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Dokumentenidentifikation DE60101753T2 14.10.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0001132008
Titel Aus Sojabohnen hergestelltes Nahrungsmittel und Herstellungsverfahren
Anmelder Sanko Corporation, Osaka, JP
Erfinder Kagawa, Masaru, Osaka, JP;
Shioaki, Koichiro, Osaka, JP;
Tsuchiya, Rumi, Osaka, JP;
Hayashi, Noriaki, Osaka, JP;
Mitani, Takahiko, Osaka, JP
Vertreter Strehl, Schübel-Hopf & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60101753
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 07.03.2001
EP-Aktenzeichen 011053394
EP-Offenlegungsdatum 12.09.2001
EP date of grant 14.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.10.2004
IPC-Hauptklasse A23J 3/16
IPC-Nebenklasse A23L 1/20   A23J 3/22   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein aus Sojabohnen hergestelltes Nahrungsmittel, das reich an den Nährstoffen der Sojabohne ist und das für Nutzer jeden Alters leicht zu verzehren ist, sowie ein Verfahren zum Herstellen dieses Nahrungsmittels.

STAND DER TECHNIK

In den letzten Jahren ist die Forschung hinsichtlich der Inhaltsstoffe der Sojabohne weltweit erheblich vorangekommen. Es ist zum Beispiel bekannt, daß das Eiweiß der Sojabohne eine das Plasma-Cholesterin herabsetzende und den Blutdruck senkende Wirkung hat. Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Verwendung von gesundheitlichen Hinweisen auf die Verbindung zwischen dem Sojaprotein und einem verringerten Risiko für koronare Herzerkrankungen (CHD) auf den Etiketten von Nahrungsmitteln und bei der Bezeichnung von Nahrungsmitteln genehmigt. Außerdem wird berichtet, daß die in der Sojabohne enthaltenen Isoflavone ernsthafte Erkrankungen wie Brustkrebs, Prostatakrebs, Osteoporose und Klimakteriumsbeschwerden verhindern können. Die Aufnahme von Sojabohnenprotein ist daher zur Aufrechterhaltung der Gesundheit unverzichtbar, und die Sojabohne gewinnt internationale Aufmerksamkeit.

Bisher haben industriell hergestellte Nahrungsmittel, die Sojabohnenprotein enthalten, die Form eines Pulvers oder Granulats, das in der Regel in Wasser oder Milch aufgelöst wird, damit es der Nutzer leicht einnehmen kann. Alternativ wurden die Nahrungsmittel oft als Kochzutaten verwendet. Auf jeden Fall konnte man kaum sagen, daß die pulver- oder granulatförmigen Nahrungsmittel mit Sojabohnenprotein gut schmecken.

Außerdem gibt es als industriell hergestellte Nahrungsmittel, die Sojabohnenprotein enthalten, tablettenartige Leichtmahlzeiten wie Snacks, Kräcker, Plätzchen und Kekse, Gefriergetrocknetes undsoweiter. Beim Essen dieser Nahrungsmittel hat der Nutzer jedoch oft ein schlechtes Eßgefühl, da die Nahrungsmittel den meisten Speichel im Mund absorbieren. Hinsichtlich des Eßgefühls und der Löslichkeit der Nahrungsmittel im Mund werden daher die Nutzer mit den vorhandenen industriellen Nahrungsmitteln aus der Sojabohne nicht zufriedengestellt.

Zum Beispiel beschreibt die japanische Patent-Vorveröffentlichung [Kokai] Nr. 11-9176 ein Verfahren zum Herstellen von gebackenen Süßwaren durch das Backen eines Teigs aus einem Material, das Sojabohnenprotein, Tapiokastärke und Trehalose enthält. Die gebackenen Süßwaren enthalten jedoch nur eine kleine Menge an Sojabohnenprotein. Außerdem läßt sich eine thermische Denaturierung des Sojabohnenproteins nicht vermeiden, da der Teig bei einer hohen Temperatur von z.B. etwa 180°C gebacken wird.

Die japanische Patentveröffentlichung [Kokoku] Nr. 2729323 (WO 89/06908) beschreibt andererseits ein Verfahren zum Herstellen eines Nahrungsmittels mit einem hohen Proteingehalt. Bei diesem Verfahren wird ein Proteinmaterial, das pflanzliches Protein wie Mehlproteinpulver und Sojabohnenproteinpulver oder eine Mischung aus pflanzlichem und tierischem Protein enthält, mit einem Getreide- und/oder Kartoffelpulver wie Maispulver, Mehl, Kartoffelpulver oder Reispulver im Beisein von Wasser vermischt, um einen Teig zu erhalten, wobei der Teig dann unter einem verringerten Druck getrocknet wird. Da es jedoch wichtig ist, außer dem Proteinmaterial auch das Getreide- und/oder Kartoffelpulver zu verwenden, ist der Gehalt an Sojabohnenprotein im Nahrungsmittel auch hier nicht ausreichend.

Angesichts dieser Tatsachen ist es ein Anliegen der vorliegenden Erfindung, ein aus Sojabohnen hergestelltes Nahrungsmittel zu schaffen, das reich an Material ist, das aus Sojabohnen gewonnen wird, das das ein knuspriges Eßgefühl erzeugt und gut schmeckt, und das für Nutzer jeden Alters leicht einzunehmen ist.

Diese Aufgabe wird mit dem Sojabohnen-Nahrungsmittel nach Patentanspruch 1 und dem Verfahren nach Patentanspruch 3 gelöst.

Erfindungsgemäß wird somit durch Trocknen eines Teigs aus einer Mischung aus einem aus Sojabohnen gewonnenen Material, Würzmittel und Wasser unter einem verringerten Druck von 0,1 kPa bis 10 kPa ein aus Sojabohnen hergestelltes Nahrungsmittel geschaffen. Das aus Sojabohnen gewonnene Material enthält 65 Gew.-% oder mehr an isoliertem Sojabohnenprotein und zusätzlich zu dem isolierten Sojabohnenprotein 10 bis 30 Gew.-% an Sojabohnen-Saccharid, 5 bis 15 Gew. % an Sojabohnen-Rohfaser und 1 bis 9 Gew.-% an Sojabohnen-Lecithin.

Vorzugsweise beträgt der Feuchtigkeitsgehalt des Sojabohnen-Nahrungsmittels 4 Gew. % oder weniger.

Außerdem wird vorzugsweise das Trocknen bei einer Temperatur von 50°C bis 90°C durchgeführt.

Diese und andere Aufgaben und Vorteile gehen aus der folgenden genauen Beschreibung und den folgenden Beispielen der Erfindung hervor.

GENAUE ERLÄUTERUNG DER ERFINDUNG

Das Sojabohnen-Nahrungsmittel der vorliegenden Erfindung enthält als Hauptbestandteil ein aus Sojabohnen gewonnenes Material sowie eine geringe Menge an Würzmittel und weist ein knuspriges Eßgefühl und einen guten Geschmack auf. Das Sojabohnen-Nahrungsmittel wird durch Kneten einer Mischung aus dem aus Sojabohnen gewonnenen Material und dem Würzmittel unter Beisein von Wasser zum Erhalten eines Teigs und Trocknen des Teigs unter einem verringerten Druck von 0,1 kPa bis 10kPa hergestellt.

Das aus Sojabohnen gewonnene Material, das bei der vorliegenden Erfindung verwendet wird, umfaßt isoliertes Sojabohnenprotein, Sojabohnen-Saccharid, Sojabohnen-Rohfaser und Sojabohnen-Lecithin. Das bei der vorliegenden Erfindung verwendete Würzmittel kann wahlweise aus den herkömmlichen Gewürzen und den chemischen Gewürzmitteln ausgewählt werden. Zum Beispiel ist es möglich, ein Protein-Hydrolysat (tierisches Protein, pflanzliches Protein) zu verwenden, das aus einer Verbindung besteht, die durch Hydrolysieren von Protein erhalten wird, oder einen Hefeextrakt, einen Fleischextrakt (Rindfleisch, Huhn, Schweinefleisch), einen Fischextrakt (Thunfisch, Shrimp, Krabbe, Muschel und dergleichen), einen pflanzlichen Extrakt (Seetang, Shiitake), ein chemisches Würzmittel wie Natriumglutamat, Natriuminosinat oder Natriumguanylat, Saccharide (Zucker, flüssigen Glukose-Fruktose-Zucker, Glukose, Fruktose), Zuckeralkohol (Maltitol, Erythritol und dergleichen), Oligosaccharide (Galakto-Oligosaccharid, Frukto-Oligosaccharid und dergleichen), ein Süßmittel mit einem hohen Zuckergehalt (Lakritzeextrakt, Natrium-Glycyrrhinzinat, Stevia, diätetischer Süßstoff und dergleichen), saure Würzmittel wie Zitronensäure, Fumarsäure und Apfelsäure, salzige Würzmittel wie Salz und Kaliumchlorid. Natürlich kann auch eine Mischung aus wenigstens zwei oder mehr dieser Würzmittel verwendet werden.

Um den Teig zu erhalten, können die entsprechenden Mengen des aus Sojabohnen gewonnenen Materials, Würzmitteln und Wasser geeignet bestimmt werden, um das gewünschte Eßgefühl, den guten Geschmack und die Löslichkeit im Mund des Nutzers des hergestellten Sojabohnen-Nahrungsmittels zu erhalten. Zum Beispiel beträgt die Menge an isoliertem Sojabohnenprotein 65 Gew.-% oder mehr, vorzugsweise 65 bis 84 Gew.%, noch besser 65,5 bis 72,5 Gew. % bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels.

Die Menge an Sojabohnen-Saccharid beträgt bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 10 bis 30 Gew. % und vorzugsweise 10 bis 15 Gew.-%. Die Menge an Sojabohnen-Rohfaser beträgt bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 5 bis 15 Gew. % und vorzugsweise 7,5 bis 12,5 Gew. %.

Die Menge an Sojabohnen-Lecithin beträgt bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 1 bis 9 Gew. % und vorzugsweise 3 bis 7 Gew. %. Mit diesen Mengen für das aus Sojabohnen gewonnene Material ergibt sich der Vorteil eines stabil industriell herzustellenden Sojabohnen-Nahrungsmittels mit einem ausgewogenen Gehalt an Nährstoffen und einem knusprigen Eßgefühl. Außerdem ist es möglich, den Teig für das Sojabohnen-Nahrungsmittel leicht herzustellen, der gut formbar ist, ohne daß Mehl und Öle hinzugefügt werden müssen.

Vorzugsweise beträgt die Menge an Würzmittel bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 0,01 bis 20 Gew. %, besser noch 0,01 bis 10 Gew.-%. Wenn die Menge unter 0,01 Gew. % liegt, kann der Geschmack des Sojabohnen-Nahrungsmittels schlecht sein. Wenn die Menge über 20 Gew.-% liegt, kann das Sojabohnen-Nahrungsmittel leicht den für die Sojabohne typischen Geschmack verlieren.

Vorzugsweise beträgt die Menge an Wasser bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 80 bis 120 Gew. %, besser noch 100 Gew.-%. Mit einer solchen Menge ist es möglich, gute Teigeigenschaften einschließlich der Formbarkeit des Teigs und der Gleichmäßigkeit zu erreichen.

Gegebenenfalls kann der Teig in eine gewünschte Form gebracht werden. Zum Beispiel kann der Teig in eine Plattenform mit einer Größe von 20 bis 45 mm (Breite) × 40 bis 90 mm (Länge) × 2 bis 8 mm (Dicke) gebracht werden. Im Falle eines mundgerechten Sojabohnen-Nahrungsmittels, das leicht zu essen ist, wird der Teig vorzugsweise in eine Plattenform mit einer kompakten Größe von 20 bis 23 mm (Breite) × 40 bis 45 mm (Länge) × 3 bis 4 mm (Dicke) gebracht. Außerdem wird vorzugsweise eine Anzahl von Entlüftungslöchern mit etwa 1 mm Durchmesser gleichmäßig im Teig ausgebildet. Die Ausbildung von Entlüftungslöchern verhindert eine übermäßige Ausdehnung des Sojabohnen-Nahrungsmittels im unten erläuterten Trockenschritt und ergibt ein gutes Erschienungsbild für das Sojabohnen-Nahrungsmittel. Zum Beispiel können 6 bis 10 Entlüftungslöcher im Teig ausgebildet werden.

Dann wird der Teig, der die gewünschte Form hat, unter einem verringerten Druck von 0,1 kPa bis 10 kPa und vorzugsweise 0,133 kPa, bei dem kein Gefrieren erfolgt, bis 6,67 kPa (1 bis 50 Torr) getrocknet, um das Sojabohnen-Nahrungsmittel zu erhalten. Der genannte Druckbereich für den Trockenschritt ist wichtig, um das erfindungsgemäße Sojabohnen-Nahrungsmittel zu erhalten. Wenn der Teig an Luft gebacken wird, läßt sich die Feuchtigkeit im Teig nur schwer verdampfen, da das Sojabohnenprotein für Wasser hohe Absorptionseigenschaften aufweist. Im Ergebnis wird ein Sojabohnen-Nahrungsmittel mit einer verbrannten Außenseite und einer nur halb durchgebackenen Innenseite erhalten. Wenn der Teig bei Atmosphärendruck getrocknet wird, besitzt das Sojabohnen-Nahrungsmittel ein extrem hartes Eßgefühl. Wenn der Teig mittels Vakuum-Gefriertrocknen getrocknet wird, weist das Sojabohnen-Nahrungsmittel eine poröse Struktur, ein übermäßig weiches Eßgefühl und eine schlechte Löslichkeit im Mund auf.

Wenn der Trockenschritt im obigen Bereich verringerten Drucks ausgeführt wird und insbesondere im Bereich von 0,133 kPa bis 6,67 kPa, ist es möglich, ein Sojabohnen-Nahrungsmittel mit einem knusprigen Eßgefühl und einer guten Löslichkeit im Mund zu erhalten. Außerdem wird der Trockenschritt vorzugsweise ausgeführt, bis der Feuchtigkeitsgehalt des Sojabohnen-Nahrungsmittels bei 4 Gew.-% oder darunter liegt. In diesem Fall ist es möglich, ein Sojabohnen-Nahrungsmittel mit einem knusprigen Eßgefühl, der richtigen Härte und einer ausgezeichneten Löslichkeit im Mund zu erhalten.

Die Trockentemperatur kann zwar geeignet bestimmt werden, vorzugsweise wird der Teig jedoch bei einer Temperatur von 50 bis 90°C unter dem verringerten Druck getrocknet. Wenn die Trocknungstemperatur unter 50°C liegt, kann das knusprige Gefühl des Sojabohnen-Nahrungsmittels leiden. Wenn andererseits die Trocknungstemperatur mehr als 90°C beträgt, besteht die Möglichkeit, daß ein Sojabohnen-Nahrungsmittel mit verbrannter Außenseite erhalten wird. Als Heizeinrichtung kann zum Beispiel ein herkömmlicher Vakuumtrockner mit einer elektrischen Heizung verwendet werden.

Die Trocknungszeit kann wie oben angegeben gemäß dem Feuchtigkeitsgehalt des Sojabohnen-Nahrungsmittels bestimmt werden. Außerdem hängt die Trocknungszeit von der Dicke des Teigs ab. Der Trockenschritt kann zum Beispiel für etwa 2 bis 5 Stunden ausgeführt werden.

Wie sich aus dem obigen ergibt, wird, da das erfindungsgemäße Sojabohnen-Nahrungsmittel ein knuspriges Eßgefühl, einen guten Geschmack und eine gute Löslichkeit im Mund aufweist, es vorzugsweise von Nutzern jeden Alters als Gesundheitskost (als Nahrungsmittel mit einer bestimmten Funktion) oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Das Sojabohnen-Nahrungsmittel ist reich an Material, das aus Sojabohnen gewonnen wird, und daher wirksam bei der Verhinderung von verschiedenen Krankheiten wie Brustkrebs, Prostatakrebs, Osteoporose, Klimakteriumsbeschwerden und Herzbeschwerden. Es wird angenommen, daß der Effekt der Verhinderung von Herzbeschwerden hoch ist, wenn das aus Sojabohnen gewonnene Material 65 Gew. % oder mehr an isolierten Sojabohnen enthält.

BEISPIELE 1 BIS 17

In jedem der Beispiele 1 bis 17 wurde gemäß den in den Tabellen 1 und 2 angegebenen Mengen eine Pulvermischung aus einem aus Sojabohnen gewonnenen Material und Würzmitteln hergestellt. Bei dem aus Sojabohnen gewonnenen Material bildet isoliertes Sojabohnenprotein den Hauptbestandteil, weitere Bestandteile sind Sojabohnen-Saccharid, Sojabohnen-Rohfaser und/oder Sojabohnen-Lecithin. Als Würzmittel wurden kleine Mengen an Hefeextrakt und Salz verwendet.

Dann wurde das Wasser und die Hälfte der Pulvermischung in einen Mixer gegeben. Die Menge an Wasser war im wesentlichen gleich dem Gesamtgewicht der Pulvermischung. Die Mischung aus dem Wasser und der Hälfte der Pulvermischung wurde für 1 Minute bei 110 Umdrehungen pro Minute des Mixers geknetet. Dann wurde der Rest der Pulvermischung in den Mixer gegeben, und es wurde wieder für 1 Minute bei 110 Upm geknetet, um den Teig zu erhalten.

Mit Hilfe eines Teigrollers wurden Platten aus dem Teig mit der Größe 23 mm × 45 mm × 4 mm (Dicke) geformt. Außerdem wurden acht Löcher mit etwa 1 mm Durchmesser gleichmäßig in die Teigplatte eingebracht. Die Teigplatten wurden auf einen Gitterträger gelegt und dann unter einem verringerten Druck von etwa 0,8 kPa (= 6 Torr) bei einer Temperatur von etwa 80°C in einem herkömmlichen Vakuumtrockner getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt im Teig bei 4 Gew. % oder darunter lag. In diesen Beispielen betrug die Trocknungszeit etwa 3,5 Stunden.

Die Sojabohnen-Nahrungsmittel der Beispiele wurden hinsichtlich der Formbarkeit des Teiges, des Geschmacks und des Eßgefühls von zufällig ausgewählten fünfzehn Personen bewertet. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 gezeigt, wobei die Beispiele außerhalb der beanspruchten Zusammensetzungsbereiche zu Vergleichszwecken dienen.

Wie sich aus den Tabellen 1 und 2 ergibt, zeigen die erfindungsgemäßen Beispiele allgemein ein gutes, knuspriges Eßgefühl und haben einen guten Geschmack. Außerdem zeigen die Ergebnisse, daß die Sojabohnen-Nahrungsmittel (die Beispiele 4 bis 6 und 11 bis 13) mit 7,5 bis 12,5 Gew.% Sojabohnen-Rohfaser und 3,0 bis 7,0 Gew.-% Sojabohnen-Lecithin in allen Bewertungspunkten ausgezeichnet abschneiden.

BEISPIELE 18 BIS 23 UND VERGLEICHSBEISPIELE 1 BIS 4

In diesen Beispielen und Vergleichsbeispielen wurde eine wie im Fall des Beispiels 5 hergestellte Teigschicht verwendet, der Schritt des Trocknens der Teigschicht wurde jedoch unter anderen Bedingungen ausgeführt, wie es in der Tabelle 3 gezeigt ist. Das heißt, die Trocknungsschritte der Beispiele 18 bis 23 wurden in einem Druckbereich von 0,133 kPa bis 6,67 kPa ausgeführt. Der Trocknungsschritt des Vergleichsbeispiels 1 wurde unter 13,3 kPa im Vakuumtrockner ausgeführt. Der Trocknungsschritt des Vergleichsbeispiels 2 wurde unter 0,0133 kPa in einem Gefriertrockner ausgeführt. Der Trocknungsschritt des Vergleichsbeispiels 3 wurde unter 101,3 kPa mittels Heißlufttrocknen ausgeführt. Der Trocknungsschritt des Vergleichsbeispiels 4 wurde unter 101,3 kPa mittels herkömmlichen Backen ausgeführt.

Die Sojabohnen-Nahrungsmittel der Beispiele und Vergleichsbeispiele wurden hinsichtlich dem Eßgefühl, der Löslichkeit im Mund und dem Geschmack von zufällig ausgewählten fünfzehn Personen bewertet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle 3 gezeigt.

Wie der Tabelle 3 zu entnehmen ist, ergaben die Beispiele 18 bis 23, bei denen im erfindungsgemäßen Druckbereich vakuumgetrocknet wurde, Sojabohnen-Nahrungsmittel mit einem besseren Eßgefühl, einer besseren Löslichkeit im Mund und einem besseren Geschmack als das Vergleichsbeispiel 1, in dem das Vakuumtrocknen außerhalb des erfindungsgemäßen Druckbereiches erfolgte, und als die Vergleichsbeispiele 2 bis 4, bei denen andere Trockenmethoden als das Vakuumtrocknen angewendet wurden. Insbesondere sind die Sojabohnen-Nahrungsmittel in allen bewerteten Punkten ausgezeichnet (Beispiele 20, 21), wenn das Vakuumtrocknen unter 0,667 kPa oder 0,933 kPa (5 bzw. 7 Torr) ausgeführt wurde. Bei der Anwendung der Heißlufttrocknung ist das Sojabohnen-Nahrungsmittel extrem schlecht im Eßgefühl. Bei der Anwendung des Gefriertrockners ist das Sojabohnen-Nahrungsmittel zwar nicht schlecht im Geschmack, aber sowohl das Eßgefühl als auch die Löslichkeit im Mund sind schlecht. Mit dem herkömmlichen Backen werden in allen Bewertungspunkten schlechte Ergebnisse erhalten.

Die vorliegende Erfindung zeigt damit einen Erfolg in der Entwicklung eines Sojabohnen-Nahrungsmittels, das reich ist an aus Sojabohnen gewonnenen Material, das ein knuspriges Eßgefühl ergibt und gut schmeckt, obwohl die Menge an Würzmitteln minimal ist. Mit dem erfindungsgemäßen Sojabohnen-Nahrungsmittel können die Nutzer (Verbraucher) jeden Alters leicht und wirkungsvoll die Nährstoffe der Sojabohne zu sich nehmen. Insbesondere wird das Sojabohnen-Nahrungsmittel mit 65 Gew. % oder mehr an isoliertem Sojabohnenprotein als Gesundheitsnährkost zum Verhindern verschiedener Krankheiten wie Brustkrebs, Prostatakrebs, Osteoporose, Klimakteriumbeschwerden und Herzbeschwerden betrachtet.


Anspruch[de]
  1. Sojabohnen-Nahrungsmittel, das durch Trocknen eines Teigs einer Mischung aus einem aus Sojabohnen gewonnenen Material, das isoliertes Sojabohnen-Protein, Sojabohnen-Rohfasern, Sojabohnen-Lecithin und Sojabohnen-Saccharid enthält, sowie einem Würzmittel und Wasser unter einem verringerten Druck von 0,1 kPa bis 10 kPa hergestellt wird,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    die Menge des isolierten Sojabohnen-Proteins bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 65 Gew.-% oder mehr beträgt,

    die Menge an Sojabohnen-Rohfasern bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 5 bis 15 Gew. % beträgt,

    die Menge des Sojabohnen-Lecithins bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 1 bis 9 Gew. % beträgt, und daß

    die Menge des Sojabohnen-Saccharids bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 10 bis 30 Gew.% beträgt.
  2. Sojabohnen-Nahrungsmittel nach Anspruch 1, dessen Feuchtigkeitsgehalt 4 Gew. % oder weniger beträgt.
  3. Verfahren zur Herstellung eines Sojabohnen-Nahrungsmittels mit den Schritten:

    Kneten einer Mischung aus einem aus Sojabohnen gewonnenen Material, das isoliertes Sojabohnen-Protein, Sojabohnen-Rohfasern und Sojabohnen-Lecithin enthält, sowie einem Würzmittel in Gegenwart von Wasser, um einen Teig zu erhalten, wobei die Menge des isolierten Sojabohnen-Proteins bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 65 Gew. % oder mehr, die Menge an Sojabohnen-Rohfasern bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 5 bis 15 Gew.-% und die Menge des Sojabohnen-Lecithins bezüglich des Gesamtgewichts des aus Sojabohnen gewonnenen Materials und des Würzmittels 1 bis 9 Gew.-% beträgt, und

    Trocknen des Teigs unter einem verringerten Druck von 0,1 kPa bis 10 kPa, um das Sojabohnen-Nahrungsmittel zu erhalten.
  4. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Trocknungsschritt durchgeführt wird, bis der Feuchtigkeitsgehalt des Sojabohnen-Nahrungsmittels 4 Gew.-% oder weniger erreicht.
  5. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Trocknungsschritt über zwei bis fünf Stunden durchgeführt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Trocknungsschritt unter einem verringerten Druck von 0,133 kPa bis 6,67 kPa durchgeführt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei der Trocknungsschritt bei einer Temperatur von 50°C bis 90°C durchgeführt wird.
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