Die Erfindung betrifft allgemein optische Abtastsysteme und
Laser-Bilderzeugungssysteme mit solchen Abtastern. Die Erfindung betrifft insbesondere
ein Laser-Bilderzeugungssystem mit einer Rollenvorrichtung für den Transport von
Film innerhalb des Systems.
Laser-Bilderzeugungssysteme werden gewöhnlich für die Erzeugung fotografischer
Bilder aus mit Magnetresonanz(MR)-, Computertomographie(CT)- oder Abtastern anderer
Art erzeugten digitalen Bilddaten eingesetzt. Typische Bestandteile dieser Systeme
sind ein Halbton-Laserbilderzeuger zur Erzeugung des Bildes durch Belichten eines
lichtempfindlichen Films, ein Filmentwicklungsgerät zum Entwickeln des Films und
ein Bildverwaltungshilfssystem zum Koordinieren der Funktionen des Laser-Bilderzeugers
und des Filmentwicklungsgeräts.
Die digitalen Bilddaten bestehen aus einer Folge digitaler Bildwerte,
die das abgetastete Bild darstellen. Eine Bildverarbeitungselektronik im Bildverwaltungshilfssystem
verarbeitet die Bilddatenwerte zu einer Folge digitaler Laser-Ansteuerwerte (d.
h. Belichtungswerte), die in den Laser-Abtaster eingegeben werden. Der Laser-Abtaster
tastet in Abhängigkeit von den digitalen Laser-Ansteuerwerten den lichtempfindlichen
Film in Querrichtung in einem Rastermuster ab, um auf dem Film durch Belichtung
das Bild zu erzeugen.
Die in der medizinischen Bilderzeugungstechnik verwendeten Halbtonbilder
müssen sehr strengen Anforderungen an die Bildqualität genügen. Ein auf Transparentfilm
druckender Laser-Bilderzeuger belichtet ein Bild in einem Rasterformat, dessen Zeilenabstand
mit einer Toleranz von kleiner als 1 &mgr;m gesteuert werden muss. Außerdem muss
das Bild gleichmäßig belichtet werden, damit der Betrachter etwaige Artefakte nicht
bemerkt. Medizinische Bilder werden von Bildanalysten (z. B. Radiologen) betrachtet.
Um die geforderte Bildqualität zu erreichen, müssen alle Elemente
des Bilderzeugungssystems den Bogen lichtempfindlichen Films schonend und wirksam
transportieren und dabei alles vermeiden, was die Qualität des abschließend auf
dem Film erscheinenden Bildes verschlechtern könnte. Zum Bewegen des Films zwischen
den verschiedenen Stufen des Belichtungs- und Entwicklungsprozesses dienen Rollenpaare,
die den Bogen an der Klemmstelle zwischen den Rollen ergreifen und entlang einer
Filmtransportbahn weiterbefördern.
In herkömmlichen Filmerzeugungsgeräten werden die Filmtransportrollen
an Lagern montiert, die auf beiden Seiten der Filmtransportbahn an Seitenblechen
des Rahmens befestigt sind, die für den Einbau der Rollen bewegt werden müssen.
Die Rollenwellen verlaufen durch die Seitenbleche, die Bestandteil des Rahmens des
Bilderzeugungsgeräts sein können, sodass es sehr schwierig ist, eine Rolle nach
einmal erfolgtem Einbau wieder auszubauen oder daran Wartungsarbeiten durchzuführen.
Besonders bei Mehrfach-Filmtransportrollenbahnen kann es sehr schwierig sein, die
Bleche so zu manipulieren, dass Mehrfachrollen in vormontierte Lagersätze eingebaut
werden können. Außerdem ist bei Bilderzeugungssystemen die Beherrschung des Aufbaus
statischer Elektrizität auf dem Film nach wie vor kritisch, weil diese statische
Elektrizität Artefakte oder eine Verschlechterung der Bildqualität auf dem Film
verursachen oder dazu (ihren kann, dass die Filmbögen an den Rollen haften.
Die in EP 0 594 895 und
EP 0 633 498 offenbarten herkömmlichen Geräte
für die Entwicklung fotografischen Bogenmaterials enthalten Rollen und Rollenpaare,
die das fotografische Material zum Transport während der Entwicklung abstützen oder
einklemmen. Im Allgemeinen bestehen diese Geräte aus chemischen Bädern für die Entwicklung
des Materials und Rollensystemen mit elastomeren Oberflächen für den Transport des
Materials. Die Geräte weisen außerdem Mittel auf, mit denen sich die Rollenpaare,
zwischen denen das fotografische Material während der Entwicklung eingeklemmt wird,
öffnen lassen. Diese Öffnungsmittel sollen im Wesentlichen durch eine verbesserte
Problemlösung verhindern, dass die Rollen sich nicht voneinander lösen, wenn das
Entwicklungsgerät nicht benutzt wird.
Wünschenswert ist eine Filmtransportrollenvorrichtung zur Verwendung
in einem Bilderzeugungssystem, die als vormontierte Einheit zwischen zwei starren
Blechen eingebaut werden kann und keine Bewegung der Bleche für den Einbau der Rollen
in ihre Lagersätze erfordert. Wünschenswert ist ferner eine Beherrschung des Aufbaus
statischer Elektrizität auf dem transportierten Bogenmaterial durch die Verwendung
antistatischer Rollen und Lager, damit die statische Elektrizität von der Oberfläche
des Films auf den Rahmen des Bilderzeugungssystems abgeleitet wird.
Die Erfindung betrifft allgemein verschiedene Aspekte der Schaffung
eines Bilderzeugungssystems mit einer vormontierten Transportrollenvorrichtung zur
Verwendung in dem System.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vormontierte Transportrollenvorrichtung
zu schaffen, die in ein Bilderzeugungssystem eingebaut werden kann, ohne dass für
den Einbau von Lagern und Rollen Maschinenbleche entfernt werden müssen.
In einer Ausführungsform schafft die Erfindung ein Bilderzeugungssystem
gemäß Anspruch 1. Die Filmtransportrollenvorrichtung des Systems weist eine erste
und eine zweite Lagerblockeinheit, eine erste Rolle und eine zweite Rolle auf. Die
erste Rolle und die zweite Rolle sind zwischen der ersten und zweiten Lagerblockeinheit
in einer Klemmposition drehbar verbunden. Die erste und zweite Lagerblockeinheit
weisen jeweils einen Verschiebeblock und einen Lagerblock auf, auf, wobei der Lagerblock
mit einer Öffnung für die Aufnahme des Verschiebeblocks versehen ist und wobei der
Verschiebeblock innerhalb des Lagerblocks verschiebbar angeordnet und zwischen dem
Verschiebeblock und dem Lagerblock eine Vorspanneinrichtung montiert ist, die den
Verschiebeblock gegen den Lagerblock vorspannt.
Eine aus dem Verschiebeblock ragende Griffeinrichtung hilft dem Bediener,
den Verschiebeblock zu ergreifen und von dem Lagerblock weg zu bewegen. Die Griffeinrichtung
kann ein Daumengriffelement und ein Zusatzgriffelement aufweisen. Die Griffeinrichtung
kann einen Kanal für die Vorspanneinrichtung definieren.
Der Lagerblock kann ferner zwei Montagekanäle für die gleitende Aufnahme
des Verschiebeblocks innerhalb eines Rahmens der Bilderzeugungseinrichtung aufweisen.
Der Lagerblock kann außerdem einen Montagepfosten für die Vorspanneinrichtung aufweisen,
wobei der Verschiebeblock mit einem Montagekanal für die Vorspanneinrichtung versehen
ist. Der Montagekanal für die Vorspanneinrichtung kann mindestens teilweise am Außenumfang
des Verschiebeblocks entlang verlaufen.
Bei einer Anwendung ist die erste Rolle drehbar am Verschiebeblock
und am Lagerblock befestigt und die zweite Rolle drehbar am Lagerblock angebracht.
Der Lagerblock kann außerdem einen Anschlagmechanismus zum Begrenzen der Größe der
Bewegung zwischen dem Verschiebeblock und dem Lagerblock aufweisen.
Die Lagerblockeinheit wird aus einem polymeren Werkstoff hergestellt.
Die Lagerblockeinheit kann außerdem aus einem Werkstoff hergestellt werden, dessen
Leitfähigkeit ausreicht, statische Elektrizität durch die Lagerblockeinheit abzuleiten.
Bei einer Ausführungsform besteht die Lagerblockeinheit aus einem polymeren Werkstoff,
dem ein antistatischer Zusatz beigemischt ist. Die erste Rolle und die zweite Rolle
werden aus einem Werkstoff hergestellt, dessen Leitfähigkeit ausreicht, statische
Elektrizität durch die Rollen abzuleiten. Bei einer Ausführungsform bestehen die
erste Rolle und die zweite Rolle jeweils aus einer im Wesentlichen länglichen Metallwelle
mit einer Filmmitnahmebeschichtung. Die Metallwelle kann aus nichtrostendem Stahl
bestehen. Die Filmmitnahmebeschichtung besteht aus einem polymeren Werkstoff. Bei
einer bevorzugten Ausführungsform ist der polymere Werkstoff ein elastomeres Urethan.
Der polymere Werkstoff kann einen antistatischen Zusatz enthalten.
Das erfindungsgemäße System schafft ein Bilderzeugungssystem, bei
dem ein Filmbogen innerhalb des Systems von mindestens einer angetriebenen Rollenvorrichtung
mit zusammenwirkenden Rollenpaaren transportiert wird, die zwischen zwei gegenüberliegenden
starren Blechen positioniert sind, wobei zum Montieren der Rollenvorrichtungen an
den Blechen jeweils die vormontierte Rollenvorrichtung in Lagerblock-Aufnahmeschlitze
in den Blechen geschoben wird.
Die Filmtransportvorrichtung zum Einbau in Montageschlitze in zwei
starren Blechen in einem erfindungsgemäßen Bilderzeugungssystem weist zwei Lagerverschiebeelemente
auf, durch die sich jeweils eine von einer Wellenstützfläche umgebende Wellenaufnahmeöffnung
erstreckt. Zwei ebenfalls vorgesehene Lagerblöcke sind dadurch gekennzeichnet, dass
diese Lagerblöcke jeweils eine Wellenaufnahmeöffnung aufweisen, die durch eine Stirnfläche
des Lagerblocks verläuft und von einer Wellenabstützfläche umgeben ist. Der Lagerblock
kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass er neben der Öffnung einen Lagerverschiebebereich
aufweist, wobei der Lagerblock außerdem an seinem Umfang einen in die Wandungen
des Lagerblocks ragenden Schlitz aufweist, der mit einem der Montageschlitze in
einem der starren Bleche in Eingriff gebracht werden kann, um den Lagerblock an
dem Blech zu befestigen. Die Vorrichtung weist ferner eine erste Rolle mit einer
einen mittleren Abschnitt der Rolle bedeckenden Filmmitnahmefläche und Wellenabschnitten
auf, die von beiden Enden des mittleren Abschnitts ausgehen, wobei sich diese Wellenabschnitte
jeweils in der Wellenaufnahmeöffnung eines der beiden Lagerblöcke drehen können.
Die Vorrichtung weist außerdem eine zweite Rolle mit einer einen mittleren Abschnitt
der Rolle bedeckenden Filmmitnahmefläche und Wellenabschnitten auf, die jeweils
von den Enden des mittleren Rollenabschnitts ausgehen und drehbar in einer Wellenaufnahmeöffnung,
gestützt von der Wellenstützfläche, in einem der beiden Lagerverschiebeelemente
gelagert sind, wobei die Lagerverschiebeelemente und der darin mit einem Zapfen
gelagerte Wellenabschnitt relativ zu den Wellenaufnahmeöffnungen jeweils so positioniert
sind, dass das Lagerverschiebeelement und die zweite Rolle im Lagerverschiebebereich
der Lagerblöcke bewegbar sind, derart, dass die Filmmitnahmefläche der zweiten Rolle
von der Filmmitnahmefläche der ersten Rolle gelöst werden kann, wenn das Lagerverschiebeelement
im Lagerverschiebebereich in eine erste Stellung bewegt wird, und die Filmmitnahmefläche
der anderen Rolle berührt, wenn das Lagerverschiebeelement aus dieser Stellung entfernt
wird. Ebenfalls zu dieser Vorrichtung gehört eine in Wirkverbindung
zwischen dem Lagerverschiebeelement und dem Lagerblock angeordnete Feder, welche
die Filmmitnahmefläche der zweiten Rolle in filmtransportierende Berührung mit der
ersten Rolle vorspannt, wenn die erste oder die zweite Rolle angetrieben wird, um
einen Film entlang einer rechtwinklig zu den Achsen der Wellen der ersten und zweiten
Rolle verlaufenden Filmtransportbahn zu transportieren.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten
bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
1 einen schematischen Aufriss eines Laser-Bilderzeugungsgeräts
mit einer erfindungsgemäßen Filmrollenvorrichtung,
2 eine fragmentarische perspektivische
Ansicht eines beispielhaften Bilderzeugungssystems mit einer erfindungsgemäßen Filmrollenvorrichtung,
3 eine perspektivische Ansicht des in
2 dargestellten Teils des Bilderzeugungssystems ohne
die Filmrollenvorrichtung,
4 eine perspektivische Ansicht einer
beispielhaften Ausführungsform einer vormontierten erfindungsgemäßen Filmrollenvorrichtung,
die so zwischen zwei Blechen in einem Bilderzeugungssystem eingebaut werden kann,
5 eine Ansicht der Filmrollenvorrichtung
entlang der Filmtransportbahn, in der die Rollen so gegeneinander vorgespannt sind,
dass sie einen Klemmspalt für den Transport eines Stücks lichtempfindlichen Films
bilden,
6 eine Seitenansicht eines in einer Lagerblockeinheit
montierten Rollenpaars,
7 eine Querschnittsansicht: der Rollen
und der Lagerblockeinheit entlang der Linie 7-7 in 6,
8 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen
Lagerblockeinheit, die das Lagerverschiebelement nach Ausschub aus der Verschiebebahn
im Lagerblock zeigt, und
9 eine Ansicht der in 5
dargestellten Filmrollenvorrichtung nach Lösen der Rollen zur Beseitigung eines
Filmstaus oder zur Durchführung von Wartungsarbeiten.
Der schematische Aufriss in 1 zeigt eine
beispielhafte Ausführungsform eines für den Einsatz in der medizinischen Bilderzeugungstechnik
geeignete Laser-Bilderzeugungssystems 10 mit einer erfindungsgemäßen Filmtransportrollenvorrichtung.
Das Bilderzeugungssystem 10 weist einen Filmzuführungsmechanismus
11, eine Filmbelichtungseinrichtung 12, eine Filmentwicklungsstation
13, einen Filmaufnahmebereich 14 und ein Filmtransportsystem
15 auf. Der Filmzuführungsmechanismus 11, die Filmbelichtungseinrichtung
12, die Filmentwicklungsstation 13 und das Filmtransportsystem
15 sind sämtlich innerhalb des Bilderzeugungssystemgehäuses 16
angeordnet.
In dem Filmzuführungsmechanismus 11 wird lichtempfindlicher
Film bevorratet. Mit dem Filmtransportsystem 15 kann der lichtempfindliche
Film zwischen der Filmbelichtungseinrichtung 12, der Filmentwicklungsstation
13 und dem Filmaufnahmebereich 14 transportiert werden. Für den
Transport des Films entlang einer gestrichelt eingezeichneten Filmtransportbahn
20 verfügt das Filmtransportsystem 15 über Filmtransportrollenvorrichtungen
18 (hier mit den Bezugsziffern 18a, 18b, 18c
und 18d gekennzeichnet). Die Pfeile 22 geben die Richtung des
Filmtransports entlang der Filmtransportbahn 20 an. Wie in der in
1 dargestellten beispielhaften Ausführungsform gezeigt,
können in einem typischen Bilderzeugungssystem 10 mehrere Filmtransportrollenvorrichtungen
18 (18a, 18b, 18c und 18d) verwendet
werden, um Film entlang verschiedener Filmtransportbahnen 20 oder entlang
einer verlängerten Filmtransportbahn 20 zu transportieren.
Bei der in der Zeichnung dargestellten beispielhaften Ausführungsform
verfügt der Filmzuführungsmechanismus 11 über eine Einrichtung (nicht dargestellt),
die ein Stück Film entlang der Filmtransportbahn 20 in die Filmbelichtungseinrichtung
12 transportiert, um dort mit einer optischen oder Laser-Abtastvorrichtung
24 auf dem lichtempfindlichen Film das gewünschte Bild zu belichten. Nach
Belichtung des gewünschten Bildes auf dem lichtempfindlichen Film wird der lichtempfindliche
Film von den Filmtransportrollenvorrichtungen 18 entlang der Filmtransportbahn
20 zur Filmentwicklungsstation 13 transportiert. In der Filmentwicklungsstation
13 wird das Bild auf dem lichtempfindlichen Film entwickelt. Nach erfolgter
Entwicklung wird der lichtempfindliche Film zu dem Filmaufnahmebereich
14 transportiert.
Bei der in der Zeichnung dargestellten beispielhaften Ausführungsform
ist die Filmbelichtungseinrichtung 12 als Innentrommel ausgebildet. Die
optische oder Laser-Abtastvorrichtung 24 ist Bestandteil der Filmbelichtungseinrichtung
12 und mechanisch mit einem Lineartranslationssystem (nicht dargestellt)
gekoppelt. Während eines Abtastvorgangs bewegt das Optik-Lineartranslationssystem
die optische Abtastvorrichtung 24 entlang einer Längsachse der Trommel
(in einer im Wesentlichen rechtwinklig zur Abtastrichtung verlaufenden Richtung),
wobei die optische Abtastvorrichtung 24 nach Beendigung
des Abtastvorgangs entlang der Längsachse der Trommel in eine Startposition zurückgeführt
wird.
Bei einer beispielhaften Ausführungsform hat die Filmbelichtungsfläche
an der Innenfläche der Trommel die Maße 43,2 cm (17'') × 35,6 cm (14'') und
eignet sich somit für die Belichtung eines Stück lichtempfindlichen Films mit den
Maßen 43,2 cm (17'') × 35,6 cm (14''). Bei einer beispielhaften Ausführungsform
wird der Film in einer vertikalen Richtung belichtet, d. h. die abgetasteten Rasterzeilen
erscheinen in der vertikalen Richtung, weil der Film in der 35,6 cm (14'')-Richtung
in das Belichtungsmodul eingeführt und anschließend in der 43,2 cm (17'')-Richtung
abgetastet wird. Zum Belichten von 30,2 cm (17'') in Querrichtung des belichteten
Films wird der Laserstrahl in einem Bogen von 180° (oder größer als 180°)
über die Innenfläche der Trommel geführt. Zur vollen Belichtung eines gewünschten
Bildes bzw. gewünschter Bilder auf dem lichtempfindlichen Film bewegt das Lineartranslationssystem
die optische Abtastvorrichtung 35,6 cm (14'') entlang der durch die Mitte der Krümmung
der Innenfläche der Trommel verlaufenden Längsachse.
Als lichtempfindlicher Film kann ein für Laserstrahllicht empfindlicher
Film verwendet werden. Bei einer beispielhaften Ausführungsform wird ein lichtempfindlicher
fotothermografischer Film mit einem Polymer- oder Papier-Träger verwendet, der mit
einer Emulsion aus Trockensilber oder einem anderen wärmeempfindlichen Material
beschichtet ist. Ein bekannter Film, der für medizinische Bilderzeugungsprozesse
unter Verwendung eines Filmbelichtungssystems mit erfindungsgemäßen Filmtransportrollenvorrichtungen
geeignet ist, wird von Imitation Corp. in Oakdale, Minnesota, hergestellt und ist
unter der Bezeichnung DRY VIEW IMAGING FILM (DVB oder DVC) im Handel erhältlich.
2 zeigt als Ganzes eine fragmentarische
perspektivische Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines Bilderzeugungssystems
mit einer erfindungsgemäßen Filmtransportrollenvorrichtung.
Wie in der beispielhaften Ausführungsform gemäß 2
gezeigt, ist die Filmtransportrollenvorrichtung 18 an beiden Enden in zwei
starren Blechen 26, 28 montiert, die innerhalb des Bilderzeugungssystems
10 auf beiden Seiten einer Filmtransportbahn 20 angeordnet sind.
Wie am besten aus 3 ersichtlich, sind in den starren
Blechen 26 und 28 zwei Montageschlitze 32,
34 für die Aufnahme der Rollenvorrichtung 18 vorgesehen. Die Montageschlitze
32, 34 sind so bemessen und geformt, dass sie die Filmtransportrollenvorrichtung
18 gleitbar aufnehmen können. Die starren Bleche 26,
28 können Teil des Rahmens des Bilderzeugungssystemgehäuses 16
sein.
In der Zeichnung ist die äußere Begrenzung der Montageschlitze
32, 34 im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet. Die geometrische
Gestaltung lässt jedoch zahlreiche Variationen zu. Wesentlich ist dabei nur, dass
sich eine zusammengebaute Filmtransportrollenvorrichtung 18 gleitend in
die Montageschlitze 32, 34 einschieben lassen muss.
4 zeigt eine perspektivische Ansicht
der Elemente einer als Ganzes mit der Bezugsziffer 18 bezeichneten erfindungsgemäßen
Filmtransportrollenvorrichtung. Zum Einsetzen in die Montageschlitze 32,
34 der Bleche 26, 28 ist die Transportrollenvorrichtung
18 an beiden Enden mit einer Lagerblockeinheit 36 versehen (in
der Zeichnung mit 36a, 36b bezeichnet).
Die Lagerblockeinheit 36 besteht ihrerseits aus einem Lagerblock
38, einem Lagerverschiebeelement 40 und einer Vorspanneinrichtung
41 (z. B. einer Feder, wie in der Zeichnung gezeigt), die als Einzelteile
später noch ausführlicher dargestellt und erörtert werden.
Die Filmtransportrollenvorrichtung 18 arbeitet mit Klemmung.
In der in der Zeichnung dargestellten beispielhaften Ausführungsform weist die Filmtransportrollenvorrichtung
18 eine als Transportrolle 42 ausgebildete erste und eine als
Klemmrolle 44 ausgebildete zweite Rolle auf. Wie in 5
gezeigt, besteht die Transportrolle 42 bei einer beispielhaften Ausführungsform
aus einem im Wesentlichen länglichen Element mit einem ersten Ende 46,
einem zweiten Ende 48 und einer in Längsrichtung durch die Rolle verlaufenden
Welle 50. Die Welle 50 ist mit einer Filmmitnahmefläche
52 bedeckt. Entsprechend besteht auch die Klemmrolle 44 aus einem
im Wesentlichen länglichen Element mit einem ersten Ende 54, einem zweiten
Ende 56 und einer Welle 58, die sich in Längsrichtung durch die
Rolle erstreckt. Die Welle 58 ist mit einer Filmmitnahmefläche
60 bedeckt. Wie aus 5 ersichtlich, halten
die Lagerblockeinheit 36a und die Lagerblockeinheit 36b die Transportrolle
42 und die Klemmrolle 44 in einer Klemmposition für die Aufnahme
und den Transport eines mit 61 bezeichneten Stücks lichtempfindlichen Films
und verhindern gleichzeitig, dass zwischen den Rollen Licht durchfällt.
In 6 und 7
ist die Transportrolle 42, wie in 5, mechanisch
mit einem Riemenscheibenmechanismus 62 gekoppelt. Dabei ist die Welle
50 am ersten Ende 46 drehbar mit der Lagerblockeinheit
36a gekoppelt. Ein Stiftmechanismus 64 fixiert die Welle
50 an dem sich durch die Lagerblockeinheit 36a erstreckenden Ende.
Am zweiten Ende 48 erstreckt sich die Welle 50 durch die Lagerblockeinheit
36b (und ist bezüglich der Lagerblockeinheit 36b drehbar) und
ist fest mit dem Riemenscheibenmechanismus 62 gekoppelt. Die Klemmrollenwelle
58 ist am ersten Ende 46 drehbar mit der Lagerblockeinheit
36a und am zweiten Ende 48 drehbar mit der Lagerblockeinheit
36b gekoppelt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden die Transportrollenwelle
50 und die Klemmrollenwelle 58 als Präzisionsteile aus nichtrostendem
Stahl mit einem Durchmesser von 9,53 mm und einer Länge von etwa 460 mm hergestellt.
Die Filmmitnahmeflächen 52, 60 bestehen aus einem polymeren oder
elastomeren Werkstoff (z. B. einem elastomeren Urethan). Ein geeigneter polymerer
Werkstoff für die Filmmitnahmeflächen 47, 48 ist das Elastomer
Polyurethan mit einer Shore-Härte A 50. Die Transportrollenwelle 50 und
die Klemmrollenwelle 58 haben einen Außendurchmesser von 16,72 mm und die
Filmmitnahmeflächen 52, 60 eine Dicke von 7,19 mm.
Beim Transport eines Stück lichtempfindlichen Films entlang der Filmtransportbahn
kann sich auf der Oberfläche des Films eine statische Ladung aufbauen. Um ein auf
dem lichtempfindlichen Film befindliches Bild gegen mögliche Beschädigung durch
den Aufbau einer statischen Ladung zu schützen, sind die Transportrolle
42 und die Klemmrolle 44 (im Gegensatz zu herkömmlichen leitenden
Rollen) als antistatische Rollen ausgebildet. Dies bedeutet, dass, wenn ein Stück
lichtempfindlichen Films mit einem Ladungsaufbau auf seiner Oberfläche den Klemmspalt
zwischen der Transportrolle 42 und der Klemmrolle 44 passiert,
die antistatischen Rollen 42, 44 die statische Aufladung durch
Masseschluss entladen. Um die Filmmitnahmeflächen 52, 60 für die
Ableitung statischer Elektrizität von den Filmmitnahmeflächen 52,
60 zu den entsprechenden leitenden Wellen 50, 58 hinreichend
leitfähig zu machen, wird in den Filmmitnahmeflächen 52, 60 ein
Zusatz verwendet (beispielsweise ein elastomeres Urethan mit einem permanent antistatischen
Zusatz). Um zu verhindern, dass die Rollen in dem Film unerwünschte Artefakte hervorrufen
oder der Film beim Gleiten auf der Rollenoberfläche „schleift", ist bei der
Auswahl eines antistatischen Zusatzes sorgfältig darauf zu achten, dass dieser mit
der chemischen Zusammensetzung des in dem Bilderzeugungssystem verwendeten Films
kompatibel ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die Filmmitnahmeflächen
52, 60 aus einem Polyurethan mit einer Shore-Härte 50,
dessen antistatischer Zusatz einen spezifischen elektrischen Widerstand im Bereich
von 9 × 10 E7 bis 4 × 10 E8 Ohm-CM gewährleistet. Bei einer Ausführungsform
wird als antistatischer Zusatz ein quartäres Ammoniumethylsulfat verwendet. Natürlich
können auch andere antistatische Zusätze verwendet werden, wie zum Beispiel Ruß.
Auch die chemische Zusammensetzung des Films kann die Verwendung anderer antistatischer
Zusätze ratsam erscheinen lassen. Die statische Elektrizität wird von den leitenden
Wellen 50, 58 durch die Lagerblockeinheiten 36a,
36b (die ebenfalls einen antistatischen Zusatz enthalten, wie später noch
beschrieben) an den Rahmen des Bilderzeugungssystemgehäuses 16 abgeleitet,
der aus Blech besteht und an Masse liegt.
8 zeigt als Ganzes eine perspektivische
Ansicht einer erfindungsgemäßen Lagerblockeinheit, die ähnlich ausgebildet sein
kann wie die an anderer Stelle gezeigten Lagerblockeinheiten 36a,
36b. Wie bereits beschrieben, besteht die Lagerblockeinheit 36
aus einem Lagerblock 38 und einem Lagerverschiebeelement 40. Bei
einer Ausführungsform werden der Lagerblock 38 und das Lagerverschiebeelement
40 aus einem polymeren oder ähnlichen Werkstoff hergestellt, der aufgrund
seiner hinreichend niedrigen Reibungskoeffizienten und geeigneten Härte eine Verwendung
dieser Teile als Lager ohne separate Lagerelemente ermöglicht. Außerdem wird dem
polymeren Werkstoff ein antistatischer Zusatz beigemischt, um die Lagerblockeinheiten
in die Lage zu versetzen, eine gegebenenfalls an der Oberfläche eines Filmstücks
vorhandene statische Ladung ähnlich wie die Filmmitnahmeflächen 52,
60 an Masse abzuleiten, wie weiter oben beschrieben. Ein zur Verwendung
als Lagerblockeinheit für eine erfindungsgemäße Filmtransportrollenvorrichtung geeigneter
polymerer Werkstoff mit einem antistatischen Zusatz ist ein Acetalpolymer mit einem
permanent antistatischen Zusatz, der eine sehr gute Verschleiß-/Abriebfestigkeit
und eine hohe Schrumpfrate aufweist. Ein geeignetes Acetalpolymer mit einem antistatischen
Zusatz ist im Handel unter der Bezeichnung PERMASTAT 800 erhältlich. Andere Werkstoffe,
wie zum Beispiel Polytetrafluorethylen, können der Acetalpolymermischung ebenfalls
zugesetzt werden. Zu den bekannten Werkstoffen, aus denen sich eine erfindungsgemäße
Lagerblockeinheit formen lässt, gehören ferner auch Polycarbonat und Acrylharz mit
einem permanent antistatischen Zusatz. Außerdem können bekannte Polymere, wie zum
Beispiel Polycarbonat oder Acetal, mit Ruß oder einer Edelstahlfaser und/oder Polytetrafluorethylen
gemischt werden, um ein hinreichend hartes Lager mit hinreichend niedrigen Reibungskoeffizienten
und antistatischen Eigenschaften zu erhalten, wobei allerdings nicht übersehen werden
darf, dass Edelstahl- oder andere Metallfasern bestimmte, damit in Berührung kommende
dünne Filme „schleifen" können.
Der Lagerblock 38 weist einen Seitenkanalmechanismus
70 mit einem ersten Kanal 72 und einem zweiten Kanal
74 auf. Die Kanäle 72, 74 können lösbar mit der Umrandung
der Montageschlitze 32, 34 in Eingriff gebracht werden, derart,
dass die Lagerblockeinheit lösbar in den Montageschlitzen 32,
34 am Bilderzeugungssystem 10 lösbar montierbar ist.
Durch die Stirnfläche 78 des Lagerblocks 38 verläuft
eine Wellenaufnahmeöffnung 76. Die Wellenaufnahmeöffnung 76 ist
so bemaßt, dass sie eine Rollenwelle, wie zum Beispiel die Klemmrollenwelle
58, gleitbar aufnehmen kann.
Durch einen Montageansatz 80 am Lagerblock 38 verläuft
eine Bohrung 82, die zu einer entsprechenden Bohrung im Blech
26 oder 28 fluchtend ausgerichtet werden kann. Nach Einschieben
der Lagerblockeinheiten 36a, 36b in die Montageschlitze
32, 34 beim ersten Einbau kann die Rollenvorrichtung dann mit
Befestigungsschrauben in Einbaulage gesichert werden.
Der Lagerblock 38 ist mit einem Lagerblockgehäuse
84 versehen, das eine einen Lagerverschiebeelement-Aufnahmebereich
86 definierende Öffnung aufweist. Durch eine Lagerstützfläche
88 des Lagerverschiebelements 40 verläuft eine Öffnung
90. Bei einer Ausführungsform ist das Lagerstützelement 88 mit
einer gerundeten Kante 96 versehen und so bemaßt, dass es sich in den Lagerverschiebelement-Aufnahmebereich
86 schieben lässt. Wie auch aus 7 ersichtlich,
ist das Lagerverschiebelement 40 nach Einschieben des Lagerstützelements
88 in den Lagerverschiebelement-Aufnahmebereich 86 für die Aufnahme
eines Endes (54, 56) der Klemmrolle 44 durch eine Öffnung
in der Rückwand des Lagerblocks 38 und die Öffnung 90 richtig
ausgerichtet.
Das Lagerverschiebelement 40 weist ferner ein Daumengriffelement
96 und ein Zusatzgriffelement 98 auf, die sich aus dem Lagerverschiebelement
40 nach außen erstrecken. Das Daumengriffelement 96 und das Zusatzgriffelement
98 erleichtern das Ergreifen des Lagerverschiebelements 40, um
dieses relativ zum Lagerblock 38 zu bewegen und dadurch die Transportrolle
42 von der Klemmrolle 44 zu lösen. Das Daumengriffelement
96 und das Zusatzgriffelement 98 bilden gleichzeitig Seitenwände
eines Kanals 100 für die Verlegung der Vorspanneinrichtung. Der Lagerblock
38 weist ferner einen Pfosten 102 und einen Pfosten
104 auf. Bei einer Ausführungsform besteht die Vorspanneinrichtung
41 aus einer Feder 106 (in 4 dargestellt).
Die Feder 106 ist mit ihren Enden am Pfosten 102 und am Pfosten
104 auf der Stirnfläche 78 des Lagerblocks befestigt. Die Feder
106 verläuft dabei vom Pfosten 102, um die äußere Begrenzung des
Lagerverschiebeelements 40 durch den Kanal 100 für die Verlegung
der Vorspanneinrichtung zum Pfosten 104, an dem sie mit dem entgegengesetzten
Ende befestigt wird. Die Kompressionskraft der Feder 106 drückt das Lagerverschiebelement
40 in den Lagerverschiebelement-Aufnahmebereich 86 und bewirkt
dadurch, dass die Klemmrolle 44 gegen die Transportrolle 42 vorgespannt
wird. Durch die mechanische Kopplung des Lagerverschiebeelements 40 mit
dem Lagerblock 38 gebildete feste Begrenzungen der Bewegung des Lagerverschiebeelements
40 verhindern eine zu große Bewegung der Klemmrolle 42 in beiden
Richtungen.
9 zeigt die Filmtransportrollenvorrichtung
18 in einer Position für die Beseitigung eines Filmstaus. Zur Einstellung
dieser Position können das Daumengriffelement 96 und das Zusatzgriffelement
98 ergriffen und gezogen werden, um das Lagerverschiebelement
40 von dem Verschiebeblock 38 zu entfernen, damit die Klemmrolle
44 von der Transportrolle 42 weg gezogen werden und ein Bediener
ein gegebenenfalls zwischen den Rollen 42, 44 eingeklemmtes Filmstück
entfernen kann, ohne dass dafür die Filmtransportrollenvorrichtung 24 ausgebaut
werden muss.
Die erfindungsgemäße Filmrollenvorrichtung kann in einem Bilderzeugungssystem
als vormontierte Einheit zwischen zwei starren Blechen eingebaut werden und erfordert
für den Einbau oder Wartungsarbeiten keine Bewegung der Bleche oder den Ausbau ihrer
Lagersätze. Ferner ermöglichen die als Formteile hergestellten neuartigen erfindungsgemäßen
Verschiebeblockeinheiten eine Bewegung der Transportrolle relativ zur Klemmrolle,
um die Rollenvorrichtung für Wartungsarbeiten oder die Beseitigung von Filmstaus
zugänglich zu machen. Zudem ermöglicht die erfindungsgemäße Spezialfilmrollenvorrichtung
durch antistatische Merkmale eine Beherrschung des Aufbaus statischer Elektrizität
auf dem transportierten Bogenmaterial in der Weise, dass die statische Elektrizität
von der Oberfläche des Films in den Rahmen des Bilderzeugungssystems abgeleitet
wird.