Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuer/Regeleinrichtung eines
Schrittmotors und ihr Steuer/Regelverfahren und insbesondere eine Steuer/Regeleinrichtung
vom Energiespartyp, welche zum Antreiben eines Schrittmotors in einer elektronischen
Uhr verwendbar ist, und ein Schrittmotor-Steuer/Regelverfahren.
Schrittmotoren, welche auch Pulsmotoren oder digitale Motoren genannt
werden, werden durch ein Pulssignal angetrieben und finden als eine Betätigungseinrichtung
in digitalen Steuer/Regeleinrichtungen weit verbreitet Verwendung. Kompakte elektronische
Einrichtungen und Informationshandhabungsvorrichtungen, welche sich für eine tragbare
Verwendung eignen, wurden in letzter Zeit entwickelt und kleine und leichte Schrittmotoren
werden in großem Umfang in diesen Einrichtungen verwendet. Zeitgebervorrichtungen,
wie z. B. eine elektronische Uhr und ein Zeitschalter sind typisch für solche elektronischen
Einrichtungen. In der Zeitgebervorrichtung liefert eine Oszillatorschaltung, welche
einen Kristalloszillator verwendet, einen Referenzpuls, welcher dann in ein Takt-
bzw. Zeitsignal mit einer für Takt- bzw. Zeitgeberzwecke geeigneten Frequenz, z.
B. 1 Hz, umgewandelt wird. Ein Antriebspuls wird dem Schrittmotor in Synchronisation
mit dem Zeitsignal zugeführt, um einen Sekundenzeiger in der Zeitgebervorrichtung
anzutreiben.
Da eine Energieversorgung zur Verwendung in einer solchen tragbaren
elektronischen Einrichtung räumlichen und anderen Beschränkungen unterliegt, ist
es wichtig, die von einem Schrittmotor und dergleichen verbrauchte Energie für einen
zuverlässigen und Langzeit-Betrieb der Einrichtung zu reduzieren. Aus diesem Grund
wird in einer einen Schrittmotor verwendenden elektronischen Uhr der Effektivwert
des dem Schrittmotor zugeführten Antriebspulses automatisch auf einen geeigneten
Wert eingestellt, um einem für jede elektronische Uhr einzigartigen Zustand oder
Betriebszuständen zu entsprechen. Der Energieverbrauch des Schrittmotors wird so
reduziert. Verschiedene Verfahren zur Steuerung/Regelung des Effektivwerts des Antriebspulses
sind verfügbar. Bei einem Verfahren wird der Antriebspuls in seiner Pulsweite und
Pulshöhe gesteuert/geregelt. Bei einem anderen Verfahren wird der Antriebspuls aus
einer Mehrzahl von Unterpulsen gebildet und der Effektivwert des Antriebspulses
wird durch eine Änderung des Tastfaktors der Unterpulse gesteuert/geregelt. Die
EP 0 704 774 A offenbart eine elektronische
Uhr eines verwandten Typs, bei der die Ausgabe der Energiequelle erfasst und die
Schrittmotorantriebspulse von einem einer Mehrzahl von Pulsgeneratoren in Abhängigkeit
von der erfassten Energiequellenausgabe ausgewählt werden.
Zusätzlich zu der Verringerung des Energieverbrauchs durch den Schrittmotor
wird jeder Versuch unternommen, den Gesamtenergieverbrauch durch die elektronische
Einrichtung zu verringern. Es wird heute auch darüber nachgedacht, die in einer
Oszillatorschaltung verbrauchte Energie zu reduzieren, indem die Oszillationsfrequenz
eines von der einen Referenzoszillator, wie z. B. einen Kristalloszillator, verwendenden
Oszillatorschaltung ausgegebenen Referenzpulses (Referenzsignal) verringert wird.
Durch eine Verringerung der Frequenz des Referenzpulses wird beispielsweise die
Komponentenzählung eines Frequenzteilers reduziert und die Reduzierung der Betriebsfrequenz
in der Schaltung wiederum reduziert den Energieverbrauch in der Schaltung der Vorrichtung.
Eine Steuer/Regeleinrichtung, welche den Effektivwert des Antriebspulses
gemäß dem Tastfaktor der Unterpulse steuert/regelt, erfährt einen Abfall der Steuer/Regelauflösung
des Tastfaktors der Unterpulse, wenn die Frequenz des von der Oszillatorschaltung
zugeführten Referenzpulses verringert wird.
Insbesondere, wenn die Frequenz des Referenzpulses 32 kHz beträgt,
kann der Tastfaktor eines Pulssignals von 1 kHz in Schrittgrößen von 1/32 (Auflösung)
gesteuert/geregelt werden. Wenn die Frequenz des Referenzpulses auf die Hälfte,
nämlich auf 16 kHz abfällt, wird der Tastfaktor in Schrittgrößen von 1/16 gesteuert/geregelt
und die Steuer/Regelauflösung wird wesentlich verschlechtert. Dies macht es schwierig,
den Effektivwert des Antriebspulses auf einen kleinen aber ausreichenden Strom zu
steuern/regeln, welcher auf den Betriebszustand des Schrittmotors abgestimmt ist.
Um zu verhindern, dass ein Uhrzeiger unter einer ungenügenden Antriebspulsenergie
in einer unsteten Weise läuft, wird die elektronische Uhr mit einem Antriebspuls
eines hohen Effektivwerts versorgt, anstelle eines auf einem Hochfrequenzreferenzpuls
basierenden Antriebspuls mit enger Schrittweite. Dies erhöht den Energieverbrauch
des Motors und die Zeitgebereinrichtung nutzt das Energiesparmerkmal mit einem Niederfrequenzreferenzpuls
nicht aus.
Die US 4,340,946 offenbart
ein System zur Steuerung/Regelung eines Schrittmotors einer elektronischen Uhr gemäß
einer auf den Schrittmotor ausgeübten Last. Die Antriebsenergie kann auf einem hohen,
mittleren oder niedrigen Energieniveau bereitgestellt werden durch die Auswahl eines
Antriebspulssignals von einem dieser vordefinierten Antriebspulssignalen, die jeweils
einen unterschiedlichen Tastzyklus besitzen. Das hohe Energieniveau besteht aus
kontinuierlichen Pulsen, das mittlere Energieniveausignal besteht aus einem Bündel
von Pulsen mit vorbestimmtem Tastzyklus und das niedrige Energieniveausignal besteht
aus Antriebspulsen, welche Impulsbündel mit niedrigerem Tastzyklus
als den dazwischenliegenden Antriebspulsen umfassen.
Die US 5,103,462 offenbart
einen Pulsdauermodulator zur Umwandlung eines analogen Eingangssignals in ein zu
dem Eingangssignal proportionales Gleichstromausgangssignal. Das Eingangssignal
wird A zu D gewandelt und zwei Zahlensignale werden erlangt, von denen eine die
ganze Zahl darstellt und die andere den Rest darstellt, welcher von der Quantisierung
des Eingangssignals herrührt. Das ganzzahlige Signal wird moduliert, um eine erste
Pulssequenz bereitzustellen, deren Pulse eine Dauer proportional zu der ganzen Zahl
besitzen. Die zweiten Zahlensignale werden auch addiert und moduliert, um eine zweite
Pulssequenz bereitzustellen, deren Pulse eine Dauer proportional zu der Addition
der zwei Zahlensignale besitzen. Die ersten und zweiten Pulssequenzen werden in
einer speziellen Weise kombiniert, um eine kombinierte Pulssequenz mit einer mittleren
Pulsdauer bereitzustellen, welche auf den Dauern der ersten und zweiten Pulssequenzen
basiert. Es wird dann der Mittelwert der kombinierten Pulssequenz ermittelt, um
das Gleichstromausgangssignal bereitzustellen.
Folglich ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schrittmotor-Steuer/Regeleinrichtung
und ein Schrittmotor-Steuer/Regelverfahren bereitzustellen, welche den Tastfaktor
eines Antriebspulses in einer Auflösung steuern/regeln, welche tatsächlich höher
als die Oszillationsfrequenz eines Referenzsignals ist, durch ein einfaches Verfahren
in einer einfachen Konstruktion, um den Energieverbrauch in einer Zeitgebervorrichtung
zu verringern. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Steuer/Regeleinrichtung
eines Schrittmotors vom Energiespartyp zur Verwendung in einer tragbaren Einrichtung
und ein Schrittmotorsteuer/Regelverfahren bereitzustellen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Pulssignale mit verschiedenen
Tastfaktoren in einem geeigneten Verhältnis zusammengesetzt. Die Steuer/Regeleinrichtung
erzeugt ein Pulssignal mit einem Zwischentastfaktor bezüglich eines Pulssignals
mit einem Tastfaktor, welches normalerweise von dem Referenzsignal erlangt wird,
und hält die Steuer/Regelauflösung des Effektivwerts des Antriebspulses auf einem
herkömmlichen Niveau oder erhöht es über das herkömmliche Niveau, selbst wenn die
Oszillationsfrequenz des Referenzsignals verringert wird.
Folglich ist gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung
eine Steuer/Regeleinrichtung eines Schrittmotors vorgesehen, umfassend: einen Pulssignalgenerator,
welcher angeordnet ist, um ein Eingangspulssignal von einer Referenzquelle zu empfangen
und daraus ein erstes Pulssignal mit einem ersten Tastfaktor und ein zweites Pulssignal
mit einem zweiten Tastfaktor zu erzeugen; gekennzeichnet durch eine Auswahlschaltung,
welche angeordnet ist, um ein Zusammensetzungssignal und das erste und das zweite
Pulssignal zu empfangen und selektiv das erste und das zweite Pulssignal mit dem
ersten und dem zweiten Tastfaktor mit einem bestimmten Verhältnis, wie durch das
Zusammensetzungssignal bestimmt, auszugeben, um auf diese Weise ein Antriebspulssignal
mit einem Tastfaktor bereitzustellen, welcher selektiv gemäß dem vorbestimmten Verhältnis,
wie von dem Zusammensetzungssignal bestimmt, variiert werden kann; und eine Antriebssteuer/Regeleinheit
zur Zufuhr eines Antriebspulssignals zu dem Schrittmotor.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zur Steuerung/Regelung eines Schrittmotors vorgesehen, umfassend: Empfangen eines
Eingangspulssignals von einer Referenzquelle und Erzeugen eines ersten Pulssignals
mit einem ersten Tastfaktor und eines zweiten Pulssignals mit einem zweiten Tastfaktor
daraus; einen Zusammensetzungsschritt zur Bereitstellung eines Zusammensetzungssignals
und zur selektiven Ausgabe des ersten und des zweiten Pulssignals mit einem vorbestimmten
Verhältnis, wie durch das Zusammensetzungssignal bestimmt, um auf diese Weise ein
Antriebspulssignal (DP) mit einem Tastfaktor bereitzustellen, welcher selektiv gemäß
dem vorbestimmten Verhältnis, wie durch das Zusammensetzungssignal bestimmt, variiert
werden kann; und einen Antriebsschritt zur Zufuhr des Antriebspulssignals zu dem
Schrittmotor.
In der Steuer/Regeleinrichtung und dem Steuer/Regelverfahren des Schrittmotors
der vorliegenden Erfindung wählt eine Auswahlvorrichtung zwischen dem ersten Pulssignal
und dem zweiten Pulssignal aus basierend auf einem Zusammensetzungspulssignal mit
einem Tastfaktor von 50%. Auf diese Weise wird ein Pulssignal zusammengesetzt, bei
dem das erste Pulssignal und das zweite Pulssignal in einem gleichen Verhältnis
auftreten. Das Zusammensetzungspulssignal ergibt, wenn es über seine Periode gemittelt
wird, einen Zwischentastfaktor zwischen dem ersten und dem zweiten Tastfaktor. Der
Tastfaktor des Zusammensetzungspulssignals ist nicht auf 50% begrenzt. Ein Zusammensetzungspuls
mit irgendeinem anderen Tastfaktor kann verwendet werden, so dass sein resultierender
Tastfaktor irgendeiner zwischen dem ersten und dem zweiten Tastfaktor ist.
Der Antriebspuls wird aus einer Mehrzahl von Unterpulsen gebildet.
Wenn die Antriebssteuer/Regeleinheit den Schrittmotor mit Energie versorgt, wird
der Tastfaktor der Unterpulse, basierend auf dem ersten und dem zweiten Pulssignal
und einem zusammengesetzten dritten Pulssignal gesteuert/geregelt.
Basierend auf dem dritten Pulssignal wird ein Unterpuls mit einem Tastfaktor zwischen
dem ersten und dem zweiten Tastfaktor zusätzlich zu dem ersten und dem zweiten Pulssignal
erzeugt. Selbst wenn das erste und das zweite Pulssignal, welche von dem Referenzsignal
erlangt werden, eine niedrige Steuer/Regelauflösung mit einer großen Pulsweite des
Antriebspulses darstellen, erhöht die Verwendung des dritten Pulssignals die Auflösung
des Effektivwerts des Antriebspulses, verengt nämlich die Schrittgröße des Antriebspulses.
Gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet die elektronische Einrichtung
trotz einer niedrigen Oszillationsfrequenz des Referenzsignals dennoch mit dem Antriebspuls
einer engen Schrittgröße, welcher dem Schrittmotor zugeführt wird. Auf diese Weise
wird der Schrittmotor mit einem niedrigen Effektivantriebspuls entsprechend dem
Betriebszustand des Schrittmotors versehen. Das Energiesparmerkmal, welches aus
der Verwendung einer niedrigen Oszillationsfrequenz des Referenzsignals resultiert,
wird somit beibehalten statt aufgehoben zu werden.
Indem der Steuer/Regeleinrichtung der vorliegenden Erfindung erlaubt
wird, einen Zeigerantriebsschrittmotor zu steuern/regeln, kann der Effektivwert
des Antriebspulses genau gesteuert/geregelt werden, obgleich die Oszillationsfrequenz
des Referenzsignals verringert ist. In der Zeitgebereinrichtung wird der Energieverbrauch
des Schrittmotors nicht erhöht und der Energieverbrauch in seiner Elektronik wird
verringert, während die Frequenz des Referenzsignals in der Oszillatorschaltung
verringert wird.
Eine unveränderte Oszillationsfrequenz gegeben, steuert/regelt die
Steuer/Regeleinrichtung der vorliegenden Erfindung für den Schrittmotor den Effektivwert
des Antriebspulses noch genauer, so dass der Effektivwert des dem Schrittmotor zugeführten
Antriebspulses eine Mindestenergie erhält, welche immer noch den Schrittmotor antreiben
kann. Der Energieverbrauch des Schrittmotors wird so verringert.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun anhand eines
weiteren Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben,
in welchen:
1 ein Blockdiagramm ist, welches eine
Zeitgebervorrichtung zeigt, die eine Steuer/Regeleinrichtung der vorliegenden Erfindung
enthält;
2 ein schematisches Diagramm einer Zusammensetzungsschaltung,
welche Pulssignale mit verschiedenen Tastfaktoren zusammensetzt, in einer Pulsgeneratorschaltung
der Steuer/Regeleinrichtung der 1 ist;
3 ein Flussdiagramm ist, welches das
Verfahren zeigt, in welchem die Steuer/Regeleinrichtung der 1
einen Antriebspuls eines verschiedenen Effektivwerts erzeugt;
4 ein Zeitdiagramm ist, welches zeigt,
wie die in 2 gezeigte Zusammensetzungsschaltung den
Antriebspuls von einem Pulssignal unter Verwendung der Pulssignale mit verschiedenen
Tastfaktoren zusammensetzt; und
5 ein Zeitdiagramm ist, welches zeigt,
wie ein Pulssignal eines verschiedenen Tastfaktors basierend auf einem Zusammensetzungssignal
zusammengesetzt wird, welches von dem in 4 gezeigten
verschieden ist, und wie der Antriebspuls basierend auf dem Pulssignal zusammengesetzt
wird.
Auf die Zeichnungen Bezug nehmend wird nun eine Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung behandelt. 1 ist ein Blockdiagramm,
welches allgemein eine Zeitgebervorrichtung 1 der vorliegenden Erfindung
zeigt. Die Zeitgebervorrichtung 1 umfasst einen Schrittmotor
10, eine Steuer/Regeleinrichtung 20 zur Steuerung/Regelung des
Schrittmotors 10, ein Räderwerk 50 zur Übertragung der Drehung
des Schrittmotors 10 und einen Sekundenzeiger 61, einen Minutenzeiger
62 und einen Stundenzeiger 63, welche durch das Räderwerk
50 angetrieben werden. Der Schrittmotor 10 umfasst eine Antriebsspule
11, welche eine magnetische Kraft in Reaktion auf einen von der Steuer/Regeleinrichtung
20 zugeführten Antriebspuls erzeugt, einen durch die Antriebsspule
11 erregten Stator 12 und einen Rotor 13, welcher innerhalb
des Stators 12 dreht. Der Rotor 13 ist ein scheibenartiger Zweipol-Permanentmagnet
und besteht aus einem Einphasen-Schrittmotor 10 vom PM-Typ (Permanentmagnet-Drehtyp).
Der Stator 12 ist mit magnetisch gesättigten Abschnitten 17 versehen,
so dass verschiedene Pole jeweils unter der Magnetkraft der Antriebsspule
11 in Phasen 15 und 16 um den Rotor 13 erzeugt
werden. Um die Drehrichtung des Rotors 13 zu steuern/regeln, besitzt der
Stator 12 eine Innenkerbe an einer geeigneten Position an ihrem Innenumfang.
Bei dieser Anordnung findet ein Verzahnungsmoment (cogging torque) statt, um den
Rotor 13 an seiner richtigen Position zu stoppen.
Die Drehung des Rotors 13 des Schrittmotors 10 wird
zu jedem Zeiger durch das Räderwerk 50 übertragen, welches ein fünftes
Rad und Ritzel 51, welches mit dem Rotor 13 über ein Ritzel kämmt,
ein viertes Rad und Ritzel 52, ein drittes Rad und Ritzel 53,
ein zweites Rad und Ritzel 54, ein Minutenrad 55 und ein Stundenrad
56 umfasst. Der Sekundenzeiger 61 ist mit der Welle des vierten
Rads und Ritzels 52 verbunden, der Minutenzeiger 62 ist mit der
Welle des zweiten Rads und Ritzels 54 verbunden und der Stundenzeiger
63 ist mit der Welle des Stundenrads 56 verbunden. Die Zeit wird
durch diese Zeiger angezeigt, welche sich im Takt mit dem Motor
13 bewegen. Ein Getriebemechanismus (nicht gezeigt) kann mit dem Räderwerk
50 verbunden sein, um das Jahr, den Monat und den Tag anzuzeigen.
Die Zeitgebervorrichtung 1 zeigt die Zeit an, während der
Schrittmotor 10 dreht. Der Schrittmotor 10 wird mit einem Antriebspuls
in Synchronisation mit einem Zeitsignal einer vorbestimmten Frequenz (1 Hz) versorgt.
Die Steuer/Regeleinrichtung 20 zur Steuerung/Regelung des Schrittmotors
10 umfasst eine Oszillatorschaltung 22, welche einen Referenzpuls
BP mit einer Referenzfrequenz unter Verwendung einer Referenzoszillationsquelle
21, wie z. B. eines Kristalloszillators, ausgibt, einen Frequenzteiler
23, welcher eine Frequenzteilung des Referenzpulses vornimmt, um Pulse
WP1-WPm (m ist eine ganze Zahl) mit verschiedenen Frequenzen auszugeben, einen Pulssignalgenerator
(Wellenform-Former) 25, welcher ein Pulssignal ausgibt, das verwendet wird,
um den Antriebspuls zu erzeugen, welcher dem Schrittmotor 10 zuzuführen
ist, basierend auf einer Gruppe von Pulsen 24, welche von dem Frequenzteiler
23 zugeführt werden. Der Pulssignalgenerator 25 gibt eine Mehrzahl
von Pulssignalen aus. In dieser Ausführungsform gibt der Pulssignalgenerator
25 beispielsweise ein Pulssignal P1 zur Erzeugung des Antriebspulses DP,
welcher dem Schrittmotor 10 zuzuführen ist, ein Pulssignal (Zusatzpuls)
P2, welcher verwendet wird, um einen ausreichend großen Antriebspuls dem Schrittmotor
10 zur Drehung zuzuführen, wenn der Schrittmotor 10 nicht zu drehen
beginnt, und ein Pulssignal P3 zur Erzeugung eines Entmagnetisierungspulses PE,
um die magnetische Kraft zu Entmagnetisieren, welche im Anschluss an die Zufuhr
des großen Antriebspulses in der Antriebsspule 11 resident ist.
Die Steuer/Regeleinrichtung 20 umfasst auch eine Antriebssteuer/Regelschaltung
30, welche CMOS-Transistoren 32 und 33 in einer Antriebsschaltung
31 in Reaktion auf diese von dem Pulssignalgenerator 25 zugeführten
Signale steuert/regelt. Die Antriebsschaltung 31 steuert/regelt die Antriebssteuer/Regelschaltung
30, und führt den Antriebspuls der Antriebsspule 11 in dem Schrittmotor
10 zu. Der Schrittmotor 10 dreht auf diese Weise. Mit der Verdrahtung,
welche den Antriebspuls von der Antriebsschaltung 31 zu der Antriebsspule
11 leitet, ist ein Detektor 39 verbunden, welcher die Drehung
des Rotors 13 durch Aufnehmen einer induzierten Spannung infolge der Zufuhr
des Antriebspulses erfasst. Die Antriebssteuer/Regelschaltung 30 wird mit
einem Erfassungssignal von dem Detektor 39 versorgt, so dass der Antriebspuls
eines geeigneteren Effektivwerts den Schrittmotor 10 zu einer geeigneteren
Zeit zugeführt wird.
Die Steuer/Regeleinrichtung 20 erzeugt den Antriebspuls DP,
welcher aus einer Mehrzahl von Unterpulsen mit engen Pulsweiten aufgebaut ist und
der Effektivwert des Antriebspulses DP wird durch eine Änderung der Tastfaktoren
der Unterpulse gesteuert/geregelt. Zu diesem Zweck gibt der Pulssignalgenerator
25 Pulssignale GP1–GPn (n ist eine ganze Zahl) zur Erzeugung der
Unterpulse aus, welche verschiedene Tastfaktoren besitzen.
Auf 2 Bezug nehmend, erzeugt der Pulssignalgenerator
25 das Pulssignal GPi mit einem verschiedenen Tastfaktor. Der Pulssignalgenerator
25 in dieser Ausführungsform umfasst eine Mehrzahl von Generatorschaltungen
27, die jeweils ein Pulssignal GPi erzeugen mit einer Auflösung (Schrittweite)
eines Tastfaktors von 1/16 basierend auf der Referenzfrequenz BP von 32 kHz und
einem Pulssignal WPh einer geeigneten Frequenz, beispielsweise 2 kHz, in welche
die Referenzfrequenz BP unterteilt ist. Das in der Generatorschaltung
27 erzeugte Pulssignal GPi wird der Antriebssteuer/Regelschaltung
30 zugeführt. Der Pulssignalgenerator 25 umfasst in dieser Ausführungsform
eine Auswahlschaltung 28, welche Pulssignale GPi und GPi + 2 empfängt,
mit einer Tastfaktordifferenz von 1/16 dazwischen, welche von der Generatorschaltung
27 ausgegeben werden. Die Auswahlschaltung 28 ist eine Zusammensetzungsschaltung,
welche abwechselnd das Pulssignal GPi und das Pulssignal GPi + 2 mit den verschiedenen
Tastfaktoren in einem vorbestimmten Verhältnis (z. B. 50%) ausgibt und ein Pulssignal
GPi + 1 mit einem von dem des Pulssignals GPi um 1/32 verschiedenen Tastfaktor zusammensetzt.
Das Pulssignal GPi + 1 wird auch der Antriebssteuer/Regelschaltung 30 zugeführt.
Die Auswahlschaltung 28 umfasst zwei Und-Gatter
29a und 29b, deren Ausgänge miteinander verbunden sind. Das Und-Gatter
29a erhält das Pulssignal GPi und ein Zusammensetzungspulssignal CP während
das Und-Gatter 29b das Pulssignal GPi + 2 und ein Zusammensetzungssignal
CP an seinem invertierten Eingang empfängt. Die Auswahlschaltung 28 gibt
das Pulssignal GPi aus, wenn das Zusammensetzungssignal CP ein hohes Niveau besitzt
und gibt das Pulssignal GPi + 2 aus, wenn das Zusammensetzungssignal CP ein niedriges
Niveau besitzt. Wenn der Tastfaktor des Zusammensetzungssignals CP 50% beträgt,
werden das Pulssignal GPi und das Pulssignal GPi + 2 mit gleichen Dauern ausgegeben.
Die Auswahlschaltung 28 gibt somit ein Pulssignal mit einem Zwischentastfaktor
zwischen den Pulssignalen GPi und GPi + 2 mit einer Schrittweite von 1/16 aus, nämlich
das Pulssignal GPi + 1 mit einer Schrittweite von 1/32. Das Pulssignal GPi + 1 wie
auch die Pulssignale GPi und GPi + 2 werden der Antriebssteuer/Regelschaltung zugeführt
und verwendet, um den Effektivwert (quadratischen Mittelwert) des Antriebspulses
DP zu steuern/regeln.
3 ist ein Flussdiagramm, welches das
Verfahren zeigt, in welchem die Steuer/Regeleinrichtung 20 den Antriebspuls
DP mit einem geeigneten Effektivwert erzeugt. Im Schritt ST1 gibt der Oszillator
22 den Referenzpuls BP aus. Im Schritt ST2 erzeugt die Mehrzahl von Generatorschaltungen
27 in dem Pulssignalgenerator 25 eine Mehrzahl von Pulssignalen
GPj mit verschiedenen Tastfaktoren. Nun sei GPj ein von der Generatorschaltung
27 erzeugtes ungeradzahliges Pulssignal. Im Schritt ST3 werden ein Paar
benachbarte ungeradzahlige Pulssignale GPj in die Auswahlschaltung 28 eingegeben.
Die in die Auswahlschaltung 28 eingegebenen ungeradzahligen Pulssignale
werden abwechselnd gemäß dem Zusammensetzungssignal CP ausgegeben und ein geradzahliges
Pulssignal GPk wird zwischen dem ungeraden Paar zusammengesetzt. Im Schritt ST4
werden die ungeradzahligen Pulssignale GPj und das geradzahlige Pulssignal GPk,
nämlich alle von dem Pulssignalgenerator 25 erzeugten Pulssignale GPi (i
= 1 bis n) in die Antriebssteuer/Regelschaltung 30 eingespeist. Die Antriebssteuer/Regelschaltung
30 erzeugt den Antriebspuls mit einem vorbestimmten Effektivwert basierend
auf einem Pulssignal mit einem geeigneten Tastfaktor unter diesen Pulssignalen GPi
und leitet sie zu dem Schrittmotor.
4 ist ein Zeitdiagramm, welches zeigt,
wie die Auswahlschaltung 28 ein Pulssignal mit einem Zwischentastfaktor
erzeugt. Das 2 kHz-Pulssignal GPi und das 2 kHz-Pulssignal GPi + 2 (die in
3 gezeigten ungeradzahligen Pulssignale GPj), welche
von dem Referenzpuls BP abgeleitet sind, besitzen jeweilige Tastfaktoren von 8/16
und 9/16. Durch Zusammensetzen dieser Pulssignale gemäß einem 1 kHz-Zusammensetzungssignal
CP mit einem Tastfaktor von 50% erscheinen abwechselnd das Pulssignal GPi und das
Pulssignal GPi + 2. Bei dieser Anordnung wird somit das Pulssignal GPi + 1 mit einem
Tastfaktor von 17/32 (das in 3 gezeigte geradzahlige
Pulssignal GPk) erhalten. Die Antriebssteuer/Regelschaltung 30 setzt das
Pulssignal P1 mit einer Pulsweite von 3 ms und das Pulssignal GPi + 1 zusammen,
um in dem Antriebspuls DP zu resultieren, welcher aus dem Unterpuls mit einem Tastfaktor
von 17/32 aufgebaut ist, welcher dann zu der Antriebsschaltung 31 geleitet
wird.
Auf 5 Bezug nehmend ist das Pulssignal
GPi + 1 unter Verwendung eines 0,5 kHz Zusammensetzungssignals CP' zusammengesetzt,
welches von der obigen Frequenz verschieden ist. In diesem Fall ist auch das zusammengesetzte
Pulssignal GPi + 1 aus dem Pulssignal GPi und dem Pulssignal GPi + 2 aufgebaut,
welche abwechselnd jeden halben Zyklus des Zusammensetzungssignals CP' erscheinen.
Dies führt zu dem Pulssignal GPi + 1, welches einen Tastfaktor 17/32 besitzt, wenn
es über die Periode des Zusammensetzungssignals CP' gemittelt wird. Da die Pulsweite
des Pulssignals P1 nicht mit einem ganzzahligen Vielfachen der Periode des Zusammensetzungssignals
CP' übereinstimmt, führt eine Kombination des Pulssignals GPi + 1 und des Pulssignals
P1 mit einer Pulsweite von 3 ms zu einem Antriebspuls DP, welcher aus einem Unterpuls
SP mit einem mittleren Tastfaktor von 25/48 aufgebaut ist. Durch eine Änderung des
Tastfaktors des Zusammensetzungssignals CP kann ein Pulssignal GP mit einem dazwischenliegenden
Tastfaktor ausgegeben werden. Beispielsweise kann durch das Zuführen von Zusammensetzungssignalen
von CP mit einem Tastfaktor von 25%, 50% und 75% ein Pulssignal GP mit einem Tastfaktor
mit einer Schrittweite von 1/64 erhalten werden.
Die Steuer/Regeleinrichtung 20 der Zeitgebervorrichtung
1 kombiniert die Pulssignale GPi mit den verschiedenen Tastfaktoren, welche
von dem Referenzsignal BP abgeleitet werden, unter Verwendung eines Zusammensetzungssignals
CP, beispielsweise mit einem Verhältnis von 50%, und resultiert in einem Pulssignal
GPi + 1 mit einem Tastfaktor, welcher zwischen den Tastfaktoren dieser Pulssignale
GPi liegt. Unter Verwendung der Pulssignale GPi und GPi + 1 steuert/regelt die Steuer/Regeleinrichtung
20 die Tastfaktoren der Unterpulse in einer Schrittweite enger als der
direkt von dem Referenzsignal BP abgeleiteten Schrittweite und steuert/regelt daher
den Effektivwert des Antriebspulses DP in einer höheren Auflösung als der des Referenzpulses
BP. Wenn eine Frequenz des Referenzsignals gegeben ist, welche niedriger als die
Frequenz des herkömmlichen Referenzsignals BP ist, kann die Steuer/Regeleinrichtung
20 immer noch den Effektivwert des Antriebspulses DP mit einer Steuer/Regelgenauigkeit
vergleichbar mit der einer herkömmlichen steuern/regeln. Selbst mit einem Niederfrequenzreferenzsignal
BP kann ein geeigneter Antriebspuls mit einem geeigneten Effektivwert eine Zunahme
des Energieverbrauchs des Motors verhindern. Durch eine Änderung des Tastfaktors
des Zusammensetzungspulses CP wird die Steuer/Regelschrittgröße weiter verengt,
was den Energieverbrauch des Motors weiter reduziert.
Eine Verringerung der Frequenz des Referenzsignals BP reduziert den
Energieverbrauch des Oszillators 22 und die Anzahl an Frequenzteilungsstufen
in dem Frequenzteiler 23. Der Energieverbrauch der Schaltung der Vorrichtung
wird so verringert. In der Vorrichtung 1 verringert die Verwendung des
Niederfrequenzreferenzsignals BP den Gesamtenergieverbrauch. Durch eine Steuerung/Regelung
des Tastfaktors des Zusammensetzungssignals wird die Frequenz des Referenzsignals
BP noch weiter verringert, was zu einer weiteren Verringerung des Energieverbrauchs
führt.
Wenn dieselbe Oszillationsfrequenz gegeben ist, steuert/regelt die
vorliegende Erfindung den Effektivwert des Motorantriebspulses
in einer genaueren Weise. Gemäß der Steuer/Regeleinrichtung und dem Verfahren zur
Steuerung/Regelung des Schrittmotors wird der Effektivwert des dem Schrittmotor
zugeführten Antriebspulses genau auf eine Mindestenergie gesteuert/geregelt, welche
immer noch den Schrittmotor antreiben kann. Der Energieverbrauch des Schrittmotors
wird so verringert.
Die vorliegende Erfindung wurde in Verbindung mit Zweiphasen-Schrittmotoren
erörtert, welche bevorzugt in der Zeitgebervorrichtung verwendet werden. Die vorliegende
Erfindung arbeitet effektiv in Mehrphasen-(zwei Phasen oder höher)Motoren. Das Antriebsverfahren
des Schrittmotors ist nicht auf eine 1-Phasenerregung begrenzt. Der Schrittmotor
kann in einer 2-Phasenerregung oder in einer 1–2 Phasenerregung angetrieben
werden. Der durch die Steuer/Regeleinrichtung und das Steuer/Regelverfahren der
vorliegenden Erfindung gesteuerte/geregelte Schrittmotor ist nicht auf den PM-Typ
begrenzt. Die vorliegende Erfindung kann bei Motoren vom VR-Typ und vom Hybridtyp
angewendet werden.
Gemäß der Steuer/Regeleinrichtung und dem Steuer/Regelverfahren der
vorliegenden Erfindung werden die Pulse mit den verschiedenen Tastfaktoren, welche
von dem Niederfrequenzreferenzsignal hergeleitet sind, kombiniert, um ein Pulssignal
mit einem Zwischentastfaktor zusammenzusetzen. Selbst mit der verringerten Referenzsignalfrequenz
wird der Tastfaktor des Antriebspulses in einer Schrittweite gleich oder feiner
als der der herkömmlichen Technik gesteuert/geregelt. Der Mittelwert des dem Schrittmotor
zugeführten Antriebspulses wird genau auf eine Mindestenergie gesteuert/geregelt,
welche immer noch den Schrittmotor antreiben kann. Der Energieverbrauch des Schrittmotors
wird so verringert. Die Verringerung der Referenzsignalfrequenz resultiert in der
Verringerung des Energieverbrauchs der Schaltung der Vorrichtung und der Energieverbrauch
für das Antreiben des Schrittmotors wird so verringert.
Da die vorliegende Erfindung den Energieverbrauch der Steuer/Regeleinrichtung
zum Steuern/Regeln des Schrittmotors verringert, sind die Steuer/Regeleinrichtung
und das Steuer/Regelverfahren für eine tragbare Vorrichtung geeignet, welche heutzutage
ein kompakteres Design und Multifunktionen bietet. Beispielsweise verbraucht eine
tragbare Vorrichtung wie z. B. eine elektronische Armbanduhr mehr Energie mit einer
Multifunktionsfähigkeit, während ihr kompaktes Design die Verwendung einer großen
Batterie schwierig macht. Anstelle einer Batterie verwenden manche Armbanduhren
einen Generator wie z. B. eine Solarzelle. Selbst in einer solchen Zeitgebervorrichtung
mit einer kleinen Energieerzeugungskapazität dient das Steuer/Regelverfahren und
die Steuer/Regeleinrichtung der vorliegenden Erfindung dem Energiesparzweck. Ein
Langzeit- und zuverlässiger Zeitgeberbetrieb ist sichergestellt. Eine Vielfalt anderer
Funktionen, welche an der elektronischen Armbanduhr verfügbar sind, werden auch
erfüllt.