PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10029175B4 07.10.2004
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung und Regelung des Dickenprofils bei der Blasfolienherstellung
Anmelder Kdesign GmbH, 51371 Leverkusen, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 19.06.2000
DE-Aktenzeichen 10029175
Offenlegungstag 13.06.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.2004
Free division/divided out on the grounds of lack of unity 10066051.7;
10066209.9
IPC-Hauptklasse B29D 7/01
IPC-Nebenklasse B29C 47/88   B29C 47/20   B29C 47/92   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung und Regelung des Dickenprofils bei der Herstellung von Blasfolien nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und bezieht sich außerdem auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9.

Das Dickenprofil und insbesondere das Umfangsdickenprofil des aus dem Formwerkzeug der Ringdüse eines Blasfolienextruders austretenden Folienschlauchs weist in Umfangslage weitgehend ortsfeste dickere und dünnere Bereiche auf, was sich beim Aufwickeln und Weiterverarbeiten des Folienschlauchs negativ auswirkt.

Um die Abweichungen des Dickenprofils schon beim Produktionsvorgang möglichst gering zu hatten, wird die Wirkung ausgenutzt, daß beim Aufblasen des Folienschlauches wärmere Bereiche stärker

und kühlere Bereich weniger stark ausgereckt werden. Bei bekannten Vorrichtungen werden die Dickenunterschiede der Blasfolie über dem Umfang durch Variation der Kühlleistung über dem Umfang beeinflußt. Der Folienschlauch wird abhängig von der vorhandenen Anzahl von Regelelementen in einzelne zugeordnete Umfangssektoren unterteilt.

Bei höherer Kühlleistung in einem Umfangssektor kühlt die Blasfolie hier schneller, wird so weniger stark gedehnt und bleibt somit relativ dicker. Bei geringerer Kühlleistung in einem Umfangssektor behält die Blasfolie eine höhere Temperatur, infolge dessen ist sie stärker dehnbar; somit wird die Foliendicke stärker vermindert. Die Foliendickenunterschiede über dem Umfang werden hierbei von einer Meßeinrichtung ermittelt und einer Regeleinrichtung zurückgemeldet. Diese Meßeinrichtung ist in der Regel in Produktionsrichtung hinter einem Einfrierbereich des Folienmaterials angeordnet.

Aus der DE 40 01 287 C2 und EP 0 508 167 A2 sind segmentweise unterteilte Kühlluftringe bekannt, bei denen die Kühlluft mittels Einbauten in diesen Segmenten im Volumen bzw. in der Temperatur verändert wird.

In der DE 40 01 287 A1 ist hierbei vorgesehen, daß zur Änderung der einzelnen Volumenströme Teilströme der Kühlluft abgezweigt und abgeblasen werden, die an der Kühlung der Blasfolie nicht teilnehmen. Dies ist energetisch nachteilig. Die Vielzahl der unmittelbar am Kühlluftring angebauten Regeleinheiten führt zu einer sehr gedrängten Bauweise.

Aus der EP 0 508 167 A2 ist ein Kühlluftring mit Düsen in zwei Austrittsebenen bekannt. Hierbei wird ein kleinerer Teilstrom ungeregelt in einer ersten Ebene relativ nah an der Ringdüse des Blaskopfes zugeführt und ein größerer Teilstrom der Kühlluft in einer in Produktionsrichtung zweiten Ebene segmentweise temperaturgeregelt zugeführt. Die unmittelbar im Kühlring eingebauten Heizelemente führen wieder zu einer gedrängten und die Strömung behindernden Bauweise. Das Ansprechen der Heizelemente ist trägheitsbehaftet.

Aus der DE 42 18 995 A1 ist ein anderer Kühlluftring mit Düsen in zwei Austrittsebenen bekannt, die sehr eng beieinanderliegen. Hiermit wird ein kleinerer Teilstrom in einer ersten Ebene nahe der Ringdüse mit eingebauten Hahnventilen regelbar zugeführt und ein größerer Teilstrom der Kühlluft in einer zweiten Ebene weiter entfernt von der Ringdüse ungeregelt zugeführt. Die Ventil-elemente im Kühlluftring führen zu einer komplizierten gedrängten Bauweise.

Der wesentliche Nachteil der vorgenannten Systeme besteht darin, daß in dem Kühlring Einbauten erforderlich sind und somit ein Eingriff in das sensible aerodynamisches System des Kühlluftringes erfolgt. Weiterhin können infolge Beeinflussung der Luftmenge oder der Temperatur im Kühlring Einbußen bei der Gesamtkühlleistung entstehen.

Aus der DE 26 58 518 C2 ist es bekannt, durch Korrekturluftdüsen, die außen oberhalb des Kühlringes (Außenluftblasring) angeordnet sind, Einfluß auf die Unterschiede in der Foliendicke zu nehmen. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist die Tatsache, daß die Korrekturdüsen oberhalb des Kühlringes angeordnet sind. Hierbei ist der Einfluß auf die Dickenkorrektur nur noch in geringen Maßen möglich, da das Folienmaterial durch den Hauptkühlring bereits mit Kühlluft beaufschlagt worden ist und somit die Temperatur des Folienmaterials bereits abgesenkt ist.

Der Ausreckprozeß, der überhaupt erst die Beeinflussung mit Korrekturluft ermöglicht, ist oberhalb des Hauptkühlrings bereits zum Teil vollzogen, was die Einflußmöglichkeit zur Dickenkorrektur an dieser Stelle vermindert. Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung mit Anordnung von Korrekturluftdüsen oberhalb des Hauptkühlringes besteht darin, daß durch den von den Korrekturluftdüsen in Anspruch genommenen Bauraum der Zugang zur Folienblase (beim Start der Anlage), zum Düsenspalt (Schmelzeaustritt ist regelmäßig von Ablagerungen zu reinigen) und zum Hauptkühlring (Kühlluftringlippen sind prozeßabhängig einzustellen) sehr stark eingeschränkt ist.

Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß je nach gewünschtem Enddurchmesser des Folienschlauches eine Lageanpassung der Korrekturluftdüsen an diesen Durchmesser hinter dem Hauptkühlring erforderlich wird.

Aus der DE 39 20 194 C2 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regelung des Dickenprofils einer Blasfolie bei der Blasfolienherstellung mit einem segmentierten Zusatzkühlring bekannt, der in Produktionsrichtung hinter, d.h. oberhalb eines Hauptkühlrings angeordnet ist. Dies bedeutet, daß auch bei dieser Vorrichtung die die Foliendicke beeinflussenden Kühlluftströme erst stromabwärts in den Hauptkühlluftstrom münden und dadurch nur in geringem Umfang auf die Dickenkorrektur des bereits gekühlten Folienschlauchs einwirken können.

Aus der DE 196 29 076 A1 ist ein Kühlring zur Kühlung eines aus dem Ringspalt eines Folienblaskopfes austretenden Folienschlauches bekannt, dem Kühlluft mit zwei unterschiedlichen Temperaturen zugeführt wird und innerhalb dessen die Kühlluft segmentweise unabhängig voneinander zur Dickensteuerung veränderlich gemischt wird. Diese Vorrichtung bedingt einen erhöhten Aufwand bezüglich der temperierten Kühllufterzeugung und der Kühlluftmischung. Ebenso bedingt sie eine sehr gedrängte und komplizierte Bauweise aufgrund der Mehrzahl von innerhalb des Kühlringes eng angeordneten Mischventilen.

Aus der DE 44 28 212 A1 ist ein Folienblaskopf zur Herstellung von Schlauchfolien bekannt, bei dem ein Zusatzkühlring zwischen der Austrittsdüse des Blaskopfes und einem ungeregelten Hauptkühlring angeordnet ist. Der Zusatzkühlring umfaßt von einer äußeren Ringleitung abgehende radial nach innen gerichtete Röhrchen, die jeweils Heizpatronen zur Temperierung der im Volumenstrom ungeregelten Zusatzkühlluft enthalten. Das Ansprechverhalten der Heizpatronen ist trägheitsbehaftet, so daß insgesamt ein schlechtes Regelverhalten zu erwarten ist. Die Ausbildung des Zusatzkühlringes mit der Vielzahl der Heizpatronen, 5 die überdies verschmutzungsanfällig sind, ist außerordentlich kompliziert. Eine Wartung der Heizpatronen erfordert eine Gesamtdemontage der Kühlringe. Ein weiterer Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, daß die Heizpatronen aufgrund der gewünschten Temperaturunterschiede einen erheblichen Wärmeisolationsaufwand untereinander und gegenüber der beheizten Ringdüse des Blaskopfes erfordern.

Aus der DE 41 09 385 A1 ist eine Vorrichtung zur segmentweise gesteuerten Kühlung einer Folienblase bekannt, die einen Hauptkühlring umfaßt, aus der ein größerer Kühlluftstrom mit gleichmäßiger Umfangsverteilung ausgebracht wird, und die einen zwischen dem Hauptkühlring und dem Blaskopf liegenden weiteren Düsenkranz aufweist, dessen einzelne Düsen über einzelne außerhalb des Düsenkranzes liegende Dosierventile einzeln mengenregelbar sind, um das über dem Umfang gemessene Dickenprofil zu vergleichmäßigen.

Aus der WO 95/15251 A1 ist eine Vorrichtung zur Regelung des Dickenprofils von Blasfolien bekannt, bei der ein innerer und/oder ein äußerer Kühlring so gestaltet ist, daß über dem Umfang sequentiell die Düsenaustrittsquerschnitte der Kühlringdüsen verändert werden können. Die Regelung betrifft dabei jeweils den Gesamtkühlluftstrom der jeweiligen Kühlringdüse, der von jeder örtlichen Verstellung auf dem Umfang zunächst insgesamt verändert wird und anschließend wieder eingeregelt werden muß. Dies ist durch eine weitere Verstellung über dem Umfang oder durch Veränderung der Leistung des Kühlluftgebläses möglich. Die Verstellvorrichtung weist eine Vielzahl von Einzelschiebern über dem Umfang auf, die sequentiell von einem Versteller, der motorisch angetrieben wird, beaufschlagt werden können, und ist damit sehr kompliziert und raumbeanspruchend.

Bei der Blasfolienherstellung treten zusätzlich zu den in Umfangsrichtung gemessenen Dickenunterschieden immer auch Dickenschwankungen in Produktionsrichtung auf, die den Umfangsdickenunterschieden gleichmäßig in der Form überlagert sind, daß die über dem Umfang gemittelte Dicke in Produktionsrichtung periodischen Schwankungen unterliegt. Diese Schwankungen können verschiedene Ursachen haben; z.B. Ausstoßschwankungen der Extrusionseinheit oder Antriebsschwankungen der Abzugseinheit, die den Folienschlauch in Längsrichtung zieht und verstreckt.

Zur Minimierung dieser Schwankungsursachen sind gravimetrische Durchsatzregelsysteme bekannt, die Rohstoffdurchsatz, Förderschneckendrehzahl der Extrusionseinheit und Antriebsdrehzahl der Abzugseinheit in einem Regelkreis zur Konstanthaltung der mittleren Foliendicke verbinden.

Als weitere Schwankungsursache, die von den bekannten Systemen nicht kompensiert werden kann, tritt häufig eine niederfrequente aerodynamische Resonanzschwingung im Kühlringsystem zwischen den Ausblaslippen der Kühlluftdüsen und dem im Venturieffekt gehaltenen Folienschlauch auf, der im Bereich der Kühlluftdüsen noch ein hochelastisches Verhalten aufweist. Diese Resonanzschwingung stört die Konstanz der Längsverstreckung und führt dadurch zu einer Beeinflussung der Foliendicke in Produktionsrichtung in Form einer regelmäßigen Schwingung. Die Frequenz dieser Schwingung liegt in einer Größenordnung von kleiner 1 Hz.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der letztgenannten Art und eine Vorrichtung der letztgenannten Art zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen, die eine weitere Verbesserung der Vergleichmäßigung des Dickenprofils ermöglichen.

Die Lösung hierfür besteht in einem Verfahren zur Regelung des Dickenprofils bei der Herstellung von Blasfolien mittels eines Blasfolienextruders mit einem Blaskopf, einem Hauptkühlring für die Zufuhr eines Hauptkühlgasstromes und einem außerhalb des Hauptkühlringes angeordneten Zusatzkühlring für eine Zufuhr von separaten Zusatzkühlgasströmen, wobei mittels einer Meß- und Regeleinrichtung die Foliendicke an der Blasfolie oberhalb einer Einfriergrenze über dem Umfang gemessen und die Zusatzkühlgas ströme in Abhängigkeit von den gemessenen Foliendicken geregelt werden, wobei erste Zusatzkühlgasströme des Folienschlauches zumindest von außen in Produktionsrichtung vor dem Hauptkühlgasstrom zugeführt werden und in Abhängigkeit vom Foliendickenverlauf über dem Umfang einzeln in ihrem Volumenstrom geregelt werden und zweite einzeln geregelte Zusatzkühlgasströme zusätzlich auf der Innenseite in Produktionsrichtung vor dem Hauptkühlgasstrom gegen den Folienschlauch geblasen werden, die ebenfalls über dem Umfang einzeln in ihrem Volumenstrom geregelt werden. Die Lösung besteht weiterhin in einer Vorrichtung zur Steuerung und Regelung des Dickenprofils bei der Herstellung von Blasfolien, umfassend einen Blasfolien extruder mit einem Blaskopf, einen Hauptkühlring für die Zufuhr eines Hauptkühlgasstromes und einen außerhalb des Hauptkühlringes angeordneten Zusatzkühlring für eine Zufuhr von separaten Zusatzkühlgasströmen, und eine Meß- und Regeleinrichtung zur Steuerung und Regelung des Dickenprofils der Blasfolie, die die Foliendicke an dem Folienschlauch oberhalb einer Einfriergrenze über dem Umfang mißt und die Zusatzkühlgasströme in Abhängigkeit von den gemessenen Foliendicken regelt, wobei der Zusatzkühlring über dem Blaskopf des Blasfolienextruders unterhalb des Hauptkühlringes angeordnet ist und außerhalb des Zusatzkühlringes zumindest ein Gebläse und eine der Anzahl der Zusatzkühlgas ströme entsprechende Anzahl von Volumenstromregelelementen und Zuführleitungen vorgesehen ist, und ein zweiter Zusatzkühlring zusätzlich zum erstgenannten Zusatzkühlring für eine Zufuhr von separaten Zusatzkühlgasströmen im Inneren des Folienschlauches angeordnet ist und außerhalb dieses zweiten Kühlringes zumindest ein Gebläse und eine der Anzahl dieser Zusatzkühlgasströme entsprechende Anzahl von Volumenstromregelelementen und Zuführleitungen vorgesehen ist, wobei der zweite Zusatzkühlring im Innereren des Folienschlauches am Blaskopf des Blasfolienextruders in der Ebene des auf der Außenseite unterhalb des Hauptkühlringes angeordneten erstgenannten Zusatzkühlringes angeordnet ist.

Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß durch die Zufuhr der Zusatzkühlgasströme in Produktionsrichtung vor dem Hauptkühlgasstrom eine von der Kühlwirkung des Hauptkühlgas-stromes unabhängige Vorkühlung des Folienschlauches unmittelbar nach dem Austritt aus der Ringdüse des Folienblaskopfes erreicht wird. Hierbei ist die örtlich getrennt vom Zusatzkühlring erfolgende Volumensteuerung der einzelnen Zusatzkühlgasströme unkompliziert, einfach beherrschbar und von gutem Ansprechverhalten.

Dadurch, daß die Mittel zur Regelung des Dickenprofils mittels umfangssektorweise geregelter Zusatzkühlgasströme gänzlich dem Zusatzkühlring zugeordnet sind, können am Hauptkühlring einfache Verstellmöglichkeiten für die ggfs. mehrere Ringspalte in verschiedenen Ausblasebenen vorgesehen werden. Dies ermöglicht eine optimale Anpassung des Hauptkühlringes an verschiedenen verfahrenstechnischen Bedingungen oder Erfordernissen und erhöht die Produktionsleistung der Vorrichtung aufgrund hoher Kühlwirkung.

Die Anbringung des Zusatzkühlrings unterhalb des Hauptkühlringes erlaubt die größtmögliche Beeinflussung der Kühlwirkung unmittelbar an Düsenaustritt. Die Form und Größe des Zusatzkühlringes ist damit unabhängig von der durch den Hauptkühlring und das Innengasvolumen der Folienblase eingestellten Folienschlauchdimension und schränkt die Zugänglichkeit zum Folienschlauch, zum Düsenspalt des Blaskopfes und zum Hauptkühlring nicht ein. Die Vorrichtung zur separaten Regelung der Zusatzkühlgasströme liegt dabei außerhalb des Zusatzkühlrings.

Dies hat den erheblichen Vorteil, daß die Volumenstromregelelemente außerhalb der heißen Zone nahe der Ringdüse des Blaskopfes liegen.

Während für den Hauptkühlgasstrom aus Kostengründen Druckluft zur Anwendung kommt, ist es vorteilhaft, für die Zusatzkühlgasströme Inertgas oder Luft mit einer Beimischung aus Inertgas zu verwenden. Hierdurch werden Oxiadationserscheinungen des heißen Folienmaterials an der Ringdüse des Blaskopfes vermieden, so daß das Ansetzen von Oxidationsprodukten an der Ringdüse verhindert werden kann. Bevorzugt wird der Anteil der Zusatzkühlgasströme auf höchstens 5% der gesamten Kühlgasströme beschränkt.

Mit der Verwendung von Zusatzkühlgasströmen auf der Außenseite und auf der Innenseite kann die Regelungsrate erhöht werden.

Vorteilhaft ist es bei einer Kühlgasausbringung auf der Außenseite und auf der Innenseite gegen den Folienschlauch in jedem Fall, wenn die Ausblasebenen sowohl des Hauptkühlgasstromes als auch der Zusatzkühlgasströme innen und außen in im wesentlichen übereinstimmenden Ebenen liegen.

In besonders vorteilhafter Ausgestattung ist es vorgesehen, daß jeweils Zusatzkühlgasströme mit übereinstimmender Umfangsposition auf der Außenseite und auf der Innenseite der Schlauchfolie gemeinschaftlich druckversorgt und mengenstromgeregelt sind. Die Zuführleitungen für Zusatzkühlgasströme mit gleicher Umfangsposition auf, der Außenseite und auf der Innenseite des Folienschlauches werden hierbei als Verzweigungsleitungen von Leitungen mit einem gemeinsamen Volumenstromregelelement ausgeführt. Hiermit wird zum einen der konstruktive Aufwand bezüglich der Druckversorgung und Regelungsvorrichtung für das Zusatzkühlgas gering gehalten, zum anderen die gewünschte Variation der regelbaren Kühlwirkung in den einzelnen Umfagsbereichen intensiviert.

Der erstgenannte Zusatzkühlring kann eine einstückige sogenannte Segmentscheibe von im wesentlichen gleichbleibender Dicke mit einer ebenen Stirnfläche umfassen, die am äußeren Umfang verteilte Zuführbohrungen hat, von denen einseitig offene Radialnuten ausgehen, die im wesentlichen bis zum inneren Umfang reichen, wobei die die Radialnuten aufweisende Stirnfläche an einer ebenen Gegenfläche eines Abschlußteils abdichtend anliegt. Dieses Abschlußteil kann insbesondere vom Hauptkühlring selber gebildet werden, dessen Unterseite die ebene Gegenfläche bildet, gegen die die Segmentscheibe verschraubt ist. Die Gegenfläche bildet hierbeit mit den Nuten radiale Kühlgaskanäle in der Segmentscheibe, denen über Einzelstutzen an den Durchgangsbohrungen die separat geregelten Zusatzkühlgasströme zugeführt werden. Nahe dem Austritt können die einzelnen Kühlgaskanäle ineinanderübergehen.

Der Hauptkühlring selber kann entsprechend der bereits genannten bevorzugten Art der Kühlgasausbringung in zumindest zwei verschiedenen Ebenen angeordnete im wesentlichen parallel zur Wandung des Folienschlauchs gerichtet austretende Ringdüsen umfassen.

Der innere Zusatzkühlring für die Zufuhr von separaten Zusatzkühlgasströmen im Inneren des Folienschlauchs kann in ähnlicher Weise aufgebaut und in entsprechender Weise versorgt sein wie der erste Zusatzkühlring auf der Außenseite. Hierbei kann ein weiteres Gebläse und eine der Anzahl der Zusatzkühlgasströme entsprechende Anzahl von Volumenstromregelelementen und weiteren Zufuhrleitungen vorgesehen sein. Bevorzugt ist es jedoch, daß äußerer und innerer Zusatzkühlring mit Verzweigungsleitungen einer einheitlichen Druckluftversorgungs- und Regelungsvorrichtung für die Zusatzkühlgasströme mit korrespondierender Umfangslage verbunden sind.

Auch der weitere Zusatzkühlring kann als einstückige sogenannte Segmentscheibe gleichmäßiger Dicke mit einer ebenen Stirnfläche ausgebildet sein, die in diesem Fall am inneren Umfang verteilte Zuführungsbohrungen hat, von denen einseitig offene Radialnuten ausgehen, die bis zum äußeren Umfang reichen, wobei die die Radialnuten aufweisende Stirnfläche an einer ebenen Gegenfläche eines Abschlußteils abdichtend anliegt. Dieses Abschlußteil mit der Gegenfläche kann hierbei von einer Unterseite einer Innenkühleinrichtung im Inneren des Folienschlauches gebildet werden.

Gemäß der bereits genannten Form der Kühlmittelausbringung kann diese Innenkühleinrichtung in einer oder mehreren verschiedenen Ebenen liegende Ringdüsen umfassen, die in den Ebenen der Ringdüsen des Hauptkühlringes liegen, und ein zentrisches Luftabsaugrohr aufweisen, das in den Folienschlauch hineinragt. Eine derartige Innenkühleinrichtung kann aus einer Mehrzahl von übereinanderliegenden Ringscheiben aufgebaut sein, die mit Ausnahme einer Deckelscheibe untereinander gleich ausgeführt sein können.

Eine Verbesserung der Dickenschwankungen in Produktionsrichtung kann dadurch erreicht werden, daß zusätzlich zur Messung der Dickenverteilung in Umfangsrichtung eine Messung des Dickenverlaufs in Produktionsrichtung an einer oder mehreren Stellen auf dem Umfang erfolgt und daß entweder ein von einem Zusatzgebläse erzeugter Kühlgasstrom vor seiner Separierung in volumenregelbare Zusatzkühlgasströme in seinem Gesamtvolumenstrom in Abhängigkeit von dem gemessenen Längsdickenverlauf in Produktionsrichtung periodisch derart verändert wird, daß in Produktionsrichtung andernfalls periodisch auftretende Dickenschwankungen weitgehend kompensiert werden oder daß bei einem von einem Zusatzgebläse kontinuierlich erzeugten Kühlgasstrom nach seiner Separierung in volumenregelbare Zusatzkühlgasströme deren einzelne Volumenströme in Abhängigkeit von dem gemessenen Längsdickenverlauf in Produktionsrichtung periodisch derart gemeinschaftlich zusätzlich verändert werden, daß in Produktionsrichtung der Blasfolie andernfalls periodisch auftretende Dickenschwankugen kompensiert werden.

Aus der vorgenommenen Messung der Foliendicke in Produktionsrichtung werden die Amplitude und die Frequenz des unkorrigierten Längsdickenverlaufs ermittelt und durch eine gegensteuernde Regelung der Zusatzkühlgasströme weitgehend kompensiert. Diese Kompensation kann auf zwei Arten erfolgen. Eine Möglichkeit stellt die Ansteuerung der Regelemente in Form einer Schwingung dar, wobei sich ein entsprechender periodischer Volumenstromverlauf der separaten Zusatzkühlgasströme ergibt. Die Ansteuerung der Regelelemente wird in Frequenz und Aplitude so eingestellt, daß die zuvor festgestellte periodische Änderung der Foliendicke in Produktionsrichtung kompensiert wird. Eine andere Möglichkeit ist die periodische Beeinflussung des von dem Gebläse erzeugten Kühlgasstroms bereits vor seiner Separierung in einzelne volumenregelbare Zusatzkühlgasströme. Die Beeinflussung kann durch ein entsprechendes Regelelement im Gesamtzusatzkühlgasstrom (Klappe und/oder Ventil) oder durch eine Drehzahländerung des Gebläses erfolgen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann an alle bekannten Kühlringsysteme angepaßt werden, auch im Rahmen einer Nachrüstung.

Die Gesamtkühlleistung des Hauptkühlrings wird dabei in keiner Weise negativ beeinflußt. Weiterhin findet kein Eingriff in das vorhandene Hauptkühlgassystem statt.

Bevorzugte Weiterbildungen, die in den Unteransprüchen im einzelnen genannt sind, werden nachstehend erläutert.

Nach einer günstigen Ausführungsform wird der Foliendickenverlauf in Umfangsrichtung zeitlich intermittierend jeweils über dem gesamten Umfang kontinuierlich gemessen. Hierzu kann ein Meßkopf verwendet werden, der auf einem Ringträger verfahrbar ist und berührungslos in zeitlichen Abständen den Dickenverlauf über dem Umfang abtastet. Dies ist möglich, da das Dickenprofil über dem Umfang grundsätzlich lagekonstant ist.

Der Foliendickenverlauf in Produktionsrichtung kann damit bevorzugt zwischen den einzelnen Messungen des Foliendickenverlaufs über dem Umfang in einer Umfangsposition kontinuierlich gemessen werden, wobei der gleiche in einer Umfangsposition festgehaltene Meßkopf Verwendung finden kann.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der ungeregelte und über dem Umfang ungeteilte Haupkühlgasstrom aus dem Hauptkühlring in zumindest zwei Ausblasebenen zugeführt wird. Hiermit wird bei gegebener Kühlgasförderleistung die Kühlwirkung deutlich gesteigert.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Vorrichtungen sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Es zeigen

1 den Blaskopf eines Blasfolienextruders mit einem Hauptkühlring und einem unterhalb davon, also in Herstellrichtung des Folienschlauches vor dem Hauptkühlring angeordneten ersten Zusatzkühlring mit Gebläse und Regelelementen für eine separate Steuerung und Regelung der Zusatzkühlgasströme zum Zusatzkühlring in einer ersten Darstellung (ohne zweiten Zusatzkühlring);

2 eine Draufsicht auf den ersten Zusatzkühlring mit Gebläse und Regeleinrichtungen nach 1;

3 einen Teilschnitt durch den ersten Zusatzkühlring und den unteren Teil des Hauptkühlrings gemäß Schnittlinie III-III in 2;

4 den Blaskopf eines Blasfolienextruders mit einem Hauptkühlring und einem unterhalb davon, also in Produktionsrichtung des Folienschlauches vor dem Hauptkühlring angeordneten ersten Zusatzkühlring mit Gebläse und Meß- und Regelelementen für eine separate Steuerung und Regelung der Zusatzkühlgasströme zum Zusatzkühlring in einer zweiten ergänzten Darstellung (ohne zweiten Zusatzkühlring);

5 den Blaskopf, den Hauptkühlring und den ersten Zusatzkühlring mit entsprechenden Kühlgaszuführungen in vergrößertem Teilschnitt;

6 die Düsenaustritte an dem ersten Zusatzkühlring nach 5 als vergößerte Einzelheit;

7 ein Scheibenelement des ersten Zusatzkühlrings nach 5 in Draufsicht;

8 den Blaskopf eines Blasfolienextruders mit einem Hauptkühlring und einem unterhalb davon, also in Produktionsrichtung des Folienschlauches vor dem Hauptkühlring angeordneten ersten Zusatzkühlring sowie einem zusätzlichen zweiten innenliegenden Zusatzkühlring in einer dritten ergänzten Darstellung;

9 den Blaskopf mit dem Hauptkühlring, dem ersten Zusatzkühlring und dem zweiten Zusatzkühlring nach 8 in vergrößertem Teilschnitt;

10 die Austrittsdüsen des esten Zusatzkühlringes und des zweiten Zusatzkühlringes nach 9 als vergrößerte Einzelheit.

11 ein Scheibenelement des zweiten Zusatzkühlrings nach 8 in Draufsicht; Die 1 bis 3 werden nachstehend gemeinsam beschrieben.

Die gezeigte Vorrichtung umfaßt einen Blasfolienextruder mit einem Blaskopf 1, einem Hauptkühlring 2 für einen konstanten ringförmigen Hauptkühlgasstrom 3 und einen unterhalb des Hauptkühlringes 2 angeordneten ersten Zusatzkühlring 4 für eine Zufuhr von separaten ringförmig gruppierten Zusatzkühlgasströmen 5 zur Kühlung eines aus einem Ringkanal 6 am Blaskopf 1 austretenden Folienschlauches 7. Zur Steuerung und Regelung des Dickenprofils des Folienschlauches 7 ist eine Meß- und Regeleinrichtung vorgesehen, die die Foliendicke an dem Folienschlauch 7 oberhalb einer Einfriergrenze abtastet und die Zusatzkühlgasströme 5 in Abhängigkeit von den gemessenen Foliendicken regelt.

Der erste Zusatzkühlring 4 ist als Segmentscheibe ausgebildet und am Blaskopf 1 des Blasfolienextruders unterhalb des Hauptkühlringes 2 angeordnet, um so den größtmöglichen Einfluß auf die Reduzierung der Foliendickentoleranzen zu nehmen. Der erste Zusatzkühlring 4 ist dabei unmittelbar am Austritt des plastischen Folienmaterials aus dem Ringkanal 6 des Blaskopfes 1 montiert. Er ist als unabhängiges eigenständiges Konstruktionselement an den Hauptkühlring 2 angesetzt. Der erste Zusatzkühlring 4 ist mit einem Gebläse 8 für die Zusatzkühlgasströme 5 verbunden, wobei für die Aufteilung des von dem Gebläse 8 erzeugten Kühlgasstromes in einzelne separate Zusatzkühlgasströme 5 eine Einrichtung 9 vorgesehen ist, die aus einer Mehrzahl von Klappen und/oder Ventilen besteht und die außerhalb des und getrennt vom Hauptkühlring 2 angeordnet ist.

Diese Vorrichtung 9 erlaubt eine sehr genaue Steuerung und Regelung des Dickenprofils bei der Herstellung von Blasfolien.

Die Zusatzkühlgasströme 5 werden in Produktionsrichtung 10 des Folienschlauches 7 vor dem Hauptkühlring 2 zugeführt und direkt gegen den aus dem Blaskopf 1 austretenden Folienschlauch 7 gerichtet. Dabei werden die Zusatzkühlgasströme 5 vor dem Eintritt in den ersten Zusatzkühlring 4 durch die Vorrichtung 9 in ihrem Volumenstrom geregelt.

Zur Verbesserung der Dickentoleranzen der Blasfolie in Produktionsrichtung kann mittels dieser Vorrichtung 9 der von dem Gebläse 8 erzeugte Kühlgasstrom vor seiner Separierung in einzelne volumenregelbare Zusatzkühlgasströme 5 in seinem Gesamtvolumenstrom in Abhängigkeit von dem gemessenen Längsdickenverlauf der Blasfolie in Produktionsrichtung periodisch derart verändert werden, daß in Produktionsrichtung der Blasfolie andernfalls periodisch auftretende Dickenschwankungen weitgehend kompensiert werden.

Ebenso ist es aber auch in einer demgegenüber abgewandelten Form möglich, daß bei einem von dem Gebläse 8 kontinuierlich erzeugten Kühlgasstrom nach seiner Separierung in die einzelnen volumenregelbaren Zusatzkühlgasströme, die Eizelvolumenströme der Zusatzkühlgasströme in Abhängigkeit von dem gemessenen Längsdickenverlauf der Blasfolie in Produktionsrichtung periodisch derart verändert werden, daß in Produktionsrichtung der Blasfolie andernfalls periodisch auftretende Dickenschwankungen weitgehend kompensiert werden.

In 4 ist eine Vorrichtung in gegenüber 1 erweiterter Darstellung gezeigt, an der die folgenden Einzelheiten erkennbar sind. Ein Blaskopf 11 umfaßt einen Ringkanal 16, der mit vertikaler Mittelachse 21 oben aus dem Blaskopf austritt. Aus dem Ringkanal 16 tritt ein Folienschlauch 17 aus, der nach oben mit nicht näher dargestellten Mitteln abgezogen wird und durch innere Druckaufgabe mit hier nicht dargestellten Mitteln nach dem Austritt aus dem Ringkanal 16 auf geweitet wird. Hierbei wird er von einem oberhalb des Blaskopfes liegenden Kalibrierkopf 22 gestützt und in seinem Enddurchmesser im wesentlichen definiert. Der Folienschlauch 17 wird ringförmig umschlossen von einem Hauptkühlring 12, dem ein im wesentlichen ringförmiger Hauptkühlgasstrom 13 entweicht, sowie einem unmittelbar darunter zwischen Blaskopf 11 und Hauptkühlring 12 liegenden ersten Zusatzkühlring 14, dem einzelne Zusatzkühlgasströme 15 entweichen. Die Kühlgasströme 13, 15 wirken zum einen stabilisierend auf den sich in Erweiterung befindlichen Folienschlauch 17 ein, zum anderen kühlen sie das aus der Ringdüse 16 austretende plastische Folienmaterial ab, bis in einer umlaufenden Einfrierzone die plastische Erweiterung des Schlauchmaterials infolge des Abkühlens beendet ist. Der Hauptkühlring 12 besteht im wesentlichen aus einem torusförmigen Hohlkörper, der einige umfangsverteilte Zufuhrstutzen 23 aufweist, und zumindest einer Ringdüse 24, aus der der Hauptkühlgasstrom 13 möglichst gleichmäßig austritt.

Der erste Zusatzkühlring 14 besteht aus einem einstückigen Ringsegmentkörper, der eine Mehrzahl von Zuführstutzen 25 aufweist und der an seiner dem Folienschlauch 17 nahe liegenden Innenseite einzelne Austrittsdüsen 26 hat, aus denen einzelne regelbare Zusatzkühlgasströme austreten. Während die Zuführleitung zu den Stutzen 23 des Hauptkühlrings 12 nicht dargestellt sind, sind beispielhaft zwei Einzelleitungen 27 zu den Zuführstutzen 25 dargestellt. Diese Leitungen sind mit einer Vorrichtung 19 verbunden, die eine der tatsächlichen Anzahl der umfangsverteilten Leitungen 27 entsprechende Anzahl von Steuerventilen 29 umfaßt, von denen vier stellvertretend dargestellt sind, die alle von einem Gebläse 18 über eine Versorgungsleitung 20 druckluftbeaufschlagt sind. Oberhalb des Kalibrierkopfes 22 befindet sich eine berührungslose Dickenmeßeinheit 31, die auf einem koaxial zum Schlauch angeordneten Drehkranz 32 befestigt ist und die durch periodisches Umfahren des Folienschlauches 17 eine Dickenverteilungsmessung vornehmen kann. Zwischen den einzelnen Messungen der Umfangsdickenverteilung kann die Meßeinrichtung 31 ortsfest gehalten werden und eine Längsdickenverlaufmessung des Folienschlauches entlang einer Mantellinie vornehmen, wobei dieser Längsdickenverlauf repräsentativ für die Längsdickenveränderung des gesamten Schlauchumfanges ist. Wie durch eine Signalleitung 33 symbolisiert, wird das Ergebnis der Dickenmessung in einem Meß- und Steuergerät 34 verarbeitet, von dem eine Steuerleitung 35 zum Gebläse 18 und eine Steuerleitung 36 zur Vorrichtung 19 gehen. Mit der Steuerleitung 35 kann die Gebläseleistung 18 insgesamt variiert werden; über die Steuerleitung 36, die stellvertretend für eine Vielzahl von Steuerleitungen zu den einzelnen Steuerventilen 29 steht, kann der Öffnungsquerschnitt der üblicherweise pulsweitenmodulierten Steuerventile 28 einzeln verändert werden. Die Messung der Umfangsdickenverteilung wird umgesetzt in eine Regelung der einzelnen Zusatzluftströme 15. Die Messung des Längsdickenverlaufes dient zur Feststellung der Periode der Längsdickenänderung, wobei dann antizipierend entgegensteuernd entweder die Leistung des Gebläses 18 verändert wird oder an den Steuerventilen 29 eine entsprechende periodische Korrektur überlagernd zum eigentlichen Steuerungsvorgang aufgeprägt wird.

In 5 ist die Ringdüse 16 und die Kühlringe 12, 14 ähnlich 4 in vergrößerten Teilschnitten gezeigt. Gleiche Einzelheiten sind mit gleichen Bezugsziffern belegt, wobei hier verschiedene Merkmale konstruktiv ausgeführt sind. An einen der Zufuhrstutzen 23 schließt sich eine Zufuhrleitung 37 an. Es wird deutlich, daß der Haupkühlring 12 als Hohlelement ausgebildet ist, das neben einem ersten Düsenaustrittsring 24 einen weiteren Düsenaustrittsring 38 umfaßt. Der Hauptkühlring 12 weist eine untere plane Fläche 39 zumindest in seinem Innenbereich auf, gegen den der Zusatzkühlring 14, der eine obere prinzipiell plane Fläche 41 hat, verschraubt ist. Im Zusatzkühlring 14 sind einzelne Radialnuten 42 ausgeführt, die radial außen über Durchgangslöcher 43 mit den einzelnen Anschlußstutzen 25 verbunden sind, während sie radial innen in den Zusatzdüsen 26 enden. Die Radialnuten 42 bilden mit der planen Fläche 39 die einzelnen Kühlgaskanäle. Der erste Zusatzkühlring 14 ist über Zentrierklammen 44 gegenüber dem Blaskopf 11 zentriert. Damit ist in gleicher Weise auch der mit dem ersten Zusatzkühlring 14 verschraubte Hauptkühlring 12 gegenüber dem Blaskopf und der Ringdüse 16 zentriert. Im Bereich der Einzeldüsen 26 liegt eine Isolierscheibe 40 zwischen Blaskopf 11 und Zusatzkühlring 14.

In 6 ist als vergrößerte Detailzeichnung in der gleichen Darstellung wie in 5 der Blaskopf 11 mit dem Düsenschlitz 16 erkennbar, aus dem der Folienschlauch 17 austritt, der hier vereinfachend mit gleichmäßiger Wandstärke dargestellt ist. Auf dem Blaskopf 11 ist die Isolierscheibe 40 sichbar, darüber liegen der Haupkühlring 12 mit den Ringdüsen 24, 38 und der darunter geschraubte erste Zusatzkühlring 14 mit einer Einzeldüse 26.

In 7 ist der erste Zusatzkühlring 14 nach 5 als Einzelheit in Draufsicht gezeigt. In einer im wesentlichen planen Flanschfläche 41 sind die bereits angesprochenen Radialnuten 42 erkennbar, die außen mit Abstand von der Umfangskante enden und mit den Durchgangslöchern 43 Verbindung haben und die nach innen in den voneinander durch Zwischenstege 45 getrennten Düsenöffnungen 26 enden. In der Mitte befindet sich die zentrale Durchtrittsöffnung 46 für den Folienschlauch.

In 8 ist in weitgehend übereinstimmender Darstellung mit 4 eine Vorrichtung in einer ergänzten Ausführung gezeigt, bei der die gleichen Einzelheiten wie in 4 mit den gleichen Bezugsziffern belegt sind. Auf die dazu gegebene Beschreibung wird insoweit Bezug genommen. Innerhalb des Folienschlauches 17 befindet sich eine Innenkühlvorrichtung 47, die auf den Blaskopf 11 aufgeschraubt ist und mehrere Elemente umfaßt, auf die nachstehend noch näher Bezug genommen wird. Am Umfang der Vorrichtung 47 befinden sich in verschiedenen Ebenen Ringdüsen 49, 50, die radial nach außen austreten. Diese werden über einen Innenhohlraum 51 mit Kühlgas versorgt, das über ein koaxiales zentrales Abzugsrohr 52 mit oben offenem Ende wieder abgesaugt wird. Zwischen Innenkühlvorrichtung 47 und Blaskopf 11 ist ein weiterer Zusatzkühlring 48 eingesetzt, der eine Mehrzahl von inneren Zusatzkühlgasströme 53 über Einzeldüsen 54 erzeugt, die über einzelne Versorgungsleitungen 55 mit zusätzlicherem steuerbaren Kühlgas versorgt werden. Die Leitungen 55 sind jeweils Zweigleitungen der Einzelleitungen 27, so daß bestimmte Umfangsbereiche des Folienschlauches 17 jeweils mit einheitlich gesteuertem zusätzlichen Kühlgas von innen und außen beaufschlagt werden.

In 9 ist der Blaskopf 11, der Hauptkühlring 12 und der erste Zusatzkühlring 14 in gleicher Weise in 5 gezeigt; gleiche Einzelheiten sind mit gleichen Bezugsziffern belegt; auf die Beschreibung der 5 wird insoweit Bezug genommen. Darüberhinaus ist im Inneren des Folienschlauches 17 die auf den Blaskopf 11 aufgesetzte Innenkühlvorrichtung 47 erkennbar, dessen unterstes Element der innere zweite Zusatzkühlring 48 ist, der auf ein Zylinderrohr 56 innerhalb des Blaskopfes 11 ausgeschraubt ist. Innerhalb dieses Rohres 56 sind die Zuführleitungen 55 als Bohrungen ausgeführt. Der Zusatzkühlring 54 umfaßt Durchgangsbohrungen 57 zur Verbindung mit diesen Zuführungsleitungen 55 sowie in einer planen Fläche 58 ausgeführte Radialnuten 59, deren Enden die Einzeldüsen 54 bilden. Die Innenkühlvorrichtung 47 umfaßt weiterhin mehrere aufeinander gesetzte Scheibenelemente, von denen das untere eine plane Unterseite 60 aufweist, die die Radialnuten 59 nach oben abschießt, so daß einzelne Kühlgaskanäle gebildet werden. Die einzelnen Scheibenelemente bilden miteinander die Ringdüsen 49, 50 und sind durch Gitterhülsen miteinander verbunden. Zwischen der Segmentscheibe und dem Blaskopf 11 ist ein weiterer Isolierring 62 vorgesehen.

In 10 sind die bereits in 9 erkenbaren Einzelheiten vergrößert gezeigt, wobei insbesondere die Bildung der Zusatzkühlgasaustritte 54 durch den zweiten Zusatzkühlring 48 und das untere der Ringelemente der Innenkühlvorrichtung 47 sowie die Verbindung der Durchgangsbohrungen 57 mit den Zufuhrkanälen 55 deutlich wird.

In 11 ist der innere zweite Zusatzkühlring 48 mit den bereits genannten Einzelheiten Durchgangsbohrungen 57 und Radialnuten 59 gezeigt, die in einer planen Oberfläche 58 eingefräst sind. Diese Radialnuten 59 sind zumindest bis nahe an den Außenumfang durch Trennstege 63 voneinander getrennt. Die Ringscheibe hat eine Zentralöffnung 64 für die allgemeine Luftzuführung.

1 Blaskopf 2 Hauptkühlring 3 Hauptkühlgasstrom 4 Zusatzkühlring (erster) 5 Zusatzkühlgasstrom 6 Ringkanal 7 Folienschlauch 8 Gebläse 9 Einrichtung zu Kühlgassteuerung 10 Produktionsrichtung 11 Blaskopf 12 Hauptkühlring 13 Hauptkühlgasstrom 14 Zusatzkühlring (erster) 15 Zusatzkühlgasstrom 16 Ringdüse 17 Folienschlauch 18 Gebläse 19 Einrichtung zu Ventilsteuerung 20 21 Achse 22 Kalibrierkopf 23 Zuführstutzen 24 Ringdüse 25 Zuführstutzen 26 Einzeldüse 27 Zusatzkühlgasleitung 28 Zufuhrleitung 29 Steuerventil 30 31 Meßeinrichtung 32 Drehkranz 33 Signalleitung 34 Steuer- und Regeleinheit 35 Steuerleitung 36 Steuerleitung 37 Zufuhrleitung 38 Ringdüse 39 Planfläche 40 Isolierscheibe 41 Planfläche 42 Radialkanal 43 Durchgangsloch 44 Zentrierklammer 45 Zwischensteg 46 Zentralöffnung 47 Innenkühlvorrichtung 48 Zusatzkühlring (zweiter) 49 Ringdüse 50 Ringdüse 51 Zufuhrraum 52 Abzugsrohr 53 Zusatzkühlgasstrom 54 Einzeldüse 55 Zufuhrleitung 56 Zylinderrohr 57 Durchgangsbohrung 58 Planfläche 59 Radialkanal 60 Planfläche 61 62 Isolierscheibe 63 Trennsteg 64 Zentralöffnung

Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Regelung des Dickenprofils bei der Herstellung von Blasfolien mittels eines Blasfolienextruders mit einem Blaskopf, einem Hauptkühlring für die Zufuhr eines Hauptkühlgasstromes und einem außerhalb des Hauptkühlringes angeordneten Zusatzkühlring für die Zufuhr von separaten Zusatzkühlgasströmen, wobei mittels einer Meß- und Regeleinrichtung die Foliendicke der Blasfolie oberhalb einer Einfriergrenze über dem Umfang gemessen und die Zusatzkühlgasströme in Abhängigkeit von den gemessenen Foliendicken geregelt werden, wobei die Zusatzkühlgasströme des Folienschlauches von außen in Produktionsrichtung vor dem Hauptkühlgasstrom zugeführt werden und in Abhängigkeit vom Foliendickenverlauf über dem Umfang einzeln in ihrem Volumenstrom geregelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zweite einzeln geregelte Zusatzkühlgasströme zusätzlich auf der Innenseite in Produktionsrichtung vor dem Hauptkühlgasstrom gegen den Folienschlauch geblasen werden, die ebenfalls über dem Umfang einzeln in ihrem Volumenstrom geregelt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Meß- und Regeleinrichtung die Foliendicke der Blasfolie oberhalb der Einfriergrenze in zumindest einer Umfangsposition im Längsdikkenverlauf gemessen wird und die Zusatzkühlgasströme in Abhängigkeit von einer periodischen Foliendickenschwankung in Produktionsrichtung gemeinsam derart antizipierend periodisch verändert werden, daß andernfalls auftretende Dickenschwankungen weitgehend kompensiert werden.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Foliendickenverlauf zeitlich intermittierend in Umfangsrichtung jeweils umlaufend über dem gesamten Umfang gemessen wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Foliendickenverlauf in Produktionsrichtung – zumindest zwischen den einzelnen Messungen des Foliendickenverlaufs über dem Umfang – in einer Umfangsposition kontinuierlich gemessen wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkühlgasstrom aus dem Hauptkühlring ungeregelt in zumindest zwei Luftausblasebenen zugeführt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil der Zusatzkühlgasströme höchstens 5% der gesamten Kühlgasströme beträgt.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ausschließlich die Zusatzkühlgasströme aus einem Inertgas oder aus Luft mit einer Inertgasbeimischung gebildet werden.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils Zusatzkühlgasströme mit übereinstimmender Umfangsposition auf der Außenseite und auf der Innenseite gemeinschaftlich druckversorgt und geregelt sind.
  9. Vorrichtung zur Steuerung und Regelung des Dickenprofils bei der Herstellung von Blasfolien, umfassend einen Blasfolien extruder mit einem Blaskopf (11), einen Hauptkühlring (12) für die Zufuhr eines Hauptkühlgasstromes und einen außerhalb des Hauptkühlringes (12) angeordneten Zusatzkühlring (14) für eine Zufuhr von separaten Zusatzkühlgasströmen (15), und eine Meß- und Regeleinrichtung (31, 34) zur Steuerung und Regelung des Dickenprofils der Blasfolie, die die Foliendicke an dem Folienschlauch (17) oberhalb einer Einfriergrenze über dem Umfang mißt und die Zusatzkühlgasströme (15) in Abhängigkeit von den gemessenen Foliendicken regelt, wobei der Zusatzkühlring (14) über dem Blaskopf (11) des Blasfolienextruders unterhalb des Hauptkühlringes (12) angeordnet ist und außerhalb des Zusatzkühlringes (14) zumindest ein Gebläse (18) und eine der Anzahl der Zusatzkühlgasströme (15) entsprechende Anzahl von Volumenstromregelementen (29) und Zuführleitungen (27) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Zusatzkühlring (48) zusätzlich zum erstgenannten Zusatzkühlring (14) für eine Zufuhr von separaten Zusatzkühlgasströmen im Inneren des Folienschlauches (17) angeordnet ist und außerhalb dieses zweiten Zusatzkühlringes (48) zumindest ein Gebläse (18) und eine der Anzahl dieser Zusatzkühlgasströme entsprechende Anzahl von Volumenstromregelelementen (29) und Zuführleitungen (54) vorgesehen ist, wobei der zweite Zusatzkühlring (48) im Inneren des Folienschlauches am Blaskopf (11) des Blasfolienextruders in der Ebene des auf der Außenseite unterhalb des Hauptkühlringes (12) angeordneten erstgenannten Zusatzkühlringes (14) angeordnet ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzkühlring (14) eine einstückige Segmentscheibe mit einer im wesentlichen ebenen Stirnfläche (41) umfaßt, die am äußeren Umfang verteilte Kühlgaszufuhrbohrungen (43) hat, von denen einseitig offene Radialnuten (42) ausgehen, die im wesentlichen bis zum inneren Umfang reichen, wobei die die Radialnuten (42) aufweisende Stirnfläche (41) an einer im wesentlichen ebenen Gegenfläche (39) eines Abschlußteils abdichtend anliegt.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschlußteil mit der ebenen Gegenfläche (39) unmittelbar vom Hauptkühlring (12) gebildet wird, gegen den die Segmentscheibe verschraubt ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptkühlring (12) in zumindest zwei verschiedenen Ebenen angeordnete fest ausgeführte oder fest einstellbare Ringdüsen (24, 38) aufweist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils Zuführleitungen (27) zum erstgenannten Zusatzkühlring (14) auf der Außenseite und Zuführleitungen (54) zum zweiten Zusatzkühlring (48) auf der Innenseite des Folienschlauches für Zusatzkühlströme mit übereinstimmender Umfangsposition jeweils als Verzweigungsleitung von Leitungen ausgebildet sind, in denen ein gemeinsames Volumenstromregelelement (29) für diese Verzweigungsleitungen vorgesehen ist.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Zusatzkühlring (48) auf der Innenseite eine einstückige Segmentscheibe mit einer im wesentlichen ebenen Stirnfläche (58) umfaßt, die am inneren Umfang verteilte Luftzuführungsbohrungen (57) hat, von denen einseitig offene Radialnuten (59) ausgehen, die im wesentlichen bis zum äußeren Umfang reichen, wobei die die Radialnuten aufweisende Stirnfläche (58) an einer im wesentlichen ebenen Gegenfläche (60) eines Abschlußteils abdichtend anliegt.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschlußteil mit der ebenen Gegenfläche (60) von einer Innenkühleinrichtung (47) mit zumindest einer Ringdüse (49, 50) gebildet wird, die im Inneren des Folienschlauches angeordnet ist.
Es folgen 10 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com