Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines
Düngers, ein so genanntes Mehrsuspensionsverfahren, durch das – abweichend
von dem Verfahren mit einer Basissuspension – der Dünger aus zwei oder mehr
Basissuspensionen verschiedener Zusammensetzungen hergestellt wird. In einem Mehrsuspensionsverfahren
werden separat hergestellte Basissuspensionen getrennt in einen Granulator eingebracht
oder unmittelbar vor der Granulation zusammengeführt.
Die herkömmlichen Schritte der Düngerherstellung sind die Zubereitung
der Basissuspension, Granulierung der Suspension, Trocknen des Granulats, Sieben,
Zerkleinerung von Granulat, das größer als die Produktgröße ist, Rückführung des
von der Produktgröße abweichenden Granulats in den Granulator und Kühlung und Beschichtung
des Produkts.
Eine wichtige Klassifikationsgrundlage für Volldünger ist die Methode,
nach der der Phosphor eines Phosphat- oder Apatitkonzentrats oder mindestens ein
Teil desselben in eine für Pflanzen nutzbare, d. h. lösliche, Form gebracht wird.
Das so genannte „Mischsäureverfahren" (Broschüre Nr. 8 von
8: „Herstellung von NPK-Düngern durch Mischsäureverfahren", EFMA, 1995, S.
13–15) ist ein allgemein bekanntes Einsuspensionsverfahren, bei dem z. B.
die Basissuspension eines NPK-Volldüngers in einem in Serie gekoppelten Reaktorsystem
durch Lösen eines Phosphatkonzentrats in Salpetersäure hergestellt wird, wodurch
eine Säurelösung gebildet wird, die Phosphorsäure und Calciumnitrat enthält. Die
Lösung wird mit Ammoniak neutralisiert und je nach Produkt werden die anderen Rohstoffe
hinzugefügt, z. B. Phosphor- oder Schwefelsäure, Ammoniumphosphate, Superphosphate,
Ammoniumsulfat, Kaliumrohstoffe, Spurenelemente usw. Die vorerwähnten Bestandteile
können auch vor oder während der Neutralisation der Suspension hinzugefügt werden.
Als Endresultat wird eine übersättigte Salzlösung gebildet, d. h. die Basissuspension,
die dem Granulator zugeführt wird.
Das als Neutralisationsprodukt von Phosphorsäure gebildete Monoammoniumphosphat
kristallisiert stark in einem pH-Wertbereich von 3–5 und ruft eine starke
Viskositätserhöhung in der Basissuspension hervor. Im Allgemeinen ist es aufgrund
des schlechten Fließvermögens der Suspension nicht möglich, phosphorhaltige Dünger
in dem oben erwähnten pH-Wertbereich durch das Einsuspensionsverfahren herzustellen.
Um das Viskositätsproblem bei der Herstellung der Suspension zu vermeiden,
muss der pH-Wert innerhalb eines besonders engen pH-Wertbereichs (5,0 – 6,0)
gehalten werden, und es ist daher nicht möglich, die Salzzusammensetzung des Produkts
und die davon abhängigen chemischen und physikalischen Eigenschaften durch Einstellung
des pH-Werts signifikant zu beeinflussen. Um das Viskositätsproblem zu vermeiden,
muss der Suspension außerdem Wasser zugesetzt werden, so dass der Wassergehalt der
fertigen Suspension vor ihrer Einbringung in den Granulator mit 15–30% je
nach Art hoch sein wird. Der hohe Wassergehalt ruft Probleme und zusätzliche Kosten
in der Granulations- und Trockenphase hervor.
Zum Beispiel beschreibt die finnische Patentveröffentlichung 50963
ein Verfahren, das noch für die Herstellung von stickstoff-, phosphor- und kaliumhaltigen
Basissuspensionen verwendet wird, die für die Herstellung verschiedener Volldünger
geeignet sind. Auch in dem darin beschriebenen Verfahren besteht das Problem, dass
eine genaue Einstellung des pH-Werts in verschiedenen Phasen des Verfahrens und
die Zugabe von Wasser erforderlich ist, um die Fließfähigkeit der Basissuspension
zu sichern.
Insbesondere die Herstellung von NPK-Düngern auf Sulfatbasis durch
das Einsuspensionsverfahren hat sich aufgrund von Problemen mit der Suspensionsviskosität
und/oder der Produktqualität im Allgemeinen als unmöglich erwiesen. Wenn der Rohstoff
bei der Herstellung eines phosphorhaltigen Düngers verwendet wird, wird im Allgemeinen
angestrebt, dass ein größtmöglicher Anteil des in dem Produkt enthaltenen Phosphors
in wasserlöslicher Form vorliegen sollte.
Wenn ein Dünger durch das Einsuspensionsverfahren hergestellt wird,
senkt die Bindung des Phosphors in wasserunlösliche Calciumverbindungen (Degeneration
des Phosphors) während des Neutralisationsschritts die Menge des wasserlöslichen
Phosphors in dem Produkt.
FR 1 323 880 beschreibt eine Methode zur Herstellung granulierter
Mischdünger, und GB 1 114 128 beschreibt die Herstellung getrockneter chemischer
Produkte in Granulatform. Diese beiden Veröffentlichungen beziehen sich auf die
Herstellung schichtförmiger Granulate.
FR 2 437 386 legt ein Verfahren zur Herstellung von Diammoniumphosphat
in Granulatform offen.
GB 1 147 545 legt ein Verfahren zur Herstellung von Düngergranulaten
aus einem Gemisch von Phosphorsäure und Schwefelsäure offen. Das Gemisch wird in
einem Vorneutralisatorgefäß durch Zugabe von Ammoniak in einer für die Neutralisation
der gesamten Schwefelsäure ausreichenden Menge und in einer zusätzlichen Menge,
die ausreicht, um das Molverhältnis Ammoniak/Phosphorsäure bei maximal 0,8 zu halten,
zuerst teilweise neutralisiert. Dadurch wird ein Schlamm von Ammoniaksalzen gebildet,
wobei das Fließvermögen des gebildeten Schlamms erhalten bleibt.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
eines Düngers, ein so genanntes Mehrsuspensionsverfahren, durch das – abweichend
von dem normalen Verfahren auf der Grundlage einer Basissuspension – der Dünger
aus zwei oder mehr Basissuspensionen hergestellt wird. Basissuspensionen
verschiedener Zusammensetzungen werden in parallel gekoppelten Reaktoren oder Reaktorsystemen
hergestellt und einem Granulator unmittelbar vor der Granulation getrennt oder kombiniert
zugeführt.
Die Erfindung wird durch die Angaben in den Patentansprüchen gekennzeichnet.
Nach der vorliegenden Erfindung, einem so genannten Mehrsuspensionsverfahren,
werden zwei oder mehr Basissuspensionen unterschiedlicher Zusammensetzungen in parallel
gekoppelten Reaktoren oder Reaktorsystemen hergestellt und dem Granulator unmittelbar
vor der Granulation getrennt oder kombiniert zugeführt.
Die verschiedenen Suspensionen können ebenfalls durch Lösen eines
festen Rohstoffs wie z. B. Ammoniumphosphat oder anderer herkömmlicher Rohstoffe
in Wasser hergestellt werden. Abhängig von dem Granulatortyp können feste Rohstoffe
neben Suspensionen dem Granulator auch direkt zugeführt werden, wenn eine solche
Zufuhr möglich ist.
Durch Verwendung des Mehrsuspensionsverfahrens lassen sich unter anderem
folgende Vorteile erzielen: Da die den verschiedenen Suspensionen zugeführten Rohstoffe
nur während des Granulationsschritts oder unmittelbar davor direkt miteinander in
Berührung kommen, ist ihre kombinierte Retentionszeit in der Flüssigphase kurz.
Daher unterscheiden sich die wechselseitigen Reaktionen der in die verschiedenen
Suspensionen eingebrachten Rohstoffe und folglich auch die Salzzusammensetzung des
Produkts von denen, die bei Herstellung desselben Produkts durch ein normales Einsuspensionsverfahren
erzielt werden. Durch eine Änderung der Salzzusammensetzung besteht die Möglichkeit,
die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Produkts zu beeinflussen und
zu verbessern.
Nach dem Prinzip eines Mehrsuspensionsverfahrens kann z. B. ein NPK-Dünger
durch Neutralisation von Phosphorsäure in einem anderen Reaktor oder Reaktorsystem
als die anderen Säuren (Salpetersäure und Schwefelsäure) hergestellt werden. Die
Neutralisation von Phosphorsäure kann in diesem Fall auf einem Niveau belassen werden,
auf dem die Kristallisation des während der Neutralisation gebildeten Monoammoniumphosphats
noch keinen plötzlichen Anstieg der Viskosität bewirkt (pH < 3). Die in dem anderen
Reaktor oder Reaktorsystem hergestellte Basissuspension kann auf einen höheren pH-Wert
neutralisiert werden (pH > 5). Wenn die Basissuspensionen während des Granulationsschritts
oder unmittelbar davor kombiniert werden, pendelt sich der pH-Wert des Produkts
in einem Bereich von 3–5 ein. Die Granulierbarkeit und Qualität des Produkts
können durch die Einstellung des pH-Werts des Produkts beeinflusst werden. Aufgrund
des Viskositätsproblems ist es in dem normalen Einsuspensionsverfahren im Allgemeinen
nicht möglich, eine phosphorhaltige Suspension auf einen pH-Wertbereich von 3–5
zu neutralisieren und einen Dünger in dem besagten pH-Wertbereich herzustellen.
Durch Verwendung eines Mehrsuspensionsverfahrens können Viskositätsprobleme
auch in Fällen gelöst werden, in denen bestimmte Rohstoffe bei Kombination in einer
flüssigen Phase Verbindungen bilden, die die Viskosität stark erhöhen. Nach dem
Mehrsuspensionsverfahren werden die besagten Rohstoffe in getrennte Reaktoren oder
Reaktorsysteme eingebracht und können deshalb in der Flüssigphase nicht miteinander
reagieren.
Wenn Phosphorsäure außerdem nach einem Mehrsuspensionsverfahren in
einem getrennten Reaktor oder Reaktorsystem neutralisiert wird, nimmt die Bildung
unlöslicher Phosphorverbindungen, d. h. die Degeneration von Phosphor, ab bzw. der
Anteil des wasserlöslichen Phosphors in dem Produkt nimmt zu.
Durch das Mehrsuspensionsverfahren wird derselbe Anteil wasserlöslichen
Phosphors an der Phosphorgesamtmenge in dem Produkt unter Verwendung einer geringeren
Menge Phosphorsäure als in dem Einsuspensionsverfahren erreicht. Wenn also das Mehrsuspensionsverfahren
verwendet wird, kann die Phosphorsäuremenge gesenkt und die Menge eines weniger
teuren Phosphorrohstoffs als Phosphorsäure, z. B. Phosphat- oder Apatitkonzentrat,
kann erhöht werden, wodurch erhebliche Einsparungen bei den Rohstoffkosten in Bezug
auf den Phosphorrohstoff erzielt werden können.
Die Erfindung wird nachstehend mit Hilfe von Beispielen erklärt, jedoch
ohne sie nur auf diese Beispiele zu begrenzen.
Zur Darstellung der Funktionsweise der Erfindung wurden die folgenden
Probeläufe im Pilotmaßstab (Beispiele 1 und 2) in dem Forschungszentrum Espoo von
Kemira Agro Oy und im großtechnischen Maßstab (Beispiel 3) in dem Werk Uusikaupunki
von Kemira Agro Oy durchgeführt. Beispiel 4 zeigt Analysen und physikalische Eigenschaften
von Fabrikprodukten, die mit dem Mehrsuspensionsverfahren hergestellt wurden.
Tabelle 1
Beispiel 1
Herstellung eines NPK-Düngers 12-12-17 auf Sulfatbasis durch das Mehrsuspensionsverfahren
aus zwei getrennten Basissuspensionen
Die Säuremengen sind in der Formulierung als 100%ige Säuren angegeben.
Die Konzentration der in dem Probelauf verwendeten Salpetersäure hat 60 Gew.-%,
die der Schwefelsäure 93 Gew.-% und die der Phosphorsäure 50 Gew.-% (P2O5)
betragen.
Basissuspension 1 wurde in einem kontinuierlichen Verfahren in einem
System von drei in Serie gekoppelten Überlaufreaktoren wie folgt hergestellt:
In dem ersten Reaktor des Reaktorsystems wurde das Phosphat in Salpetersäure gelöst.
Die Schwefelsäure wurde in den zweiten Reaktor eingebracht, und die Lösung wurde
mit Ammoniak auf einen pH-Wert von 2,4 neutralisiert. Kaliumsulfat und Magnesiumsulfat
wurden in den dritten Reaktor eingebracht, und die Lösung wurde mit Ammoniak auf
einen pH-Wert von 6,3 neutralisiert. Die Temperatur der Suspension vor der Granulation
hat 117°C und ihr Wassergehalt 9 betragen.
Basissuspension 2 wurde durch Neutralisation von Phosphorsäure mit
Ammoniak in einem getrennten Reaktor auf einen pH-Wert von 1,9 hergestellt. Die
Temperatur der Suspension vor der Granulation betrug 115°C und ihr Wassergehalt
19%.
Die Basissuspensionen wurden in einer Spritzdüse zusammengeführt,
unmittelbar bevor sie in das Granulier- und Trockengerät eingespritzt wurden.
In einem Referenzprobelauf, der durch ein normales Einsuspensionsverfahren
durchgeführt wurde, stieg die Viskosität der Suspension nach Zugabe des Kaliumsulfats
so stark an, dass die Suspension selbst bei einem Wassergehalt von 30% nicht in
den Granulator gespritzt werden konnte und die Herstellung des Produkts deshalb
nicht möglich war.
Tabelle 2Tabelle 3Beispiel 2 Herstellung eines NPK-Düngers 20-6,9-3,6 + 5Na auf Sulfatbasis
Tabelle 4
Die Säuremengen sind in der Formulierung als 100%ige Säuren angegeben.
Die Konzentration der in dem Probelauf verwendeten Salpetersäure hat 60 Gew.-%,
die der Schwefelsäure 93 Gew.-% und die der Phosphorsäure 50 Gew.-% (P2O5)
betragen.
In einem Referenzprobelauf, der durch ein normales Einsuspensionsverfahren
durchgeführt wurde, wurde die Suspension in einem kontinuierlichen Verfahren in
einem System von drei in Serie gekoppelten Überlaufreaktoren wie folgt hergestellt:
In dem ersten Reaktor des Reaktorsystems wurde das Phosphat in Salpetersäure
gelöst. Die Schwefelsäure wurde in den zweiten Reaktor eingebracht, und die Lösung
wurde mit Ammoniak auf einen pH-Wert von 4,8 neutralisiert. Phosphorsäure, Kaliumsulfat,
Natriumsulfat, Magnesiumsulfat, Mangansulfat und Colemanit wurden in den dritten
Reaktor eingebracht, und die Lösung wurde mit Ammoniak auf einen pH-Wert von 5,2
neutralisiert. Die Temperatur der Suspension vor der Granulation hat 130°C und
ihr Wassergehalt 8,9% betragen. Die fertige Basissuspension wurde in das Granulier-
und Trockengerät gespritzt.
In einem durch das Mehrsuspensionsverfahren durchgeführten Probelauf
wurden die getrennten Basissuspensionen wie folgt hergestellt: Suspension 1 wurde
in einem kontinuierlichen Verfahren in einem System von drei in Serie gekoppelten
Überlaufreaktoren hergestellt. In dem ersten Reaktor des Reaktorsystems wurde das
Phosphat in der Salpetersäure gelöst. Die Schwefelsäure wurde in den zweiten Reaktor
eingebracht, und die Lösung wurde mit Ammoniak auf einen pH-Wert von 5,4 neutralisiert.
Kaliumsulfat, Natriumsulfat, Magnesiumsulfat, Mangansulfat und Colemanit wurden
in den dritten Reaktor eingebracht, und die Lösung wurde mit Ammoniak auf einen
pH-Wert von 6,0 neutralisiert. Die Temperatur der Suspension vor der Granulation
hat 133°C und ihr Wassergehalt 6,9% betragen.
Suspension 2 wurde durch Neutralisation von Phosphorsäure mit Ammoniak
in einem getrennten Reaktor auf einen pH-Wert von 2,1 neutralisiert. Die Temperatur
der Suspension vor der Granulation hat 100°C und ihr Wassergehalt 28% betragen.
Die Suspensionen wurden in einer Spritzdüse zusammengeführt, unmittelbar
bevor sie in das Granulier- und Trockengerät gespritzt wurden.
Tabelle 5Tabelle 5 (Fortsetzung)Tabelle 6Tabelle 7Beispiel 3
Herstellung eines NPK-Düngers 15-15-15 auf Sulfatbasis durch das Mehrsuspensionsverfahren
aus zwei getrennten Basissuspensionen
Tabelle 7
Die Säuremengen sind in der Formulierung als 100%ige Säuren angegeben.
Die Konzentration der in dem Probelauf verwendeten Salpetersäure hat 60 Gew.-%,
die der Schwefelsäure 70 Gew.-% und die der Phosphorsäure 50 Gew.-% (P2O5)
betragen.
Basissuspension 1 wurde in einem kontinuierlichen Verfahren in einem
System von drei in Serie gekoppelten Überlaufreaktoren wie folgt hergestellt: [0040]
In dem ersten Reaktor wurde das Phosphat in Salpetersäure gelöst. Schwefelsäure
und Kaliumsulfat wurden in den zweiten Reaktor eingebracht, und die Lösung wurde
mit Ammoniak auf einen pH-Wert von 5,9 neutralisiert. Die Temperatur der Suspension
vor der Granulation hat 133°C und ihr Wassergehalt 9,6 betragen.
Basissuspension 2 wurde durch Neutralisation von Phosphorsäure mit
Ammoniak in einem getrennten Reaktor auf einen pH-Wert von 2,5 und Zuführung von
Magnesiumsulfat zu der Suspension hergestellt. Die Temperatur der Suspension vor
der Granulation betrug 133°C und ihr Wassergehalt 7,9%.
Die Suspensionen wurden getrennt in das Granulier- und Trockengerät
gespritzt:
Tabelle 8Tabelle 9Beispiel 4
Physikalische Eigenschaften von Fabrikprodukten, die durch das Mehrsuspensionsverfahren
hergestellt wurden
Tabelle 10Tabelle 11Tabelle 12
Der rechnerisch erwartete Wert auf der Basis der Phosphorsäure- und
Phosphatmengen für den Anteil wasserlöslichen Phosphors an den Gesamtphosphormengen
in den durch das Einsuspensionsverfahren hergestellten Produkten hat ca. 70% betragen.
Die mit dem Mehrsuspensionsvertahren erzielten Ergebnisse lagen im Bereich von 89,7–94,7%.
Die wichtigsten physikalischen Eigenschaften des mit dem Mehrsuspensionsverfahren
hergestellten Produkts waren selbst nach Lagerung sehr gut (Beispiel 4).
Die Eigenschaften der mit dem Einsuspensionsverfahren und dem Mehrsuspensionsverfahren
hergestellten Produkte können auf der Basis von Beispiel 2 verglichen
werden. Der Anteil des wasserlöslichen Phosphors an der Gesamtphosphormenge in dem
durch das Einsuspensionsverfahren hergestellten Produkt hat 70,4% betragen. Bei
Verwendung derselben Phosphat- und Phosphorsäuremengen betrug das durch das Mehrsuspensionsverfahren
erzielte Ergebnis 94,0\%. Die Röntgenbeugungsanalysen zeigen die abweichenden Salzzusammensetzungen
der durch die verschiedenen Verfahren hergestellten Produkte. Die wichtigsten physikalischen
Eigenschaften des durch das Mehrsuspensionsvertahren hergestellten Produkts waren
erheblich besser als die Eigenschaften des durch das Einsuspensionsverfahren hergestellten
Produkts.
Anspruch[de]
Ein Verfahren auf der Basis mehrerer Suspensionen zur Herstellung von
Volldünger, der Phosphor enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Dünger
aus mindestens zwei Basissuspensionen unterschiedlicher Zusammensetzung dargestellt
wird, wobei die eine Lösung Phosphorsäure enthält und getrennt von den anderen Säuren
auf einen pH-Wert unter 3 neutralisiert wird, so dass die Kristallisierung des Monoammonium-phosphats,
gebildet während der Neutralisation, keinen plötzlichen Anstieg der Viskosität verursacht,
und die zweite Suspension eine oder mehrere weitere Säuren umfasst, die auf einen
pH-Wert über 5 neutralisiert werden, sowie dadurch, dass die Suspensionen unmittelbar
vor dem Trocknen des Granulats entweder getrennt oder zusammen in einen Granulator
gegeben werden.
Ein Verfahren auf der Basis mehrerer Suspensionen nach Anspruch 1 gekennzeichnet
dadurch, dass die erste Suspension auf einen pH-Wert unter 3 neutralisiert wird.
Ein Verfahren auf der Basis mehrerer Suspensionen nach Anspruch 1 oder
2, gekennzeichnet dadurch, dass die zweite Suspension auf einen pH-Wert über 5 neutralisiert
wird.