Die fossilen Brennstoffreserven der Welt beziehen sich bevorzugt auf
Steinkohle, Braunkohle, Öl und Gas.
Diese Vorräte sind bei weitem nicht so groß wie die Vorräte des fossilen
Brennstoffs Ölschiefer.
In neuerer Zeit wird der Brennstoff Ölschiefer mehr und mehr in die
Planung berücksichtigt zur Erzeugung von Strom als Energieträger.
Der Nachteil bei einem ökonomisch ökologischen Prozeß der Erzeugung
von elektrischem Strom durch Ölschiefer liegt begründet in der geringen Temperatur,
die ein Ölschieferkessel in der Verbrennung erzeugt, so dass Dioxine und Furane
im Temperaturbereich von 900° C erzeugt werden.
Um Dioxine und Furane in einem sicheren Temperaturbereich zu vernichten,
ist es notwendig, dass die Temperatur auf einen hohen Wert , also über 1200°
C Feuerungstemperatur, wie bei der Erzeugung von fossilen Kohlestromerzeugungsanlagen
hochgefahren wird.
Dieses ist mit Gaskesseln, Ölkesseln, Stein- oder Braunkohlekesseln
möglich, jedoch mit Kesselanlagen, die Dampf aus Ölschieferverbrennungsanlagen herstellen,
ist diese Gewähr nicht gegeben.
Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, daß in dem Bereich, dort
wo die Temperaturgrenze durch Ölschiefer ist, weitere Überhitzerflächen angeordnet
werden, die vorzugsweise durch eine Steinkohleeinblastechnik oder eine Einblastechnik
mittels Braunkohle, Öl und/oder Gas hochgeheizt werden durch eine aufgestockte Nachverbrennung
auf Temperaturen wobei direkt oder indirekt durch eine im Bypass angeordnete Heißgastechnik
die Temperaturen auf bis zu 1400°C und mehr hochgeheizt werden, wodurch Dioxine
und Furane vermieden werden.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebene
Ausbildungsform beschränkt, sondern es sind zahlreiche Abänderungen möglich, ohne
jedoch den Grundgedanken zu verlassen, daß in einer Ölschieferverbrennungsanlage
nach dem maximalen Brennwert durch Ölschiefer durch eine Nachverbrennungsstufe,
die mit Steinkohle oder Braunkohle geheizt wird, oder auch durch andere Energieträger
eine Endtemperatur erreicht wird, die garantiert, daß Dioxine und Furane im Abgas
nicht mehr vorhanden sind.