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Dokumentenidentifikation DE202004011946U1 04.11.2004
Titel Elastisches Schlauchband
Anmelder Jumbo-Textilwerk Alfred Schnakenberg GmbH & Co. KG, 42279 Wuppertal, DE
Vertreter Buse, Mentzel, Ludewig, 42275 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 202004011946
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.11.2004
Registration date 30.09.2004
Application date from patent application 29.07.2004
IPC-Hauptklasse D04C 1/02
IPC-Nebenklasse D03D 15/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elastisches schlauchartiges Band mit einer zumindest in Bandlängsrichtung hoher Dehnbarkeit. Derartige Bänder werden für die unterschiedlichsten Möglichkeiten eingesetzt, sei es zur Herstellung von Expandern, sei es für die Rückstellbewegung von Türen, beispielsweise können diese Türen als Fliegengitter ausgebildet sein und müssen immer nach dem Öffnen in den Schließzustand überführt werden können. Von Nachteil ist, dass derartige Schlauchbänder leicht überdehnt werden können, so dass sie dann zumindest teilweise zerstört werden und nicht mehr ihre Aufgabe erfüllen können.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein elastisches schlauchartiges Band der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass eine Überdehnung des elastischen Bandes nicht eintreten kann. Trotzdem soll eine einfache und leichte Fertigung möglich sein. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass im Inneren des schlauchartigen Bandes eine Einlage liegt, mit einer in ihrer Längsrichtung höchstens geringen Längsdehnbarkeit, die die Dehnbarkeit des schlauchartigen Bandes begrenzt. Durch die innere Einlage ist es möglich, die Dehnung des schlauchartigen Bandes insoweit einzuschränken, dass das Band nur noch in der Länge der Einlage dehnbar ist.

Vorteilhafterweise ist die Einlage so ausgebildet, dass diese genügend Stärke hat, um bei Dehnbarkeit des Bandes die Dehnungsbegrenzung einzuhalten. Empfehlenswerterweise entspricht die Breite der Einlage einem Drittel der inneren Breite des Schlauchbandes. Durch diese Breite kann die Einlage an dem Ende eines Bandendes sicher festgelegt werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass bei Belastung eine Zerstörung des Bandes oder der Einlage eintritt.

Besonders empfehlenswert ist es, wenn die Länge der Einlage in einem Abschnitt des schlauchartigen Bandes der gewünschten Dehnungslänge des gedehnten Bandabschnitts entspricht. Auf diese Weise ist es möglich, dass das schlauchartige elastische Band nur soweit gestreckt wird, wie es von der Einlage zugelassen wird. Es kann keine Zerstörung des schlauchartigen Bandes entstehen.

Vorteilhafterweise bilden die Enden der Einlage, die an den Enden des Bandabschnittes befestigt sind, einen Dehnungsstopp für die gesamte Ausdehnung des Bandesabschnittes. Durch Verkürzen der Einlage kann die Dehnbarkeitslänge des Bandes verkleinert werden, da das Band dann nicht weiter streckbar ist.

Günstigerweise ist zur Befestigung mindestens eines Bandabschnittendes mit der Einlage das Bandabschnittende in Bandrichtung umgelegt und das Abschnittende an dem Band festgelegt. Auf diese Weise erhält man eine sichere Halterung der Einlage im Band, darüber hinaus kann das Band über diese Festlegungsstelle befestigt werden.

Die Festlegung kann unterschiedlich erfolgen, beispielsweise durch Nieten, Nähen, Anknotung, Einklemmen, Einspritzen, od.dgl. Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung erfolgt die Befestigung mindestens eines Einlagenendes mit einem Bandabschittsende mit Einlage durch eine Verschweißung. Empfehlenswerterweise entspricht die Längsrichtung der Schweißstelle der Breite des Bandes. Auf diese Weise erhält man eine sichere Festlegestelle zwischen Band und Endlage. Bei einem besonderen Ausführungsform ist es empfehlenswert, wenn das eine Bandende mit der Einlage lösbar befestigt ist, da hierdurch nachträglich eine Verstellung der Dehnbarkeit reguliert und dann noch eine weitere Verkürzung der Dehnbarkeit erzielt werden kann. Günstig ist es weiterhin, wenn ein in seiner Ausdehnung begrenzter Bandabschnitt mit Einlage mit seinen Enden an einem Tierhalsband befestigbar ist. Auf diese Weise erhält man ein dehnbares Halteteil für ein Tierhalsband, um auf diese Weise das Tier, falls es freigelassen werden soll, für einen Moment auch ohne Leine halten zu können, wobei die Dehnbarkeit bzw. Elastizität einstellbar ist.

Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt und zwar zeigen:

1 eine Draufsicht auf das schlauchartige Band mit Einlage,

2 eine Seitenansicht des schlauchartigen Bandes, im Schnitt nach der Linie II – II der 1

3 einen Schnitt durch das schlauchartige Band, nach der Linie III – III der Fir.

4 das Ende des schlauchartigen Bandes in Queransicht,

5 das Ende des schlauchartigen Bandes in Draufsicht mit einer Befestigungsstelle,

6 eine Queransicht des schlauchartigen Bandes mit einer Schweißbefestigung,

7 ein Tierhalsband mit schlauchartigem Band mit Einlage.

Das in 1 dargestellte schlauchartige Band 10 ist als Textilgeflecht oder Gewebe ausgebildet, in dem elastische Fäden 16 mit eingearbeitet sind. Das Band weist eine innere Aufnahme 12 auf. In diese Aufnahme ist eine Einlage eingelegt, die als Einlage 11 oder Band ausgebildet ist. Diese Einlage 11 hat eine Breite 15, die einem Drittel der Breite des Schlauchbandes entspricht, wie 2 zeigt.

Das schlauchartige Band wird in einem Herstellungsprozess derart gefertigt, dass die elastischen Fäden auf die maximale zulässige Länge ausgedehnt werden, wobei die Länge der Einlage etwa der Länge der gedehnten Fäden entspricht.

Nach Fertigstellung des Bandes mit der Eingabe zieht sich das Band durch die gespannten Fäden zusammen und nimmt die in 1 dargestellte Lage ein. Die Einlage 11 legt sich hierbei in Falten zusammen, wie der Bereich 13 in 3 zeigt.

Bei einer Dehnung des elastischen Bandes kann dann die Einlage wieder ausgedehnt werden.

In einem nicht gedehnten Bandabschnitt kann ggfs. bestimmt werden, wie weit sich der Bandabschnitt dehnen kann. Durch das Entfernen eines Teils der Einlage und Festlegung der Band- und Einlageenden ist eine Begrenzung der Länge der Dehnbarkeit des Bandes gegeben. Die Enden des Einbandes bilden den Dehnungsstopp, d.h., die Enden sind an dem Ende 17 des Bandes 10 befestigt und bilden eine Befestigungsstelle 18.

Sobald die gewünschte Dehnungslänge am Bandabschnitt eingestellt ist, wird auch das zweite Bandende 17 mit einer Befestigungsstelle 18 versehen.

Die Befestigungsstelle 18 kann durch Umknicken des Bandes 10 gebildet werden, hierbei wird die Einlage mit umgefaltet und dann, wie 5 zeigt, mit dem Band vernäht oder wie 6 zeigt, die Befestigungsstelle im Schweißbereich 20 befestigt. Die Befestigungsstellen des Bandabschnittes werden dann je nach Verwendungszweck an den damit auszurüstenden Teilen befestigt, sei es, dass sie an einem Tierhalsband 21 angeordnet werden, so dass der schlauchartige Bandabschnitt eine Art kurze Leine bildet, deren Dehnlänge durch die Einlage begrenzt wird oder es wird mit mehreren Bandabschnitten ein Expander gebildet, schließlich könnte der Bandabschnitt auch an einer Tür od.dgl. befestigt werden, wobei nach dem Öffnen der Tür diese automatisch wieder geschlossen wird, um einen maximalen Türöffnungswinkel zu schaffen.

Wie bereits erwähnt, sind die dargestellten Ausführungsformen nur beispielsweise Verwirklichungen der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen und Anwendungen möglich. Wichtig ist, dass das elastische schlauchartige Band in der Mitte in seinem Inneren eine Einlage aufnimmt, die die maximale Dehnbarkeit des Bandes bzw. des Bandabschnittes begrenzt. Hierbei kann vor Fertigstellung eines Bandabschnittes die Einlage auch noch bereichsweise verkürzt werden, um so eine geringere Dehnbarkeit zu erhalten. Statt der Herstellung als Band könnte auch ein Geflecht für die Herstellung des Bandes eingesetzt werden. Hierbei wäre aber auch wichtig, dass die elastischen Fäden bei beiden Fällen gespannt sind, so dass nach Freigabe der gewebte Abschnitt zusammengezogen wird und die Einlage sich im Inneren faltet bzw. zurückzieht. Statt der Ausbildung der Einlage könnten aber auch Kordeln und Bänder verwendet werden. Hier müsste jedoch sichergestellt werden, dass die Befestigungsstelle zwischen Einlage und Bandende sicher gestaltet ist, damit bei mehrmaligen Dehnungen durch das schlauchartige Band die Kordel nicht zerschnitten wird. Hier sei noch vorgetragen, dass die Einlage keine Dehnbarkeit haben soll bzw. gegenüber der Dehnbarkeit des Bandes nur eine schwache Dehnbarkeit aufweisen sollte. Die beschriebenen elastischen Fäden könnten alle nicht textilen Elastiks (Gleitfäden, Lycra*) (*eingetragenes Warenzeichen der Firma Dupont), auch textile dehnbare Garnfäden sein. Neben den erwähnten Einsatzmöglichkeiten könnten auch solche überdehnschutzaufweisenden Bänder als Spannbänder mit Begrenzung an Fahrradgepäckträgern, an Expanderabschnitten, bei Trampolin-Gummiseilen, bei Spanngummis zur Ladesicherung in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, darüber hinaus ginge der Einsatz auch im Zusammenhang mit dem Verzurren von Gütern oder Abdeckplanen oder aber, an Leinen und Geschirren für Klein- und Großtiere. Es sei zum Abschluss noch erwähnt, dass das schlauchlose Band aus mehreren Bandabschnitten zusammengesetzt ist, wobei der Ausdruck Bandabschnitt den für die Verwendung eines abgeschnittenen Teiles des Bandes beinhaltet.

10schlauchartiges Band 11Einlage 12innere Aufnahme von 10 13gefalteter Bereich von 11 14Breite von 10 15Breite der Einlage 16Gummifaden in 10 17Bandende 18Befestigungsstelle eines Bandabschnittes 19Naht 20Schweißbereich 21Tierhalsband

Anspruch[de]
  1. Elastisches schlauchartiges Band (10), insbesondere aus gummielastischem Textilgeflecht, mit zumindest in Bandlängsrichtung hoher Dehnbarkeit, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren (12) des schlauchartigen Bandes (10) eine Einlage (11) liegt, die in ihrer Längsrichtung höchstens eine geringe Längsdehnbarkeit aufweist und die Dehnbarkeit des schlauchartigen Bandes (11) begrenzt.
  2. Schlauchartiges Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage (11) eine solche Stärke hat, um bei Dehnbarkeit des Bandes die Dehnungsbegrenzung einzuhalten.
  3. Schlauchartiges Band nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (15) der Einlage (11) etwa um ein Drittel der inneren Breite (14) des Schlauchbandes (10) entspricht.
  4. Schlauchartiges Band, das die Länge der Einlage (11) in einem Bandabschnitt der Länge des gedehnten Bandabschnittes entspricht.
  5. Schlauchartiges Band nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Einlage (11), die an den Enden des Bandabschnittes befestigt sind, einen Dehnungsstopp für die Längsausdehnung des Bandabschnittes bilden.
  6. Schlauchartiges Band nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung mindestens eines Bandabschnittendes mit der Einlage das Bandabschnittende in Bandrichtung umlegt ist und das Abschnittsende an dem Band (11) festgelegt ist.
  7. Schlauchartiges Band nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Festlegung mindestens eines Einlagenendes mit einem Bandende gemeinsam verschweißt sind.
  8. Schlauchartiges Band nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrichtung der Schweißstelle (20) der Breite des Bandes (10) entspricht.
  9. Schlauchartiges Band nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verkürzung der Dehnbarkeit die Länge des Bandabschnittes die Länge der Einlage (11) in dem Bandabschnitt verkürzbar ist.
  10. Schlauchartiges Band nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein in seiner Ausdehnung begrenzter Bandabschnitt 10 mit Einlage 11 mit seinen Enden an einem Tierhalsband befestigbar ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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