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Dokumentenidentifikation DE202004011753U1 04.11.2004
Titel Glastür
Anmelder DORMA GmbH + Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
Vertreter Ginzel, L., Dipl.-Ing., 58256 Ennepetal
DE-Aktenzeichen 202004011753
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.11.2004
Registration date 30.09.2004
Application date from patent application 27.07.2004
IPC-Hauptklasse E06B 3/02
IPC-Nebenklasse E06B 3/66   E06B 7/21   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine rahmenlose Glastür mit zwei parallel zueinander beabstandeten Scheiben und ein im Außenbereich der Scheiben umlaufendes Abstandsprofil, welches den zwischen den Scheiben angeordneten Innenraum umschließt.

Um Türen hinsichtlich Schall und Rauch abzudichten, ist es bekannt, den unteren Türspalt mit einer in vertikaler Richtung beweglichen Bodendichtung auszustatten. Beim Schließvorgang wird über eine Falle eine mechanische Verstellung betätigt, die die Dichtung auf oder in die Bodenleiste drückt. Üblicherweise werden diese Dichtungen mit einem Profil auf die Tür geklebt oder bei Plexiglas angeschraubt, so dass die transparente Gestaltung einer Glastür beeinträchtigt wird, da diese möglichst vollständig durchsichtig sein soll.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Bodendichtung mit einer Glastür mit zwei parallel zueinander beabstandeten Scheiben harmonisch und kostengünstig zu integrieren.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit der Lehre nach Anspruch 1.

Die Anordnung der Dichtung innerhalb der Glastür nutzt das schon vorhandene Abstandsprofil zur Befestigung der Bodendichtung. Dazu wird das Abstandsprofil im Bodenbereich näher an der Türkante angeordnet, als dies nach dem Stand der Technik ausgeführt wird. Zur Verwendung der bisherigen Abstandsprofile wird ein zusätzliches Befestigungsprofil mit einer vorhandenen Standardbodendichtung an das Abstandsprofil angeschraubt. Zur Nachrüstung von vertikal beweglichen Bodendichtungen in Doppelglastüren kann ein Befestigungsprofil zwischen Abstandsprofil und Bodendichtung verwendet werden. Eine weitere Verbesserung ergibt sich, wenn die gesamte Bodendichtung integraler Bestandteil des Befestigungsprofiles wird, also das Befestigungsprofil derart gestaltet wird, dass ein standardmäßiger Dichtungsrahmen einschließlich Falle, Schubvorrichtung und Dichtungsleiste in das Befestigungsprofil eingeclippt, eingeklebt, eingehängt oder eingeschoben werden kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen beispielhaft erläutert.

Es zeigen:

1: Eine schematische Gesamtdarstellung der erfindungsgemäßen Glastür,

2: eine Schnittansicht des unteren Bereiches der erfindungsgemäßen Glastür.

Die Glastür nach 1 weist zwei zueinander parallele Scheiben 1, 2 auf, die durch ein Abstandsprofil 3 voneinander getrennt und gleichzeitig miteinander verbunden sind. Das Abstandsprofil 3 ist am Außenrand der Glasscheiben 1, 2 angeordnet, wobei dies nicht bündig mit den Glaskanten erfolgt. Wenn das Abstandsprofil einen Abstand zur Außenkante der Glasscheibe aufweist, kann der verbleibende Raum genutzt werden, ein Abdeckprofil mit einem Befestigungsprofil 6 und einer Türdichtung 4 zu verwenden. Ebenso kann durch die Dicke des Abstandsprofiles 3 beeinflusst werden, wie das Schloss mit Drücker und Befestigungsplatte in der Glastür befestigt wird.

Die Schnittansicht nach 2 zeigt die zwei parallelen Scheiben 1, 2, die durch das Abstandsprofil 3 voneinander getrennt sind. Innerhalb des Abstandsprofiles 3 kann eine Dichtung 3a angeordnet sein, die den verbleibenden Innenraum der Glastür luft- bzw. gasdicht verschließt. Zur Isolation kann der Innenraum der Glastür mit Gas gefüllt sein. Unterhalb des Abstandsprofiles 3 ist über ein Befestigungsprofil 6 eine Bodendichtung 4 angeordnet. Diese besteht aus einem Dichtungsrahmen 4a, einer Falle 4b, einer Schubvorrichtung 4c und einer vertikal beweglichen Dichtleiste 4d. Beim Schließen der Tür wird die Falle 4b in die Tür gedrückt, wobei eine nicht näher dargestellte Schubvorrichtung 4c die Dichtleiste 4d auf den Boden drückt. Die Schubvorrichtung 4c kann beispielsweise als Gestängekonstruktion ausgeführt sein oder über Keile oder Federn die Dichtleiste 4d auf den Boden drücken. Beim Öffnen der Tür wird die Falle 4b wieder aus der Tür mittels Federkraft hinausgedrückt und die Dichtleiste 4d fährt in die Tür ein. Das Abdeckprofil 5 schafft eine nachträgliche Verbindung zwischen Bodendichtung 4 und Befestigungsprofil 6. Bei einer Integration der Bodendichtung 4 in das Befestigungsprofil 6 kann auf das Abdeckprofil 5 verzichtet werden, da die gesamte Bodendichtung 4 in das Befestigungsprofil 6 eingeschoben, gehängt, geklebt oder eingeclippst werden kann.

1Scheibe 2Scheibe 3Abstandsprofil 3aDichtung 4Bodendichtung 4aDichtungsrahmen 4bFalle 4cSchubvorrichtung 4dDichtleiste 5Abdeckprofil 6Befestigungsprofil

Anspruch[de]
  1. Rahmenlose Glastür mit zwei parallel zueinander beabstandeten Scheiben (1, 2), die durch ein am Außenrand der Glasscheiben umlaufendes Abstandsprofil (3), welches zwischen den Scheiben angeordnet ist, miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Befestigungsprofil (6) unterhalb des Abstandsprofiles (3) vorhanden ist, an/in dem eine Bodendichtung (4) mit einer vertikal beweglichen Dichtleiste (4d) zwischen den Glasscheiben (1, 2) zur Abdichtung des unteren Spaltes einer Tür befestigt wird.
  2. Rahmenlose Glastür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodendichtung (4) derart in das Befestigungsprofil (6) integriert ist, dass ein Dichtungsrahmen (4a) einschließlich einer Falle (4b), einer Schubvorrichtung (4c) und einer Dichtleiste (4d) in das Befestigungsprofil (6) eingehängt, eingeclippst, eingeklebt oder eingeschoben wird.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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