| Dokumentenidentifikation |
DE60006790T2 30.09.2004 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001159533 |
| Titel |
ZENTRIFUGALE LUFTSTROMREGELUNG |
| Anmelder |
United Technologies Corp. (n.d.Ges.d. Staates Delaware), Hartford, Conn., US |
| Erfinder |
LORBER, F., Peter, Coventry, US; LORD, K., Wesley, South Glastonbury, US |
| Vertreter |
Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München |
| DE-Aktenzeichen |
60006790 |
| Vertragsstaaten |
DE, FR, GB, IT |
| Sprache des Dokument |
EN |
| EP-Anmeldetag |
25.02.2000 |
| EP-Aktenzeichen |
009136359 |
| WO-Anmeldetag |
25.02.2000 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/US00/05014 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
0000050779 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
31.08.2000 |
| EP-Offenlegungsdatum |
05.12.2001 |
| EP date of grant |
26.11.2003 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
30.09.2004 |
| IPC-Hauptklasse |
F15D 1/12
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| IPC-Nebenklasse |
B64C 21/04
B64C 27/467
B64C 11/18
F01D 5/14
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| Beschreibung[de] |
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Die gemeinsam gehaltenen US-Patentanmeldungen, die gleichzeitig mit
dieser eingereicht wurden, mit den Seriennummern (Aktenzeichen R-4128, R-4237 und
R-4239) enthalten Gegenstände, die mit den hier beschriebenen und beanspruchten
verwandt sind.
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft Zentrifugalpumpen von Umgebungsluft, um Düsen
anzutreiben, die in die Grenzschicht an einem Blatt, beispielsweise einer Bläserlaufschaufel
oder einem Hubschrauberrotorblatt gerichtet sind.
Stand der Technik
Die Gasströmung in der einer Oberfläche benachbarten Scher-Schicht
(shear layer) zeigt eine Geschwindigkeitsverringerung in Folge der Reibung der molekularen
Viskosität, die mit der Oberfläche wechselwirkt, was zu einem starken Geschwindigkeitsgradienten
als eine Funktion des rechtwinkligen Abstands von der Oberfläche führt: im wesentlichen
null an der Oberfläche, ansteigend auf die Geschwindigkeit des Hauptstroms an dem
äußeren Rand der Grenzschicht. Die verringerte Geschwindigkeit führt zu einer Strömung
mit einem geringeren Moment, was das Produkt der Dichte des Gases mal dem Quadrat
der Geschwindigkeit ist. Entlang einer divergierenden Oberfläche (d. h. einer Oberfläche,
die sich von der Hauptströmungsrichtung weg krümmt), so wie es auf der Sogseite
eines Strömungsprofils (beispielsweise einer Bläserlaufschaufel oder eines Hubschrauberblatts)
der Fall ist, ist die Strömung entlang der Oberfläche von einem Druckanstieg begleitet,
der lediglich durch die Umwandlung des Strömungsimpulses bewirkt wird. Das Moment
und die Energie des Gases entlang der Oberfläche wird beim Überwinden des Druckanstiegs
und der Reibung verbraucht, so dass die Gasteilchen schließlich zum Anhalten kommen
und die Strömung beginnt, strömungsabwärts des Ablösepunktes von der Wand wegzubrechen,
was zu einer Grenzschichtablösung führt. Grenzschichtablösung führt typischerweise
zu dem Ende des Druckanstiegs (Rückgewinnung – recovery) und somit zu einem
Leistungsverlust (z. B. Strömungsprofilauftrieb) und einem dramatischen Abfall bei
der Effizienz des Systems, in Folge der Umwandlung der Strömungsenergie in Turbulenz
und schließlich in Wärme. Es ist bekannt, dass Grenzschichtablösung durch Erhöhen
des Strömungsimpulses der in der Nähe der Oberfläche strömenden Gasteilchen beschränkt
oder eliminiert werden kann. In der Technik wird die Beschränkung oder die Eliminierung
der Grenzschichtablösung typischerweise bezeichnet als "Verzögern des Beginns der
Grenzschichtablösung".
Ein Verfahren zum Überwinden der Grenzschichtablösung ist es, einfach
hoch energetisches Gas tangential in der strömungsabwärtigen Richtung durch einen
Schlitz einzublasen, um die Strömung der Oberfläche benachbart mit Energie zu beaufschlagen.
Das erhöht stark die Kosten, das Gewicht und die Komplexität eines jeden derartigen
Systems und hat sich bisher nicht als ausreichend effektiv herausgestellt, um irgendeine
praktische Verwendung zu rechfertigen.
In der Hubschraubertechnologie ist es bekannt, dass Stall an dem zurücklaufenden
Blatt die Grenzen für die Rotorbelastung und die Fluggeschwindigkeit bestimmt. Zusätzlich
zu dem Verlust der Fähigkeit, Auftrieb zu erzeugen, überträgt ein unstetiger Blatt-Stall
sehr große impulsive Blatt-Pitching-Momente auf das Flugsteuersystem. Um übermäßige
Steuerbelastungen zu verhindern, sind die Stall-Grenzen als eine Funktion der Rotorbelastung
und der Fluggeschwindigkeit gesetzt. Stall-Grenzen definieren die maximalen Blatt-Belastungen,
was die Manövrierfähigkeit und die Agilität sowie die Geschwindigkeit und die Nutzlast
beeinträchtigt. Eine verbesserte Nutzlastfähigkeit kann sich aus Gewinnen bei der
aerodynamischen Effizienz beim Schwebeflug durch eine Verringerung des Spitzen-Stalls
und beim Vorwärtsflug durch eine Verringerung bei dem Stall des zurück laufenden
Blatts ergeben. In Axialströmungs-Gasturbinenmaschinen, beispielsweise denen, die
in militärischen Flugzeugen und in kommerziellen Linienflugzeugen verwendet werden,
ist ein völlig verschiedenes Problem eine Bläserlaufschaufel-Wirbelschleppenblockage
am Eingang zu dem Kernbereich (Niederdruckverdichter) der Maschine. Dies tritt in
der Nähe der Wurzel der Laufschaufel auf. Noch ein weiteres Problem bei Bläsern
ist die Laufschaufelspitzen-Leckage. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde kein Verfahren
gefunden, um diese Probleme zu lösen, das nicht schließlich die Gesamttriebwerksleistung
in Folge der von der Kompensationsvorrichtung verbrauchten Energie oder in Folge
des parasitären Einflusses auf das Gesamtsystem verschlechtert.
US-A-4 045 146 beschreibt ein Hubschrauber-Rotorblatt, aufweisend
eine Nabe, eine Vorderkante, eine Spitze, eine Wurzel, eine Druckfläche und eine
Sogfläche. Ein derartiges Rotorblatt weist ferner einen sich durch das Blatt erstreckenden
Lufteinlass, ein sich durch die Sogfläche des Blatts näher an der Spitze als an
der Nabe in der Nähe der Vorderkante des Blatts erstreckendes Luftauslassrohr und
ein sich von dem Lufteinlass zu dem Luftauslassrohr in dem Blatt erstreckendes Plenum
auf, wodurch Luft in den Einlass gezwungen wird und durch Zentrifugalkraft entlang
dem Plenum getrieben wird, um aus dem Kanal in die dem Blatt benachbarte Luftströmung
auszutreten, wenn das Blatt rotiert. Das Hubschrauberrotorblatt hat einen Einlass
an einer Position von 80% des Blattradius weg von der Nabe. Es liefert ferner die
Luftströmung an einen einzigen Punkt an dem Blatt.
Beschreibung der Erfindung
Ziele der Erfindung beinhalten verbesserte Grenzschichtströmung, verbesserte
Verzögerung der Grenzschichtablösung, verbesserte Effizienz von Luftströmungsmaschinen,
verbesserte Effizienz und verbesserter Auftrieb bei Hubschrauberrotorblättern, verbesserte
Effizienz und verbesserter Auftrieb bei Propellern von senkrechtstartenden und -landenden
Flugzeugen, verbesserte Effizienz bei Gasturbinen-Flugzeugtriebwerken, verringerte
Bläserlaufschaufel-Wirbelschleppenblockage bei Strahltriebwerks-Kerneinlässen, verringerte
Laufschaufelspitzen-Leckageeffekte bei Bläsern, Grenzschichtkontrolle, die effektiv,
effizient ist und niedrige Anfangskosten und keine Betriebskosten mit sich bringt,
und Grenzschichtkontrolle, die relativ einfach ist und eine niedrige parasitäre
Auswirkung auf die "Wirt"-Strukturen und -Systeme hat.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hubschrauberrotorblatt gemäß
Anspruch 1 und ein Blatt, welches Teil des Bläsers einer Axialströmungs-Gasturbinenmaschine
ist, mit einer Bypassführung gemäß den Ansprüchen 9 und 10.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Luftströmung, die in die
Gasströmung (beispielsweise Luft) einem rotierenden Strömungsprofil oder einem rotierenden
Blatt benachbart gelenkt wird, von Zentrifugalkraft passiv angetrieben, wobei Umgebungsluft,
welche in das Blatt in der Nähe der Nabe eintritt, nach außen zu und durch einen
oder mehrere Schlitze in der Oberfläche des Blatts näher an der Spitze gezwungen
wird, um so die Strömung dem Blatt benachbart zu kontrollieren. Ferner kann gemäß
der Erfindung das Blatt ein Hubschrauberrotorblatt oder eine Bläserlaufschaufel
sein. Weiterhin gemäß der Erfindung kann das Blatt in der ersten Stufe einer Gasturbinenmaschine
oder in einem Bläser einer Luftfördermaschine sein.
Gemäß einer Anwendung der Erfindung ist die Luftströmung mit einem
niedrigen Einströmungswinkel (im wesentlichen tangential) in der Nähe des Grenzschichtablösepunkts
einer Bläserlaufschaufel oder eines Strömungsprofils gerichtet, um so eine Grenzschichtablösung
zu verzögern oder zu verhindern. Die Erfindung liefert Gasteilchen in die strömungsabwärtige
Grenzschicht, die ein höheres Strömungsmoment haben als Gasteilchen der strömungsaufwärtigen
Grenzschicht, um so den Beginn der Grenzschichtablösung zu behindern; die Gasteilchen
können vorzugsweise im wesentlichen tangential zu der Grenzschicht injiziert werden.
Bei einer anderen Anwendung der Erfindung ist die Luftströmung, bei
einem Punkt in der Nähe oder hinter der Profilsehnenmitte, wo es zu Überschallstoß
und Grenzschichtablösung kommt, in die der Oberfläche von Strahltriebwerks-Bläserlaufschaufeln
benachbarte Strömung gerichtet, deren Spitzen mit Überschallgeschwindigkeit rotieren.
Das verringert den Mach-Zahl-Gradienten, um so die Effizienz zu erhöhen.
Ferner wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch den Bläser einer
Axialbläser-Gasturbinenmaschine in der Nähe der Wurzel des Bläsers strömende Luft
durch einen Schlitz in der Sogseite der Laufschaufel in der Nähe der Wurzel abgesaugt,
um eine Bläserlaufschaufel-Wirbelschleppenblockage zu reduzieren und so die Effizienz
der Strömung in das Kerntriebwerk (Niederdruckverdichter) zu erhöhten. Gemäß der
Erfindung wird die abgesaugte Luft zentrifugal durch die hohlen Schaufeln gepumpt
und näher an der Spitze der Schaufeln abgegeben. Bei einer Ausführungsform wird
die Luft an der Sogseite in der Nähe oder hinter der Profilsehnenmitte der Schaufel
abgegeben, um so Schock zu reduzieren und den Beginn der Grenzschichtablösung zu
verzögern. Bei einer weiteren Ausführungsform wird die abgesaugte Luft an der Druckseite
der Spitzen der Schaufel abgegeben, um so die Schaufel-Leckageeffekte zu verringern.
Andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden im Lichte der folgenden detaillierten Beschreibung von beispielhaften Ausführungsformen
davon ersichtlicher, wie sie in den begleitenden Zeichnungen gezeigt sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine perspektivische Ansicht eines
die Erfindung verwendenden Hubschraubers.
2 ist eine zum Teil geschnittene Teildraufsicht
eines Hubschrauberblatts, welches die vorliegende Erfindung verwendet.
3 ist eine schematische Ansicht von vorne
eines die vorliegende Erfindung verwendenden Blatts.
4 und 5
sind teilweise weggebrochene und geschnittene Seitenansichten einer Gasturbinenmaschine,
welche die vorliegende Erfindung verwendet.
6 ist eine schematisierte, zum Teil geschnittene
Teilseitenansicht eines Bläsers einer Luftfördermaschine, welche die vorliegende
Erfindung verwendet.
Beste Art zum Ausführen der Erfindung
Es wird auf die 1 und 2
Bezug genommen. Die Blätter 9 des Hauptrotors 10 eines Hubschraubers
11 haben einen Einlassschlitz 13 in der Nähe der Wurzel
14 des Blatts, die ein Luftplenum 15 versorgen, das sich nach
außen in Richtung zur Spitze 18 des Blatts erstreckt. Schlitze
20 erlauben es druckbeaufschlagter Luft in dem Plenum 15, nach
außen in die Grenzschicht an der Sogfläche (im Normalflug nach oben) an den Blättern
9 zu strömen. Wenn die Blätter in einer durch die Pfeile in den
1 und 2 gezeigten
Richtung rotieren, wird Luft in den Einlass 13 gezwungen,
und in Folge der relativ hohen Drehzahl saugt die Zentrifugalkraft, die auf die
Luftmasse wirkt, die Luft in dem Plenum 15 nach außen in Richtung zur Spitze
und bildet eine konstante Strömung von dem Einlass 13 durch die Schlitze
20 in jedem Blatt. In manchen Fällen kann es sein, dass nur die Schlitze
am nächsten zu der Spitze verwendet werden, abhängig von der Strömung, die mit geringerer
Zentrifugalkraft näher an den Wurzeln der Blätter erzielt werden kann.
In der einfachsten Ausführungsform der Erfindung ist das gesamte System
passiv, und die Luft strömt kontinuierlich durch die Schlitze 20, wann
immer sich der Rotor dreht. Die Erfindung kann jedoch auch in einem System verwendet
werden, bei dem eine Ventileinrichtung vorgesehen ist, entweder an dem Einlass
13, in der Verjüngung des Plenums 15 oder an den Schlitzen
20, um eine pulsierende Luftströmung in die Grenzschicht zu liefern.
Die Erfindung, wie in den 1 und
2 angewandt, liefert Luft mit einem hohen
Strömungsimpuls in die Grenzschicht an der Sogseite eines Blatts, um so eine Grenzschichtablösung
zu behindern oder zu eliminieren. Das Positionieren der Schlitze 20, die
in dem Bereich von 4% bis 10% der Profilsehne des Blatts oder sogar weiter strömungsabwärts
sein können, wird für jede spezielle Blattkonstruktion und korrespondierende Betriebsparameter
bestimmt.
Der Lufteinlass ist in den 1 und
2 als an der Vorderkante des Blatts
9 gezeigt. Da jedoch die Grenzschichteffekte, für deren Behebung die Erfindung
ausgelegt ist, bei hohen Blattwinkeln ausgeprägter sind, ist der Einlass
13 ein wenig an der Druckseite der Schaufel (der den Schlitzen entgegengesetzten
Seite) angeordnet, wie in 3 gezeigt, für maximalen
Förderzwang während Betrieb bei hohen Anströmwinkeln. Hubschrauberblätter haben
normalerweise hohle Strukturhomle mit leichten Wabenmaterial-Hinterkantentaschen
21; deshalb ist ausreichend Raum für die Erfindung vorhanden.
Es wird auf 3 Bezug genommen. Ein Blatt
23 hat einen durch die Druckfläche 25 davon in der Nähe der Blattwurzel
26 der Nabe 27 benachbart gehenden Lufteinlass 24. Der
Einlass versorgt ein Plenum (nicht gezeigt, ähnlich dem von 2),
das die Luft nach außen in Richtung der Spitze 28 des Blatts und nach außen
durch Schlitze 29, die durch die Sogfläche 30 des Blatts gehen,
zwingt. Das Blatt 23 kann die erste Stufe einer Gasturbinenmaschine sein,
wie in den 4 und 5
gezeigt, oder es kann Teil eines Bläsers sein, der verwendet wird, um Luft in einem
HVAC-System, wie in 6 gezeigt ist, oder irgendeinem
anderen Bläser zu fördern. In 6 sind die Schaufeln
hohl gezeigt, was das Plenum 15a schafft.
Es wird auf 4 Bezug genommen. Ein Strahltriebwerk
35 weist einen Bläser 36 mit Laufschaufeln 37,
38 (und zusätzlichen, nicht gezeigten Schaufeln) auf, die an einer Nabe
39 angebracht sind. In 4 ist angenommen, dass
die Schaufel 37 von dem Leser weg läuft, so dass die Sogfläche davon in
4 betrachtet wird, während sich die Schaufel
38 in Richtung auf den Leser zu bewegt, so dass die Druckfläche davon in
4 betrachtet wird. Luft, die von dem Bläser
36 in der Nähe der Wurzel der Schaufeln druckbeaufschlagt wird, strömt
in den Kern der Maschine, der in 4 als Laufschaufeln
und Leitschaufeln des Niederdruckverdichters 42 gezeigt ist. Die restliche
von dem Bläser 36 druckbeaufschlagte Luft strömt durch die Bypassführung
44, um den Hauptschub der Maschine zu liefern, wie das alles üblich ist.
Gemäß der Erfindung hat jede Laufschaufel 37, 38 einen Lufteinlassschlitz
47, 48 in der Nähe der Hinterkante von deren Sogfläche. Der Einlassschlitz
ist mit einer Luftpassage 50, 51 in Gasverbindung, die zu korrespondierenden
Luftaustrittsschlitzen 54, 55 in der Nähe oder hinter der Profilsehnenmitte
der Sogfläche einer jeden Laufschaufel führt. Ein Hauptvorteil der Ausführungsform
von 4 leitet sich aus dem Sog in dem Kernströmungsbereich
her, was die Bläserlaufschaufel-Wirbelschleppenblockage reduziert und so die Kernströmungskapazität
erhöht. Ein zweiter Hauptvorteil ist, dass der Sog die Bläserrotoreffizienz verbessert,
was wiederum zu einer verringerten Kompressionsarbeit für irgendein vorgegebenes
Gesamtdruckverhältnis der Maschine führt. Der Sog der in 4
gezeigten Erfindung bei den Schlitzen 47, 48 erhöht so die gesamte
Maschineneffizienz. Ein zusätzlicher Vorteil der Ausführungsform von 4
ist, dass das stetige Ausblasen durch die Luftauslassschlitze 54,
55 in der Nähe des Punktes, an dem es zu Überschallschock und Grenzschichtablösung
kommt, den Laufschaufeloberflächen-Luftgeschwindigkeitsgradienten abschwächt und
den Beginn der Grenzschichtablösung verzögert. Das wird auch die Effizienz der Laufschaufel
beim Pressen der Luft in die Bypassführungen 44 erhöhen.
Es wird auf 5 Bezug genommen. Die Laufschaufeln
37a, 38a eines Strahltriebwerks 35a haben die gleichen
Lufteinlassschlitze 47, 48, wie sie vorangehend hinsichtlich
4 beschrieben wurden, um so die Bläserlaufschaufel-Wirbelschleppenblockage
am Eintritt zu dem Kerntriebwerk zu reduzieren, wie vorangehend beschrieben. Jedoch
führen die Luftkanäle 50a, 51a, die in den hohlen Laufschaufeln
37a, 38a gebildet sind, in diesem Fall zu Luftaustrittsschlitzen
54a, 55a, die in der Nähe der Spitzenkante an der Druckseite der
Laufschaufeln gebildet sind. Das schafft eine Luftströmung vor der Laufschaufel,
die dem Sog entgegenwirkt, der von der Laufschaufelspitze erzeugt wird, der zu einer
Laufschaufelspitzen-Leckage führt. Die Verringerung der Laufschaufelspitzen-Leckage
verbessert die Gesamteffizienz des Bläsers, wenn er Luft in die Bypassführung
44 presst.
Anstelle der Verwendung von einzelnen Schlitzen können mehrere Schlitze,
die in Erstreckungsrichtung oder in Strömungsrichtung von benachbarten Schlitzen
getrennt sind, verwendet werden.
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| Anspruch[de] |
- Hubschrauberrotorblatt (9) aufweisend:
eine Nabe, eine Vorderkante, eine Spitze (18), eine Wurzel (14),
eine Druckfläche und eine Sogfläche;
einen Lufteinlass (13), der sich durch die Druckfläche des Blatts (9)
in der Nähe der Nabe erstreckt;
eine Mehrzahl von Schlitzen, welche sich durch die Sogfläche des Blatts näher an
der Spitze (18) als an der Nabe in der Nähe des Grenzschicht-Ablösepunkts
der Sogfläche erstrecken; und
ein Plenum in dem Blatt, welches sich von dem Lufteinlass zu den Schlitzen erstreckt,
wodurch Luft in den Lufteinlass gezwungen und von Zentrifugalkraft entlang dem Plenum
getrieben wird, um von den Schlitzen in die dem Blatt benachbarte Luftströmung auszutreten,
wenn das Blatt rotiert.
- Blatt (9) nach Anspruch 1, wobei der Einlass (13)
in der Nähe der Vorderkante des Blatts (9) angeordnet ist.
- Blatt (9) nach Anspruch 1, wobei sich der Lufteinlass (13)
sich durch die Druckfläche in der Nähe der Vorderkante des Blatts (9) erstreckt.
- Schaufel (23, 37, 38), die Teil des Bläsers
(36) einer Axialströmungs-Gasturbinenmaschine mit einer Luftbypassführung
(44) ist, aufweisend:
eine Nabe (27, 39), eine Vorderkante, eine Spitze (28),
eine Wurzel, eine Druckfläche (25) und eine Sogfläche (30);
gekennzeichnet durch
einen Lufteinlass (24, 47, 48), welcher sich durch eine
Oberfläche der Schaufel (23, 37, 38) in der Nähe der
Hinterkante der Schaufel (23, 37, 38) in der Nähe der
Wurzel der Schaufel erstreckt;
einen oder mehrere Schlitze (29, 54, 55), welche sich
durch eine Oberfläche der Schaufel (23, 37, 38) näher
an der Spitze 28 als an der Nabe (27, 39) erstreckt bzw.
erstrecken; und
ein Plenum (15, 50, 51) in der Schaufel, welches sich
von dem Lufteinlass zu dem einen oder den mehreren Schlitzen erstreckt, wodurch
Luft in den Lufteinlass gezwungen wird und durch Zentrifugalkraft entlang dem Plenum
getrieben wird, um aus dem einen oder den mehreren Schlitzen (29,
54, 55) in die der Schaufel benachbarte Luftströmung auszutreten,
wenn die Schaufel rotiert.
- Schaufel (23, 37, 38) nach Anspruch 4, wobei
sich der eine oder die mehreren Schlitze (29, 54, 55)
durch die Sogfläche (30) der Schaufel erstreckt bzw. erstrecken, wobei
Luft, die aus dem Schlitz in die Grenzschicht der Sogfläche (30) austritt,
Luftteilchen mit einem signifikanten Strömungsimpuls in die Grenzschicht der Sogfläche
liefert und so Grenzschichtablösung verzögert oder verhindert.
- Schaufel (23, 37, 38) nach Anspruch 4 oder
5, wobei der eine oder die mehreren Schlitze (29, 54,
55) in der Nähe des Grenzschicht-Ablösepunkts der Schaufel angeordnet ist
bzw. sind.
- Schaufel (23, 37, 38) nach einem der Ansprüche
4 bis 6, wobei die Schlitze (29, 54, 55) Luft im wesentlichen
tangential in die Grenzschicht injizieren.
- Schaufel (23, 37, 38) nach einem der Ansprüche
4 bis 7, wobei die Schlitze (29, 54, 55) entweder (a)
in der Nähe oder (b) strömungsabwärts des Profilsehnenmittelpunkts der Schaufel
angeordnet sind.
- Schaufel (23, 37, 38), die Teil des Bläsers
(36) einer Axialströmungs-Gasturbinenmaschine mit einer Luftbypassführung
(54) und einem Kern ist, wobei die Schaufel aufweist:
eine Nabe (27, 39), eine Vorderkante, eine Spitze (28),
eine Wurzel, eine Druckfläche (25) und eine Sogfläche (30);
gekennzeichnet durch
einen Lufteinlass (24, 47, 48), welcher sich durch eine
Oberfläche der Schaufel (23, 37, 38) in der Nähe der
Hinterkante der Schaufel dem Lufteinlass (24, 47, 48)
des Kerns benachbart erstreckt, um eine Bläserschaufel-Wirbelschleppenblockage zu
reduzieren und so die Kernströmungskapazität zu erhöhen;
einen oder mehrere Schlitze (29, 54, 55), welcher bzw.
welche sich durch eine Oberfläche der Schaufel näher an der Spitze (28)
als an der Nabe (27, 39) erstreckt bzw. erstrecken; und
ein Plenum (15, 50, 51) in der Schaufel, welches sich
von dem Lufteinlass zu dem einen oder den mehreren Schlitzen erstreckt, wodurch
Luft in den Lufteinlass gezwungen wird und von Zentrifugalkraft entlang dem Plenum
getrieben wird, um aus dem einen oder den mehreren Schlitzen (29,
54, 55) in die der Schaufel benachbarte Luftströmung auszutreten,
wenn die Schaufel rotiert.
- Schaufel (23, 37, 38) nach Anspruch 9,
wobei sich der Einlass durch die Sogfläche (30) der Schaufel erstreckt.
- Schaufel (27, 37, 38) nach Anspruch 9 oder
10, wobei sich der eine oder die mehreren Schlitze durch die Sogfläche (30)
der Schaufel erstreckt bzw. erstrecken, wobei aus dem Schlitz (29,
54, 55, 54a, 55a) in die Grenzschicht der Sogfläche
(30) austretende Luft Luftteilchen mit einem signifikanten Strömungsimpuls
in die Grenzschicht der Sogfläche liefert und so eine Grenzschichtablösung der Strömung
verzögert oder verhindert, die in die Bypassführung (44) gelangt.
- Schaufel (23, 37, 38) nach einem der Ansprüche
9 bis 11, wobei der eine oder die mehreren Schlitze (29, 54,
55, 54a, 55a) in der Nähe der Spitzenkante der Schaufel
angeordnet ist bzw. sind.
- Schaufel (23, 37, 38, 37a,
38a) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei sich der eine oder die mehreren
Schlitze (54a, 55a) durch die Druckfläche entlang der Spitzenkante
der Schaufel erstreckt bzw. erstrecken.
- Schaufel (23, 37, 38, 37a,
38a) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei sich der eine oder die mehreren
Schlitze (29, 54, 55, 54a, 55a) da
durch die Sogfläche (30) erstreckt bzw. erstrecken, wo an der Sogfläche
(30) Überschallschock auftritt.
- Schaufel (23, 27, 38) nach einem der Ansprüche
9 bis 14, wobei sich der eine oder die mehreren Schlitze (29,
54, 55) durch die Sogfläche (30) entweder (a) in der
Nähe von oder (b) strömungsabwärts von dem Profilsehnenmittelpunkt der Schaufel
erstreckt bzw. erstrecken.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen
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