Kopfhörer sind insofern von Vorteil, als sie einen persönlichen Hörraum
schaffen, ohne dass andere Menschen gestört werden. Angesichts ihrer relativ kleinen
Größe ist jedoch die Klangqualität, die durch die meisten Kopfhörer wiedergegeben
wird, generell geringer als diejenige, welche durch Lautsprecher erzeugt wird.
Ein bekannter Kopfhörer, der mehrere Schallkanäle erzeugen kann, um
einen besseren Klangeffekt zu erzielen, hat eine Lautsprechereinheit, die mit einem
Kopfbügel verbunden ist und die ein Kappenelement, drei Klangkanalwandler, ein Abdeckelement
und eine Polstereinheit, die an dem Abdeckelement montiert ist, aufweist. Jeder
der Klangkanalwandler ist an eine entsprechende Schallkapsel angeschlossen und ist
in dem Kappenelement gehalten. Die Klangkanalwandler umfassen einen vorderen Hauptkanalwandler,
einen mittleren Kanalwandler und einen rückwärtigen Raumklangkanalwandler. Das Abdeckelement
ist zum Verschließen der offenen Seite des Kappenelementes angeordnet und ist mit
drei Klangöffnungssätzen ausgebildet, die je einem Klangkanalwandler entsprechen.
Anzumerken ist, dass jede Schallkapsel für ihre Herstellung eine eigene
Form erfordert und mit dem entsprechenden Klangkanalwandler zusammengebaut werden
muss, bevor letzterer zwischen dem Kappenelement und dem Abdeckelement positioniert
werden kann. Daraus resultieren relativ hohe Herstellungskosten dieses herkömmlichen
Kopfhörers. Darüberhinaus sollte das Kappenelement relativ groß sein, um ausreichend
Raum zum Aufnehmen der Schallkapseln zu haben. Zusätzlich ist die Klangwiedergabe
im mittleren Bereich und niederen Bereich relativ schlecht infolge einer zweiten
Oberwellen-Verzerrung, die bei der Schallführung der Schallkapseln auftritt.
Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kopflörer
zu schaffen, der einen Raumklangeffekt (Surround-Effekt) erzeugen kann und der die
vorstehenden Nachteile des Standes der Technik überwinden kann.
Demgemäß hat der Kopfhörer mit Raumklangeffekt gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Lautsprechereinheit, die einen mittleren Kanalwandler, einen Raumklangkanalwandler,
einen Mittel-/Tieftonwandler und eine Basisplatte umfasst. Die Basisplatte hat eine
erste Seite und eine zweite Seite gegenüber der ersten Seite. Die erste Seite der
Basisplatte ist mit ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteilen einstückig
geformt. Der erste, zweite und dritte Wandlerkopplungsteil hält jeweils den mittleren
Kanalwandler, den Raumkanalwandler bzw. den Mittel-/Tieftonwandler an der ersten
Seite der Basisplatte dergestalt, dass der jeweils durch den Mittelkanalwandler,
den Raumklangkanalwandler und den Mittel-/Tieftonwandler erzeugte Schall durch die
zweite Seite der Basisplatte strahlt. Die ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteile
haben erste, zweite bzw. dritte Achsen. Die erste, zweite und dritte Achse erstrecken
sich in zueinander unterschiedlichen Richtungen.
Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus
der folgenden, detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform unter
Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen hervor, in welchen zeigt:
1 eine perspektivische Ansicht der bevorzugten
Ausführungsform eines zusammengebauten Kopfhörers mit Raumklangeffekt gemäß der
vorliegenden Erfindung;
2 eine auseinandergezogene perspektivische
Ansicht einer Lautsprechereinheit der bevorzugten Ausführungsform;
3 eine perspektivische Ansicht der teilweise
montierten Lautsprechereinheit gemäß 2, gesehen von
der ersten Seite der Basisplatte der Lautsprechereinheit;
4 eine weitere perspektivische Ansicht
der teilweise montierten Lautsprechereinheit gemäß 2,
gesehen von der zweiten Seite der Basisplatte der Lautsprechereinheit;
5 eine schematische Ansicht der ersten
Seite der Basisplatte der Lautsprechereinheit;
6 eine schematische Ansicht im Schnitt
entlang der Linie VI-VI in 5;
7 eine schematische Ansicht im Schnitt
entlang der Linie VII–VII in 5; und
8 eine schematische Ansicht im Schnitt
entlang der Linie VIII–VIII in 5.
Bezugnehmend auf die 1 bis 4
hat die bevorzugte Ausführungsform eines Kopfhörers 1 mit Raumklangeffekt
gemäß der vorliegenden Erfindung, wie dargestellt, eine linke und eine rechte Lautsprechereinheit
10, die an den einander gegenüberliegenden Enden eines Kopfbandes oder
Kopfbügels 17 befestigt sind. Jede Lautsprechereinheit 10 hat
einen Mittelkanalwandler 11, einen Raumklangkanalwandler 12 und
einen Mittel-/Tieftonwandler 13, eine Basisplatte 14, ein Kappenelement
15 und eine Polstereinheit 16.
Bei dieser Ausführungsform sind der Mittelkanalwandler 11,
der Raumklangkanalwandler 12 und der Mittel-/Tieftonwandler 13
jeweils mit einer Schallkapsel einstückig geformt, unter Verwendung von allgemein
bekannten ultradünnen Lautsprechertechniken, die hier der Kürze halber nicht beschrieben
werden.
Die Basisplatte 14 hat einen Plattenkörper mit einer ersten
Seite 1401 und einer zweiten Seite 1402 gegenüber der ersten Seite
1401. Die erste Seite 1401 der Basisplatte 14 ist einstückig
mit den ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteilen 141,
142, 143 geformt. Der erste, zweite bzw. dritte Wandlerkopplungsteil
141, 142, 143 enthält jeweils den Mittelkanalwandler
11, den Raumklangkanalwandler 12 bzw. den Mittel-/Tieftonwandler
13 an der ersten Seite 1401 der Basisplatte 14 so, dass
Schall, welcher jeweils durch den Mittelkanalwandler
11, den Raumklangkanalwandler 12 und dem Mittel-/Tieftonwandler
13 erzeugt wird, durch die zweite Seite 1402 der Basisplatte
14 strahlt.
Unter weiterer Bezugnahme auf die 5 bis
8 sind die ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteile
141, 142, 143 hohle Teile und haben erste, zweite bzw.
dritte Achsen 21, 22 bzw. 23. Die erste, zweite und dritte
Achse 21, 22, 23 erstrecken sich in zueinander unterschiedlichen
Richtungen.
Jeder der ersten und zweiten Wandlerkopplungsteile 141,
142 ist mit einem Durchgangsloch 144, 145 versehen, das
sich von ersten Seite 1401 bis zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte
14 erstreckt, dass der Schall, welcher jeweils durch den Mittelkanalwandler
11 bzw. den Raumklangkanalwandler 12 erzeugt wird, durch die zweite
Seite 1402 der Basisplatte 14 strahlen kann.
Der dritte Wandlerkopplungsteil 143 ist mit einem Satz Durchgangslöcher
146 versehen, die sich von der ersten Seite 1401 zur zweiten Seite
1402 der Basisplatte 14 so erstrecken, dass Schall, welcher durch
den Mittel-/Tieftonwandler 13 erzeugt wird, durch die zweite Seite
1402 der Basisplatte 14 übertragen werden kann.
Das Kappenelement 15 ist an der Basisplatte 14 montiert
und ist zum Abdecken des Mittelkanalwandlers 11, des Raumkanalwandlers
12 und des Mittel-/Tieftonwandlers 13 vorgesehen.
Da der erste, zweite und dritte Wandlerkopplungsteil 141,
142, 143 einstückig an der Basisplatte 14 ausgebildet
sind, haben die Lautsprechereinheiten 10 des erfindungsgemäßen Kopfhörers
eine geringere Anzahl von Komponenten, was zu einer relativ einfachen Konstruktion
führt, wodurch die Montage erleichtert wird und daraus Einsparungen an Herstellungskosten
resultieren.
Wie in den 3, 5
und 6 gezeigt, bildet die erste Achse
21 einen ersten Winkel (a) mit der ersten Linie 31 senkrecht zur
zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14. Bei dieser Ausführungsform
liegt der erste Winkel (a) im Bereich von 20 bis 30 Grad. Wie in den 3,
5 und 7
gezeigt, bildet die zweite Achse 22 mit einer zweiten Linie 32
senkrecht zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14 und dem Abstand
zur ersten Linie 31 (siehe 5 und
6) einen zweiten Winkel (b). Bei dieser Ausführungsform
liegt der zweite Winkel (b) ebenfalls im Bereich von 20 bis 30 Grad. Wie aus der
5 klar zu ersehen ist, bildet die Linie 6–6 einen
vorbestimmten Winkel (d) zur Linie 7–7, sodass die ersten und zweiten Achsen
21, 22 sich in unterschiedlichen Richtungen erstrecken.
Wie in den 3, 5
und 8 gezeigt, ist die dritte Achse
23 senkrecht zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14.
Dadurch, dass die ersten, zweiten und dritten Achsen 21,
22, 23 sich in zueinander unterschiedlichen Richtungen erstrecken,
kann für den Kopfhörer 1 gemäß der vorliegenden Erfindung ein verbesserter
Klangeffekt erzielt werden.