Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die es ermöglicht,
Billard-Kugeln zu zählen und zu überwachen, die auf einer Schublade aufbewahrt werden,
die als Lochplatte ausgebildet ist. Die Lochplatte ist bei Billardspielern als „Ball-Tablett"
bekannt. Diese, neu gestaltete Schublade ist in ein Schubladengehäuse einschiebbar,
das mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgestattet ist. Solche Schubladengehäuse
finden sich häufig als Theken- oder Wandgeräte.
Ist die erwähnte Schublade mit einem vollständigen Satz Billardkugeln
in das erwähnte Schubladengehäuse eingeschoben, wird durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung, die eine Anordnung von elektrischen Schaltern aufweist, die im Schubladengehäuse
unter der Lochplatte angeordnet sind und von den Billardkugeln selbst geschaltet
werden, in Zusammenwirken mit einer elektronischen Einrichtung kontrolliert, ob
alle, dem jeweiligen Spielsatz entsprechenden Billardkugeln auf der Schublade vorhanden
sind.
Gleichzeitig werden die Billardkugeln gezählt, um festzustellen, wie
viele Billardkugeln evt. fehlen.
Schubladengehäuse und Schubladen, bzw. Lochplatten, die mit Löchern
zur Aufnahme von Billardkugeln und mit elektrischen Einrichtungen zu deren Zählung,
bzw. Kontrolle versehen sind, sind bekannt. Solche Schubladen-Gehäuse sind separat
oder an Billardtischen angebracht.
Es ist auch bekannt, die auf der erwähnten Schublade angeordneten
Billardkugeln mittels Mikroschaltern zu erfassen, die im Gehäuse über den Billardkugeln
angebracht sind, wobei jeder Billardkugel ein bestimmter Mikroschalter zugeordnet
ist.
Die Erfassung der einzelnen Billardkugeln ist für den kommerziellen
Spielbetrieb notwendig, denn die Entnahme eines Satzes Billardkugeln aus dem Gehäuse
setzt eine Zeitmessung in Gang. Die so erfasste Zeit wird auf der Basis eines Stundentarifs
durch eine elektronische Einrichtung in Geldwert umgerechnet, der vom Spieler zu
bezahlen ist. Hierzu ist ein Display auf der Vorderseite des Schubladengehäuses
angebracht.
Das Ende der Spielzeit wird durch die elektronische Einrichtung registriert,
wenn die Schublade mit der vollzähligen Anzahl Billardkugeln wieder in das Schubladengehäuse
eingeschoben und die Anzahl der Billardkugeln durch die erwähnten Mikroschalter
kontrolliert ist.
Diese bekannte Anordnung von Mikroschaltern im Gehäuse über den Billard-Kugeln
hat den Nachteil, dass die Betätigung der Mikroschalter bei Billardkugeln mit unterschiedlichen
Durchmessern nicht zuverlässig ist, so dass Kontroll-Fehlmeldungen die Folge sind.
Von diesem Stand der Technik geht die vorliegende Erfindung aus und
macht es sich zur Aufgabe, eine Vorrichtung zum Zählen und Überwachen von Billardkugeln
in einem Schubladengehäuse zu schaffen, das folgende Bedingungen erfüllen soll:
- 1. Die auf der Schublade angeordneten Billardkugeln sollen unabhängig von ihrem
Durchmesser im Schubladengehäuse durch Betätigen von elektrischen Schaltern erkannt
werden, wobei jeder Billardkugel ein Schalter zugeordnet ist,
- 2. die Betätigung der Schalter durch die Billardkugeln soll indirekt erfolgen,
d.h. eine Beschädigung der Schalter durch die Billardkugeln selbst soll ausgeschlossen
sein,
- 3. das Schubladengehäuse soll in der Höhe kleiner sein als bisher üblich,
- 4. die Anordnung der Schalter soll geschützt gegen Verschmutzung sein und
- 5. die Säuberung des Innenraums des Schubladengehäuses soll einfach durchführbar
sein.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Zählen und Überwachen
von Billardkugeln in einem Schubladengehäuse gemäß der Beschreibung, den Zeichnungen
und den Schutzansprüchen.
Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
1 eine Draufsicht auf ein Schubladengehäuse
mit eingeschobener, neu gestalteter Schublade, wobei das Schubladengehäuse mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung versehen ist,
2 eine Vorderansicht 1 gemäß
1,
3 einen Längsschnitt II – II gemäß
1,
4 eine Ansicht von unten einer neu gestalteten
Schublade in einer Ausführungsform, bei der 22 Bohrungen für Billardkugeln angeordnet
sind, die für die „Snooker"-Spielart nötig sind,
5 eine Ansicht von unten einer neu gestalteten
Schublade in einer Ausführungsform, bei der 16 Bohrungen für Billardkugeln angeordnet
sind, die für die „Pool"-Spielart nötig sind,
6 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen
unteren Kontaktelementes,
7 eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen
oberen Kontaktelementes,
8 eine Teil-Draufsicht der Anordnung
der unteren Kontaktelemente auf einer unteren Folie,
9 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße
Vorrichtung mit den schematisch eingezeichneten Schaltflächen und
10 einen Teil-Querschnitt III –
III gemäß 1.
Eine obere Folie 2, eine Zwischenfolie 4 und eine
untere Folie 5 bestehen aus elastischem, flexiblen Kunststoff.
Sie sind flächig zusammen geklebt. Diese so gebildete Folien-Schichtung
liegt eben auf dem Gehäuseboden 1.3 des Schubladengehäuses 1 auf.
Die elektrischen Schalter, die jeweils aus einem oberen Kontaktelement
3 und einem zugehörigen unteren Kontaktaktelement 6 bestehen,
sind innerhalb der erwähnten Folienschichtung angebracht und zwar an den Stellen,
an denen sich die Billardkugeln 30 bei eingeschobener Schublade im Schubladengehäuse
1 befinden. Somit ist jeder Billardkugel ein elektrischer Schalter zugeordnet.
Das obere Kontaktelement 3 besteht aus einem Kontaktgitter
3.1, das von einem Gitterrand 3.1.1 umgeben ist, an dem elektrisch
leitende, parallele Gitterelemente 3.1.2 angebracht sind. Dieses obere
Kontaktelement 3 ist auf der Unterseite der oberen Folie 2 an
dieser befestigt. Die Gitterelemente 3.1.2 können als Drähte ausgebildet
sein oder als schmale, flächige Elemente, die auf die obere Folie aufgeklebt oder
aufgedruckt sein. Solche Maßnahmen sind dem Fachmann geläufig.
Das untere Kontaktelement 6 ist mit geringem Abstand, bedingt
durch die Zwischenfolie 4 unter dem oberen Kontaktelement 3 auf
der unteren Folie 5 angebracht.
Das untere Kontaktelement 6 weist einen ersten Kamm
6.1 und einen zweiten Kamm 6.4 auf.
Der erste Kamm 6.1 ist mit einem rechtwinkligen ersten Kammrand
6.2 versehen, an dem längliche, schmale erste Kontaktelemente
6.3 angebracht sind, die aus elektrisch leitendem Material bestehen und
die in geringem, parallelem Abstand voneinander angeordnet sind. Am ersten Kammrand
6.2 ist eine erste elektrische Leiterbahn 10 angeschlossen, die
funktionsmäßig mit einer elektronischen Einrichtung verbunden ist, die im Schubladengehäuse
1 angebracht ist.
Gegenüber dem ersten Kamm 6.1 ist ein zweiter rechtwinkliger
Kamm 6.4 vorgesehen, der mit einem zweiten Kammrand 6.5 versehen
ist, an dem längliche, schmale zweite Kontaktelemente 6.6 angebracht sind,
die aus elektrisch leitendem Material bestehen und die in geringem, parallelem Abstand
voneinander angeordnet sind. Am zweiten Kammrand 6.5 ist eine zweite elektrische
Leiterbahn 11 angeschlossen, die ebenfalls funktionsmäßig mit der erwähnten
elektronischen Einrichtung verbunden ist.
Der erste Kammrand 6.2 und der zweite Kammrand
6.5 berühren sich nicht an ihren jeweiligen Enden.
Wie aus 10 ersichtlich, sind die ersten
Kontaktelemente 6.3 und die zweiten Kontaktelemente 6.6 parallel
nebeneinander in geringem Abstand voneinander angeordnet, ohne sich zu berühren.
Diese Anordnung ist so gestaltet, dass sich jeweils ein erstes Kontaktelement
6.3 neben einem zweiten Kontaktelement 6.6 befindet.
Wird nun die Schublade 20 mit den Billardkugeln
30 in das Schubladengehäuse 1 eingeschoben, gleiten die beiden
unteren Flächen der Schublade links und rechts jeweils auf einer Führungsleiste
1.5. Diese Führungsleisten 1.5 sind an der jeweiligen Seitenwand
1.2 befestigt. Vorteilhaft bestehen die Führungsleisten 1.5 aus
Kunststoff.
An beiden unteren Seiten ist die Schublade 20 mit je einer
Ausfräsung 20.4 versehen, deren Breite der Breite der Führungsleisten
1.5 und deren Länge der Länge der Führungsleisten entspricht.
Dadurch wird erreicht, dass sich beim Einschieben der Schublade
20 in das Schubladengehäuse 1 zuerst die vorderen unteren, nicht
ausgefrästen Seiten der Schublade auf den beiden Führungsleisten 1.5 abstützen.
Beim weiteren Einschieben gelangen auch die beiden hinteren, unten nicht ausgefrästen
Seiten der Schublade auf die Führungsleisten 1.5. Dabei berühren die Unterseiten
der Billardkugeln nicht die obere Folie 2.
Wird nun die Schublade bis zum Anschlag eingeschoben, fallen die Flächen
der Ausfräsungen 20.4 auf die Führungsleisten 1.5 auf, so dass
alle auf der Schublade liegenden Billardkugeln 30 das jeweils obere Kontaktelement
3 nach unten drücken und so die elektrischen Signale erzeugen.
Diese Funktionsstellung ist aus 10 ersichtlich.
Die Tiefe der Ausfräsungen entspricht somit dem Schaltweg, d.h. dem
Maß, um das die obere Folie 2 nach unten gedrückt wird.
Hierbei berühren die Gitterelemente 3.1.2 die
ersten Kontaktelemente 6.3 und die zweiten Kontaktelemente 6.6,
wodurch der Stromkreis des unteren Kontaktelementes 6 geschlossen ist.
ein Schaltsignal wird dann mittels der jeweiligen stromführenden ersten elektrischen
Leiterbahn 10 und der zugehörigen, stromführenden zweiten elektrischen
Leiterbahn 11 an die elektronische Einrichtung geleitet.
Die Fläche, auf der die jeweils ersten Kontaktelemente (6.3)
und die zweiten Kontaktelemente 6.6 von den Gitterelementen 3.1.2
zum Schalten berührt werden, ist ca. ein Quadratzentimeter groß. Diese Flächen sind
als Schaltflächen 60 schematisch in 9 dargestellt.
Der dazu nötige Schaltweg ist gering und die Zuverlässigkeit der Schaltung
ist infolge der elastischen Flexibilität der Folienschichtung gewährleistet.
An der Vorderseite der erwähnten Folienschichtung sind in diese ein
Display 40 und mehrere Tastschalter 41 integriert. Dazu ist das
vordere Ende der Folien-Schichtung, in dem das Display und die Tastschalter integriert
sind, längs einer Knickspur 42 nach unten abknickbar.
Unterhalb dieses abgeknickten Endes der Folienschichtung ist am Schubladen-Gehäuse
1 eine Auflagefläche 50.1 für das abgeknickte Ende der Folien
Schichtung vorgesehen. Diese Auflagefläche ist eine Fläche eines Vierkantrohres
50, das an beiden Seitenwänden 1.2 schwenkbar und und in beliebigem
Winkel feststellbar angebracht ist.
Die Schublade ist am vorderen Ende mit einem Griff 20.2 versehen.
Zur Befestigung des Griffs 20.2 sind zwei Griffbohrungen 20.5
vorgesehen.
1- Schubladengehäuse
1.1- Gehäusedecke
1.2- Seitenwände
1.3- Gehäuseboden
1.3.1- Boden-Oberfläche
1.4- Vorderwand
1.5- zwei Führungsleisten
2- obere Folie
3- oberes Kontaktelement
3.1- Kontaktgitter
3.1.1- Gitterrand
3.1.2- Gitterelemente
4- Zwischenfolie
5- untere Folie
6- unteres Kontaktelement
6.1- erster Kamm
6.2- erster Kammrand
6.3- erste Kontaktelemente
6.4- zweiter Kamm
6.5- zweiter Kammrand
6.6- zweite Kontaktelemente
10- erste elektrische Leiterbahnen
11- zweite elektrische Leiterbahnen
20- Schublade
20.1- Bohrungen
20.2- Griff
20.3- Schubladen-Seitenflächen
20.4- Ausfräsungen
20.5- Griffbohrungen
30- Billardkugeln
40- Display
41- Tastschalter
42- Knickspur
50- Vierkantrohr
50.1- Auflagefläche
60- Schaltflächen