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Dokumentenidentifikation DE202004012603U1 11.11.2004
Titel DSL-Weiche
Anmelder VOGT electronic Aktiengesellschaft, 94130 Obernzell, DE
Vertreter v. Füner Ebbinghaus Finck Hano, 81541 München
DE-Aktenzeichen 202004012603
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 11.11.2004
Registration date 07.10.2004
Application date from patent application 11.08.2004
IPC-Hauptklasse H04M 11/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine DSL-Weiche (im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Splitter bezeichnet) für verschiedene DSL-Übertragungstechniken, wie z.B. ADSL, VDSL, ADSL2+ etc. Die zur Zeit am weitesten verbreitete DSL-Technik ist ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line).

Bei Verwendung dieser Technik werden Internetdaten und Telefon-/Faxdaten (analog oder per ISDN) auf der Amtsseite der Telefongesellschaft mit einer Frequenzweiche in eine Zweidraht-Kupferleitung zum Teilnehmer eingespeist. Um die Daten dort wieder zu trennen, wird zwischen der üblichen TAE-Dose und den Endgeräten, wie Telefon, Telefaxgerät oder Modem eines Computer, eine DSL-Weiche benötigt. Dabei werden Internetdaten über einen Hochpass, der sich normalerweise in einem ADSL-Modem befindet, zum Rechner geleitet, und Telefon/Faxdaten werden über einen Tiefpass, der sich in der ADSL-Weiche befindet, an die ISDN-Anlage oder als analoges Signal zum Telefon oder zum Fax geleitet.

Zur Zeit gibt es verschiedene Ausführungsformen solcher DSL-Weichen. Z.B. beschreibt die Offenlegungsschrift DE 101 20 271 A1 eine DSL-Weiche, die als nächstliegender Stand der Technik betrachtet wird. Bei der Herstellung einer solchen DSL-Weiche muss die Filtercharakteristik den Anforderungen der verschärften Spezifikationen der Deutschen Telekom bzw. ETSI entsprechen. Eine bekannte Lösung dieser Aufgabe wären magnetische Überkopplungen zwischen Ein- und Ausgang des Tiefpassfilters der DSL-Weiche durch zusätzliche Wicklungen auf den Filterspulen. Allerdings ist dieses Verfahren in seiner Realisierung relativ aufwendig und schwierig zu dimensionieren.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde mit konstruktiv einfachen Mitteln eine DSL-Weiche zu schaffen, die sicherstellt, dass die verschärften Filterspezifikationen eingehalten werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass mindestens ein Leiter am Eingang des Tiefpassfilters mit einem ihm entsprechenden Leiter am Ausgang des Tiefpassfilters durch mindestens eine Kapazität gekoppelt sind.

Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass jeder der zwei eingehenden Leitern am Eingang des Tiefpassfilters mit einem ihm entsprechenden Leiter am Ausgang des Tiefpassfilters durch mindestens eine Kapazität gekoppelt ist.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die verwendeten Kapazitäten als Platinenlayout ausgebildet sind. Der Nominalwert der Kapazitäten bei der vorteilhaften Ausführungsform liegt im Bereich von 0,1 pF bis 100 pF. Bei der besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Nominalwert der Kapazitäten 5 pF.

Durch die vorgeschlagene Lösung wird es möglich, die Anforderungen der Filterspezifikationen mit der entsprechenden Fertigungstoleranz kostengünstig zu realisieren.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutet. Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Filterschaltung einer bekannten DSL-Weiche;

2 einen Amplitudenfrequenzgang (AFG) des Tiefpassfilters der bekannten DSL-Weiche mit der eingetragenen Anforderungsmaske;

3 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen DSL-Weiche;

4 einen Amplitudenfrequenzgang (AFG) des Tiefpassfilters der erfindungsgemäßen DSL-Weiche mit der eingetragenen Anforderungsmaske;

1 zeigt eine schematische Darstellung einer elektrischen Schaltung eines Tiefpassfilters einer DSL-Weiche. Diese Filterschaltung weist drei induktive Bauelemente 1, 2 und 3 auf, die in Reihe geschaltet sind. Die induktiven Bauelemente 1 und 2 bestehen jeweils dabei aus vier ebenfalls in Reihe geschalteten Induktivitäten, die relativ zueinander unterschiedliche Werte haben können, wobei zwischen der zweiten und der dritten Induktivität, die die Querinduktivitäten bilden, ein Kondensator 4 geschaltet ist. Das dritte Bauelement 3 ist lediglich aus zwei Längsinduktivitäten gebildet. Die induktiven Bauelemente 1, 2 und 3 sind so zusammengeschaltet, dass ein Ausgang eines Bauelementes an den Eingang eines nächstes Bauelementes angeschlossen ist. Dabei ist zu bemerken, dass die Anzahl der Induktivitäten der zwei ersten Bauelemente variabel sein kann. Außerdem kann an Stelle von zwei Bauelementen nur eines verwendet werden. Allerdings ist es entscheidend, dass die verwendete Schaltung des Tiefpassfilters zwei Längsinduktivitäten an seinem Ausgang aufweist.

2 zeigt einen Amplitudenfrequenzgang des Tiefpassfilters der oben beschriebenen DSL-Weiche. Entsprechend den Anforderungen der Filtercharakteristik der Deutschen Telekom liegt der Durchlassbereich für Telefon-/Faxdaten zwischen 0 Hz und 80 kHz. Der Bereich für die Übertragung von Internetdaten liegt zwischen 138 kHz und 2,2 MHz. Dementsprechend soll der Verstärkungskoeffizient des übertragenen Signals in diesem Bereich unter der vorgeschriebenen Maske liegen.

3 zeigt ein Blockschaltbild der vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, in der jeder von zwei eingehenden Leitern 11, 12 am Eingang des Tiefpassfilters 10 gem. 1 mit einem ihm entsprechenden Leiter 13, 14 an Ausgang dieses Tiefpassfilters 10 durch eine Kapazität 15, 16 gekoppelt ist. Dabei liegt der Nominalwert der Kapazitäten im Bereich von 0,1 pF bis 100 pF. Bei der besonders vorteilhaften Ausführungsform beträgt der Nominalwert der Kapazitäten 5 pF.

In 4 ist der Amplitudenfrequenzgang des Tiefpassfilters gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Es ist zu erkennen, dass durch kapazitive Kopplung von Ein- und Ausgang des geeignet strukturierten Tiefpasses ein zusätzlicher Dämpfungspol (DP) in der Übertragungsfunktion erzeugt wird, der in diesem Beispiel bei einer Frequenz von ungefähr 900 kHz liegt. Dabei ist ein Abfall des Verstärkungskoeffizienten deutlich zu erkennen, wobei der Verstärkungskoeffizient im Extremfall gleich Null ist. Durch Erzeugung dieses Dämpfungspols wird gewährleistet, dass der Amplitudenfrequenzgang in einem sicherem Abstand von der vorgeschriebenen Maske verläuft, und sogar im Falle von unerwünschten Schwankungen die Anforderungen der Filtercharakteristik erfüllt werden.


Anspruch[de]
  1. DSL-Weiche mit einem Tiefpassfilter (10) für niederfrequente Signale, insbesondere für analoge Kommunikationssysteme und ISDN-Komponenten, der einen Eingang mit zwei eingehenden Leitern (11, 12) für eingespeiste Signale und einen Ausgang mit zwei ausgehenden Leitern (13, 14) für niederfrequente Signale aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Leiter am Eingang des Tiefpassfilters mit einem ihm entsprechenden Leiter am Ausgang des Tiefpassfilters durch mindestens eine Kapazität (15, 16) gekoppelt ist.
  2. DSL-Weiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der zwei eingehenden Leiter (11, 12) am Eingang des Tiefpassfilters (10) mit dem entsprechen Leiter (13, 14) an seinem Ausgang durch mindestens eine Kapazität (15, 16) gekoppelt ist.
  3. DSL-Weiche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazitäten (15, 16) als Platinenlayout ausgebildet sind.
  4. DSL-Weiche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nominalwert der Kapazitäten (15, 16) im Bereich von 1,2 pF bis 100 pF liegt.
  5. DSL-Weiche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nominalwert der Kapazitäten (15, 16) 5 pF ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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