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Dokumentenidentifikation DE102004016344A1 28.10.2004
Titel Wärmetauscher
Anmelder Sanden Corp., Isesaki, Gunma, JP;
Fuji Jukogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Wada, Naoki, Isesaki, Gunma, JP;
Fujisaki, Takashi, Isesaki, Gunma, JP;
Makuta, Yuji, Tokio/Tokyo, JP;
Fukushima, Mamoru, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter PRÜFER & PARTNER GbR, 81545 München
DE-Anmeldedatum 02.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004016344
Offenlegungstag 28.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.2004
IPC-Hauptklasse F28F 21/00
IPC-Nebenklasse F28F 9/02   F28D 1/00   
Zusammenfassung Ein Wärmetauscher enthält einen Wärmetauscherkern (4), einen Einfülltank (5) zum Einfüllen eines Wärmeübertragungsmediums in den Wärmetauscherkern und einen Auslasstank (6) zur Aufnahme des Wärmeübertragungsmediums, das von dem Wärmetauscherkern (4) ausgestoßen wird. Materialien, die zur Ausbildung des Einfülltanks und des Auslasstanks verwendet werden, unterscheiden sich voneinander. Die Eigenschaften, die für die jeweiligen Tanks erwünscht sind, können erhalten werden, und während ein unnötiger Anstieg der Kosten zur Herstellung des Wärmetauschers reduziert oder vermieden werden kann, kann die Leistungsfähigkeit des Wärmetauschers verbessert werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Wärmetauscher mit einem Wärmetauscherkern und Einfüll- und Auslasstanks für ein Wärmeübertragungsmedium. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf einen Wärmetauscher, der für die Verwendung als Zwischenkühler geeignet ist.

Es ist ein Wärmetauscher bekannt, der einen Wärmetauscherkern besitzt, der aus abwechselnd geschichteten Wärmeübertragungsröhren und Rippen besteht, und bei dem ein Einfülltank zum Einfüllen eines Wärmeübertragungsmediums in den Wärmetauscherkern, und ein Auslasstank zum Aufnehmen des aus dem Wärmetauscherkern ausgestoßenen Wärmeübertragungsmedium an dem Wärmetauscherkern befestigt sind. Ein solcher Wärmetauscher ist beispielsweise in der japanischen Patentveröffentlichung JP-A-5-1896 beschrieben. Solch ein Wärmetauscher kann auf verschiedenen Gebieten angewendet werden, einschließlich als Wärmetauscher, der in einem Kühlkreislauf für Fahrzeuge oder als Zwischenkühler zum Kühlen eines aufgeladenen Gases von einem Turbolader oder Aufladegerät verwendet wird. In einem solchen Wärmetauscher werden im Allgemeinen beide Tanks aus Metall hergestellt, beispielsweise wie in der japanischen Patentveröffentlichung JP-A-9-79787 beschrieben wird, oder aus einem Harz, wie beispielsweise in der japanischen Patentveröffentlichung JP-A-2002-195043 beschrieben wird, und beide Tanks sind aus dem selben Material.

Wenn im Allgemeinen ein Wärmetauscher in einem Fahrzeug eingebaut wird, sind verbesserte Leistungen von Eigenschaften erwünscht, wie einer Druckwiderstandsfähigkeit, einer thermischen Widerstandsfähigkeit und einer Fähigkeit zur Geräuschdämpfung, im Vergleich zu Wärmetauschern, die auf anderen Gebieten verwendet werden. Bei einem Zwischenkühler beispielsweise, bei dem der Einfüll- und der Auslasstank für das Wärmeübertragungsmedium an einem Wärmetauscherkern befestigt sind, der aus Wärmeübertragungsröhren und Rippen besteht, die abwechselnd angeordnet sind, ist eine hohe thermische Widerstandsfähigkeit für den Einfülltank erwünscht, da hochtemperiertes, aufgeladenes Gas in diesen Tank eingefüllt wird. Deshalb wurden sowohl der Einfülltank als auch der Auslasstank aus teurem Material hergestellt, das eine hohe thermische Widerstandsfähigkeit aufweist, wodurch eine gewünschte thermische Widerstandsfähigkeit für den Einfülltank erzielt wird. Jedoch ist in Bezug zu dem Auslasstank eines solchen Zwischenkühlers eine verbesserte Fähigkeit zur Geräuschdämpfung erwünscht, mehr als die hohe Temperaturwiderstandsfähigkeit wie beim Einfülltank. Wenn der Auslasstank also aus dem selben teuren Material, das eine hohe thermische Widerstandsfähigkeit besitzt, hergestellt wird, können sich die Herstellungskosten des Zwischenkühlers erhöhen. Darüber hinaus können die jeweiligen Eigenschaften, die für den Einfülltank und den Auslasstank erwünscht sind, nicht ausreichend zufrieden gestellt werden.

In einer solchen Situation kann der Auslasstank mit einem Abdeckungsmaterial, das aus Gummi oder einem Harz besteht, überzogen werden, um die Fähigkeit zur Geräuschdämpfung des Auslasstankes zu verbessern. Wenn ein solches Überzugsmaterial vorgesehen ist, können sich die Kosten des Zwischenkühlers ferner aufgrund der Anzahl der Wärmetauscherteile und der Zunahme der Herstellungsschritte beim Herstellungsprozess erhöhen.

Demgemäß ist es ein technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung, einen Wärmetauscher bereitzustellen, der zur Verwendung in einem Fahrzeug geeignet ist, insbesondere einen, der für die Verwendung als Zwischenkühler geeignet ist. Der Wärmetauscher kann verbesserte oder optimale Eigenschaften für den Einfülltank und den Auslasstank für das Wärmeübertragungsmedium besitzen, die an jedem Ende des Wärmetauscherkerns jeweils angebracht sind, ohne die Herstellungskosten oder das Gewicht oder beides des Wärmetauschers zu erhöhen.

Um die vorgenannten und andere technische Vorteile zu erzielen, ist ein Wärmetauscher gemäß Anspruch 1 vorgesehen. Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Der Wärmetauscher weist einen Wärmetauscherkern auf, sowie einen Einfülltank, der an dem Wärmetauscherkern angebracht ist, um ein Wärmeübertragungsmedium in den Wärmetauscherkern einzufüllen, und einen Auslasstank, der an dem Wärmetauscherkern angebracht ist, um das Wärmetauschermedium, das von dem Wärmetauscherkern ausgelassen wird, aufzunehmen. In diesem Wärmetauscher unterscheiden sich die Materialen, die zur Herstellung des Einfülltanks und des Auslasstanks verwendet werden, voneinander.

Bei dem Wärmetauscher sind der Einfülltank und der Auslasstank am Wärmetauscherkern befestigt, beispielsweise an den Enden des Wärmetauscherkerns, wobei sie einander gegenüberliegen. Die Eigenschaften, die für den Einfülltank erwünscht sind, und diejenigen, die für den Auslasstank erwünscht sind, unterscheiden sich voneinander. Beispielsweise ist dann, wenn der Wärmetauscher ein Zwischenkühler ist, eine ausreichende thermische Widerstandsfähigkeit für den Einfülltank erwünscht, in den ein hochtemperiertes, aufgeladenes Gas eingeführt wird.

Folglich ist es vorteilhaft, dass eine Wärmeleitfähigkeit des Materials, das zur Herstellung des Einfülltanks verwendet wird, größer als eine Wärmeleitfähigkeit des Materials ist, das für die Herstellung des Auslasstanks verwendet wird. Als ein Ergebnis dieser Konfiguration kann die thermische Widerstandsfähigkeit, die für den Einfülltank erwünscht ist, erreicht werden, während die Kosten des Wärmetauschers insgesamt reduziert werden können. Andererseits kann eine Geräuschdämpfungseigenschaft im Gegensatz zu der oben beschriebenen thermischen Widerstandsfähigkeit für den Auslasstank des Zwischenkühlers erwünscht sein. Deshalb ist es in diesem Fall vorteilhaft, dass ein spezifisches Gewicht des Materials, das zur Herstellung des Auslasstanks verwendet wird, größer als ein spezifisches Gewicht des Materials, das zur Herstellung des Einfülltanks verwendet wird, ist. Durch diese Konfiguration kann die geräuschdämpfende Eigenschaft, die für den Auslasstank erwünscht ist, erzielt werden, während die Kosten des Wärmetauschers insgesamt reduziert werden können.

Das Material, das zur Herstellung von wenigstens dem oben beschriebenen Einfülltank oder dem Auslasstank verwendet wird, ist nicht strikt beschränkt, und es kann ein Metall (beispielsweise Aluminium oder eine Aluminiumlegierung) oder ein Harz verwendet werden. Ein Polyamid, insbesondere ein aliphatisches Polyamid, kann als bevorzugtes Harz verwendet werden. Wenn der Wärmetauscher beispielsweise ein Zwischenkühler ist, können beide Eigenschaften, die jeweils für den Einfüll- und den Auslasstank gewünscht sind, zufrieden gestellt werden, wenn der Einfülltank aus einem Polyhexamethylenadipoamid ("66-Nylonharz") hergestellt ist, und der Auslasstank aus einem Polycaprolactam ("6-Nylonharz") hergestellt ist, während die Kosten des Wärmetauschers insgesamt reduziert werden können.

Des Weiteren kann ein anorganisches Material zu dem oben beschriebenen Harz (Harzen) hinzugefügt werden, das dazu verwendet wird, einen Einfülltank oder den Auslasstank oder beide herzustellen. Nichts desto trotz ist das Verhältnis an anorganischem Material, das dem Harz zugeführt wird, so, dass das zugefügte Material die Formbarkeit des Harzes nicht negativ beeinflusst. Folglich kann eine vorbestimmte Menge an anorganischem Material, beispielsweise Glasfasern hinzugefügt werden.

Die Anwendungen für den Wärmetauscher der vorliegenden Erfindung sind nicht strikt begrenzt und die Wärmetauscher der vorliegenden Erfindung können auf verschiedenen Gebieten eingesetzt werden, wie bei den Wärmetauschern, die in Fahrzeugklimaanlagen und bei Zwischenkühlern, die in Fahrzeugen eingebaut sind, verwendet werden. Insbesondere sind Wärmetauscher gemäß der vorliegenden Erfindung als Zwischenkühler geeignet, in die aufgeladenes Gas von einem Turbolader oder einem Ladegerät als Wärmeübertragungsmedium eingefüllt wird. Die Wärmetauscherstruktur ist nicht strikt begrenzt und die Wärmetauscher der vorliegenden Erfindung können eine Schichtbauart aufweisen, einen Wärmetauscherkern, bei dem der Wärmetauscherkern Wärmeübertragungsröhren und Rippen aufweist, die abwechselnd aneinander geschichtet sind.

Bei dem Wärmetauscher gemäß der vorliegenden Erfindung können bevorzugte Materialen als die Materialen zur Verwendung bei der Herstellung der jeweiligen Tanks unter Berücksichtigung der Eigenschaften wie der thermischen Widerstandfähigkeit und der Fähigkeit der Geräuschdämpfung, die für die jeweiligen Tanks wünschenswert ist, ausgewählt werden, da der Einfülltank und der Auslasstank aus Materialien hergestellt sind, die sich voneinander unterscheiden. Folglich können dadurch die für die jeweiligen Tanks gewünschten Eigenschaften leicht erzielt werden, wodurch eine hohe Leistungsfähigkeit des Wärmetauschers bei reduzierten Kosten erzielt wird, während eine unerwünschte Zunahme der Kosten, wie sie auftreten könnte, wenn die jeweiligen Tanks aus dem selben Material hergestellt werden würden, reduziert oder gar vermieden wird.

Andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden dem Fachmann anhand der nachfolgenden detaillierten Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung und der dazugehörigen Zeichnungen offensichtlich.

Für ein vollständigeres Verständnis der vorliegenden Erfindung, der dadurch erfüllten Bedürfnisse und der Aufgaben, Merkmale und Vorteile hiervon, wird auf die nachfolgende Beschreibung in Verbindung mit den dazugehörigen Zeichnungen Bezug genommen.

1 ist eine Draufsicht eines Zwischenkühlers, der als Wärmetauscher gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung vorgesehen ist.

2 ist eine perspektivische Ansicht eines Einfülltanks des Wärmetauschers, der in 1 abgebildet ist.

3 ist eine perspektivische Ansicht eines Auslasstanks des Wärmetauschers, der in 1 abgebildet ist.

4 ist eine perspektivische Ansicht eines Verbindungsabschnittes des Wärmetauscherkerns mit einem Einfülltank oder einem Auslasstank des Wärmetauschers, der in 1 abgebildet ist.

5 ist ein Diagramm, das Verhältnisse zwischen der Wärmeleitfähigkeit und dem Gehalt an Glasfasern (GF) in den Tankmaterialien des 6-Nylon (6-PA)-Harzes und des 66-Nylon (66-PA)-Harzes zeigt.

6 ist ein Diagramm, das Verhältnisse zwischen dem spezifischen Gewicht und dem Gehalt an Glasfasern (GF) in den Tankmaterialen aus 6-Nylon (6-PA)-Harz und aus 66-Nylon (66-PA)-Harz zeigt.

7 ist ein Diagramm, das Verhältnisse zwischen der Schrumpfung beim Formen (wenn die Dicke des geformten Objektes ungefähr 1mm beträgt) und dem Gehalt an Glasfasern (GF) in den Tankmaterialien aus 6-Nylon (6-PA)-Harz und aus 66-Nylon (66-PA)-Harz zeigt.

8 ist ein Diagramm, das Verhältnisse zwischen der Schrumpfung beim Formen (wenn die Dicke des geformten Gegenstandes ungefähr 3mm beträgt) und dem Gehalt an Glasfasern (GF) in den Tankmaterialien aus 6-Nylon (6-PA)-Harz und aus 66-Nylon (66-PA)-Harz zeigt.

Die 1 bis 4 zeigen einen Zwischenkühler als ein Ausführungsbeispiel eines Wärmetauschers gemäß der vorliegenden Erfindung. In 1 besitzt ein Zwischenkühler 1 einen Wärmetauscherkern 4, bei dem Wärmeübertragungsröhren 2 und Rippen 3 abwechselnd aneinander geschichtet sind. Bezug nehmend auf die 1 und 4 sind Seitenplatten 10 und 11 an den jeweils äußersten Rippen 3 in den Schichtrichtungen vorgesehen. An einem Ende des Wärmetauscherkerns 4 an einem offenen Ende der Wärmeübertragungsröhren 2 ist ein Einfülltank 5 an dem Wärmetauscherkern 4 angebracht, zum Einfüllen eines Wärmeübertragungsmediums (in diesem Ausführungsbeispiel aufgeladenes Gas aus dem Turbolader oder einem Ladegerät (nicht gezeigt)) in den Wärmetauscherkern 4. Am anderen Ende des Wärmetauscherkerns 4, entgegengesetzt zu dem oben beschriebenen Ende, ist ein Auslasstank 6 an dem Wärmetauscherkern 4 angebracht, zur Aufnahme des Wärmeübertragungsmediums (des Ladegases, das durch den Durchlass durch den Abschnitt des Wärmetauscherkerns 4 abgekühlt wurde, das aus dem Wärmetauscherkern 4 ausgestoßen wurde. Beide Tanks 5 und 6 sind durch Crimpklauen 13 die auf den Sitzplatten 12 des Wärmetauscherkerns 4 vorgesehen sind, an dem Wärmetauscherkern 4 befestigt.

Der Einfülltank 5 und der Auslasstank 6 sind aus unterschiedlichen Materialen hergestellt, wie nachfolgend beschrieben wird.

In den Zwischenkühler 1 wird Gas, das durch einen Turbolader oder ein Ladegerät (nicht gezeigt) aufgeladen ist, durch eine Einfüllöffnung 7 in den Einfülltank 5 eingefüllt. Wenn das aufgeladene Gas in die Wärmeübertragungsröhren 2 strömt, tritt ein Wärmeaustausch mit der Außenluft auf, die durch den Wärmetauscherkern 4 strömt, um das aufgeladene Gas zu kühlen, und das abgekühlte Gas wird aus dem Auslasstank 6 durch eine Auslassöffnung 8 in einen (nicht gezeigten) Motor geliefert. In dem Auslasstank 6 ist ein Luftbypassventil 9 vorgesehen, um eine Beschädigung des Tanks 6 aufgrund einer Druckzunahme des aufgeladenen Gases zu verhindern, und eine Rippenstruktur 14 ist vorgesehen, um ein Geräusch aufgrund des Durchgangs des Wärmeübertragungsmediums (des aufgeladenen Gases) zu reduzieren oder zu beseitigen.

Das aufgeladene Gas, dessen Temperatur aufgrund seiner Kompression angestiegen ist, wird in den Einfülltank 5 des Zwischenkühlers 1 eingefüllt. Deshalb ist es vorteilhaft, ein Material zu verwenden, um einen Einfülltank 5 zu bilden, das eine ausreichende Wärmeleitfähigkeit und eine ausreichende Wärmeabstrahlfähigkeit besitzt, das heißt, ein Material mit einem hohen thermischen Widerstand. Andererseits sind unterschiedliche Eigenschaften bezüglich des Materials des Auslasstanks 6 erwünscht, da das aufgeladene Gas, das in den Auslasstank 6 strömt, durch das Passieren des Wärmetauscherkerns 4 abgekühlt wird. Es ist beispielsweise eine geräuschdämmende Fähigkeit zur Reduzierung oder Vermeidung eines Geräusches aufgrund des Durchgangs des Wärmeübertragungsmediums erwünscht, mehr als die thermische Widerstandsfähigkeit des Materials, das verwendet wird, um den Einfülltank 5 zu bilden. Deshalb ist es für den Auslasstank 6 vorteilhaft, ein Material mit einem großen spezifischen Gewicht zu besitzen.

In diesem Ausführungsbeispiel ist der Einfülltank 5 aus einem Material hergestellt, das eine Wärmeleitfähigkeit besitzt, die wenigstens größer als die Wärmeleitfähigkeit eines Materials ist, das dazu verwendet wird, einen Auslasstank 6 zu bilden, und der Auslasstank 6 ist aus einem Material hergestellt, das ein spezifisches Gewicht besitzt, das wenigstens größer als das spezifische Gewicht eines Materials ist, das verwendet wird, um den Einfülltank 5 zu bilden. Genauer gesagt kann der Einfülltank 5 aus Polyhexamethylenadipoamid (66-Nylonharz, im nachfolgenden als "66-PA Harz" bezeichnet) hergestellt sein, und der Auslasstank 6 kann aus Polycaprolactam (6-Nylonharz, im nachfolgenden als "6-PA Harz" bezeichnet) hergestellt sein. Des Weiteren kann ein anorganisches Material wie beispielsweise Glasfasern entweder dem 6-PA Harz oder dem 66-PA Harz zugeführt werden. Der Gewichtsanteil an anorganischem Material kann in einem solchen Bereich liegen, dass der anorganische Materialanteil die Formeigenschaften dieser Harze nicht negativ beeinflusst.

5 zeigt die Verhältnisse zwischen dem Gehalt an Glasfasern durch Gewichtsprozent (GF((wt%)) und die Wärmeleitfähigkeiten (W/m·°C) im 6-PA Harz und 66-PA Harz. Wie in 5 demonstriert wird, ist die Wärmeleitfähigkeit von 66-PA Harz größer als die Wärmeleitfähigkeit von 6-PA Harz. Deshalb ist es verständlich, dass das 66-PA Harz geeigneter als Material für den Einfülltank 5 ist, als das 6-PA Harz. Des Weiteren nimmt die Wärmeleitfähigkeit des 66-PA Harzes zusammen mit dem Anteil an Glasfasern zu. Deshalb wird in diesem Ausführungsbeispiel 66-PA Harz, das einen Glasfaseranteil von ungefähr 30 Gewichts-% aufweist, als Material zum Ausbilden des Einfülltankes 5 verwendet.

6 zeigt die Verhältnisse zwischen dem Gehalt an Glasfasern durch Gewichtsprozent (GF(wt%)) und dem spezifischen Gewicht im 6-PA Harz und dem 66-PA Harz. Wie anhand von 6 demonstriert wird, nimmt das jeweilige spezifische Gewicht von 6-PA Harz und 66-PA Harz entsprechend der Zunahme des Gehalts an Glasfasern zu.

Die 7 und 8 zeigen Verhältnisse zwischen dem Gehalt an Glasfasern (GF(wt%)) und der Schrumpfung beim Formen beim 6-PA Harz und beim 66-PA Harz. Wie anhand der 7 und 8 demonstriert wird, ist die Schrumpfung beim Formen von 6-PA Harz trotz der Dicke eines geformten Produktes geringer als die Schrumpfung beim Formen von 66-PA Harz. Deshalb ist es verständlich, dass das 6-PA Harz dem 66-PA Harz vorzuziehen ist, aufgrund seines weiteren Temperaturbereiches bei der Formung und aufgrund seines reduzierten Schrumpfens während des Formens, wenn ein Auslasstank mit einer komplizierten Rippenstruktur 14 entwickelt wird, um die Geräuschdämpfungsfähigkeit zu verbessern. Da das 6-PA Harz im Allgemeinen höherwertige Formbarkeitseigenschaften als das 66-PA Harz besitzt, kann des Weiteren die Formbarkeitseigenschaft des 6-PA Harzes nicht negativ beeinflusst werden, sogar wenn das 6-PA Harz einen höheren Glasfasernanteil als denjenigen des 66-PA Harzes aufweist. Demgemäß wird in diesem Ausführungsbeispiel das 6-PA Harz, das Glasfasern mit einem Anteil von ungefähr 45 Gewichts-%) aufweist, als Material zur Bildung des Auslasstanks 6 verwendet.

Wie durch 6 demonstriert wird, ist das spezifische Gewicht von dem 6-PA Harz, das einen Glasfaseranteil von ungefähr 45 Gewichts-% aufweist, das in diesem Ausführungsbeispiel als Material zur Ausbildung des Auslasstanks 6 verwendet wird, höher als das spezifische Gewicht von dem 66-PA Harz, das einen Glasfaseranteil von ungefähr 30 Gewichts-% aufweist, das in diesem Ausführungsbeispiel als Material zur Ausbildung des Einfülltanks 5 verwendet wird. Darüber hinaus kann die Verwendung des 6-PA Harzes als Material zur Ausbildung des Auslasstanks 6 eine Kostenreduzierung erzielen, da die Kosten des 6-PA Harzes im Allgemeinen niedriger als die des 66-PA Harzes sind.

Somit sind der Einfülltank 5 und der Auslasstank 6 aus Materialien hergestellt, die sich in diesem Ausführungsbeispiel voneinander unterscheiden. Insbesondere das Material, das zur Ausbildung des Einfülltanks 5 verwendet wird, besitzt vorzugsweise eine höhere thermische Widerstandsfähigkeit, weil es hochtemperiertes, aufgeladenes Gas aufnimmt. Somit wird das 66-PA Harz, das einen Glasfasergehalt von ungefähr 50 Gewichts-% aufweist, das eine höhere Wärmeleitfähigkeit besitzt als die Wärmeleitfähigkeit des 6-PA Harzes, das einen Glasfaseranteil von ungefähr 45 Gewichts-% besitzt und zur Ausbildung des Auslasstankes 6 verwendet wird, zur Ausbildung des Einfülltankes 5 verwendet. Da der Auslasstank 6 ein Material erfordert, das mehr eine signifikante Geräuschdämpfungsfähigkeit als eine thermische Widerstandsfähigkeit besitzt, wird das 6-PA Harz, das einen Glasfaseranteil von ungefähr 45 Gewichts-% aufweist und ein spezifisches Gewicht besitzt, das größer als das spezifische Gewicht von 66-PA Harz ist, das einen Glasfaseranteil von ungefähr 30 Gewichts-% aufweist und zur Ausbildung des Einfülltanks 5 verwendet wird, zur Ausbildung des Auslasstanks 6 verwendet. Deshalb können die Eigenschaften, die für die Tanks 5 und 6 gewünscht sind, jeweils zufrieden gestellt werden, während ein unnötiger Kostenanstieg zur Herstellung des Zwischenkühlers 1 reduziert oder vermieden werden kann.

Obwohl jeder der Tanks 5 und 6 in diesem Ausführungsbeispiel aus Harzen hergestellt wird, kann einer der Tanks aus einem Metall hergestellt sein und der andere Tank kann aus einem Harz hergestellt sein. Des Weiteren können beide Tanks aus Metall hergestellt sein. Solche alternativen Tankmaterialien werden in Abhängigkeit von den oben beschriebenen Eigenschaften in Bezug auf die geeigneten Harze ausgewählt.


Anspruch[de]
  1. Wärmetauscher, der folgende Bauteile aufweist:

    einen Wärmetauscherkern (4),

    einen Einfülltank (5), der an dem Wärmetauscherkern angebracht ist, zum Einfüllen eines Wärmeübertragungsmediums in den Wärmetauscherkern; und

    einen Auslasstank (6), der an dem Wärmetauscherkern angebracht ist, zum Aufnehmen des Wärmeübertragungsmediums, das von dem Wärmetauscherkern ausgestoßen wird, wobei sich die Materialien, die zur Ausbildung des Einfülltanks (5) und des Auslasstanks (6) verwendet werden, voneinander unterscheiden.
  2. Wärmetauscher gemäß Anspruch 1, wobei der Einfülltank (5) und der Auslasstank (6) an den einander entgegengesetzten Enden des Wärmetauscherkerns (4) an dem Wärmetauscherkern (4) befestigt sind.
  3. Wärmetauscher gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei eine Wärmeleitfähigkeit des Materials, das zur Ausbildung des Einfülltanks (5) verwendet wird, größer als eine Wärmeleitfähigkeit des Materials ist, das zur Bildung des Auslasstanks (6) verwendet wird.
  4. Wärmetauscher gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei ein spezifisches Gewicht des Materials, das zur Ausbildung des Auslasstanks (6) verwendet wird, größer als ein spezifisches Gewicht des Materials ist, das zur Ausbildung des Einfülltanks (5) verwendet wird.
  5. Wärmetauscher gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Einfülltank (5) und/oder der Auslasstank (6) aus einem Harz hergestellt ist.
  6. Wärmetauscher gemäß Anspruch 5, wobei das Harz ein Polyamid ist.
  7. Wärmetauscher gemäß Anspruch 6, wobei das Polyamid ein aliphatisches Polyamid ist.
  8. Wärmetauscher gemäß Anspruch 5, wobei das Harz des Weiteren ein anorganisches Material aufweist.
  9. Wärmetauscher gemäß Anspruch 8, wobei das anorganische Material Glasfasern sind.
  10. Wärmetauscher gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Wärmetauscherkern (4) eine Mehrzahl von Wärmeübertragungsröhren und Rippen besitzt, die abwechselnd geschichtet sind.
  11. Wärmetauscher gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Wärmetauscher ein Zwischenkühler ist und das Wärmeübertragungsmedium aufgeladenes Gas aus einem Turbolader oder einem Ladegerät abgegeben wird.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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