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Dokumentenidentifikation DE69820420T2 14.10.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000965147
Titel PIEZOELEKTRISCHER ANTRIEB
Anmelder PBT (IP) Ltd., Harlow, Essex, GB
Erfinder POWELL, Simon, Baldock, Hertfordshire SG7 6TJ, GB
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69820420
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.03.1998
EP-Aktenzeichen 989108311
WO-Anmeldetag 06.03.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/GB98/00670
WO-Veröffentlichungsnummer 0098040917
WO-Veröffentlichungsdatum 17.09.1998
EP-Offenlegungsdatum 22.12.1999
EP date of grant 10.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.10.2004
IPC-Hauptklasse H01L 41/09

Beschreibung[de]

Die Verwendung piezokeramischer Konstruktionen ist für das Erzeugen von Schall und kleiner hochpräziser Bewegung bekannt. Der beschränkende Faktor bei größeren Anwendungen besteht darin, dass der Grad an Bewegung im Allgemeinen kleiner ist als die meisten Fertigungstoleranzen geringer und mittlerer Kosten unterstützen können. Der Einsatz von Präzisionsbearbeitung macht die Vorrichtungen dann kostspielig und beschränkt sie somit auf Einsätze höherer Wertschöpfung.

Die Bewegung piezokeramischer Vorrichtungen kann durch den Einsatz mehrschichtiger Strukturen erhöht werden, aber es gibt erhebliche Effizienzverluste zwischen jeder Schicht und der Zugewinn an Bewegung steht im Missverhältnis auf Kosten von Kraft. Bei Anwendungen wie Signalisierung und Lichtreflexion kann der Einsatz von sehr dünnen Schichten bemessbare Bewegung erzeugen, aber dieser Ansatz ist unakzeptabel bei Mechanismen, die Reibung und andere Kräfte überwinden müssen, da die dünnen Elemente unter Belastung verwinden und so ihre Wirkung verlieren. Der Einsatz von steifen verstärkenden Verbindungsgliedern ist nicht akzeptabel, da die Verluste in den Drehpunkten im Vergleich zu der Anfangsbewegung der Biegekomponente groß sind. Die Herausforderung besteht daher darin, Bewegung zu verstärken, ohne Leistung zu verlieren, und die Bewegung und Freigabefunktion mit dem Minimum an Drehpunkten und zugehörigen Verbindungen zu kombinieren. Zusätzlich muss, um rentable Mechanismen zu bieten, die gesamte Vorrichtung kompakt und robust sein.

Nach der vorliegenden Erfindung, wie in Anspruch 1 beansprucht, wird ein mit zwei Keramikteilen konstruiertes Stellglied mit zwei Blättern bereitgestellt, um eine signifikante Krümmung einer Arbeitsfläche in einer einschichtigen Keramik- und Metallkonstruktion zu erzeugen.

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird nun eine Ausführung davon in beispielhafter Form mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, bei denen:

1 eine Perspektivansicht eines Stellglieds nach der vorliegenden Erfindung zeigt;

2A bis 2C das Stellglied aus 1 in unterschiedlichen Stellzuständen zeigen;

3A und 3B grundlegende Schaubilder zum Erklären einer bevorzugten Verwendung des Stellglieds aus 1 zeigen;

4A bis 4D zeichnerisch die bevorzugte Verwendung des Stellglieds aus 1 zeigen;

5A bis 5C perspektivisch verschiedene bei der Ausführung aus 4 verwendete Komponenten zeigen;

6 eine Perspektivansicht einer anderen Form von Stellglied nach der vorliegenden Erfindung zeigt;

7A bis 7B eine Verwendung eines Stellglieds nach der vorliegenden Erfindung zeigen;

8 eine Verwendung für eine Vielzahl von Stellgliedern nach der vorliegenden Erfindung zeigt; und

9 eine Konstruktion für eine Vielzahl von Stellgliedern nach der vorliegenden Erfindung zeigt.

Mit Bezug auf 1 wird ein im Allgemeinen planes Stellgliedelement (5) bereitgestellt, das aus zwei in einer U-Form eingerichteten Blättern besteht. Die Blätter des Stellglieds umfassen jeweils einen Biegeabschnitt (10) und einen steifen Abschnitt (15). Der steife Abschnitt kann, je nachdem, was bevorzugt wird, durch Verändern der Materialstärke, Falten von Kanten, wie gezeigt, oder durch das Prägen eines versteifenden Profils hergestellt werden. Die Biegeabschnitte sind parallel dargestellt, können aber gewinkelt sein, um andere Bewegungen zu erreichen. An jeden Biegeabschnitt (10) wird durch ein geeignetes Verfahren ein Stück piezokeramisches Material (12, 13) angebracht, das mit einem geeigneten Träger verbunden ist, der typischerweise einer ist, der einen kurzen Spannungsimpuls abgeben kann, der gerade ausreicht, um das Material zum Zusammenziehen zu veranlassen, jedoch nicht ausreicht, um ein Verletzen der dielektrischen Eigenschaften zu verursachen. Im Hinblick auf die aktuelle Keramiktechnologie liegt die maximale Abgabespannung zwischen 500 und 1000 V pro mm Material.

Piezokeramische Materialien erhalten während der Herstellung eine elektrische Ladung, ein Prozess, der als Polen bezeichnet wird. Als Ergebnis dieses Prozesses reagieren die ovalen Moleküle des Materials auf ein elektrisches Feld und richten sich in eine Richtung aus. Folglich ändert sich die Materialdimension unter der angelegten Spannung von da, wenn keine Spannung vorhanden ist und die Moleküle zufällig orientiert sind. Ein im Wesentlichen planes Stück Material mit erheblich größerer Länge als Breite und größerer Breite als Tiefe verlängert sich unter solchen Bedingungen. Durch Befestigen planer Abschnitte dieser Materialien an einer stabilen Basis, wie einem Metallstreifen, wird das Ausdehnen und Zusammenziehen auf genau dieselbe Weise wie bei einem Thermobimetall, dessen Verwendung wohlbekannt ist, in eine Krümmung umgewandelt. Die Keramik wird an der Vorderseite des ersten Biegeteils (12) und an die Rückseite des zweiten Biegeteils (13) angebracht, da auf diese Weise das Biegen kumulativ ist.

Bei der gezeigten Ausführung ist die Polarität von jedem Stück so, dass derselbe Pol für jedes das Blatt so berührt, dass das Blatt, wenn es aus leitendem Material hergestellt ist, als ein Pol für den Lade- und Entladeprozess agieren kann. Die Außenseite der Scheiben weisen somit dieselbe Polarität auf und können, falls gewünscht, elektrisch verbunden werden. Durch diese Anordnung erfolgt ein gemeinsames Ausdehnen und Zusammenziehen der Keramikstücke im Verhältnis zu der Spannung über ihre Gesamtheit und deren Polarität.

Der Biegeabschnitt des Stellglieds arbeitet mit Bezug auf 2A bis 2C, die zeichnerische Seitenansichten der in 1 gezeigten Vorrichtung sind, wie folgt.

Das Stellglied wird an dem Punkt (60) an einer geeigneten unbeweglichen Fläche befestigt. In 2A werden die Stellabschnitte unerregt gezeigt, während in 2B Spannung an das erste Biegeelement angelegt wird, um es dazu zu veranlassen, sich unter dem Zusammenziehen der Keramik zu krümmen. Die Verschiebung an dem Ende des sich krümmenden Abschnitts wird durch den steifen Abschnitt verstärkt, um eine Anfangsverschiebung (d1) zu erzeugen. Da der zweite Biegeabschnitt des Stellglieds durch den Krümmungsabschnitt (35) steif mit dem ersten verbunden ist, nimmt er denselben Winkel wie das Ende des Arms des ersten Abschnitts an, so dass sich der gerade Teil in einer Tangente zu dem Radius der Krümmung befindet. In 2C wird nun dieselbe Spannung an die zweite Keramikscheibe angelegt, was diesen Schenkel ebenfalls zum Biegen veranlasst. Da sich die Keramik des zweiten Schenkels auf der anderen Seite der Einheit befindet, addieren sich die beiden Verwindungen und erzeugen eine endgültige Verschiebung (d2) des freien Endes (85) von dem U, das dem Doppelten von dem eines einzelnen Schenkels entspricht. Varianten der Längenverhältnisse können unterschiedliche Kräftegleichgewichte und Verschiebungen erzeugen, um speziellen Anwendungen zu genügen.

Der oben beschriebene Prozess erzeugt keine absolute Bewegung, sondern eine relative, die eine Veränderung der Steifheit der gesamten Armeinheit ist. Der Anfangs- und Endpunkt des freien Endes (85) wird damit durch die Anfangsbelastung in der Krümmungsebene diktiert. Das Verändern der Belastung veranlasst den Arm zum Biegen. Um Konsistenz innerhalb von Fertigungstoleranzen zu erreichen, muss das Stellglied senkrecht zu der Krümmungsrichtung belastet werden.

Die einfachste Anordnung wird in 3, 3A und 3B gezeigt, wobei es eine Gelenkverbindung (27) gibt, die eine solche Länge aufweist, dass es, wenn sich das Stellglied (5) in seinem unerregten Zustand befindet, ein zusammendrückendes Element bildet, um einen einfach unterstützten Arm mit einer Last (29), wie in 3A gezeigt, zu erzeugen. Bei Erregung bewegt sich die Spitze von dem Ende des Arms weg, was ihm das Drehen um den Drehpunkt (28), wie in 3B gezeigt, ermöglicht. Diese Konstruktion funktioniert, hat aber den Nachteil, dass sie sperrig ist, wobei die Komponenten senkrecht zueinander platziert sind.

Zum Reduzieren des Gesamtumfangs eines Mechanismus wird in 4A bis 4D eine andere Anordnung gezeigt. Wie in diesen Fig. gezeigt, wird ein Mitnehmer (90) bereitgestellt. Der Mitnehmer (90) besitzt eine in geeigneter Weise hergestellte Achse (71), einen konzentrisch zu der Achse befindlichen Mitnehmerzahn (73) und eine ebenfalls konzentrisch zu der Achse befindliche Auslösefläche (74).

Die Achse (71) ist mit einem ersten gefederten Arm (30) verbunden, der durch eine geeignete Energiequelle, wie eine Feder (78) oder inhärente Materialbiegung, in die Position A vorgespannt wird. Wir bezeichnen Position A als AUS.

Ein zweiter gefederter Arm (41) wird bereitgestellt, der eine stärkere Federspannung (42) als der erste Arm (30) aufweist und in die entgegengesetzte Richtung arbeitet. Wenn die beiden Arme durch das Durchlaufen der in 4B gezeigten Position drehbar zusammengefügt werden, bringt die resultierende Kraft der Federn den drehenden Arm (30) in die in 4C gezeigte Position B, die wir als EIN bezeichnen. Der zweite Arm (41) besitzt als Teil seiner Konstruktion einen Rastzahn (75), der so positioniert ist, dass er, wie in 4B gezeigt, unter den Mitnehmerzahn (73) an dem Mitnehmer läuft.

Ein piezokeramisches Stellglied (5), wie das in 1 gezeigte, wird so an dem zweiten gefederten Arm (41) befestigt, dass es sich radial zu dem Drehpunkt des zweiten Arms, tangential zu der Mittelachse der Achse, befindet, wobei sein freies Ende (85) von dem Drehungsmittelpunkt des Arms wegzeigt. Bei der in 4C gezeigten Konfiguration befindet sich der Rastzahn (75) vor der Achse des Mitnehmers und die Stellgliedspitze befindet sich so hinter ihm, dass der Rastzahn eine Drehung überträgt, die eine Druckkraft auf die Stellgliedspitze ausübt. Die Konstruktion des Stellglieds ist so ausgelegt, dass diese Kraft zu klein ist, um die Stellgliedschenkel zu krümmen oder zu knicken.

In 4A ist der drehende Arm von dem Arm (41) frei und ist daher in die Position AUS vorgespannt. Der Mitnehmer wird mit Hilfe einer Feder vorgespannt, um weitgehend senkrecht zu dem drehenden Arm zu sein. Alternativ kann der Mitnehmer mit zusätzlichen Nockenflächen ausgestattet sein, die ihn dazu veranlassen, bei Annäherung an den Zustand aus 4B in Position zu drehen.

In 4B wird der zweite Arm auf herkömmliche Weise, z. B. mit einer Hand oder anderer Antriebskraft (51), heruntergedrückt, bis der Rastzahn (75) an dem Mitnehmerzahn des Mitnehmers (73) vorbeigeht. Die radiale Entfernung der Auslösefläche von der Achse ist größer als die radiale Entfernung von der Mitnehmerachse zu der Spitze des Stellglieds (85) an dieser Position. Bei Erreichen des Eingreifpunktes, an dem der Mitnehmerzahn vollständig von dem Rastzahn passiert wurde, dreht der Mitnehmer und die Spitze des Stellglieds fällt gegen die Auslösefläche (74), wobei ihre Drehung zum Überrollen des Rastzahns auf ihrem Aufwärtsweg verhindert wird.

Bei Freigabe der Antriebskraft, die dazu verwendet wird, die beiden Arme in Eingriff zu bringen, zieht die Federkraft des zweiten Arms beide Arme in einem Parallelogrammvorgang nach oben, da sich der Mitnehmer auf Grund der Präsenz des Stellglieds gegen die Auslösefläche nicht drehen kann. Der erste Arm befindet sich nun in dem Zustand EIN. Dies wird als 4C gezeigt.

Der Mechanismus wird in 4D durch die Verwindung des Stellglieds (5) freigegeben, die ausreicht, um die Spitze (85) des Stellglieds zum Freimachen der Auslösefläche (74) zu veranlassen, was den Mitnehmer (73) von dem Rastzahn (75) wegdrehen und den Mechanismus auseinanderfallen lässt.

Obwohl die Schaubilder herkömmliche drehbare und steife Abschnitte zeigen, dient dies nur zur Darstellung. 5A zeigt, wie das Stellglied (5), die Freigabefläche (85), die „EIN"-Feder (42) und der Rastzahn (75) aus einem einzigen Pressteil aus Blech geformt werden können, während 5B zeigt, dass der erste Arm (30) und dessen Federfunktion (78) aus einer anderen Einzelkomponente geformt werden können.

Bei der Verwendung einer solchen Vorrichtung zu Zwecken des elektrischen Schutzes kann der drehende Arm zwei einzelne leitende Arme sein, die durch eine Isolierbrücke verbunden sind, mit der der Mitnehmer verbunden ist, womit eine passende Einrichtung zum Öffnen und Schließen der Kontakte, wie in 5C gezeigt, bereitgestellt wird, indem sich die beweglichen Kontakte (33) an dem ersten Arm (30) befinden und die festen Kontakte (34) in geeigneter Weise an einem unbeweglichen Teil geformt sind, was eine Leiterplatte oder das Formteil, das die steifen Teile für den Mechanismus selbst trägt, einschließt.

Durch die Einführung eines Tangentenwinkels bei der Schnittstelle zwischen dem piezokeramischen Stellglied (5) und der Auslösefläche (85) ist es möglich, die Einheit so inhärent instabil zu machen, dass Strom an die piezokeramischen Komponenten angelegt werden muss, um den Arm zu versteifen und der Vorrichtung ein Rückstellen zu ermöglichen.

Die in 1 gezeigte Vorrichtung kann durch Erhöhen der Anzahl von Zinken oder Schenkeln, wie in 6 gezeigt, steifer gemacht werden.

Wie im Falle der in 1 gezeigten Vorrichtung wird das Stellglied als ein Pressteil aus Blech oder ähnlich steifem Material geformt. Es werden dieselben Referenzziffern zum Bezeichnen derselben oder ähnlicher Teile in 1 und 6 verwendet, und daher erfolgt keine ausführliche Beschreibung. Es genügt, zu sagen, dass die Endfläche (85) als eine Abschlusswand einer rechteckigen Struktur geformt ist, deren Seitenwände durch zwei Zungen (62) gebildet werden, deren gegenüberliegende Abschlusswand, wie durch die Referenzziffer 15 dargestellt, durch die im Zusammenhang mit 1 offenbarten Verfahren verstärkt ist.

Das Ende (60) der mittigen Zunge (63) ist wie zuvor befestigt, jedoch ist in diesem Fall die mittige Zunge (63) kürzer als die Zungen (62), die die Seitenwände bilden. Es ist anzumerken, dass sich die piezokeramischen Vorrichtungen an den Zungen (62), die die Seitenwände bilden, auf derselben Fläche der Vorrichtung befinden, während sich die Piezokeramik an der mittigen Zunge (63) auf der entgegengesetzten Seite befindet.

Diese Konstruktion ist zum Zweirichtungsbetrieb fähig und hat eine höhere Steifigkeit als das in 1 gezeigte Stellglied.

Die in 1, 5 und 6 gezeigten Stellgliedvorrichtungen können bei jeder geeigneten elektromechanischen Vorrichtung verwendet werden, und es werden nun manche möglichen Konstruktionen elektramechanischer Vorrichtungen beschrieben, wobei angenommen wird, dass eine piezoelektrische Stellgliedvorrichtung, wie in 1, 5 und 6 gezeigt, in passender Weise integriert ist.

Zunächst bezugnehmend auf 7A und 7B wird dort zeichnerisch die grundlegende Konstruktion einer Reststromvorrichtung (RCD), auch als Erdfehlerstrom-Indikator (GFCI) bekannt, gezeigt. In diesem Fall wird die piezoelektrische Stellgliedvorrichtung durch die Referenzziffer (70) dargestellt.

Der Mechanismus umfasst eine Stützfläche (71), durch die sich ein Einstellteil in Form eines Druckknopfes (72) mit einem Stößel (73) erstreckt. Der Druckknopf (72) wird durch eine Feder (74) nach oben vorgespannt.

Das Ende des Stößels (72) ist mit einem Verriegelungsteil (74)(in 7B ausführlicher gezeigt) ausgestattet, das in ein entsprechendes Verriegelungsteil (75) in dem Ende eines drehbar montierten Arms (76) eingreift, der durch eine Feder (77) von der Fläche (71) weg in der entgegengesetzten Richtung zu der Vorspannung an dem Druckknopf (72) vorgespannt ist.

Das piezoelektrische Stellglied (70) ist an dem Verriegelungsteil (75) befestigt und so eingerichtet, dass eine Öffnung (80) (7B) in dem Ende (85) des Stellglieds angeordnet ist, um einen Vorsprung (81) an dem Ende des Verriegelungsteils (74) aufzunehmen.

Die Verriegelungsteile (74 und 75) greifen mit Hilfe der Flächen (74A und 75A) ineinander ein und der Schnittstellenwinkel a ist so, dass auf Grund der Federn (74 und 77) eine Berstkraft (H) erzeugt wird. Dieser Kraft (H) widersteht das Stellglied (70), das auf den Stift (81) von dem Stellglied (70) wirkt, das Ende (85) des Stellglieds muss in die Pfeilrichtung (I) in 7A bewegt werden, und dies kann durch geeignete Erregung oder Aberregung des piezokeramischen Stellglieds (70) erreicht werden.

Im Falle eines RCD oder Relais können bewegliche Kontakte als Reaktion auf die Bewegung des Stößels (73) entweder, indem sie an einer Verlängerung des Stößels angebracht gerichtet werden, oder indirekt durch einen geeigneten Mechanismus bewegt werden.

Die Feder (77) kann die Form von inhärenter Elastizität des für den Arm (76) verwendeten Materials aufweisen.

Eine andere Vorrichtung, die das in 1 gezeigte Stellglied nutzt, wird in 8 gezeigt. Dies zeigt, wie die Bewegung des Endes (85) des Stellglieds (5) mechanisch verstärkt werden kann.

In diesem Fall gibt es zwei Stellglieder (5), die an einem geeigneten Träger (80) befestigt und so angeordnet sind, dass sie ihre freien Enden (85) in entgegengesetzte Richtungen bewegen. Ein Drehpunkt (86) wird an dem Träger (80) bereitgestellt und zwei Arme (87), die an dem Drehpunkt (86) befestigt sind. Die Arme besitzen Nockenflächen (88), die so angeordnet sind, dass sie in die freien Enden (85) des Stellglieds (5) eingreifen.

Gleichzeitige Erregung der Stellglieder (5) veranlasst die Arme, sich mit einem Greifvorgang aufeinander zu zu bewegen. Sie können entweder mit Hilfe einer durch eine Federkraft bereitgestellte Vorspannung oder durch Erregung der Stellglieder (5) in die entgegengesetzte Richtung in einen geöffneten Zustand zurückgeführt werden.

Die vorgenannte Stellgliedkonstruktion ist nützlich, um eine Mehrfachausgang-Stellgliedvorrichtung in einer einfachen und kostengünstigen Weise bereitzustellen, wie dies beispielhaft durch die in 9 gezeigte Anordnung gezeigt wird. Bei dieser Ausführung wird eine Anzahl von im Allgemeinen identischen Stellgliedern gebildet, wobei ihre festen Enden (50) entlang der Länge eines Streifens (90) miteinander verbunden sind. Das freie Ende (85) von jedem Stellglied kann somit einzeln in die Ebene der Ebene des Papiers und/oder aus dieser heraus bewegt werden.

Der Streifen (90) wird dazu verwendet, die Stellgliedanordnung in einer passenden Weise, je nach der für die Anordnung beabsichtigten Verwendung, anzubringen. Zum Beispiel kann der Streifen (90) an einer Position an zwei festen Armen der Stellglieder, wie durch die gestrichelte Linie (91) angezeigt, so gebogen werden, dass sich die Enden der Stellglieder im freien Raum befinden.

Wenn zwei solcher Anordnungen einander gegenüber angebracht werden, kann ein Mehrfachgreifer, ähnlich dem in 8 gezeigten, gebildet werden.

Es ist ersichtlich, dass die grundlegende Stellgliedkonstruktion in der Lage ist, eine große Anzahl von elektrisch gesteuerten Stellgliedern von unterschiedlicher Konstruktion für unterschiedliche Zwecke bereitzustellen. Da die Stellglieder aus Pressteilen aus Blech hergestellt werden, können unterschiedliche Formen von Stellgliedern gebildet werden, oder es können unterschiedliche Kombinationen von Stellgliedern gebildet werden. Zum Beispiel können zwei Stellglieder gebildet werden, um Bewegungssteuerung in zwei Richtungen bereitzustellen.


Anspruch[de]
  1. Elektrisch gesteuertes Stellglied, das eine Vielzahl von Blättern (10) umfasst, die sich jeweils von einem Krümmungsabschnitt (35) aus erstrecken und einen im Wesentlichen U-förmigen planen Träger (5) mit einander gegenüberliegenden Hauptflächen bilden, wobei jedes Blatt mit einem piezoelektrischen Keramikmaterial (12, 13) über einen Teil seiner Länge versehen ist und sich das Keramikmaterial eines Blattes auf einer Hauptfläche des Trägers befindet und sich das Keramikmaterial des anderen Blattes auf der anderen Hauptfläche des Trägers befindet, wobei das freie Ende eines der Blätter so eingerichtet ist, dass es eine Anbringung (60) für das Stellglied bildet, und das freie Ende des anderen Blattes den Stellabschnitt (85) des Stellgliedes bildet.
  2. Stellglied nach Anspruch 1, wobei der Krümmungsabschnitt (35) versteift ist.
  3. Stellglied nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Stellabschnitt (85) versteift ist.
  4. Stellglied nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Versteifung erreicht wird, indem Abschnitte des planen Substrats gebogen werden.
  5. Stellglied nach Anspruch 1, wobei das plane Substrat im Allgemeinen rechteckig ist und die Form eines Rahmens hat, der eine mittige längliche Zunge umschließt, die sich von einem Ende des rechteckigen Rahmens aus erstreckt.
  6. Stellglied nach Anspruch 5, wobei das freie Ende der mittleren Zunge (63) die Anbringung für das Stellglied bildet.
  7. Stellglied nach Anspruch 6, wobei die Enden des Rahmens versteift sind.
  8. Stellgliedanordnung, wobei die jeweiligen Anbringungsabschnitte (60) einer Vielzahl von Stellgliedern nach Anspruch 1 mit einer gemeinsamen Schiene (90) verbunden sind, die eine Anbringung für alle Träger bildet.
  9. Stellgliedanordnung nach Anspruch 8, wobei die Blätter, die mit der gemeinsamen Schiene (90) verbunden sind, an einer Position gebogen sind, die von der Verbindung zwischen den Blättern und der Schiene beabstandet ist, so dass sich die Stellabschnitte der einzelnen Stellgliedelemente im freien Raum befinden.
  10. Elektrisch gesteuerte Vorrichtung, die ein elektrisch gesteuertes Stellglied bzw. eine Stellgliedvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche enthält.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei ein Verriegelungsmechanismus mit dem Stellglied in einem verriegelten Zustand gehalten wird.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei die Bewegung des Stellabschnitts (85) des Stellgliedes mittels einer oder mehrerer Hebelelemente mechanisch verstärkt wird.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei zwei Stellglieder vorhanden sind, die in einander entgegengesetzten Richtungen arbeiten.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei jedes der Stellglieder mit einem entsprechenden Hebelelement in Kontakt kommt, um eine Greifvorrichtung zu bilden.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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