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Dokumentenidentifikation DE102004013794A1 07.10.2004
Titel Drehschwingungsdämpfer
Anmelder LuK Lamellen und Kupplungsbau Beteiligungs KG, 77815 Bühl, DE
Erfinder Jäckel, Johann, 77830 Bühlertal, DE;
Mende, Hartmut, 77815 Bühl, DE
DE-Anmeldedatum 20.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004013794
Offenlegungstag 07.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.10.2004
IPC-Hauptklasse F16F 15/139
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer, insbesondere ein geteiltes Schwungrad, mit wenigstens zwei entgegen dem Widerstand von mindestens einer Dämpfungseinrichtung und einer Reibeinrichtung verdrehbaren Schwungmassen, die als primäre und sekundäre Schwungmassen bezeichnet werden.
Um ein nahezu konstantes Reibmoment zu erzeugen, umfasst die Reibeinrichtung mindestens eine erste Stützeinrichtung, die drehfest mit der primären Schwungmasse verbunden ist, und eine Kopplungseinrichtung, die drehfest mit der sekundären Schwungmasse verbunden und mit einer Trageinrichtung gekoppelt ist, die mehrere Reibelemente aufweist.

Beschreibung[de]

Die Efindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer, insbesondere ein geteiltes Schwungrad, mit wenigstens zwei, entgegen dem Widerstand von mindestens einer Dämpfungseinrichtung und einer Reibeinrichtung verdrehbaren Schwungmassen, die als primäre und sekundäre Schwungmassen bezeichnet werden.

Beim Einsatz herkömmlicher Drehschwingungsdämpfer, insbesondere geteilter Schwungräder, mit wenigstens zwei, entgegen dem Widerstand von mindestens einer Dämpfungseinrichtung und einer Reibeinrichtung verdrehbaren Schwungmassen, hat sich bei im Rahmen der vorliegenden Erfindung durchgeführten Untersuchungen herausgestellt, dass der Reibwert der Reibeinrichtung im Betrieb, insbesondere beim Einlaufen des Drehschwingungsdämpfers stark variiert. Demzufolge ist auch das durch die Reibeinrichtung erzeugte Reibmoment starken Schwankungen unterworfen, was im Betrieb des Drehschwingungsdämpfers unerwünscht ist.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Drehschwingungsdämpfer, insbesondere ein geteiltes Schwungrad, mit wenigstens zwei, entgegen dem Widerstand von mindestens einer Dämpfungseinrichtung und einer Reibeinrichtung verdrehbaren Schwungmassen zu schaffen, dessen Reibeinrichtung ein nahezu konstantes Reibmoment erzeugt.

Die Aufgabe ist bei einem Drehschwingungsdämpfer, insbesondere einem geteilten Schwungrad, mit wenigstens zwei, entgegen dem Widerstand von mindestens einer Dämpfungseinrichtung und einer Reibeinrichtung verdrehbaren Schwungmassen, die als primäre und sekundäre Schwungmassen bezeichnet werden, dadurch gelöst, dass die Reibeinrichtung mindestens eine erste Stützeinrichtung, die drehfest mit der primären Schwungmasse verbunden ist, und eine Kopplungseinrichtung umfasst, die drehfest mit der sekundären Schwungmasse verbunden und mit einer Trageinrichtung gekoppelt ist, die mehrere Reibelemente aufweist. Die Reibelemente weisen einen konstanten Reibwert von vorzugsweise 0,25 bis 0,35 auf und sind mit Hilfe der Trageinrichtung drehfest mit der sekundären Schwungmasse verbunden.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Federeinrichtung, insbesondere eine Tellerfedereinrichtung, mit ihrer einen Seite an der primären Schwungmasse und mit ihrer anderen Seite an der ersten Stützeinrichtung anliegt, die wiederum an der Trageinrichtung für die Reibelemente anliegt. Durch die erste Federeinrichtung wird die erste Stützeinrichtung gegen die Reibelemente vorgespannt. Über die Größe der Vorspannkraft kann die Reibungskraft gezielt beeinflusst werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trageinrichtung einen Tragring umfasst, an dem die Reibelemente befestigt sind. Bei dem Tragring kann es sich um ein Blechformteil aus Metall handeln. Die Reibelemente können aus herkömmlichen Reibmaterialien gebildet sein. Bevorzugt werden Bestrahlte Reibmaterialien verwendet.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring radial innen eine Innenverzahnung aufweist, die zur Fixierung der Reibelemente in Umfangsrichtung des Tragrings dient. Die Reibelemente sind vorzugsweise durch eine formschlüssige Verbindung an dem Tragring befestigt.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring radial außen eine Außenverzahnung aufweist, die mit einer Innenverzahnung zusammenwirkt, die an der Kopplungseinrichtung ausgebildet ist. Durch die in Eingriff befindlichen Verzahnungen wird gewährleistet, dass sich der Tragring mit den Reibelementen nicht unbegrenzt relativ zu der Kopplungseinrichtung verdrehen kann.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Außenverzahnung des Tragrings und der Innenverzahnung der Kopplungseinrichtung ein definiertes Verdrehspiel vorgesehen ist. Durch das Verdrehspiel wird gewährleistet, dass sich der Tragring mit den Reibelementen in einem gewissen Maß relativ zu der Kopplungseinrichtung verdrehen kann.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung aus Kunststoff gebildet ist. Die Kopplungseinrichtung hat neben ihrer Kopplungsfunktion noch den Zweck, den Aufnahmeraum für die Dämpfungseinrichtung gegenüber den Reibelementen abzuschirmen. Außerdem dient ein Teil der Kopplungseinrichtung als Reibpartner einer zusätzlichen Reibpaarung neben den Reibelementen.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Kopplungseinrichtung eine, im Querschnitt betrachtet, in radialer Richtung verlaufende, insbesondere elastische Lippe vorgesehen ist, die im zusammengebauten Zustand des Drehschwingungsdämpfers zwischen den Reibelementen und der Dämpfungseinrichtung angeordnet ist. Vorzugsweise ist die radiale Lippe einstückig mit der Kopplungseinrichtung verbunden. Die Lippe verhindert, dass der im Betrieb an den Reibelementen anfallende Abrieb in den Aufnahmeraum für die Dämpfungseinrichtung gelangt. Der Aufnahmeraum für die Dämpfungseinrchtung ist vorzugsweise mit Schmiermittel gefüllt.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stützeinrichtung als Stützring ausgebildet ist, der, im Querschnitt betrachtet, zwei im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnete Schenkel aufweist. Bei der Stützeinrichtung handelt es sich vorzugsweise um ein Blechformteil. Durch die abgewinkelte Gestalt wird der Stützeinrichtung ausreichend Steifigkeit verliehen.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass der eine Schenkel des Stützrings in radialer und der andere Schenkel in axialer Richtung verläuft. Die Begriffe radial und axial beziehen sich auf die Drehachse des Drehschwingungsdämpfers im zusammengebauten Zustand.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem in radialer Richtung verlaufenden Schenkel des Stützrings und einer an der Kopplungseinrichtung ausgebildeten Reibfläche eine zweite Federeinrichtung, insbesondere Tellerfedereinrichtung, angeordnet ist. Die zweite Federeinrichtung befindet sich in Reibkontakt mit der an dem Stützring ausgebildeten Reibfläche. Insbesondere in diesem Zusammenhang hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Kopplungseinrichtung aus Kunststoff zu bilden. Dadurch wird eine höhere Reibkonstanz als bei einem Stahl/Stahl-Kontakt erreicht.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass der in radialer Richtung verlaufende Schenkel des Stützrings an dem Bereich der Trageinrichtung anliegt, in dem die Reibelemente angebracht sind. Dadurch wird erreicht, dass dieser Schenkel des Stützrings durch die zweite Federeinrichtung direkt gegen die Reibelemente gedrückt wird.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Stützeinrichtung im Wesentlichen die Gestalt eines Kreiszylindermantels aufweist, von dem sich, im Querschnitt betrachtet, an der einen Stirnseite ein Befestigungsschenkel radial nach innen und an der anderen Stirnseite ein Anlageschenkel radial nach außen erstreckt. Der Befestigungsschenkel dient dazu, die zweite Stützeinrichtung, zum Beispiel mit Hilfe von Schrauben, an der primären Schwungmasse zu befestigen. Der Anlageschenkel bildet eine Anlagefläche für die Reibelemente.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Stützeinrichtung und/oder der Tragring als Blechformteile ausgebildet sind. Dadurch werden die Herstellkosten dieser Teile gering gehalten.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die Reibelemente unterschiedliche Reibwerte aufweisen.

Bei im Rahmen der vorliegenden Efindung durchgeführten Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass die Reibwerte der verwendeten Reibmaterialien beim Einlaufen stark ansteigen. Durch eine geeignete Materialpaarung oder eine Behandlung der bekannten Reibmaterialien kann erreicht werden, dass der Reibwert beim Einlaufprozess abfällt. Wenn man nun Reibelemente, die steigende Reibwerte aufweisen, mit Reibelementen kombiniert, die fallende Reibwerte aufweisen, kann ein über den Gleitweg annähernd konstanter Gesamtreibwert beziehungsweise ein annähernd konstantes Gesamtreibmoment erzielt werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die Reibelemente unterschiedliche Winkelausdehnungen aufweisen. Dadurch wird erreicht, dass die verschiedenen Reibelemente zeitlich versetzt in Eingriff kommen. Je nach Paarung von Reibwerten und zeitlich versetztem Zuschalten der Reibelemente können lineare, progressive oder degressive Reibmomentverläufe erreicht werden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele im einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in der Beschreibung und in den Ansprüchen erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:

1 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Drehschwingungsdämpfer;

2 einen vergrößerten Ausschnitt aus 1;

3 ein flanschartiges Beaufschlagungsteil mit daran angebrachten Reibelementen in der Draufsicht gemäß einer ersten Ausführungsform;

4 ein flanschartiges Beaufschlagungsteil mit verschiedenen daran angebrachten Reibelementen in der Draufsicht gemäß einer zweiten Ausführungsform und

5 ein flanschartiges Beaufschlagungsteil mit verschiedenen daran angebrachten Reibelementen in der Draufsicht gemäß einer dritten Ausführungsform.

Der in 1 dargestellte Drehschwingungsdämpfer bildet ein geteiltes Schwungrad 1, das eine an einer (nicht gezeigten) Abtriebswelle einer Brennkraftmaschine befestigbare erste oder Primärschwungmasse 2 sowie eine zweite oder Sekundärschwungmasse 3 aufweist. Auf der zweiten Schwungmasse 3 ist eine Reibungskupplung 4 unter Zwischenlegung einer Kupplungsscheibe 5 befestigbar, über die eine ebenfalls (nicht dargestellte) Eingangswelle eines Getriebes zu- und abkuppelbar ist. An der Kupplungsscheibe 5 sind Reibbeläge 6 angebracht, die beim Einkuppeln mit Druck beaufschlagt werden. Die Funktion der Reibungskupplung 4 wird als bekannt vorausgesetzt und daher hier nicht weiter erläutert.

Die Schwungmassen 2 und 3 sind über eine Lagerung 7 zueinander verdrehbar gelagert, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel radial innerhalb von Bohrungen 8 zur Durchführung von Befestigungsschrauben 9 für die Montage der ersten Schwungmasse 2 an der Abtriebswelle einer Brennkraftmaschine angeordnet ist. Zwischen den beiden Schwungmassen 2 und 3 ist eine Dämpfungseinrichtung 10 wirksam, die Energiespeicher umfasst, von denen zumindest einer durch eine Schraubendruckfeder 11 gebildet ist.

Die beiden Schwungmassen 2 und 3 besitzen Beaufschlagungsbereiche 14, 15 beziehungsweise 16 für die Energiespeicher 11. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Beaufschlagungsbereiche 14, 15 durch in die erste Schwungmasse 2 bildende Blechteile eingebrachte Anprägungen gebildet. Die axial zwischen den Beaufschlagungsbereichen 14, 15 vorgesehenen Beaufschlagungsbereiche 16 sind durch zumindest ein mit der Sekundärschwungmasse 3, beispielsweise über Niete 21, verbundenes flanschartiges Beaufschlagungsteil 20 gebildet. Dieses Bauteil 20 dient als Drehmomentübertragungselement zwischen den Energiespeichern 7 und der Schwungmasse 3. Die Beaufschlagungsbereiche 16 sind durch am Außenumfang des flanschartigen Beaufschlagungsmittels 20 vorgesehene radiale Arme beziehungsweise Ausleger 16 gebildet.

Wie in 2 vergrößert dargestellt ist, weist das flanschartige Beaufschlagungsteil 20 einen radial innenliegenden Bereich 25 auf, in dessen Nähe eine Reibeinrichtung 26 vorgesehen ist. Die Reibeinrichtung 26 umfasst einen Reibring 28 mit einer Trageinrichtung oder einem Tragring 29, an dem Reibelemente 31 befestigt sind.

In 3 sieht man, dass sechs Reibelemente 31, 32, 33, 34, 35, 36 gleichmäßig über den inneren Umfang des Tragrings 29 verteilt angeordnet sind. Am inneren Umfang des Tragrings 29 ist eine Innenverzahnung 38 ausgebildet, die zur formschlüssigen Aufnahme der Reibelemente 31 bis 36 dient.

Radial außen ist der Tragring 29 mit einer Außenverzahnung 40 ausgestattet, die mit einer Innenverzahnung 43 einer Kopplungseinrichtung 42 zusammenwirkt. Zwischen den Zähnen der Außenverzahnung 40 des Tragrings 29 und den Zähnen der Innenverzahnung 43 der Kopplungseinrichtung 42 ist soviel Spiel vorgesehen, dass sich der Tragring 29 relativ zu der Kopplungseinrichtung 42 verdrehen kann. Die Kopplungseinrichtung 42 ist drehfest, insbesondere formschlüssig mit dem flanschartigen Beaufschlagungsteil 20 verbunden.

In 2 sieht man, dass an der Kopplungseinrichtung 42 eine Lippe 44 ausgebildet ist, die sich von dem radial innenliegenden Randbereich 25 des flanschartigen Beaufschlagungsteils 20 radial nach innen erstreckt. Auf der der primären Schwungmasse 2 abgewandten Seite der radialen Lippe 44 ist eine Reibfläche 45 für eine Federeinrichtung 48 vorgesehen, die sich, im zusammengebauten Zustand des Drehschwingungsdämpfers, an der Kopplungseinrichtung 42 in Anlage befindet.

In der Nähe der Federeinrichtung 48 ist eine erste Stützeinrichtung 50 angeordnet, die einen axialen Schenkel 51 und einen radialen Schenkel 52 aufweist, auf dessen einer Seite sich die Federeinrichtung 48 abstützt. Die andere Seite des radialen Schenkels 52 der ersten Stützeinrichtung 50 liegt an den Reibelementen 31 des Reibrings 28 an. Die erste Stützeinrichtung 50 ist relativ zu einer zweiten Stützeinrichtung 54 axial verschiebbar, aber insbesondere drehfest angeordnet. Die zweite Stützeinrichtung 54 umfasst, im Querschnitt betrachtet, einen in radialer Richtung nach außen gerichteten Schenkel 55, an dem sich die Reibbeläge 31 in Anlage befinden. Der radial äußere Schenkel 55 geht von einer Stirnseite eines axialen Abschnitts 56 aus, der im Wesentlichen die Gestalt eines Kreiszylindermantels aufweist. Von der entgegengesetzten Stirnseite des axialen Abschnitts 56 erstreckt sich radial nach innen ein Schenkel 57, mit Hilfe dessen die zweite Stützeinrichtung 54 mit Hilfe der Befestigungsschraube 9 an der primären Schwungmasse 2 befestigt ist.

Durch die erfindungsgemäße Reibeinrichtung 26 kann ein möglichst konstantes Reibmoment übertragen werden. Die radiale Lippe 44 verhindert, dass der Abrieb, der sowohl durch Reibung zwischen der Federeinrichtung 48 und der Anlagefläche 45 der, Kopplungseinrichtung 42 als auch durch Reibung zwischen den Reibelementen 31 bis 36 und dem radialen Schenkel 52 der ersten Stützeinrichtung 50 und dem radialen Schenkel 55 der zweiten Stützeinrichtung 54 entstehen kann, in den Aufnahmeraum für die Schraubendruckfeder 11 gelangt. Die erste Federeinrichtung 53, die als Tellerfeder ausgebildet ist, und die verdrehgesicherte, winklige Stützscheibe 50 belasten den Reibring 28, der aus dem Trägerblech 29 mit Außen- und Innenverzahnung und Reibstücken 31 bis 36 aus Bremsscheibenmaterial gebildet wird. Die Reibstücke 31 bis 36 weisen einen sehr konstanten Reibwert von circa 0,5 bis 0,35 auf und sind in der Innenverzahnung 38 des Trägerblechs 29 verdrehfest gehalten. Die Außenverzahnung 40 greift spielbehaftet, unter Ausbildung eines Freiwinkels, in das Kunststoffteil 42 ein. Dieses wiederum ist mittels einer Außenverzahnung verdrehfest in dem Flansch 20 gehalten. Zwischen dem Kunststoffteil 42 und dem Stützblech 50 ist die Tellerfeder 48 angeordnet, deren Reibkontakt am Kunststoff erfolgt. Dadurch wird eine höhere Reibkonstanz als bei Stahl/Stahl-Kontakt erreicht.

Gleichzeitig dient die Tellerfeder 48 zur Erzeugung der in Richtung Motor wirkenden Lagervorlast. Zusätzliche Stützfedern können damit entfallen. Durch Bohrungen im Sekundärschwungrad 3 eindringender Schmutz wird durch das geschlossen ausgeführte Stützblech 50 und das Kunststoffteil 42 ebenfalls von dem Aufnahmeraum für die Schraubendruckfeder 11 ferngehalten.

In den 4 und 5 ist genauso ein flanschartiges Beaufschlagungsteil 20 wie in 3 dargestellt. Um Wiederholungen zu vermeiden wird im Folgenden nur auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Ausführungsformen eingegangen.

Bei der in 4 dargestellten Ausführungsform sind an dem Tragring 29 sechs Reibelemente 61, 62, 63, 64, 65, 66 angebracht, die unterschiedliche Reibwerte aufweisen. Jeweils zwei diametral gegenüberliegend angeordnete Reibelemente 61, 64; 62, 65; 63, 66 bilden ein Paar mit gleichem Reibwert. Darüber hinaus sind die Abmessungen der verschiedenen Paare Reibelemente unterschiedlich. Durch die paarweise gestufte Ausbildung erfolgt der Eingriff von Reibelementen mit unterschiedlichen Reibwerten zeitlich versetzt. Der jeweilig anliegende Gesamtreib-wert bestimmt das aktuell vorhandene Reibmoment. Je nach Paarung von Reibwerten und zeitlich versetztem Zuschalten der Reibelemente können lineare, progressive und degressive Reibmomentverläufe erreicht werden.

In 5 sind in den Tragring 29 zwei Reibelemente 71 und 72 mit unterschiedlichen Reibwerten eingesetzt. Die beiden Reibelemente 71 und 72 haben jeweils eine Winkelausdehnung von fast 180°. Das Reibelement 71 weist einen Reibwert auf, der beim Einlaufen stark ansteigt. Das Reibelement 72 weist demgegenüber einen Reibwert auf, der beim Einlaufen stark abfällt. Durch die Kombination der beiden Reibelemente 71 und 72 kann ein über den Gleitweg annähernd konstanter Gesamtreibwert beziehungsweise ein annähernd konstantes Gesamtreibmoment erzielt werden.

Bezugszeichenliste

Anspruch[de]
  1. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere geteiltes Schwungrad, mit wenigstens zwei, entgegen dem Widerstand von mindestens einer Dämpfungseinrichtung und einer Reibeinrichtung verdrehbaren Schwungmassen, die als primäre und sekundäre Schwungmassen bezeichnet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibeinrichtung mindestens eine erste Stützeinrichtung, die drehfest mit der primären Schwungmasse verbunden ist, und eine Kopplungseinrichtung umfasst, die drehfest mit der sekundären Schwungmasse verbunden und mit einer Trageinrichtung gekoppelt ist, die mehrere Reibelemente aufweist.
  2. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Federeinrichtung, insbesondere eine Tellerfedereinrichtung, mit ihrer einen Seite an der primären Schwungmasse und mit ihrer anderen Seite an der ersten Stützeinrichtung anliegt, die wiederum an der Trageinrichtung für die Reibelemente anliegt.
  3. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trageinrichtung einen Tragring umfasst, an dem die Reibelemente befestigt sind.
  4. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring radial innen eine Innenverzahnung aufweist, die zur Fixierung der Reibelemente in Umfangsrichtung des Tragrings dient.
  5. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragring radial außen eine Außenverzahnung aufweist, die mit einer Innenverzahnung zusammenwirkt, die an der Kopplungseinrichtung ausgebildet ist.
  6. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Außenwandung des Tragrings und der Innenverzahnung der Kopplungseinrichtung ein definiertes Verdrehspiel vorgesehen ist.
  7. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungseinrichtung aus Kunststoff gebildet ist.
  8. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kopplungseinrichtung eine, im Querschnitt betrachtet, in radialer Richtung verlaufende, insbesondere elastische Lippe vorgesehen ist, die im zusammengebauten Zustand des Drehschwingungsdämpfers zwischen den Reibelementen und der Dämpfungseinrichtung angeordnet ist.
  9. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Stützeinrichtung als Stützring ausgebildet ist, der, im Querschnitt betrachtet, zwei im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnete Schenkel aufweist.
  10. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Schenkel des Stützrings in radialer und der andere Schenkel in axialer Richtung verläuft.
  11. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem in radialer Richtung verlaufenden Schenkel des Stützrings und einer an der Kopplungseinrichtung ausgebildeten Reibfläche eine zweite Federeinrichtung, insbesondere Tellerfedereinrichtung, angeordnet ist.
  12. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der in radialer Richtung verlaufende Schenkel des Stützrings an dem Bereich der Trageinrichtung anliegt, in dem die Reibelemente angebracht sind.
  13. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Trageinrichtung in dem die Reibelemente angebracht sind, mit seiner der ersten Stützeinrichtung abgewandten Seite an einer zweiten Stützeinrichtung anliegt, die an der primären Schwungmasse befestigt ist.
  14. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Stützeinrichtung im Wesentlichen die Gestalt eines Kreiszylindermantels aufweist, von dem sich, im Querschnitt betrachtet, an der einen Stirnseite ein Befestigungsschenkel radial innen und an der anderen Stirnseite ein Anlageschenkel radial nach außen erstreckt.
  15. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Stützeinrichtung und/oder der Tragring als Blechformteile ausgebildet sind.
  16. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibelemente unterschiedliche Reibwerte aufweisen.
  17. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibelemente unterschiedliche Winkelausdehnungen aufweisen.
  18. Drehschwingungsdämpfer, insbesondere geteiltes Schwungrad, mit wenigstens zwei, entgegen dem Widerstand von mindestens einer Dämpfungseinrichtung und einer Reibeinrichtung verdrehbaren Schwungmassen, die als primäre und sekundäre Schwungmassen bezeichnet werden, gekennzeichnet durch zumindest ein in den Anmeldeunterlagen offenbartes erfinderisches Merkmal.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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