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Dokumentenidentifikation DE10324027B3 28.10.2004
Titel Vorrichtung zur Sicherung einer Einbruch-Diebstahl-Warn-Anlage
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Krieg, Karl-Heinz, Dipl.-Ing. (FH), 73268 Erkenbrechtsweiler, DE;
Krug, Martin, 76189 Karlsruhe, DE;
Neubert, Clemens, Dipl.-Ing., 71111 Waldenbuch, DE
DE-Anmeldedatum 27.05.2003
DE-Aktenzeichen 10324027
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.10.2004
IPC-Hauptklasse B60R 25/10
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sicherung einer Einbruch-Diebstahl-Warn-Anlage in Kraftfahrzeugen mit einer Sirene 1, die in einem Resonanzraum 3 angeordnet ist, der durch Wandbereiche 4, 4a, 4b gebildet ist. Um eine kostengünstige Sicherung einer EDW-Anlage zu realisieren, ist ein Sensor vorgesehen, der den Bereich zwischen der Sirene 1 und den Wandbereichen 4, 4a, 4b auf Resonanzänderungen überwacht und bei einer Resonanzänderung die Sirene aktiviert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sicherung einer Einbruch-Diebstahl-Warn-Anlage (EDW-Anlage) in Kraftfahrzeugen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 101 24 551 A1 ist eine derartige Vorrichtung bekannt, die für eine EDW-Anlage geeignet ist. Eine Sirene ist in einem Resonanzraum angeordnet, der durch Wandbereiche gebildet ist. Die Wandbereiche sind derart gestaltet, dass sie ein Gehäuse bilden, in das eine Aufbohrschutzpanzerung aus einem geeigneten Panzermaterial integriert ist. Dadurch wird ein wirksamer Aufbohrschutz für die Sirene erzielt, die in der Regel aus Stahl gefertigt wird. Derartige Aufbohrschutzpanzerungen bauen relativ groß, sind entsprechend schwer und müssen von Fahrzeugtyp zu Fahrzeugtyp an die jeweils herrschenden Einbaubedingungen angepasst werden. Dementsprechend müssen relativ viele Varianten für die Aufbohrschutzpanzerungen bereitgestellt werden, wodurch die EDW-Anlage relativ teuer ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Sicherung einer EDW-Anlage zu schaffen, die relativ preiswert realisierbar ist und dabei eine Gewichtsersparnis mit sich bringt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Zusätzlich zu einer Sirene ist ein Sensor vorgesehen, der den Bereich zwischen der Sirene und den den Resonanzraum bildenden Wandbereichen auf Resonanzänderungen überwacht und bei einer Resonanzänderung die Sirene aktiviert. Resonanzänderungen treten u. a. dann auf, wenn der Resonanzraum mit Bauschaum manipuliert werden soll. Gleichermaßen tritt eine Änderung der Resonanz auf, wenn die Wandbereiche des Resonanzraumes von einem Bohrer aufgebohrt werden. Damit kann in einfacher und vor allem kostengünstiger Weise der Sensor die häufigsten Manipulationen detektieren und die Sirene aktivieren.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Sensor ein Ultraschallsensor sein, der im Fahrbetrieb auch als Abstandssensor dient. Damit kann ein Ultraschallsensor, der ohnehin bereits im Kraftfahrzeug befestigt ist und den Abstand zu anderen Fahrzeugen sensiert, zusätzlich, wenn sich das Kraftfahrzeug nicht im Fahrbetrieb befindet, als Sicherungsvorrichtung für die EDW-Anlage dienen.

In einer Ausführungsform kann die Sirene innerhalb der hinteren Stoßfängeranordnung befestigt sein.

Wenn der Ultraschallsensor und die Sirene elektrisch miteinander verbunden sind, kann der Ultraschallsensor durch eine Batterie der Sirene elektrisch versorgt werden, ohne die Fahrzeugbatterie zu beaufschlagen.

Wie die Sirene selbst, kann der Ultraschallsensor an der hinteren Stoßfängeranordnung befestigt sein, wobei die Befestigung nur dann gelöst werden kann, wenn der Kofferraum geöffnet ist bzw. der Ultraschallsensor durch den Fahrzeuginnenraum zugänglich ist. Damit ist ausgeschlossen, dass der Ultraschallsensor selbst manipuliert werden kann.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in der Figur dargestellt.

Die Figur zeigt eine Sirene 1, die in einer hinteren Stoßfängeranordnung 2 befestigt ist. Die Sirene 1 ist innerhalb eines Resonanzraums 3 angeordnet, der durch Wandbereiche 4 gebildet wird. Einer der Wandbereiche 4a ist mit Schlitzen 5 versehen, die als Schallaustrittsöffnungen wirken. In einem sich im Wesentlichen waagerecht erstreckenden Wandbereich 4b ist ein Wasserablauf 6 integriert.

An der Sirene 1 ist ein Metallbügel 7 befestigt, der einen zentral im Resonanzraum 3 angeordneten Ultraschallsensor 8 trägt. Der Ultraschallsensor 8 tastet den Resonanzraum auf mögliche Resonanzänderungen ab, die durch das Einspritzen von Bauschaum oder das Durchdringen von Bohrern hervorgerufen werden können.

Wird nun versucht, beispielsweise durch die Schallaustrittsöffnungen 5 Bauschaum in den Resonanzraum 3 einzusprühen, erfasst dies der Ultraschallsensor und aktiviert daraufhin sofort die Sirene, so dass, bevor der Bauschaum den Resonanzraum vollständig füllt, der Fahrzeugbesitzer alarmiert wird. Gleiches gilt, wenn versucht wird, einen der Wandbereiche mittels eines Bohrers aufzubohren, um die Sirene zu manipulieren.

Der Ultraschallsensor 8 kann zusätzlich zu seiner Sicherungsfunktion für die EDW-Anlage als Abstandssensor dienen. Denkbar ist auch, dass der Ultraschallsensor direkt in der Sirene 1 integriert ist. Eine elektrische Verbindung zwischen der Sirene und dem Ultraschallsensor 8 stellt die elektrische Versorgung des Ultraschallsensors 8 sicher. Bei einer Unterbrechung dieser Verbindung ist vorgesehen, dass die Sirene aktiviert wird. Die Befestigung des Ultraschallsensors 8 an der Sirene 1 kann über eine Klipsverbindung hergestellt werden. Diese Verbindung kann erst dann gelöst werden, wenn der Stoßfänger durch den geöffneten Kofferraumdeckel bzw. durch den Fahrzeuginnenraum erreichbar ist. Bei einer längeren Nichtnutzung des Kraftfahrzeugs kann eine Schaltung vorgesehen sein, die den Ultraschallsensor 8 mit der fahrzeugseitigen Batterie verbindet. Um den Stromverbrauch zu minimieren, wird der Ultraschallsensor 8 getaktet. Die Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im hinteren Stoßfänger gewährleistet, dass der Ultraschallsensor sowie die Sirene auch gegen Wasser geschützt sind. Sofern Wasser eintritt, kann dieses durch den Wasserablauf 6 im Wandbereich 4b wieder aus dem Resonanzraum 3 austreten.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Sicherung einer Einbruch-Diebstahl-Warn-Anlage in Kraftfahrzeugen mit einer Sirene, die in einem Resonanzraum angeordnet ist, der durch Wandbereiche gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (8) vorgesehen ist, der den Bereich zwischen der Sirene (1) und den Wandbereichen (4, 4a, 4b) auf Resonanzänderungen überwacht und bei einer Resonanzänderung die Sirene (1) aktiviert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor ein Ultraschallsensor (8) ist, der im Fahrbetrieb ein Abstandssensor ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sirene (1) innerhalb der hinteren Stoßfängeranordnung (2) befestigt ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallsensor (8) und die Sirene (1) elektrisch miteinander verbunden sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ultraschallsensor (8) an der hinteren Stoßfängeranordnung (2) befestigt ist, wobei ein Lösen der Befestigung nur durch einen Zugang über den Kofferraum oder den Fahrzeuginnenraum möglich ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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