Die vorliegende Erfindung betrifft Aufblaseinrichtungen für Vorrichtungen
wie beispielsweise protektive passive Rückhaltemittel oder "Airbags", die in Kraftfahrzeugen
verwendet werden, wie Fluchtrutschen, Lebensrettungsflöße und dergleichen. Insbesondere
betrifft die vorliegende Erfindung geformte gaserzeugende Zusammensetzungen gemäß
Anspruch 8, die in Aufblaseinrichtungen verwendet werden und ein Verfahren gemäß
Anspruch 1.
Technischer Hintergrund
Viele Vorrichtungen, beispielsweise protektive passive Rückhaltemittel
oder "Airbags", die in Kraftfahrzeugen verwendet werden, Fluchtrutschen, Lebensrettungsflöße
und dergleichen, werden normalerweise in einem abgelassenen Zustand aufbewahrt und
werden mit Gas zu dem Zeitpunkt aufgeblasen, zu dem sie benötigt werden. Solche
Vorrichtungen werden im Allgemeinen in nächster Nähe zu Menschen aufbewahrt und
verwendet und müssen deswegen mit einem hohen Sicherheitsfaktor entwickelt werden,
der zu allen Zeitpunkten wirksam ist.
Das Aufblasen wird im Allgemeinen mittels Gas erreicht, beispielsweise
Luft, Stickstoff, Kohlendioxid, Helium und dergleichen, das unter Druck aufbewahrt
wird und das weiterhin zum Zeitpunkt der Verwendung durch Zusatz von Hochtemperaturverbrennungsgasprodukten
ergänzt wird, die durch die Verbrennung einer gaserzeugenden Zusammensetzung erzeugt
werden. In einigen Fällen werden die Aufblasgase alleine durch gaserzeugende Zusammensetzungen
erzeugt.
Die Bestandteile gaserzeugender Zusammensetzungen sind in mechanischen
Aufblaseinrichtungen in Form von Pulvern, Körnern, Pellets oder dergleichen enthalten.
Eine besonders übliche Art und Weise, gaserzeugende Zusammensetzungen in Aufblaseinrichtungen
einzubringen besteht darin, die Zusammensetzungen zu festen Strukturen auszubilden
oder zu formen.
Ein Anliegen bei geformten gaserzeugenden Zusammensetzungen ist, dass
sie, damit sie formbar sind, im Allgemeinen Bindemittel-Bestandteile einschließen,
von denen einige unter dem Verdacht stehen, gefährliche Verbrennungsprodukte zu
erzeugen. Beispielsweise steht Polyvinylchlorid (PVC) unter dem Verdacht, polychlorierte
Biphenyle (PCBs) zu erzeugen, wenn es bei erhöhten Temperaturen verbrannt wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von geformten gaserzeugenden
Zusammensetzungen im Verfahren nach Anspruch 1, die keine Bindemittelbestandteile
einschließen, die unter dem Verdacht stehen, gefährliche Verbrennungsprodukte zu
erzeugen. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere die Verwendung formbarer
gaserzeugender Zusammensetzungen im Verfahren nach Anspruch 1, die die Verwendung
von Polyvinylchlorid (PVC)-Bindemitteln vermeidet.
Gaserzeugende Zusammensetzungen, die Hydroxyl-terminiertes Polybutadien
enthalten, sind aus EP 0 194 180 zur Verwendung
in Treibgasen, aus US 4 184 031 in Raketentreibgasen
und aus EP 0 685 368 (Stand der Technik
gemäß Artikel 54(3) EPÜ) zur Verwendung in Hybrid-Airbag-Aufblassystemen, bekannt.
Offenbarung der Erfindung
Es ist demgemäß eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, gaserzeugende
Zusammensetzungen zu verwenden, die zu festen Strukturen geformt werden können.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, gaserzeugende
Zusammensetzungen zu verwenden, die spritzgegossen oder extrudiert werden können.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, formbare gaserzeugende
Zusammensetzungen zu verwenden, die keine Bindemittelbestandteile einschließen,
die gefährliche Verbrennungsprodukte erzeugen.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, formbare gaserzeugende
Zusammensetzungen zu verwenden, die keine Polyvinylchlorid-Bindemittel-Bestandteile
enthalten.
Es ist eine noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, formbare
gaserzeugende Zusammensetzungen zu verwenden, die Hydroxyl-terminierte Polybutadien(HTPB)Bindemittelsysteme
enthalten.
Es ist eine noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, formbare
gaserzeugende Zusammensetzungen zu verwenden, die rasch gehärtet werden können.
Es ist eine noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, formbare
gaserzeugende Zusammensetzungen zu verwenden, die in ungefähr 7 Minuten oder weniger
gehärtet werden können.
Eine noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
ein Verfahren zum Formen gaserzeugender Zusammensetzungen gemäß Anspruch 1 bereitzustellen.
Es ist eine noch weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zur Formung gaserzeugender Zusammensetzungen, die Hydroxyl-terminierte Polybutadien(HTPB)-Bindemittelsysteme
enthalten, die rasch gehärtet werden können, bereitzustellen.
Gemäß dieser und weiterer Aufgaben der vorliegenden Erfindung, die
im weiteren Verlauf der Beschreibung offensichtlich werden, stellt die vorliegende
Erfindung eine geformte gaserzeugende Zusammensetzung gemäß Anspruch 8 bereit, die
folgendes einschließt:
einen Oxidationsmittel-Bestandteil;
einen Hydroxyl-terminierten Polybutadienbindemittel-Bestandteil;
einen Härter zum Härten des Hydroxyl-terminierten Polybutadien-Bindemittelbestandteils;
und
einen Härtungskatalysator zum Beschleunigen der Härtungsgeschwindigkeit des Hydroxylterminierten
Polybutadien-Bestandteils.
Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zur Ausbildung
einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung nach Anspruch 1 bereit, das folgendes
umfasst:
Bilden einer formbaren gaserzeugenden Zusammensetzung, die einen Oxidationsmittel-Bestandteil,
einen Hydroxyl-terminierten Polybutadienbindemittel-Bestandteil, einen Härter zum
Härten des Hydroxyl-terminierten Polybutadienbindemittel-Bestandteils und einen
Härtungskatalysator zur Beschleunigung der Härtungsgeschwindigkeit des Hydroxyl-terminierten
Polybutadien-Bestandteils einschließt;
Formen der formbaren gaserzeugenden Zusammensetzung; und
Härten der geformten gaserzeugenden Zusammensetzung.
Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin eine Aufblaseinrichtung
zum Aufblasen von Rettungsvorrichtungen bereit, wobei die Aufblaseinrichtung eine
geformte gaserzeugende Zusammensetzung nach Anspruch 8 einschließt, die im wesentlichen
aus einem Oxidationsmittel-Bestandteil und einem Hydroxyl-terminierten Polybutadienbindemittel-Bestandteil
besteht.
Beste Art und Weise die Erfindung auszuführen
Die vorliegende Erfindung betrifft gaserzeugende Zusammensetzungen,
die nach Entzünden rasch große Mengen gasförmiger Reaktionsprodukte erzeugen. Die
gaserzeugenden Zusammensetzungen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden,
sind formbar. In dieser Hinsicht können diese so hergestellt werden, dass sie eine
geeignete Viskosität zum Spritzgießen, zur Extrusion oder dergleichen aufweisen.
Nach dem Formen kann die Zusammensetzung zur Bildung fester Strukturen gehärtet
werden.
Bei Gebrauch werden die gaserzeugenden Zusammensetzungen zu festen
Formen geformt, die in mechanischen Aufblaseinrichtungen, beispielsweise protektiven
passiven Rückhaltemitteln oder "Airbags", die in Kraftfahrzeugen verwendet werden,
Fluchtrutschen, Lebensrettungsflößen oder dergleichen enthalten sind. Die vorliegenden
gaserzeugenden Zusammensetzungen können in Verbindung mit Aufblasvorrichtungen verwendet
werden, die in erster Linie auf gespeichertem unter Druck gesetztem Gas und verbrennbaren
gaserzeugenden Zusammensetzungen beruhen, um den Druck des gespeicherten Gases zum
Zeitpunkt der Verwendung zu ergänzen. Alternativ können die vorliegenden gaserzeugenden
Zusammensetzungen als primäre Gasquelle verwendet werden, die zum Aufblasen einer
Aufblasvorrichtung verwendet werden.
Wenn sie in mechanische Aufblasvorrichtungen eingebaut werden, können
die geformten gaserzeugenden Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung durch
eine konventionelle Zündquelle oder Starter entzündet werden. Wenn sie in Verbindung
mit protektiven passiven Rückhaltemitteln oder "Airbags", verwendet
in Kraftfahrzeugen, verwendet werden, können elektrische Anzündinitiatoren, die
nach einem wahrgenommenen Aufprall des Kraftfahrzeugs aktiviert werden, zum Entzünden
der gaserzeugenden Zusammensetzungen verwendet werden.
Die gaserzeugenden Zusammensetzungen, die in der vorliegenden Erfindung
gemäß Anspruch 8 verwendet werden, schließen einen Oxidationsmittelbestandteil,
einen Bindemittelbestandteil, der als Treibstoff dient, einen Härter für den Bindemittelbestandteil
und einen Härtungskatalysator ein. Für die Zwecke der Gaserzeugung schließen essentielle
Bestandteile den Oxidationsmittelbestandteil und den Bindemittelbestandteil ein.
Für die Zwecke des Formens und Härtens der gaserzeugenden Zusammensetzung können
der Härter und der Härtungskatalysator als essentielle bzw. wesentliche Bestandteile
betrachtet werden. Es sollte jedoch klar sein, dass der Härtungskatalysator nur
dann notwendig ist, wenn eine Beschleunigung der Härtungsgeschwindigkeit der Zusammensetzungen
erwünscht ist.
Geeignete Oxidationsmittel, die in den gaserzeugenden Zusammensetzungen
verwendet werden können, schließen Alkalimetallborate, Alkalimetallperchlorate und
Gemische hiervon ein. Beispiele für diese Oxidationsmittel schließen Natriumchlorat,
Kaliumchlorat, Lithiumchlorat, Natriumperchlorat, Kaliumperchlorat und Lithiumperchlorat
ein. Weitere Oxidationsmittel, die verwendet werden können, schließen Erdalkalimetallperchlorate
und Ammoniumperchlorat ein.
Ein Oxidationsmittel, das sich für die Zwecke der vorliegenden Erfindung
als besonders brauchbar herausgestellt hat, ist Kaliumperchlorat.
Der in den gaserzeugenden Zusammensetzungen verwendete Bindemittelbestandteil
ist ein Hydroxyl-terminiertes Polybutadien (HTPB). Dieses Bindemittel dient sowohl
als Bindemittel als auch als Treibstoffbestandteil in der Zusammensetzung. Es hat
sich herausgestellt, dass Hydroxyl-terminiertes Polybutadien ein wünschenswerter
Bindemittelbestandteil ist, weil er keine gefährlichen Verbindungen nach Verbrennung
erzeugt.
Ein Härter für das Bindemittel ist in der gaserzeugenden Zusammensetzung
mit enthalten. Der Härter verursacht, dass der Bindemittelbestandteil während des
Formungsprozesses aushärtet.
Härter schließen Isocyanate und Diisocyanate, insbesondere Di-polyfunktionelle
Diisocyanate ein. Beispielhafte Härter schließen Hexamethylendiisocyanat, Polyphenylmethylenisocyanat,
Isophorondiisocyanat, Dimeryldiisocyanat und dergleichen ein.
Zusätzlich zum Härtungsmittel wird ein Härtungskatalysator in die
gaserzeugenden Zusammensetzungen eingeschlossen. Der Härtungskatalysator beschleunigt
die Aushärtungsgeschwindigkeit der gaserzeugenden Zusammensetzungen, so dass sie
rasch nach dem Formen gehärtet werden können.
Die Härtungskatalysatoren werden aus der Gruppe ausgewählt, die aus
Dibutylzinndilaurat und Gemischen hiervon besteht. Der Härtungskatalysator beschleunigt
das Härten der gaserzeugenden Zusammensetzungen, so dass sie rasch geformt werden
können.
In bevorzugten Ausführungsformen umfasst der Oxidationsmittelbestandteil
ungefähr 83 bis 95 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzungen, umfassen der Bindemittelbestandteil
und der Härter zusammen ungefähr 5 bis 17 Gew.-% der Zusammensetzung und umfasst
der Härtungskatalysator ungefähr 0,025 bis 0,5 Gew.-% der Zusammensetzung.
In bevorzugteren Ausführungsformen umfasst der Oxidationsmittelbestandteil
ungefähr 85 bis 90 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzung, umfassen der Bindemittel-Bestandteil
und das Härtungsmittel zusammen ungefähr 10 bis 15 Gew.-% der Zusammensetzung und
umfasst der Härtungskatalysator ungefähr 0,025 bis 0,5 Gew.-% der Zusammensetzung.
In noch mehr bevorzugten Ausführungsformen umfasst der Oxidationsmittelbestandteil
ungefähr 88 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzungen, der Bindemittelbestandteil
und der Härter zusammen ungefähr 11,8 bis 11,9 Gew.-% der Zusammensetzung und der
Härtungskatalysator ungefähr 0,1 bis 0,2 Gew.-% der Zusammensetzung.
Die gaserzeugenden Zusammensetzungen, die in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, weisen eine Härtungsgeschwindigkeit von weniger als 7 Minuten
und typischerweise zwischen ungefähr 3 bis 5 Minuten über einem
Temperaturbereich von ungefähr 93,3 bis 190,6°C (200 bis 375°F) auf. Die
Härtungsgeschwindigkeit der gaserzeugenden Zusammensetzungen, die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, hängt von der Härtungstemperatur ab, wie man erwarten
würde. Die raschesten Härtungszeiten werden bei höheren Härtungstemperaturen erzielt.
Die Obergrenze der Härtungstemperatur liegt gerade unterhalb der Zersetzungstemperatur
der Zusammensetzung. Deswegen sollte für die Zwecke der vorliegenden Erfindung die
obere Härtungstemperatur auf ungefähr 190,6°C (375°F) beschränkt werden.
In bevorzugten Ausführungsformen hat sich herausgestellt, dass eine
Zusammensetzung, die ungefähr 88 Gew.-% des Oxidationsmittel-Bestandteils, ungefähr
11,8 bis 11,9 Gew.-% des Bindemittel-Bestandteils und ungefähr 0,1 bis 0,2 Gew.-%
des Härtungskatalysators mit einschloss, eine Härtungsgeschwindigkeit zwischen ungefähr
3 bis 5 Minuten bei 176,7°C (350°F) aufwies.
Die gaserzeugenden Zusammensetzungen, die in der vorliegenden Erfindung
verwendet werden, werden durch Vermischen der einzelnen Bestandteile miteinander
hergestellt. Bei der Herstellung der Zusammensetzung können der Bindemittel-Bestandteil
und der Oxidationsmittel-Bestandteil zusammen vorgemischt werden. Es wird bevorzugt,
den Härter und den Härtungskatalysator zum Bindemittel-Bestandteil und zum Oxidationsmittel-Bestandteil
knapp vor dem Formen und Extrudieren der Zusammensetzung zuzusetzen, so dass die
Zusammensetzung nicht vorzeitig zu härten beginnt.
Die Bestandteile können unter Verwendung herkömmlicher Mischgeräte,
Mixer, Mühlen etc. zusammengemischt werden, von denen bekannt ist, dass sie zum
Vermischen pyrotechnischer Zusammensetzungen verwendbar sind.
Während eines typischen Extrusionsverfahrens wird eine extrudierbare
Masse der Zusammensetzung durch Vermischen der Bestandteile miteinander hergestellt.
Die extrudierbare Masse wird dann in einen Extruder eingebracht und nach Bedarf
extrudiert und blockiert bzw. in Blöcke zerlegt. Als nächstes wird die extrudierbare
Masse extrudiert, frei geschnitten und gehärtet.
Die Viskosität der gemischten Zusammensetzung kann, wie notwendig,
durch Einbau eines entfernbaren Lösungsmittels wie beispielsweise Ethylacetat, Aceton,
Ethylalkohol oder Gemischen hiervon, eingestellt werden. Die notwendige Viskosität
für die Extrusion (oder das Spritzgießen) kann einfach auf Grundlage der Spezifikationen
der verwendeten Verarbeitungsvorrichtung bestimmt werden.
Zusätzlich zu den oben diskutierten Bestandteilen können andere Bestandteile,
beispielsweise konventionelle Stabilisatoren, Farbstoffe, opazitätserhöhende Mittel
und dergleichen wie erwünscht eingeschlossen werden. Ein bevorzugter Stabilisator,
der in den folgenden Beispielen verwendet wird, schließt Triphenylwismut, Maleinsäureanhydrid
und Magnesiumoxid ein, die zusammen in im wesentlichen gleichen Anteilen oder ungefähr
2 : 1 : 1 verwendet werden.
Merkmale und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung werden weiter
aus den nachfolgenden, nicht einschränkenden Beispielen verständlich werden, die
für beispielhafte Zwecke eingeschlossen sind. In diesen Beispielen und in der gesamten
Beschreibung sind die Prozentsätze als Gewichtsprozente angegeben, soweit nichts
anderes angezeigt ist.
Beispiel 1
In diesem Beispiel wurden vier gaserzeugende Zusammensetzungen mit
den nachfolgenden Formulierungen hergestellt:
TABELLE 1
Die obigen Zubereitungen wurden gemischt, für 3 Minuten bei 176,7°C
(350°F) einer Formhärtung unterworfen und zeigten die nachfolgenden Eigenschaften.
TABELLE 2
Dieses Daten zeigen, dass die Formulierungen den Erfordernissen für
Airbag-Generator (Aufblaseinrichtungs)-Anwendungen entsprechen.
Anspruch[de]
Verfahren zum Bilden einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung,
geeignet zur Verwendung in Aufblaseinrichtungen, umfassend:
Bilden einer formbaren gaserzeugenden Zusammensetzung, die einen Oxidationsmittelbestandteil
enthält, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Alkalimetallchloraten, Alkalimetallperchloraten,
Erdalkalimetallchloraten, Erdalkalimetallperchloraten, Ammoniumperchlorat und Gemischen
davon, einem Hydroxyl-terminierten Polybutadienbindemittelbestandteil, einem Härter,
ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Isocyanaten, Diisocyanaten
und Gemischen davon zu Härten des Hydroxyl-terminierten Polybutadienbindemittelbestandteils,
und einen Härtungskatalysator, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Triphenylbismuth,
Dibutylzinndilaurat und Gemischen davon zum Beschleunigen der Härtungsgeschwindigkeit
des Hydroxyl-terminierten Polybutadienbindemittelbestandteils;
Formen der formbaren gaserzeugenden Zusammensetzung durch Spritzgießen oder Extrudieren;
und
Härten der geformten gaserzeugenden Zusammensetzung.
Verfahren zum Bilden einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung
nach Anspruch 1, wobei die gaserzeugende Zusammensetzung eine Härtungsgeschwindigkeit
von 5 Minuten oder weniger bei einer Temperatur von 93,3 bis 190,6°C (200 bis
375°F) aufweist.
Verfahren zum Bilden einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung
nach Anspruch 1, wobei die gaserzeugende Zusammensetzung weiterhin ein entfernbares
Lösungsmittel aufweist.
Verfahren zum Bilden einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung
nach Anspruch 1, wobei die formbare gaserzeugende Zusammensetzung ungefähr 85 bis
95 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmacht, der Hydroxyl-terminierte
Polybutadienbindemittelbestandteil und das Härtungsmittel zusammen ungefähr 5 bis
15 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmachen, und der Härtungskatalysator
etwa 0,025 bis 0,5 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmacht.
Verfahren zum Bilden einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung
nach Anspruch 4, wobei die formbare gaserzeugende Zusammensetzung ungefähr 85 bis
90 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmacht, der Hydroxyl-terminierte
Polybutadienbindemittelbestandteil und das Härtungsmittel zusammen ungefähr 10 bis
15 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmachen, und der Härtungskatalysator
etwa 0,025 bis 0,5 Gew.-% der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmacht.
Verfahren zum Bilden einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung
nach Anspruch 5, wobei die formbare gaserzeugende Zusammensetzung ungefähr 88 Gew.-%
der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmacht, der Hydroxyl-terminierte Polybutadienbindemittelbestandteil
und das Härtungsmittel zusammen ungefähr 11,8 bis 11,9 Gew.-% der gaserzeugenden
Zusammensetzung ausmachen, und der Härtungskatalysator etwa 0,01 bis 0,2 Gew.-%
der gaserzeugenden Zusammensetzung ausmacht.
Verfahren zum Bilden einer geformten gaserzeugenden Zusammensetzung
nach Anspruch 6, wobei die gaserzeugende Zusammensetzung eine Härtungszeit von etwa
3 Minuten bei einer Temperatur von etwa 176,7°C (350°F) aufweist.
Geformte gaserzeugende Zusammensetzung, erhältlich durch das Verfahren
gemäß Anspruch 1.