befindlichen
Elektroden angelegt wird, sich bei der Entladung zwischen den Elektroden ein Plasma
bildet und von diesem eine Druckwelle ablöst.
Die Eigenschaften der Druckwelle hängen entscheidend vom Entladestrom
und von der Ladespannung ab. Diese wiederum ergeben sich aus den Parametern des
RLC-Kreises, der angelegten Spannung und der Geometrie der Elektrodenanordnung.
In DE 40 20 770 ist die Charakteristik
der Entladekurven von Strom und Spannung veranschaulicht. In herkömmlichen Systemen
handelt es sich um eine gedämpfte Schwingung.
Das Durchschlagen der Entladespannung zwischen den Spitzen der Elektroden,
welche sich meist in wässriger Lösung befinden, ist ein statistischer Effekt, da
lokale physikalische Zustände des elektrischen Feldes sowie die Inhomogenitäten
des zwischen den Spitzen befindlichen Mediums die Ausbildung des Lichtbogens und
des Plasmas einer starken Variation unterwerfen. Die Reproduzierbarkeit der Entladung
wird weiter erschwert durch die Tatsache, dass sich die Elektrodenspitzen nach mehrfachen
Entladungen abnutzen, was neben der Veränderung ihrer Oberflächenrauhigkeit zu einer
Vergrößerung des Elektrodenabstandes durch Materialverlust aus den Spitzen führt.
Dadurch erhöht sich im Laufe der Benutzungszeit die Mindestspannung, die notwendig
ist, um überhaupt einen Durchschlag zu erreichen.
Aus DE 40 20 770 ist bekannt,
dass der Problematik begegnet werden kann, indem als Flüssigkeit, in der sich die
Elektroden befinden, ein stark leitender Elektrolyt verwendet wird. Die Entladung
wird dann zu einer vom kritisch gedämpften Typ, in der die Latenzzeit, d.h. die
Zeit bis zum Durchschlag, praktisch völlig unterdrückt wird, da die elektrische
Energie direkt in die Bildung einer Dampfblase und damit eine Druckwelle umgesetzt
wird und gar nicht erst ein Plasma entsteht.
Diese Vorrichtung erfordert jedoch eine sehr sorgfältige Kontrolle
des Elektrodenabstands, da das System sehr empfindlich darauf reagiert.
Eine andere Vorgehensweise ist in EP
0911 804 dargestellt. Hier ist eine Vorrichtung beschrieben, mit der sich
die direkt geregelte Größe, d.h. die Spannung und deren Verlauf gemessen wird und
aufgrund einer Abweichung von einem Spannungssollwert der Abstand der Elektroden
variiert wird. Der Sollwert ist so bestimmt, dass bei seinem Vorliegen die optimale
Umsetzung von elektrischer in Druckenergie stattfindet. Die Distanzzunahme der Elektrodenspitzen
kann also korrigiert werden und es erhöht sich die Lebensdauer der Elektrode, bevor
sie ausgewechselt werden muss. Die einzelnen Stoßwellen sind einander ähnlicher,
weil sie zumindest bei gleicher Elektrodengeometrie erzeugt werden. Je nachdem,
ob mit einem konstantem oder veränderbaren Referenzwert gearbeitet wird, kann der
Elektrodenabstand vergrößert oder verkleinert werden.
Eine Spannungsmessung an einem Hochspannungs-Entladekreis ist jedoch
schwierig durchzuführen. Die Fehleranfälligkeit durch die Einstreuung von Störungen
ist sehr hoch.
Aufgabe der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung und ein
Verfahren zur optimierten elektrohydraulischen Druckimpulserzeugung vorzustellen,
durch die charakteristische Kenngrößen aufgenommen werden, die störungsanfällig
messbar und mit Sollwerten vergleichbar sind. Eine Spannungsmessung allein ermöglicht
außerdem keine Aussage über die Energieumwandlung zwischen den Elektrodenspitzen.
Lösung der Aufgabe
Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung, bei der ein elektrohydraulische
Stoßwellensystem mit einer Mess- und Kontrolleinrichtung versehen ist, die den Entladestrom
zwischen den Elektrodenspitzen misst, sowie einem Verfahren, das unter Verwendung
der Vorrichtung Einfluss auf die Systemparameter nimmt.
Vorteile der Erfindung
Der Entladestrom weist gegenüber der Entladespannung eine gewisse
Phasenverschiebung auf. Er erreicht sein Maximum erst, wenn die Entladespannung
drastisch abgenommen hat. Die Latenzzeit ist die Zeit der Stromkurve, innerhalb
derer trotz angelegter Spannung praktisch kein Strom fließt. In dieser Zeit verringert
sich die eingebrachte Energie durch den ohmschen Widerstand des wässrigen Mediums,
außerdem bilden sich erste Vorentladungskanäle zwischen den Spitzen der Elektroden.
Doch erst, wenn ein Plasma-Kanal entsteht, findet der elektrische Durchbruch statt
und es kann sich um den Funkenkanal eine Druckwelle ausbilden. Der Entladevorgang
hat die Form einer gedämpften Schwingung, wobei die Parameter von Widerständen,
Kapazitäten und Induktivitäten, sowie die Geometrie der Elektroden die Dämpfung
bestimmen. Das System schwingt solange, bis die elektrische Energie, die im Entladekondensator
gespeichert ist, vollständig in den Druckpuls, in Licht, in Anregungszustände, in
Wärme u.a. umgesetzt ist. Der Druckimpuls wird jedoch nur während
der ersten Entladung, also bis zum zweiten Nulldurchgang der Stromkurve, generiert.
Das System ist deshalb so auszulegen, dass möglichst weitere Schwingungen vermieden
werden, also im aperiodischen Grenzfall oder zumindest in dessen Nähe gearbeitet
wird.
Als Messmittel können Standardvorrichtungen zur Strommessung benutzt
werden, wie eine Rogowski Coil, ein Shunt oder andere aus dem Stand der Technik
bekannten Messmittel.
Mit den Ergebnissen der Strommessung kann jederzeit kontrolliert werden,
ob die Erzeugung der Druckimpulsen noch im gewählten Schwingungsbereich stattfindet
und wenn dies nicht der Fall ist, besteht die Möglichkeit, Einfluss auf die einstellbaren
Parameter zu nehmen.
In einer vorteilhaften Weiterführung wird nun neben dem Strom mittels
der Mess- und Kontrolleinheit die Entladespannung gemessen. Das Vorliegen beider
Messkurven verringert die Fehleranfälligkeit gegenüber äußeren Störeinflüssen und
erlaubt die Berechnung weiterer Auswertekenngrößen wie die eingebrachte Energie
zu einem bestimmten Zeitpunkt.
In einer vorteilhaften Weiterbildung erfasst die Mess- und Kontrolleinheit
direkt die Entladeleistung, vorzugsweise durch eine kombinierte Strom- und Spannungsmessung.
Im optimalen Arbeitsbereich wird Leistung nur während der ersten elektromagnetischen
Schwingung umgesetzt.
Die Vorrichtung wird vorteilhaft weitergebildet, indem die Mess- und
Kontrolleinheit mindestens einen Mess- oder Kontrollwert mit mindestens einem Sollwert
vergleicht. Der Sollwert oder die Sollwerte, beispielsweise die Latenzzeit, ein
maximaler Stromwert, ein bestimmter Leistungswert zu einer bestimmten Zeit oder
ein bestimmter Stromverlauf sind durch eine anfängliche optimale Systemeinstellung
oder durch eine willkürliche Vorwahl, die sich an theoretischen Berechnungen oder
vorherigen Messungen orientiert, festgelegt. Die Mess- und Kontrolleinheit gibt
die Abweichung bzw. den Grad der Abeichung der Messwerte von dem oder den Sollwerten
an.
Die Sollwerte können jedoch auch relative Größen sei. Beispielsweise
ist sind die Parameter des RLC Kreises und der Elektrodenabstand anfänglich so gewählt,
dass eine aperiodische Entladung stattfindet. Dann soll möglichst bei allen weiteren
Entladungen gewährleistet sein, dass das zweite Strommaximum einen Absolutwert hat,
der geringer als ein Viertel des ersten Strommaximums ist. In diesem Fall ist der
Sollwert eine aus einem ersten Messwert ermittelte Größe. Der Sollwert muss dann
nicht bei jedem gewollten Parameterwechsel, z.B. bei der Wahl einer anderen Entladespannung,
neu festgelegt werden.
Als weitere Möglichkeit kann der Vergleich mit einer Kombination von
Sollwerten vorgenommen werden. Zunächst wird geprüft, ob die erste Stromamplitude
überhaupt ausreicht, um einen Funken zu erzeugen, und in einem zweiten Abgleich,
ob das zweite Maximum klein genug ist, dass die Entladung nahe des aperiodischen
Grenzfalls stattfindet.
Da der Entladevorgang ein statistischer Prozess ist, kann es sinnvoll
sein, die Messwerte über mehrere Entladungen zu mitteln und diesen Mittelwert mit
dem oder den Sollwerten zu vergleichen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführung der Vorrichtung ist der
Elektrodenabstand variabel. Ist die Abweichung zu den Sollwerten zu groß, oder entsprechen
die gemessenen Werten nicht mehr einem gewünschten Profil, so kann der Abstand zwischen
den Elektroden verändert und damit wieder ein andere Entladebereich erzielt werden.
Dazu können entweder beide Elektroden ihre Position verändern, oder eine Elektrode
gegenüber der anderen verschoben werden. Bei einer durch Reflexion fokussierten
Stoßwelle sollte der Spalt zwischen den Elektroden jedoch möglichst im Brennpunkt
verbleiben. Die Elektroden werden durch Stellglieder verschoben. Dieses werden mittels
eines Motors mit Getriebe, eines Schrittmotors, eines piezokeramischen Antriebes,
eines induktiven Magnetens, einer Hydrauliken, Pneumatik oder eines anderen bekannten
Antriebes betrieben.
In einer bevorzugte Ausführungsform der Erfindung korrigiert die Mess-
und Kontrolleinheit bei Abweichung von mindestens einem Mess- oder Kontrollwert
von mindestens einem Sollwert oder bei Abweichung von Mess- und Kontrollwertkurven
von Sollwertkurven den Elektrodenabstand und nimmt damit selbsttätig Einfluss auf
die Entladecharakteristik.
Dem Abnutzungseffekt der Elektroden kann zum Beispiel entgegengewirkt
werden, indem z.B. eine Elektrode in ihrer Position durch einen Motor veränderlich
und der Abstand zwischen den Elektroden sollte möglichst konstant gehalten wird.
Dies wird mit der erfinderischen Vorrichtung ohne direkte Abstandsmessung ermöglicht,
nämlich durch eine Kontrolle der Entladecharakteristik.
Die Einstellbarkeit des Elektrodenabstands erfordert aufwändige technische
Mittel, nämlich den gesamten Stellmechanismus zur Bewegung mindestens einer Elektrode.
Bestehen die Elektroden nicht aus einem beliebig nachführbaren Draht, so ist die
Lebensdauer der Elektroden ohnehin beschränkt und ein Austausch der Elektroden unerlässlich.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erlaubt
daher, dass die Mess- und Kontrolleinheit bei Abweichung von mindestens einem Mess-
oder Kontrollwert von mindestens einem Sollwert oder bei Abweichung von Mess- und
Kontrollwertkurven von Sollwertkurven die Ladespannung korrigiert. Bei abnutzungsbedingtem,
größer werdendem Elektrodenabstand muss eine immer höhere Ladespannung angelegt
werden, um eine in etwa gleichbleibende Entladecharakteristik zu garantieren.
Die Vorrichtung kann nicht nur dazu benutzt werden, um die gleichbeleibende
Qualität einer einmal gewählten Systemeinstellung zu gewährleisten, sondern auch,
um ein Stoßwellenerzeugungssystem anzufahren. Dazu werden die Sollwerte willkürlich
vom Betreiber festgelegt, und die Stellgrößen durch die Mess- und Kontrolleinheit
solange variiert, bis sich das System im gewünschten Arbeitsbereich befindet.
Bevorzugt werden die aufgeführten erfinderischen Vorrichtungen bei
der extrakorporalen Zertrümmerung von Konkrementen in Menschen oder Säugetieren
oder zur extrakorporalen Behandlung von allen anderen Geweben in diesen verwendet.
Gerade wenn ein elektrohydraulisches Stoßwellengerät mit einem Elektrodensatz nacheinander
an unterschiedlichen Behandlungsgebieten eingesetzt werden soll, müssen die erzeugten
Druckwellen einstellbar sein. Diese Einstellung kann nur über die Entladecharakteristik
vorgenommen werden. Bei einer Behandlung an einem Behandlungsort soll diese möglichst
konstant bleiben, was durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gewährleistet
werden kann.
Ein Verfahren zur Generierung optimierte Druckpulse an elektrohydraulischen
Stoßwellensystemen ist durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:
- a) Einstellung des RLC Kreises und des Elektrodenabstandes an einen elektrohydraulischen
Stoßwellensystem auf gewählte Anfangsparameter,
- b) Entladevorgang auslösen,
- c) Erfassung des Entladestroms und mindestens eines Messwerts durch einen Mess-
und Kontrolleinrichtung,
- d) Vergleich mit mindestens einem Sollwert,
- e) Korrektur eines Systemparameters, z.B. der angelegten Ladespannung oder des
Elektrodenabstandes, um einen von der Abweichung zum Sollwert abhängigen Korrekturschritt,
- f) weiter mit b)
Das Verfahren ist deshalb besonders vorteilhaft, da sich die Systemgrößen
bei jeder Stoßwellenerzeugung nur minimal ändern, nach jeder Entladung eine Korrektur
vorgenommen werden kann und insgesamt bei jeder Behandlung so viele Entladungen
vorgenommen werden, dass sich das System durch sukzessives Durchlaufen des Verfahrens
stabilisieren kann. Es ist also nicht nötig „Testentladungen" durchzuführen,
die nur zum Einstellen des Systems dienen, sondern die Optimierung kann während
des Betriebs vorgenommen werden.
In einem alternativen Verfahren werden die Messwerte über mehrere
Entladungen aufgesammelt und gemittelt, bevor sie mit einem oder mehreren Sollwerten
verglichen werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
sowie den Ansprüchen hervor.
Zeichnungen
Es zeigen:
1a eine vereinfachte Darstellung des
Spannungsverlaufs zwischen den Elektroden bei einer gedämpften Schwingung;
1b eine vereinfachte Darstellung des
Stromverlaufs zwischen den Elektroden bei einer gedämpften Schwingung;
2a eine vereinfachte Darstellung des
Stromverlaufs in der Nähe des aperiodischen Grenzfalls;
2a eine vereinfachte Darstellung des
Stromverlaufs im aperiodischen Grenzfall;
3a ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
1a zeigt eine vereinfachte Darstellung
des Spannungsverlaufs zwischen den Elektroden bei einer gedämpften Schwingung. Nach
einer ersten Zeit t1 liegt die maximale Spannung zwischen den Elektroden an. Bis
zu einer Zeit t2, der Zündverzugs- oder Latenzzeit ist der Weg zwischen den Elektroden
bereits leicht leitend, da bereits Elektrolyse einsetzt und sich der ohmsche Widerstand
durch eingebrachte Energie verringert. Weitere Prozesse, wie die Bildung erster
Vorentladungskanäle, finden statt. Nach der Zeit t2 setzt der Elektrische Durchbruch
ein, es bildet sich der Plasmakanal und um den Funkenkanal entsteht eine Druckwelle.
Die Spannung bricht sehr schnell zusammen und der Entladekondensator entlädt sich
in einer gedämpften Schwingung, deren Dämpfungsparameter durch den Elektrodenabstand,
das Medium zwischen den Elektroden und dem RLC Kreis bestimmt ist.
In 1b ist der zugehörige Stromverlauf
gezeigt. Während der Latenzzeit ist der Entladestrom zwischen den Elektroden noch
sehr klein. Sobald der elektrische Durchschlag bei der Zeit t2 einsetzt, beginnt
der eigentliche Stromfluss zwischen den Elektroden. Die Schwingungsumkehr findet
solange statt, bis die elektrische Energie, die im Entladekondensator gespeichert
war, vollständig in andere Energieformen umgesetzt ist.
Der Druckpuls wird jedoch nur während der Zeit der ersten Entladung
vor dem zweiten Nulldurchgang des Stromes bei der Zeit t3 gebildet. Eine System
zur Druckimpulserzeugung ist daher so zu bereiben, dass der wesentliche Teil der
angelegten Energie bis zu diesem Zeitpunkt umgesetzt wird.
2a zeigt eine vereinfachte Darstellung
des Stromverlaufs in der Nähe des aperiodischen Grenzfalls. Um überhaupt einen Durchschlag
zu erreichen, sollte das erste Strommaximum 1 einen Mindestwert erreichen,
der als Sollwert festgelegt werden kann. Eine gute Energieausnutzung
kann dann erreicht werden, wenn der Absolutwert des zweiten Maximums 2
kleiner als 25% des ersten Maximalwert 1 ist.
Die optimalen Bedingungen liegen im aperiodischen Grenzfall vor.
2b zeigt eine vereinfachte Darstellung des Stromverlaufs
in diesem Fall. Die Amplitude des rückfließenden Stroms ist dann praktisch null.
3a zeigt ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Der Druckpuls wird an einer Elektrode 3 erzeugt, die zwei
Spitzen 4, 5 aufweist, zwischen denen ein Abstand 6 vorliegt.
Die Elektrode ist aus einem Außenleiter 7 und einem durch
einen Isolator 8 abgetrennten Innenleiter 9 aufgebaut. Die Elektrodenspitze
4 ist mit dem Außenleiter 7 über einen Elektrodenkorb aus Metalldraht
10 verbunden. Der Innenleiter 9 kann mit einem Motor
11 über ein Getriebe 12 verstellt werden. Erhalten Motor
11 und Getriebe 12 über eine Kontrolleinheit einer Mess- und Kontrolleinrichtung
13b ein Stellsignal von einem Kontroller 14, wird der Innenleiter
9 in Rotation versetzt und bewegt sich in einem in der Zeichnung nicht
dargestellten in dem Isolator 8 ausgeführten Gewinde je nach Drehrichtung
des Motors auf die Elektrodenspitze 4 zu oder von dieser weg. Ein Sensor
15 erfasst dabei die absolute oder relative Position des Innenleiters
9.
Eine Messeinheit der Mess- und Kontrolleinrichtung 13a misst
den Strom zwischen den Kontaktstellen am Innenleiter 16 und am Außenleiter
17, und damit zwischen den Elektrodenspitzen 4, 5.
Die Druckwellengenerierung wird durch die Aufschaltung der Spannung
des Entladekreises 18 über die Kontakte 16 zum Innenleiter und
17 zum Außenleiter erreicht. Der Entladekreis 18 wird von einem
Hochspannungserzeuger 19 gespeist. Die Energie wird im Entladekreis
18 gespeichert, bis durch das Schalten eines in der Zeichnung nicht gezeigten
Hochspannungsschalters, z.B. eines Spark Gaps oder eines Thyratrons, die Spannung
an die Kontakte 16, 17 gelegt wird.
Nach jeder Entladung wird der Entladekreis 18 von dem Hochspannungserzeuger
19 wieder auf die gewählte Spannung geladen. Aus Sicherheitsgründen liegt
der Auenleiter der Elektrode 7 häufig auf Massepotential.
In einer ersten Benutzungsvariante vergleicht die Kontrolleinheit
der Mess- und Kontrolleinrichtung 13b die gemessene Stromwerte, bzw. die
Spannungswert mit einem oder mehreren Sollwerte und gibt dann ein Signal zum Verstellen
des Elektrodenabstands 6. In einer zweiten Betriebsvariante bleibt der
Abstand 6 fest. Die Kontrolleinheit der Mess- und Kontrolleinrichtung
13b gibt eine Signal an den Hochspannungsgenerator 19 zur Wahl
der angelegten Spannung.
Die Messeinheit 13a und die Kontrolleinheit 13b
der Mess- und Kontrolleinrichtung können, wie in diesem Blockschaltbild angedeutet,
getrennt ausgeführt sein, oder in einem Bauteil angeordnet werden.
1
- erstes Strommaximum
2
- zweites Strommaximum
3
- Elektrode
4
- Elektrodenspitze
5
- Elektrodenspitze
6
- Abstand
7
- Außenleiter
8
- Isolator
9
- Innenleiter
10
- Elektrodenkorb aus Metalldraht
11
- Motor
12
- Getriebe
13a
- Messeinheit der Mess- und Kontrolleinrichtung
13b
- Kontrolleinheit der Mess- und Kontrolleinrichtung
14
- Kontroller
15
- Sensor
16
- Kontraktstelle am Innenleiter
17
- Kontaktstelle am Außenleiter
18
- Entladekreis
19
- Hochspannungsgenerator