Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Leistungselektronik.
Sie geht aus von einer Umrichterschaltung gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen
Anspruchs.
Stand der Technik
Leistungshalbleiterschalter werden derzeit vermehrt in der Umrichtertechnik
und insbesondere in Umrichterschaltungen zur Schaltung von mehreren Spannungsniveaus
eingesetzt. Besonders wichtig bei solchen Umrichterschaltungen ist es, dass beim
Schaltvorgang der Leistungshalbleiterschalter der Umrichterschaltungen, insbesondere
für Hochleistungsumrichterschaltungen zur Schaltung von hohen Spannungen und zur
gleichzeitigen Führung hoher Ströme, unbeabsichtigte Nebeneffekte in Form von Schwingungen
gemindert oder vermieden werden. Dazu sind eine Fülle von Beschaltungen für Umrichterschaltungen
bekannt. Eine Umrichterschaltung mit einer entsprechenden Beschaltung zur Begrenzung
von Überspannungen an Leistungshalbleiterschaltern ist beispielsweise in "Semikron
- Applikationshandbuch IGBT- und MOSFET Leistungsmodule, 2002" angegeben. Darin
weist die Umrichterschaltung einen durch einen Energiespeicher gebildeten Gleichspannungskreis
auf, wobei als Energiespeicher ein Kondensator vorgesehen ist. Für jede Phase der
Umrichterschaltung ist ein parallel zu dem Energiespeicher geschaltetes Zweigpaar
vorgesehen, wobei jedes Zweigpaar Leistungshalbleiterschalter aufweist. In "Semikron
- Applikationshandbuch IGBT- und MOSFET Leistungsmodule, 2002" ist jedes Zweigpaar
aus zwei in Serie geschalteten Leistungshalbleiterschaltern gebildet. Der Energiespeicher
des Gleichspannungskreises und die Zweigpaare sind gängigerweise über eine Verschienung
verbunden, die eine parasitäre Induktivität aufweist. Dem von dieser parasitären
Induktivität geführten Strom muss nach dem Abschaltvorgang des jeweiligen Leistungshalbleiterschalters
ein Ausweichpfad in der Umrichterschaltung angeboten werden, um eine durch den Strom
bedingte Überspannung am jeweiligen Leistungshalbleiterschalter zu begrenzen. In
"Semikron - Applikationshandbuch IGBT- und MOSFET Leistungsmodule, 2002" ist dazu
eine passive Beschaltung der Umrichterschaltung in Form eines Spannungsbegrenzungsnetzwerkes
für jedes Zweigpaar vorgesehen, welches jeweils durch einen Kondensator gebildet
ist. Jedes dieser Spannungsbegrenzungsnetzwerke ist zu dem zugehörigen Zweipaar
parallel geschaltet.
Problematisch bei dem durch einen Kondensator gebildeten Spannungsbegrenzungsnetzwerk
ist, dass zwar die Überspannung am jeweiligen Leistungshalbleiterschalter begrenzt
wird, jedoch bildet der Kondensator des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes zusammen
mit der parasitären Induktivität und dem Kondensator des Gleichspannungskreises
einen Oszillationspfad, welcher nur schwach gedämpft ist und bei jedem Schaltvorgang
des entsprechenden Leistungshalbleiterschalters, insbesondere beim Abschalten neu
zu Schwingungen angeregt wird. Die in der parasitären Induktivität gespeicherte
elektrische Energie bewirkt bei solchen Schwingungen eine Stromamplitude dieser
Schwingungen, die in der Grössenordnung des abgeschalteten Stromes liegt. Die Dämpfung
dieser Schwingungen und damit die Vernichtung der in der parasitären Induktivität
gespeicherten elektrischen Energie erfolgt ausschliesslich durch Fliessen des Stromes
in ohmschen Widerstandsanteilen des Kondensators des Gleichspannungskreises, des
Kondensators des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes und der Verschienung. Dies führt
zu höheren elektrischen und thermischen Belastungen dieser Komponenten bezüglich
Verlustleistung.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Umrichterschaltung derart
weiterzubilden, dass sich die Überspannungsbelastung und die Abklingzeit der Überspannung
an Leistungshalbleiterschaltern der Umrichterschalter, insbesondere bei deren Abschalten,
in einfacher Weise weiter reduzieren lässt und gleichzeitig elektrische Schwingungen
und die damit einhergehende elektrische und thermische Belastung weiterer Komponenten
weitestgehend vermieden werden. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs
1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
angegeben.
Die erfindungsgemässe Umrichterschaltung weist einen durch mindestens
einen Energiespeicher gebildeten Gleichspannungskreis auf, wobei zudem für jede
Phase der Umrichterschaltung mindestens ein parallel zu jedem Energiespeicher geschaltetes
Zweigpaar vorgesehen ist. Jedes Zweigpaar weist einen oder mehrere Leistungshalbleiterschalter
auf. Weiterhin ist ein durch einen Kondensator gebildetes und für jedes Zweigpaar
vorgesehenes Spannungsbegrenzungsnetzwerk vorgesehen, welches jeweils parallel zu
dem zugehörigen Zweigpaar geschaltet ist. Vorzugsweise ist das Spannungsbegrenzungsnetzwerk
niederinduktiv mit dem zugehörigen Zweigpaar verbunden. Erfindungsgemäss ist mindestens
ein Dämpfungsnetzwerk vorgesehen, welches parallel zu jedem Energiespeicher geschaltet
ist. Das Dämpfungsnetzwerk bewirkt vorteilhaft, dass eine durch das Schalten, insbesondere
durch das Abschalten eines Leistungshalbleiterschalters der Umrichterschaltung angeregte
elektrische Schwingung im Oszillationspfad "Kondensator des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes
- parasitäre Induktivität einer Verschienung der Zweigpaare mit dem Gleichspannungskreis
- Energiespeicher des Gleichspannungskreises" gedämpft wird. Die hohe Stromamplitude
dieser Schwingung und die daraus resultierende Überspannung am Leistungshalbleiterschalter
nach dessen Abschaltvorgang, welche Überspannung durch den Kondensator des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes
bereits begrenzt wird, kann somit weiter reduziert werden, da sich der Strom, welcher
ursprünglich als elektrische Energie in der parasitären Induktivität gespeichert
war, nun zwischen dem Dämpfungsnetzwerk und dem Kondensator des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes
aufteilt. Die vorstehend angesprochene Dämpfung bewirkt weiterhin vorteilhaft, dass
die durch den Abschaltvorgang des entsprechenden Leistungshalbleiterschalters angeregte
elektrische Schwingung bezüglich des Stromes schneller abklingt und die durch den
Strom bedingte Überspannung am entsprechenden Leistungshalbleiterschalter reduziert
wird und ebenfalls schneller abklingen kann. Darüber hinaus werden durch die vorstehend
erwähnte Dämpfung der durch den Abschaltvorgang des entsprechenden Leistungshalbleiterschalters
angeregten elektrischen Schwingung Überlagerungseffekte solcher Schwingungen, welche
durch Schalthandlungen von mehreren kurz aufeinander schaltenden Leistungshalbleiterschalter
der Zweigpaare auftreten können, vorteilhaft vermindert. Insgesamt kann somit mittels
des Dämpfungsnetzwerkes und der damit bewirkten und vorstehend beschriebenen Dämpfung
der elektrischen Schwingung der Strom im vorstehend angesprochenen Oszillationspfad
vermindert werden und damit die elektrische und thermische Belastung weiterer Komponenten
der Umrichterschaltung weitestgehend vermieden werden.
Die erfindungsgemässe Umrichterschaltung eignete sich besonders für
eine hohe Anzahl an Zweigpaaren, für hohe Ströme durch die entsprechenden Zweigpaare
und für eine hohe Spannungsauslastung der Zweigpaare.
Diese und weitere Aufgaben, Vorteile und Merkmale der vorliegenden
Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung offensichtlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Umrichterschaltung zur Schaltung
von zwei Spannungsniveaus und
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemässen Umrichterschaltung zur
Schaltung von drei Spannungsniveaus.
Die in der Zeichnung verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung
sind in der Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in
den Figur gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die beschriebenen Ausführungsformen
stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine beschränkende Wirkung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Umrichterschaltung zur Schaltung von zwei Spannungsniveaus gezeigt. Weiterhin ist
in Fig. 2 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemässen Umrichterschaltung
zur Schaltung von drei Spannungsniveaus gezeigt. In Fig. 1 und Fig. 2 weist die
Umrichterschaltung allgemein einen durch mindestens einen Energiespeicher 6 gebildeten
Gleichspannungskreis 1 und mindestens ein für jede Phase R, S, T vorgesehenes und
parallel zu jedem Energiespeicher 6 geschaltetes Zweigpaar 2 auf. Gemäss Fig. 1
ist der Energiespeicher 6 als ein Kondensator ausgebildet, wobei auch mehrere in
Serie oder parallel geschaltete Kondensatoren denkbar sind. In Fig. 2 hingegen ist
der Gleichspannungskreis 1 aus zwei Energiespeichern 6, nämlich aus zwei in Serie
geschalteten Kondensatoren mit herausgeführtem Mittelabgriff gebildet. Auch in diesem
Fall kann jeder Energiespeicher 6 aus einer Mehrzahl an in Serie oder parallel geschalteten
Kondensatoren gebildet sein.
Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 1 ist jedes Zweigpaar 2 aus zwei
in Serie geschalteten Leistungshalbleiterschaltern gebildet. Die Anordnung und Verschaltung
der Zweigpaare 2 gemäss Fig. 1 entspricht einer gängigen Umrichterschaltung zur
Schaltung von zwei Spannungsniveaus und ist auch als "Zwei-Punkt-Umrichterschaltung"
bekannt. Die Anordnung und Verschaltung der Zweigpaare 2 gemäss der Ausführungsform
nach Fig. 2 entspricht einer gängigen Umrichterschaltung zur Schaltung von drei
Spannungsniveaus und ist auch als "Drei-Punkt-Umrichterschaltung" bekannt, wobei
die Anzahl der Leistungshalbleiterschalter eines jeden Zweigpaares 2 für die Ausführungsform
einer "Drei-Punkt-Umrichterschaltung gemäss Fig. 2 und die Verschaltung der Leistungshalbleiterschalter
auch bekannt sind. Allgemein weist somit jedes Zweigpaar 2 eine beliebige Anzahl
an Leistungshalbleiterschaltern auf, wobei auch Ausführungsformen mit nur einem
einziger Leistungshalbleiterschalter für jedes Zweigpaar 2 denkbar sind. In den
Ausführungsformen der erfindungsgemässen Umrichterschaltung gemäss Fig. 1 und Fig.
2 ist die Umrichterschaltung beispielhaft jeweils dreiphasig ausgeführt. Allgemein
kann die erfindungsgemässe Umrichterschaltung gemäss Fig. 1 und Fig. 2 eine beliebige
Anzahl Phasen aufweisen, wobei dann, wie bereits erwähnt, für jede Phase ein Zweigpaar
2 mit den entsprechenden Leistungshalbleiterschaltern vorgesehen ist.
Vorzugsweise ist jeder Leistungshalbleiterschalter als ansteuerbarer
bidirektionaler Leistungshalbleiterschalter, insbesondere als Bipolartransistor
mit isoliert angeordneter Ansteuerelektrode (IGBT) mit zusätzlich antiparallel geschalteter
Diode ausgeführt. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass ein solcher vorstehend
genannter ansteuerbarer bidirektionaler Leistungshalbleiterschalter beispielsweise
als Abschaltthyristor, wie beispielweise GTO oder IGCT mit entsprechender Beschaltung,
oder als Leistungs-MOSFET mit antiparallel geschalteter Diode ausgeführt sein kann.
Gemäss Fig. 1 und Fig. 2 weist die Umrichterschaltung weiterhin ein
durch einen Kondensator gebildetes und für jedes Zweigpaar 2 vorgesehenes Spannungsbegrenzungsnetzwerk
3 auf, welches jeweils parallel zu dem zugehörigen Zweigpaar 2 geschaltet ist. Vorzugsweise
ist jedes Spannungsbegrenzungsnetzwerk 3 niederinduktiv mit dem zugehörigen Zweigpaar
3 verbunden. Erfindungsgemäss ist mindestens ein Dämpfungsnetzwerk 4 vorgesehen,
welches parallel zu dem Gleichspannungskreis 1 geschaltet ist. Das Dämpfungsnetzwerk
4 bewirkt vorteilhaft, dass eine durch das Schalten, insbesondere durch das Abschalten
eines Leistungshalbleiterschalters der Umrichterschaltung angeregte elektrische
Schwingung im Oszillationspfad "Kondensator des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes 3
- parasitäre Induktivität 5 einer Verschienung der Zweigpaare 2 mit dem Gleichspannungskreis
1 - Kondensator des Gleichspannungskreises 1" gedämpft wird. Die bei einer solchen
Schwingung auftretenden hohe Stromamplitude einer solchen Schwingung bewirkt eine
Überspannung am Leistungshalbleiterschalter nach dessen Abschaltvorgang, wobei diese
Überspannung durch den Kondensator des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes 3 bereits
begrenzt wird. Durch das Dämpfungsnetzwerk 4 kann diese Überspannung am entsprechenden
Leistungshalbleiterschalter sehr vorteilhaft weiter reduziert werden, da sich der
Strom, der ursprünglich als elektrische Energie in der parasitären Induktivität
5 gespeichert war, dann zwischen dem Dämpfungsnetzwerk 4 und dem Kondensator des
Spannungsbegrenzungsnetzwerkes 3 aufteilen kann und somit keine wie aus dem Stand
der Technik bekannte hohe Überspannung bewirkt. Die vorstehend angesprochene Dämpfung
der Schwingung bewirkt weiterhin vorteilhaft, dass die durch den Abschaltvorgang
des entsprechenden Leistungshalbleiterschalters angeregte elektrische Schwingung
bezüglich des Stromes schneller abklingt und die durch den Strom bedingte Überspannung
am entsprechenden Leistungshalbleiterschalter ebenfalls schneller abklingen kann.
Ferner werden durch die vorstehend erwähnte Dämpfung der durch den Abschaltvorgang
des entsprechenden Leistungshalbleiterschalters angeregten elektrischen Schwingung
Überlagerungseffekte solcher Schwingungen, die durch Schalthandlungen von mehreren
kurz aufeinander schaltenden Leistungshalbleiterschalter verschiedener Zweigpaare
2 auftreten können, vorteilhaft vermindert. Mittels des Dämpfungsnetzwerkes 4 ist
somit eine schwingungsarme Umrichterschaltung erreicht, wobei durch die vorstehendend
detailliert erläuterte Dämpfung der elektrischen Schwingung ein Strom im vorstehend
genannten Oszillationspfad vermindert wird und damit die elektrische und thermische
Belastung weiterer Komponenten, insbesondere der Verschienung und der Verbindungsleitungen
der Umrichterschaltung weitestgehend vermieden werden. Insgesamt wirkt, d.h. dämpft
das Dämpfungsnetzwerk 4 die auftretende Schwingung zentral für sämtliche Zweigpaare
2 der Umrichterschaltung.
Um eine gute Wirkung des Dämpfungsnetzwerkes 4 zu erreichen, hat es
sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Verbindungen, insbesondere die Verbindungsleitungen
zum Gleichspannungskreis 1 und zu den Zweigpaaren 2 niederinduktiv ausgebildet sind.
Gemäss Fig. 1 ist das Dämpfungsnetzwerk 4 der Umrichterschaltung erfindungsgemäss
aus einem Kondensator und einem zu dem Kondensator in Serie geschalteten Widerstand
gebildet. Da das Dämpfungsnetzwerk 4 nur einmal oder in sehr geringer Anzahl für
einen Gleichspannungskreis 1 vorgesehen ist, muss auch nur ein Kondensator und ein
Widerstand für das beziehungsweise jedes Dämpfungsnetzwerk 4 vorgesehen werden.
Zusammen mit dem für jedes Zweigpaar 2 vorgesehenen Spannungsbegrenzungsnetzwerk
3 kann somit die Bauelementeanzahl der Umrichterschaltung vorteilhaft gering gehalten
werden. Um eine weitere Verbesserung der Dämpfung zu erzielen, werden, wie vorstehend
erwähnt, mehrere Dämpfungsnetzwerke 4 in geringer Anzahl für einen Gleichspannungskreis
1 verwendet. Das Dämpfungsnetzwerk 4 ist durch die Anordnung am Gleichspannungskreis
1 an einer zentralen Stelle in der erfindungsgemässen Umrichterschaltung angeordnet,
wodurch die Verlustenergie im Widerstand des Dämpfungsnetzwerkes 4, welche durch
die Dämpfung der vorstehend detailliert beschriebenen elektrischen Schwingung generiert
wird, zentral abgeführt werden kann. Durch die zentrale Anordnung des Dämpfungsnetzwerkes
4 ist weiterhin eine mechanische Vereinfachung der erfindungsgemässen Umrichterschaltung
erzielt und eine platzsparende Realisierung möglich.
Zur Abführung der Verlustenergie verfügt der Widerstand des Dämpfungsnetzwerkes
4 vorzugsweise über ein in Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestelltes
eigenständiges Widerstandskühlsystem, mit dem der Widerstand thermisch kontaktiert
ist. Es ist aber auch denkbar, dass die Leistungshalbleiterschalter der Zweigpaare
2 mit einem in Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber ebenfalls nicht dargestellten
Leistungshalbleiterschalterkühlsystem thermisch kontaktiert sind und der Widerstand
des Dämpfungsnetzwerkes 4 dann mit diesem Leistungshalbleiterschalterkühlsystem
thermisch kontaktiert ist. Da die Verlustenergie bei dieser Ausführungsform mittels
nur eines Kühlsystems abgeführt wird, ist eine besonders einfache, platzsparende
und damit kostengünstige Realisierung der erfindungsgemässen Umrichterschaltung
erreicht.
Es hat sich ferner als vorteilhaft erwiesen, dass der Wert des Kondensators
des Dämpfungsnetzwerkes 4 in der Grössenordnung 1.5 bis 50-fach grösser als der
Wert des Kondensators des Spannungsbegrenzungsnetzwerkes 3 gewählt ist.
Die erfindungsgemässe Umrichterschaltung zeichnet sich insgesamt durch
einen sehr schwingungsarmen Aufbau, insbesondere aufgrund des Dämpfungsnetzwerkes
4, aus, kommt mit einer Minimalanzahl an zusätzlichen Bauelemente aus und ist weiterhin
bezüglich ihres Aufbaus einfach, platzsparend und somit kostengünstigen realisierbar.
Bezugszeichenliste
- 1
- Gleichspannungskreis
- 2
- Zweigpaar
- 3
- Spannungsbegrenzungsnetzwerk
- 4
- Dämpfungsnetzwerk
- 5
- parasitäre Induktivität
- 6
- Energiespeicher