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Dokumentenidentifikation DE10009675B4 28.10.2004
Titel Seitenaufprallschutz
Anmelder DURA Automotive Plettenberg Entwicklungs- und Vertriebs GmbH, 58840 Plettenberg, DE
Erfinder Heuel, Gerhard, 57482 Wenden, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 29.02.2000
DE-Aktenzeichen 10009675
Offenlegungstag 13.09.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.2004
IPC-Hauptklasse B60R 21/02
IPC-Nebenklasse B60J 5/00   B62D 25/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Seitenaufprallschutz für ein Fahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeug, insbesondere eine Fahrzeug- oder Kraftfahrzeugtüre, mit einem Seitenaufprallträger.

Zum Schutz der Insassen von Kraftfahrzeugen werden Seitenaufprallträger verwendet, die in die Seitenwand des Kraftfahrzeugs, im allgemeinen in die Türe eines Kraftfahrzeugs, eingebaut sind.

Aus der DE 199 27 926 A1 ist eine Kraftfahrzeugtüre bekannt, in deren Inneren wenigstens eine längenverstellbare Strebe angeordnet ist, die mit einem ersten Strebenende an einem scharniernahen Abschnitt der Türe und mit einem zweiten Strebenende an einem scharnierfernen Abschnitt der Türe fixiert ist. Die längenverstellbare Strebe kann als Zugband ausgebildet sein, das die Seitenaufprallverstärkung überquert.

Aus der DE 16 88 483 U1 ist eine Kraftfahrzeugtüre bekannt, bei der ein waagrecht oder annähernd waagrecht verlaufender dreh- und biegungssteifer Träger die senkrechten Falzbleche des Rahmenprofils miteinander verbindet. Unterhalb des Trägers befinden sich unter einem Winkel Bowdenzüge.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Seitenaufprallschutz vorzuschlagen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Der Seitenaufprallschutz umfaßt einen Bowdenzug, der in einem Winkel zum Seitenaufprallträger verläuft und der durch die Seitenwand bzw. Seitenwände des Seitenaufprallträgers geführt ist. Bei einem Aufprall wird die Seitenwand bzw. die Türe nach innen verformt. Hierdurch wird der Bowdenzug unter Spannung gesetzt. Durch den Bowdenzug kann ein großer Teil der Aufprallenergie aufgenommen werden.

Vorteilhaft ist es, wenn zwei Bowdenzüge vorgesehen sind, wobei sich die beiden Bowdenzüge vorzugsweise kreuzen. Bei Bedarf könnten auch noch mehr Bowdenzüge in der Seitenwand bzw. Türe angeordnet werden.

Vorteilhaft ist es, wenn der Seitenaufprallträger ein Profil mit einer oder mehreren Seitenwänden aufweist. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn der oder die Bowdenzüge durch eine oder mehrere Seitenwände des Seitenaufprallträgers geführt sind.

Die Erfindung betrifft ferner ein Fahrzeug oder eine Fahrzeugtüre, die durch einen erfindungsgemäßen Seitenaufprallschutz gekennzeichnet sind.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen im einzelnen erläutert. In der Zeichnung zeigt

1 eine Kraftfahrzeugtüre in einer Seitenansicht,

2 einen Anlenkpunkt eines Bowdenzuges in einer vergrößerten Darstellung,

3 die Fahrzeugtüre gemäß 1 in einer Ansicht von oben und

4 einen Schnitt längs der Linie A-A in 3.

Die in 1 gezeigte Kraftfahrzeugtür besteht aus einem Türkasten 1, in den ein Türrahmen 2 eingeschraubt ist. Mit dem Türkasten 1 ist ein Seitenaufprallträger 3 verbunden, der im wesentlichen horizontal verläuft, der allerdings leicht von vorne oben nach hinten unten geneigt ist.

In dem Türkasten sind zwei Bowdenzüge 4, 5 vorhanden, die jeweils in einem Winkel zum Seitenaufprallträger 3 verlaufen. Die Bowdenzüge 4, 5 sind X-förmig angeordnet, wobei ihr Kreuzungspunkt im Bereich des Seitenaufprallträgers 3 liegt. Sie können aus Seilen, beispielsweise Drahtseilen bestehen, sie können allerdings auch als Stangen, vorzugsweise aus Metall, realisiert sein.

Die Bowdenzüge 4, 5 sind mit dem Türkasten 1 verbunden. Eine Verbindungsmöglichkeit ist in 2 dargestellt. Dort ist der Bowdenzug 4 mit einer an seinem Ende befindlichen Öse 6 in einen Vorsprung 7 eingehängt, der an einem Scharnier 8 vorgesehen ist, das um eine horizontale Achse 9 schwenkbar ist.

Der Seitenaufprallträger 3 ist in der aus 3 ersichtlichen Weise innerhalb der Außenhaut 10 der Kraftfahrzeugtüre angeordnet. Er weist ein U-förmiges Profil auf, das in 4 im Querschnitt dargestellt ist und das aus den Seitenteilen 11 und 12 sowie der Basis 13 besteht. Die Basis 13 ist der Außenhaut 10 zugewandt. In den Seitenteilen 11 und 12 sind Löcher 14 vorgesehen, durch die die Bowdenzüge 4, 5 hindurchtreten können. Die Bowdenzüge 4, 5 sind durch die Seitenteile 11, 12 des U-Profils des Seitenaufprallträgers 3 geführt.

Durch die Erfindung wird ein Seitenaufprallträger mit Bowdenzügen geschaffen, der die Insassen eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs, im Fall eines Seitenaufpralls bzw. „Side Impact" schützt. Ein besonderer Vorteil liegt darin, daß eine überaus platzsparende Anordnung möglich ist. Im Falle eines Seitenaufpralls wird die Eindringtiefe in der Tür zum Fahrzeugraum vermindert. Durch die im Ausführungsbeispiel gezeigte 6-Punkt-Anbindung kann die Energieaufnahme und – verteilung optimiert werden. Die Schloßöffnung erfolgt über eine Anbindung im Schloßbereich.


Anspruch[de]
  1. Seitenaufprallschutz für ein Fahrzeug, insbesondere für eine Fahrzeugtüre, mit einem Seitenaufprallträger (3) und mit einem Bowdenzug (4, 5), der in einem Winkel zum Seitenaufprallträger (3) verläuft und der durch die Seitenwand oder Seitenwände des Seitenaufprallträgers (3) geführt ist.
  2. Seitenaufprallschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Bowdenzüge (4, 5) vorhanden sind.
  3. Seitenaufprallschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Bowdenzüge (4, 5) kreuzen.
  4. Seitenaufprallschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenaufprallträger (3) ein U-Profil aufweist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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