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Dokumentenidentifikation DE102004013648A1 07.10.2004
Titel Verbrennungsvorrichtung mit einer Einrichtung zur Regelung der Luftzufuhr
Anmelder F. Huemer GmbH, Krenglbach, AT
Erfinder Huemer, Ferdinand, Krenglbach, AT
Vertreter Fleuchaus & Gallo, 81479 München
DE-Anmeldedatum 19.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004013648
Offenlegungstag 07.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.2004
IPC-Hauptklasse F24B 1/187
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Verbrennungsvorrichtung (1) mit einer Einrichtung (2) zur Regelungg der Luftzufuhr, insbesondere der Primärluft (P) und der Sekundärluft (S), mit einem Zuluftkanal (3) für die Umgebungsluft, der zumindest eine Luftzufuhröffnung aufweist, und mit mindestens einer Primärluftöffnung zur Luftzufuhr in den unteren Teil des Brennraums mit voneinander getrennt bewegbaren, aber in Abhängigkeit voneinander betätigbaren Verschlusselementen. Weiters betrifft die Erfindung ein Zuluftsystem für eine Verbrennungsvorrichtung (1) mit einem Zuluftkanal (3) für die Umgebungsluft und mit zusammenwirkender Regelungseinrichtung (2) für die Primärluftzufuhr und die Sekundärluftzufuhr von dem Zuluftkanal (3) in den Verbrennungsbereich (6), nach welchem bei ganz oder teilweise geöffnetem Primärlufteinlass der Sekundäreinlass geöffnet ist und eine Drosselung der Sekundärluft (S) nur bei geschlossenem Primärlufteinlass ermöglicht wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verbrennungsvorrichtung mit einer Einrichtung zur Regelung der Luftzufuhr, insbesondere der Primärluft und der Sekundärluft, mit einem Zuluftkanal für die Umgebungsluft, der zumindest eine Luftzufuhröffnung aufweist, und mit mindestens einer Primärluftöffnung zur Luftzufuhr in den unteren Teil des Brennraums.

Weiters betrifft die Erfindung ein Zuluftsystem für eine Verbrennungsvorrichtung mit einem Zuluftkanal für die Umgebungsluft und mit zusammenwirkender Regeleinrichtung für die Primärluftzufuhr und die Sekundärluftzufuhr, von dem Zuluftkanal in den Verbrennungsbereich.

Eine Verbrennungsvorrichtung oben genannter Art ist beispielsweise aus der DE 39 03 807 A1 bekannt, welcher Kamineinsatz eine in einem Zuluftkanal angeordnete Zuluftregelungseinrichtung vorsieht. Die Regelungseinrichtung umfasst zwei Schieberplatten, welche zur gemeinsamen Bewegung über Mitnahmestifte miteinander verbunden sind. Die Schieberplatten weisen Öffnungen in bestimmter Anordnung für die Primär- und Sekundärluftzufuhr auf, welche durch gemeinsame Bewegung geöffnet bzw. geschlossen werden. Dabei läuft die Regelung derart ab, dass in einer Stellung der Schieberplatten die Primärluftzufuhr erfolgt, während die Öffnungen für die Sekundärluftzufuhr nur zum Teil geöffnet sind. In einer anderen Stellung wird der Primärluftanteil ständig reduziert, bis er total unterbrochen ist, gleiches erfolgt anschließend mit der Sekundärluftzufuhr.

Der Nachteil bei dieser Regelungseinrichtung ist, dass die Primär- und der Sekundärluftöffnungen nur gleichlaufend verschlossen bzw. geöffnet werden können, und zwar in der Art, dass die Primärluftöffnungen geöffnet werden, um die Sekundärluft zuzuführen. Dieses Abhängigkeitsverhältnis der beiden Schieberplatten zueinander, welches durch die gemeinsame Bewegung mittels der Mitnahmestifte realisiert ist, führt dazu, dass zum einen die Sekundärluft während dem Verbrennungsprozess nicht separat einstellbar ist ohne gleichzeitig die Primärluftzufuhr mitzudrosseln, und zum anderen, dass sich die Primärluftöffnungen ständig in der Offenstellung zur Regelung der Sekundärluft befinden. Für einen optimalen, nutzbaren Verbrennungsprozess ist es allerdings notwendig, die Primärluft nur in der Anheizphase und gegen Ende des Verbrennungsvorgangs zuzuführen. Wird das Brenngut jedoch während des gesamten Brennablaufs mit Primärluft gespeist, um die Sekundärluft zu regeln, wie es bei der DE 39 03 807 A1 der Fall ist, so läuft die Verbrennung zu rasch ab und es kommt zu einem hohen Grad an unvollständiger Verbrennung. Dadurch verringert sich der Wirkungsgrad und ungenützte Wärme kann entweichen. Gleichfalls ist ein solcher Effekt für die Lebensdauer einer Verbrennungseinrichtung von großem Nachteil.

Es ist nun Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Verbrennungsvorrichtung oben genannter Art mit einer Zuluftregelungseinrichtung für die Primär- und Sekundärluft zu schaffen, bei welcher sowohl die Primär- als auch die Sekundärluft optimal gesteuert werden können, so dass eine möglichst gute, nutzbare Verbrennung des Brenngutes im Brennraum stattfinden kann, so dass der Wirkungsgrad für den Heizeffekt erhöht werden kann, und die Lebensdauer derartiger Verbrennungsanlagen maximiert wird.

Dies ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass die Regelungseinrichtung der Verbrennungsvorrichtung mindestens zwei voneinander getrennt bewegbare Verschlusselemente aufweist, wobei ein Verschlusselement für die Luftzufuhröffnung und ein Verschlusselement für die Primärluftöffnung vorgesehen ist, welche in Abhängigkeit voneinander betätigbar sind, wobei das Verschlusselement für die Primärluftöffnung erst bei offener Luftzufuhröffnung öffenbar ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Primärluft dann zuzuschalten, wenn sie auch wirklich erforderlich ist, nämlich in der Anheizphase und in der Endphase der Verbrennung. Gleichfalls können beide Luftzugänge stufenlos geregelt werden, wobei das Verschlusselement für die Primärluft asynchron mit, aber in Abhängigkeit vom Verschlusselement der Luftzufuhröffnung betätigbar ist. Durch dieses Konzept gemäß der Erfindung ist überdies eine Regelung der Sekundärluft, welche für die Restverbrennung der Rauchgase vor ihrer Ableitung aus der Verbrennungsvorrichtung und für die Scheibenspülung nutzbar ist, äußerst einfach erreichbar. Beispielsweise kann ein der Luftzufuhröffnung nachgeordneter Kanal für die Sekundärluft vorgesehen sein, um die eintretende Luft für die Sekundärluft abzuzweigen. In einem solchen Kanal kann ein weiteres regelbares Verschlusselement angeordnet sein, durch welches die Sekundärluft (bei geschlossener Primärluftöffnung) drosselbar ist, oder, noch einfacher, das Verschlusselement der Luftzufuhröffnung dient selbst diesem Zweck. Durch die erfindungsgemäße Konstruktion ergibt sich – neben den bereits vorstehend ausgeführten Vorteilen – ein weiterer Vorteil, nämlich jener, dass für die Steuerung einer optimalen Luftzufuhr eine einzige Öffnung zur Kommunikation mit der Umgebung ausreicht. Eine Betätigung der Verschlusselemente kann sowohl mechanisch, hydraulisch, oder aber auch pneumatisch bewerkstelligt werden, wobei als Verschlusselemente Klappen, Stopper, Schieber oder dergl. vorstellbar sind. Des Weiteren kann die Regelungseinrichtung mit einer elektronischen Steuer- bzw. Regeleinheit zur Steuerung bzw. Regelung der Verschlusselemente ausgestattet sein. Diese kann wiederum mit einer Recheneinheit verbunden sein, über welche die Luftzufuhr bzw. die Aktivierung der Verschlusselemente automatisiert erfolgen kann. In einem Spezialfall ist es sogar denkbar, dass Temperatursensoren in dem Brennraum angeordnet sind, die Temperaturdaten an die Recheneinheit überträgt, welche ihrerseits die Verschlusselemente bzw. die Luft über die elektronische Steuer- bzw. Regeleinheit steuert bzw. regelt.

Die einfachste Bauform einer optimalen Regelung der Sekundärluftzufuhr ist gemäß der Erfindung die Regelbarkeit der Sekundärluftzufuhr durch das Verschlusselement für die Luftzufuhröffnung selbst. Die Sekundärluftzufuhr kann somit mit der Gesamtluftzufuhr gleichzeitig gedrosselt werden und dies muss nicht erst nachträglich separat erfolgen. Dies ist beispielsweise derart realisierbar, dass die Luft nach Eintritt, z.B. über einen Kanal, als Sekundärluft abgezweigt wird. Gleichfalls ist hiefür ein entlang der Brennraumwände angeordneter Raum bzw. eine Kammer vorstellbar, welcher dem Zuluftkanal angeschlossen ist und in welchem sich die eintretende Luft als Sekundärluft seitlich bzw. nach oben verteilen kann, um sodann oberhalb des Brennraumes zur sekundären Verbrennung und Scheibenspülung zugeführt zu werden. Bei einer solchen Konstruk tion können die beiden Öffnungen vorzugsweise hintereinander, nebeneinander, seitlich versetzt oder dergl. angeordnet sein.

Im Bezug auf eine einfache Konstruktion der Regelungseinrichtung in der Verbrennungsvorrichtung, ist es günstig, wenn das Verschlusselement für die Luftzufuhröffnung durch eine von außen zugängige Betätigungseinrichtung betätigbar ist. Besonders wenig störanfällig ist dabei eine mechanische Betätigungseinrichtung. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn dieses Verschlusselement gleichzeitig das Verschlusselement für die Sekundärluft darstellt. Nachdem es verbrennungstechnisch von Vorzug ist, den Brennraum von unten mit Primärluft zu speisen und es demnach auch vorteilhaft ist, die Regelungseinrichtung im unteren Bereich der Verbrennungsvorrichtung anzuordnen, ist es günstig, die Betätigungseinrichtung ebenso im unteren Bereich der Verbrennungsvorrichtung vorzusehen. Nichtsdestotrotz, kann die Betätigungseinrichtung auch im mittleren oder im oberen Bereich der Verbrennungsvorrichtung angeordnet sein, wie z.B. im Fall eines einfachen Ofens in Schulter- oder Brusthöhe. Die Verschlusselemente können über die Betätigungseinrichtung hydraulisch, pneumatisch oder sogar elektrisch oder elektronisch (z.B. per Knopfdruck) aktivierbar sein, im einfachsten Fall mechanisch. Es wäre verbrennungstechnisch günstig, wenn die Betätigungseinrichtung eine stufenlose Verstellbarkeit des Luftzufuhr-Verschlusselements erlaubt.

Eine optimale Luftregelung und infolgedessen eine gute Luftverteilung innerhalb der Verbrennungsvorrichtung kann leicht erzielt werden, wenn die Primärluftöffnung und die Luftzufuhröffnung beabstandet einander gegenüberliegen, wobei sich dazwischen der Sekundärluftkanal erstreckt. Durch diese einfache Anordnung der beiden Öffnungen sind keine vorherigen Kanalabzweigungen nötig. Günstigerweise entspricht der Sekundärluftkanal an dieser Stelle weniger einem tatsächlichen Kanal, sondern stellt eher einen Sekundärluftraum dar, welcher sich zwischen Luftzufuhröffnung und Primärluftöffnung erstreckt, und von welchem Raum ein oder mehrere weitere Kanäle in den mittleren bzw. oberen Bereich der Verbrennungsvorrichtung für die Sekundärverbrennung und für die Scheibenspülung geführt sind. Ein weiterer Vorteil der in Abstand voneinander, gegenüberliegenden Anordnung der Luftzufuhröffnung und der Primärluftöffnung ist jener, dass die Verschlusselemente dadurch bestmöglichst auf einfache Weise zusammenwirken können und keine aufwendigen konstruktiven Maßnahmen für die Öffnung der beiden Verschlusselemente erforderlich sind. Da die Verschlusselemente in dieser bevorzugten Anordnung auf einer Linie liegen, also nacheinander geschaltet sind, ist auch eine Reinigung der gesamten Regelungseinrichtung leichter durchführbar.

Eine Anfälligkeit gegenüber Verschmutzung bzw. Verschmierung der Verschlusselemente kann dadurch minimiert werden, wenn die Verschlusselemente durch Klappen gebildet sind, wobei eine Hauptklappe für die Luftzufuhröffnung und eine Primärluftklappe für die Primärluftöffnung vorgesehen ist. Dies ist auch eine technisch sehr einfache Lösung. Dabei ist die Primärluftklappe erst nach zumindest teilweiser Öffnung der Hauptklappe öffenbar, um den Verbrennungsprozess zu optimieren.

In diesem Zusammenhang kann ein bestmöglichstes Zusammenwirken der beiden Verschlusselemente erreichbar sein, wenn – nach einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung – die Primärluftklappe in Abhängigkeit von der Schwenkbewegung der Hauptklappe schwenkbar ist. Bei genügend großem Öffnungswinkel der Hauptklappe, d.h. bei genügend großem Luftdurchsatz der Sekundärluft, wird erst die Primärluftklappe geöffnet. Umgekehrt verbleibt beim Schließen der Primärluftklappe noch genügend Sekundärluft zur weiteren Verbrennung.

Eine besondere einfache Ausgestaltung der Regelungseinrichtung der erfindungsgemäßen Verbrennungsvorrichtung ist bei Vorsehen von in Abhängigkeit voneinander betätigbaren Klappen dann gegeben, wenn ein Teil des Körpers der Hauptklappe das Betätigungsorgan für die Öffnung der Primärluftklappe bildet. Ein bestmöglichstes und ein einfaches mechanisches Zusammenwirken der beiden Verschlusselemente wird vorteilhafterweise dann geschaffen, wenn dieses Betätigungsorgan an in den Schwenkbereich der Hauptklappe ragende Teile oder Fortsätze der Primärluftklappe angreift. Für die Teile oder Fortsätze der Primärluftklappe können verschiedene Formen und Dimensionen in Frage kommen, wobei lediglich auf den Abstand zu einem Teil der Haupt klappe für ihre Betätigung geachtet werden braucht.

So kann die Primärluftklappe bevorzugterweise zwei im Winkel zueinander angeordnete Schenkel aufweisen, in deren Schnittpunkt die Schwenkachse liegt, wobei einer der Schenkel den Verschluss der Primärluftöffnung bildet und der andere den in den Schwenkbereich der Hauptklappe ragenden Teil. Das Schließen der Primärluftklappe kann dabei auf verschiedene Weise erfolgen, z.B. durch eine Feder, die die Klappe in Verschlussstellung drückt. Selbstverständlich ist es auch vorstellbar, dass der Schließmechanismus statt mechanisch, hydraulisch oder elektronisch ist.

Zur Drosselung der Primärluft ist es besonders günstig, einen einfachen Schließmechanismus vorzusehen. Dies kann vorzugsweise derart realisiert sein, dass der in den Schwenkbereich der Hauptklappe ragende Schenkel der Primärluftklappe zur Rückstellung deren Primärluftklappe in Verschlussstellung an seinen unteren Teil mit einem Gewicht versehenen Ausleger verbunden ist. Dabei muss dieser Ausleger von dem den Verschluss der Primärklappe bildenden Schenkel weggerichtet sein.

Im Bezug auf eine leichte Betätigung der Hauptklappe, sowie infolgedessen der Primärluftklappe ist es günstig, wenn die Hauptklappe zu beiden Seiten ihrer Schwenkachse hinausragt und die Betätigungseinrichtung an jenem Teil der Hauptklappe angreift, die nicht als Betätigungsorgan für die Hauptklappe dient. Wie vorstehend bereits erwähnt, ist es günstig, wenn die Betätigungseinrichtung von außen zugänglich ist. In dieser Kombination ist es besonders leicht handhabbar, die Hauptklappe und infolgedessen die Primärluftklappe zu betätigen, da damit eine sperrige und komplizierte Konstruktion vermieden werden kann.

Eine derartige Betätigungseinrichtung ist im einfachsten Fall durch einen Bowdenzug gebildet, welcher an der der Primärklappe abgewandten Seite der Hauptklappe angreift. Ein solcher ist kostengünstig, effizient und besonders leicht in seiner Handhabung.

Im Bezug auf eine effektive Wirksamkeit und vor allem einer einfachen Funktionsweise der Regelung der Luftzufuhr ist es von Vorzug, wenn die Hauptklappe durch eine Drosselklappe gebildet ist. Dies schafft nicht nur eine optimale Drosselung der Luftzufuhr, welche sodann als Sekundärluft verwendet werden kann, sondern ist auch hinsichtlich einer Betätigung der Primärluftklappe äußerst gut geeignet und stellt sich aufgrund der Schwerkraft selbsttätig zurück, wenn etwa durch den Bowdenzug kein Zug mehr ausgeübt wird und sie horizontal (d.h. quer zum Zuluftkanal) montiert ist.

Des Weiteren wird die Aufgabe der Erfindung hinsichtlich einer Optimierung der Regelung der Primär- als auch der Sekundärluft dadurch gelöst, dass ein Zuluftsystem für eine Verbrennungsvorrichtung zur Verfügung gestellt wird, bei welchem der Sekundäreinlass bei ganz oder teilweise geöffnetem Primärlufteinlass geöffnet ist und eine Drosselung der Sekundärluft nur bei geschlossenem Primärlufteinlass ermöglicht wird. Wie oben bereits ausgeführt, ist es gemäß dem Stand der Technik nicht möglich, die Primärluftzufuhr separat zu drosseln, wodurch Gefahr gelaufen wird, dass der Brennraum zu viel und vor allem zu stark mit Primärluft versorgt wird und dies in einer zu raschen und starken Verbrennung resultiert und somit die Heizleistung nicht optimal ausgenützt werden kann und die Lebensdauer einer Verbrennungsvorrichtung verkürzt wird. Gemäß der Erfindung ist eine solche Fehlbedienung ausgeschlossen, denn die Primärluft kann erst dann zugeführt werden, wenn der Sekundäreinlass geöffnet ist, wobei trotz geschlossenem Primärlufteinlass die Sekundärluft regelbar bleibt.

Die Luftzufuhrregelung des Zuluftsystems gemäß der Erfindung ist weiters dadurch optimierbar, dass der Sekundärlufteinlass zugleich der Gesamtluftzufuhreinlass ist, dem der Primärlufteinlass nachgeschaltet ist, wobei er nach dem Gesamtlufteinlass geöffnet und vor ihm geschlossen wird.

Zuluftsysteme der erfindungsgemäßen Art können für verschiedene Arten von Verbrennungseinrichtungen eingesetzt werden, wobei sich die gegenständliche Regelungseinrichtung besonders gut für Öfen im Hausbereich eignet. Das erfindungsgemäße Zuluftsystem kann beispielsweise mit einer Regelungseinrichtung für eine Verbrennungsvorrichtung ausgestattet sein, welche gemäß Anspruch 1 definiert ist.

Die vorliegende Erfindung wird nachstehend durch Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

1 ein Zuluftsystem gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung;

2 eine schematische Darstellung eines anderen erfindungsgemäßen Zuluftsystems;

3a, 3b und 3c eine Regelungseinrichtung 2 für das erfindungsgemäße Zuluftsystem in schematischer Darstellung;

4a, 4b und 4c eine alternative Regelungseinrichtung 2 für das erfindungsgemäße Zuluftsystem in schematischer Darstellung;

5 eine weitere alternative Ausführungsform einer Regelungseinrichtung 2 in schematischer Darstellung;

6a, 6b und 6c eine weitere Ausführungsform der Regeleinrichtung 2 gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung;

7 eine Schnittansicht einer Verbrennungseinrichtung 1 mit einer Regelungseinrichtung 2 gemäß der Erfindung;

8 eine Schnittansicht der Verbrennungseinrichtung 1 aus 7 mit Regelungseinrichtung 2 gemäß der Erfindung;

9a, 9b und 9c jeweils eine Schnittansicht der Regelungseinrichtung 2 aus 7 bzw. 8.

In 1 ist eine Regelungseinrichtung 2 für ein Zuluftsystem gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung gezeigt. Die Regelungseinrichtung 2 stellt eine zusammenwirkende Regelungseinrichtung 2 für die Primärluftzufuhr und die Sekundärluftzufuhr dar. Von einem Zuluftkanal 3 kann Umgebungsluft in einen Brennraum (nicht dargestellt) einer Verbrennungseinrichtung (ebenfalls nicht dargestellt) geleitet werden. Hiezu ist eine Luftzufuhröffnung mit einem Verschlusselement 4 im Zuluftkanal 3 angeordnet. Der Zuluftkanal 3 teilt sich nach dem Verschlusselement 4 in zwei weitere Kanäle, welche ebenfalls mit Verschlusselementen versehen sind. Dabei dient eine Primärluftöffnung mit dem Verschlusselement 5 der direkten Zufuhr von Primärluft in den Brennraum (nicht gezeigt) und das andere nicht bezifferte Verschlusselement im abgezweigten Kanal der Zufuhr von Sekundärluft. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass die in den Kanälen angeordneten Verschlusselemente nicht ein und derselben Art sein müssen, sondern es sind auch andere Bauarten vorstellbar, wie Schieber, konisch geformte Elemente in der Art von Stoppeln, welche auch kombiniert werden können. Gemäß 1 sind die Verschlusselemente in der Form von Klappen ausgeführt. Sie sind mit einer elektronischen Steuer- bzw. Regeleinheit (nicht beziffert) über Leitungen verbunden, um die Verschlusselemente in Abhängigkeit voneinander schalten zu können. Dabei ist es wichtig, dass sie nacheinander schaltbar sind. Gemäß 1 ist das Verschlusselement 5, welches für die Primärluftöffnung ausgebildet ist, erst bei zumindest teilweise offenem Verschlusselement 4 öffenbar. Das andere, nicht bezifferte, Verschlusselement kann ebenfalls in Abhängigkeit von Verschlusselementen 4 betätigbar sein, muss allerdings nicht in Abhängigkeit des Verschlusselements 5 für die Primärluft aktivierbar sein. Beispielsweise ist es möglich, das nicht bezifferte Verschlusselement für die Sekundärluft während einer Primärluftzufuhr über das Verschlusselement 5 geschlossen zu halten. Bei Bedarf einer Sekundärluftzufuhr kann es betätigt werden, vorausgesetzt, das Verschlusselement 4 für die Gesamtluftzufuhr befindet sich zumindest teilweise in Offenstellung. Durch eine derartige Anordnung und zusammenwirkender Verschlusselemente ist es möglich, die Primärluft durch das Verschlusselement 5 dem Brennraum (nicht dargestellt) je nach Notwendigkeit, in den verbrennungstechnisch wesentlichen Phasen, nämlich der Anheizphase und der Endphase der Verbrennung, zuzuführen. Die Regelung der Sekundärluft kann davon unabhängig sein. So kann das Verschlusselement für die Sekundärluft beispielsweise während der gesamten Brenndauer ganz oder nur teilweise geöffnet sein, oder gar geschlossen sein.

In einem alternativen Ausführungsbeispiel gemäß 2 ist eine einfachere Variante des erfindungsgemäßen Zuluftsystems für eine Verbrennungsvorrichtung mit zusammenarbeitender Regelungseinrichtung 2 schematisch dargestellt. Hiebei ist der Gesamtluftzufuhreinlass in dem Zuluftkanal 3 zugleich der Sekundärlufteinlass, welcher mit dem Verschlusselement 4 versehen ist. Diesem nachgeschaltet ist der Primärlufteinlass mit dem Verschlusselement 5 vorgesehen, welcher nach dem Gesamtlufteinlass bzw. – in diesem Fall – Sekundärlufteinlass, geöffnet und vor ihm geschlossen werden kann. Dies ist gemäß 2 durch eine elektronische Schaltung über die elektronische Steuer- bzw. Regeleinheit realisiert.

Die im Folgenden näher erläuternden 3 bis 6, sowie auch 9, sollen mögliche Ausführungsvarianten für das Zusammenwirken der Verschlusselemente 4, 5 einer Regelungseinrichtung 2 eines erfindungsgemäßen Zuluftsystems veranschaulichen. Dabei ist ein Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung ausgebildet, welches erst bei zumindest teilweise offener Luftzufuhröffnung über ein Verschlusselement 4 öffenbar ist. Die Luftzufuhröffnung entspricht gemäß diesem Ausführungsbeispiel dem Sekundärlufteinlass, wie auch im Ausführungsbeispiel gemäß 2.

Im Einzelnen zeigt 3a eine schematische Darstellung der Regelungseinrichung 2, wobei das Zusammenwirken der Verschlusselemente 4, 5, welche in Abhängigkeit voneinander und nacheinander erfolgt, über ein Steuergestänge erreicht wird. Die Verschlusselemente 4, 5 für die Luftzufuhröffnung und die Primärluftöffnung entsprechen in diesem Ausführungsbeispiel Schiebern bzw. Schieberplatten, können aber auch Klappen oder in der Art von konischen Verschlusselementen, wie Stoppeln, sein. In der 3a ist dem Verschlusselement 4 für die Luftzufuhröffung und dem Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung ein Gestänge 22 und 23 zugeordnet, welches über eine Kulisse 19 zusammenwirken kann. Die Kulisse 19, insbesondere ihr Gehäuse ist dem Verschlusselement 4 über das Gestänge 22 zugeordnet. Die Kulisse 19 weist eine einfache, geradlinige Kulissenführung 20 auf, in welcher ein Kulissenstein 21 verschiebbar gelagert ist. Dieser Kulissenstein 21 steht über das Gestänge 23 mit dem Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung in Verbindung.

Wenn das Steuergestänge aktiviert wird, was in 3b näher dargestellt ist, schiebt sich die Kulisse 19 (hier nicht mehr dargestellt) mitsamt des daran angeschlossenen Verschlusselements 4 für die Luftzufuhröffnung entlang der Kulissenführung 20 (Pfeilrichtung), bis der Kulissenstein 21 in der linksäußersten Position – im Anschlag – in der Kulissenführung 20 zu liegen kommt. Dadurch wird das Verschlusselement 4 für die Luftzufuhröffnung teilweise geöffnet. Die Luft kann durch die Öffnung hindurchtreten. Wenn die einströmende Luft gedrosselt werden möchte, so kann die Kulisse 19 stufenlos wieder zurückverschoben werden. Das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung hingegen befindet sich dabei noch in der Schließstellung.

Die Betätigung des Verschlusselements 5 für die Primärluftöffnung ist aus der schematischen Darstellung gemäß 3c ersichtlich. Sie erfolgt dann, wenn das Verschlusselement 4 für die Luftzufuhröffnung die Offenstellung erreicht hat. Das Verschlusselement 4 für die Primärluftzufuhr kann auch bei teilweise geöffneter Luftzufuhröffnung geöffnet werden, wobei die Gestänge 22 und 23 anders dimensioniert werden. Der mit dem Verschlusselement 5 über das Gestänge 23 verbundene Kulissenstein 21 befindet sich im Anschlag der Kulissenführung 20. Mit der fortgesetzten Bewegung des Verschlusselements 4 der Luftzufuhröffnung wird das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung durch den in der Kulissenführung 20 im Anschlag befindlichen Kulissenstein 21 in Pfeilrichtung mitbewegt, gelangt dadurch in Offenstellung und die Primärluft kann dem Brennraum (nicht gezeigt) zugeführt werden.

Ein Antrieb eines derartigen Steuergestänges zur in Abhängigkeit voneinander und vor allem nacheinander geschalteten Betätigung der Verschlusselemente 4 und 5 kann rein mechanisch oder aber durch einen Motor erfolgen. Eine Steuerung bzw. Regelung dieses Antriebs kann über eine elektronische Steuer- bzw. Regeleinheit realisiert sein.

Im Ausführungsbeispiel gemäß 4a bis 4c ist die Betätigung des Verschlusselements 5 für die Primärluftöffnung im Anschluss an die Betätigung des Verschlusselements 4 für die Luftzufuhröffnung mittels eines Kettengetriebes schematisch dargestellt. Hier sind als Verschlusselemente 4 und 5 Klappen vorgesehen, wobei es selbstverständlich auch denkbar ist, wie in dem Ausführungsbeispiel gemäß 3, Schieber- bzw. Schieberplatten einzusetzen, sowie es auch vorstellbar ist, andere Arten von Verschlusselementen vorzusehen. Gleichfalls ist es möglich, Kombinationen unterschiedlicher Arten von Verschlusselementen auszubilden. Gemäß 4a weist das Kettengetriebe 24, welchem beispielsweise ein Antriebsmotor (nicht dargestellt) zur Aktivierung zugeordnet sein kann, zwei Zahnräder 25 und 26 auf. Diese Zahnräder 25 und 26 sind jeweils über eine Kette (strichpunktartig dargestellt) mit der Schwenkachse des jeweiligen Verschlusselements 4 und 5 verbunden. Das Zahnrad 25 zur Bewegung des Verschlusselements 4 weist an der dem Zahnrad 26 für das Verschlusselement 5 zugewandten Seite eine Aussparung auf.

In 4b ist nun die Funktionsweise dieses Kettengetriebes schematisch dargestellt. Bei Antrieb des Kettengetriebes 24 dreht sich das Zahnrad 25 für das Verschlusselement 4 im Uhrzeigersinn, wodurch sich das Verschlusselement 4 für die Luftzufuhröffnung über die mit seiner Schwenkachse verbundene Kette öffnet. Die Bewegung des Zahnrads 25 und infolgedessen die Öffnung des Verschlusselements 4 erfolgt bis zum Anschlag der Kante der Aussparung des Zahnrads 25 an die Zähne des Zahnrads 26 für das Verschlusselement 5 der Primärluftöffnung. Sobald die Kante der Aussparung des Zahnrads 25 an einer der Zähne des Zahnrads 26 angreift, wird das Zahnrad 26 mitbewegt. Dabei ist die Drehung des Zahnrads 26 gegenläufig zur Bewegung des Zahnrads 25.

Wird das Zahnrad 25 gemeinsam mit dem Zahnrad 26 weiterbewegt, so ergibt sich die Situation gemäß 4c. In dieser schematischen Darstellung hat sich das Zahnrad 26 durch die Weiterdrehung des Zahnrads 25 mitbewegt, wodurch sich das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung geöffnet hat.

Wie aus 4b aber auch aus 3b zu erkennen ist, kann die Gesamtluftzufuhr über das Verschlusselement 4 stets geöffnet sein, um beispielsweise diese Luft für die Sekundärluft zu verwenden. Diese Öffnung kann je nach Bedarf ganz oder teilweise geöffnet sein, um auch diese Luftzufuhr zu regeln. Sobald die Verbrennung mit zusätzlicher Primärluft gefahren werden möchte, kann durch weitere Betätigung des Verschlusselements 4 auch das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung geöffnet werden. Wenn die Primärluftöffnung geschlossen wird, wird trotzdem ein Lufteinlass, sowie die Drosselung des Luftstroms über das Verschlusselement 4 erlaubt.

In einem alternativen Fall gemäß der Erfindung, wie er in 5 schematisch dargestellt ist, erfolgt die Betätigung des Verschlusselements 4 für die Luftzufuhröffnung und die nachgeschaltete Betätigung des Verschlusselements 5 für die Primärluftöffnung über eine Zylinder-Kolben-Anordnung. Diese kann hydraulisch oder aber auch pneumatisch angetrieben werden, wobei hiefür zusätzlich eine elektronische Steuereinheit vorgesehen sein kann. Eine solche ist auch aus 5 ersichtlich. Die Verschlusselemente 4 und 5 sind konische Verschlusselemente, in der Art von Stoppeln, wobei sie an ihrer Oberseite mit einem Gestänge gelenkig verbunden sind, welches in einen Kolben 28 mündet. Dieser Kolben 28 ist in einem Zylinder 27 vorschiebbar gelagert. Die Arbeitsweise dieser Zylinder-Kolben-Anordnung erfolgt in an sich bekannter Weise und wird demgemäß nicht im Detail erläutert. Wichtig ist zu beachten, dass das Verschlusselement 4 für die Luftzufuhröffnung betätigt wird, während das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung noch verschlossen bleibt. Erst in zumindest teilweiser Offenstellung des Verschlusselements 4 wird in zusammenwirkender Weise das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung geöffnet.

Eine weitere Möglichkeit der Betätigung der beiden getrennt voneinander bewegbaren Verschlusselemente 4, 5 ist in 6a bis 6c schematisch dargestellt. Dies ist hier über eine Kulissenanordnung verwirklicht, wobei die beiden Verschlusselemente 4 und 5 über ein gelenkig verbundenes Gestänge zusammenwirken können. Im Einzelnen ist eine Kulisse 30 mit zwei sich kreuzenden Kulissenführungen 31, 32 vorgesehen. In der Kulissenführung 31 ist ein Kulissenstein 33, welcher dem Verschlusselement 4 für die Luftzufuhröffnung gelenkig verbunden ist, verschiebbar gelagert. In der Kulissenführung 32 ist ein weiterer Kulissenstein 34 angeordnet, welcher mit dem Verschlusselement 5 der Primärluftöffnung gelenkig verbunden ist. Die beiden Kulissensteine 33, 34 sind über ein verschwenkbares Verbindungselement verbunden, so dass die Kulissensteine 33 und 34 zusammenwirken können. Dieses Verbindungselement weist zwei Schwenkachsen auf, wobei die eine Schwenkachse im Kulissenstein 33 zur Führung entlang der Kulissenführung 31 für das Verschlusselement 4 liegt, und die andere Schwenkachse im Kulissenstein 34 zur Führung des Verschusselements 5 entlang der Kulissenführung 32 liegt. Gemäß 6a sind die Verschlusselemente 4 und 5 durch Schieber ausgebildet.

6b zeigt die schematische Darstellung einer Betätigung gemäß 6a. Die Kulissenanordnung kann beispielsweise durch einen Motor (nicht dargestellt) angetrieben werden. Sobald der Kulissenstein 33 entlang seiner Kulissenführung 31 geführt wird, wird das Verschlusselement 4 betätigt. Das Verbindungselement wird verschwenkt, der Kulissenstein 34 für das Verschlusselement 5 hingegen verbleibt auf seiner Position in seiner Kulissenführung 32. Dadurch befindet sich das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung noch in Schließstellung.

Durch Weiterbewegen des Verschlusselements 4 ergibt sich die Situation gemäß 6c. Hier befindet sich das Verschlusselement 4 für die Luftzufuhröffnung in Offenstellung und das Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung ist teilweise geöffnet. Dies wird dadurch erreicht, dass das Verbindungselement während der Bewegung des Kulissensteins 33 entlang der Kulissenführung 31 den Kulissenstein 34 entlang seiner Kulissenführung 32 mitbewegen kann. Sobald der Kulissenstein 33 für das Verschlusselement 4 die Anschlagsposition in der Kulissenführung 31 erreicht hat, wird der Kulissenstein 33 starr bzw. festgehalten. Durch die Bewegung des Kulissensteins 33 hat sich auch das Verbindungselement weiterverschwenkt. Der über das Verbindungselement verbundene Kulissenstein 34 kann sodann durch die Weiterbewegung entlang der Kulissenführung 32 von seiner Ausgangsposition (wie in 6a und 6b ersichtlich) weitergeführt werden, womit auch das mit dem Kulissenstein 34 gelenkig verbundene Verschlusselement 5 für die Primärluftöffnung geöffnet werden kann.

Aus 7 ist nun eine Ausführungsform einer Verbrennungsvorrichtung 1 gemäß der Erfindung in Schnittansicht gezeigt. Die Verbrennungsvorrichtung 1, hier als Kaminofen veranschaulicht, weist einen Brennraum 6 auf, welcher mit Schamottsteinen (strichliert gekennzeichnet) herkömmlicher Art ausgekleidet ist. Ein öffenbares Fenster 36 ist u.a. zum Einbringen von Brenngut (nicht gezeigt) in den Brennraum 6 vorgesehen. Zur Scheibenspülung des Fensters 36 ist ein Sekundärluftkanalausgang an der Oberkante des Fensters 36 ausgebildet, durch welchen Sekundärluft S zum Fenster 36 gelangen kann, was durch den Pfeil 5 angedeutet ist. Aus dem Brennraum 6 können die Rauchgase über einen Kamin entweichen, was durch den langgezogenen Pfeil nach oben angedeutet ist. Im unteren Bereich der Verbrennungsvorrichtung 1, d.h. unterhalb des Brennraums 6, ist ein doppelter Boden vorgesehen, in welchem ein erfindungsgemäßes Zuluftsystem mit einer Regelungseinrichtung angeordnet ist. Der doppelte Boden wird durch zwei Kanäle bzw. Lufträume gebildet, wobei sich unterhalb des Brennraums 6 einerseits der Luftkanal für die Primärluft P und andererseits – parallel dazu – der Sekundärluftkanal 8 erstreckt. Vom Primärluftkanal ausgehend, sind weitere Primärluftkanäle zur Leitung der Primärluft P in den Brennraum 6 vorgesehen, was durch die Pfeile P veranschaulicht ist. An und für sich können diese Primärluftkanäle beliebig im Unterboden des Brennraums 6 angeordnet sein. Verbrennungstechnisch ist es günstig, die Primärluft P nicht nur von unten über den Rost, sondern auch von der Rückwand des Brennraums 6 dem Brenngut direkt zuzuführen. Das im doppelten Boden angeordnete Zuluftsystem weist einen Zuluftkanal 3 auf, über welchen die Verbrennungsvorrichtung 1 die zur Verbrennung des Brennguts erforderliche Luft von unten beziehen kann. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass der Zuluftkanal 3 mit einem Rohr verbunden sein kann, welches zur Rückwand der Verbrennungsvorrichtung 1 geführt sein kann, so dass ein Außenluftanschluss, welcher für moderne Niedrigenergiehäuser gedacht ist, eingerichtet werden kann. Im Zuluftkanal 3 ist die Luftzufuhröffnung angeordnet, welche über eine Hauptklappe 9, vorzugsweise eine Drosselklappe, öffenbar bzw. verschließbar ist. Die Luftzufuhröffnung und die Primärluftöffnung, welche als Verschlusselement eine Primärluftklappe 10 aufweist, liegen in Abstand einander gegenüber, wobei sich dazwischen der Luftkanal 8 für die Sekundärluft erstreckt. In der Darstellung gemäß 7 befindet sich die Luftregelungseinrichtung des erfindungsgemäßen Zuluftsystems in Offenstellung, wodurch sowohl Sekundärluft S als auch Primärluft P zugeführt wird. Die Hauptklappe 9 weist an ihrer Unterseite eine Betätigungseinrichtung 7 auf, welche hier durch einen Bowdenzug realisiert ist. Die über den Zuluftkanal 3 und durch die Luftzufuhröffnung mit der offenen Hauptklappe 9 eintretende Luft (Pfeil) gelangt sogleich in den Sekundärluftkanal 8, welche Sekundärluft S entlang der Wände des Brennraums 6 in den oberen Bereich der Verbrennungsvorrichtung 1 geführt werden kann, um von oben entlang der Scheibe des Fensters 36 nach unten zu gelangen und als Scheibenspülung die Scheibe während eines Verbrennungsvorgangs frei von Ruß halten kann (Pfeil S). Von dem Sekundärluftkanal 8 kann die eintretende Luft auch über die Primärluftöffnung als Primärluft P in den Primärluftkanal gelangen, von welchem sie dem Brennraum 6 direkt zugeführt werden kann. Der Abstand zwischen der Luftzufuhröffnung und der Primärluftöffnung ist derart bemessen, dass sich Teile bzw. Fortsätze der Primärluftklappe 10 im Schwenkbereich der Hauptklappe 9 befinden. Die Funktionsweise einer derartigen alternativen Konstruktion des erfindungsgemäßen Zuluftsystems ist im Detail aus 9a bis 9c ersichtlich.

In 8 ist die Verbrennungsvorrichtung 1 aus 7 in Schnittansicht dargestellt. Darin soll die Luftströmung für die Sekundärluft veranschaulicht werden. Es ist ersichtlich, dass sich die Sekundärluft bei geöffneter Hauptklappe 9 im Sekundärluftkanal 8 ausbreiten kann, und sodann entlang der Wände des Brennraums 6 in den oberen Bereich der Verbrennungsvorrichtung 1 geleitet wird, was durch Pfeile angedeutet ist. Aus der Schnittansicht der 8 ist des Weiteren die Regelungseinrichtung des Zuluftsystems unterhalb des Brennraumes 6 in Offenstellung andeutungsweise gezeigt. Die Hauptklappe 9 ist geöffnet, wobei die dem Sekundärluftkanal 8 zugewandte Seite der Klappe 9 erkennbar ist.

Die Details des in der Verbrennungsvorrichtung 1 verwendeten erfindungsgemäßen Zuluftsystems gemäß 7 und 8, sind in 9a bis 9c in der Schnittansicht gezeigt.

In 9a ist das erfindungsgemäße Zuluftsystem mit einer Rege lungseinrichtung 2 in Schließstellung dargestellt. Die Luftzufuhröffnung 18 ist in dem Zuluftkanal 3 angeordnet und ist mittels der Hauptklappe 9 als Verschlusselement öffen- bzw. verschließbar. Die Hauptklappe 9 ist verschwenkbar, wobei sich ihre Schwenkachse 16 mittig befindet. Die Hauptklappe 9 ist demgemäß vorteilhafterweise durch eine Drosselklappe gebildet. An der Unterseite der Hauptklappe 9 ist eine Betätigungseinrichtung 7 angeordnet, welche beispielsweise ein Bowdenzug sein kann. Gegenüber der Luftzufuhröffnung 18 bzw. der Hauptklappe 9 liegt die Primärluftöffnung 17, wobei sich zwischen den beiden Öffnungen 17 und 18 der Sekundärluftkanal 8 erstreckt. Die Primärluftöffnung 17 ist ebenfalls durch eine Klappe öffenbar bzw. schließbar, wobei diese Primärluftklappe 10 einen Verschlussschenkel 11 und einen im Winkel dazu angeordneten Schenkel 12 aufweist, in deren Schnittpunkt die Schwenkachse 13 liegt. Der Schenkel 12 ragt in den Schwenkbereich der Hauptklappe 9. Weiters ist der Schenkel 12 durch einen Ausleger 14 verlängert ausgebildet, welcher Ausleger 14 von dem Verschlussschenkel 11 weggerichtet ist. Der Ausleger 14 weist ein Gewicht 15 an seinem äußeren Ende auf, welches zur Rückstellung der Primärluftklappe 10 ausgebildet ist. An der dem Sekundärluftkanal 8 abgewandten Seite ist der Primärluftöffnung 17 eine Blende (nicht beziffert) zugeordnet, welche der Umlenkung der eintretenden Primärluft dient.

Bei Betätigung der Hauptklappe 9, was in 9b veranschaulicht ist, durch die Betätigungseinrichtung 7 wird die Hauptklappe 9 um ihre Schwenkachse 16 im Uhrzeigersinn verschwenkt, so dass die Luft über den Zuluftkanal 3 und die Luftzufuhröffnung 18 eintreten kann (Pfeile). Diese eintretende Luft gelangt in den Luftkanal 8 und kann sogleich als Sekundärluft verwendet werden. In dieser Darstellung gemäß 9b ist die Primärluftöffnung in Schließstellung gezeigt. Wenn die Sekundärluft gedrosselt werden soll, so kann durch Betätigung der Hauptklappe 9 über die Betätigungseinrichtung 7 die Hauptklappe 9 wieder zurück verschwenkt werden. Die Luftzufuhrregelung kann durch die gegenständliche Regelungseinrichtung stufenlos erfolgen.

Sobald die Hauptklappe 9 bei ihrer Verschwenkung mit einem Teil ihres Körpers an den Schenkel 12 der Primärluftklappe 10 angreift, so wird dieser Teil des Körpers der Hauptklappe 9 zum Betätigungsorgan für die Primärluftklappe 10 zu deren Öffnung. Dies ist in 9c veranschaulicht. Bei Weiterverschwenken der Hauptklappe 9 über die Betätigungseinrichtung 7 kann der Teil des Körpers der Hauptklappe 9, welcher an den Schenkel 12 der Primärluftklappe 10 angreift, diesen gemeinsam mit dem Verschlussschenkel 11 der Primärluftklappe 10 um die Verschwenkachse 13 verschwenken. In einer solchen Stellung der beiden Klappen kann die Primärluft P über die Primärluftöffnung 17 direkt zum Brenngut geführt werden, wobei gleichzeitig die eintretende Luft auch für die Sekundärluft S verwendbar ist. Wenn die Primärluft P nicht mehr erforderlich ist, so wird in einfacher Weise die Betätigungseinrichtung 7 bzw. der Bowdenzug wieder gelockert und somit die Hauptklappe 9 gegen Uhrzeigersinn verschwenkt. Durch das Rückstellorgan, nämlich dem am Ausleger 14 angeordneten Gewicht 15, und durch das Angreifen der Hauptklappe 9 an den Schenkel 12 der Primärluftklappe 10 wird der Verschlussschenkel 11 wieder um die Schwenkachse 13 bewegt. Die Regelung der Primärluftklappe 10 erfolgt ebenfalls stufenlos, wodurch auch eine optimale Drosselung der Primärluft P erreicht werden kann.

Gemäß der Erfindung ist die Zuführung von Primärluft zu dem Zeitpunkt der Verbrennung möglich, zu welchem sie auch tatsächlich benötigt wird, nämlich in der Anheizphase und in der Endphase der Verbrennung. Zugleich kann aber auch die Sekundärluftzufuhr beliebig gedrosselt bzw. geregelt werden.

Zusammenfassend ist dadurch ein Zuluftsystem in einfacher Weise geschaffen, wobei sich der Sekundäreinlass bei ganz oder teilweise geöffnetem Primärlufteinlass in Offenstellung befindet und eine Drosselung der Sekundärluft auch bei geschlossenem Primärlufteinlass ermöglicht wird.


Anspruch[de]
  1. Verbrennungsvorrichtung (1) mit einer Einrichtung (2) zur Regelung der Luftzufuhr, insbesondere der Primärluft (P) und der Sekundärluft (S), mit einem Zuluftkanal (3) für die Umgebungsluft, der zumindest eine Luftzufuhröffnung aufweist, und mit mindestens einer Primärluftöffnung zur Luftzufuhr in den unteren Teil des Brennraums, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelungseinrichtung (2) mindestens zwei voneinander getrennt bewegbare Verschlusselemente (4, 5) aufweist, wobei ein Verschlusselement (4) für die Luftzufuhröffnung und ein Verschlusselement (5) für die Primärluftöffnung vorgesehen ist, welche in Abhängigkeit voneinander betätigbar sind, wobei das Verschlusselement (5) für die Primärluftöffnung erst bei offener Luftzufuhröffnung öffenbar ist.
  2. Verbrennungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärluftzufuhr durch das Verschlusselement (4) für die Luftzufuhröffnung selbst regelbar ist.
  3. Verbrennungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4) für die Luftzufuhröffnung durch eine von außen zugängige vorzugsweise mechanische Betätigungseinrichtung (7) betätigbar ist.
  4. Verbrennungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärluftöffnung und die Luftzufuhröffnung beabstandet einander gegenüberliegen, wobei sich dazwischen der Sekundärluftkanal (8) erstreckt.
  5. Verbrennungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusselemente (4, 5) durch Klappen gebildet sind, wobei eine Hauptklappe (9) für die Luftzufuhröffnung und eine Primärluftklappe (10) für die Primärluftöffnung vorgesehen ist, welche Primärluftklappe (10) erst nach zumindest teilweiser Öffnung der Hauptklappe (9) öffenbar ist.
  6. Verbrennungsvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärluftklappe (10) in Abhängigkeit von der Schwenkbewegung der Hauptklappe (9) schwenkbar ist.
  7. Verbrennungsvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Körpers der Hauptklappe (9) das Betätigungsorgan für die Öffnung der Primärluftklappe (10) bildet, welches an in den Schwenkbereich der Hauptklappe (9) ragende Teile oder Fortsätze der Primärluftklappe (10) angreift.
  8. Verbrennungsvorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärluftklappe (10) zwei im Winkel zueinander angeordnete Schenkel (11, 12) aufweist, in deren Schnittpunkt die Schwenkachse (13) liegt, wobei der eine Schenkel (11) den Verschluss (5) der Primärluftöffnung bildet und der andere den in den Schwenkbereich der Hauptklappe (9) ragenden Teil.
  9. Verbrennungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der in den Schwenkbereich der Hauptklappe (9) ragende Schenkel (12) der Primärluftklappe (10) zur Rückstellung der Primärluftklappe (10) in Verschlussstellung an seinem unteren Teil mit einem mit einem Gewicht (15) versehenen Ausleger (14) verbunden ist, der von dem den Verschluss (5) bildenden Schenkel (11) weggerichtet ist.
  10. Verbrennungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptklappe (9) zu beiden Seiten ihrer Schwenkachse (16) hinausragt und die Betätigungseinrichtung (7) an jenem Teil der Hauptklappe (9) angreift, die nicht als Betätigungsorgan für die Primärluftklappe (10) dient.
  11. Verbrennungsvorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (7) durch einen Bowdenzug gebildet ist, welcher an der der Primärluftklappe (10) abgewandten Seite der Hauptklappe (9) angreift.
  12. Verbrennungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptklappe (9) eine Drosselklappe ist.
  13. Zuluftsystem für eine Verbrennungsvorrichtung (1) mit einem Zuluftkanal für die Umgebungsluft und mit zusammenwirkender Regelungseinrichtung (2) für die Primärluftzufuhr und die Sekundärluftzufuhr von dem Zuluftkanal (3) in den Verbrennungsbereich (6), dadurch gekennzeichnet, dass bei ganz oder teilweise geöffneten Primärlufteinlass der Sekundäreinlass geöffnet ist und eine Drosselung der Sekundärluft (S) nur bei geschlossenem Primärlufteinlass ermöglicht wird.
  14. Zuluftsystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sekundärlufteinlass zugleich der Gesamtluftzufuhreinlass ist, dem der Primärlufteinlass nachgeschaltet ist, der nach dem Gesamtlufteinlass geöffnet und vor ihm geschlossen wird.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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