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Dokumentenidentifikation DE102004009727A1 07.10.2004
Titel Schlüsselring
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Allemeier, Tom, 81477 München, DE;
Körbler, Peter, 80797 München, DE
DE-Anmeldedatum 25.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004009727
Offenlegungstag 07.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.2004
IPC-Hauptklasse A44B 15/00
Zusammenfassung Ein Schlüsselanhänger (1) besteht aus einem offenen Schlüsselring (2), dessen Endabschnitte (6, 7) durch eine Schlaufe (4) aus einem bandförmigen textilen Material geschlossen werden. Die Schlaufe (4) setzt sich in einem Band (3) mit einem endseitigen Anschlagteil (5) fort, auf das beispielsweise ein Fahrzeugschlüssel (20) aufgeschoben werden kann. Der Schlüsselring (2) trägt wenigstens einen anderen Schlüssel, so dass ein Schlüsselanhänger (1) zur Verfügung steht, der zwei Arten von Schlüsseln getrennt aufnehmen kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schlüsselring nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie einen Schlüsselanhänger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 6.

Schlüsselringe mit einem offenen Ring aus einem elastischen Material, wobei die Endabschnitte entgegen der Federkraft des Materials zu einem geschlossenen Ring zusammengeführt werden können, sind allgemein bekannt. Beispielsweise erfolgt das Verbinden der beiden Endabschnitte durch eine an einem Endabschnitt gelenkig festgelegte Klammer, die mit ihrem fensterartigen freien Ende in einen hakenförmig abgebogenen Endabschnitt des Ringes eingreift. Daneben ist eine Vielzahl von weiteren Verschlussmöglichkeiten bekannt, beispielsweise Schraubverschlüsse.

Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannten Schlüsselringe weiterzuentwickeln.

Diese Aufgabe wird durch einen Schlüsselring mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Kerngedanke ist es dabei, einen Schlüsselring so auszuführen, dass er in Abstand zueinander verlaufende und sich – räumlich betrachtet – überlappende Endabschnitte aufweist, die durch eine Schlaufe aus einem bandförmigen Material miteinander verbunden sind. Die Schlaufe besteht bevorzugt aus einem biegeschlaffen Material geringer Elastizität, das den offenen Ring schließt. Durch die Erfindung wird ein Schlüsselring mit großer Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Öffnen bereitgestellt, so dass keine Gefahr besteht, dass auf den Schlüsselring aufgeschobene Schlüssel verloren werden. Der erfindungsgemäße Schlüsselring zeichnet sich dabei durch eine besonders einfache Handhabung und einfache technische Umsetzbarkeit aus.

Aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung wird im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung durchgehend der Begriff „Schlüsselring" oder „Ring" verwendet. Grundsätzlich können auf den Schlüsselring anstelle von Schlüsseln jedoch auch andere geeignete Gebrauchs- und/oder Ziergegenstände aufgebracht werden, so dass sich vielfältige Verwendungsmöglichkeiten ergeben.

Bevorzugt verlaufen die Endabschnitte des Schlüsselrings zumindest in einer Raumrichtung parallel zueinander, um eine besonders gleichmäßige und belastbare Verbindung durch die Schlaufe zu erzeugen.

Der Schlüsselring ist – abgesehen von seiner eigenen Materialstärke – bevorzugt ein ebenes Gebilde, mit einer rechteckähnlichen Form, so dass zwei etwa geradlinig verlaufende Endabschnitte entstehen, die in der Ebene des Ringes parallel nebeneinander liegen und durch die Schlaufe miteinander verbunden werden.

Alternativ können die Endabschnitte auch, bezogen auf die Ebene des Ringes, höhenversetzt sein. Außerdem ist neben der Rechteckform eine Vielzahl von Formvarianten für den Schlüsselring möglich, beispielsweise kreisförmig oder oval.

Der Schlüsselring besteht beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff oder einem Kunststoff, dessen Elastizität so bemessen ist, dass einerseits eine ausreichende Vorspannung zum sicheren Verschließen des Schlüsselrings gegeben ist und andererseits der Kraftaufwand zum Aufziehen oder Abnehmen der Schlaufe nicht zu groß ist.

Um einen gegen Verrutschen gesicherten Sitz der Schlaufe auf den Endabschnitten des Ringes zu gewährleisten, sind Vertiefungen, insbesondere Abflachungen, an zumindest einem Endabschnitt des Ringes vorgesehen.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung entsteht ein Schlüsselanhänger, indem sich die Schlaufe in einem Band fortsetzt, an dem zumindest ein weiterer Gegenstand aufgenommen werden kann. Dieser weitere Gegenstand wird mittels einer Durchgangsöffnung im Gegenstand, einer Öse am Gegenstand oder dergleichen über die von dem Schlüsselring abgenommene Schlaufe auf das Band aufgeschoben. Ein Anschlagteil an dem dem Ring abgewandten Ende des Bandes hält den Gegenstand auf dem Band. Die Anordnung eines Bandes an einem Zierstück, mit einem auf das Band aufgefädelten Schlüssel, ist an sich bereits aus der DE-OS 2 313 657 bekannt.

Der auf das Band aufgeschobene Gegenstand kann ein Zierstück sein, zur Kenntlichmachung des Schlüssels und/oder um ein Verlieren des Schlüssels zu vermeiden.

In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der auf das Band aufgeschobene Gegenstand selbst ein Schlüssel, so dass mit dem Schlüsselring und dem Band zwei voneinander unabhängige Einrichtungen zum Anbringen von Schlüsseln zur Verfügung stehen. Durch die erfindungsgemäße Ausführung eines Schlüsselanhängers kann beispielsweise eine Trennung zwischen verschiedenen Schlüsselarten vorgenommen werden. Hierbei ist zum Beispiel der Fahrzeugschlüssel auf das Band aufgeschoben, während die weiteren Schlüssel, beispielsweise Wohnungsschlüssel, von dem Schlüsselring aufgenommen werden.

Der erfindungsgemäße Schlüsselanhänger zeichnet sich aufgrund seiner kompakten Ausführung durch einen hohen Tragekomfort aus.

Der erfindungsgemäße Schlüsselanhänger ist entsprechend den obenstehenden Erläuterungen vornehmlich zur Aufnahme von Schlüsseln sowohl am Schlüsselring als auch am Band konzipiert. Daneben eignen sich beide Einrichtungen – Schlüsselring und/oder Band – jedoch auch zur Aufnahme anderer Gegenstände entweder am Schlüsselring oder am Band. Somit kann anstelle eines Schlüssels beispielsweise eine Taschenlampe oder ein anderer Gebrauchsgegenstand aufgenommen werden, ebenso wie ein Ziergegenstand.

Die Schlaufe und/oder das Band bestehen bevorzugt aus einem textilen Material mit geringer Dehnfähigkeit. Neben textilen Materialien können auch andere biegeschlaffe Werkstoffe zur Bildung der Schlaufe und des Bandes herangezogen werden, beispielsweise Kunststoffmaterialien.

Das Anschlagteil besteht bevorzugt aus einem Kunststoffmaterial. Durch Einsatz zweier unterschiedlicher Kunststoffkomponenten kann beispielsweise eine Oberfläche mit weicher, angenehmer Haptik erreicht werden. Das Anschlagteil ist mit dem Band form- oder stoffschlüssig verbunden.

Ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigt:

1 einen endungsgemäßen Schlüsselanhänger in perspektivischer Ansicht, im geöffneten Zustand

2 den Schlüsselanhänger von 1 in der Draufsicht, im geschlossenen Zustand und

3 den Schlüsselanhänger von 2 in der Seitenansicht.

Der in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnete Schlüsselanhänger setzt sich aus einem offenen Schlüsselring 2, einem Band 3 mit einer Schlaufe 4 sowie einem Anschlagteil 5 zusammen. Der Schlüsselring 2 hat einen inneren Endabschnitt 6 sowie einen äußeren Endabschnitt 7, die etwa parallel und mit Abstand zueinander verlaufen, so dass die Endabschnitte 6 und 7 sich überlappen. Der Schlüsselring 2 umschreibt mit seinem inneren Endabschnitt 6 und den Schenkeln 8, 9 und 10 innenseitig ein Rechteck. Durch den gegenüber dem Schenkel 8 verlängerten Schenkel 10 ist die Außenkontur des Schlüsselrings 2 der Quadratform angenähert.

1 zeigt den Schlüsselring 2 im geöffneten, entspannten Zustand, in dem die beiden Endabschnitte 6 und 7 ihren maximalen Abstand einnehmen. Bereits im geöffneten Zustand verlaufen die beiden Endabschnitte 6 und 7 überlappend zueinander.

Die beiden Endabschnitte 6 und 7 des Schlüsselrings 2 werden durch die Schlaufe 4 zu einem Ring geschlossen, wie insbesondere aus 2 hervorgeht. In den Auflagebereichen der Schlaufe 4 sind die beiden Endabschnitte 6 und 7 abgeflacht (Bereiche 11 und 12). Die Breite der Bereiche 11 und 12 entspricht etwa der Breite der Schlaufe 4. Zum Schließen des Schlüsselrings 2 wird die Schlaufe 4 über den äußeren Endabschnitt 7 so weit in Richtung des Schenkels 10 aufgeschoben, dass sie in den inneren Endabschnitt 6 eingefädelt werden kann. Hierzu ist es erforderlich, die beiden Endabschnitte 6 und 7 des aus einem elastischen Material bestehenden Schlüsselrings 2 etwas zusammenzudrücken, da in der entspannten Ruhelage des Schlüsselrings 2 der Abstand der beiden abgeflachten Bereiche 11 und 12 größer ist als das größtmögliche Innenmaß der Schlaufe 4. Die abgeflachten Bereiche 11 und 12 reichen nicht bis vollständig an das freie Ende der Endabschnitte 6 und 7, so dass Begrenzungen 13 und 14 verbleiben, die ein Herabrutschen der Schlaufe 4 von den abgeflachten Bereichen 11 und 12 verhindern. Hierdurch wird eine hohe Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes Öffnen des Schlüsselringes 2 erreicht.

Das Band 3, das sich an die Schlaufe 4 anschließt, nimmt gemäß der 2 und 3 einen Fahrzeugschlüssel 20 auf. Zum Aufschieben des Schlüssels 20 wird die Schlaufe 4 vom Schlüsselring 2 abgenommen und durch die Öffnung 21 hindurchgeführt, die sich an dem dem Schlüsselbart 22 abgewandten Endabschnitt des Griffstücks 23 des Schlüssels 20 befindet. Das Anschlagteil 5 ist in Form und Größe so ausgebildet, dass es nicht durch die Öffnung 21 des Schlüssels 20 hindurchtreten kann.

Das Band 3 und die Schlaufe 4 sind bevorzugt einstückig ausgebildet und bestehen beispielsweise aus einem textilen Gewebe. Hierzu ist das bandförmige Ausgangsmaterial doppellagig aufeinandergelegt, wobei die obere und die untere Lage 30 bzw. 31 des Bandmaterials über eine Längsnaht 32 miteinander vernäht sind. Die Schlaufe 4 wird durch eine Quernaht 33 begrenzt.

Das Anschlagteil 5 ist über ein Ansatzstück 40 mit dem Band 3 verbunden, beispielsweise durch Verklebung oder auf thermischem Weg. Das Anschlagteil 5 kann nach ästhetischen Gesichtspunkten weitestgehend frei gestaltet werden und beispielsweise ein Emblem 41 einer Fahrzeugmarke aufnehmen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass durch die Erfindung ein Schlüsselanhänger 1 bereitgestellt wird, der aus einem offenen Schlüsselring 2 besteht, dessen Endabschnitte 6 und 7 durch eine Schlaufe 4 aus einem bandförmigen textilen Material geschlossen werden. Die Schlaufe 4 setzt sich in einem Band 3 mit einem endseitigen Anschlagteil 5 fort, auf das beispielsweise ein Fahrzeugschlüssel 20 aufgeschoben werden kann. Der Schlüsselring 2 trägt wenigstens einen anderen Schlüssel, so dass ein Schlüsselanhänger 1 zur Verfügung steht, der zwei Arten von Schlüsseln getrennt aufnehmen kann.


Anspruch[de]
  1. Schlüsselring, der als offener Ring ausgebildet ist, dessen Endabschnitte entgegen der Federkraft des Rings aufeinander zugeführt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte (6, 7) einander überlappen (2) und durch eine Schlaufe (4) aus einem bandförmigen Material miteinander verbindbar sind, wobei die Endabschnitte (6, 7) zum Aufbringen der Schlaufe (4) entgegen der Federkraft des Rings (2) aufeinander zuzuführen sind.
  2. Schlüsselring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte (6, 7) zumindest in einer Raumrichtung etwa parallel zueinander verlaufen.
  3. Schlüsselring nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (2) – abgesehen von seiner Materialstärke – ein zweidimensionales Gebilde ist.
  4. Schlüsselring nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (2) eine rechteckähnliche Form hat.
  5. Schlüsselring nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich wenigstens eines Endabschnitts (6, 7) des Rings (2) eine Vertiefung (11, 12) vorgesehen ist, deren Breite etwa der Breite des bandförmigen Materials entspricht.
  6. Schlüsselanhänger mit einem Schlüsselring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schlaufe (4) in einem Band (3) zur Aufnahme zumindest eines weiteren Gegenstandes (20) fortsetzt.
  7. Schlüsselanhänger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (3) an seinem dem Schlüsselring (2) abgewandten Endabschnitt ein Anschlagteil (4) für den auf das Band (3) aufgeschobenen Gegenstand (20) aufweist.
  8. Schlüsselanhänger nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der aufgeschobene Gegenstand ein Fahrzeugschlüssel (20) ist.
  9. Schlüsselring bzw. Schlüsselanhänger nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlaufe (4) und/oder das Band (3) aus einem textilen Material besteht.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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