PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69632641T2 14.10.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000865193
Titel VERFAHREN ZUM RETUSCHIEREN VON FOTOS UND DAZU VERWENDETES MATERIAL
Anmelder Aoki, Akira, Kawasaki, Kanagawa, JP;
Tanioka, Akihiko, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Aoki, Akira, Kawasaki, Kanagawa, JP;
Tanioka, Akihiko, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter WUESTHOFF & WUESTHOFF Patent- und Rechtsanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69632641
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.11.1996
EP-Aktenzeichen 969393156
WO-Anmeldetag 27.11.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/JP96/03473
WO-Veröffentlichungsnummer 0097020428
WO-Veröffentlichungsdatum 05.06.1997
EP-Offenlegungsdatum 16.09.1998
EP date of grant 02.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.10.2004
IPC-Hauptklasse H04N 1/387
IPC-Nebenklasse H01L 21/304   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES FACHGEBIET

Die vorliegende Erfindung befasst sich mit einem verbesserten Verfahren zum Korrigieren einer Fotografie durch Abtasten der Fotografie und Speichern derselben in einem Computer als digitale Daten, Korrigieren und Speichern des Bilds auf dem Monitor anhand von Operationen mit Hilfe des Computers und sodann Anfertigen einer korrigierten Fotografie aus den korrigierten digitalen Daten sowie mit Materialien, die allein zur effizienten Ausführung dieser Aufgabe verwendet werden.

TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND

Beim Entwickeln und Verarbeiten eines fotografischen Films zwecks Anfertigung eines Abzugs korrigieren sowohl professionelle Fotografen als auch nichtprofessionelle Fotografen bei Bedarf die Fotografie mit Hilfe von Filtern, durch Einstellung der Druckzeit usw. GB-A-900904 beispielsweise beschreibt Folien zum Retuschieren von Fotografien. Diese Korrekturaufgabe bestand im Wesentlichen darin, die Farbe des Bilds zu justieren, die Helligkeit zu korrigieren und gelegentlich die Schärfe des Bilds zu korrigieren. Die rapiden Fortschritte, die in der Technologie der computergestützten Bildverarbeitung in jüngerer Zeit gemacht wurden, hatten allerdings eine starke Auswirkung auf die Korrektur von Fotografien, wie sie in der Vergangenheit vorgenommen wurden, und haben zu revolutionären Fortschritten bei der Korrektur von Fotografien geführt. Sie haben den Bereich der Nutzung von Fotografien auf Bereiche ausgedehnt, zu denen zuvor ein Zugang unmöglich war, wie etwa Gemälde, und haben stark zur Verbesserung der Arbeitseffizienz und -qualität in Gebieten wie Werbung und Architektur beigetragen, in denen Fotografien bereits aktiv eingesetzt wurden. Es ist zu erwarten, dass die Computerbildverarbeitung als innovative Technologie auch im Bereich der allgemeinen dokumentarischen Fotografie von nichtprofessionellen Fotografen eingesetzt werden wird.

Die Computerbildverarbeitung ist beispielsweise von Computern wohlbekannt, welche von Macintosh in den USA entwickelt werden und zusammen mit Software von Adobe Systems Inc. verwendet werden. Bei Einbeziehung aller Peripheriegeräte werden die Systemkosten jedoch beträchtlich hoch. Bei Berücksichtigung der Kapitalkosten, die erforderlich sind, um eine hohe Qualität der korrigierten Fotografien zu gewährleisten, empfindet es der gemeine Fotograf als unmöglich, die Gerätschaften zu erwerben und die Technologie unmittelbar zu nutzen.

Ferner ist beim Versuch, die Computerbildverarbeitung zur tatsächlichen Korrektur von Fotografien anzuwenden, in Anbetracht der erforderlichen Zeit und folglich der erheblichen Kosten leicht zu verstehen, dass es in der Tat hohe Schranken bei der Verwendung dieser Technologie für die Korrektur des Tons und der Komposition einer Fotografie gibt. Auf der anderen Seite ist es bekannt, Farben quantitativ anhand eines Farbwertdiagramms oder des RGB-Systems oder des YMCK-Systems auszudrücken, wobei aber ohne Übertreibung gesagt werden kann, dass, wenn überhaupt, nur wenige aus diesen quantitativen Angaben beurteilen können, wie sich eine Farbe letztendlich darstellen wird, wenn sie mit dem bloßen Auge gesehen wird. Im Fall der oben angesprochenen Computerbildverarbeitung wird die Aufgabe ausgeführt, während die Farbänderungen der in den Computer eingelesenen und auf dem Monitor angezeigten Fotografie mit dem bloßen Auge überprüft werden, sodass das Problem hier gelöst werden kann. Wenn aber die Person, die die Korrektur einer Fotografie wünscht, und die Person, die die Computerbildverarbeitung tatsächlich vornimmt, unterschiedlich sind, speziell dann, wenn die Korrektur einer Fotografie einer professionellen Bildverarbeitungsfirma (dritte Partei) anvertraut wird, besteht das Problem, wie die Korrekturaufgabe zu benennen ist, wenn man die Arbeit der Computerbildverarbeitungsfirma nicht unmittelbar unterstützen kann.

Ein Beispiel der Farbbearbeitung mittels eines Computers ist in JP-A-04-145764 gegeben.

MITTEILUNG DER ERFINDUNG

Zur Lösung obigen Praxisproblems ist eine Zielsetzung der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, um die Arbeitseffizienz beim Einsatz der Computerbildverarbeitung für die Korrektur einer Fotografie wesentlich zu steigern und hierdurch die leichte Nutzbarmachung der besseren Ergebnisse der Computerbildverarbeitung und der Materialien zu ermöglichen, die allein zur tatsächlichen Ausführung dieses Verfahrens verwendet werden.

Erfindungsgemäß ist ein Verfahren vorgesehen wie in Anspruch 1 dargelegt. Somit ist ein Verfahren vorgesehen, um eine Fotografie zu korrigieren, indem die Fotografie abgetastet und sie als digitale Daten in einem Computer gespeichert wird und durch Bedienungsvorgänge an dem Computer eine korrigierte Fotografie angefertigt wird, wobei das Verfahren nicht das Abtasten des ursprünglichen Bilds und Speichern desselben als digitale Daten in dem Computer umfasst, sondern es ein von dem Fotograf selbst korrigiertes Bild abtasten und in dem Computer die durch Abtasten erhaltenen digitalen Daten nach Maßgabe der Farbe oder Komposition des korrigierten Bilds abspeichern kann und beispielsweise weitere Korrekturen an dem auf dem Monitor angezeigten Bild mittels eines bekannten Verfahrens der Computerbildverarbeitung vornehmen kann. Dies ist bei Weitem effizienter als die herkömmliche Vorgehensweise und ermöglicht die Anfertigung einer Fotografie mit einem vom Fotograf gewünschten korrigierten Inhalt mit hoher Genauigkeit. Dies ist die grundlegende technische Idee hinter der vorliegenden Erfindung. Zur Realisierung dieser grundlegenden technischen Idee wird beispielsweise ein Bogen bzw. Blatt eines transparenten Kunststofffilms mit einer Größe vorbereitet, die die Fotografie ausreichend abdecken kann, wobei dieses Blatt an der Bildseite der ursprünglichen Fotografie befestigt wird, um ein zusammengesetztes Bildblatt anzufertigen, mit einem Färbungsgerät gewünschte Korrekturen auf der Oberseite des zusammengesetzten Bildblatt vorgenommen werden, um ein korrigiertes zusammengesetztes Bildblatt anzufertigen, das Bild des korrigierten zusammengesetzten Bildblatts von der Oberfläche des transparenten Blatts her abgetastet und als digitale Daten in einem Computer gespeichert wird, eine bekannte Computerbildverarbeitung eingesetzt wird, um weitere Korrekturen an dem Bild auf dem Monitor vorzunehmen, die korrigierten digitalen Daten in dem Computer gespeichert werden und eine korrigierte Fotografie aus den gespeicherten digitalen Daten mit Hilfe eines bekannten technischen Verfahrens angefertigt wird. Dies sind die Mittel, um die Zielsetzung (Verfahren) der vorliegenden Erfindung zu erreichen.

„Korrektur der Fotografie" beinhaltet hierbei eine teilweise oder vollständige Korrektur der Farben der Fotografie, ein teilweises Ändern oder Löschen der Komposition der Fotografie sowie die Hinzufügung und die Zusammenstellung von Teilen von anderen Fotografien. Die „ursprüngliche Fotografie" kann entweder ein Abzug oder ein Positivfilm sein.

Beim vorstehenden Vorgang zur Korrektur der Fotografie erfordert die Anfertigung des korrigierten zusammengesetzten Bildblatts den transparenten Kunststofffilm zur Abdeckung der Bildseite der ursprünglichen Fotografie sowie Färbungsgeräte zum Malen des korrigierten Bilds auf der Oberfläche. Es wird ein Färbungsmittel benötigt, das den Kunststofffilm nicht deformiert und Farbabstufungen ermöglicht, wie etwa wenn Farbe auf Papier gepinselt wird. Der aus den Zweien bestehende Materialiensatz kann durch Verwendung der Materialien mit den nachstehend erläuterten Ausgestaltungen erhalten werden,

WIRKUNGEN DER ERFINDUNG

Erfindungsgemäß ist es möglich, ein Verfahren für die effiziente und wirkungsvolle Korrektur (Löschung, Hinzufügung oder Korrektur der Farbe von einigen Elementen) eines Bilds mittels Computerbildverarbeitung sowie Materialien zur Verwendung bei diesem Verfahren bereitzustellen.

Ferner ist es erfindungsgemäß möglich, ein Verfahren zur Computerbildverarbeitung bereitzustellen, das eine leichte Bearbeitung einer Anforderung zur Korrektur einer Silbersalzfotografie von einer dritten Partei ermöglicht, die sich an einem mit dem Arbeitsplatz nicht zusammenhängenden Ort befindet, sowie Materialien zur Verwendung bei diesem Verfahren.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die 1A, 1B und 1C sind Ansichten, die die Ausbildung eines zusammengesetzten Bogens erläutern, wobei 1A die Elemente des zusammengesetzten Bildbogens zeigt, nämlich die ursprüngliche Fotografie und das transparente Kunststoffblatt, 1B einen Querschnitt des zusammengesetzten Bildblatts im übereinandergelegten Zustand zeigt und 1C ein korrigiertes zusammengesetztes Bildblatt zeigt;

3 ist ein Flussdiagramm, das einen zweiten grundlegenden Schritt zur Ausführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung zeigt;

4 ist eine Perspektivansicht eines korrigierten zusammengesetzten Bildblatts, das mit Testfarben zur Korrektur von Teilen der Elemente aus den Bestandteilen der ursprünglichen Fotografie markiert ist;

5A und 5B sind Ansichten eines weiteren Beispiels der Verwendung der Färbungsmaterialien gemäß der vorliegenden Erfindung für die Fotografie einer Schale mit Früchten, wobei 5A eine ursprüngliche Fotografie zeigt und 5B eine gemäß der vorliegenden Erfindung angefertigte digitale Fotografie zeigt;

6A und 6B sind Ansichten zur Erläuterung eines weiteren Beispiels der Verwendung der Färbungsmaterialien gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei 5A eine ursprüngliche Fotografie und 5B eine gemäß der vorliegenden Erfindung angefertigte digitale Fotografie zeigt; und

7 ist ein Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines zur Ausführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung verwendeten Fotografiekorrekturbogens.

DETALLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die Ausgestaltung und die Wirkungen der vorliegenden Erfindung werden nachstehend anhand der folgenden Beispiele in näherer Einzelheit erläutert. Diese Erläuterung teilt sich in zwei Teile; Teil 1 (Verfahren der vorliegenden Erfindung) und Teil 2 (Materialien, die für das Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden).

Teil 1 (Verfahren der vorliegenden Erfindung) Beispiel 1 (siehe 1A1C)

Mit der Zielsetzung, die Farbe des den Hintergrund in einem schränkchengroßen Abzug einer Fotografie des Bergs Fuji bildenden Himmels in ein bestimmtes dunkles Marineblau zu korrigieren, wie in 1A gezeigt, wurde ein aus 50 &mgr;m dickem Polyvinylalkoholharz gefertigtes transparentes Blatt (2) einer zur Überdeckung des schränkchengroßen Abzugs (1) hinreichenden Größe über den Abzug (1) in fester Weise gelegt, um die Fotografie abzudecken und auf diese Weise das in 1B gezeigte zusammengesetzte Bildblatt (3) anzufertigen. Wie in 1C gezeigt, wurde der den Hintergrundteil des Bergs Fuji bildende Bereich (1a) des Himmels auf der Oberfläche des transparenten Blatts (2) mit einer Wasserfarbe gefärbt, um ihn nach der gewünschten Farbe zu korrigieren, was den korrigierten Farbbereich (2a) ergab. Auf diese Weise wurde das korrigierte zusammengesetzte Bildblatt (3a) angefertigt. Die Bildseite des korrigierten zusammengesetzten Bildblatts (3a) wurde mittels bekannter Bildverarbeitung abgetastet und als digitale Daten in einem Computer gespeichert. Die Farbe und Komposition des auf Grundlage der gespeicherten Daten auf dem Monitor angezeigten Bilds wurde feinjustiert, die korrigierten digitalen Daten wurden in dem Computer gespeichert, und eine korrigierte digitale Fotografie wurde dann anhand der korrigierten digitalen Daten mittels eines bekannten Verfahrens angefertigt. Das „bekannte Verfahren", auf das hier Bezug genommen wird, ist beispielsweise das Verfahren, das die von der oben erwähnten amerikanischen Firma entwickelte Computerbildverarbeitungstechnologie verwendet, genauer beispielsweise das im Einzelnen in Adobe Photoshop 3.0J (eingetragenes Handelszeichen) beschriebene Verfahren zur Bildbearbeitung.

Die Schritte dieses Vorgangs sind in dem Flussdiagramm der 3 gezeigt.

Beispiel 2 (siehe 4)

Shinji Murase aus der Stadt Monbetsu auf Hokkaido ist ein berühmter Maler von Eisbergen. Wie wohlbekannt ist, sind zahlreiche Fotografen zu Fotoaufnahmen zur Okhotsk-Küste von Hokkaido gereist, um Fotografien der in Murases Bildern dargestellten traumhaften Eisberge aufzunehmen. Die Wetterbedingungen zum Zeitpunkt der Aufnahmen haben freilich einen starken Einfluss auf die Farbe des Gegenstands, sodass es in der Praxis nahezu unmöglich war, dieses Ziel zu erreichen.

Die Computerbildverarbeitung hat es nun allerdings möglich gemacht, Fotografien herzustellen, die dieser Zielsetzung gerecht werden. Zunächst wird eine Fotografie (eines Eisbergs) mit geeigneter Komposition aufgenommen und ein Abzug gemacht. Diese Fotografie wird als Grundlage verwendet. Sodann wird ein aus Polyvinylalkoholharz gefertigter transparenter Film (50 &mgr;m) über die Bildseite des Abzugs in fester Weise gelegt, um einen zusammengesetzten Bildbogen anzufertigen. Danach wird eine Wasserfarbe auf die Oberfläche des Polyvinylalkoholharzfilms aufgebracht, um die Farbe derjenigen Elemente aus den das Bild ausmachenden Elementen zu korrigieren, die eine Korrektur verlangen, und so einen korrigierten zusammengesetzten Bildbogen anzufertigen. Der zusammengesetzte Bildbogen wird abgetastet und in einem Computer als digitale Daten gespeichert, das Bild auf dem Monitor wird weiter im Detail korrigiert und als korrigierte digitale Daten in dem Computer gespeichert, und eine korrigierte Fotografie wird sodann anhand der in dem Computer gespeicherten digitalen Daten angefertigt.

Da die Korrektur der Farbe von Eisbergen eine äußerst anspruchsvolle Tätigkeit ist, ist es auch wirkungsvoll, lediglich Teile (8b, 9b) der zu korrigierenden Bildelemente (8a, 9a), wie in 4 gezeigt, mit den gewünschten Testfarben auf dem zusammengesetzten Bildbogen zu korrigieren, der durch Abdecken der Bildseite einer Fotografie (7a) mit dem obigen transparenten Kunststofffilm (7b) erhalten wird, um so den korrigierten zusammengesetzten Bildbogen (7) bereitzustellen, Korrekturen an den zu korrigierenden Teilen (8b, 9b) des Bilds auf dem Monitor durch Computerbildbearbeitung auf Grundlage der Testfarben des Bilds auf dem Monitor in der Phase der Computerbildbearbeitung vorzunehmen und das korrigierte Monitorbild in dem Computer als digitale Daten zu speichern.

Bei den vorstehenden Beispielen wurde der Fall erläutert, dass die Oberfläche der ursprünglichen Fotografie mit einem transparenten Kunststoffblatt abgedeckt wird, um ein zusammengesetztes Bildblatt bereitzustellen, und Korrekturen an dem transparenten Blatt vorgenommen werden. Selbstverständlich ist es aber möglich, den gleichen Effekt wie in den obigen Beispielen auch dann zu erzielen, wenn die Oberfläche des Korrekturbereichs der ursprünglichen Fotografie mit einem geschmolzenen transparenten Kunststoffmaterial überzogen wird und nach Bildung eines Films des Kunststoffmaterials in diesem Bereich der Film gefärbt wird.

Teil 2 [Zur Ausführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung verwendete Materialien]

Bei den obigen Beispielen 1 und 2 war der für die Korrektur der Fotografie verwendete Kunststofffilmbogen hydrophil und quellfähig. Da eine Wasserfarbe verwendet wurde, war der Farbton des korrigierten Bilds weißlich und bei den Feinkorrekturen des digitalen Bilds traten Schwierigkeiten auf. Wie zuvor erläutert, wurden deswegen Materialien mit speziellen Eigenschaften zur praktischen Anwendung des Computerfotobearbeitungsverfahrens entwickelt. Die grundlegenden technischen Gedanken sind, ein hydrophobes Kunststofffilmblatt als das für die oben angesprochene Fotobearbeitungstechnik verwendete Material zu benutzen und mit diesem Filmblatt Farben zu kombinieren, die hydrophil sind und eine Farbabstufung

TEXT FÄHLT

ben zu kombinieren, die hydrophil sind und eine Farbabstufung ermöglichen. Ferner ist es notwendig, dass die Farbe nicht weißlich wird, nachdem das korrigierte Bild auf das Kunststofffilmblatt gemalt wurde.

Um diese technischen Gedanken zu realisieren, haben die Erfinder verschiedene hydrophobe Kunststofffilmblätter untersucht. Als Ergebnis haben sie gelernt, dass ihre Zielsetzung erreicht werden kann, indem sie zusammen mit einem Färbungsmaterial verwendet werden, das eine Mischung aus einer Farbe umfasst, die ein Pigment oder einen substantiven Farbstoff oder einen anderen Farbstoff enthält, sowie einem oberflächenaktiven Stoff (nachfolgend einfach spezielle Farbe genannt), wie in den folgenden Ausführungsformen erläutert. Darüber hinaus haben sie gelernt, dass die obige Zielsetzung auch erreicht werden kann, indem der oberflächenaktive Stoff auf die Oberfläche des hydrophoben Kunststofffilmblatts aufgebracht wird und eine ein Pigment oder einen substantiven Farbstoff oder einen anderen Farbstoff enthaltende Farbe mit dem oberflächenaktiven Stoff auf der Oberfläche des Kunststofffilmblatts gemischt wird, anstatt den oberflächenaktiven Stoff mit der Farbe im Voraus zu mischen.

Beispiel 3 (siehe 5A und 5B)

5A zeigt einen Abzug einer Silbersalzfotografie (10) einer Anordnung eines Apfels, einer Birne und von Trauben in einer dekorativen Schale, während 5B eine digitale Fotografie 11 zeigt, die durch Computerfotobearbeitung unter Verwendung der Materialien der vorliegenden Erfindung erhalten wurde. In der Silbersalzfotografie (Abzug) (10) der 5A ist die dunkle schwarze Farbe des schattierten Bereichs 12 stark und es war erforderlich, den Farbabgleich mit den Farben der Hauptelemente der Fotografie, also des Apfels, der Birne und der Trauben, zu korrigieren.

Die Oberfläche der Silbersalzfotografie wurde mit einem hydrophoben Kunststofffilmblatt in fester Weise abgedeckt, um einen Korrekturbogen zu bilden. Der schattierte Bereich 12 der Silbersalzfotografie wurde von oben mittels einer das Pigment oder den Farbstoff sowie den oberflächenaktiven Stoff enthaltenden Farbe zu einer vorbestimmten Färbung koloriert, um so den korrigierten Bildbogen bereitzustellen. Dieser korrigierte Bildbogen wurde abgetastet und in dem Computer als digitale Daten gespeichert. Sodann wurde eine die Korrekturen enthaltende digitale Fotografie (11) (5B) mit dem Verfahren der vorliegenden Erfindung angefertigt. Da bei diesem Beispiel ein aus einem Polyesterharz gefertigtes transparentes Blatt verwendet wird, tritt auch beim Färben mit einer Wasserfarbe kein Quellen der Blattoberfläche auf, weswegen das Abtastergebnis gut ist. Da ferner eine handelsüblich erhältliche Farbe verwendet wird, die aus einer Mischung aus einem substantiven Farbstoff und einem oberflächenaktiven Stoff (10 Gew.-%) besteht, sind geeignete Abstufungen möglich und eine hinsichtlich des Farbabgleichs zufriedenstellende Korrektur an einem schattierten Bereich (13) ist möglich. Wird diese Technik nicht eingesetzt und der schattierte Bereich (12) mit der bekannten Computerbildbearbeitungstechnik korrigiert, wird der Vorgang zudem einer des Versuchs und Fehlers, und zur Erzielung eines zufriedenstellenden Resultats ist eine erheblich lange Arbeitszeit erforderlich. Aufgrund der beträchtlichen Arbeitszeitverringerung besteht genügend zeitlicher Freiraum, um zusätzliche Korrekturen an der Fotografie vorzunehmen, beispielsweise in diesem Fall eine zusätzliche Korrektur der Farbe des Apfels, der Birne und der Trauben, und zwar mit bekannten Computerbildbearbeitungstechniken – was die Möglichkeit bietet, eine Fotografie mit viel höherer Ästhetik anzufertigen.

Der prozentuale Anteil des oberflächenaktiven Stoffs, der einen Teil der Farbe bildet, kann 5–30 Prozent in Bezug auf den Farbstoff oder das Pigment betragen. Vom Blickpunkt der Farbabstufungen kann ein besseres Ergebnis mit Hilfe eines Farbstoffs erzielt werden.

Nachfolgend werden Beispiele für die Farbe, den Farbstoff, den oberflächenaktiven Stoff und das Kunststoffblatt gegeben:

Farbe
  • Wasserfarben usw.
Farbstoff
  • Rot

    Kongorot, Orange 11, usw.
  • Blau

    Methylenblau, Chlorazol-Himmelsblau FF, usw.
  • Gelb

    Auramin, Buttergelb, usw.
Oberflächenaktiver Stoff
  • Anionisch

    Primäre Akylsulfatester, Alkylbenzensulfonat, Monoglyzeridsulfatester, usw.
  • Kationisch

    Alkypyridinchlorid, usw.
  • Nichtionisch

    Polyethylenether, usw.
Kunststoffblatt
  • Polyethylenterephthalat, Polycarbonat, Polymethylmethacrylat, Vinylchlorid, Polypropylen, usw.
Beispiel 4 (siehe 6A und 6B)

Japanische Kraniche waren lange Gegenstand von Malereien aufgrund ihrer Seltenheit. Zahlreiche berühmte Gemälde sind herausragend. 6A zeigt einen Silbersalzabzug (15) einer Balzszene von Kranichen, die von einem der vorliegenden Erfinder aufgenommen wurde. Würde hier das Hintergrundwaldstück (16) entfernt und durch ein Schneefeld ersetzt, würde die Arbeit nach herkömmlichen Standards der Kunstbewertung beurteilt ästhetisch wertvoller werden. 6B zeigt die nach Korrektur mit bekannter Computerbildbearbeitung erhaltene digitale Fotografie (17).

In diesem Fall wird mit der bekannten „Stempelwerkzeug"-Methode beträchtliche Zeit für die Bildbearbeitung benötigt. Es treten auch Probleme auf bei der Einstellung des Farbabgleichs mit den anderen Elementen der Fotografie.

Werden im Unterschied hierzu die Materialien gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet, ist es möglich, eine digitale Fotografie (17) gewünschter Qualität äußerst effizient im Vergleich zu dem Fall der bekannten Computerbildbearbeitungstechniken anzufertigen. Hiernach ist zu verstehen, dass die Materialien gemäß der vorliegenden Erfindung äußerst effektiv eingesetzt werden können, wenn eine Person an einem Ort fern von dem Bildbearbeitungsspezialisten eine Korrektur einer Silbersalzfotografie, d. h. einer ursprünglichen Fotografie, durch Computerbildbearbeitung verlangt. Angenommen beispielsweise, dass ein Fotograf vor Ort (Stadt Kushiro) eine solche Bildbearbeitung von einem Spezialisten in einer anderen Stadt als Kushiro anfordert, so ist es fraglich, ob eine einfache Anweisung „Entferne den Wald, der den einfachen Hintergrund bildet, und ersetze ihn mit einem Schneefeld" tatsächlich eine korrigierte Fotografie ergibt, die für den Fotografen akzeptabel ist. Selbst wenn man nur den Farbabgleich zwischen dem den Wald ersetzenden Schneefeld und dem Schneefeld anderer Bereiche betrachtet, ist es klar nicht möglich, die Intention des Fotografen geeignet zu vermitteln.

Demgegenüber ist es durch Verwendung der Materialien der vorliegenden Erfindung zur Anfertigung eines korrigierten zusammengesetzten Bildblatts, wie oben erläutert, und Anfordern einer Korrektur des Bilds bei einem Spezialisten unter Beifügung dieses korrigierten zusammengesetzten Bildblatts nicht nur möglich, zuverlässig eine Fotografie zu erhalten, die so korrigiert ist, wie von der die Anforderung tätigenden Person gewünscht, sondern es ist auch möglich, die Kosten der Bildbearbeitung beträchtlich zu senken.

Beispiel 5 (siehe Beispiel 7)

Im obigen Beispiel 4 war der oberflächenaktive Stoff schon im Voraus in der Farbe enthalten. Es ist allerdings auch möglich, den oberflächenaktiven Stoff im Voraus auf die Oberfläche des hydrophoben Kunststofffilmblatts aufzutragen und den oberflächenaktiven Stoff auf dem hydrophoben Kunststofffilmblatt mit der Farbe zu vermischen.

7 ist eine Querschnittsansicht eines korrigierten zusammengesetzten Bildblatts (20), welches aus einer Silbersalzfotografie (18) besteht, die auf der Bildseite in fester Weise mit einem hydrophoben Kunststofffilmblatt (19) überdeckt ist. Auf der Oberfläche des hydrophoben Kunststofffilmblatts (19) ist eine oberflächenaktive Schicht (21) gebildet, die durch Auftragen und Trocknen eines oberflächenaktiven Stoffs erhalten wurde. Im Fall dieses Beispiels wird als Farbe eine Farbe verwendet, die aus einem gewöhnlichen Pigment oder Farbstoff besteht und keinen oberflächenaktiven Stoff enthält. Wenn die in Wasser gelöste Farbe auf das hydrophobe Kunststofffilmblatt (19) gepinselt wird, löst die Farbe die oberflächenaktive Schicht (21) auf und die Farbe und der oberflächenaktive Stoff mischen sich, sodass es möglich ist, das Kunststofffilmblatt (19) auch unter Verwendung einer gewöhnlichen, keinen oberflächenaktiven Stoff enthaltenen Farbe zu färben. Indem der Pinsel auf dem Bogen mehrere Male hin- und hergerieben wird, ist es außerdem möglich, die Farbe und den oberflächenaktiven Stoff gut zu vermischen.

Bei der vorstehenden Erläuterung der Beispiele waren die Zeichnungen, auf die Bezug genommen wurde, Farbfotografien, d. h. Silbersalzfotografien, sowie digitale Fotografien, die der Einfachheit halber in Schwarz/Weiß-Zeichnungen umgewandelt wurden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Korrigieren einer Fotografie, umfassend die Schritte:

    (i) Anfertigen eines zusammengesetzten Bildblatts, welches aus der ein ursprüngliches Bild darstellenden Fotografie (1) sowie einem über selbige in einem festen Zustand gelegten transparenten Blatt (2) besteht,

    (ii) Anfertigen eines korrigierten zusammengesetzten Bildblatts mit einem zusammengesetzten Bild unter Verwendung eines Färbungsmaterials, um gewünschte Korrekturen an dem ursprünglichen Bild auf dem transparenten Blatt (2) vorzunehmen,

    (iii) Abtasten des zusammengesetzten Bilds des korrigierten zusammengesetzten Bildblatts und Speichern desselben als digitale Daten in einem Computer,

    (iv) Anzeigen der digitalen Daten als Bild auf einem an den Computer angeschlossenen Monitor,

    (v) Überprüfen des Ergebnisses der Korrektur des Schritts (ii) anhand des Bilds auf dem Monitor,

    (vi) Bedienen des Computers, um die Farbe und/oder die Komposition des auf dem Monitor angezeigten Bilds zu modifizieren, unter Bezugnahme auf das korrigierte zusammengesetzte Bildblatt, wobei korrigierte digitale Daten in dem Computer gespeichert werden, und

    (vii) Anfertigen der gewünschten Fotografie anhand der in dem Computer gespeicherten korrigierten digitalen Daten.
  2. Verfahren zum Korrigieren einer Fotografie nach Anspruch 1, umfassend das Korrigieren eines Teils der Elemente des Bilds bei der Anfertigung des korrigierten zusammengesetzten Bildblatts.
  3. Verfahren zum Korrigieren einer Fotografie nach Anspruch 1, bei dem die Korrektur des Bilds bei der Anfertigung des korrigierten zusammengesetzten Bildblatts eine teilweise Modifikation der Elemente der ursprünglichen Fotografie umfasst.
  4. Verfahren zum Korrigieren einer Fotografie nach einem der Ansprüche 1–3, bei dem das transparente Blatt ein hydrophobes Kunststoffblatt ist und das Färbungsmaterial einen oberflächenaktiven Stoff enthält.
  5. Verfahren zum Korrigieren einer Fotografie nach einem der Ansprüche 1–3, bei dem das transparente Blatt ein hydrophobes Kunststoffblatt ist, welches an seiner Oberfläche mit einem oberflächenaktiven Stoff beschichtet ist.
  6. Verfahren zum Korrigieren einer Fotografie nach einem der Ansprüche 1–3, bei dem das korrigierte zusammengesetzte Bildblatt durch Korrekturen unter Verwendung eines oberflächenaktiven Stoffs für die Oberfläche des transparenten Blatts des zusammengesetzten Bildblatts und/oder das Färbungsmaterial angefertigt wird und das transparente Blatt hydrophob ist.
  7. Ein Satz von Materialien, umfassend eine Farbe sowie ein transparentes hydrophobes Kunststoffblatt zur Verwendung bei dem Verfahren zum Korrigieren nach Anspruch 1, wobei die Farbe ein Pigment oder einen Farbstoff oder einen oberflächenaktiven Stoff umfasst.
  8. Ein Satz von Materialien, umfassend eine Farbe sowie ein transparentes hydrophobes Kunststoffblatt zur Verwendung bei dem Verfahren zum Korrigieren nach Anspruch 1, wobei das Kunststoffblatt ein Kunststoffblatt ist, das an seiner Oberfläche mit einem oberflächenaktiven Stoff beschichtet ist.
  9. Ein Satz von Materialien, umfassend eine Farbe sowie ein transparentes Kunststoffblatt zur Verwendung bei dem Verfahren zum Korrigieren nach Anspruch 1, wobei die Farbe und/oder das transparente Kunststoffblatt einen oberflächenaktiven Stoff aufweist und das Kunststoffblatt hydrophob ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com