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Dokumentenidentifikation DE202004011132U1 21.10.2004
Titel Wandelement, insbesondere Tür
Anmelder Hewener, Hermann, 84539 Ampfing, DE
DE-Aktenzeichen 202004011132
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 21.10.2004
Registration date 16.09.2004
Application date from patent application 15.07.2004
IPC-Hauptklasse E04B 2/00
IPC-Nebenklasse E06B 7/28   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Wandelement, insbesondere auf eine Tür, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Derartige Wandelemente sind bekannt.

In der DE 195 37 740 C2 ist beispielsweise ein Türblatt beschrieben, welches aus einer Trägerplatte mit einem Falzbereich an deren Außenkanten besteht. Kantenprofile umgreifen die Kanten der Trägerplatte und an der unteren Außenkante ist eine Schutzschiene mittels Dübeln angebracht, wobei die Dübel in Bohrungen der unteren Außenkante der Trägerplatte eingreifen. Im Bereich der Drücker- und Schlüssellochbohrungen ist beidseitig an der Trägerplatte ein Ausgleichselement vorgesehen, welches in seiner Dicke so gestaltet ist, dass es mit den Kantenprofilen an der äußeren Oberfläche der Trägerplatte fluchtet. Diesen Ausgleichselementen können an der gegenüberliegenden Seite der Trägerplatte, also an der Seite, an der die Türbänder angebracht sind, weitere Ausgleichselemente zugeordnet werden, wodurch die Tür den Charakter einer Design-Stiltür erhalten soll. Als Aufgabe ist in dieser Druckschrift angegeben, dass mit dem dort beschrieben Gegenstand die Aufgabe gelöst werden soll, eine kostengünstige Herstellung zu ermöglichen.

In der deutschen Gebrauchsmusterschrift G 83 35 878.1 ist eine Tür beschrieben, deren aus Kunststoffschaum bestehende Füllung mit zwei aus Holz bestehenden Tafeln verklebt ist, und die an mindestens drei Stirnseiten durch Metallprofile eingefasst ist. Dem dort beschrieben Gegenstand liegt die Aufgabe zugrunde das er eine verbesserte Wärmedämmung aufweisen soll und eine individuelle Gestaltung des Aussehens der Innen- uns Außenseiten zulassen soll. Zur Lösung dieser Aufgabe wird dort vorgeschlagen, die Metallprofile an den Kanten der Tür mittels eines weitern L-förmigen Schenkels so zu gestalten, dass sie zur Aufnahme von jeweils einer weiteren Tafel geeignet sind. Durch diese Maßnahme kann ein mehrlagiges Türblatt aufgebaut werden, bei dem die einzelnen Lagen der Tafeln miteinander verklebt werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Wandelement, insbesondere eine Tür zu schaffen, bei der ein Schutz der Wand- respektive Türoberfläche gegen mechanische und/oder chemische Einflüsse gegeben ist, wobei zumindest ein Teil der Wand- respektive Türoberfläche individuell gestaltbar sein soll.

Diese Aufgabe wird von einem Wandelement mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Das Wandelement wird durch die Applikation vorteilhafterweise gegen mechanische und/oder chemische Einflüsse geschützt. Darüber hinaus ist die Applikation so gestaltet, dass mit ihr ein gestalterisches auf dem Wandelement angebracht ist. Besonders vorteilhaft ist dies beispielsweise in öffentlichen Gebäuden, wie Kindergärten, Schulen, oder dergleichen.

Besonders vorteilhaft ist ein Wandelement ausgestaltet, wenn die Applikation zumindest einen Teilbereich des Wandelements abgedeckt, z.B. wenn die Oberfläche in ihrem unteren Bereich mit einer Applikation versehen ist, wobei es besonders vorteilhaft ist, den Bereich um die Drückergarnitur und das Schlüsselloch mit ein zu beziehen.

Des weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Applikation als künstlerisches Motiv ausgestaltet ist, wenn also die Applikation als ein abstraktes oder als gegenständliches Motiv gestaltet ist.

Dabei kann es von Vorteil sein, die Applikation dreidimensional und/oder farbig auszugestalten.

Es kann auch vorteilhaft sein, wenn die Applikation durch gerade Linien begrenzt ist, die durch waagerechte und senkrechte Linien gebildet werden.

Es kann aber auch vorteilhaft sein, wenn die Applikation durch schräg verlaufende Linien begrenzt ist.

Eine vorteilhafte Möglichkeit besteht darin, die Applikation auf der Oberfläche des Wandelements durch Beschichtung angebracht ist.

Aber auch die Anbringung einer Applikationstafel auf der Oberfläche des Wandelements kann vorteilhaft sein.

Günstig ist es, wenn die Applikationstafel aus einem Werkstoff wie Holz, Kunststoff, Metall oder einem Verbund von zumindest zwei dieser Werkstoffe besteht.

Besonders vorteilhaft ist es, die Applikation stoßfest auszubilden.

Eine feuerfeste Ausgestaltung der Applikation verbessert die Anwendung.

In der Praxis bewährt es sich, wenn die Applikation zumindest auf einer Seite einer Tür oder einer Seite einer Wand angeordnet ist.

Zum besseren Verständnis der Erfindung soll sie nachstehend mit Hilfe der Zeichnungen anhand von Ausführungsbeispielen erläutert werden. Dabei sind gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Es zeigt

1 eine Wand mit einer Tür, auf denen eine Applikation angeordnet ist:

2 eine einzelne Tür mit angebrachter Applikation:

3 eine mit einer anderen Applikation verzierte Tür und

4 einen Teilschnitt durch eine Tür mit aufgebrachter Applikation – stark schematisiert dargestellt.

In 1 ist ein typischer Anwendungsfall der Erfindung gezeigt. Dargestellt ist ein Abschnitt einer Wand, bezeichnet als Wandelement 1 mit einer Tür 2, die sich in dem Wandelement 1 befindet. Die Tür 2 weist ein Türblatt 3 und eine Türzarge 4 auf. Ferner ist eine Drückergarnitur 5 und ein Schlüsselloch 6 vorhanden. Im unteren Bereich des Wandelements 1 ist eine Applikation 7 in Form einer künstlerisch gestalteten Tafel angebracht. Diese Applikation 7 zieht sich über einen Teil der Wand, hier über den unteren Bereich des Wandelements 1 und über die Tür 2 mit Türzarge 4 und Türblatt 3. Das Motiv der künstlerisch gestalteten Applikation 7 ist in diesem Ausführungsbeispiel eine mittelalterliche Stadtsilhouette, die sich entlang der Wand fortsetzt. Es liegt im Rahmen der Erfindung auch andere Motive als Applikation zu verwenden, wie später noch anhand der 3 gezeigt werden wird. Die Applikation 7 – hier als Tafelelement an der Wand 1 und an der Tür 2 befestigt – schützt den unteren Bereich des Wandelements 1 und der Tür 2 vor mechanischen Beschädigungen, aber auch vor chemischen Einflüssen, etwa durch Wischwasser und/oder Straßenschmutz. Die mechanische Ausgestaltung der Applikation 7 bestimmt die Resistenz gegenüber unerwünschten Einflüssen. So ist eine tafelartige Applikation 7 aus einen Werkstoff wie Holz, Kunststoff, Metall und/oder einem Verbund aus wenigstens zweien dieser Werkstoffe möglich und sinnvoll. Dabei ist es ohne Belang, wie die Applikationstafel 7 an dem Wandelement 1 befestigt wird. Es kommen kraftschlüssige Befestigung wie Kleben oder dergleichen genau so in Frage, wie Schraub- oder Nagel- oder Nietbefestigungen. Andere gleichwirkende Befestigungen sind vorstellbar. Aber auch eine Beschichtung des Wandelements 1 und der Tür 2 mit einer Applikationsschicht 7 mit entsprechenden mechanischen und chemischen Eigenschaften ist sinnvoll. Dies kann eine strukturierte Kunststoffbeschichtung oder etwas ähnlich Geeignetes sein.

In 2 ist eine Tür 2 dargestellt, bei der ein Türblatt 3 in einer Türzarge 4 gezeigt ist. Das Türblatt 3 ist analog zu dem Ausführungsbeispiel aus 1 mit einer Drückergarnitur 5 und einem Schlüsselloch versehen. Die erfindungsgemäße Applikation 7 erstreckt sich über den unteren Bereich des Türblatts 3 und der Türzarge 4. Dabei ist es günstig, wenn, wie dargestellt, die Applikation 7 den Bereich der Drückergarnitur 5 und das Schlüsselloch 6 mit abdeckt, da erfahrungsgemäß diese Bereiche einer Tür 2 besonders stark beansprucht werden. Für dieses Ausführungsbeispiel ist wieder die Silhouette einer mittelalterlichen Stadt gewählt. Für die Beschreibung der technischen Ausgestaltung der Applikation 7 wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Ausführungen zu 1 verwiesen.

In 3 zeigt das Ausführungsbeispiel ähnliche Verhältnisse, wie bei dem Gegenstand gemäß 2, jedoch ist hier als Applikationsmotiv eine maritime Darstellung gewählt. Dieses Beispiel soll die nahezu unbegrenzten motivischen Ausgestaltungsmöglichkeiten andeuten, denn hierbei ist der Gestaltung keine Grenze gesetzt.

Ferner ist es sinnvoll, die Applikation 7 feuerfest auszugestalten.

Eine farbige Gestaltung der Applikation ist möglich und gegebenenfalls sinnvoll.

Abweichend zu den gezeigten Beispielen ist auch eine dreidimensionale Gestaltung der Applikation möglich, hier jedoch wegen der schwierigen zweidimensionalen Darstellungsmöglichkeit nicht zeichnerisch verwirklicht.

In 4 ist ein unterer Teil eines Türblatts 3 gezeigt. Die Türfüllung 8 wird durch zwei Tafeln 9 und 10 eingeschlossen und die Applikation 7 ist auf eine der Tafeln 10 aufgeklebt.

Anwendung findet die Erfindung vor allem in Gebäuden, als Beispiele seien Kindergärten, Schulen, Sportstätten, Ämter, Hotels, Flughafengebäude und dergleichen genannt, wobei ausdrücklich darauf verwiesen wird, dass diese Aufzählung die Anwendungsfälle nicht einschränkt.

1Wand 2Tür 3Türblatt 4Türzarge 5drücker

Anspruch[de]
  1. Wandelement, insbesondere Tür mit wenigstens einer gestaltbaren Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teilbereich des Wandelements (1, 2) eine Applikation (7) aufweist.
  2. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Oberfläche in ihrem unteren Bereich mit einer Applikation (7) versehen ist.
  3. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Oberfläche in einem Bereich inklusive der Drückergarnitur (5) und dem Schlüsselloch (6) mit einer Applikation (7) versehen ist.
  4. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation (7) als künstlerisches Motiv ausgestaltet ist.
  5. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation (7) ein abstraktes Motiv gestaltet ist.
  6. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation (7) als gegenständliches Motiv () gestaltet ist.
  7. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation (7) durch gerade Linien begrenzt ist.
  8. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation (7) durch waagerechte und senkrechte Linien begrenzt ist.
  9. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation (7) durch schräge Linien begrenzt ist.
  10. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation (7) auf der Oberfläche (10) durch Beschichtung angebracht ist.
  11. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net dass auf der Oberfläche (10)eine Applikationstafel (7) angebracht wird.
  12. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich net dass die Applikationstafel (7) aus einem Werkstoff wie Holz, Kunststoff, Metall oder einem Verbund von zumindest zwei dieser Werkstoffe besteht.
  13. Wandelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation stoßfest ausgebildet ist.
  14. Wandelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation zumindest auf einer Seite einer Tür (2) angeordnet ist.
  15. Wandelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation zumindest auf einer Seite einer Wand (1) angeordnet ist.
  16. Wandelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation dreidimensional ausgeführt ist.
  17. Wandelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation auf Wandelementen (1, 2) in Gebäuden angebracht ist.
  18. Wandelement nach Anspruch 16, dadurch gekennzeich net, dass die Applikation auf Wandelementen (1, 2) in öffentlichen Gebäuden angebracht ist.
  19. Wandelement nach ,einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation feuerfest ist.
  20. Wandelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikation mehrfarbig ausgeführt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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