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Dokumentenidentifikation DE10308277B3 11.11.2004
Titel Baldachin für Deckenpendelleuchten zur Anbringung an einer schrägen Decke
Anmelder Glashütte Limburg Gantenbrink GmbH + Co KG, 65549 Limburg, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Anmeldedatum 26.02.2003
DE-Aktenzeichen 10308277
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 11.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.11.2004
IPC-Hauptklasse F21V 21/03
IPC-Nebenklasse F21V 27/00   H02G 3/20   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Baldachin für Deckenpendelleuchten zur Anbringung an einer schrägen Decke, mit einem Baldachingehäuse und einem Baldachinsockel, der zumindest eine Befestigungsstelle aufweist, über die der Baldachinsockel an der Decke befestigt ist, wobei der Baldachinsockel mindestens einen Durchlass zum Durchführen mindestens eines Stromversorgungskabels und einen Aufhänger zum Aufhängen einer Zugentlastung für das Stromversorgungskabel der Deckenpendelleuchte aufweist, und das Baldachingehäuse auf einer der Deckenpendelleuchte zugewandten Außenfläche eine Aussparung aufweist, durch die das Stromversorgungskabel führt, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung als Längsschlitz ausgebildet ist und sich, von der Mitte der Außenfläche ausgehend, in Richtung des Baldachinsockels auf der Außenfläche entlang erstreckt. Eine technisch und ästhetisch ansprechende Lösung ist die Folge. Ein derartiger Baldachin ist für unterschiedlichst schräge Decken verwendbar. Er ist belastbar und schnell zu montieren. Die Folge ist eine dauerhafte und kostengünstige Lösung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Baldachin für Deckenpendelleuchten zur Anbringung an einer schrägen oder geraden Decke, mit einem Baldachingehäuse und einem Baldachinsockel, der zumindest eine Befestigungsstelle aufweist, über die der Baldachinsockel an der Decke befestigt ist, wobei der Baldachinsockel mindestens einen Durchlass zum Durchführen, mindestens eines Stromversorgungskabels und einen Aufhänger zum Aufhängen einer Zugentlastung für das Stromversorgungskabel der Deckenpendelleuchte aufweist und das Baldachingehäuse auf einer der Deckenpendelleuchte zugewandten Außenfläche eine Aussparung aufweist, durch die das Stromversorgungskabel führt.

Aus dem Stand der Technik sind Baldachine für Deckenpendelleuchten bekannt. Diese Baldachine werden an Decken, im speziellen Schrägdecken angebracht. Es gibt sogar zweigeteilte Baldachine. Der eine Teil des Baldachins bildet dabei den Baldachinsockel, welcher an der Decke angeschraubt wird und der andere Teil bildet das Baldachingehäuse, welches auf den Baldachinsockel aufgesetzt wird. Das Baldachingehäuse hat eine Aussparung durch welche das Stromversorgungskabel für die Deckenpendelleuchte hindurchführt. Diese Aussparung ist auf einer der Deckenpendelleuchte zugewandten Seite des Baldachingehäuses ausgebildet. Diese Baldachine haben jedoch, so sie an schrägen Decken angebracht werden, einen gravierenden Nachteil. Dadurch, dass das Baldachingehäuse senkrecht zur Zimmerdecke steht, diese schräg ist und die Deckenpendelleuchte durch den Einfluss der Gravität senkrecht nach unten hängt, bildet sich ein Knick im Stromversorgungskabel beim Austritt durch das Baldachingehäuse.

Dadurch wird das Stromversorgungskabel derart belastet, dass es sogar zum Bruch desselben kommen kann. Die Folge ist ein Ausfall der Deckenpendelleuchte. Die Deckenpendelleuchte leuchtet dann nicht mehr. In extremen Fällen besteht sogar die Gefahr, dass das Stromversorgungskabel reißt und die Deckenpendelleuchte abstürzt und zerstört wird. Auch die damit einhergehende Personengefährdung ist nicht zu vernachlässigen. Zusätzlich zu diesen technischen Aspekten kommen auch ästhetische Aspekte. So sieht es nicht besonders ästhetisch aus, wenn zwischen dem Stromversorgungskabel welches zur Deckenpendelleuchte führt und der Oberfläche des Baldachingehäuses, aus der das Stromversorgungskabel führt, kein 90°-Winkel besteht.

Aus dem Stand der Technik, wie etwa dem US-Patent US 53 17 493, ist eine Vorrichtung zum Installieren von Leuchtmittelhaltern bekannt. Die darin offenbarte Vorrichtung weist ein Gestänge auf, welches im montierten Zustand zu sehen ist. Auch ist die Kabelführung von außen zu sehen.

Auch aus dem US-Patent 28 15 918 ist eine Vorrichtung zum Befestigen von Leuchten an Schrägdecken bekannt. Ein verdrehbarer Ball in einem Baldachin ermöglicht eine Winkelverstellung eines Ansatzes, durch welches ein Stromzuführungskabel für die Leuchte geführt wird.

Eine weitere Hängeaufrichtung für Leuchten, insbesondere für Geraddecken, ist aus der US 27 39 780 bekannt.

Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine ästhetisch ansprechende und technisch belastbare, sowie sichere Anbringungsvorrichtung in Form eines Baldachins für schräge Decken zu realisieren.

Gattungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Aussparung als Längsschlitz ausgebildet ist und sich von der Mitte der Außenfläche ausgehend in Richtung des Baldachinsockels auf der Außenfläche entlang erstreckt.

Die Folge ist ein Vermeiden eines Knicks im Durchführungsbereich des Stromversorgungskabels, im Speziellen im Bereich der Aussparung. Ein derartiger Baldachin ist für nahezu beliebig schräge Decken standardmäßig verwendbar. Dadurch ergeben sich Kosteneinsparungspotentiale für Verwender von Baldachinen bei der Anwendung desselben für schräge Decken, da nur noch ein Baldachin für unterschiedlich schräge Decken vorgehalten werden muss.

Vorteilhafte Ausgestaltungsarten werden in den Unteransprüchen beansprucht.

Wenn eine Außenfläche zumindest abschnittsweise gekrümmt ist, so zeigt sich in dieser Alternative vorteilhafterweise, dass sich zwischen dem Stromversorgungskabel und der Oberfläche der Außenfläche immer tangential ein 90°-Winkel selbst bei unterschiedlich schrägen Decken einstellt. Das Stromversorgungskabel führt durch den Längsschlitz immer derart, dass sich ein 90°-Winkel zur Oberfläche des Baldachingehäuses und zwar zu der Außenfläche des Baldachingehäuses bildet.

Besonders vorteilhaft ist eine Alternative, wenn ein Mittelpunkt der Krümmung der Außenfläche im wesentlichen mit einem Aufhängepunkt, an dem Baldachinsockel zum Aufhängen der Zugentlastung übereinstimmt. Dadurch ist die Deckenpendelleuchte in der Lage, um den Mittelpunkt der Krümmung zu rotieren, wobei der Winkel zwischen dem Stromversorgungskabel und der Oberfläche der Außenfläche immer tangential 90° beträgt.

Um eine besonders einfach zu fertigende Form des Baldachingehäuses zu erreichen, ist es im Speziellen in einer Variante vorteilhaft, die Außenfläche orthogonal an zwei sich gegenüberliegend angeordnete Seitenflächen angrenzen zu lassen, wobei die Seitenflächen orthogonal zum Baldachinsockel angeordnet sind.

Wenn das Baldachingehäuse zweigeteilt ausgestaltet ist und die Trennebene senkrecht durch die Außenfläche des Baldachingehäuses führt, und zwei Außenflächenabschnitte formt, so stellt sich in dieser Ausgestaltungsart vorteilhafterweise eine schnellmontierbare Baldachinform ein. Während der Produktion ist des weiteren ein Stückzahleffekt spürbar, da entweder nur noch eine Hälfte des Baldachingehäuses etwa durch Pressen gefertigt werden muss oder die Hälften aus einem Umformteil durch Trennen zweier Außenflächenabschnitte erzeugbar sind.

Um eine besonders gute Stabilität des Baldachingehäuses zu erreichen, ist es in einer Variante besonders vorteilhaft, wenn eine Einsatzeinrichtung die zwei voneinander getrennten Außenflächenabschnitte miteinander verbindet.

Alternativ ist es besonders vorteilhaft, wenn die Aussparung einen darin gelagerten Einsatz aufweist, durch den das Stromversorgungskabel geführt wird. Die Montage des Baldachins zusammen mit dem Stromversorgungskabel und der Deckenpendelleuchte gestaltet sich dabei wesentlich einfacher.

Wenn der Einsatz parallel zur Außenfläche verschieblich ist, so zeigt sich in dieser besonderen Ausgestaltungsart ein weiterer Vorteil. Der Einsatz ist dann in dem Längsschlitz verschieblich. Je nach Schrägheit der Decke ist der Einsatz im Längsschlitz solange verschieblich bis eine krümmungsfreie und knickfreie Stromversorgungskabelführung gewährleistet ist.

Um mit einer Alternative zu vermeiden, dass die Führungsbuchse aus dem Längsschlitz fällt und ein Betrachter durch den Längsschlitz in verschiedenen Einstellungen in das Innere des Baldachins blicken kann, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Einsatz eine Führungsbuchse und eine Führungsplatte umfasst. Ein Gleiten der Führungsbuchse entlang der Außenfläche wird durch die Führungsbuchse gewährleistet und die Führungsplatte verhindert ein Hineinschauen in das Innere des Baldachingehäuses. Die Führungsbuchse ermöglicht des weiteren ein axiales Führen des Stromversorgungskabels. Das Innere des Baldachingehäuses ist in dieser Alternative vorzugsweise vor Blicken geschützt. Ein ästhetisches Äußeres des Baldachingehäuses ist die Folge. Auch ist ein Berührungsschutz gegenüber aktiven Teilen, d.h. stromführende Leitungen, gewährleistet. Des Weiteren wird es dadurch erst möglich, spezielle gesetzliche Vorschriften zu erfüllen.

Wenn die Führungsbuchse einerseits das. Stromversorgungskabel in dessen axialer Richtung führt und andererseits in der Aussparung entlang der Außenflächenabschnitte beweglich orthogonal zur Längsrichtung des Stromsversorgungskabels verschieblich ausgestaltet ist, so zeigt sich in dieser alternativen Ausformungsart ein weiterer Vorteil. Das Stromversorgungskabel ist in axialer Richtung einstellbar und wird durch die Führungsbuchse geführt. Zusätzlich ist eine Einstellbarkeit mit Ausrichtung entlang der Längsachse des Baldachinsockels gewährleistet. Eine Selbsteinstellung der Deckenpendelleuchte in eine Lotrechte ist dadurch gewährleistet.

In einer Alternative ist es vorteilhaft, wenn der Baldachinsockel zumindest eine Nut zum Einhängen einer Gegennut des Baldachingehäuses aufweist und das Baldachingehäuse eine Sicherungseinrichtung aufweist, wobei die Sicherungseinrichtung ein ungewolltes Abheben des Baldachingehäuses vom Baldachinsockel durch einen Wirkeingriff der Nut verhindert. Ein schnelles Montieren des Baldachinsockels an der Zimmerdecke und des Baldachingehäuses an dem Baldachinsockel wird ermöglicht und ein unbeabsichtigtes Lösen der Einzelteile von der Decke oder voneinander wird verhindert.

Wenn die Führungsbuchse und die Führungsplatte aus verformbarem Material hergestellt sind, vorzugsweise Kunststoff oder Isolierstoff, lässt sich vorteilhafterweise in dieser besonderen Ausgestaltungsform das Stromversorgungskabel nahezu spielfrei in die Führungsbuchse einfügen. Ein besonders schnelles Montieren von Führungsbuchse und Führungsplatte in das Baldachingehäuse ist damit gewährleistet.

Besonders resistent gegen Zerstörung ist das Baldachingehäuse in einer Alternative besonders dann, wenn das Baldachingehäuse und der Baldachinsockel aus Metall gefertigt sind.

Wenn das Baldachingehäuse und der Baldachinsockel aus elektrisch leitendem Material in einer Alternative gefertigt sind, ist vorteilhafterweise der Schutz gegen elektrischen Schlag nicht allein auf der Basisisolierung beruhend, sondern ist eine zusätzliche Sicherheitsvorkehrung derart enthalten, dass berührbare leitfähige Teile mit Mitteln zum Anschluss an den Schutzleiter der festen Installation ausgerüstet sind, so dass im Fehlerfall der Basisisolierung berührbare leitfähige Teile nicht aktiv werden können.

Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Ansicht des Baldachingehäuses montiert auf dem Baldachinsockel und befestigt an einer schrägen Decke im zusammengebauten Zustand von der Seite,

2 einen Schnitt durch den Baldachinsockel und das Baldachingehäuse im zusammengebauten Zustand von der Seite aus 1,

3 einen Blick von unten auf das Baldachingehäuse aus 2,

4 eine perspektivische Ansicht des Baldachinsockels im nicht zusammengebauten Zustand und

5 einen Detailschnitt durch einen Einsatz mit einer Führungsbuchse und einer Führungsplatte als Teil des Baldachingehäuses im Schnitt.

In 1 ist ein Baldachingehäuse 1 im montierten Zustand auf einem Baldachinsockel 2 an einer Zimmerdecke 30 dargestellt. In der teilweisen schematischen Ansicht ist dargestellt, dass jeweils der Baldachinsockel 2 über zwei Befestigungsstellen 3 an der Zimmerdecke befestigt ist. Der Baldachinsockel 2 wird durch eine Seitenfläche 14 des Baldachingehäuses 1 verdeckt. Das Baldachingehäuse 1 wird außen durch zwei sich gegenüberstehende und orthogonal zur Zimmerdecke 30 ausgerichtete Seitenflächen 14 und eine diese Seitenflächen 14 verbindende Außenfläche 8 begrenzt.

In der Außenfläche 8 ist eine Aussparung 9 eingearbeitet. Im montierten Zustand ist die Aussparung 9 am tiefsten Punkt des Baldachingehäuses 1. Die Aussparung 9 ist als Längsschlitz 10 ausgebildet. Der Längsschlitz 10 befindet sich auf der Außenfläche 8 des Baldachingehäuses 1. Die Seitenflächen 14 stehen im wesentlich orthogonal zu der Außenfläche 8. Die Außenfläche 8 und die zwei Seitenflächen 14 des Baldachingehäuses 1 sind mittels einer Einsatzeinrichtung 15 miteinander verbunden. Die Außenfläche 8 ist halbrund gekrümmt. Diese Einsatzeinrichtung 15 ist in 2 gut erkennbar.

In 1 ist die Durchführung des Stromversorgungskabels 5 durch einen Einsatz 11 dargestellt. Der Einsatz 11 ist verschieblich im Längsschlitz 10 eingesetzt. Damit das Baldachingehäuse 1 sich nicht vom Baldachinsockel 2 löst, ist eine Sicherungseinrichtung 20 vorgesehen. Die Sicherungseinrichtung 20 umfasst eine Schraube, einen Abstandsring und ein Abstützelement. Das Abstützelement gerät in Wirkkontakt mit dem Baldachinsockel 2. Die Führungsbuchse 16 ist im Längsschlitz 10 beweglich. Das Stromversorgungskabel 5 ist im wesentlichen spielfrei in die Führungsbuchse 16 eingepasst.

In 2 ist weiterhin dargestellt, dass ein Stromversorgungskabel 5 durch einen Durchlass 4 durch den Baldachinsockel 2 hindurchgeführt wird. Das durch den Durchlass 4 hindurchführende Stromversorgungskabel 5 wird weiterhin an oder in der Zimmerdecke 30 verlegt oder ist dort bereits vorgerüstet.

Das andere Ende des Stromversorgungskabels 5 führt von der Deckenpendelleuchte her. Dieses Ende des Stromversorgungskabels 5 ist im wesentlichen spielfrei in die Führungsbuchse 16 eingepasst. Die Führungsbuchse 16 ist zusammen mit der Führungsplatte 17 Teil des Einsatzes 11. Der Einsatz 11 ist in der Aussparung 9, die im Wesentlichen als Längsschlitz 10 ausgearbeitet ist, eingesetzt. Damit die Deckenpendelleuchte frei schwingen kann und sich der Einsatz 11 immer passend in der Aussparung 9, im Speziellen im Längsschlitz 10 ausrichtet, ist der Mittelpunkt 12 der Krümmung der Außenfläche 8 im Wesentlichen deckungsgleich zu dem Aufhängepunkt 13 einer Zugentlastung 7 angeordnet. Die Zugentlastung 7 greift an einem am Baldachinsockel 2 befestigten Aufhänger 6 an. Auch ist das Stromversorgungskabel 5 an der Zugentlastung 7 unverrutschlich und unverdrehbar befestigt. Um die Zugentlastung 7 mit dem Stromversorgungskabel 5 zu verbinden, ist eine Klemmlösung, unter Zuhilfenahme von Schrauben gewählt. In das Stromversorgungskabel 5 ist ein Stahlseil integriert. Dieses Stahlseil wird üblicherweise ebenfalls an der Zugentlastung 17 befestigt. Andere Ausführungsvarianten bieten sich jedoch ebenso an.

In einer Verbindungseinrichtung 21 werden die einzelnen stromführenden Adern des Stromversorgungskabels 5, welches von der Deckenpendelleuchte und aus der Wand herführt, miteinander verbunden. Hierfür gibt es handelsübliche Lösungen. Klemmeinrichtungen insbesondere Klemmleisten sind hierfür bewährte Bauelemente. Über Klemmen und Schrauben werden der Baldachinsockel 2 und das Baldachingehäuse 1 mit dem Schutzleiter im Stromversorgungskabel 5 verbunden.

Der Einsatz 11 besteht aus der Führungsbuchse 16 und der Führungsplatte 17. Die Führungsplatte 17 liegt auf der Innenseite des Baldachingehäuses 1 sowohl an der Außenfläche 8 als auch an der Einsatzeinrichtung 15 an. Die Außenfläche 8 ist zweigeteilt ausgeführt. Die Außenfläche 8 besteht aus einem Außenflächenabschnitt 8a und einem Außenflächenabschnitt 8b. Die Verbindung dieser zwei Außenflächenabschnitte 8a und 8b wird durch die Einsatzeinrichtung 15 gewährleistet. Auch in 3 sind die einzelnen Abschnitte der Außenfläche 8 gekennzeichnet. Dort sind die Außenflächenabschnitte 8a und 8b gut zu erkennen.

In 2 ist zusätzlich die Sicherungseinrichtung 20 dargestellt und vorzugsweise als Unverlierbarkeitsschraube ausgestaltet. Die Sicherungseinrichtung 20 wird zur Verhinderung des Ablösens des Baldachingehäuses vom Baldachinsockel an den Baldachinsockel 2 herangeschraubt. Ein Schraubenkopf der Schraube liegt außerhalb des Baldachingehäuses 1 und ist vorzugsweise als Unverlierbarkeitsschraube ausgestaltet.

In 2 ist auch die Verstellbarkeit des Einsatzes 11 gekennzeichnet. Die Führungsbuchse 16 ist in zwei unterschiedlichen Stellungen dargestellt. Die Verschieberichtung der Verbindungsbuchse 16, mit darin eingesetztem Stromversorgungskabel 5 ist durch einen Pfeil gekennzeichnet.

In eine Zusatzaussparung 24 in der Außenfläche 8 ist ein Zusatzbuchse 23 als Teil eines Zusatzeinsatzes 22 eingesetzt. Die Zusatzaussparung 24 befindet sich im Baldachingehäuse auf der Außenfläche 8 nahe der Zimmerdecke 30, der Sicherungseinrichtung 20 gegenüberliegend. Die Zusatzaussparung 24 ist zumindest auf einer Seite halbkreisförmig ausgestaltet. In diese längsschlitzartige Zusatzaussparung 24, mit auf der einen Seite kreisrundem Abschnitt, ist eine runde Zusatzbuchse 23 einsetzbar. Die Zusatzbuchse 23 ist in einer speziellen Ausgestaltungsart baugleich zu der Führungsbuchse 16. Die runde Zusatzbuchse 23 ist eine weitere seitliche Kabeleinführung, für den Fall, dass das Kabel nicht innerhalb des Baldachins durch die Decke geführt werden kann. Gerade, wenn Leuchten schräg abgehängt werden müssen, sind die Installationsverhältnisse oft derart, dass es sich nicht um eine schräge Deckenfläche handelt, sondern dass schlanke Konstruktionselemente (Holzbinder, Stahlträger etc.) benutzt werden. Bei solchen Konstruktionselementen können die elektrischen Leitungen nicht innen oder optisch verdeckt geführt werden, sondern liegen offen auf diesen Konstruktionselementen. Das Vorsehen einer Zusatzbuchse 23 und einer Zusatzaussparung 24 ist somit gerade bei Verwendung von solchen Konstruktionselementen besonders vorteilhaft.

In 3 ist eine Ansicht orthogonal zur Zimmerdecke auf das Baldachingehäuse 1 dargestellt. Eine Einsatzeinrichtung 15 ist die verbindende Einrichtung der zwei Teile der Außenfläche 8. Durch die Einsatzeinrichtung 15 wird der Außenflächenabschnitt 8a mit dem Außenflächenabschnitt 8b verbunden. Die Führungsplatte 17 verhindert eine Sicht in das Innere des Baldachingehäuses 1. Die Führungsbuchse 16 hat einen größeren Außendurchmesser als die Breite des Längsschlitzes 10. Dadurch wird verhindert, dass die Führungsbuchse 16 aus dem Längsschlitz 10 herausfällt, selbst wenn die Führungsplatte 17 nicht vorhanden wäre.

In 4 ist eine perspektivische Ansicht auf einen Baldachinsockel 2 dargestellt. Die Befestigungsstellen 3 sind sich einander diagonal gegenüberliegend auf dem Baldachinsockel 2 angeordnet. Eine von der Verbindungseinrichtung 21 zum Baldachinsockel 2 führende Schutzleitereinrichtung 25 ist dargestellt. Der Aufhänger 6 ist auf einer Längssymmetrieachse des Baldachinsockels angeordnet. Die gegenüberliegenden Enden des Baldachinsockels 2 sind als Nuten 18 ausgearbeitet. Diese Nuten 18 greifen am Baldachingehäuse 1 an. In 3 ist zu erkennen, dass einerseits die Sicherungseinrichtung 20 an der Nut 18 und andererseits die Gegennut 19 des Baldachingehäuses 1 an der Nut 18 des Baldachinsockels angreifen. Durch den Durchlass 4 im Baldachinsockel 2, wie in 4 dargestellt, wird das Stromversorgungskabels 5, welches aus der Zimmerdecke 30 ragt, hindurchgeführt. Auf der Seite der Zusatzbuchse 23 im Baldachingehäuse 1 ist im Baldachinsockel 2 eine Einbuchtung in der Nut 18 eingearbeitet.

In 5 ist ein Detailausschnitt des isolierten Einsatzes 11 dargestellt. Die Führungsbuchse 16 sitzt dabei passend in einer Führungsplatte 17. Die Führungsbuchse 16 und die Führungsplatte 17 sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt.

Während der Montage wird der Baldachinsockel mit Hilfe von Schrauben durch die Befestigungsstellen 3 an der Zimmerdecke 30 befestigt. Das Stromversorgungskabel 5, welches aus der Zimmerdecke 30 ragt, wird durch den Durchlass 4 hindurchgeführt. Die einzelnen Adern des aus der Decke ragenden Stromversorgungskabels 5 werden in die Verbindungseinrichtung 21 eingesetzt und damit leitend verbunden. Das Stromversorgungskabel 5, welches von der Deckenpendelleuchte herführt, wird durch die Führungsbuchse 16 hindurchgeführt und klemmend an der Zugentlastung 7 befestigt. Die Zugentlastung 7 wird am Aufhänger 6 eingehängt. Die Adern des Stromversorgungskabels 5, welches von der Deckenpendelleuchte herführt, werden mit der Verbindungseinrichtung 21 verbunden. Es wird eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Stromversorgungskabel 5 welches aus der Zimmerdecke 30 führt und dem Stromversorgungskabels 5 welches von der Deckenpendelleuchte herführt hergestellt. Eine Schutzleiterverbindung zwischen Baldachingehäuse 1, Baldachinsockel 2 und Stromversorgungskabel 5 wird mittels zusätzlicher Leitungen hergestellt.

Anschließend wird das Baldachingehäuse mit der Gegennut 19 auf die Nut 18 des Baldachinsockels aufgesetzt. Durch Klappens des Baldachingehäuses 1 auf den Baldachinsockel 2 zu und Einschraubens der Schraube der Sicherungseinrichtung 20 wird ein unbeabsichtigtes Ablösens des Baldachingehäuses vom Baldachinsockel verhindert. Baldachingehäuse 1 und Baldachinsockel 2 sind somit fest mit der Zimmerdecke 30 verbunden. Eine technisch und ästhetisch ansprechende Lösung ist die Folge.


Anspruch[de]
  1. Baldachin für Deckenpendelleuchten zur Anbringung an einer schrägen Decke, mit einem Baldachingehäuse (1) und einem Baldachinsockel (2), der zumindest eine Befestigungsstelle (3) aufweist, über die der Baldachinsockel (2) an der Decke befestigt ist, wobei der Baldachinsockel (2) mindestens einen Durchlass (4) zum Durchführen mindestens eines Stromversorgungskabels (5) und einen Aufhänger (6) zum Aufhängen einer Zugentlastung (7) für das Stromversorgungskabel (5) der Deckenpendelleuchte aufweist, und das Baldachingehäuse (1) auf einer der Deckenpendelleuchte zugewandten Außenfläche (8) eine Aussparung (9) aufweist, durch die das Stromversorgungskabel (5) führt, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (9) als Längsschlitz (10) ausgebildet ist und sich von der Mitte der Außenfläche (8) ausgehend in Richtung des Baldachinsockels (2) auf der Außenfläche (8) entlang erstreckt.
  2. Baldachin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche (8) zumindestens abschnittsweise gekrümmt ist.
  3. Baldachin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittelpunkt (12) der Krümmung der Außenfläche (8) im Wesentlichen mit einem Aufhängepunkt (13) an dem Baldachinsockel (2) zum Aufhängen der Zugentlastung (7) übereinstimmt.
  4. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche (8) orthogonal an zwei sich gegenüberliegend angeordnete Seitenflächen (14) angrenzt, wobei die Seitenflächen (14) orthogonal zum Baldachinsockel (2) angeordnet sind.
  5. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Baldachingehäuse (1) zweigeteilt ausgestaltet ist, und die Trennebene senkrecht durch die Außenfläche (8) des Baldachingehäuses (1) führt und zwei Außenflächenabschnitte (8a und 8b) formt.
  6. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einsatzeinrichtung (15) die zwei voneinander getrennten Außenflächenabschnitte (8a und 8b) miteinander verbindet.
  7. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (9) einen darin gelagerten Einsatz (11) aufweist, durch den das Stromversorgungskabel (5) führt.
  8. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (11) parallel zur Außenfläche (8) verschieblich ist.
  9. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (11) eine Führungsbuchse (16) und eine Führungsplatte (17) umfasst.
  10. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbuchse (16) einerseits das Stromversorgungskabel (5) in dessen axialer Richtung führt und andererseits in der Aussparung (9) entlang der Außenflächenabschnitte (8a und 8b) beweglich orthogonal zur Längsrichtung des Stromversorgungskabels (5) verschieblich ausgestaltet ist.
  11. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Baldachinsockel (2) zumindest eine Nut (18) zum Einhängen einer Gegennut (19) des Baldachingehäuses (1) aufweist und das Baldachingehäuse eine Sicherungseinrichtung (20) aufweist, wobei die Sicherungseinrichtung (20) ein ungewolltes Abheben des Baldachingehäuses (1) vom Baldachinsockel (2) durch einen Wirkeingriff mit der Nut (18) verhindert.
  12. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbuchse (16) und die Führungsplatte (17) aus verformbarem Material hergestellt sind, vorzugsweise Kunststoff oder Isolierstoff.
  13. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Baldachingehäuse (1) und der Baldachinsockel (2) aus Metall gefertigt sind.
  14. Baldachin nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Baldachingehäuse 1 und der Baldachinsockel (2) aus elektrisch leitendem Material gefertigt sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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