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Dokumentenidentifikation DE10332253A1 30.09.2004
Titel Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn
Anmelder Hirschfeld, Inc., San Angelo, Tex., US
Erfinder Frank, Karl H., Austin, Tex., US;
Lannom, Billy C., Chico, Tex., US;
Hirschfeld, David L., San Angelo, Tex., US;
Hirschfeld, Wendall W., Austin, Tex., US
Vertreter Luderschmidt, Schüler & Partner, 65189 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 16.07.2003
DE-Aktenzeichen 10332253
Offenlegungstag 30.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.09.2004
IPC-Hauptklasse E01B 25/30
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn, bei dem zunächst ein Tragelement (42) an einem ersten Herstellungsort (64) hergestellt wird. Unabhängig davon wird an einem zweiten Herstellungsort (66) ein Funktionselement (20) hergestellt, wobei das Funktionselement (20) funktionselementsseitige Mittel aufweist, die in Verbindung mit magnetschwebebahnseitigen Mitteln ein Schweben, Antreiben und Abbremsen der Magnetschwebebahn ermöglichen. Danach werden Tragelement (42) und Funktionselement (20) separat zu dem Errichtungsort (68) des Fahrweges transportiert, um vor Ort miteinander verbunden zu werden. Das erfindungsgemäße Verfahren gewährleistet eine einfache Handhabung der Bestandteile des Fahrweges bei dessen Herstellung, Transport und Installation und somit geringe Errichtungskosten.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn.

Einem Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn geht naturgemäß zunächst die Wahl einer Strecke voraus, entlang derer sich der Fahrweg für die Magnetschwebebahn erstrecken soll. Im Anschluß daran wird der Fahrweg entlang der Strecke errichtet.

Bekannte Fahrwege setzen sich im wesentlichen aus drei Bestandteilen zusammen. Der erste Bestandteil besteht in mehreren im Boden verankerten Stützelementen, die voneinander beabstandet entlang der Strecke angeordnet sind. Die Stützelemente können in Form von Stützen hoch über den Boden hervorragen oder von geringerer Höhe sein, so daß die weiteren darauf zu befestigenden Bestandteile im wesentlichen ebenerdig verlaufen. Die hohen Stützelemente werden jedoch in der Regel bevorzugt, da diese eine Überbrückung von Straßen und landwirtschaftlich genutzten Flächen ermöglichen, ferner sind die zum Schutz von Passanten zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen geringer. Es sind aber auch Fahrwege bekannt, bei denen sowohl hohe als auch im wesentlichen ebenerdig verlaufende Stützelemente zum Einsatz kommen. Die Stützelemente werden in der Regel von einer Betonkonstruktion gebildet.

Der zweite Bestandteil sind Trägerelemente, die in der Regel aus Stahl oder Beton gefertigt werden, wobei auch Hybrid-Trägerelemente realisiert sind. Bei den Trägerelementen handelt es sich um langgestreckte Elemente, die an der dem Boden abgewandten Seite der Stützelemente befestigt werden: Die Trägerelemente liegen also auf den Stützelementen auf und überbrücken den Zwischenraum zwischen den Stützelementen. Zur Befestigung der Trägerelemente an den Stützelementen werden diese miteinander verschraubt.

Der dritte Bestandteil des Fahrweges setzt sich aus mehreren Mitteln zusammen, die in Verbindung mit magnetschwebebahnseitigen Mitteln ein Führen, Schweben, Antreiben und Abbremsen der Magnetschwebebahn ermöglichen. Zu diesen Mitteln zählen beispielsweise langgestreckte Statorpakete, seitliche Führungsschienen und nach oben weisende Gleitflächen.

Das aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges mit den vorstehend genannten Bestandteilen wird im folgenden unter Bezugnahme auf 1 beschreiben.

An einem Herstellungsort 2 werden zunächst die Trägerelemente 4 hergestellt, die in 1 in einer schematischen Querschnittsansicht dargestellt sind. Bei der Fertigung der Trägerelemente 4 sind große Toleranzen möglich, die in etwa den im Brückenbau erlaubten Toleranzen entsprechen.

Parallel zur Herstellung der Trägerelemente 4 erfolgt an dem Herstellungsort 2 die Fertigung der Mittel, die dem Führen, Schweben, Antreiben und Abbremsen der Magnetschwebebahn dienen und in 1 in einer schematischen Querschnittsansicht dargestellt sind. Diese Mittel umfassen beispielsweise eine Gleitfläche 6, seitliche Führungsschienen 8 und langgestreckte Statorpakete 10. Bei der Fertigung dieser Mittel sind im Gegensatz zur Herstellung der Trägerelemente 4 nur geringe Toleranzen möglich. So sind beispielweise für einen Transrapid bei den langgestreckten Statorpaketen (10) 1,5 mm/m, den seitlichen Führungsschienen (8) 2,0 mm/m und der Gleitfläche (6) 3,0 mm/m einzuhalten, da sich Abweichungen in den Maßen unmittelbar auf den Abstand zwischen dem Fahrweg und der Magnetschwebebahn auswirken.

Nach der Fertigstellung der Mittel 6, 8, 10 werden diese an dem Trägerelement 4 befestigt. Nach dem Verbinden wird das Trägerelement 4 zusammen mit den daran befestigten Mitteln als einheitliches Element zu dem Errichtungsort 12 des Fahrweges transportiert, wie dies an Hand des Pfeiles 14 in 1 zu erkennen ist.

Am Errichtungsort 12 wird dieses einheitliche Element auf den im Boden 16 verankerten Stützelementen 18 angebracht und befestigt.

Das vorstehend beschriebene Verfahren nach dem Stand der Technik hat den Nachteil, daß bei der Herstellung, dem Transport und dem Installieren des einheitlichen Elementes stets die geringen Toleranzen zu berücksichtigen sind, die bei den langgestreckten Statorpaketen 10, den seitlichen Führungsschienen 8 und der Gleitfläche 6 einzuhalten sind. Darüber hinaus können die genannten Mittel leichter beschädigt werden als das Trägerelement 4. Die Handhabung dieses einheitlichen Elementes ist somit in jedem der genannten Verfahrensschritte erschwert, da die Handhabung stets unter Berücksichtigung dieser sensiblen Mittel erfolgen muß. Auf diese Weise entstehen bei der Herstellung, dem Transport und der Installation höhere Kosten.

Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn anzugeben, das eine einfache Handhabung der Bestandteile des Fahrweges bei der Herstellung, dem Transport und der Installation und somit geringe Errichtungskosten ermöglicht.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt an Hand der im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 10.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn umfaßt die folgenden Verfahrensschritte. Zunächst wird ein Tragelement an einem ersten Herstellungsort hergestellt. Das Tragelement ist derart ausgebildet, daß es mit einem Funktionselement verbunden werden kann. Unabhängig davon wird an einem zweiten Herstellungsort ein Funktionselement hergestellt, das Mittel aufweist, die in Verbindung mit magnetschwebebahnseitigen Mitteln ein Schweben, Antreiben und Abbremsen der Magnetschwebebahn ermöglichen. Derartige Mittel können beispielsweise Gleitbahnen, Führungsschienen und Statorpakete umfassen. Im Anschluß an die Herstellung des Trägerelementes und des Funktionselementes werden diese separat zu dem Errichtungsort des Fahrweges transportiert, um vor Ort – an dem Errichtungsort des Fahrweges – verbunden zu werden. Unter dem ersten und zweiten Herstellungsort sind hierbei zwei Herstellungsorte gemeint, die räumlich derart voneinander getrennt sind, daß jeder Herstellungsort den Anforderungen des herzustellenden Bestandteiles entsprechend ideal angepaßt werden kann. Jedoch können die Herstellungsorte auch in unmittelbarer Nähe, z.B. auf einem gemeinsamen Fabrikgelände angeordnet sein, so daß ein Erfahrungsaustausch stattfinden kann.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist gegenüber dem eingangs beschriebenen Stand der Technik mehrere Vorteile auf.

Durch das Herstellen von Trägerelement und Funktionselement an unterschiedlichen Herstellungsorten wird die Handhabung der einzelnen Bestandteile erheblich vereinfacht. So müssen am ersten Herstellungsort, an dem das Trägerelement gefertigt wird, lediglich die großen Toleranzen berücksichtigt und die Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, die für das Trägerelement vorgesehen bzw. notwendig sind. Der erste Herstellungsort kann dementsprechend geringeren Anforderungen genügen. Demgegenüber müssen lediglich an den zweiten Herstellungsort höhere Anforderungen gestellt werden, um die Toleranzen bei der Fertigung des Funktionselementes einzuhalten und die sichere Handhabung des störungsanfälligeren Funktionselementes zu gewährleisten.

Entsprechendes gilt für den separaten Transport der Bestandteile zum Errichtungsort des Fahrweges. Während bei dem Transport der Trägerelemente – trotz deren Größe – relativ geringe Sorgfalt erforderlich ist, muß man lediglich beim Transport der störungsanfälligeren Funktionselemente höhere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Des weiteren bietet der separate Transport zum Errichtungsort des Fahrweges die Möglichkeit, kleinere Funktionselemente zu fertigen, d.h. deren Länge muß sich nicht mehr an der Länge der Trägerelemente orientieren, so daß die Handhabung während des Transportes wesentlich vereinfacht ist. Darüber hinaus ist durch den separaten Transport gewährleistet, daß die Funktionselemente wesentlich weniger Gewicht haben als in Verbindung mit dem Trägerelement, so daß auch dadurch eine Erleichterung in der Handhabung erzielt wird. Die Vorteile des separaten Transports bestehen selbst dann, wenn Tragelement und Funktionselement an demselben Herstellungsort hergestellt würden.

Für die Installation des Trägerelementes und des Funktionselementes auf den Stützelementen am Errichtungsort des Fahrweges gelten die vorgenannten Vorteile entsprechend.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nach dem Errichten eines im Boden verankerten Stützelementes am Errichtungsort zunächst das Tragelement mit dem Stützelement und danach das Funktionselement mit dem Tragelement verbunden. Auf diese Weise kann der gesamte Fahrweg bereits mit den Bestandteilen der Stützelemente und der Tragelemente errichtet werden, um erst im Anschluß daran die schwieriger zu handhabenden Funktionselemente anzubringen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens weisen die Funktionselemente eine Länge von etwa sechs Metern oder weniger auf. Diese Länge hat sich als besonders leicht handhabbar bzw. transportierbar erwiesen.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weisen die Tragelemente eine Länge von etwa 24 Metern oder weniger auf. Auf diese Weise können genau vier Funktionselemente mit der Länge von jeweils 6 Metern auf einem Tragelement angeordnet werden, so daß sich keines der Funktionselemente über zwei aneinander angrenzende Tragelemente erstrecken muß, was zu Schwierigkeiten bei der Abstimmung der aufeinanderfolgenden Funktionselemente führen kann, wenn die aneinandergrenzenden Tragelemente zueinander versetzt angeordnet sein sollten.

Unabhängig von der für die Funktionselemente gewählte Länge sollte die Länge des Tragelementes ein natürliches Vielfaches der Länge des Funktionselementes betragen, so daß ein Tragelement mit einer genau vorbestimmten Zahl von Funktionselementen verbunden werden kann, ohne daß sich eines der Funktionselemente über zwei aneinander angrenzende Tragelemente erstrecken muß.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfassen die funktionelementseitigen Mittel Statorpakete, die sich in Längsrichtung der Funktionselemente erstrecken.

Vorzugsweise umfassen die funktionelementseitigen Mittel seitliche Führungsschienen, die sich in Längsrichtung der Funktionselemente erstrecken. Die seitlichen Führunsgsschienen gewährleisten eine seitliche Führung der Magnetschwebebahn.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weisen das Tragelement und das Funktionselement miteinander korrespondierende Schraublöcher auf, so daß Tragelement und Funktionselement mittels Schrauben miteinander verbinden werden können. Auf diese Weise wird eine besonders einfache Montage der beiden Bestandteile am Errichtungsort ermöglicht.

Um das Funktionselement in Relation zu dem Tragelement neigen oder verschieben zu können, sind die Schraublöcher in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung länglich ausgebildet. Die länglichen Schraublöcher bewirken somit, daß die relative Anordnung des Funktionselementes gegenüber dem Tragelement in gewissen Grenzen eingestellt werden kann, bevor die Schrauben fest angezogen werden, um damit die Position der beiden Bestandteile zueinander endgültig festzulegen. Auf diese Weise können insbesondere die an den Übergängen zwischen zwei Tragelementen angeordneten Funktionselemente in eine fluchtende Anordnung zueinander gebracht werden, bei der keinerlei Absätze bzw. Stufen zwischen den Funktionselementen vorhanden sind.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn erstrecken sich die Mittelachsen der Schraublöcher in Fahrtrichtung, wobei die länglichen Schraublöcher an dem Tragelement vertikal bzw. horizontal und die länglichen Schraublöcher an an dem Funktionselement horizontal bzw. vertikal ausgerichtet sind. Die horizontal ausgerichteten Schraublöcher ermöglichen die seitliche Verschiebung des Funktionselementes vor dessen endgültiger Befestigung, während die vertikal ausgerichteten eine höhenmäßige Verschiebung gegenüber dem Tragelement ermöglichen. Im Zusammenspiel der beiden Locharten wird außerdem die Neigung des Funktionselementes gegenüber dem Tragelement ermöglicht.

Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn nach dem Stand der Technik,

2 eine schematische Darstellung des erfindungsemäßen Verfahrens zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn,

3 eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform des in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Funktionselementes und

4 eine Querschnittsansicht einer Ausführungsform des in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Tragelementes.

Bezugnehmend auf die 3 und 4 werden zunächst die in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Funktionselemente und Tragelemente beispielhaft beschrieben.

3 zeigt einen Querschnitt eines in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten langgestreckten Funktionselementes 20. Das Funkktionselement 20 weist eine dem Boden einer nicht dargestellten Magnetschwebebahn zugewandte Gleitfläche 22 auf. An der Unterseite der Gleitfläche 22 sind mehrere Querstreben 24 voneinander beabstandet und entlang der Länge des Funktionselementes 20 angeordnet. Da 3 einen Querschnitt zeigt, ist hierin lediglich eine der Querstreben 24 zu sehen. Um eine höhere Stabilität der an dem Funktionselement 20 angeordneten Querstreben 24, die im wesentlichen plattenförmig ausgebildet sind, zu erreichen, sind ferner Verstärkungsrippen 26 vorgesehen.

An die Gleitfläche 22 schließen sich bezogen auf die Längsrichtung des Funktionselementes 20 links und rechts jeweils eine seitliche Führungsschiene 28, 30 an, wobei jede Führungsschiene 28, 30 im wesentlichen plattenförmig ausgebildet ist und sich wie die Gleitfläche 22 entlang des gesamten Fahrweges durchgehend erstreckt.

An der der Gleitfläche 22 abgewandten Seite des Funtkionselementes 20 sind langgestreckte Statorpakete 32, 34 angeordnet. Die Statorpakete 32, sind jeweils in der Nähe einer der seitlichen Führungsschienen 28 bzw. 30 angeordnet und erstrecken sich in Längsrichtung des Fahrweges. Um eine durchgehende Anordnung von Statorpaketen 32, 34 entlang des gesamten Fahrweges zu erzielen, kommen bei dem Funktionselement 20 in der Regel mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordnete Statorpakete 32, 34 zum Einsatz.

Mit der gestrichelten Linie 36 ist angedeutet, wie eine nicht näher dargestellte Magnetschwebebahn, wie beispielsweise der Transrapid, das Funktionselement 20 umgreift, so daß dieser in unmittelbarer Nähe der Gleitfläche 22, der seitlichen Führungsschienen 28, 30 und der langgestreckten Statorpakete 32, 34 angeordnet ist. So beträgt beispielweise beim Transrapid der Abstand zu der Gleitfläche 32 lediglich ca. 10 mm. Aus diesen geringen Abständen ergeben sich letztlich die sehr engen Toleranzen bei der Fertigung des Funktionselementes 20.

In einem unteren Bereich der Querstreben 24 sind Schraublöcher 38 vorgesehen, deren Mittelachse in Richtung des Fahrweges weist und die länglich ausgebildet sind. In dieser bevorzugten Ausführungsform weisen die länglich ausgebildeten Schraublöcher 38 eine horizontale Ausrichtung auf, so daß das Funktionselement 20 in seitlicher Richtung verschoben werden kann, solange die (nicht dargestellten) Schrauben noch nicht festgezogen sind.

Des weiteren sind an dem unteren Rand der im wesentlichen plattenförmigen Querstreben 24 Einschnitte 40 vorgesehen, auf deren Funktion bei der Beschreibung des Tragelementes näher eingegangen wird, die nun folgt.

4 zeigt einen Querschnitt eines in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten langgestreckten Tragelementes 42. Das Tragelement setzt sich im wesentlichen aus einem unteren Grundkörper 44, der dem späteren Stützelement (nicht dargestellt) zugewandt ist, und mehreren im wesentlichen plattenförmigen Querstreben 46 zusammen, die den Funktionselementen 20 zugewandt sind, wobei auf Grund der Querschnittsansicht von 4 lediglich eine Querstrebe 46 zu sehen ist.

Der Grundkörper 44 weist einen trapezförmigen Querschnitt auf, wobei ein hohler Innenraum 48 von einer Grundplatte 50, zwei Seitenplatten 52, 54 und einer oberen Platte 56 eingeschlossen wird. Die Platten 50, 52, 54 und 56 sind miteinander verbunden, wobei innenliegende Streben 58 zum Einsatz kommen, um eine größere Stabilität des Grundkörpers 44 zu gewährleisten. Die Grundplatte 50 ist den späteren Stützelementen am Errichtungsort zugewandt und kann an diesen befestigt werden. Demgegenüber weist die obere Platte 56 in Richtung des Funktionselementes 20 und trägt die Querstreben 46.

Die Querstreben 46 sind entlang der Länge des Tragelementes 42 voneinander beabstandet angeordnet. Um eine höhere Stabilität der an der oberen Platte 56 angeordneten Querstreben 46, die im wesentlichen plattenförmig ausgebildet sind, zu erreichen, sind ferner Verstärkungsrippen 60 vorgesehen. Die Verstärkungsrippen 60 sind derart lang ausgebildet, daß sie sich beim Verbinden von Träger- und Funktionselement 42, 20 bis in die Einschnitte 40 in den Querstreben 24 des Funktionselementes 20 erstrecken. Die Einschnitte 40 ermöglichen somit eine Abstützung der Querstrebe 46 durch längere Verstärkungsrippen 60.

In einem oberen Bereich der Querstreben 46 sind Schraublöcher 62 vorgesehen, deren Mittelachse in Richtung des Fahrweges weist und die länglich ausgebildet sind. Die Schraublöcher 62 korrespondieren mit den in den Querstreben 24 des Funktionselementes 20 (3) vorgesehenen Schraublöchern 38. In dieser bevorzugten Ausführungsform weisen die länglich ausgebildeten Schraublöcher 62 eine vertikale Ausrichtung auf, so daß das an dem Tragelement 42 zu befestigende Funktionselement 20 in in gewissen Grenzen nach oben oder unten verschoben werden kann, solange die (nicht dargestellten) Schrauben noch nicht festgezogen sind.

Im folgenden wird an Hand 2 das erfindungsgemäße Verfahren beispielhaft beschrieben, wobei die in den 3 und 4 dargestellten Bestandteile, nämlich das Funktionselement 20 und das Tragelement 42, lediglich schematisch dargestellt sind.

Bei der vorliegenden Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn wird zunächst ein Tragelement 42 (4) an einem ersten Herstellungsort 64 hergestellt. Unabhängig von der Herstellung des Tragelementes 42 wird das Funktionselement 20 (3) an einem zweiten Herstellungsort 66 hergestellt, wobei das Funktionselement 20 funktionselementsseitige Mittel aufweist, die in Verbindung mit magnetschwebebahnseitigen Mitteln ein Schweben, Antreiben und Abbremsen der Magnetschwebebahn ermöglichen. Die funktionselementseitigen Mittel umfassen, wie unter Bezugnahme auf 3 bereits beschrieben, die Gleitfläche 22, die seitlichen Führungsschienen 28, 30 und die langgestreckten Statorpakete 32, 34.

Durch das Herstellen von Trägerelement 42 und Funktionselement 20 an unterschiedlichen Herstellungsorten 64, 66 wird die Handhabung der einzelnen Bestandteile erheblich vereinfacht. So müssen am ersten Herstellungsort 64, an dem das Trägerelement 42 gefertigt wird, lediglich die großen Toleranzen berücksichtigt und die Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, die für das Trägerelement 42 vorgesehen bzw. notwendig sind. Der erste Herstellungsort 64 kann dementsprechend geringeren Anforderungen genügen. Demgegenüber müssen lediglich an den zweiten Herstellungsort 66 höhere Anforderungen gestellt werden, um die Toleranzen bei der Fertigung des Funktionselementes 20 einzuhalten und die sichere Handhabung des störungsanfälligeren Funktionselementes 20 zu gewährleisten.

Nach der Fertigung der einzelnen Bestandteile werden das Tragelement 42 und das Funktionselement 20 separat voneinander zu dem Errichtungsort 68 des Fahrweges transportiert, wie dies an Hand der Pfeile 70 und 72 dargestellt ist, d.h. die beiden Bestandteile werden nicht aneinander befestigt, um im Anschluß daran als einheitliches Element transportiert zu werden, sondern einzeln und unabhängig voneinander zum Errichtungsort 68 gebracht.

Während bei dem Transport der Trägerelemente 42 – trotz deren Größe – relativ geringe Sorgfalt erforderlich ist, muß man lediglich beim Transport der störungsanfälligeren Funktionselemente 20 höhere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Des weiteren bietet der separate Transport zum Errichtungsort 68 des Fahrweges die Möglichkeit, kürzere Funktionselemente 20 zu fertigen, d.h. deren Länge muß sich nicht mehr an der Länge der Trägerelemente 42 orientieren, so daß die Handhabung während des Transportes wie auch der Herstellung wesentlich vereinfacht ist. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die Länge des Tragelementes 42 ein natürliches Vielfaches der Länge des Funktionselementes 20, wodurch stets eine genaue Anzahl von Funktionselementen 20 auf einem Tragelement angeordnet werden kann. In diesem Zusammenahng haben sich Funktionselemente 20 mit einer Länge von 6 Metern und Tragelemente 42 mit einer Länge von 24 Metern als vorteilhaft erwiesen.

Darüber hinaus ist durch den separaten Transport gewährleistet, daß die Funktionselemente 20 wesentlich weniger Gewicht haben als in Verbindung mit dem Trägerelement 42, so daß auch dadurch eine Erleichterung in der Handhabung erzielt wird. Die Vorteile des separaten Transports bestehen selbst dann, wenn Tragelement 42 und Funktionselement 20 an demselben Herstellungsort hergestellt würden.

In einem abschließenden Verfahrensschritt werden die Funktionselemente 20 mit den Tragelementen 42 vor Ort, d.h. am Erstellungsort 68, verbunden. Zu diesem Zweck werden die Querstreben 24 bzw. 46 des Funktionselementes 20 bzw. des Tragelementes 42 seitlich aneinander vorbeigeführt, so daß die Schraublöcher 38 an dem Funktionselement 20 mit den Schraublöchern 62 an dem Tragelement 42 fluchten und Schrauben durch die miteinander fluchtenden Schraublöcher 38, 62 hindurchgeführt werden können. Vor dem Festziehen der Schrauben gewähren die länglich ausgebildeten Schraublöcher 38, 62 eine relative Verschiebung oder Neigung des Funktionselementes 20 gegenüber dem Tragelement 42, so daß innerhalb gewisser Grenzen eine besonders feine Ausrichtung des Funktionselementes 20 möglich ist.

Grundsätzlich ist es sowohl möglich, das Funktionselement 20 zuerst mit dem Tragelement 42 zu verbinden, um die derart verbundenen Bestandteile im Anschluß daran an dem Stützelement 18 zu befestigen, als auch zuerst das Tragelement 42 an dem Stützelement 18 zu befestigen, um danach das Funktionselement 20 mit dem Tragelement 42 zu verbinden. Die letztgenannte Vorgehensweise hat den Vorteil, daß der gesamte Fahrweg bereits mit den Bestandteilen der Stützelemente 18 und der Tragelemente 42 errichtet werden kann, um erst im Anschluß daran die mit größerer Vorsicht zu handhabenden Funktionselemente 20 anzubringen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Errichtung eines Fahrweges für eine Magnetschwebebahn mit den Verfahrensschritten

    Herstellen eines mit einem Funktionselement (20) verbindbaren Tragelementes (42) an einem ersten Herstellungsort (64),

    Herstellen des Funktionselementes (20) an einem zweiten Herstellungsort (66), wobei das Funktionselement (20) funktionselementseitige Mittel aufweist, die in Verbindung mit magnetschwebebahnseitigen Mitteln ein Schweben, Antreiben und Abbremsen der Magnetschwebebahn ermöglichen,

    separates Transportieren des Tragelementes (42) und des Funktionselementes (20) zu dem Errichtungsort (68) des Fahrweges und

    Verbinden des Tragelementes (42) und des Funktionselementes (20) an dem Errichtungsort (68) des Fahrweges.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Errichtungsort (68) ein im Boden (16) verankertes Stützelement (18) errichtet wird, um zunächst das Tragelement (42) mit dem Stützelement (18) und danach das Funktionselement (20) mit dem Tragelement (42) zu verbinden.
  3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Funktionselement (20) eine Länge von etwa sechs Metern oder weniger aufweist.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (42) eine Länge von etwa 24 Metern oder weniger aufweist.
  5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Tragelementes (42) ein natürliches Vielfaches der Länge des Funktionselementes (20) beträgt, so daß ein Tragelement (42) mit einer genau vorbestimmten Zahl von Funktionselementen (20) verbindbar ist.
  6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die funktionelementseitigen Mittel Statorpakete (32, 34) umfassen, die sich in Längsrichtung der Funktionselemente (20) erstrecken.
  7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die funktionelementseitigen Mittel seitliche Führungsschienen (28, 30) umfassen, die sich in Längsrichtung der Funktionselemente (20) erstrecken.
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Tragelement (42) und Funktionselement (20) miteinander korrespondierende Schraublöcher (62; 38) aufweisen, so daß Tragelement (42) und Funktionselement (20) mittels Schrauben miteinander verbindbar sind.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraublöcher (38; 62) länglich ausgebildet sind, so daß das Funktionselement in Relation zu dem Tragelement geneigt oder verschoben mit diesem verbunden werden kann.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Mittelachsen Schraublöcher (38; 62) in Fahrtrichtung erstrecken, wobei die länglichen Schraublöcher (62) an dem Tragelement (42) vertikal bzw. horizontal und die länglichen Schraublöcher (38) an dem Funktionselement (20) horizontal bzw. vertikal ausgerichtet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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