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Dokumentenidentifikation DE202004009316U1 07.10.2004
Titel Ventilgesteuerte Kaltstarteinrichtung für Kolben- und Rotationskolbenmotoren in unbemannten Luftfahrzeugen
Anmelder Albinger, Bernd, 88454 Hochdorf, DE
DE-Aktenzeichen 202004009316
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.10.2004
Registration date 02.09.2004
Application date from patent application 12.06.2004
IPC-Hauptklasse F02N 17/00

Beschreibung[de]

Der Einsatzbereich umfasst vornehmlich 2 / 4 Takt oder Rotationskolbenmotoren die mit einem durch Druckimpulse kraftstoffförderndem Vergaser ausgestattet sind.

Stand der Technik sind in der unbemannten Luftfahrt oftmals Vergaser wie sie auch bei 2 Takt-motorgetriebenen Arbeitsgeräten wie z.B Motorsägen zu finden sind. Diese Vergaser haben viele Vorteile: Lageunabhängige Funktion, günstiger Preis, da in hohen Stückzahlen produziert. Um ein zuverlässiges Starten auch eines kalten Motors zu ermöglichen, sind diese Vergaser häufig mit einer Kaltstartklappe ausgerüstet, ähnlich wie sie in früheren Zeiten im Automobilbau üblich waren. Teilweise kommen auch Vergaser ohne diese Klappe zum Einsatz. Hier muss dann anderweitig für die nötige Kraftstoffinenge zum Kaltstart gesorgt werden.

Das Problem liegt darin, dass zum Starten insbesondere eines nicht betriebswarmen Motors eine größere Kraftstoffmenge als üblicherweise durch den Vergaser bereitgestellt wird, erforderlich ist. Durch die üblicherweise verwendeten Kaltstartklappen wird der Luftdurchsatz durch den Vergaser gebremst, wodurch durch den daraus resultierenden höheren Unterdruck im Vergaser der angesaugten Luft mehr Kraftstoff beigemengt wird. Jedoch erfolgt eine Kraftstoffzugabe erst durch das Ansaugen selbst, wozu sich der Motor durch einen Anlasser oder von Hand drehen muss. Das bedeutet, das sich ein Anlassvorgang um das Ansaugen verlängert. Außerdem sind neben einer Kaltstartklappe auch Betätigungselemente für diese erforderlich. Je nach Einbauverhältnissen ist eine mechanische Ansteuerung einer Kaltstartklappe mehr oder weniger aufwendig.

Die ventilgesteuerte Kaltstarteinrichtung für Kolben- oder Rotationskolbenmotoren ist in der Lage, den für den Startvorgang nötigen Kraftstoff ohne drehen des Motors in den Ansaugbereich des Motors einzuspritzen. Dadurch verkürzt sich der Startvorgang um das Ansaugen. Weiterhin sind keine mechanischen Bauteile wie Kaltstartklappe samt Betätigungsgestänge erforderlich. Das Betätigungselement des Ventils kann somit für den Anwender so placiert werden das eine gute Zugänglichkeit gegeben ist.

Funktionsweise

Eine vom Motor unabhängig arbeitende Kraftstoffpumpe (5) fördert Kraftstoff vom Vorratsbehälter (6) zum Vergaser (2) und erzeugt dabei einen Druck in der Kraftstoffzuleitung (7). Dieser Druck steht auch bei stillstehendem Motor an. Über das Ventil (4) kann Kraftstoff am Vergaser vorbei über einen Anschluss (3) direkt in den Ansaugbereich des Motors eingespritzt werden.


Anspruch[de]
  1. Ventilgesteuerte Kaltstarteinrichtung für Kolben- oder Rotationskolbenmotoren in unbemannten Luftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass über ein Ventil (4) Kraftstoff der durch eine Pumpe (5) unter Druck gesetzt wird auch bei stillstehendem Motor (1) direkt in den Ansaugbereich eingespritzt werden kann.
  2. dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe (5) zur Erzeugung des Kraftstoffdrucks wahlweise als Flüssigkeitspumpe oder als pneumatisches Fördersystem ausgebildet sein kann.
  3. dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement des Ventils (4) vornehmlich elektrisch ist.
  4. dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerung des Ventils (4) manuell oder selbstständig durch eine Regelelektronik erfolgen kann
  5. dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzung des Kraftstoffes in das Kurbelgehäuse erfolgt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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