Die Erfindung betrifft eine chemische Zusammensetzung, die als Granulierungszusatzstoff
für eine Düngemittelzusammensetzung verwendet werden soll.
Während der vergangenen letzten Jahre ist in der Landwirtschaft der
Bedarf für wasserlösliches Magnesium und der Bedarf für Schwefel angestiegen. Magnesium
ist in Gras ein Erfordernis, um Erkrankungen beim Rind aufgrund eines Mg-Mangels
zu vermeiden, was die Konsequenz der Anwendung von Dünger ist. Schwefel ist ein
Hauptnährstoff, welcher aufgrund von Umweltgesetzen zur Abgasentschwefelung selten
geworden ist und daher sich weniger in dem Boden ablagert.
Eine mögliche Reaktion zum Erfüllen dieser Magnesium- und Schwefelerfordernisse
ist ein Düngemittel, zu welchem das Mineral Kieserit zugegeben worden ist. Natürliches
Kieserit enthält als im Mittel 97 Gew.-% MgSO4·1H2O
und ungefähr 3 Gew.-% Verunreinigungen. Wenngleich die Zugabe des Minerals Kieserit
zum Düngemittel zu einem vertretbaren Produkt führt, liegen weiterhin mehrere Probleme
vor. Vorrangig sind hier die Verunreinigungen, welche eine Anzahl von Problemen
in dem Verfahren erzeugen können. Die meisten dieser Verunreinigungen enthalten
Chloride, welche in einer Anzahl von Verfahren einen negativen Einfluss, entweder
auf die Sicherheit oder auf Umweltfragen, haben. Weiterhin ist es nicht immer möglich
das Gleichgewicht zwischen Mg und S bei Aufrechterhaltung des Gehaltes von wasserlöslichem
Mg in der Zusammensetzung einzustellen.
Darüber hinaus besteht ein Bedarf Mg in einer schnell löslichen Zusammensetzung,
wie etwa MgSO4, und als eine langsam freisetzende Zusammensetzung, wie
etwa MgO oder MgCO3, verfügbar zu haben.
Es ist daher ein Gegenstand der Erfindung eine chemische Zusammensetzung
bereitzustellen, welche als ein Zusatzmittel für Düngemittelzusammensetzungen verwendet
werden kann, welche die oben genannten Schwierigkeiten vermeidet.
Der Gegenstand wird erreicht durch eine Zusammensetzung, umfassend
35 bis 60 Gew.-% Magnesiumsulfat, 5 bis 35 Gew.-% Calciumsulfat, 10 bis 35 Gew.-%
eines Gemischs, enthaltend Magnesiumcarbonat und Calciumcarbonat, bis zu 5 Gew.-%
Wasser, entweder frei oder als Kristallwasser gebunden, wobei der Rest Magnesiumoxid
ist.
Durch die Verwendung dieser Zusammensetzung wird Schwefel als auch
Magnesium verfügbar gemacht und das Magnesium liegt in verschiedenen Formen vor,
entweder als MgSO4, welches leicht löslich ist, als MgO, welches in MgNO3
durch Reaktion mit N-enthaltendem Düngemittel übergeführt werden, welches weniger
löslich ist, und als MgCO3, welches relativ langsam löslich ist.
Die Menge MgSO4 kann zwischen 35 und 60 Gew.-% variiert
werden, in Abhängigkeit von dem letztendlichen Ziel des Vorliegens dieses Produkts.
Hohe Mengen MgSO4 sind erforderlich wenn die Beschichtungscharakteristika
des Endprodukts erhöht werden müssen und spezielle Charakteristika erforderlich
sind, wie etwa Härte oder nichtverbackende Oberflächen. In derartigen Fällen muss
die Menge MgSO4 mindestens 40 Gew.-% sein, vorzugsweise zwischen 50 bis
60 Gew.-% und am bevorzugtesten zwischen 50 bis 55 Gew.-%.
Ansonsten, falls die Nährstoffcharakteristika verbessert werden müssen,
kann es bevorzugt sein, geringere Mengen MgSO4 zu verwenden. In solchen
Fällen muss der MgSO4-Gehalt unter 55 Gew.-% sein, vorzugsweise zwischen
35 bis 45 Gew.-% und am bevorzugtesten zwischen 40 bis 45 Gew.-%.
Die Menge CaSO4 ist zwischen 5 bis 35 Gew.-%, jedoch kann
auch die Menge in Abhängigkeit von den erforderlichen Charakteristika des Endprodukts
variiert werden. Wenn hohe Nutrition erforderlich ist, muss die Menge CaSO4
nieder gehalten werden, vorzugsweise bei maximal 20 Gew.-%. Ansonsten, wenn die
Beschichtungscharakteristika und mechanischen Eigenschaften des Endprodukts wichtig
sind, ist es erforderlich die Menge CaSO4 höher zu halten, vorzugsweise
bei mindestens 15 Gew.-%.
Die Mengen der Carbonate, MgCO3 und CaCO3, als
solche sind nicht sehr kritisch, da diese Produkte nur als inertes Füllmaterial
dienen. Diese Verbindungen können verwendet werden, um die Beziehung zwischen den
Mengen von Mg und S, die zu den Endprodukten zugegeben werden, einzustellen.
Es ist auch möglich, die Menge MgO, die in der chemischen Zusammensetzung
gemäß der Erfindung vorliegt, einzustellen. Wenn der Nährwert des Endprodukts wichtig
ist, ist es bevorzugt, die Menge von MgO unter 5 Gew.-% zu halten. Dies ist besonders
wichtig, da MgO die Tendenz hat, mit Düngemitteln auf Ammoniakbasis zu reagieren.
Ansonsten, wenn die Beschichtungscharakteristika des Endprodukts wichtig sind, ist
es bevorzugt, die Menge von MgO zwischen 2 bis 8 Gew.-% zu halten.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen einer solchen
chemischen Zusammensetzung.
Ein offensichtliches Verfahren zum Herstellen dieser chemischen Zusammensetzung
ist das sogenannte Nassverfahren, welches auf einer Suspensionsreaktion von Schwefelsäure
mit Magnesiumcarbonat beruht. Die erhaltene Magnesiumsulfatlösung muss nachfolgend
mittels eines herkömmlichen Trocknungsverfahrens, z. B. Sprühtrocknungstechniken,
getrocknet werden. Dieses Verfahren war jedoch nicht sehr praktikabel, aufgrund
von Korrosion während der Herstellung des Magnesiumsulfats, was hauptsächlich auf
die Temperatur und das Schwefelsäure-Wasser-Gemisch zurückzuführen
war. Darüber hinaus macht die Bildung von sogenanntem Bittersalz (MgSO4·7H2O)
das erhaltene Produkt nicht für alle weiteren Anwendungen, insbesondere Aufschlämmungsgranulation,
geeignet.
Es ist daher ein Gegenstand der Erfindung ein Verfahren bereitzustellen
zum Herstellen einer chemischen Zusammensetzung, wobei die oben genannten Probleme
vermieden werden.
Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat
und/oder Calciumcarbonat mit Schwefelsäure in einem Fluidbettreaktor gemischt werden,
welcher mit Luft betrieben wird, und die resultierende chemische Zusammensetzung
wird aus dem Fluidbettreaktor entfernt.
Auf diese Art war es möglich, eine ausreichende Reaktion zwischen
den Feststoffen und der Schwefelsäure zu erreichen, um eine vollständige Reaktion
zu haben und die gewünschte Zusammensetzung zu erhalten.
Die Hauptreaktion, die in dem Fluidbettreaktor stattfindet, ist zwischen
MgO und H2SO4, was zur Bildung von MgSO4 und Wasser
führt. Es gibt nur eine begrenzte Reaktion zwischen den Carbonaten von Calcium und
Magnesium mit Schwefelsäure. Die Reaktion zwischen MgO und H2SO4
ist eine exotherme Reaktion, jedoch ist die erzeugte Hitze nicht ausreichend, um
die Reaktionstemperatur bei einem Grad zu halten, welcher ausreichend ist, um die
Reaktion am Laufen zu halten. Aus diesem Grund kann die Luft, die verwendet wird,
um das Fluidbett zu betreiben, vorerhitzt werden, wobei die Reaktionsgeschwindigkeit
erhöht wird und die Reaktion selbsterhaltend wird.
Vorzugsweise wird die Luft auf eine Temperatur zwischen 110°C
und 200°C, bevorzugter zwischen 120°C und 180°C vorerhitzt und am bevorzugtesten
wird die Temperatur unter 150°C gehalten.
Auf diese Art ist die Lufttemperatur im Wesentlichen gleich der Reaktionstemperatur,
sodass die Reaktion als solche nicht gestört wird. Tatsächlich ist diese Temperatur
ein Kompromiss zwischen der durch die Reaktion erzeugten Wärme und dem Wärmeaustausch
mit der Umgebung.
Zum Optimieren der Reaktion zwischen H2SO4 (eine
Flüssigkeit) und den Magnesiumverbindungen (MgO oder MgCO3) (Feststoffe)
ist es erforderlich, eine spezifische Teilchengröße zu haben. Dies ist auf der einen
Seite erforderlich, um ein stabiles Fluidbett zu besitzen, jedoch andererseits,
um über ausreichend Reaktionsoberfläche zu verfügen, um die Umwandlung innerhalb
vertretbare Zeitgrenzen durchzuführen.
Aus diesem Grund ist die Teilchengröße von Magnesiumoxid und/oder
Magnesiumcarbonat mit 90% kleiner als 100 &mgr;m und 40% kleiner als 30 &mgr;m definiert.
Die Reaktionszeit zwischen MgO und H2SO4 ist
vorzugsweise länger als 8 Minuten, wobei sichergestellt wird, dass zusammen mit
der Nachreaktion eine ausreichende Umsetzung von MgO stattgefunden hat. Bevorzugter
ist die Reaktionszeit länger als 10 Minuten.
Das Verfahren wird nun unter Bezugnahme auf die anhängige
1 beschrieben, welche eine schematische Darstellung
einer Einrichtung ist, die für die Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung
verwendet werden kann.
Die Einrichtung umfasst einen Fluidbettreaktor 1. Zwei Zuführtrichter
2 und 3 werden bereitgestellt für MgO bzw. Dolomit und ein Transportsystem
4, wie etwa eine Schnecke, führt beide diese Komponenten in den Reaktor.
Luft wird durch einen Kompressor 5 zugeführt und über eine Vorerhitzungseinheit
6 dem unteren Teil des Reaktors 1 zugeführt. Die Luft wird als
Zerstäubungsluft in einer Venturi-Typ-Konfiguration verwendet, d. h. der Lufteinlass
in den unteren Teil des Reaktors ist koaxial zum Schwefelsäurezugabeeinlass und
umgibt den gleichen vollständig. Auf diese Art werden sehr feinverteilte Tröpfchen
von Schwefelsäure in den Reaktor eingebracht.
Ein Behälter für Schwefelsäure kann mit dem unteren Teil des Reaktors
1 verbunden sein, sodass sie zusammen mit der vorerhitzten Luft zugeführt
werden kann. Im oberen Teil des Reaktors ist ein Auslass 10 bereitgestellt
worden, welcher in der Oberseite einer Zyklonvorrichtung 11 endet, während
der Auslass mit dem Transportsystem 4 verbunden ist. Ein anderer Auslass
12 wird zum Entfernen von Produkt aus dem Reaktor verwendet. Die Oberseite
des Zyklons ist mit einem Gaswäscher (nicht gezeigt) verbunden, wobei Luft aus dem
Reaktor 1 und der Zyklonvorrichtung 11 entfernt werden kann.
Die heraustretende Luft sollte in einer solchen Menge zugeführt werden,
dass keine Feststoffe in den Unterbau fallen können (Minimalgeschwindigkeit). Die
Maximalgeschwindigkeit wird durch die Tatsache vorgegeben, dass eine bestimmte Betthöhe
für Reaktionen erforderlich ist. Aufgrund des Fließbetts aus Feststoffen kann keine
Säure in Kontakt mit den Fließbettreaktorwänden kommen. Das Bett wirkt als ein Schutz
gegen Korrosion. Auch wenn das Recyclisieren zu ausgiebig ist (zirkulierendes Bett),
kann zu starkes Kühlen auftreten, welches in nicht optimalem Gleichgewicht mit der
Reaktionshitze und weiterer Umsetzung der Reaktanten sein kann. Die Minimalmenge
Inerstoffe, die vorliegen sollte, sollte alle Flüssigkeiten gleichmäßig in dem Gemisch
verteilen und sollte Reaktionswasser in das Gas, aus dem Reaktor hinaus befördern.
Dies ist, um negative Wirkungen des vorliegenden Wassers, wie Korrosion, Kühlen
und Agglomeration, zu verhindern. Das Maximum dieser vorliegenden „Inertstoffe"
ist gegeben durch die Umsetzungsrate der Base und die Reaktionswärme, die auftritt,
welche verwendet werden kann, um die Inertstoffe aufzuwerten.
Die Zentraleinheit ist der Fließbettreaktor. Dieser Reaktor kann einen
Ein- oder Mehrfachausstoßreaktor aufweisen, in Abhängigkeit von
der erforderlichen Kapazität. Ausgestoßene Luft (Fluidisierung) wird über Venturis,
die den unteren Teil bilden, zugeführt. Im Zentrum dieser Venturis sind Zweiphasen-Flüssigkeitsdüsen
zentral befestigt. Einer bis alle Venturis können mit einer solchen Düse ausgestattet
sein. Säure wird über eine Pumpe aus einem Tank diesen Düsen zugeführt. Die Säure
sollte durch Gas (vorzugsweise Luft oder ein Grundgas) zerstäubt werden. In Abhängigkeit
vom Typ der Düse kann der Druck zum Sprühen der Zugabe variieren. Endprodukt kann
aus dem Bett zentral vom unteren Teil bzw. Boden abgezogen werden. Jeder andere
Ort in dem Bett ist ebenfalls möglich (z. B. ein anderer Ort an dem unteren Teil
oder den Seitenwänden). Abzug von Produkt aus der Rezirkulationsschleife ist ebenfalls
möglich. Diese Materialien in dem stoßenden Fließbett können über das Bett und eine
Entstaubungseinheit (Filter oder Zyklon) zirkulieren. Das Produkt kann in das Bett
entweder über eine mechanische (Schnecke) oder pneumatische Vorrichtung recyclisiert
werden. Ein Rotationsventil kann erforderlich sein. Festes Produkt (basisch oder
inert) kann an verschiedenen Stellen in das Bett zugeführt werden. Das feste basische
Material sollte vorzugsweise so nahe wie möglich zur Säurezuführung zugeführt werden.
Beide Produkte können in das Bett entweder gemischt oder einzeln eingespeist werden.
Zuführung kann pneumatisch oder durch eine mechanische Dosiervorrichtung durchgeführt
werden. Rotationsventile können erforderlich sein, um ein Lecken zu verhindern.
Dem Endprodukt sollte eine Verweilzeit gegeben werden, um Nachreaktion
zu fördern, um eine gute Produktqualität zu erhalten. Die Verweilzeit kann in einem
normalen Behälter oder in ausgereifteren Vorrichtungen gegeben sein, z. B. in Temperatur-gesteuerten
Vorrichtungen und/oder Entgasungsvorrichtungen. Produkt sollte in Bewegung gehalten
werden, um ein Blocken des Systems aufgrund von Nachreaktionseffekten zu verhindern.
Nach Nachreaktion kann das Produkt (ein Teil davon) in die richtige Teilchengrößenverteilung
übergeführt werden. Mechanische oder pneumatische Vorrichtungen sind mögliche Werkzeuge,
um eine Klassifizierung zu erreichen. Eine Kombination von Klassifizierung und Kühlen
kann eine Möglichkeit sein.
Das Endprodukt sollte direkt kompatibel mit dem Hydrofließbettgranulationsverfahren
(Hydro Fluidised Bed Granulation-Verfahren) sein. Die Kompatibilität kann überall
in der Fließbettgranulation erreicht werden. Sowohl Zuführung in die Eingangseinheit
(Aufschlämmungsgranulation) als auch an der Endeinheit (Recyclisierungsgranulationbeschichtungsendprodukt)
sind möglich. Das Endprodukt ist gleichermaßen geeignet für andere Düngemittelgranulierungsverfahren.
Ein Beispiel der Flüssig-Fest-Reaktion kann die Umsetzung von Magnesiumoxid
mit Schwefelsäure in das sekundäre und Mikronährstoff-Magnesiumsulfat sein. Wenn
inertes Dolomit (äquimolares Gemisch von Calcium- und Magnesiumcarbonat) verwendet
wird, wird die Reaktionswärme für die Verdampfung von Wasser und zum Initialisieren
der Umsetzung von Dolomit in Magnesiumsulfat und Calciumsulfat verwendet. Die Säure
wird im Überschuss zu dem Magnesiumoxid zugeführt. Jedoch sollte nicht das gesamte
Dolomit umgesetzt werden, aufgrund seiner Funktion als Reaktionsmedium für Wärme-
und Masseübertragung. Die Säure wird über eine Zweiphasendüse zugeführt, welche
für die Bildung feiner Tröpfchen sorgt. Die Zerstäubungsluft ist kalt, um Korrosion
aufgrund von warmer Schwefelsäure zu verhindern.
Die Erfindung betrifft auch ein Düngemittel, welches dadurch gekennzeichnet
ist, dass vor oder während Granulation das Düngemittel mit der chemischen Zusammensetzung
gemäß der vorliegenden Erfindung gemischt worden ist.
In dem Falle, in welchem die oben beschriebene chemische Zusammensetzung
mit einer Düngemittelzusammensetzung vor oder während der Granulation davon gemischt
wird, ist es möglich andere chemische Substanzen mit der chemischen Zusammensetzung
zu mischen, um andere geeignete Verbindungen der Düngemittelzusammensetzung zuzumischen.
Eine Anforderung ist, dass keine chemische Reaktion zwischen dem Düngemittel, der
chemischen Zusammensetzung und der zugegebenen chemischen Substanz auftritt und
dass die zugegebene chemische Substanz stabil genug ist, um den Granulationsverfahren
unterzogen zu werden.
Gute Beispiele derartiger chemischer Substanzen sind Mikronährstoffe,
insbesondere Oxide, Hydroxide oder Carbonate von Metallen, wie etwa Zink, Magnesium
oder Kupfer, wenngleich auch andere stabile Substanzen genauso zugegeben werden
können, wie etwa Primärnährstoffe. Beispiele derartiger Primärnährstoffe sind Phosphatstein,
wie etwa z. B. Fluorapatit, Ammoniumphosphate, wie etwa Diammoniumphosphat oder
Monoammoniumphosphat und Kaliumsalze, wie etwa Kaliumchlorid oder Kaliumsulfat.
Weiterhin betrifft die Erfindung auch Düngemittelgranalien, welche
dadurch gekennzeichnet sind, dass die Granalien mit der chemischen Zusammensetzung
gemäß der Erfindung beschichtet sind.
Weiterhin betrifft die Erfindung solch ein Düngemittel, in welchem
die Beschichtung mit einer oder mehreren chemischen Substanzen gefüllt ist, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus Primär- und Sekundärnährstoffen, Mikronährstoffen,
Nitrifikationsinhibitoren, Mittel zum Steuern der langsamen Freisetzung, Biostimulantien,
Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden, lebenden Organismen, Vitaminen, Meeresprodukten,
Aminosäuren und Metallchelaten von Zn, Mn, Fe oder Cu.
In dem Falle, dass die Beschichtung bei Raumtemperatur aufgebracht
wird, kann eine andere chemische Zusammensetzung zu der Beschichtung zugegeben werden,
vorausgesetzt, dass sie nicht mit der Beschichtungszusammensetzung und/oder den
Düngemitteln reagieren wird, was bedeutet, dass praktisch jede inerte
Zusammensetzung zugegeben werden kann. In dem Falle, dass die Beschichtung nicht
bei Raumtemperatur aufgebracht wird, sondern bei erhöhterer Temperatur, muss darauf
geachtet werden, dass keine Reaktion zwischen der Beschichtung und/oder dem Düngemittel
und der zugegebenen chemischen Zusammensetzung stattfinden wird.
Beispiele derartiger chemischer Substanzen sind:
Nährstoffe
Primärer Nährstoff (primäre Nährstoffe), welcher (welche) in der üblichen
Terminologie N, P und K ist (sind), wobei der Nährstoff (die Nährstoffe) Phosphatstein,
wie etwa z. B. Fluorapatit, Ammoniumphosphate, wie etwa z. B. Diammoniumphosphat
und Monoammoniumphosphat, Kaliumsalze, wie etwa z. B. Kaliumchlorid und Kaliumsulfat
sein kann (können).
Sekundärer Nährstoff (sekundäre Nährstoffe), wwelcher (welhe) in der
üblichen Terminologie S, Mg und Ca ist (sind) und z. B. zusätzlich zu den beschriebenen
Verbindungen (Magnesiumsulfat, Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat, Calciumcarbonat,
Calciumoxid, Calciumsulfat, Dolomit) elementarer Schwefel und Natriumchlorid sein
kann (können).
Mikronährstoff (Mikronährstoffe), welcher (welche) in üblicher Terminologie
Verbindungen von Zn, Mn, Cu, Co, Se, Mo, Si, Fe und B ist (sind) und die Oxid-,
Sulfat-, Chlorid- oder Carbonatsalze oder andere Formen der genannten Elemente sein
kann (können), wie etwa z. B. Zinkoxid, Zinksulfat, Zinkcarbonat, Manganoxid, Mangansulfat,
Mangancarbonat, Manganchlorid, Kupferoxid, Kupfersulfat, Kobaltsulfat, Kobaltcarbonat,
Cobalthydroxid, Natriumselenat, Ammoniummolybdat, Natriummolybdat, Natriumsilikat,
Eisen(III)-oxide (z. B. Hematit, Magnetit), Eisen(III)-carbonat (Siderit), Eisen(III)-Sulfid,
Eisen(II)-Ammoniumphosphat, Eisen(II)-Ammoniumsulfat, Orthoborsäure, Dinatriumtetraborat,
Dinatriumoctaborattetrahydrat, calciniertes Ulexit, Metaborsäure, Tetraborsäure,
Boroxid, Calciummetaborat, Calciumtetraborat, Boraxdecahydrat und die chelatisierten
Formen der Elemente Zn, Mn, Cu, Fe, wobei das Chelatisierungsmittel z. B. EDDHSA,
EDDHAS, DTPA, LPCA, HEDTA, natürliche Chelatoren ist; Gluconate.
Da die Technik die Beschichtung von durch Sprühkristallisation erzeugten
Granalien oder von Granalien unter sehr milden Bedingungen erlaubt, können auch
viele andere Kategorien von Additiven auf dem Düngemittel fixiert werden, ohne das
Risiko, dass die Additive zerstört werden, wie etwa z. B.:
Naturprodukte
Natürliche organische Chemikalien, z. B. Biopolymere pflanzlichen
oder tierischen Ursprungs, natürliche fungizide, herbizide oder insektizide Verbindungen,
wie etwa z. B.: natürliche Pflanzenwachstumsregulatoren, Zucker, Fettsäuren, Polysaccharide,
wie etwa Alginat oder Chitosan, natürliche Harze, natürliche Komplexierungsmittel,
wie etwa Carbonsäuren, Aminosäuren, Huminsäuren, Phenole.
Organische Materialien aus Kompost, Fermentation, pflanzlichen oder
tierischen Ursprungs, wie etwa Extrakte, wie etwa z. B. Algenextrakte, Aufschlüsse,
Mehle, Nebenprodukte aus der Pflanzenmaterial- oder Tierverarbeitung.
Lebende Mikroorganismen oder mikrobielle Sporen aus Pilz- oder Bakterienursprung.
Synthetische Verbindungen oder semi-synthetische Gemische
Feldfruchtschutzmittel, wie etwa quartäre Ammoniumverbindungen, tertiäre
Sulfoniumverbindungen, Carbamate, aromatische Verbindungen, Pyrethroide, Pheromone,
Organophosphate, Aminoverbindungen, Polyaminoverbindungen.
Synthetische Chelatoren, Ionenaustauschmittel und Polymere, wie etwa
Iminocarbonsäuren, Polyamine, Polyacrylate, Polyole, Polycarbonsäuren und Polyaminosäuren.
Nitrifikationsinhibitoren wie etwa z. B. 2-Chlor-6-(trichlormethyl)pyridin,
DCD (Dicyandiamid), 1-Carbamoyl-3-methylpyrazol, 3MP (3-Methylpyrazol).
Langsam freisetzende Mittel/Polymer(e)
Methylenharnstoff, Stärke und Stärkederivate (wie etwa z. B. Kartoffelstärke),
Cellulose und Cellulosederivate (wie etwa z. B. Methylcellulose, Ethylcellulose,
Celluloseacetat, Carboxymethylcellulose, Celluloseester), Guar (wie etwa z. B. phosphorylierter
Guar).
Es sollte erwähnt werden, dass das Auflisten der Substanzgruppen und
Beispiele in den gegegeben Gruppen im Hinblick auf die Gruppen und Substanzen, die
zu der Beschichtung gegeben werden können, veranschaulichend und nicht begrenzend
ist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen derartiger
Düngemittelgranalien. In dem Verfahren wird die folgende Zusammensetzung
einer Beschichtungsvorrichtung zugeführt:
1. Düngemittelgranalien;
2. eine chemische Zusammensetzung gemäß der Erfindung;
3. eine Menge Wasser und optional;
4. Mengen einer oder mehrerer chemischer Substanzen, ausgewählt aus der Gruppe,
bestehend aus primären und sekundären Nährstoffen, Mikronährstoffen, Nitrifikationsinhibitoren,
Steuerungsmittel zur langsamen Freisetzung, Biostimulantien, Pestizide, Herbizide,
Fungizide, lebende Organismen, Aminosäuren, Vitamine, Meeresprodukte und Metallchelate,
und die beschichteten Düngemittelgranalien werden aus der Beschichtungsvorrichtung
entfernt.
Die Erfindung wird nun weiter mittels der folgenden Beispiele erklärt.
Beispiel 1
In einer oben beschriebenen Vorrichtung wurden die folgenden chemischen
Komponenten verwendet. MgO wurde erhalten durch alkalische Calcinierung von Magnesium
mit einer spezifischen Oberfläche von 10 bis 15 m2/g. Die mittlere Teilchengröße
war 20 &mgr;m (mittlerer Durchmesser), mit 99 Gew.-% kleiner als 90 &mgr;m.
MgCO3 und CaCO3 als gemischtes Dolomit mit einer
äquimolaren Zusammensetzung von Mg und Ca. Die Teilchengröße war definiert mit 90
Gew.-% kleiner als 100 &mgr;m und die Menge Verunreinigungen war weniger als 4 Gew.-%.
Schwefelsäure wurde in einer handelsüblichen Qualität von 90% verwendet.
Die Verfahrensbedingungen waren:
Zerstäubungsluft, d. h. Luft, die verwendet wird, um den Strom von
Schwefelsäure in kleine Tröpfchen zu brechenRohmaterialaufgabestromFließbett: Die Temperatur an der Oberseite des Reaktors war 130°C
In einer Anzahl aufeinanderfolgender Tests sind die folgenden Zusammensetzungen
erhalten worden.
Eine Schmelze von 150 kg, 97%, wird hergestellt aus Ammoniumnitrat
(AN), der chemischen Zusammensetzung 15 von Beispiel 1, zusätzlichem Dolomit, Magnesiumnitrat
und einigen ppm Granulationsadditiv bei 160°C. Diese Schmelze wird auf Saatgutmaterial
in einen Chargenfließbettgranulator bei einer Betttemperatur von ungefähr 130°C
gesprüht. Nach Granulierung wird das Produkt auf 35°C gekühlt. Die gewünschte
Menge Magnesiumsulfat in dem Endprodukt bestimmt die Menge von AN und Dolomit, welche
zugegeben wird. Im Falle von Harnstoff gilt das gleiche, nur dass 120 kg Schmelze,
96%, bei 135°C aufgebracht werden und bei 108°C granuliert wird.
Tabelle 2
In Tabelle 2 sind die Ergebnisse von zwei verschiedenen Tests gemäß
dem oben beschriebenen Verfahren gezeigt. Aus Tabelle 2 wird deutlich, dass das
erhaltene Produkt ausreichend stabil ist hinsichtlich Zusammensetzung und Charakteristika
und dass das Verfahren zeitlich stabil ist und leicht reproduziert werden kann.
Beispiel 3
In einem anderen Test, in welchem eine Düngemittelzusammensetzung
auf die gleiche Art wie in Beispiel 2 beschrieben, hergestellt wurde, wurde die
Verwendung des Minerals Kieserit und der chemischen Zusammensetzung Nr. 3 verglichen.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
Tabelle 3
Aus diesem Test wird deutlich, dass die erhaltene Düngemittelzusammensetzung
eine verbesserte Bruchfestigkeit aufweist und eine bessere Widerstandsfähigkeit
gegenüber Abrieb aufweist.
Beispiel 4
In diesem Beispiel werden zwei Düngemittelzusammensetzungen mit der
chemischen Zusammensetzung Nr. 36 verglichen. In Beispiel 4A sind 25% der chemischen
Zusammensetzung verwendet worden und in Beispiel 4B 15%.
Tabelle 4
Es wird durch Modifizierung der Menge der chemischen Zusammensetzung
klar, dass die Menge Mg und S beeinflusst werden kann, wodurch die Zusammensetzung
des Düngemittels eingestellt wird.
Beispiel 5
In diesem Beispiel sind zwei Harnstoffprodukte hergestellt worden
unter Verwendung von synthetischem Kieserit Nr. 18 und 22 und die Charakteristika
davon werden mit Harnstoffprodukten verglichen, unter Verwendung des Minerals Kieserit
und des Standardharnstoffprodukts.
Tabelle 5
In diesem Test ist auch bewiesen worden, dass die Bruchfestigkeit
verbessert worden ist, während der Abrieb reduziert worden ist.
Beispiel 6
In einer Reihe von Tests wurde die chemische Zusammensetzung, die
oben beschrieben ist, und wie in Beispiel 1 hergestellt wurde, als eine Beschichtung
für Düngemittel, das bereits als Granalien geformt ist, verwendet. Daher wurde die
chemische Zusammensetzung einer Beschichtungsvorrichtung zusammen mit Düngemittelgranalien
und etwas Wasser zugeführt. Es wurde als möglich befunden, andere chemische Substanzen
zu der Beschichtung zuzugeben, wobei die Zusammensetzung der Düngemittelgranalien
verbessert wird.
In zwei praktischen Tests wurden Calciumammoniumnitratgranalien (CAN)
mit den chemischen Zusammensetzungen Nr. 36 und Nr. 22 beschichtet, durch Zuführen
der chemischen Zusammensetzungen zusammen mit den CAN-Granalien in die Beschichtungsvorrichtung
und Zuführen von ausreichenden Mengen Wasser, welches erforderlich ist, um den Anhydritgips
in die Hydratform abzusättigen.
Die erhaltenen Granalien hatten die folgenden Charakteristika:
Tabelle 6
Aus diesen Tests wird deutlich, dass eine Düngemittelgranalie erhalten
wurde, die zufriedenstellende mechanische Charakteristika aufwies, um unter Standardbedingungen
verwendet zu werden. Ein wichtiger Vorteil dieses Typs von Düngemittelgranalien
war, dass andere chemische Substanzen leicht mit der chemischen Zusammensetzung
gemischt werden konnten, die als Beschichtung verwendet wurde.
Beispiel 7
In einer Laborbeschichtungstrommel (Electrolux) werden 300 bis 400
Gramm Harnstoffgranalien mit 2% oder 4% Zinkoxid beschichtet. Diese Harnstoffgranalien
werden aus der Produktion erhalten (Harnstoff 6, HAS). Das Zinkoxid ist von analytischer
Qualität (99%, Baker), mit einer sehr feinen Teilchengröße. Das Produkt wurde auf
Abriebseigenschaften (PQR-Abriebtest (2)) getestet, d. h. es wurde untersucht, welche
Menge Beschichtung über Staubbildung abgelöst wird.
Zwei Tests, beide basierend auf 2 und 4% Zinkoxid (1,6 und 3,2% Zn)
sind an UF80-beschichteten Granalien und nichtbeschichteten Granalien durchgeführt
worden. Der erste Test verwendete freie UF80-Granalien aus der Produktion, vor Siebung.
In diesem Falle wurde die UF-Beschichtung auf kalte Granalien in einer Laborbeschichtungstrommel
aufgebracht bevor mit Zinkoxid beschichtet wurde. Als Vergleichsbeispiel wurden
die nichtbeschichteten Granalien mit Zinkoxid beschichtet. Die zweiten Tests verwendeten
Granalien aus der Herstellung nach Siebung. Die nichtbeschichteten Granalien wurden
vor der UF-Beschichtungstrommel verwendet, die beschichteten Granalien direkt danach.
Beide Produkte wurden bis Raumtemperatur gekühlt bevor sie mit Zinkoxid beschichtet
wurden.
Tabelle 7Tabelle 8
Wie aus den Ergebnissen in Tabelle 7 ersichtlich ist, hat die Statistik
der Produktqualität der Granalien, welche nicht auf eine definierte Teilchengrößenverteilung
gesiebt worden sind, einen großen Einfluss auf die Staubbildung des Endprodukts.
Jedoch verändert die Anwendung einer Zinkoxidbeschichtung (mit oder ohne "Haftmittel")
nicht wesentlich die Staubbildung.
Es ist aus diesen Ergebnissen in Tabelle 8 ersichtlich, dass eine
UF-Beschichtung nicht notwendig ist, wobei zu beachten ist, dass die Staubbildung
der Granalien bereits zwischen 500 und 1200 mg/kg variieren kann. Es kann geschlossen
werden, dass das Zinkoxid als solches bereits genug Adhäsion aufweist, um zu verhindern,
dass es abgeblasen wird.
Anspruch[de]
Chemische Zusammensetzung zur Verwendung als Zusatzstoff für eine Düngemittelzusammensetzung,
dadurch gekennzeichnet, dass sie 35–60 Gew.-% Magnesiumsulfat, 5–35
Gew.-% Calciumsulfat, 10–35 Gew.-% eines Gemischs aus Magnesiumcarbonat und
Calciumcarbonat, bis zu 5 Gew.-% Wasser, entweder ungebunden oder gebunden als Kristallwasser,
umfasst, wobei der Rest Magnesiumoxid ist.
Chemische Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sie wenigstens 40 Gew.-% Magnesiumsulfat umfasst.
Chemische Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass sie höhstens 55 Gew.-% Magnesiumsuälfat umfasst.
Chemische Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sie 35–45 Gew.-% Magnesiumsulfat umfasst.
Chemische Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sie 40–45 Gew.-% Magnesiumsulfat umfasst.
Chemische Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sie 50–60 Gew.-% Magnesiumsulfat umfasst.
Chemische Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sie 50–55 Gew.-% Magnesiumsulfat umfasst.
Chemische Zusammensetzung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass sie höchstens 30 Gew.-% Calciumsulfat enthält.
Chemische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass sie wenigstens 15 Gew.-% Calciumsulfat enthält.
Chemische Zusammensetzung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass sie zwischen 2 und 8 Gew.-% Magnesiumoxid enthält.
Chemische Zusammensetzung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass sie weniger als 5 Gew.-% Magnesiumoxid enthält.
Verfahren zur Herstellung einer chemischen Zusammensetzung, die 35–60
Gew.-% Magnesiumsulfat, 5–35 Gew.-% Calciumsulfat, 10–35 Gew.-% eines
Gemischs aus Magnesiumcarbonat und Calciumcarbonat enthält, wobei der Rest Magnesiumoxid
ist, dadurch gekennzeichnet, dass Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat und/oder Calciumcarbonat
mit Schwefelsäure in einem Wirbelbettreaktor vermischt werden, der mit Luft betrieben
wird, und die resultierende chemische Zusammensetzung aus dem Wirtlelbettreaktor
herausgenommen wird.
Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnesiumcarbonat
Dolomit ist.
Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
dass das Magnesiumoxid eine definierte Kristallstruktur hat.
Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
dass die Luft vorgewärmt wird.
Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
dass die Betttemperatur auf einer Temperatur zwischen 110 und 200°C gehalten
wird.
Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Betttemperatur
wenigstens 120°C beträgt.
Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die
Betttemperatur höchstens 180°C beträgt.
Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Betttemperatur
höchstens 150°C beträgt.
Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
dass die Partikelgröße von Magnesiumoxid und/oder Magnesiumcarbonat als 90% kleiner
als 100 &mgr;m und 40% kleiner als 30 &mgr;m definiert ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass die Reaktionszeit länger als 8 Minuten ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
dass die Reaktionszeit länger als 10 Minuten ist.
Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Mikronährstoff mit einer chemischen Zusammensetzung nach einem der Ansprüche
1 bis 11 in dem Fließbett vermischt wird.
Düngemittel, das dadurch gekennzeichnet Ist, dass es vor oder während
der Granulierung mit einer chemischen Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1
bis 11 vermischt wird.
Düngemittel nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass es vor
oder während der Granulierung mit einer chemischen Zusammensetzung und anderen chemischen
Substanzen vermischt wird.
Düngemittel nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die anderen
chemischen Substanzen Mikronährstoffe sind.
Düngemittelkörnchen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie mit
einer chemischen Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 beschichtet sind.
Düngemittelkörnchen nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschichtung mit anderen chemischen Zusammensetzungen gefüllt ist, die ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Primär- und Sekundärnährstoffen, Mikronährstoffen,
Nitrifikationsinhibitoren, Mitteln zur Steuerung einer langsamen Freisetzung, Biostimulanzien,
Pestiziden, Herbiziden, Fungiziden, lebenden Organismen, Vitaminen, Aminosäuren,
marinen Zusatzstoffen und Metallchelaten.
Verfahren zur Herstellung von Düngemittelkörnchen nach Anspruch 27
oder Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch einer Beschichtungsvorrichtung
zugeführt wird, wobei das Gemisch Folgendes umfasst:
1. Düngemittelkörnchen;
2. eine chemische Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11;
3. eine Wassermenge und bei Bedarf:
4. Mengen von Produkten, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Primär-
und Sekundärnährstoffen, Mikronährstoffen, Nitrifikationsinhibitoren, Mitteln zur
Steuerung einer langsamen Freisetzung, Biostimulanzien, Pestiziden, Herbiziden,
Fungiziden, lebenden Organismen, Vitaminen, Aminosäuren, marinen Zusatzstoffen und
Metallchelaten,
und dass die beschichteten Düngemittelkörnchen aus der Beschichtungsvorrichtung
herausgenommen werden.