Die Erfindung betrifft ein elastisches schlauchartiges Band mit einer
zumindest in Bandlängsrichtung hoher Dehnbarkeit. Derartige Bänder werden für die
unterschiedlichsten Möglichkeiten eingesetzt, sei es zur Herstellung von Expandern,
sei es für die Rückstellbewegung von Türen, beispielsweise können diese Türen als
Fliegengitter ausgebildet sein und müssen immer nach dem Öffnen in den Schließzustand
überführt werden können. Von Nachteil ist, dass derartige Schlauchbänder leicht
überdehnt werden können, so dass sie dann zumindest teilweise zerstört werden und
nicht mehr ihre Aufgabe erfüllen können.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein elastisches schlauchartiges
Band der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass eine Überdehnung des elastischen
Bandes nicht eintreten kann. Trotzdem soll eine einfache und leichte Fertigung möglich
sein. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass im Inneren des schlauchartigen
Bandes eine Einlage liegt, mit einer in ihrer Längsrichtung höchstens geringen Längsdehnbarkeit,
die die Dehnbarkeit des schlauchartigen Bandes begrenzt. Durch die innere Einlage
ist es möglich, die Dehnung des schlauchartigen Bandes insoweit einzuschränken,
dass das Band nur noch in der Länge der Einlage dehnbar ist.
Vorteilhafterweise ist die Einlage so ausgebildet, dass diese genügend
Stärke hat, um bei Dehnbarkeit des Bandes die Dehnungsbegrenzung einzuhalten. Empfehlenswerterweise
entspricht die Breite der Einlage einem Drittel der inneren Breite des Schlauchbandes.
Durch diese Breite kann die Einlage an dem Ende eines Bandendes sicher festgelegt
werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass bei Belastung eine Zerstörung des
Bandes oder der Einlage eintritt.
Besonders empfehlenswert ist es, wenn die Länge der Einlage in einem
Abschnitt des schlauchartigen Bandes der gewünschten Dehnungslänge des gedehnten
Bandabschnitts entspricht. Auf diese Weise ist es möglich, dass das schlauchartige
elastische Band nur soweit gestreckt wird, wie es von der Einlage zugelassen wird.
Es kann keine Zerstörung des schlauchartigen Bandes entstehen.
Vorteilhafterweise bilden die Enden der Einlage, die an den Enden
des Bandabschnittes befestigt sind, einen Dehnungsstopp für die gesamte Ausdehnung
des Bandesabschnittes. Durch Verkürzen der Einlage kann die Dehnbarkeitslänge des
Bandes verkleinert werden, da das Band dann nicht weiter streckbar ist.
Günstigerweise ist zur Befestigung mindestens eines Bandabschnittendes
mit der Einlage das Bandabschnittende in Bandrichtung umgelegt und das Abschnittende
an dem Band festgelegt. Auf diese Weise erhält man eine sichere Halterung der Einlage
im Band, darüber hinaus kann das Band über diese Festlegungsstelle befestigt werden.
Die Festlegung kann unterschiedlich erfolgen, beispielsweise durch
Nieten, Nähen, Anknotung, Einklemmen, Einspritzen, od.dgl. Bei einem besonderen
Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgt die Befestigung mindestens eines Einlagenendes
mit einem Bandabschittsende mit Einlage durch eine Verschweißung. Empfehlenswerterweise
entspricht die Längsrichtung der Schweißstelle der Breite des Bandes. Auf diese
Weise erhält man eine sichere Festlegestelle zwischen Band und Endlage. Bei einem
besonderen Ausführungsform ist es empfehlenswert, wenn das eine Bandende mit der
Einlage lösbar befestigt ist, da hierdurch nachträglich eine Verstellung der Dehnbarkeit
reguliert und dann noch eine weitere Verkürzung der Dehnbarkeit erzielt werden kann.
Günstig ist es weiterhin, wenn ein in seiner Ausdehnung begrenzter Bandabschnitt
mit Einlage mit seinen Enden an einem Tierhalsband befestigbar ist. Auf diese Weise
erhält man ein dehnbares Halteteil für ein Tierhalsband, um auf diese Weise das
Tier, falls es freigelassen werden soll, für einen Moment auch ohne Leine halten
zu können, wobei die Dehnbarkeit bzw. Elastizität einstellbar ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsbeispielen
dargestellt und zwar zeigen:
1 eine Draufsicht auf das schlauchartige
Band mit Einlage,
2 eine Seitenansicht des schlauchartigen
Bandes, im Schnitt nach der Linie II – II der 1
3 einen Schnitt durch das schlauchartige
Band, nach der Linie III – III der Fir.
4 das Ende des schlauchartigen Bandes
in Queransicht,
5 das Ende des schlauchartigen Bandes
in Draufsicht mit einer Befestigungsstelle,
6 eine Queransicht des schlauchartigen
Bandes mit einer Schweißbefestigung,
7 ein Tierhalsband mit schlauchartigem
Band mit Einlage.
Das in 1 dargestellte schlauchartige
Band 10 ist als Textilgeflecht oder Gewebe ausgebildet, in dem elastische
Fäden 16 mit eingearbeitet sind. Das Band weist eine innere
Aufnahme 12 auf. In diese Aufnahme ist eine Einlage eingelegt, die als
Einlage 11 oder Band ausgebildet ist. Diese Einlage 11 hat eine
Breite 15, die einem Drittel der Breite des Schlauchbandes entspricht,
wie 2 zeigt.
Das schlauchartige Band wird in einem Herstellungsprozess derart gefertigt,
dass die elastischen Fäden auf die maximale zulässige Länge ausgedehnt werden, wobei
die Länge der Einlage etwa der Länge der gedehnten Fäden entspricht.
Nach Fertigstellung des Bandes mit der Eingabe zieht sich das Band
durch die gespannten Fäden zusammen und nimmt die in 1
dargestellte Lage ein. Die Einlage 11 legt sich hierbei in Falten zusammen,
wie der Bereich 13 in 3 zeigt.
Bei einer Dehnung des elastischen Bandes kann dann die Einlage wieder
ausgedehnt werden.
In einem nicht gedehnten Bandabschnitt kann ggfs. bestimmt werden,
wie weit sich der Bandabschnitt dehnen kann. Durch das Entfernen eines Teils der
Einlage und Festlegung der Band- und Einlageenden ist eine Begrenzung der Länge
der Dehnbarkeit des Bandes gegeben. Die Enden des Einbandes bilden den Dehnungsstopp,
d.h., die Enden sind an dem Ende 17 des Bandes 10 befestigt und
bilden eine Befestigungsstelle 18.
Sobald die gewünschte Dehnungslänge am Bandabschnitt eingestellt ist,
wird auch das zweite Bandende 17 mit einer Befestigungsstelle
18 versehen.
Die Befestigungsstelle 18 kann durch Umknicken des Bandes
10 gebildet werden, hierbei wird die Einlage mit umgefaltet und dann, wie
5 zeigt, mit dem Band vernäht oder wie 6
zeigt, die Befestigungsstelle im Schweißbereich 20 befestigt. Die Befestigungsstellen
des Bandabschnittes werden dann je nach Verwendungszweck an den damit auszurüstenden
Teilen befestigt, sei es, dass sie an einem Tierhalsband 21 angeordnet
werden, so dass der schlauchartige Bandabschnitt eine Art kurze Leine bildet, deren
Dehnlänge durch die Einlage begrenzt wird oder es wird mit mehreren Bandabschnitten
ein Expander gebildet, schließlich könnte der Bandabschnitt auch an einer Tür od.dgl.
befestigt werden, wobei nach dem Öffnen der Tür diese automatisch wieder geschlossen
wird, um einen maximalen Türöffnungswinkel zu schaffen.
Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungsformen nur
beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt.
Vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen und Anwendungen möglich. Wichtig ist,
dass das elastische schlauchartige Band in der Mitte in seinem Inneren eine Einlage
aufnimmt, die die maximale Dehnbarkeit des Bandes bzw. des Bandabschnittes begrenzt.
Hierbei kann vor Fertigstellung eines Bandabschnittes die Einlage auch noch bereichsweise
verkürzt werden, um so eine geringere Dehnbarkeit zu erhalten. Statt der Herstellung
als Band könnte auch ein Geflecht für die Herstellung des Bandes eingesetzt werden.
Hierbei wäre aber auch wichtig, dass die elastischen Fäden bei beiden Fällen gespannt
sind, so dass nach Freigabe der gewebte Abschnitt zusammengezogen wird und die Einlage
sich im Inneren faltet bzw. zurückzieht. Statt der Ausbildung der Einlage könnten
aber auch Kordeln und Bänder verwendet werden. Hier müsste jedoch sichergestellt
werden, dass die Befestigungsstelle zwischen Einlage und Bandende sicher gestaltet
ist, damit bei mehrmaligen Dehnungen durch das schlauchartige Band die Kordel nicht
zerschnitten wird. Hier sei noch vorgetragen, dass die Einlage keine Dehnbarkeit
haben soll bzw. gegenüber der Dehnbarkeit des Bandes nur eine schwache Dehnbarkeit
aufweisen sollte. Die beschriebenen elastischen Fäden könnten alle nicht textilen
Elastiks (Gleitfäden, Lycra*) (*eingetragenes Warenzeichen der Firma Dupont), auch
textile dehnbare Garnfäden sein. Neben den erwähnten Einsatzmöglichkeiten könnten
auch solche überdehnschutzaufweisenden Bänder als Spannbänder mit Begrenzung an
Fahrradgepäckträgern, an Expanderabschnitten, bei Trampolin-Gummiseilen, bei Spanngummis
zur Ladesicherung in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, darüber hinaus ginge der
Einsatz auch im Zusammenhang mit dem Verzurren von Gütern oder Abdeckplanen oder
aber, an Leinen und Geschirren für Klein- und Großtiere. Es sei zum Abschluss noch
erwähnt, dass das schlauchlose Band aus mehreren Bandabschnitten zusammengesetzt
ist, wobei der Ausdruck Bandabschnitt den für die Verwendung eines abgeschnittenen
Teiles des Bandes beinhaltet.
10- schlauchartiges Band
11- Einlage
12- innere Aufnahme von 10
13- gefalteter Bereich von 11
14- Breite von 10
15- Breite der Einlage
16- Gummifaden in 10
17- Bandende
18- Befestigungsstelle eines Bandabschnittes
19- Naht
20- Schweißbereich
21- Tierhalsband