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Dokumentenidentifikation DE202004006384U1 30.09.2004
Titel Kopfhörer mit Raumklangeffekt
Anmelder GAMMA INC., Taipeh/T'ai-pei, TW;
Huang, Pi-Yun, Taipeh/T'ai-pei, TW
Vertreter Glawe, Delfs, Moll, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202004006384
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.09.2004
Registration date 26.08.2004
Application date from patent application 22.04.2004
IPC-Hauptklasse H04R 5/033

Beschreibung[de]

Kopfhörer sind insofern von Vorteil, als sie einen persönlichen Hörraum schaffen, ohne dass andere Menschen gestört werden. Angesichts ihrer relativ kleinen Größe ist jedoch die Klangqualität, die durch die meisten Kopfhörer wiedergegeben wird, generell geringer als diejenige, welche durch Lautsprecher erzeugt wird.

Ein bekannter Kopfhörer, der mehrere Schallkanäle erzeugen kann, um einen besseren Klangeffekt zu erzielen, hat eine Lautsprechereinheit, die mit einem Kopfbügel verbunden ist und die ein Kappenelement, drei Klangkanalwandler, ein Abdeckelement und eine Polstereinheit, die an dem Abdeckelement montiert ist, aufweist. Jeder der Klangkanalwandler ist an eine entsprechende Schallkapsel angeschlossen und ist in dem Kappenelement gehalten. Die Klangkanalwandler umfassen einen vorderen Hauptkanalwandler, einen mittleren Kanalwandler und einen rückwärtigen Raumklangkanalwandler. Das Abdeckelement ist zum Verschließen der offenen Seite des Kappenelementes angeordnet und ist mit drei Klangöffnungssätzen ausgebildet, die je einem Klangkanalwandler entsprechen.

Anzumerken ist, dass jede Schallkapsel für ihre Herstellung eine eigene Form erfordert und mit dem entsprechenden Klangkanalwandler zusammengebaut werden muss, bevor letzterer zwischen dem Kappenelement und dem Abdeckelement positioniert werden kann. Daraus resultieren relativ hohe Herstellungskosten dieses herkömmlichen Kopfhörers. Darüberhinaus sollte das Kappenelement relativ groß sein, um ausreichend Raum zum Aufnehmen der Schallkapseln zu haben. Zusätzlich ist die Klangwiedergabe im mittleren Bereich und niederen Bereich relativ schlecht infolge einer zweiten Oberwellen-Verzerrung, die bei der Schallführung der Schallkapseln auftritt.

Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kopflörer zu schaffen, der einen Raumklangeffekt (Surround-Effekt) erzeugen kann und der die vorstehenden Nachteile des Standes der Technik überwinden kann.

Demgemäß hat der Kopfhörer mit Raumklangeffekt gemäß der vorliegenden Erfindung eine Lautsprechereinheit, die einen mittleren Kanalwandler, einen Raumklangkanalwandler, einen Mittel-/Tieftonwandler und eine Basisplatte umfasst. Die Basisplatte hat eine erste Seite und eine zweite Seite gegenüber der ersten Seite. Die erste Seite der Basisplatte ist mit ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteilen einstückig geformt. Der erste, zweite und dritte Wandlerkopplungsteil hält jeweils den mittleren Kanalwandler, den Raumkanalwandler bzw. den Mittel-/Tieftonwandler an der ersten Seite der Basisplatte dergestalt, dass der jeweils durch den Mittelkanalwandler, den Raumklangkanalwandler und den Mittel-/Tieftonwandler erzeugte Schall durch die zweite Seite der Basisplatte strahlt. Die ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteile haben erste, zweite bzw. dritte Achsen. Die erste, zweite und dritte Achse erstrecken sich in zueinander unterschiedlichen Richtungen.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden, detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen hervor, in welchen zeigt:

1 eine perspektivische Ansicht der bevorzugten Ausführungsform eines zusammengebauten Kopfhörers mit Raumklangeffekt gemäß der vorliegenden Erfindung;

2 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht einer Lautsprechereinheit der bevorzugten Ausführungsform;

3 eine perspektivische Ansicht der teilweise montierten Lautsprechereinheit gemäß 2, gesehen von der ersten Seite der Basisplatte der Lautsprechereinheit;

4 eine weitere perspektivische Ansicht der teilweise montierten Lautsprechereinheit gemäß 2, gesehen von der zweiten Seite der Basisplatte der Lautsprechereinheit;

5 eine schematische Ansicht der ersten Seite der Basisplatte der Lautsprechereinheit;

6 eine schematische Ansicht im Schnitt entlang der Linie VI-VI in 5;

7 eine schematische Ansicht im Schnitt entlang der Linie VII–VII in 5; und

8 eine schematische Ansicht im Schnitt entlang der Linie VIII–VIII in 5.

Bezugnehmend auf die 1 bis 4 hat die bevorzugte Ausführungsform eines Kopfhörers 1 mit Raumklangeffekt gemäß der vorliegenden Erfindung, wie dargestellt, eine linke und eine rechte Lautsprechereinheit 10, die an den einander gegenüberliegenden Enden eines Kopfbandes oder Kopfbügels 17 befestigt sind. Jede Lautsprechereinheit 10 hat einen Mittelkanalwandler 11, einen Raumklangkanalwandler 12 und einen Mittel-/Tieftonwandler 13, eine Basisplatte 14, ein Kappenelement 15 und eine Polstereinheit 16.

Bei dieser Ausführungsform sind der Mittelkanalwandler 11, der Raumklangkanalwandler 12 und der Mittel-/Tieftonwandler 13 jeweils mit einer Schallkapsel einstückig geformt, unter Verwendung von allgemein bekannten ultradünnen Lautsprechertechniken, die hier der Kürze halber nicht beschrieben werden.

Die Basisplatte 14 hat einen Plattenkörper mit einer ersten Seite 1401 und einer zweiten Seite 1402 gegenüber der ersten Seite 1401. Die erste Seite 1401 der Basisplatte 14 ist einstückig mit den ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteilen 141, 142, 143 geformt. Der erste, zweite bzw. dritte Wandlerkopplungsteil 141, 142, 143 enthält jeweils den Mittelkanalwandler 11, den Raumklangkanalwandler 12 bzw. den Mittel-/Tieftonwandler 13 an der ersten Seite 1401 der Basisplatte 14 so, dass Schall, welcher jeweils durch den Mittelkanalwandler 11, den Raumklangkanalwandler 12 und dem Mittel-/Tieftonwandler 13 erzeugt wird, durch die zweite Seite 1402 der Basisplatte 14 strahlt.

Unter weiterer Bezugnahme auf die 5 bis 8 sind die ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteile 141, 142, 143 hohle Teile und haben erste, zweite bzw. dritte Achsen 21, 22 bzw. 23. Die erste, zweite und dritte Achse 21, 22, 23 erstrecken sich in zueinander unterschiedlichen Richtungen.

Jeder der ersten und zweiten Wandlerkopplungsteile 141, 142 ist mit einem Durchgangsloch 144, 145 versehen, das sich von ersten Seite 1401 bis zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14 erstreckt, dass der Schall, welcher jeweils durch den Mittelkanalwandler 11 bzw. den Raumklangkanalwandler 12 erzeugt wird, durch die zweite Seite 1402 der Basisplatte 14 strahlen kann.

Der dritte Wandlerkopplungsteil 143 ist mit einem Satz Durchgangslöcher 146 versehen, die sich von der ersten Seite 1401 zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14 so erstrecken, dass Schall, welcher durch den Mittel-/Tieftonwandler 13 erzeugt wird, durch die zweite Seite 1402 der Basisplatte 14 übertragen werden kann.

Das Kappenelement 15 ist an der Basisplatte 14 montiert und ist zum Abdecken des Mittelkanalwandlers 11, des Raumkanalwandlers 12 und des Mittel-/Tieftonwandlers 13 vorgesehen.

Da der erste, zweite und dritte Wandlerkopplungsteil 141, 142, 143 einstückig an der Basisplatte 14 ausgebildet sind, haben die Lautsprechereinheiten 10 des erfindungsgemäßen Kopfhörers eine geringere Anzahl von Komponenten, was zu einer relativ einfachen Konstruktion führt, wodurch die Montage erleichtert wird und daraus Einsparungen an Herstellungskosten resultieren.

Wie in den 3, 5 und 6 gezeigt, bildet die erste Achse 21 einen ersten Winkel (a) mit der ersten Linie 31 senkrecht zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14. Bei dieser Ausführungsform liegt der erste Winkel (a) im Bereich von 20 bis 30 Grad. Wie in den 3, 5 und 7 gezeigt, bildet die zweite Achse 22 mit einer zweiten Linie 32 senkrecht zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14 und dem Abstand zur ersten Linie 31 (siehe 5 und 6) einen zweiten Winkel (b). Bei dieser Ausführungsform liegt der zweite Winkel (b) ebenfalls im Bereich von 20 bis 30 Grad. Wie aus der 5 klar zu ersehen ist, bildet die Linie 6–6 einen vorbestimmten Winkel (d) zur Linie 7–7, sodass die ersten und zweiten Achsen 21, 22 sich in unterschiedlichen Richtungen erstrecken.

Wie in den 3, 5 und 8 gezeigt, ist die dritte Achse 23 senkrecht zur zweiten Seite 1402 der Basisplatte 14.

Dadurch, dass die ersten, zweiten und dritten Achsen 21, 22, 23 sich in zueinander unterschiedlichen Richtungen erstrecken, kann für den Kopfhörer 1 gemäß der vorliegenden Erfindung ein verbesserter Klangeffekt erzielt werden.


Anspruch[de]
  1. Kopfhörer (1) mit Raumklangeffekt, mit einer Lautsprechereinheit (10), die einen Mittelkanalwandler (11), einen Raumklangkanalwandler (12) und einen Mittel-/Tieftonwandler (13) hat, und die gekennzeichnet ist durch:

    eine Basisplatte (14) mit einer ersten Seite (1401) und einer zweiten Seite (1402) gegenüber der ersten Seite (1401), wobei die erste Seite (1401) der Basisplatte (14) mit den ersten, zweiten und dritten Wandlerkopplungsteilen (141, 142, 143) einstückig geformt ist,

    wobei jeweils der erste, zweite und dritte Wandlerkopplungsteil (141, 142, 143) den Mittelkanalwandler (11), den Raumklangkanalwandler (12) bzw. den Mittel-/Tieftonwandler (13) an der ersten Seite (1401) der Basisplatte (14) so aufnehmen, dass Schall, der jeweils von dem Mittelkanalwandler (11), dem Raumklangkanalwandler (12) bzw. dem Mittel-/Tieftonwandler (13) erzeugt wird, durch die zweite Seite (1402) der Basisplatte (14) übertragen wird,

    wobei jeweils der erste, zweite und dritte Wandlerkopplungsteil (141, 142, 143) eine erste, zweite bzw. dritte Achse (21, 22 bzw. 23) haben, und

    die erste, zweite und dritte Achse (21, 22, 23) sich in zueinander unterschiedlichen Richtungen erstrecken.
  2. Kopfhörer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lautsprechereinheit (10) ferner ein Kappenelement (15) aufweist, das an der Basisplatte (14) montiert ist und zum Abdecken des Mittelkanalwandlers (11), des Raumkanalwandlers (12) und des Mittel-/Tieftonwandlers (13) vorgesehen ist.
  3. Kopfhörer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekenzeichnet, dass die ersten und zweiten Wandlerkopplungsteile (141, 142) mit einem Durchgangsloch (144, 145) ausgebildet sind, das sich von der ersten Seite (1401) zur zweiten Seite (1402) der Basisplatte (14) so erstreckt, dass Schall, der von dem Mittelkanalwandler (11) bzw. dem Raumklangkanalwandler (12) erzeugt wird, durch die zweite Seite (1402) der Basisplatte (14) übertragen werden kann.
  4. Kopfhörer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeicnet, dass der dritte Wandlerkopplungsteil (143) mit einem Satz Durchgangslöcher (146) versehen ist, die sich von der ersten Seite (1401) zur zweiten Seite (1402) der Basisplatte (14) so erstrecken, dass der Schall, welcher von dem Mittel-/Tieftonwandler (13) erzeugt wird, durch die zweite Seite (1402) der Basisplatte (14) übertragen werden kann.
  5. Kopfhörer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Achse (21) mit einer ersten Linie (31) senkrecht zur zweiten Seite (1402) der Basisplatte (14) einen ersten Winkel (a) bildet und die zweite Achse (22) mit einer zweiten Linie (32) senkrecht zur zweiten Seite (1402) der Basisplatte (14) und mit Abstand zur ersten Linie (31) einen zweiten Winkel (b) bildet.
  6. Kopfhörer (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Winkel (a, b) im Bereich von 20 bis 30 Grad liegen.
  7. Kopfhörer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass die dritte Achse (23) senkrecht zur zweiten Seite (1402) der Basisplatte (14) ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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