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Dokumentenidentifikation DE10085358B4 14.10.2004
Titel Verbesserte Strahlungshärtung
Anmelder Saint-Gobain Abrasives, Inc., Worcester, Mass., US
Erfinder Gaeta, Anthony C., Lockport, N.Y., US;
Swei, Gwo Shin, East Amherst, N.Y., US
Vertreter Zimmermann & Partner, 80331 München
DE-Anmeldedatum 27.12.2000
DE-Aktenzeichen 10085358
WO-Anmeldetag 27.12.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/US00/35298
WO-Veröffentlichungsnummer 0000149457
WO-Veröffentlichungsdatum 12.07.2001
Date of publication of WO application in German translation 05.12.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.10.2004
IPC-Hauptklasse B24D 3/28
IPC-Nebenklasse B24D 11/00   B24D 18/00   C08G 59/68   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Schleifmaterialien auf Unterlage, die ein härtbares Bindemittel enthalten, und insbesondere Formulierungen zur Ausrüstung von textilen Substraten, die strahlungshärtbar sind und zur Verwendung bei der Herstellung eines Schleifmittels auf Unterlage geeignet sind.

Die Verwendung von strahlungshärtbaren Formulierungen bei der Herstellung von Schleifmitteln auf Unterlage ist schon seit vielen Jahren bekannt. Eines der frühesten Beispiele für diese Form von Bindemittel wird in der US 4,547,204 beschrieben, in der die Strahlungshärtung von Urethanacrylaten und Epoxyacrylaten mit Elektronenstrahlung beschrieben wird. Ferner lehrt die US 4,773,920 die Verwendung von Bindemittel/Korn-Mischungen, die durch strahlungsinduzierte radikalische Polymerisation gehärtet werden können. In der US 5,014,468 A wird ein Überblick über die Probleme der durch W-Strahlung induzierten Polymerisation im Zusammenhang mit Schleifmitteln auf Unterlage gegeben. Dort wird darauf hingewiesen, daß UV-Strahlung angesichts der begrenzten Penetration des UV-Lichts in eine Pigment und/oder verhältnismäßig große Schleifteilchen enthaltende Formulierung einer gewissen Anwendungsbeschränkung auf verhältnismäßig dünne Schichten unterliegt. Andererseits kann die elektronenstrahlinduzierte Polymerisation bei einigen Substraten zu Beeinträchtigungen führen, wenn sie zur Härtung dicker oder einen hohen Schleifmittel- oder Füllstoffgehalt aufweisender Überzüge hohen Dosen (10 bis 12 Mrad) ausgesetzt werden.

Die Probleme der Beschränkung der Anwendbarkeit von strahlungsgehärteten Polymeren in Schleifmitteln mit Unterlage treten am stärksten bei Ausrüstungsformulierungen hervor. Hierbei handelt es sich um Formulierungen, die textilen Materialien zur Vorbereitung auf die Beschichtung mit Primärschichten bei der Herstellung von Schleifmitteln mit Unterlage zugesetzt werden. Sie enthalten in der Regel Polymere und Füllstoffe zur Sättigung des Trägers und liefern eine Oberfläche, an der die Primärschicht fest gebunden wird. Ist der Träger zu porös, so wird ein großer Teil der Primärschicht in den Trägerkörper absorbiert und steht somit nicht mehr für die Verankerung des Schleifkorns bei dessen Aufbringung zur Verfügung. Daher verwendet man in der Regel Bindemittel mit sehr hohen Füllstoffmengen. Der Füllstoff ist eine notwendige Komponente zur Kostenreduzierung, zur Blockierung der Durchgänge in dem textilen Flächengebilde zwecks Verringerung seiner Porosität und zur Modifizierung der physikalischen Eigenschaften des Trägers.

Insbesondere bewirkt der Zusatz von Füllstoffen eine Verbesserung des Moduls der gehärteten Formulierung und gleichzeitig eine Verringerung der Menge der (normalerweise teuren) polymerbildenden Komponenten, aus denen sich das Bindemittel zusammensetzt. Daher sind Füllstoffe auch oft bevorzugte Komponenten von Primär- und Sekundärschichten.

Die Anwesenheit von hohen Füllstoffbeladungen ist für die Verwendung von W-strahlungshärtbaren Bindemitteln sehr ungünstig, da die W-Strahlung außer bei der Verwendung von für die W-Strahlung transparenten Teilchen wegen der Schattenwirkung der Füllstoffteilchen nicht weit genug eindringen. Elektronenstrahlung ist zwar wirksam, jedoch ist das Risiko einer Schädigung des Substrats sehr groß, wenn zur Penetration der Formulierung eine hohe Dosis erforderlich ist.

Somit hat es sich trotz der offensichtlichen Vorteile von strahlungshärtbaren Formulierungen hinsichtlich Härtungsgeschwindigkeit als schwierig erwiesen, derartige Produkte aus den Nischenmärkten, für die sie besonders gut geeignet sind, wie Feinbearbeitungs- und Schleifscheiben für optische Anwendungen, herauszubugsieren.

Es wurde nun ein Verfahren zur Härtung von auf ein textiles Flächengebilde aufgebrachten Ausrüstungen mit einer Strahlenbehandlung zur schnellen Härtung der Ausrüstung ohne wesentliche Schädigung des als Substrat dienenden textilen Flächengebildes gefunden. Dieses Verfahren bewirkt eine wesentliche Beschleunigung der Herstellung von Schleifmitteln auf Unterlage, die bei der Anwendung herkömmlicher Methoden voller Stockungen ist, die durch die Notwendigkeit einer allmählichen und vorsichtigen Härtung der gegenwärtig in allen Produktionsstufen verwendeten Bindemittel bedingt sind.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Formulierung bereit, die zur Verwendung beim Füllen eines Trägermaterials oder Substrats zur Verwendung bei der Herstellung eines Schleifmittels auf Unterlage geeignet ist. Die Formulierung enthält ein Bindemittel, das strahlungshärtbar ist und trotz der Gegenwart von wesentlichen Mengen an Füllstoffen und/oder Pigmenten in verhältnismäßig kurzer Zeit eine hinreichende Härtung ergibt.

Allgemeine Beschreibung der Erfindung

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine unter Umgebungsbedingungen (worunter Normaldruck und eine Temperatur unterhalb von etwa 20°C zu verstehen sind) polymerisierbare Formulierung, enthaltend einen Füllstoff, eine strahlungshärtbare Verbindung und einen Promotor, der zur Förderung der radikalischen Polymerisation der Verbindung bei einer Temperatur unterhalb der in der Formulierung durch die strahlungsinitiierte Polymerisation der Verbindung erzeugten Temperatur befähigt ist.

Einen zweiten Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung eines Trägermaterials, das zur Verwendung bei der Herstellung eines Schleifmittels auf Unterlage geeignet ist, bei dem man:

  • a) ein textiles Substrat mit einer Ausrüstungsformulierung behandelt, die einen Füllstoff, eine strahlungshärtbare Bindemittelverbindung, die nach einem radikalischen Polymerisationsmechanismus polymerisierbar ist, und einen Promotor, der die radikalische Polymerisation der Bindemittelverbindung bei einer Temperatur unterhalb der in der Formulierung durch die strahlungsinduzierte Polymerisation der Bindemittelverbindung erzeugten Temperatur fördert, aber bei Umgebungstemperaturen weitgehend inaktiv ist, enthält;
  • b) die Polymerisation des Bindemittels mit Strahlung so initiiert, daß die Temperatur mindestens eines Teils der Formulierung über die Aktivierungstemperatur des Promotors ansteigt; und
  • c) die Polymerisation unter dem Einfluß des Promotors fortsetzt.

Bei einem bevorzugten Verfahren gemäß diesem Aspekt der Erfindung wird die Strahlung nach Erreichen der Aktivierungstemperatur des Promotors abgeschaltet, und die Polymerisation läuft ohne weitere Strahlungsbehandlung weiter, bis sie weitgehend vollständig ist.

Die gängigsten Füllstoffe sind Calciumcarbonat, Talk, Tone, wie Kaolin, Gips, Magnesiumcarbonat, Aluminiumoxidhydrate und Siliciumdioxid. Bei der vorliegenden Erfindung können alle diese Substanzen sowie auch andere geeignete Füllstoffe verwendet werden. Bei Verwendung von UV-Strahlung zur Initiierung der Härtung ist der Füllstoff jedoch vorzugsweise für UV-Licht transparent, wie Aluminiumoxidtrihydrat.

Nähere Beschreibung der Erfindung

Die erfindungsgemäße Ausrüstungsformulierung enthält vorzugsweise 0 bis etwa 60 Gew.-% und besonders bevorzugt 0 bis 25 Gew.-% eines Füllstoffs. Neben dem Füllstoff können auch noch andere Additive zugesetzt werden, wie z.B. Farbmittel, Antistatik-Additive, Tenside und andere Additive, die eine effizientere Penetration und Belegung des textilen Flächengebildes, auf das sie aufgebracht wird, gestatten.

Als textiles Flächengebilde verwendet man häufig ein Gewebe, aber in vielen Fällen kann ein Vliesstoff, ein Nähwirkstoff oder eine Maschenware bevorzugt sein. Alle sind jedoch mehr oder weniger porös und erfordern die Anwendung einer Ausrüstungsbehandlung zur Verringerung der Porosität, bevor sie effektiv als Träger für Schleifmittel auf Unterlage verwendet werden können. Durch den Ausrüstungsprozeß werden eine gute Haftung gegenüber dem textilen Flächengebilde und die geforderte Körperretention erhalten, so daß das Schleifprodukt unter einem weiten Bereich von Bedingungen funktionieren kann.

Der zur Verwendung in der Formulierung geeignete Promotor ist bei der Temperatur, bei der die Formulierung gelagert oder während der elektronenstrahlungsinduzierten Polymerisation verwendet wird, inaktiv. In der Praxis bedeutet dies, daß der Promotor bei Temperaturen unterhalb von etwa 25°C inaktiv ist und vorzugsweise nicht aktiviert wird, bis eine Temperatur von mehr als etwa 30°C erreicht wird.

Promotoren werden oft anhand ihrer "10-Stunden-Halbwertszeit-Temperatur" eingestuft, wobei es sich um diejenige Temperatur handelt, bei der die Hälfte des Promotors nach zehn Stunden Einwirkung dieser Temperatur inaktiv geworden ist. Diese Temperatur wird im folgenden als "Aktivierungstemperatur" bezeichnet. In diesem Zusammenhang sind diejenigen Promotoren bevorzugt, die eine Zehn-Stunden-Halbwertszeit-Temperatur von mindestens 50°C und besonders bevorzugt mehr als etwa 70°C aufweisen.

Geeignete Promotoren (mit Zehn-Stunden-Halbwertszeit-Temperaturen in Klammern) sind u.a.: t-Butylhydroperoxid (172°C), t-Butylperoxid (127°C), t-Amylperoxid (100°C), Caprylylperoxid (63°C), Dicumylperoxid (117°C) und Laurylperoxid (62°C). Andere Promotoren wie die folgenden kommen ebenfalls in Betracht, wobei immer vorausgesetzt wird, daß die Temperatur während des Härtungsprozesses über die Aktivierungstemperatur angehoben werden kann: t-Butylperoxybenzoat (107°C), t-Amlyperoxyacetat (100°C), t-Butylperoctoat (73°C) und Azoverbindungen, wie Azobisisobutyronitril (etwa 65°C).

Da derartige Promotoren durch Wärme aktiviert werden, ist es wichtig, daß die durch die strahlungsinduzierte Polymerisation des Bindemittels erzeugte Exotherme groß genug ist, um die Temperatur mindestens eines Teils der Formulierung über die Aktivierungstemperatur des Promotors hinaus anzuheben.

Wenn der Promotor eine Zehn-Stunden-Halbwertszeit-Temperatur am unteren Ende des bevorzugten Bereichs aufweist, kann man den Promotor gleichzeitig mit oder kurz vor dem Auftragen der Formulierung auf das Substrat in das System dosieren. Da dadurch das Verfahren jedoch unnötig kompliziert wird, ist dies nicht allgemein bevorzugt.

Bei Verwendung von Elektronenstrahlung reicht deren Intensität zur Initiierung der Polymerisation auf dem geforderten Niveau aus, ist aber nicht so hoch, daß das Substrat geschädigt wird. Eine Schädigung ist in der Regel oberhalb von etwa 10 Mrad zu erwarten. Einige Substrate, wie z.B. solche aus Cellulosefasern, sind gegenüber einer derartigen Schädigung besonders empfindlich, so daß es bei Verwendung dieser Substrate wünschenswert sein kann, Promotoren zu verwenden, die am unteren Ende des zulässigen Bereichs aktiviert werden, und dadurch die zur Anhebung der Temperatur der Formulierung auf die Aktivierungstemperatur des Promotors erforderliche Strahlungsexposition auf ein Minimum zu reduzieren. Alternativ dazu kann als Polymerisationsinitiator UV-Strahlung bevorzugt sein.

Bei Verwendung von Elektronenstrahlung kann deren Menge im allgemeinen 1 bis 10 Mrad und besonders bevorzugt 3 bis 8 Mrad betragen.

Bei dem durch Strahlung polymerisierbaren Bindemittel kann es sich um ein beliebiges der Bindemittel handeln, von denen in der Technik allgemein bekannt ist, daß sie für derartige Anwendungen geeignet sind. Hierzu gehören (Meth)acrylate (einschließlich Polyacrylate), Epoxy(meth)acrylate, Urethan(meth)acrylate, ungesättigte Polyester und Isocyanurate. Zu den für die erfindungsgemäßen Formulierungen gewählten Füllstoffen gehören Calciumcarbonat, Aluminiumoxid (insbesondere das Trihydrat), Talk, gebrochener Gips, Siliciumdioxid und Magnesiumcarbonat. In bezug auf Reinheit und Kosten der verfügbaren Materialien ist häufig Calciumcarbonat bevorzugt. Wie jedoch weiter oben bereits angegeben wurde, wird bei Verwendung von UV-Strahlung zur Initiierung der Polymerisation als Füllstoff vorzugsweise Aluminiumtrihydrat verwendet.

Die bevorzugten erfindungsgemäßen Bindemittelformulierungen enthalten 40 bis 99,9 Gew.-% eines polymerisierbaren Bindemittels, 0 bis 60 Gew.-% eines Füllstoffs und 0,1 bis 5 Gew.-% des Promotors. Besonders bevorzugte Formulierungen enthalten 60 bis 99,75 Gew.-% des Bindemittels, 0 bis 40 Gew.-% des Füllstoffs und 0,25 bis 3 Gew.-% des Promotors.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die vorliegende Erfindung wird nun anhand des folgenden Beispiels erläutert, welches lediglich zur Illustration dient und den wesentlichen Schutzbereich der Erfindung in keiner Weise einschränken soll.

In jeder der vier nachstehend beschriebenen Formulierungen wurde eine Bindemittelformulierung mit 30 Gew.-% eines acrylierten Epoxyoligomers, das von UCB Radcure Inc. unter dem eingetragenen Warenzeichen EBECRYL® 3700 erhältlich ist, und 30 Gew.-% Trimethylolpropan mit 1 Gew.-%, bezogen auf die Formulierung, Photoinitiator-Zusatz verwendet. Erfindungsgemäßen Formulierungen wurde ferner der thermische Initiator t-Butylperoxybenzoat in einer Menge von 0,25 Gew.-%, bezogen auf die Formulierung, zugesetzt. Bei der Hälfte der Formulierungen wurden außerdem 25 Gew.-% (bezogen auf das Gewicht der Formulierung) des Füllstoffs Aluminiumtrihydrat zugegeben. Bei den vier geprüften Formulierungen handelte es sich somit um zwei ohne den thermischen Initiator und zwei mit dem thermischen Initiator. Bei jedem Paar enthielt eine Formulierung als Füllstoff Aluminiumtrihydrat (ATH), die andere dagegen nicht.

Jede Formulierung wurde einheitlich auf eine Trägerbahn aufgetragen, die mit einer Lineargeschwindigkeit von 50 Fuß pro Minute unter einer UV-Quelle durchlief. Die UV-Härtung erfolgte mit einer Fusion-"D"-Birne, die eine Leistung von 300 Watt/Zoll erzeugt. Nach Durchlaufen der UV-Härtungsbehandlung wurde die Härtungstiefe gemessen und aufgezeichnet.

Es wird somit gezeigt, daß durch die Gegenwart eines thermischen Initiators eine viel tiefer gehende Härtung erreichbar ist, vorausgesetzt, daß die während des W-Härtungsprozesses erreichte Temperatur über die Aktivierungstemperatur des thermischen Initiators hinaus ansteigt. Die Erzeugung der Wärme kann durch die exotherme Polymerisationsreaktion der Formulierungskomponenten unter dem Einfluß von UV-Strahlung erfolgen, möglicherweise verstärkt durch die von der W-Quelle naturgemäß emittierte Strahlungswärme.


Anspruch[de]
  1. Unter Umgebungsbedingungen stabile Tuchausrüstungsformulierung zur Herstellung eines Trägermaterials, das zur Verwendung bei der Herstellung eines Schleifmittels auf Unterlage geeignet ist, enthaltend 25 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Formulierung, eines Füllstoffs und 40 bis 75 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Formulierung, eines Bindemittelmaterials, das eine durch Strahlung polymerisierbare Verbindung und 0,1 bis 5%, bezogen auf das Gewicht des Bindemittelmaterials, eines thermischen Initiators für die Polymerisation der Verbindung, der bei Temperaturen oberhalb von etwa 25°C, aber unterhalb der bei der strahlungsinduzierten Polymerisation erreichten Temperaturen aktiviert wird, enthält.
  2. Formulierung nach Anspruch 1, die etwa 30 bis etwa 40 Gew.-% des Füllstoffs enthält.
  3. Formulierung nach Anspruch 1, in der das Bindemittelmaterial einen thermischen Initiator aus der Gruppe bestehend aus t-Butylperoxybenzoat, t-Amylhydroperoxid, Caprylylchlorid, Dicumylperoxid, Di-t-butylperoxid und Laurylperoxid und Gemischen davon enthält.
  4. Formulierung nach Anspruch 1, in der die Menge des thermischen Initiators 0,25 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das Bindemittelmaterial, beträgt.
  5. Formulierung nach Anspruch 1, in der die durch Strahlung polymerisierbare Bindemittelverbindung aus der Gruppe bestehend aus (Meth)acrylaten, Polyacrylaten, Epoxy(meth)acrylaten, Urethan(meth)acrylaten, ungesättigten Polyestern und Isocyanuraten stammt.
  6. Verfahren zur Herstellung eines Trägermaterials zur Verwendung in einem Schleifmittel auf Unterlage, bei dem man:

    a) ein textiles Substrat mit einer Ausrüstungsformulierung behandelt, die einen Füllstoff, eine durch Strahlung polymerisierbare Bindemittelverbindung und einen thermischen Initiator, der die radikalische Polymerisation der Bindemittelverbindung bei einer Temperatur oberhalb der in der Formulierung durch die strahlungsinduzierte Polymerisation der Bindemittelverbindung erzeugten Temperatur fördert, aber bei Umgebungstemperaturen weitgehend inaktiv ist, enthält;

    b) die Polymerisation des strahlungshärtbaren Bindemittels durch Strahlung so initiiert, daß die Temperatur mindestens eines Teils der Formulierung über die Aktivierungstemperatur des thermischen Initiators ansteigt; und

    c) die Polymerisation unter dem Einfluß des thermischen Initiators alleine fortsetzt.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem man die Polymerisation mit Elektronenstrahlung initiiert.
  8. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem man die Polymerisation mit UV-Strahlung initiiert und als Füllstoff Aluminiumtrihydrat einsetzt.
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