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Dokumentenidentifikation DE69727210T2 04.11.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000876761
Titel Termitizidködertube zur Verwendung im Boden
Anmelder BASF AG, 67063 Ludwigshafen, DE
Erfinder Woodruff, Keith Floyd, Mountainside, US
Vertreter Reitstötter, Kinzebach & Partner (GbR), 81679 München
DE-Aktenzeichen 69727210
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.05.1997
EP-Aktenzeichen 973031545
EP-Offenlegungsdatum 11.11.1998
EP date of grant 14.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.11.2004
IPC-Hauptklasse A01M 31/00
IPC-Nebenklasse A01M 1/20   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Nachweisen und Kontrollieren der Aktivität von Termiten durch Einrichtungen, die Köder enthalten und im Boden eingesetzt sind.

US-Patent Nr. 5,329,726 offenbart ein System zum Nachweisen und Kontrollieren von Termiten mit Ausführungsformen einer Erfindung, bei welcher eine Köderkassette von einem Gehäuse das im Boden eingesetzt ist, abnehmbar empfangen werden kann. Ein nicht toxisches Ködermaterial ist in der Kassette vorgesehen, die zur Überwachung der Termitenaktivität periodisch aus dem Gehäuse entfernt werden kann. Falls es Termitenaktivität gibt, wird das ursprüngliche Ködermaterial durch ein Gift zum Kontrollieren der Termitenaktivität ersetzt. Auf Grund von Öffnungen in dem dauerhaft eingesetzten Gehäuse, erhalten die Termiten Zugang zu dem Material innerhalb des Gehäuses und werden Durchgänge aufrecht erhalten, die von den Termiten im Boden gebildet werden, und die bei den Öffnungen des Gehäuses enden, so dass sichergestellt werden kann, dass die Termiten zu den Öffnungen geführt werden. Die Offenbarung des US-Patents Nr. 5,329,726 wird ausdrücklich durch Bezugnahme hierin aufgenommen.

Des Weiteren beschreibt die WO93/23998 ein Verfahren zum Kontrollieren des Bestandes von Schädlingen, insbesondere Termiten. In Verbindung mit diesem Verfahren wird eine Vorrichtung zum Überwachen und Kontrollieren der Termiten beschrieben, welche die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 besitzt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Termizid-Köderrohrvorrichtung zum Nachweisen und Kontrollieren der Aktivität von Termiten bereit zu stellen, bei welcher der Zugang zu dem Köder, welcher in dem Innengehäuse vorgesehen ist, kontrolliert werden kann. Ferner soll ein Verfahren zum Nachweisen und Kontrollieren der Termitenaktivität bereitgestellt werden.

Des Weiteren sollen gemäß der vorliegenden Erfindung verbesserte Bodenvorrichtungen zum Überwachen und Kontrollieren der Aktivität von Termiten bereitgestellt werden, die ein Außengehäuse mit Öffnungen, das fortwährend im Boden eingesetzt ist, und ein Innengehäuse aufweist, das Köder enthält und welches abnehmbar von dem Außengehäuse empfangbar ist und das drehbar mit diesem gekoppelt werden kann, mit der die Aktivität der Termiten überwacht und kontrolliert werden kann und sichergestellt werden kann, dass die Öffnungen in dem Innen- und Außengehäuse in Ausrichtung verbleiben.

Ferner soll durch die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung des zuvor erwähnten Typs bereitgestellt werden, mit einer verbesserten entfernbaren flexiblen Abdeckung, um zu verhindern, dass an der Vorrichtung herumhantiert wird, wenn sie im Boden eingesetzt ist, und zur Sicherheit gegenüber Kindern und Haustieren.

Des Weiteren sollen durch die Erfindung verbesserte Mittel bereitgestellt werden, um das Außengehäuse im Boden zu befestigen, sowie verbesserte Mittel bereitgestellt werden um das Innengehäuse relativ zu dem festen Außengehäuse zu drehen.

Diese Aufgaben werden gelöst durch eine Vorrichtung und ein Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 10 und 11.

Andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich.

Die Vorrichtung zum Überwachung und Kontrollieren der Aktivität von Termiten beinhaltet ein erstes Außengehäuse, das zum dauerhaften Einsetzen in den Boden ausgebildet ist. Das Außengehäuse ist von einer allgemein röhrenförmigen Form und besitzt zumindest eine Öffnung in seiner Außenfläche, um den Termiten einen Zugang hinein zu ermöglichen. Zumindest ein Vorsprung erstreckt sich radial nach außen von der Außenfläche des Außengehäuses, um zu verhindern, dass sich das Außengehäuse dreht, nachdem es im Boden eingesetzt ist. Ein Innengehäuse, das zumindest eine Öffnung besitzt, umfasst eine Ködertube, die allgemein dem Aufbau des Außengehäuses entspricht und die abnehmbar innerhalb des Außengehäuses aufgenommen ist. Die innere und die äußere Tube sind auseinandernehmbar miteinander durch ein Gewinde gekoppelt und sind in einer Wirkverbindung angeordnet und relativ zueinander bewegbar, so dass eine maximale Drehung der inneren Tube relativ zu der äußeren Tube in einer vorbestimmten Richtung sicherstellt, dass die Öffnungen, die in der äußeren Tube definiert sind, in Ausrichtung mit den Öffnungen, die in der inneren Tube definiert sind, kommen können. Auf diese Weise wird die innere Tube sicher von der äußeren Tube aufgenommen, wenn die Vorrichtung in ihrer Wirkstellung ist, und die Ausrichtung der Öffnungen in der inneren und der äußeren Tube nach dem Auseinandernehmen und Wiederzusammensetzen der inneren Tube wird automatisch durch Drehung der inneren Tube um einen maximalen Winkel relativ zu der äußeren Tube erreicht.

Bei einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Boden der äußeren Tube spitz zulaufend, um das Eindringen dieser Tube in den Boden zu erleichtern, Öffnungen sind in der inneren und der äußeren Tube vorgesehen, um einen Austritt des Überschusswassers zu ermöglichen, das sich auf irgendeine Weise in dem Ködermaterial in dem Innengehäuse sammeln kann, und der Zwischenraum zwischen der Außenfläche der inneren Tube und der Innenfläche der äußeren Tube wird durch runde Vorsprünge überbrückt, die um die Öffnungen vorgesehen sind, welche in der inneren Tube vorgesehen sind, um einen kontinuierlichen Durchgang zwischen entsprechend ausgerichteten Öffnungen in den jeweiligen Tuben bereitzustellen. Ein Messbecher zum Bereitstellen von Wasser, das mit dem Ködermaterial in dem Innengehäuse vermischt werden soll, ist abnehmbar auf dem Innengehäuse durch Reibungseingriff befestigt. Splines oder Ansätze, die auf dem Umfang des Messbechers bereitgestellt sind, werden von komplementären Aussparungen empfangen, die in der inneren Tube definiert sind, damit der Messbecher und die innere Tube abnehmbar zusammenpassen können. Entsprechend bewirkt die Drehung des Messbechers eine Drehung des Innengehäuses relativ zu dem Außengehäuse zum Abnehmen und Ersetzen des Innengehäuses.

Bei einem noch weiteren Aspekt der Erfindung weist die Vorrichtung eine flexible Abdeckung auf, welche einen Mittelabschnitt besitzt, der abnehmbar oben auf dem Messbecher befestigt ist, um einen Zugang zu dem Messbecher und der inneren Tube zu verhindern. Die Abdeckung beinhaltet einen Umfangsbereich, der von einem Einschnitt empfangen wird, der in einem Flansch definiert ist, der sich radial nach außen von dem oberen Ende des Außengehäuses erstreckt. Der Mittelabschnitt der Abdeckung kann gebogen werden um den Umfangsabschnitt der Abdeckung von dem Flansch zu lösen, so dass die Splines oder Ansätze bei dem Messbecher unter der Abdeckung für eine Drehung des Messbechers durch ein Werkzeug zugänglich werden, um das Innengehäuse von dem festen Außengehäuse zu entfernen.

Der Flansch, der sich nach außen von dem oberen Abschnitt des Außengehäuses erstreckt, weist mehrere radial beabstandete Rippen auf, die zwischen sich Öffnungen definieren die es erlauben, dass Sand, Erde oder anderes Füllmaterial den Zwischenraum zwischen der Außenfläche des Außengehäuses und dem Boden ausfüllt nach dem das Außengehäuse im Boden eingesetzt ist, so dass ein durchgängiger Boden benachbart zu dem Außengehäuse bereitgestellt wird, damit Termiten Durchgänge, die zu den Öffnungen die in dem Außengehäuse definiert sind, graben können.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Nachweisen und Kontrollieren der Termiten erlaubt ein schnelles und wirksames Entfernen und Neuinstallieren der inneren Tube, die das Ködermaterial enthält, von und in die äußere Tube, die fest im Boden eingesetzt ist, wobei sichergestellt wird, dass entsprechende Öffnungen der inneren und der äußeren Tube automatisch in Ausrichtung verbleiben.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Überwachen und Kontrollieren von Termiten mit einer inneren Tube, die von der äußeren Tube aufgenommen ist, einem Messbecher, der oben in die innere Tube eingesetzt ist, und einer Abdeckung, die oben auf dem Messbecher und der inneren und äußeren Tuben befestigt ist.

2 zeigt die Vorrichtung der 1 perspektivisch, bei der ferner ein Abschnitt der äußeren Tube entfernt wurde, um einen entsprechenden Abschnitt der inneren Tube zu zeigen;

3 ist eine Aufsichtsansicht des Umfangsflansches, der sich um den oberen Abschnitt der äußeren Tube erstreckt;

4 zeigt im Detail einen Abschnitt der inneren Tube, der an die äußere Tube anstößt, um entsprechende Öffnungen in den jeweiligen Tuben auszurichten;

5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Messbechers, der oben von der inneren Tube empfangen wird, wie sie in der Vorrichtung, die in den 1 und 2 dargestellt ist, verwendet wird; und

die 6A und 6B zeigen perspektivisch die obere bzw. untere Oberfläche der flexiblen Abdeckung, die oben auf der Vorrichtung, wie sie in den 1 und 2 dargestellt ist, befestigt ist.

Die Vorrichtung zum Überwachen und Kontrollieren der Bodenaktivität von Termiten gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun in Bezug zu den 1 bis 6B der Zeichnungen erläutert. Zunächst mit Bezug zu den 1 und 2 wird ein röhrenförmiges Außengehäuse durch das Bezugszeichen 1 bezeichnet und ein röhrenförmiges Innengehäuse wird mit dem Bezugszeichen 7 bezeichnet. Wie in den 1 und 2 dargestellt, wird die innere Tube abnehmbar von der äußeren Tube durch ein eingängiges Schraubengewinde, das mit dem Bezugszeichen 6 bezeichnet ist, empfangen. Wenn die innere Tube um einen maximalen Winkel in eine vorbestimmte Richtung relativ zu der äußeren Tube entlang dem Gewinde 6 auf der inneren Tube gedreht wird, ist die Vorrichtung in ihrer Wirkstellung, wie in den 1 und 2 gezeigt, in der mehrere Eingangsschlitze 2, die abgeschrägte Führungskanten 3 aufweisen, die in der äußeren Tube ausgebildet sind, in Ausrichtung mit entsprechenden Schlitzen 8 sind, welche in der inneren Tube 7 ausgebildet sind, um einen engen Durchgang, der mit dem Bezugszeichen 4 bezeichnet ist, zum Führen der Termiten durch die äußere und die innere Tube und schließlich zu dem Ködermaterial 10 innerhalb der inneren Tube 7 zu definieren. Die Abmessungen der entsprechenden Schlitze 2 und 8, die in der äußeren und der inneren Tube ausgebildet sind, sind so gewählt, dass Termiten in die innere Tube gelangen können und mit dem Köder gefüttert werden können, jedoch größere Insekten und Tiere keinen Zugang zu dem Ködermaterial erlangen können. Die innere Tube kann wahlweise von der äußeren Tube abgenommen werden, indem die innere Tube 7 entlang dem eingängigen Schraubengewinde 6, das auf dieser ausgebildet ist, in zu der vorbestimmten Richtung entgegengesetzten Richtung gedreht wird, bis sich die innere Tube von der äußeren Tube löst und nach oben herausgehoben werden kann, so dass die Termitenaktivität bei dem Ködermaterial beobachtet und das Ködermaterial aufgefüllt oder ersetzt werden kann. Wenn die innere Tube wieder durch relative Drehung derselben um einen maximalen Winkel in der richtigen vorbestimmten Richtung eingesetzt ist, sind die entsprechenden Schlitze 8 und 2 automatisch ausgerichtet, um wieder einen kontinuierlichen Durchgang 4 zum Bereitstellen eines Zugangs durch die äußere und die innere Tube 1 bzw. 7 zu bilden.

Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das röhrenförmige Außengehäuse 1 dauerhaft und fest in den Boden eingesetzt. Das spitz zulaufende vordere Ende der äußeren Tube erleichtert das Einbringen der äußeren Tube in den Boden. Wie in den 1 und 2 dargestellt, sind mehrere sich nach außen erstreckende Elemente, die allgemein keilförmige Ausstülpungen 5 aufweisen, an der Außenfläche des röhrenförmigen Außengehäuses 1 zwischen Säulen der Schlitze 2, die auch in der Außenfläche des Außengehäuses 1 ausgebildet sind, befestigt. Die Elemente 5 erstrecken sich, wie in 2 dargestellt, vorzugsweise radial nach außen und sind entlang der Außenfläche der äußeren Tube in vertikalen Säulen angeordnet, die zwischen den vertikalen Säulen der Öffnungen 2 eingesetzt sind, die auch in der Außenfläche des röhrenförmigen Außengehäuses 1 ausgebildet sind. Die sich radial nach außen erstreckenden keilförmigen Elemente 5 sind dafür vorgesehen, dass eine Drehung des röhrenförmigen Außengehäuses 1 verhindert wird, sobald es in den Boden eingesetzt ist, und insbesondere, um eine Drehung des Außengehäuses zu verhindern, wenn das Innengehäuse relativ zu dem Außengehäuse entlang des Schraubengewindes 6 zum Abnehmen oder Einsetzen des röhrenförmigen Innengehäuses 7 in das fest eingesetzte röhrenförmige Außengehäuse 1 gedreht wird. Wie auch in 2 dargestellt, definiert das Innengehäuse 7 Entwässerungsöffnungen 11 in der Nähe des Bodens und das röhrenförmige Außengehäuse 1 definiert eine Entwässerungsöffnung 11A in der Nähe des Bodens und auch in der Nähe der Entwässerungsöffnung 11 in dem Innengehäuse. Auf diese Weise wird überschüssige Feuchtigkeit, die sich innerhalb des inneren Ködergehäuses 7 ansammelt, aus der Vorrichtung ausgelassen und sie sammelt sich nicht darin.

4 stellt den detaillierten Aufbau der ausgerichteten Öffnungen 2 und 8 dar, die in der äußeren und der inneren Tube 1 bzw. 7 ausgebildet sind, um einen der Durchgänge 4 zu bilden, der den Zugang durch die äußere und die innere Tube, d. h. ins Innere der Ködertube hinein, ermöglicht. Ein Ansatz 27, der auch in 2 dargestellt ist, ist um den allgemein rechteckförmigen Umfang eines Schlitzes 8 vorgesehen, der in der Außenfläche des Innengehäuses ausgebildet ist. Der Ansatz 27 stößt gegen die Innenfläche des Außengehäuses 1 an, so dass ein kontinuierlicher Durchgang 4 gebildet wird. Als Ergebnis des Vorsehens des sich nach außen erstreckenden Ansatzes 27 um den Schlitz 8 in dem Innengehäuse wird eine Lücke oder ein Zwischenraum 9 zwischen der Außenfläche des Innengehäuses und der Innenfläche des Außengehäuses gebildet. Der Zwischenraum 9 isoliert und schützt ferner das Ködermaterial innerhalb des röhrenförmiges Innengehäuses 7 vor dem Boden und den Umgebungsbedingungen außerhalb des röhrenförmigen Außengehäuses 1.

Erneut mit Bezug zu den 1 und 2 ist ein Ring oder ein Flansch 13 um den oberen Abschnitt des Außengehäuses 1 vorgesehen. 3 stellt eine Aufsicht von oben des sich radial nach außen erstreckenden Flansches 13 dar, der mehrere radial ausgerichtete Speichensegmente 12 aufweist, die zwischen ihnen Öffnungen 14 definieren. Die Öffnungen 14 erlauben das Einführen von Schmutz oder Sand zum Füllen jeder Lücke zwischen der Außenfläche des Außengehäuses 1 und dem Boden, in welchem die Vorrichtung eingesetzt ist, nachdem das Außengehäuse 1 zu Beginn in den Boden eingebracht worden ist. Der Umfang des Flansches 13 bildet einen Einschnitt 26, der, wie es später erläutert wird, dafür vorgesehen ist, den Rand der abnehmbaren flexiblen Abdeckung für die zusammengesetzte eingesetzte Vorrichtung zu empfangen.

5 stellt einen Messbecher dar, der allgemein mit dem Bezugszeichen 15 bezeichnet ist, der abnehmbar in durch Reibung angepassten Eingriff in der geöffneten Oberseite der inneren Ködertube 7 aufgenommen ist, wie es in den 1 und 2 dargestellt ist. Der Messbecher 15 weist in der Mitte eine Öffnung 30 an seinem Boden 32 auf, so dass Wasser nach unten auf das Ködermaterial 10 in der inneren Ködertube 7 tropfen kann. Bezugszeichen 16 in den 1 und 2 bezeichnen allgemein den Bereich, in welchem der Messbecher abnehmbar durch Reibung in den oberen Abschnitt der inneren Ködertube eingepasst ist. Wie es klarer in 2 dargestellt ist, erstrecken sich Splines oder Ansätze 17 nach außen von dem Umfang der oberen Fläche des Messbechers, und die unteren Abschnitte der Splines werden von komplementären Aussparungen 18 aufgenommen, die in dem oberen Abschnitt der inneren Ködertube 7 ausgebildet sind, damit der Messbecher sicher in der inneren Ködertube in seinem abnehmbaren reibungsangepassten Eingriff mit diesem sitzen kann. Als Ergebnis des abnehmbaren Verschlusseingriffs zwischen den Splines auf dem Messbecher und den Aussparungen in der Ködertube verursacht eine Drehung des Messbechers relativ zu dem röhrenförmigen Außengehäuse 1 auch eine entsprechende Drehung der inneren Ködertube 7 relativ zu dem röhrenförmigen Außengehäuse 1. Entsprechend ermöglicht eine Drehung der Splines auf dem Messbecher das Abnehmen oder Einsetzen der inneren Tube von oder in die äußere Tube zum Beobachten und Ersetzen des Ködermaterials in der inneren Tube.

Wenn die Vorrichtung, wie in den 1 und 2 gezeigt, zusammengesetzt ist, ist der Messbecher 15 über dem Ködermaterial 10 positioniert, das sich innerhalb des inneren Ködergehäuses 7 befindet. Die Öffnung 30, die in dem Boden 32 des Messbechers gebildet ist, erlaubt eine geeignete Wassermenge von dem Messbecher nach unten auf das Ködermaterial 10 zu tropfen, um das Ködermaterial auszulösen. Wie vorstehend erläutert, verhindern die Entwässerungsöffnungen 11 und 11A, die in dem Boden des Innen- und Außengehäuses 7 und 1 gebildet sind, dass sich überschüssiges Wasser innerhalb der Vorrichtung sammelt. Vorzugsweise wird vor dem Auslösen des Ködermaterials durch das von dem Messbecher herabtropfende Wasser die Innenwand der inneren Köderröhre 7 mit auflösbarem Papier ausgelegt, zum vorübergehenden Abdichten der Schlitze 8 in der inneren Ködertube, um zu verhindern, dass das Ködermaterial 10 durch die Schlitze während des Transports, der Befüllung oder des Einsetzens der Vorrichtung in den Boden entweicht. Das Freisetzen des Wassers aus dem Messbecher zum Befeuchten und Auslösen des Ködermaterials wird auch das Papier auflösen, das die Schlitze 8 bedeckt, so dass die Schlitze geöffnet werden und den Termiten Zugang zu dem Ködermaterial gegeben wird.

Die 6A bzw. 6B stellen die Ober- und Unterseite einer flexiblen Abdeckung 19 dar, welche oben auf der zusammengesetzten in den 1 und 2 dargestellten Vorrichtung befestigt ist. Die Abdeckung weist einen in der Mitte angeordneten Abschnitt 28 und einen sich radial erstreckenden Umfangsfelgenabschnitt 22 auf. Mehrere Klippelemente 20 sind um die Außenfläche des mittleren Abschnitts 28 der Abdeckung 19 angeordnet. Wie es am klarsten in 2 dargestellt ist, greifen die Klipps 20 in eine Umfangsfelge 21 des Messbechers 15 zur lösbaren Sicherung des mittleren Abschnitts 28 der Abdeckung 19 oben auf dem Messbecher 15 ein. Wie in den 1 und 2 dargestellt, ist der äußere Randabschnitt der Felge 22 der flexiblen Abdeckung 19 im Eingriff mit und wird gehalten von einem Einschnitt 26, der von dem Flansch 13 gebildet wird, der sich außen um den oberen Abschnitt des röhrenförmigen Außengehäuses 1 erstreckt. Wenn die flexible Abdeckung 19 oben auf der zusammengesetzten Vorrichtung, wie sie in den 1 und 2 dargestellt ist, befestigt ist, schließt der zentrale Abschnitt 28 der Abdeckung 19 die geöffnete Oberseite des Messbechers 15 ab und der Umfangsabschnitt 22 der flexiblen Abdeckung bedeckt die Oberseite des röhrenförmigen Außengehäuses 1 einschließlich den geöffneten Bereichen 14, die zwischen den sich radial erstreckenden Rippen 12 des Flansches 13 gebildet sind.

In dem zusammengesetzten im Boden eingesetzten Betriebszustand ist der mittlere Abschnitt der flexiblen Abdeckung 19 nach oben gebogen, so dass eine domförmige Anordnung, wie sie in 1 dargestellt ist, gebildet wird. Wenn die Vorrichtung auseinandergenommen wird und die innere Tube aus der äußeren Tube herausgenommen wird, wird der mittlere Abschnitt der Abdeckung 19 nach unten gedrückt, wodurch der Umfangsfelgenabschnitt 22 der Abdeckung sich nach oben erstreckt, wie es gestrichelt in 1 dargestellt ist. Durch das Anheben des Felgenabschnitts 22 wird ein Zugang zu den Ansätzen 17 des Messbechers bereitgestellt, der, wie oben erläutert, eine Drehung des Messbechers und dem inneren Ködergehäuse ermöglicht, so dass das Innengehäuse aus dem Außengehäuse herausgenommen werden kann.

Die Abdeckung 19 kann aus irgendeinem herkömmlichen elastischen Material gebildet sein, das es ermöglicht, dass sich die Abdeckung zwischen ihrer geöffneten und geschlossenen Position, wie in 1 dargestellt, biegt. Die Anordnung, bei dem sich die Halteklipps oder Schließelemente 20 nach unten von der Unterseite der Abdeckung erstrecken und über der Felge 21 des Messbechers einschnappen, und die Anordnung bei der der Umfangsrand des äußeren Flanschabschnitts 22 der Abdeckung abnehmbar in der Aussparung 26 empfangen wird, die in dem Flansch 13 gebildet ist, der sich radial von dem röhrenförmigen Außengehäuse 1 erstreckt, ermöglicht es der Abdeckung sich relativ zu dem Messbecher und dem Außengehäuse zu drehen, ohne sich unbeabsichtigt von diesem zu lösen. Wie erläutert, erfordert das Abnehmen der Abdeckung das Ausüben einer nach unten gerichteten Kraft auf den Mittelabschnitt 28, so dass allein eine Drehbewegung die Abdeckung nicht ablöst.

Beim Betrieb der in den 16 dargestellten Vorrichtung wird das röhrenförmige Außengehäuse 1 bei einem im Voraus gewählten Ort in den Boden getrieben. Das spitz zulaufende vordere Bodenende des Außengehäuses erleichtert dessen Einsetzen in den zu überwachenden Bereich. Das Gehäuse wird bis zu einer solchen Tiefe eingebracht, dass der sich radial erstreckende Flansch 13 im Wesentlichen in Bodenhöhe ist. Die innere Ködertube 7, die zuvor mit Ködermaterial in der oben beschriebenen Weise bestückt wurde, wird von dem eingesetzten Außengehäuse aufgenommen und ist abnehmbar mit diesem durch Drehung des Innengehäuses relativ zu dem Außengehäuse in einer vorbestimmten Richtung entlang des Gewindes 6 gesichert. Wie oben erläutert, wird die innere Ködertube relativ zu dem Außengehäuse durch Einfügen des Messbechers 15 in die geöffnete Oberseite der inneren Tube gedreht, so dass die Ansätze 17, die sich von dem Umfang des Messbechers nach unten erstrecken, in komplementäre Einschnitte 18 eingreifen, die in dem oberen Seitenwandabschnitt der inneren Ködertube gebildet sind. Auf diese Weise ergibt die Drehung des Messbechers durch Eingriff der Ansätze 17 auch eine Drehung der inneren Ködertube relativ zu dem Außengehäuse. Das Außengehäuse bleibt dabei fest im Boden eingesetzt und dreht sich auf Grund der die Drehung verhindernden Elemente 5 nicht, die sich nach außen von dem Außengehäuse in radialer Richtung erstrecken. Zusätzliche Erde kann durch die Öffnungsbereiche 14 des oberen Flansches 13 zum Schließen der Lücke oder des Zwischenraums zwischen der Außenfläche der äußeren Tube und dem Umgebungsbereich eingebracht werden. Auf diese Weise stoßen die Schlitze oder Öffnungen 2, die in der Außenfläche des Außengehäuses gebildet sind, an den Umgebungsbereich an, so dass Termiten bei der Futtersuche direkt durch diesen Bereich und in die Schlitze 2 gelangen können.

Nachdem die innere und äußere Tube und der Messbecher in den Boden eingesetzt worden sind, schnappt der Mittelabschnitt der flexiblen Abdeckung 19 über die Felge des Messbechers und der Umfangsrand der Abdeckung wird von dem Einschnitt aufgenommen, der in dem Flansch 13 gebildet ist, der sich radial nach außen von dem oberen Abschnitt des Außengehäuses erstreckt. Wasser in dem Messbecher 15 kann nun nach unten auf das Ködermaterial 10 in einer durch die Öffnung 30 definierten Menge tropfen, die in dem Boden 32 des Messbechers gebildet ist. Das Ködermaterial 10 wird durch Mischung mit dem nach unten tropfenden Wasser aktiviert. Eine überschüssige Ansammlung von Wasser in dem Innengehäuse 7 wird durch die Auslassöffnung 11 in dem Raum 34 gelangen, der zwischen dem Innengehäuse 7 und dem Außengehäuse 1 gebildet ist. Wasser innerhalb des Raums 34 wird darauffolgend durch die Entwässerungsöffnung 11A in die Umgebung entlassen. Dementsprechend kann die Ansammlung von Überschusswasser innerhalb der zusammengesetzten Vorrichtung durch die entsprechenden Entwässerungsöffnungen 11 und 11A kontrolliert werden, die in dem Innen- und Außengehäuse gebildet sind.

Falls es für die Überwachung, einen Austausch oder für die allgemeine Wartung gewünscht ist, die innere Tube aus der äußeren Tube herauszunehmen, wird das oben beschriebene Verfahren in umgekehrter Richtung durchgeführt. Eine nach unten gerichtete Kraft wird auf den sich nach oben erstreckenden mittleren Domabschnitt 28 auf die Abdeckung 19 ausgeübt, so dass sich der Umfangsflanschabschnitt 22 der Abdeckung 19, wie gestrichelt in 1 dargestellt, anhebt. Der angehobene Abschnitt 22 bietet Zugang zu den Ansätzen 17 auf dem Messbecher für seine Drehung (wie z. B. durch ein geeignetes Werkzeug), wodurch bewirkt wird, dass sich die innere Ködertube relativ zu dem Außengehäuse entlang dem Gewinde 6 in einer Richtung dreht, welche die innere Tube von dem Außengehäuse löst oder entkoppelt. Das Außengehäuse bleibt fest auf Grund der sich radial nach außen erstreckenden Elemente 5 im Boden eingesetzt. Die innere Tube wird nun aus der äußeren Tube herausgenommen, der Messbecher wird von der inneren Tube gelöst und das Ködermaterial innerhalb der inneren Tube kann auf Termitenaktivität untersucht werden. Das Ködermaterial kann ersetzt werden, bevor die innere Tube erneut in das Außengehäuse eingesetzt wird. Da das Verfahren zum erneuten Einsetzen eine Drehung des Innengehäuses relativ zu dem Außengehäuse um einen maximalen Winkel entlang des Schraubengewindes 6 erfordert, werden die Öffnungen 8, die in der Seitenwand des Innengehäuses gebildet sind, erneut in Ausrichtung mit den Öffnungen 2, die in der Seitenwand des Außengehäuses gebildet sind, gebracht, um die Durchgänge 4 wiederherzustellen, und zwar nur durch Drehung der inneren Ködertube.

Andere Modifikationen im Umfang der vorliegenden Erfindung werden für den Fachmann ersichtlich. Obwohl beispielsweise das Innen- und das Außengehäuse als röhrenförmige Anordnung dargestellt sind und jedes eine spitz zulaufende Bodenendfläche besitzt, können auch andere Konfigurationen der inneren und äußeren Tube beim Gebrauch der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Obwohl zusätzlich die Öffnungen in der inneren und der äußeren Tube als Schlitze dargestellt sind, die allgemein rechteckförmig sind, sind andere Formen der Öffnungen in der Verwendung der vorliegenden Erfindung anwendbar. Vorzugsweise ist das Innen- und das Außengehäuse aus herkömmlichem leichten, beständigen Material, wie z. B. geeigneten Kunststoffen, gebildet. Die abnehmbare obere Abdeckung ist ebenso aus einem beständigen flexiblen Material gebildet.


Anspruch[de]
  1. Termizid-Köderrohrvorrichtung zum Nachweisen und Kontrollieren der Aktivität von Termiten, wobei die Vorrichtung aufweist:

    ein Außengehäuse (1 ), das zum festen Einsetzen in den Boden ausgebildet ist, wobei das Außengehäuse (1) zumindest eine Öffnung (2) besitzt,

    ein Innengehäuse (7), das abnehmbar empfangbar von dem Außengehäuse (1) ist, und

    Mittel zum lösbaren Koppeln des Innengehäuses (7) mit dem Außengehäuse (1),

    dadurch gekennzeichnet, dass

    das Innengehäuse (7) zumindest eine Öffnung (8) besitzt und das Innengehäuse (7) um einen vorbestimmten maximalen Winkelbereich relativ zu dem Außengehäuse (1) so drehbar ist, dass die relative Drehung um den maximalen Winkelbereich in eine vorbestimmte Richtung zu einer substantiellen Ausrichtung der zumindest einen Öffnung (8) in dem Innengehäuse (7) mit der zumindest einen Öffnung (2) in dem Außengehäuse (1) führt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Innen- und Außengehäuse (7, 1) durch ein Gewinde (16) im Eingriff sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei dem das Gewinde einen einzigen Gewindegang (6) besitzt, der auf einem Abschnitt des drehbaren Innengehäuses (7) definiert ist, zur Schraubkopplung des Innengehäuses (7) mit dem Außengehäuse (1) zum Bereitstellen der Drehbarkeit des Innengehäuses relativ zum Außengehäuse entlang dem einzigen Gewindegang (6).
  4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner mit zumindest einem sich nach außen von einer Außenseite des Außengehäuses (1) erstreckenden Element, das einer Drehung des Außengehäuses (1) entgegenwirkt, wenn das Außengehäuse (1) fest im Boden eingesetzt ist und das Innengehäuse (7) relativ zum Außengehäuse (1) gedreht wird, wobei das sich nach außen erstreckende Element zumindest einen keilförmigen Vorsprung (5) aufweist, der sich radial von der Außenseite des Außengehäuses (1) nach außen erstreckt.
  5. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner mit einem erhöhten Umfangsabschnitt (27), der um die zumindest eine Öffnung (8) in dem Innengehäuse (7) ausgebildet ist, wobei der erhöhte Umfangsabschnitt (27) sich von der Außenseite des Innengehäuses (7) nach außen erstreckt und an die Innenseite des Außengehäuses (1) anstößt, so dass ein kontinuierlicher Durchgang gebildet wird, der die zumindest eine Öffnung (2) in dem Außengehäuse (1) mit der zumindest einen Öffnung (8) in dem Innengehäuse (7) verbindet.
  6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner mit einem Umfangsflansch (13), der sich radial nach außen von dem Außengehäuse (1) erstreckt, wobei der Flansch einen Außenkragen (22) definiert, mehrere radial ausgerichtete Segmente (12), welche den Außenkragen (22) überschneiden, und mehrere Zwischenräume, die zwischen den radial ausgerichteten Segmenten (12) definiert sind.
  7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, ferner mit einem Messbecher (15), der abnehmbar von einem oberen Ende des Innengehäuses (7) empfangen ist, zum selektiven Freigeben von Wasser, das mit darunter in dem Innengehäuse (7) befindlichen Ködermaterial zu mischen ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner mit einem Messbecher (15), der abnehmbar in dem Innengehäuse (7) empfangen ist, einem Umfangsflansch (13), der sich von dem Außengehäuse (1) radial nach außen erstreckt, und einer flexiblen Abdeckung (19), die abnehmbar auf dem Messbecher (15) und dem Flansch (13) befestigt ist, wobei die flexible Abdeckung (19) einen mittleren Abschnitt besitzt, der ausgebildet ist, lösbar in einen Kragenabschnitt des Messbechers (15) einzugreifen, wobei die flexible Abdeckung (19) einen äußeren Umfangsabschnitt definiert, der ausgebildet ist, einen äußeren Kragenabschnitt des Flansches (13), der sich von dem Außengehäuse (1) nach außen erstreckt, abnehmbar zu empfangen.
  9. Verfahren zum Nachweisen und Kontrollieren von Termitenaktivität, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

    festes Einsetzen eines Außengehäuses (1 ), das zumindest eine Öffnung besitzt, im Boden,

    Einsetzen eines Innengehäuses (7), das zumindest eine Öffnung (8) besitzt, in das Außengehäuse (1) und

    Drehen des Innengehäuses (1) um einen vorbestimmten maximalen Drehwinkel relativ zu dem Außengehäuse (1) entlang eines Gewindeabschnitts (6) des Innen- und Außengehäuses (7, 1) zum lösbaren Koppeln des Innengehäuses (7) mit dem Außengehäuse (1) und zum substantiellen Ausrichten der zumindest einen Öffnung (2), die in dem Außengehäuse (1) definiert ist, mit der zumindest einen Öffnung (8), die in dem Innengehäuse (7) definiert ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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