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Dokumentenidentifikation DE102004007599A1 07.10.2004
Titel Bogen verarbeitende Maschine mit einem Bogenentroller
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Förch, Peter, Dr., 67435 Neustadt, DE;
Kerpe, Sven, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, DE;
Möhringer, Markus, 69469 Weinheim, DE;
Nicola, Paul, 69115 Heidelberg, DE
DE-Anmeldedatum 17.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004007599
Offenlegungstag 07.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.2004
IPC-Hauptklasse B65H 29/04
IPC-Nebenklasse B65H 29/52   B41F 25/00   B65H 5/36   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Bogen (2.2) verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit betriebsmäßig umlaufenden, normal geschlossenen Greifern (3.7, 3.8), welche die Bogen (2.2) an deren vorauseilenden und nacheilenden Rändern entlang einer Förderstrecke transportieren. Der Förderstrecke ist ein Bogenentroller (3.11) und eine in Förderrichtung daran anschließende Bogenleitvorrichtung (3.4; 3.140; 3.140') zugeordnet sowie ein Greiferöffner (3.12), der die die nacheilenden Ränder der Bogen (2.2) führenden Greifer (Hinterkantengreifer 3.8) zur Entrollung der Bogen (2.2) und bis zur erneuten Zwangsführung von deren nachlaufenden Rändern nach erfolgter Entrollung geöffnet hält.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bogen verarbeitende Maschine, insbesondere eine Rotationsdruckmaschine mit ersten Greifern, welche die Bogen unter Zwangsführung vorauseilender Ränder der Bogen entlang einer Förderstrecke transportieren und mit zweiten Greifern zur Führung der nacheilenden Ränder der Bogen.

Eine Maschine dieser Art ist beispielsweise aus der deutschen Patentschrift Nr. 627 851 bekannt. Diese offenbart eine Tiefdruckmaschine. Von daher sind bei der Bildung eines Stapels in deren Stapelbildungsstation keine Probleme zu erwarten, die darauf zurückgehen, dass die Bogen mit einer bleibenden Verformung zur Stapelstation gelangen, und zwar deshalb nicht, weil beim Tiefdruckverfahren aufgrund der hierzu benutzten Farben der beim Offsetverfahren nachteilige Effekt des Anhaltens der bedruckten Bogen am Gummituch nicht auftritt, der dazu führt, dass die Bogen nach Verlassen des Druckspaltes um einen gewissen sogenannten Nachlaufwinkel am Gummituch anhaften und sodann unter plastischer Verformung vom Gummituch abgezogen werden. Dieser Effekt tritt insbesondere auf, wenn die Bogen einseitig bedruckt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Maschine so weiterzubilden. dass auch im Falle von deren Ausstattung mit Offsetdruckwerken Problemen bei der Bildung eines Auslegestapels auf Grund verformter Bogen entgegengewirkt wird.

Die hierzu vorgesehene Lösung zeichnet sich aus durch einen der Förderstrecke zugeordneten Bogenentroller, einen Greiferöffner, der die die nacheilenden Ränder der Bogen führenden zweiten Greifer öffnet, wenn die Bogen den Bogenentroller erreichen, und eine Bogenleitvorrichtung, welche die nachlaufenden Ränder der den Bogenentroller verlassenden Bogen zur erneuten Zwangsführung seitens der zweiten Greifer ausrichtet.

Hiermit gelingt es, die mit einer Zwangsführung der Bogen an deren vor- und nacheilenden Rändern verbundenen Vorteile auch beim einseitigen Bedrucken von Bogen nach dem Offsetverfahren zu nutzen. Insofern ist den nachfolgenden Erläuterungen eine Maschine in Form einer Rotationsoffsetdruckmaschine zugrundegelegt.

Es versteht sich, dass es sich bei den genannten Greifern um normal geschlossene Greifer handelt, wie dies im Stand der Technik üblich und beispielsweise in DE 36 05 534 A1 offenbart ist.

Die Merkmale des Erfindungsgegenstandes und von dessen Ausgestaltungen sind den beigefügten Zeichnungen und den genannten darauf Bezug nehmenden Erläuterungen entnehmbar.

In den Zeichnungen zeigt:

1 eine nach dem Offsetverfahren arbeitende Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine mit beispielhaft zwei Druckwerken, einem Bogenentroller und einer daran anschließenden Bogenleitvorrichtung zum Ausrichten der nacheilenden Bogenränder in schematischer Darstellung,

2 eine beispielhafte Ausführungsform des Bogenentrollers, eine erste Ausgestaltung der Bogenleitvorrichtung sowie eine dem Bogenentroller bezüglich der Bogenlaufrichtung stromaufwärts vorgeordnete Bogenführungsvorrichtung, wobei der Bogenentroller auf einen Umlenkbereich einer von den Greifern durchfahrenden Greiferbahn folgt,

3 den Bogenentroller gemäß 2 und eine zweite Ausgestaltung der Bogenleitvorrichtung,

4 einen Abschnitt einer aus dem Bogenentroller, der Bogenleitvorrichtung und der Bogenführungsvorrichtung gebildeten Baueinheit in einer Ansicht in Richtung des Pfeils IV in 3 und in Abwicklung in die Zeichenebene,

5 einen einem geraden Abschnitt der von den Greifern durchlaufenen Greiferbahn zugeordneten Bogenentroller und eine zur Ausgestaltung gemäß 4 alternativ ausgebildete Bogenleitvorrichtung.

Die in 1 schematisch dargestellte Bogen verarbeitende Rotationsdruckmaschine umfasst einen Maschinenabschnitt 1 mit beispielhaft zwei Verarbeitungsstationen in Form von Druckwerken 1.1 und 1.2, so dass damit zwei Farben gedruckt werden können. Für jede weitere Farbe ist ein weiteres Druckwerk vorzusehen. Für weitere Prozessschritte, wie beispielsweise Lackieren, Zwischentrocknen, Perforieren usw. ist jeweils eine weitere Verarbeitungsstation vorzusehen. Im beispielhaft dargestellten Falle arbeiten die Druckwerke 1.1 und 1.2 nach dem Nassoffsetverfahren und umfassen demzufolge jeweils ein Farbwerk 1.3 und ein Feuchtwerk 1.4, einen damit in Verbindung stehenden Plattenzylinder 1.5, einen an diesem betriebsmäßig abrollenden Gummituchzylinder 1.6 sowie einen einen jeweiligen Bogen führenden Druckzylinder 1.7.

Zur Beschickung der Druckwerke 1.1 und 1.2 mit Bogen ist ein Anleger 2 vorgesehen, der mittels einer Vereinzelungsvorrichtung 2.1 einen jeweils obersten Bogen 2.2 von einem Stapel 2.3 abgreift und an eine Transport- und Ausrichtvorrichtung 2.4 übergibt, welche einen jeweils in Verarbeitungsrichtung vorauseilenden der zu einer Schuppenformation vereinzelten Bogen nach dessen insbesondere mittels eines Saugbändertisches erfolgtem Transport in Richtung auf Vorderkantenanschläge an diesen und an wenigstens einem Seitenanschlag ausrichtet.

Ein der ersten Verarbeitungsstation, hier dem Druckwerk 1.1, zugeordneter schwingender Vorgreifer 1.8 übernimmt den jeweils ausgerichteten Bogen 2.2 und übergibt diesen an eine Anlegetrommel 1.9, welche ihn ihrerseits an den Druckzylinder 1.7 des Druckwerkes 1.1 übergibt. Nach Durchlaufen des Druckspaltes dieses Druckwerkes 1.1 übergibt dessen Druckzylinder 1.7 den Bogen 2.2 an eine zwischen die Druckzylinder 1.7 der beiden Druckwerke 1.1 und 1.2 geschaltete Transfervorrichtung in Form einer Bogenführungstrommel 1.10. Im Falle einer für Schön- und Widerdruck ausgebildeten Maschine ist stattdessen eine zwischen Schöndruckbetrieb und Schön- und Widerdruckbetrieb umschaltbare Wendeeinrichtung vorgesehen. Der Druckzylinder 1.7 des Druckwerkes 1.2 übernimmt den Bogen 2.2 von der Bogenführungstrommel 1.10, führt ihn durch den weiteren Druckspalt und übergibt ihn sodann an einen betriebsmäßig umlaufenden Endlosförderer 3.5 eines Auslegers 3, welcher in einer Stapelbildungsstation 3.1 aus den jeweiligen Bogen 2.2 letztlich einen Auslegestapel 3.2 bildet.

Im Fortdruck werden am Stapel 2.3 im Anleger 2 das Produktionsniveau, d. h. die Höhenlage des jeweils obersten Bogens 2.2, und im Ausleger 3 die Fallhöhe der freigegebenen Bogen 2.2 durch entsprechendes Nachführen jeweiliger den Stapel 2.3 bzw. den Auslegestapel 3.2 tragender Plattformen 2.5 bzw. 3.3 mittels jeweiliger Hubwerke beibehalten, von welchen lediglich die Plattformen 2.5 und 3.3 tragende Hubketten 2.6 und 3.4 angedeutet sind.

Der Endlosförderer 3.5 ist mittels betriebsmäßig umlaufender Endlosketten 3.6 gebildet, welche mit normal geschlossenen Greifern bestückte Greiferbrücken tragen. Das Prinzip normal geschlossener Greifer mit einer Greiferauflage und einem hiergegen vorgespannten Greiferfinger und geeignete Greiferöffner sind beispielsweise aus DE 36 05 534 A1 bekannt.

Die Greifer bilden zwei Greifergruppen, so dass auch zwei Gruppen von Greiferbrücken vorgesehen sind. Greifer 3.7 einer ersten Gruppe – in folgenden Vorderkantengreifer genannt – sind vorgesehen zum Transportieren der in der Förderrichtung 3.5.1 vorauseilenden Ränder der Bogen 2.2 und Greifer 3.8 einer zweiten Gruppe – im folgenden Hinterkantengreifer genannt – sind vorgesehen zum Transportieren der nacheilenden Ränder der Bogen 2.2. Die Vorderkantengreifer 3.7 übernehmen den jeweils vorauseilenden Rand der Bogen 2.2 in bekannter Weise von Greifern des letzten Bogen führenden Zylinders des Maschinenabschnittes 1. Zum Übernehmen der nacheilenden Ränder der Bogen 2.2 seitens der Hinterkantengreifer 3.8 wird beispielsweise auf die Lehren der DE 100 14 417 A1 zurückgegriffen.

Die betriebsmäßig umlaufenden Endlosketten 3.6 umschlingen Antriebskettenräder 3.9 und Umlenkkettenräder 3.10, wobei die Antriebskettenräder 3.9 mit einem hier nicht dargestellten Maschinenantrieb in Wirkverbindung stehen. Die Vorderkantengreifer 3.7 und die Hinterkantengreifer 3.8 übernehmen – gesteuert durch entsprechende hier nicht dargestellte Greiferöffner – einen jeweiligen Bogen 2.2 im vorliegenden Ausführungsbeispiel des Maschinenabschnittes 1 vom Druckzylinder 1.7 des Druckwerkes 1.2 und führen dessen vorauseilenden und dessen nacheilenden Rand zwangsweise entlang eines durch das Antriebskettenrad 3.9 bestimmten Umlenkbereiches einer von den Greifern durchfahrenen Förderstrecke, die sich vom Druckzylinder 1.7 bis in den Bereich der Stapelbildungsstation 3.1 erstreckt und einen Abschnitt einer insgesamt von den Greifer durchfahrenen Greiferbahn 3.15 darstellt.

Bei dem Beispiel gemäß 1 ist dieser Förderstrecke anschließend an diesen Umlenkbereich ein Bogenentroller 11 zugeordnet.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß 2 bildet der Bogenentroller 3.11 eine Entrollungskerbe 3.11.1 aus. Diese erstreckt sich quer zur Förderrichtung auf eine Länge, die zumindest gleich der entsprechenden Erstreckung der Bogen 2.2 mit dem maximal verarbeitbaren Format ist, und sie kommuniziert über Saugkanäle 3.11.2 und Sauganschlüsse 3.11.3 mit einem hier nicht dargestellten Unterdruckerzeuger.

Zur Entrollung der Bogen 2.2 werden diese bekanntermaßen über die Entrollungskerbe 3.11.1 hinweggezogen, wobei der in dieser herrschende Unterdruck an den Bogen 2.2 eine in die Entrollungskerbe 3.11.1 hineinragende Sicke hervorruft. Um die Ausbildung dieser Sicke zu ermöglichen, wird die Zwangsführung der nachlaufenden Ränder der Bogen 2.2 aufgehoben, wenn ein jeweiliger der Bogen 2.2 den Bogenentroller 3.11 erreicht. Hierzu ist ein mit einer Greiferöffnungskurve 3.12.1 versehener Greiferöffner 3.12 vorgesehen und mittels diesem und einer Rollenhebelanordnung 3.13 eine Kurvenfolgeranordnung gebildet, mittels welcher diejenigen Hinterkantengreifer 3.8 geöffnet werden, welche den nachlaufenden Rand desjenigen der Bogen 2.2 führen, der den Bogenentroller 3.11 erreicht. Die Kurvenfolgeranordnung umfasst im Übrigen eine die Greiferfinger der Hinterkantengreifer 3.8 tragende Greiferwelle, die drehfest mit der Rollenhebelanordnung 3.13 verbunden ist und durch Auslenkung derselben seitens des Greiferöffners 3.12, genauer gesagt seitens der hieran ausgebildeten, äquidistant zur Greiferbahn 3.15 verlaufenden Greiferöffnungskurve 3.12.1, im Sinne des Öffnens der normal geschlossenen Hinterkantengreifer 3.8 verschwenkt wird.

Nachdem ein Bogen 2.2 den Bogenentroller 3.11 passiert hat, erfolgt erneut eine Zwangsführung des nachlaufenden Randes des Bogens 2.2, das heißt der nachlaufende Rand wird erneut seitens der Hinterkantengreifer 3.8 erfasst, welche sich hierzu nach Verlassen der Greiferöffnungskurve 3.12.1 wieder selbsttätig schließen. Das erneute Erfassen ist nur möglich, wenn sich der nachlaufende Rand des Bogens 2.2 auf einer Bahn bewegt, die zwischen den genannten Greiferauflagen und den hiervon abgehobenen Greiferfingern der Hinterkantengreifer 3.8 verläuft. Dies wird dadurch realisiert, dass der den Bogenentroller 3.11 verlassende Bogen 2.2 über eine in Richtung auf die Stapelbildungsstation 3.1 an den Bogenentroller 3.11 anschließende Bogenleitvorrichtung gezogen wird, welche den nachlaufenden Rand dieses Bogens 2.2 zum Ergreifen seitens der Hinterkantengreifer 3.8 entsprechend ausrichtet, d. h. insbesondere dem nachlaufenden Rand dieses Bogens 2.2 die genannte, zwischen den Greiferauflagen und den hiervon abgehobenen Greiferfingern verlaufende Bahn aufzwingt.

Die Greiferöffnungskurve 3.12.1 und die Hinterkantengreifer 3.8 sind insbesondere so ausgebildet, dass sich die mit den Greiferauflagen zusammenarbeitenden Enden der Greiferfinger im geöffneten Zustand der Hinterkantengreifer 3.8 zumindest bis zur erfolgten Ausrichtung des nachlaufenden Randes des den Bogenentroller 3.11 verlassenden Bogens 2.2 in Förderrichtung 3.5.1 stromaufwärts von diesem Rand befinden, sodass dieser Rand seine ausgerichtete Lage behinderungsfrei einnehmen kann.

In 2 ist eine geeignete Bogenleitvorrichtung 3.14 in einer ersten Ausgestaltung derselben wiedergegeben. Hierbei bildet die Bogenleitvorrichtung 3.14 eine Bogenleitfläche 3.14.1 aus, deren Erstreckung in Förderrichtung bevorzugt an die entsprechende Erstreckung der Bogen 2.2 mit dem maximal verarbeitbaren Format angepasst ist und deren räumliche Lage äquidistant zur Greiferbahn 3.15 ist. In die Bogenleitfläche 314.1 münden hier nur symbolhaft dargestellte Düsen 3.14.2, die mit einer. Blasluftkammer 3.14.3 kommunizieren, die ihrerseits an einen hier ebenfalls lediglich symbolhaft dargestellten Überdruckerzeuger 3.14.4 angeschlossen ist. Ausbildung und Anordnung der Düsen 3.14.2 sind so gewählt, dass sie bei geeigneter Blasluftversorgung seitens eines mittels der Blasluftkammer 3.14.3 und des Überdruckerzeugers 3.14.4 gebildeten Blasluftversorgungssystems 3.14.5 eine Bogentragluftströmung abgeben, die zwischen der Bogenleitfläche 3.14.1 und einem seitens der Vorderkantengreifer 3.7 darüber hinweggeschleppten Bogen 2.2 ein diesen in der Schwebe haltendes Luftpolster ausbildet.

Die Schwebelage des Bogens 2.2 bezüglich der Greiferbahn 3.15 wird so eingestellt, dass dieser eine zwischen den genannten Greiferauflagen und den hiervon abgehobenen Greiferfingern der Hinterkantengreifer 3.8 verlaufende Bahn durchläuft. Hierzu werden beispielsweise die Strömungsparameter der Bogentragluftströmung entsprechend auf das Flächengewicht des Bogens 2.2 abgestimmt. Eine Möglichkeit hierzu besteht in einer Leistungssteuerung des Überdruckerzeugers 3.14.4, wie sie in 2 mittels des mit einem Pfeil versehenen Symbols für den Überdruckerzeuger 3.14.4 angedeutet ist.

Eine andere Möglichkeit, die Schwebelage des Bogens 2.2 in der zur erneuten Zwangsführung von dessen nachlaufendem Rand erforderlichen Weise einzustellen besteht darin, unter Beibehaltung der Strömungsparameter die Bogenleitvorrichtung insoweit abweichend von 2 auszugestalten, als der Abstand der Bogenleitfläche 3.14.1 von der Greiferbahn 3.15 verstellbar ist.

Die erneute Zwangsführung des nachlaufenden Randes eines den Bogenentroller 3.11 verlassenden Bogens 2.2 unter Ergreifen dieses Randes in der Schwebelage des Bogens 2.2 erfolgt bevorzugt erst, nachdem sich dieser Rand eine gewisse Strecke von dem Bogenentroller 3.11 entfernt und damit eine hinlängliche Laufruhe erreicht hat. Insbesondere auch deshalb erstreckt sich die Bogenleitvorrichtung 3.14 in Förderrichtung 3.5.1 über eine Länge, die im Wesentlichen der in Förderrichtung 3.5.1 vorliegenden Erstreckung der Bogen 2.2 mit dem größten mit der Maschine verarbeitbaren Format entspricht.

Zur Verhinderung unkontrollierter Bewegungen des bezüglich der Förderrichtung 3.5.1 stromaufwärts vom Bogenentroller 3.11 befindlichen, sich zunehmend verkürzenden Abschnittes eines den Bogenentroller 3.11 passierenden Bogens 2.2 ist dem Bogenentroller 3.11 eine an diesen bezüglich der Förderrichtung 3.5.1 stromaufwärts anschließende Bogenführungsvorrichtung 3.16 vorgeordnet, auf welche später noch näher eingegangen wird.

Die in 3 wiedergegebene Ausgestaltung weicht von jener nach 2 insofern ab als eine alternativ zur Bogenleitvorrichtung 3.14 ausgebildete Bogenleitvorrichtung 3.140 vorgesehen ist. Wie insbesondere in 4 (einer Ansicht der Bogenleitvorrichtung 3.140 in Richtung des Pfeils IV in 3) erkennbar, bildet diese Bogenleitvorrichtung 3.140 entlang eines Abschnittes der Greiferbahn 3.15 verlaufende und die Bogen 2.2 entlang dieses Abschnittes abstützende Leitflächenstreifen 3.141 aus. Diese sind quer zur Förderrichtung 3.5.1 unter gegenseitigen Abständen derart aufeinanderfolgend angeordnet, dass zwischen den Leitflächenstreifen 3.141 Freiräume 3.142 gebildet sind, die von den umlaufenden Vorderkantengreifern 3.7 und Hinterkantengreifern 3.8 passiert werden können. Die Leitflächenstreifen 3.141 sind äquidistant zu dem Abschnitt der Greiferbahn 3.15, dem sie zugeordnet sind, und zwar bevorzugt unter einem Abstand von den genannten Greiferauflagen, welcher jedenfalls im Bereich der Dicke der verarbeiteten Bogen 2.2liegt. Bezüglich der Förderrichtung 3.5.1 stromaufwärts gehen die Leitflächenstreifen 3.141 in eine stromabwärts befindliche Berandung der Entrollungskerbe 3.11.1 über. Unter Abstützung der Bogen 2.2 an den Leitflächenstreifen 3.141 richten sich die Bogen 2.2 an den Leitflächenstreifen 3.141 aus. Diese Ausrichtung erfolgt bevorzugt durch eine pneumatische Unterstützung.

Bei einer ersten Ausgestaltung erfolgt eine pneumatische Unterstützung der Ausrichtung dadurch, dass der den Bogenentroller 3.11 passierende Bogen 2.2 durch einen lediglich örtlichen Angriff pneumatischer Mittel gestraft wird.

Eine erste Variante dessen sieht eine Blasvorrichtung 3.143 vor, die bezüglich der Förderrichtung 3.5.1 stromabwärts vom Bogenentroller 3.11 angeordnet ist und einen auf den Bogen 2.2 ausgerichteten und diesen an die Bogenleitvorrichtung 3.140 andrückenden Blasluftvorhang mit einer bevorzugt entgegen der Förderrichtung 3.5.1 weisenden Richtungskomponente abgibt. Der Blasluftvorhang beaufschlagt dabei einen in Förderrichtung 3.5.1 auf den Bogenentroller 3.11 folgenden Abschnitt der Greiferbahn 3.15, dessen Erstreckung in Förderrichtung 3.5.1 wesentlich kürzer ist als jene der Bogen 2.2.

Für diesen Fall der Ausrichtung des jeweils nachlaufenden Randes der Bogen 2.2 genügt insoweit eine entsprechend kurze Erstreckung der in Förderrichtung 3.5.1 auf den Bogenentroller 3.11 folgenden Leitflächenstreifen 3.141.

Hinsichtlich der Erstreckung der Bogenleitvorrichtung 3.140 in der Förderrichtung 3.5.1 gilt Gleiches auch für eine zweite Variante der Ausrichtung der nachlaufenden Ränder der Bogen 2.2 durch Straffen der Bogen 2.2 mittels lediglich örtlichem Angriff pneumatischer Mittel, die alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein können und an der Bogenleitvorrichtung 3.140 vorgesehene Saugöffnungen umfassen, die einem entsprechend kurzen, in Förderrichtung 3.5.1 auf den Bogenentroller 3.11 folgenden Abschnitt der Greiferbahn 3.15 zugeordnet, auf diese ausgerichtet und an einen Unterdruckerzeuger anschließbar sind.

Bei einer zweiten Ausgestaltung einer pneumatisch unterstützten Ausrichtung des jeweils nachlaufenden Randes der den Bogenentroller 3.11 verlassenden Bogen 2.2 werden diese entlang ihrer gesamten Erstreckung in Förderrichtung 3.5.1 auf den Leitflächenstreifen 3.141 abgestützt und an diese angesaugt. Hierzu bildet die Bogenleitvorrichtung 3.140 eine die Leitflächenstreifen 3.141 ausbildende Saugkammer 3.144 mit der Greiferbahn 3.15 zugewandten Saugöffnungen 3.145, die mit dem Innenraum der Saugkammer 3.144 in Verbindung stehen und fluidisch mit einem Unterdruckerzeuger 3.146 verbindbar sind. Hierbei entspricht die Erstreckung der Leitflächenstreifen 3.141 in Förderrichtung 3.5.1 wenigstens jener der in dieser Richtung vorliegenden Erstreckung der Bogen 2.2 mit dem maximal verarbeitbaren Format und die Saugöffnungen 3.145 sind entlang der Leitflächenstreifen 3.141 angeordnet.

Die genannten, zum Passieren der Vorderkantengreifer 3.7 und der Hinterkantengreifer 3.8 vorgesehenen Freiräume 3.142 sind dabei als Nuten einer der Greiferbahn 3.15 zugewandten, die Leitflächenstreifen 3.141 ausbildenden Kammerwand der Saugkammer 3.144 ausgebildet.

Eine im weiteren Verlauf aufgezeigte Weiterbildung dessen ist in vorteilhafter Weise dann einsetzbar, wenn aufgrund bestimmter geometrischer Gegebenheiten die genannten Greiferauflagen der Vorderkantengreifer 3.7 und der Hinterkantengreifer 3.8 die Antriebskettenräder 3.9 (siehe 1) auf einem gegenüber deren Teilkreisradius größeren Radius passieren. In diesem Falle ergibt sich beim Übergang der Greiferbahn 3.15 von dessen entlang dieses Teilkreises verlaufendem Abschnitt auf einen geraden Abschnitt ein Durchhang der mittels dieser Greifer geführten Bogen 2.2. Dies hätte bei einem Verlauf der Leitflächenstreifen 3.141 in einer Ebene zur Folge, dass sich das zur Entrollung eines Bogens 2.2 freigegebene nachlaufende Ende desselben nach dem Passieren des Bogenentrollers 3.11 bezüglich der Förderrichtung 3.5.1 weiter stromaufwärts befindet als die Greiferauflage und der Greiferfinger eines den Bogen 2.2 vor der Entrollung führenden Hinterkantengreifers 3.8. Um dem entgegenzuwirken, sind gemäß der angedeuteten Weiterbildung Leitflächenstreifen 3.141' vorgesehen, die wenigstens eine Erhebung 3.147 und wenigstens eine Vertiefung 3.148 aufweisen.

In 5 ist eine Bogenleitvorrichtung 3.140' mit einem derartigen Verlauf der Leitflächenstreifen 3.141' qualitativ wiedergegeben, und zwar am Beispiel der Verarbeitung von Bogen 2.2 mit einem kleineren als dem maximal verarbeitbaren Format. In dem beispielhaft dargestellten Falle bilden mehrere Erhebungen 3.147 und Vertiefungen 3.148 einen wellenförmigen Verlauf der Leitflächenstreifen 3.141'.

Ein jeweiliger seitens der Vorderkantengreifer 3.7 über die Bogenleitvorrichtung 3.140' gezogener Bogen 2.2 wird wiederum durch pneumatische Unterstützung an die Leitflächenstreifen 3.141' angelegt. Die Erhebungen 3.147 und die Vertiefungen 3.148 sind derart dimensioniert, dass auch für den Fall unterschiedlicher Formate der Bogen 2.2 der zur Entrollung freigegebene nachlaufende Rand eines jeweiligen an die Bogenleitvorrichtung 3.140' angelegten Bogens 2.2 zum vorauseilenden Rand desselben im Wesentlichen den Abstand einnimmt, den er vor der Freigabe hatte. Insoweit ist eine Möglichkeit geschaffen, auch im Falle des erläuterten Durchhanges den zuvor freigegebenen nacheilenden Rand eines jeweiligen Bogens 2.2 nach dessen Entrollung zur erneuten Zwangsführung seitens der Hinterkantengreifer 3.8 wieder mittels dieser zu ergreifen.

Weitere Erfordernisse bestehen darin, dass der nachlaufende Rand während des erneuten Ergreifens desselben an eine Erhebung 3.147 der Leitvorrichtung 3.140' angelegt ist, und dass bei gegebenenfalls mehrfach vorgesehenen und ungleichmäßig ausgebildeten Erhebungen 3.147 jene die höchste ist, von welcher der nachlaufende Rand abgenommen wird. Hierbei ist unter der höchsten Erhebung 3.147 jene zu verstehen, die den geringsten Abstand zur Greiferbahn 3.115 aufweist, wenn als solche jene Bahn verstanden wird, die von den genannten Greiferauflagen durchfahren wird. Dieser geringste Abstand liegt bevorzugt in der Größenordnung der Dicke der dicksten der verarbeiteten Bogen 2.2 und ist bevorzugt größer als diese Dicke.

Im vorliegenden, in 5 wiedergegebenen Ausführungsbeispiel wird der Bogen 2.2 von der ersten auf den Bogenentroller 3.11 folgenden Erhebung 3.147 abgenommen. Die hierzu vorgesehenen Hinterkantengreifer 3.8 – denen die Vorderkantengreifer 3.7 in einem an das Format der Bogen 2.2 angepassten Abstand vorauseilen – sind dabei in einem Zustand kurz vor dem Schließen dargestellt, d. h. sie verlassen im nächsten Augenblick die hier nicht dargestellte Greiferöffnungskurve 3.12.1.

Zur Anpassung des genannten Abstandes der Hinterkantengreifer 3.8 von den Vorderkantengreifern 3.7 an das Format der aktuell verarbeiteten Bogen 2.2 wird beispielsweise auf die Lehren der deutschen Patentschrift 1 260 482 oder der Patentanmeldung DE 102 49 737.0 zurückgegriffen.

Zur bereits angedeuteten Dimensionierung der Erhebungen 3.147 und der Vertiefungen 3.148 gehört auch die Erstreckung der diese ausbildenden Leitflächenstreifen 3.141' in der Förderrichtung 3.5.1. Diese Erstreckung ist so gewählt, dass die Bogen 2.2 mit dem größten mit der Rotationsdruckmaschine verarbeitbaren Format in ihrer gesamten Erstreckung in Förderrichtung 3.5.1 an die Leitflächenstreifen 3.141' angelegt werden können.

Die ebenfalls bereits genannte, hierzu benutzte pneumatische Unterstützung erfolgt – wie in Verbindung mit 3 bereits erläutert – mittels einer die Leitflächenstreifen 3.141' ausbildenden Anordnung von Saugkammern 3.144' mit in Richtung auf die Greiferbahn 3.15 öffnenden Saugöffnungen 3.145. Alternativ oder zusätzlich wird der jeweilige Bogen 2.2. mittels Blasluft an die Leitflächenstreifen 3.141'3 angedrückt.

Wie in 1 angedeutet, ist der Bogenentroller 3.11 einem ansteigenden Abschnitt der im Wesentlichen dem Verlauf der Endlosketten 3.6 entsprechenden Greiferbahn 3.15 zugeordnet und zwar kurz nach deren Übergang von einem durch die Antriebskettenräder 3.9 bedingten Umlenkbereich in einen geraden Abschnitt der Greiferbahn 3.15. Diesem Fall entspricht die Darstellungsweise in den 2 und 3. Hierbei leitet der bereits an früherer Stelle genannte und nachfolgend näher erläuterte Bogenführungsvorrichtung 3.16 den jeweiligen seitens der Hinterkantengreifer 3.8 freigegebenen Bogen 2.2 mittels einer Führungsfläche 3.16.1, die im genannten Umlenkbereich einen dementsprechend gekrümmten Verlauf aufweist. Diese Führungsfläche 3.16.1 erstreckt sich, ausgehend vom Bogenentroller 3.11, bezüglich der Förderrichtung 3.5.1 stromaufwärts und über eine an das Größtformat der verarbeiteten Bogen 2.2 angepasste Länge, d. h. der nachlaufende Rand eines jeweiligen Bogens 2.2. hat unabhängig von dessen Format die Führungsfläche 3.16.1 spätestens dann erreicht, wenn dieser seitens der Hinterkantengreifer 3.8 freigegeben wird, wenn also der vorauseilende Rand des jeweiligen Bogens 2.2 in unmittelbare Nähe des Bogenentrollers 3.11 gelangt ist.

Die Bogenfürhungsvorrichtung 3.16 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel, abgesehen davon, dass sie eine gekrümmte Führungsfläche 3.16.1 aufweist, analog der bereits erläuterten Bogenleitvorrichtung 3.140 gemäß den 3 und 4 ausgebildet und die zu den Leitflächenstreifen 3.141 analoge Führungsflächenstreifen 3.16.4 und dazwischen liegende Freiräume 3.16.5 für die passierenden Greifer 3.7 und 3.8 ausbildende Führungsfläche 3.16.1 ist analog zu den Leitflächenstreifen 3.141 der Bogenleitvorrichtung 3.140 äquidistant zur Greiferbahn 3.15 angeordnet.

Ein jeweiliger Bogen 2.2 wird mittels der Vorderkantengreifer 3.7 und zunächst auch mittels der Hinterkantengreifer 3.8 in der Verarbeitungsrichtung 3.5.1 über die Führungsfläche 3.16.1 geführt, und zwar wiederum unter pneumatischer Unterstützung, die hier wiederum beispielhaft durch Ansaugen der Bogen 2.2 an die Führungsfläche 3.16.1 erfolgt.

Die Bogenführungsvorrichtung 3.16 ist hierzu, wie aus den 3 und 4 erkennbar, wiederum in Form einer Saugkammer 3.16.2 mit auf die Greiferbahn 3.15 ausgerichteten Saugöffnungen 3.16.3 ausgebildet und an einen hier nicht dargestellten Unterdruckerzeuger angeschlossen. Eine der Greiferbahn 3.15 zugewandte Kammerwand der Saugkammer 3.16.2 bildet die erwähnten Führungsflächenstreifen 3.16.4 und wiederum in Form von Nuten in dieser Kammerwand die Freiräume 3.16.5 zum Passieren der Vorderkantengreifer 3.7 und der Hinterkantengreifer 3.8 aus. Der in den Saugöffnungen 3.16.3 herrschende Unterdruck ist im Falle einer derartigen pneumatischen Unterstützung der Bogenführung über die Führungsfläche 3.16.1 so gering gehalten, dass die zur Entrollung erforderliche Ausbildung der an früherer Stelle genannten Sicke nicht beeinträchtigt wird.

Zur Realisierung der dargelegten Freigabe eines jeweils nachlaufenden Randes der Bogen 2.2 in einem Zeitpunkt, in dem deren vorauseilender Rand den Bogenentroller 3.11 erreicht, und zur erneuten Zwangsführung dieses Randes nach erfolgtem Entrollungsvorgang erstreckt sich die bereits genannte Greiferöffnungskurve 3.12.1, wie in den 2 und 3 erkennbar, um eine erste Länge stromabwärts und um eine zweite Länge stromaufwärts vom Bogenentroller 3.11. Dabei ist die erste Länge so ausgelegt, dass sich die mittels der Greiferöffnungskurve 3.12.1 geöffnet gehaltenen Hinterkantengreifer 3.8 an dem bereits erläuterten Ort schließen, an dem die erneute Zwangsführung des jeweils nachlaufenden Randes der Bogen 2.2 einsetzt, während die zweite Länge der in Verarbeitungsrichtung vorliegenden Erstreckung eines der Bogen 2.2 mit größtmöglichem mit der Rotationsdruckmaschine verarbeitbaren Format entspricht. Die nachlaufenden Ränder von Bogen 2.2 mit kleinerem Format werden somit bereits freigegeben, wenn die vorauseilenden Ränder dieser Bogen 2.2 den Bogenentroller 3.11 noch nicht erreicht haben. Dies ist aber ohne Einfluss auf den Entrollungsprozess.

Die Greiferöffnungskurve 3.12.1 und die genannte Rollenhebelanordnung 3.13 befinden sich im Übrigen in einem derartigen Wirkbereich, dass analoge, den Vorderkantengreifern 3.7 zugeordnete Rollenhebelanordnungen (hier nicht dargestellt) von der den Hinterkantengreifern 3.8 zugeordneten Greiferöffnungskurve 3.12.1 nicht betätigt werden.

Für den eingangs genannten Fall der von Schöndruck auf Schön- und Wiederdruck und umgekehrt umschaltbaren Ausgestaltung der Rotationsdruckmaschine ist der Greiferöffner 3.12 und damit dessen äquidistant zur Greiferbahn 3.15 verlaufende Greiferöffnungskurve 3.12.1 aus einer die Rollenhebelanordnung 3.13 betätigenden Arbeitsstellung in eine nicht betätigende Stellung verstellbar, im vorliegenden Fall abschwenkbar, und die den Bogenroller 3.11, die Bogenleitvorrichtung 3.14 bzw. 3.140 bzw. 3.140' und die Bogenführungsvorrichtung 3.16 umfassende Baueinheit aus deren in den 1, 2 und 3 dargestellten Arbeitsstellung von der Greiferbahn 3.15 abschwenkbar angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die genannte Baueinheit hierzu an ortsfest gelagerte und mittels eines Stellantriebes 3.149 schwenkbare Lenker 3.150 angelenkt, während der Greiferöffner 3.12 an einer ortsfesten Schwenklagerung 3.151 angelenkt ist und mittels eines in eine Kulisse 3.152 des Greiferöffners 3.12 eingreifenden, mit nicht näher dargestellten Mitteln betätigbaren Kurbelzapfens 3.153 bezüglich der Schwenklagerung 3.151 schwenkbar ist.

In alternativen Ausgestaltungen sind eine an der Bogenführungsvorrichtung 3.16 ausgebildete Führungsfläche unter einem derartigen Abstand zur Greiferbahn 3.15 angeordnet oder derart weit öffnende Hinterkantengreifer vorgesehen, dass auf die Ausbildung der Freiräume 3.16.5 verzichtet werden kann.

Die insoweit dargelegte Maschine ermöglicht ein Verfahren zum Entrollen von Bogen, wonach die Bogen vor deren Entrollung an einem jeweils vorauseilenden Rand der Bogen 2.2 mittels erster Greifer – den Vorderkantengreifern 3.7 – und an einen jeweils nacheilenden Rand der Bogen 2.2 mittels zweiter Greifer – den Hinterkantengreifern 3.8 – geführt werden, der jeweils nacheilende Rand zur Entrollung des Bogens 2.2 freigegeben, nach erfolgter Entrollung ausgerichtet und anschließend erneut von den zweiten Greifern (Hinterkantengreifer 3.8) erfasst wird.

1 Maschinenabschnitt 1.1 Druckwerk 1.2 Druckwerk 1.3 Farbwerk 1.4 Feuchtwerk 1.5 Plattenzylinder 1.6 Gummituchzylinder 1.7 Druckzylinder 1.8 schwingender Vorgreifer 1.9 Anlegetrommel 1.10 Bogenführungstrommel 2 Anleger 2.1 Vereinzelungsvorrichtung 2.2 Bogen 2.3 Stapel 2.4 Transport- und Ausrichtvorrichtung 2.5 Plattform 2.6 Hubkette 2.7 Traverse 3 Ausleger 3.1 Stapelbildungsstation 3.2 Auslegestapel 3.3 Plattform 3.4 Hubkette 3.5 Endlosförderer 3.5.1 Förderrichtung 3.6 Endloskette 3.7 Vorderkantengreifer 3.8 Hinterkantengreifer 3.9 Antriebskettenrad 3.10 Umlenkkettenrad 3.11 Bogenentroller 3.11.1 Entrollungskerbe 3.11.2 Saugkanal 3.11.3 Sauganschluss 3.12 Greiferöffner 3.12.1 Greiferöffnungskurve 3.13 Rollenhebelanordnung 3.14 Bogenleitvorrichtung 3.14.1 Bogenleitfläche 3.14.2 Düse 3.14.3 Blasluftkammer 3.14.4 Überdruckerzeuger 3.14.5 Blasluftvorsorgungssystem 3.15 Greiferbahn 3.16 Bogenführungsvorrichtung 3.16.1 Führungsfläche 3.16.2 Saugkammer 3.16.3 Saugöffnung 3.16.4 Führungsflächenstreifen 3.16.5 Freiraum 3.140; 3.140' Bogenleitvorrichtung 3.141; 3.141' Leitflächenstreifen 3.142 Freiraum 3.144; 3.144' Saugkammer 3.145 Saugöffnung 3.146 Unterdruckerzeuger 3.147 Erhebung der Leitflächenstreifen 3.141 3.148 Vertiefung der Leitflächenstreifen 3.141 3.149 Stellantrieb 3.150 Lenker 3.151 Schwenklagerung 3.152 Kulisse 3.153 Kurbelzapfen

Anspruch[de]
  1. Bogen verarbeitende Maschine mit ersten Greifern, welche die Bogen unter Zwangsführung vorauseilender Ränder der Bogen entlang einer Förderstrecke transportieren, und mit zweiten Greifern zur Führung der nacheilenden Ränder der Bogen, gekennzeichnet durch einen der Förderstrecke zugeordneten Bogenentroller (3.11), einen Greiferöffner (3.12), der die die nacheilenden Ränder der Bogen (2.2) führenden zweiten Greifer (Hinterkantengreifer 3.8) öffnet, wenn die Bogen (2.2) den Bogenentroller (3.11) erreichen, und eine Bogenleitvorrichtung (3.14; 3.140; 3.140'), welche die nachlaufenden Ränder der den Bogenentroller (3.11) verlassenden Bogen (2.2) zur erneuten Zwangsführung seitens der zweiten Greifer (Hinterkantengreifer 3.8) ausrichtet.
  2. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mittels der Leitvorrichtung (3.14) ausgebildete, unter einem Abstand zur Greiferbahn (3.15) verlaufende Bogenleitfläche (3.14.1), in die Bogenleitfläche (3.14.1) mündende Düsen (3.14.2) zur Abgabe einer Bogentragluftströmung und ein die Bogentragluftströmung erzeugendes Blasluftversorgungssystem (3.14.5).
  3. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mittels der Bogenleitvorrichtung (3.140; 3.140') ausgebildete Leitflächenstreifen (3.141; 3.141'), die entlang eines Abschnittes der Greiferbahn (3.15) verlaufen, die Bogen (2.2) entlang dieses Abschnittes abstützen und Freiräume (3.142) für die umlaufenden Greifer (Vorderkantengreifer 3.7, Hinterkantengreifer 3.8) bilden.
  4. Maschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine die Leitflächenstreifen (3.141; 3.141') bildende Saugkammer (3.144; 3.144') mit der Greiferbahn (3.15) zugewandten Saugöffnungen (3.145), die mit dem Innenraum der Saugkammer (3.144; 3.144') in Verbindung stehen und einen mit der Saugkammer (3.144; 3.144') fluidisch verbindbaren Unterdruckerzeuger (3.146).
  5. Maschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen wenigstens eine Erhebung (3.147) und wenigstens eine Vertiefung (3.148) aufweisenden Verlauf der Leitflächenstreifen (3.141').
  6. Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Bogenführungsvorrichtung (3.16), die sich ausgehend vom Bogenentroller (3.11) bezüglich der Förderrichtung (3.5.1) stromaufwärts erstreckt.
  7. Verfahren zum Entrollen eines Bogens (2.2) dadurch gekennzeichnet, dass der Bogen (2.2) vor dessen Entrollung an einem vorauseilenden Rand desselben mittels erster Greifer (Vorderkantengreifer 3.7) und an einem nacheilenden Rand des Bogens (2.2) mittels zweiter Greifer (Hinterkantengreifer 3.8) geführt wird, der nacheilende Rand zur Entrollung des Bogens (2.2) freigegeben, nach erfolgter Entrollung ausgerichtet und anschließend erneut von den zweiten Greifern (Hinterkantengreifer 3.8) erfasst wird.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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