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Dokumentenidentifikation DE102004014005A1 18.11.2004
Titel Pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose und Verfahren zu deren Herstellung
Anmelder NuLiv Biomedicine Inc., Shanghai, CN
Erfinder Wang, Hsiang, Shanghai, CN;
Mao, Yu-Ling, Shanghai, CN
Vertreter Flaccus, R., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 50389 Wesseling
DE-Anmeldedatum 23.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004014005
Offenlegungstag 18.11.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.2004
IPC-Hauptklasse A61K 35/78
IPC-Nebenklasse A61K 33/06   A61K 33/42   A61P 19/10   
Zusammenfassung Es wird eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe und Behandlung von Osteoporose bereitgestellt. Die Zusammensetzung wird aus einer Mischung extrahiert, welche Semen cuscutae oder Fructus cnidii und Semen cuscutae umfasst, und anschließend gereinigt, um eine große Menge der Wirkstoffe wie Cumarine und Flavonoide zu erhalten. Die ausschließlich aus Semen cuscutae hergestellte pharmazeutische Zusammensetzung ist ebenfalls wirksam. Die genannte pharmazeutische Zusammensetzung kann ebenfalls mit Calcium und/oder Vitamin D3 verwendet werden.

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe und Behandlung von Osteoporose und das Verfahren zur Herstellung derselben; insbesondere betrifft die Erfindung eine Zusammensetzung zur Prophylaxe und Behandlung von Osteoporose in Bezug auf ältere Menschen oder Frauen im Klimakterium und ein Verfahren zur Herstellung derselben.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Osteoporose ist eine systemische Erkrankung, die einen Verlust von Knochengewebe verursacht, die Mikrostruktur des Knochens verändert, die Belastbarkeit verringert und das Risiko von Knochenfrakturen erhöht. Senioren und Frauen im Klimakterium sind häufiger von Osteoporose betroffen. Primärsyndrome sind systematische Schmerzen oder Schmerzen in den Lenden oder Beinen. Beim Fortschreiten der Krankheit kann es zu einer Deformierung und Fraktur der Wirbelsäule bei leichter äußerer Krafteinwirkung kommen. Eine Deformierung des Brustkorbs kann außerdem die Lungenkapazität verringern und die Herz-Lungen-Funktionen beeinträchtigen.

Da Senioren durch verbesserte Lebensstandards und Langlebigkeit einen immer größeren Teil der Bevölkerung ausmachen, sind Prophylaxe und Behandlung von Osteoporose zu einem wichtigen und anhaltenden Thema geworden. Der Bedarf an einer sicheren, wirksamen und geeigneten modernen Zubereitungsform (hergeleitet aus der traditionellen chinesischen Medizin) zur Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose kann die Lebensqualität von älteren Menschen und Frauen im Klimakterium verbessern.

Im Hinblick auf den Stand der Technik können Osteoporose-Behandlungen drei Haupttypen zugeordnet werden. Der erste Typus inhibiert die Expression von Osteoklasten. Die medikamentöse Behandlung mit Ingredienzien wie Östrogen, Calcitonin, Bisphosphaten, Ipriflavon und Calcium fallen in die erste Kategorie. Der zweite Typus fördert die Bildung von Osteoblasten durch Wirkstoffe wie aktives Vitamin D, Fluorid, synthetische Steroide und Parathyrin (PTH). Beide Behandlungstypen wirken einem weiteren Knochenschwund entgegen und erhöhen die Knochenmasse. Aufgrund zahlreicher Nebenwirkungen, Langzeitkomplikationen, hoher Kosten oder umstrittener Wirksamkeit sind diese beiden Behandlungstypen jedoch keine ideale Medikation bei Osteoporose.

Der dritte Typus basiert auf der Theorie der traditionellen chinesischen Medizin. Der Theorie der traditionellen chinesischen Heilkunde zufolge ist Osteoporose eng verbunden mit dem so genannten abstrakten Zustand der „Nierenfehlfunktion". Die Hauptsymptome bestehen in Knochenschmerzen, Brust- und Rückenschmerzen und Schwäche in den Lenden und Beinen, welche zufällig mit denen der Osteoporose übereinstimmen. Es wird darauf hingewiesen, dass die traditionelle chinesische Medizin Osteoporose durch systematische Regulierung der Körperfunktionen in vielfacher Art und Weise vorbeugt und behandelt.

Die moderne medizinische Wissenschaft hat außerdem herausgefunden, dass in der traditionellen chinesischen Medizin der Östrogenspiegel mit dem Yin-Yang-Gleichgewicht der „Niere" im Zusammenhang steht. Die nierenstärkende Therapie kann das Immunsystem stärken, die Funktionen der Hypophyse, des Zielorgans, wiederherstellen, die Ansammlung von Knochencalcium fördern, die Expression von Osteoklasten hemmen und die Bildung von Osteoblasten fördern. Folglich kann dadurch nicht nur das Fortschreiten von Osteoporose verlangsamt, sondern möglicherweise auch der Vorgang umgekehrt werden.

Die Kräutermedizin Fructus Cnidii ist die getrocknete reife Frucht von Cnidium monnieri (L.) Cuss, einer Heilpflanze des Fruchttyps. Die Wirkstoffe sind Osthol und Imperatorin aus der Gruppe der Cumarine. Der traditionellen chinesischen Medizin zufolge liegt die Wirkung von Fructus cnidii in einer Stärkung der Nieren, einer Förderung der sexuellen Potenz und der Prävention von Osteoporose bei Frauen in den Wechseljahren. Forschungen haben ergeben, dass Fructus cnidii und alle Cumarine in der Prophylaxe von durch Ovariektomie oder Steroide induzierter Osteoporose bei Ratten wirksam sind. Einer der Hauptwirkstoffe, Osthol, kann die Veränderung des Knochengewebes bei Frauen im Klimakterium wieder ausgleichen, Knochenschwund vorbeugen und die normale Knochenmasse erhalten, indem die Expression von Osteoklasten gehemmt und die Bildung von Osteoblasten gefördert wird.

In letzter Zeit wurden viele Artikel zur klinischen Verwendung von Fructus cnidii-Verbindungen veröffentlicht, jedoch hauptsächlich zur Behandlung von gynäkologischen und dermatologischen Erkrankungen. Im Folgenden werden außerdem einige medizinische Präparate in Bezug auf Knochen im Zusammenhang mit Semen cuscutae beschrieben:

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 95109546.3 wurde eine Medizin zur Behandlung von Knochenhyperplasie beschrieben, welche hergestellt wurde aus dem verarbeiteten Pulver von Radix Angelicae Sinensis, Rhizome Liguistici, Radix Paeoniae Alba, Radix Rehmanniae Praeparata, Cortex Eucommiae, Radix Dipsaci, Cortex Acanthopanacis Radicis, Rhizome Drynariae, Ramulus Cinnamomi, Radix Notoginseng, Radix Astragali seu Hedysari, Fructus Psoraleae, Semen Cuscutae, Radix Codonopsis Pilosulae, Fructus Chaenomelis, Artemisiae Anomalac Herba, Pyritum, Fructus Crataegi, Eupolyphaga sinensis Walker, Leoparden- oder Hundeknochen und Dendrobium parishii.

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 96116013.6 wurde eine Medizin zur Behandlung von Knochenhyperplasie beschrieben, welche hergestellt wurde aus Radix Rehmanniae, Cortex Lycii Radicis, Semen Cuscutae, Ramulus Wallichii seu puberulli, Radix Polygalae, Achyranthes bidentata, Gentiana crassicaulis, Caulis Spatholobi, Rhizoma Cyperi, Radix Glycyrrhizae, Rhizoma Dioscoreae und Semen Coicis.

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 96120912.7 wurde eine Medizin zur Behandlung von Knochenhyperplasie beschrieben, welche Radix Rehmanniae Praeparata, Fructus Psoraleae, Herba Epimedii, Semen Cuscutae, Cortex Acanthopanacis Radicis, Herba Cistanches, Male Bombyx mori, Cortex Eucommiae (mit Salz verarbeitet), Cibotium barometz, Fructus Schisandrae, Caulis Spatholobi, Radix Achyranthis Bidentae, Flos Carthami, Hundeknochenpulver, Skorpion, Radix Angelicae Sinensis, Radix Paeoniae Alba, Radix Glycyrrhizae, Panax Ginseng, Fructus Ziziphi Jujibae, Poria, Herba Cynomorii, Radix Notoginseng enthält und die Pulvermischung wird außerdem durch Zugabe einer entsprechenden Menge von sorgfältig pulverisiertem Olibanum und Myrrha... etc. hergestellt.

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 98120495.3 wurde eine Zusammensetzung der traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung von Knochenhyperplasie beschrieben, welche Radix Astragali seu Hedysari, Radix Rehmanniae, Radix Codonopsis Pilosulae, Radix Salviae Miltiorrhizae, Semen Cuscutae, Fructus Ligustri Lucidi, Radix Angelicae Sinensis, Rhizoma Sparaganii, Radix Paeoniae Rubra, Ramulus Mori, Radix Clematidis, Caulis Spatholobi, Herba Epimedii, Rhizoma seu Radix Notopterygii, Radix Dipsaci, Radix Puerariae, Radix Achyranthis Bidentatae, Cortex Eucommiae, Olibanum, Myrrha, Radix Aconiti Praeparata, Cortex Cinnamomi, Radix Ledebouriellae, Radix Glycyrrhizae, Caulis Piperis Futokadsurae, Scrophularia ningpoensis, Radix Rehmanniae Praeparata, Artemisia capillaries, Fructus Ziziphi Jujibae, Peng-goling enthält.

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 97112860.X wurde ein Gesundheitsprodukt zur Prophylaxe/Behandlung von Osteoporose beschrieben, welches aus Knochenpulver, Radix Rehmanniae Praeparata, Rhizoma Dioscoreae, Fructus Corni, Fructus Lycii, Semen Cuscutae, Radix Angelicae Sinensis, Rhizome Alismatis, Poria, Pericarpium Citri reticulatae, Radix Codonopsis Pilosulae, Radix Astragali seu Hedysari, Citrus aurantium, Fructus Meliae Toosenddan, Radix Aucklandiae hergestellt wird.

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 00124955.X wurde eine Zubereitung der chinesischen traditionellen Medizin zur Behandlung von Femurkopfnekrose beschrieben, welche aus Zubereitung I: Flos Carthami, Colla Corii Asini, Radix Rehmanniae Praeparata, Semen Persicae, Olibanum, Squama Mantitis, Radix Notoginseng, Herba Asari, Strychnos nuxvomica L., Radix Angelicae Sinensis, Semen Cuscutae, Radix Salviae Militiorrhizae, Achyranthes aspera, Radix Paeoniae Alba, Radix Astragali seu Hedysari, Radix Dipsaci, Fructus Chaenomelis, Lumbricus, Skorpion, totem Wurm, Caulis Sinomenii, Chilopod, Dendrobium parishii; und Zubereitung II: zermahlener Käfer ... usw.; und einem Medikament zur äußeren Anwendung: Holzkohle, Phellodendron chinense, Pinellia ternata, Avicennia germinans, Kopf eines schwarzen Huhns, Beine und Klauen eines schwarzen Huhns und weißem Zucker besteht.

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 02120834.4 wurde ein traditionelles chinesisches orales Heilmittel zur Behandlung von orthopädischen Krankheiten beschrieben, welches aus Schildkrötenknochen, Rhizome Drynariae, dem Geweih von Cervus nippon Temminck, Radix Rehmanniae Praeparata, Radix Notoginseng, Cortex Eucommiae, Lycium barbarum, Semen Cuscutae, zermahlenem Käfer, Myrrha, Duftstoff, Radix Dipsaci, Daemonorpsdraco Blume, Talinum triangulare, Cornus officinalis bestand.

In der chinesischen Patentanmeldung Nr. 02119186.7 wurde eine Medizin zur Prophylaxe und Behandlung von Knochenfrakturen und Osteoporose beschrieben, welche hergestellt wurde aus Veronica anagallis-aquatica, Duftstoff, Oryza sativa, Olibanum, Atractylodes macrocephala Koidz und Semen Cuscutae.

Der orale akute LD50-Wert der gesamten Cumarine in Fructus cnidii liegt bei 2,44 ± 0,05 g/kg (siehe Chinese Herbal Medicine, herausgeben von State Administration of Traditional Chinese Medicine, PROC, Mai 1999). Die potentielle Toxizität von Fructus cnidii macht eine genaue Dosierung unabdingbar.

Außerdem sind die Anwendungen im Stand der Technik durch mehrere Faktoren eingeschränkt. (1) Die Zubereitungen liegen üblicherweise in flüssiger Form vor und ermöglichen keine einfache Verabreichung. (2) Die komplexe Mischung von Zutaten erschwert eine Standardisierung der Zubereitungen. (3) Es steht kein modernes Verabreichungsverfahren zur Verfügung.

Angesichts der Nebenwirkungen, Komplikationen, des hohen Preises und der umständlichen Verabreichung nach dem Stand der Technik besteht ein hoher Bedarf für ein Produkt, welches minimale Toxizität aufweist, deutliche Wirkung zeigt und leicht zu verabreichen ist.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose und ein Herstellungsverfahren bereit. Die pharmazeutische Zusammensetzung enthält traditionelle chinesische Heilkräuter, d.h. eine gemischte Zusammensetzung von gemischtem Extrakt von Semen cuscutae und Fructus cnidii, sowie einen Zusatz/Zusätze wie einen oder mehr pharmakologisch akzeptable Hilfsstoffe und/oder Trägerstoff und/oder Arzneiträger. Die Kombination kann die Toxizität von Fructus cnidii verringern, ohne die Wirksamkeit zu vermindern.

Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose bereit, welche den Extrakt von Semen cuscutae und einen Zusatz/Zusätze enthält, sowie deren Herstellungsverfahren.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt eine pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose bereit. Neben Semen cuscutae oder Semen cuscutae und Fructus cnidii enthält die pharmazeutische Zusammensetzung außerdem einen oder mehrere calciumhaltige Stoffe und/oder Vitamin D3, um die beanspruchte Wirksamkeit in der Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose zu fördern.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt ein Verfahren zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung zur Osteoporoseprophylaxe und -behandlung bereit, welches die folgenden Schritte umfasst:

  • (a) Bereitstellen eines Materials, welches Semen cuscutae oder Semen cuscutae und Fructus cnidii umfasst;
  • (b) Zugeben von ausreichend Extraktionslösungsmittel zum Material, um eine Extraktionsmischung zu erhalten, welche anschließend erhitzt gehalten wird;
  • (c) Filtern der Extraktionsmischung nach Abkühlen derselben;
  • (d) Trocknen und Pulverisieren der Extraktionsmischung, um einen Extrakt zu erhalten;
  • (e) Auflösen des Extraktes in einem Lösungsmittel und Gießen des Extraktes in eine vorbereitete Säule mit porösem Harz; und
  • (f) Eluieren durch Zugabe von Lösungen unterschiedlicher Ethanol- und Wasserkonzentrationen als Eluierungsmittel in die vorbereitete Säule mit porösem Harz, um die pharmazeutische Zusammensetzung zu erhalten.

Oder ein Verfahren zur Herstellung der pharmazeutischen Zusammensetzung zur Prophylaxe und Behandlung von Osteoporose, welches die folgenden Schritte umfasst:

  • (a) Mischen einer ersten Menge Fructus cnidii mit einer zweiten Menge Semen cuscutae, um eine Mischung herzustellen;
  • (b) Zugeben von ausreichend Ethanol einer Konzentration von etwa 20 bis 80 % zu der Mischung und anschließendes Erhitzen derselben;
  • (c) Filtrieren der Mischung nach Abkühlen der Mischung;
  • (d) Trocknen und Pulverisieren der Mischung, um einen Extrakt zu erhalten;
  • (e) Auflösen des Extraktes in einem Lösungsmittel und Gießen des Extraktes in eine vorbereitete Säule mit porösem Harz; und
  • (f) Eluieren, indem nacheinander Lösungen unterschiedlicher Ethanol- und Wasserkonzentrationen als Eluierungsmittel in die vorbereitete Säule mit porösem Harz gegeben werden, um die pharmazeutische Zusammensetzung zu erhalten.

Die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung besteht aus einer Mischung der beiden traditionellen chinesischen Kräuter Semen cuscutae und Fructus cnidii. Nach dem Extrahieren und Reinigen ergibt die Mischung eine pharmazeutische Zusammensetzung mit einem hohen Anteil wirksamer Bestandteile, d.h. Cumarine und Flavonoide, welche gemeinhin als pflanzliche Hormone anerkannt sind und in der Erforschung von Osteoporose an Bedeutung gewinnen. Der Extrakt von Semen cuscutae allein enthält ebenfalls pflanzliche Hormone wie Cumarine und Flavonoide.

Die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann die Knochenmineraldichte (bone mineral density, BMD) und den Calcium- und Phosphorgehalt in der Knochenasche wesentlich erhöhen. Außerdem weist die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung im Gegensatz zur getrennten Verabreichung von Fructus cnidii nur geringe orale Toxizität auf.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht in dem überraschenden Befund, dass der Extrakt aus Semen cuscutae selbst auch in der Behandlung von Osteoporose Wirkung zeigt und eine geringe orale Toxizität aufweist. In der vorliegenden Erfindung kann der Extrakt aus Semen cuscutae und Fructus cnidii oder der Extrakt aus Semen cuscutae allein außerdem mit calciumhaltigen Stoffen und/oder Vitamin D3 kombiniert werden, um die BMD und den Calcium- und Phosphorgehalt in der Knochenasche weiter zu verbessern.

Diese und andere Gegenstände, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden detaillierten Beschreibung veranschaulichender Ausführungsformen deutlicher, die im Zusammenhang mit den beigefügten Tabellen zu lesen ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung enthält die pharmazeutische Zusammensetzung zwei traditionelle chinesische Heilkräuter, Semen cuscutae und Fructus cnidii. Semen cuscutae- und Fructus cnidii-Pflanzen sind in der Natur weit verbreitet und relativ preisgünstig. Bei einer höheren Konzentration der Wirkstoffe ist die Qualität der pharmazeutischen Zusammensetzung leicht zu überwachen.

Die Heilpflanze Semen cuscutae ist der getrocknete, reife Samen von Cuscuta chinensis Lam. von Convolvulaceae, welches eine Heilpflanze des Fruchttyps ist. Den Forschungen der Erfinder zufolge sind die in der Heilpflanze enthaltenen Wirkstoffe Quercetin und Kämpferol in der Gruppe der Flavonoide. Semen cuscutae ist pharmazeutisch geeignet in Bezug auf „Leber" und „Niere", behandelt Funktionsstörungen des Corpus luteum und stellt das Gleichgewicht im endokrinen Fortpflanzungssystem der Frau wieder her. Daher basiert die Verwendung von Semen cuscutae zur Steigerung der Wirksamkeit von Fructus cnidii für die vorliegende Erfindung auf der traditionellen chinesischen Heilkundetheorie, dass Osteoporose im Zusammenhang mit einer „Nierenfehlfunktion" steht. Die in Semen cuscutae enthaltenen Flavonoide können wie Östrogen wirken, indem sie „die Niere" abstrakt stärken. Zusätzlich zur Verbesserung der Wirkung von Fructus cnidii zeigt Semen cuscutae selbst Wirkung in der Behandlung von Osteoporose.

Die folgenden nicht beschränkenden Beispiele veranschaulichen verschiedene Zusammensetzungen und Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Beispiele dienen lediglich der Veranschaulichung und die Erfindung soll nicht auf diese veranschaulichenden Beispiele beschränkt werden.

BEISPIEL 1

Ein 5 l-Behälter enthält eine Mischung von 250 g Fructus cnidii, vorzugsweise in Pulverform, und 150 g Semen cuscutae, vorzugsweise in Pulverform. Später wird Ethanol (oder ein anderes polares/andere polare Lösungsmittel in etwa 4- bis 10-fachem Volumen der Mischung mit einer Konzentration von etwa 20 bis 80 %, vorzugsweise etwa 50 %, Ethanol von 2800 ml als Extraktionslösungsmittel hinzugegeben. Die flüssige Mischung wird 3–10 Stunden lang auf etwa 50–70 °C erhitzt. Diese wird dann abgekühlt und nach dem Abkühlen filtriert. Anschließend wird das Filtrat zu einer Paste reduziert und etwa 5–80 % Hilfsstoff(e) (wie calciumhaltige/r Stoff/e und/oder Vitamin D3) der gesamten Zusammensetzung werden zu der Paste gegeben. Die Paste wird daraufhin getrocknet und durch Verfahren wie Sprühtrocknung oder Lyophilisierung pulverisiert, um einen Pulverextrakt zu erhalten.

Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird der aus dem vorangehenden Verfahren erhaltene Pulverextrakt in einem ausreichend Ethanol enthaltenden Lösungsmittel gelöst und in eine D101-Säule mit porösem Harz (nicht-polare Säule des Polystyrol-Typs) gefüllt. Anschließend wird der Extrakt eluiert durch Zugabe von jeweils Wasser (10 l), etwa 10 % Ethanol (10 l), 50 % Ethanol (10 l) und 80 % Ethanol (10 l) in dieser Reihenfolge. Das erhaltene Wasser-Eluat wird verworfen und das Ethanol-enthaltende Eluat wird gesammelt, konzentriert und reduziert, um 24 g des Produktes zu erhalten.

Das Produkt wird unter HPLC und dem UV-Spektrometer analysiert. Das Ergebnis zeigt, dass der Gehalt der gesamten Cumarine und Flavonoide bei über 50 % liegt.

BEISPIEL 2

Ein 5 l-Behälter enthält 400 g Semen cuscutae, vorzugsweise in Pulverform. Später wird Ethanol (oder ein anderes/andere polare/s Lösungsmittel) in etwa 4–10-fachem Volumen mit einer Konzentration von etwa 20 bis 80 %, vorzugsweise etwa 50 %, Ethanol von 2800 ml als Extraktionslösungsmittel zugegeben. Die flüssige Mischung wird etwa 3–10 Stunden lang auf etwa 50–70 °C erhitzt und nach dem Abkühlen filtriert. Anschließend wird das Filtrat zu einer Paste konzentriert und etwa 5–80 % Hilfsstoff(e) (wie calciumhaltige/r Stoff/e und/oder Vitamin D3) der gesamten Zusammensetzung werden zu der Paste gegeben. Die Paste wird daraufhin durch Verfahren wie Sprühtrocknung oder Lyophilisierung getrocknet, um einen Pulverextrakt zu erhalten.

Der Semen cuscutae-Extrakt aus Beispiel 2 kann weiter verarbeitet werden. Der aus dem vorangehenden Verfahren erhaltene Pulverextrakt wird in einem ausreichend Ethanol enthaltenden Lösungsmittel gelöst und in eine D101-Säule mit porösem Harz (nicht-polare Säule des Polystyrol-Typs) gefüllt. Daraufhin wird der Extrakt eluiert, indem jeweils Wasser (10 l), etwa 10 % Ethanol (10 l), 50 % Ethanol (10 l) und 80 % Ethanol (10 l) in dieser Reihenfolge zugegeben werden. Das erhaltene Wasser-Eluat wird verworfen und das Ethanol enthaltende Eluat wird gesammelt, konzentriert und reduziert, um 20 g des Produkts zu erhalten.

Bei der Herstellung der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung kann das verwendete Lösungsmittel oder polare Lösungsmittel ein einziges Lösungsmittel sein oder eine Kombination von zwei oder mehr Lösungsmitteln. Geeignete Lösungsmittel oder polare Lösungsmittel sind beispielsweise, jedoch nicht ausschließlich, Wasser, Alkohole und/oder Ketone. Das Lösungsmittelvolumen liegt im Ermessen des Fachmannes bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung. Das poröse Harz wird im Reinigungs- und Raffinationsverfahren verwendet, bei dem Verunreinigungen entfernt und Wirkstoffe konzentriert werden. Dieses Verfahren ist dem Fachmann wohlbekannt. Ohne dass dies durch eine beliebige Theorie beschränkt werden soll, werden bei der Durchführung des Eluierungsverfahrens die Wirkstoffe zunächst absorbiert und später beim Wechsel der Polarität der mobilen Phase freigesetzt. Die Wirkstoffe werden entsprechend gereinigt und getrennt.

Die Tierversuche zeigen außerdem, dass die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, ob diese nur Extrakt von Semen cuscutae oder Extrakt von Semen cuscutae und Fructus cnidii enthält, mit oder ohne calciumhaltige/n Stoff/e und/oder Vitamin D3, den BMD-Wert in den Lendenwirbeln und den Calcium- und Phosphorgehalt in Femurknochenasche wesentlich erhöhen können.

In der pharmazeutischen Zusammensetzung, die Semen cuscutae und Fructus cnidii enthält, liegt der Gewichtsanteil von Fructus cnidii vorzugsweise zwischen etwa 20–80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen etwa 30–70 Gew.-%, und der von Semen cuscutae vorzugsweise zwischen etwa 20–80 Gew.-%, weiter bevorzugt zwischen etwa 30–70 Gew.-%. Der Extrakt von Semen cuscutae allein ist ebenfalls im Wesentlichen wirksam. Die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die Extrakt von Semen cuscutae oder von Semen cuscutae und Fructus cnidii enthält, kann außerdem Zusatzstoffe enthalten wie Hilfsstoffe und/oder Trägerstoffe und/oder Arzneiträger, welche alle dem Fachmann bekannt sind. Einige geeignete Hilfsstoffe umfassen Stärke, Dextrin, Glucose und/oder Magnesiumcarbonat.

Die pharmazeutische Zusammensetzung, die aus dem Extrakt der einen oder beider Pflanzen hergestellt wird, mit oder ohne calciumhaltige/n Stoff/e und/oder Vitamin D3, kann zu jeder beliebigen herkömmlichen Anwendungsform verarbeitet werden von herkömmlichen Verabreichungsformulierungen zur medizinischen Verwendung und zur Verwendung mit der Nahrung wie Extrakt, Pillen, Pulver, Tabletten, Kapseln, transdermale Pflaster, Mittel mit verzögerter Freisetzung, Naseninhalatoren, Sprays, Flüssigkeiten, injizierbare Pulverzubereitungsformen, injizierbare Zubereitungsformen, Instant-Formulierungen, Pulverzubereitungen, Getränke.

Durch die Zugabe eines oder mehrerer calcivmhaltiger Stoffe zu der pharmazeutischen Zusammensetzung, wie zum Beispiel Calciumphosphate wie Monocalciumphosphat, Dicalciumphosphat, wasserfreies Dicalciumphosphat, Tricalciumphosphat und Calciumlactat, Calciumgluconlactat, Calciumascorbat, Calciumoxid, Calciumcarbonat und Calciumpantothenat und/oder Vitamin D3, kann die beanspruchte Wirksamkeit der vorliegenden Erfindung verbessert werden. Die calciumhaltigen Stoffe und/oder Vitamin D3 können in einer Menge von etwa 5 bis etwa 80 Gew.-% der gesamten Zusammensetzung zugegeben werden. Die oben genannten calciumhaltigen Stoffe können ebenfalls als Zusätze wie Hilfsstoffe und/oder Träger und/oder Arzneiträger eingesetzt werden.

Wichtiger ist jedoch, dass Tierversuche mit der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung, einschließlich In vivo-Tests, keinen nachweisbaren LD50-Wert zeigten. Es wurde keine Maximaldosis bestimmt. Keines der Tiere starb bei einer oralen Verabreichungsdosis von 20.000 mg/kg. Nachdem die Tiere getötet wurden, ergab die Untersuchung mit dem unbewaffneten Auge der wichtigen inneren Organe wie Herz, Leber, Milz, Lungen, Nieren und gastrointestinale Organe keine wesentlichen Anormalien. Dies deutet darauf hin, dass bei der pharmazeutische Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung im Gegensatz zur separaten Verabreichung des Wirkstoffes Fructus cnidii wenig Anlass zu Bedenken der Toxizität der oralen Verabreichung besteht.

Für die Bestimmung der Wirksamkeit gegen Osteoporose bei Ratten (Sprague-Dawley-Stamm) wurden zwei Tierversuchsmodelle konstruiert, um die Ergebnisse bei normaler Osteoporose bzw. durch Östrogenmangel ausgelöster Osteoporose zu veranschaulichen.

Bei den Tierversuchsmodellen wurde das Modell der durch Retinolsäure induzierten Osteoporose als Modell der normalen Osteoporose verwendet und das durch Ovariektomie induzierte Modell als Modell der durch Östrogenmangel ausgelösten Osteoporose.

BEISPIELE TEIL (I) Modell der durch Retinolsäure induzierten Osteoporose

Das folgende Experiment wurde durchgeführt, um die Wirkung der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung an Ratten mit durch Retinolsäure induzierter Osteoporose anhand von Knochenhistomorphometrie zu testen und die beanspruchte Wirksamkeit der pharmazeutischen Zusammensetzung zu veranschaulichen.

– Materialien und Hilfsmittel

Die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung: Batch Nr. 20020934, bereitgestellt von Nuliv Biomedicine Inc.

Retinolsäure (RA): Batch No. 01006, bereitgestellt von Shanghai Sixth Pharmaceuticals.

Gushukang: Kan-Chen Pharmaceuticals (enthält Herba Epimedii, Radix Rehmanniae Praeparata, Radix Astragali seu Hedysari, Radix Salviae Miltiorrhizae, usw.) Batch Nr. 000402.

Calciumhaltiger Stoff: Calciumcarbonat sowie entsprechendes Vitamin D3.

Lösungsmittel: 0,5 % Carboxymethylcellulose-Natrium-Lösung (CMC-Na, Grundlösungsmittel)

Zubereitungsverfahren: Jede Dosis wird präzise gewogen und im Grundlösungsmittel gelöst, um die benötigte Konzentration zu erhalten. Jedem Tier wird je nach Körpergewicht eine Dosis von 1 ml/100 g verabreicht.

– Ausrüstung und Geräte

SX-40 A Röntgen-Knochendichtemesser, H66005, Ion COATER, IB 3, EikoCMIAS-98A Microscope Analysis Measuring System, Beihang Universität; elektronische Waage, BS1105, Sartorius, Deutschland.

– Tiere

Herkunft, Spezies, Stamm und Lizenz: Sprague-Dawley, SPF-Ratten, bereitgestellt von SIPPR/BK LTD.

Alter: 3 Monate

Geschlecht: männlich

Anzahl pro Gruppe: 8

– Ablauf des Experiments

72 gesunde männliche Ratten wurden in 9 Gruppen zu je 8 Ratten aufgeteilt. 15 Tage nach Beginn des Experiments wurde den Ratten in der normalen Gruppe jeden Morgen das Grundlösungsmittel verabreicht und den Ratten in den anderen Gruppen wurde Retinolsäure in einer Dosis von 70 mg/kg verabreicht. In den fünf ersten aufeinander folgenden Wochen des Experiments wurden den Ratten in jeder Gruppe am Nachmittag die folgenden Stoffe oral verabreicht:

Normale Gruppe: CMC-Na-Lösung 10 ml/kg

Erkrankte Gruppe: CMC-Na-Lösung 10 ml/kg

Positive Gruppe: Gushukang 3 g/kg

Experimentgruppen: Untergruppe I – Extrakt von Semen cuscutae und Fructus cnidii/gemischte Gruppen
  • (Geringe Dosis): 100 mg/kg
  • (Mittlere Dosis): 200 mg/kg
  • (Hohe Dosis): 400 mg/kg
Untergruppe II – Ausschließlich Extrakt von Semen cuscutae (einheitliche Gruppe)
  • Dosis: 200 mg/kg
Untergruppe III – Geringe Dosis plus calciumhaltiger Stoff 100 mg/kg, 200 mg/kg insgesamt Untergruppe IV – Einheitliche Gruppe plus calciumhaltiger Stoff in einem Verhältnis von 70/30, 200 mg/kg insgesamt.

Am Ende der fünften Woche wurden bei jedem Versuchstier der BMD-Wert, der Calcium- und Phosphorgehalt in den Lendenwirbeln und im Femur gemessen.

Die Ergebnisse der BMD-Analyse sind in Tabelle 1 dargestellt. Nach fünfwöchiger konsekutiver Verabreichung ist der BMD-Wert in den Lendenwirbeln und Femura der erkrankten Gruppe auffallend niedriger als der der normalen Gruppe. Es wurde demnach ein erfolgreiches Modell erhalten. Nachdem die behandelten Gruppen fünf Wochen hintereinander Dosen verabreicht bekommen hatten, zeigten die gemischten Gruppen mit geringer Dosis 100 mg/kg, mittlerer Dosis 200 mg/kg und hoher Dosis 400 mg/kg sowie die einheitliche Gruppe, Untergruppe III und Untergruppe IV im Vergleich zu dem der erkrankten Gruppe alle einen deutlich erhöhten BMD-Wert in den Lendenwirbeln. In Bezug auf die Veränderung des BMD-Werts in den Femura zeigten die beiden Untergruppen III und IV im Wesentlichen positive Ergebnisse.

Tabelle 1: Wirkung der gemischten und einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf den BMD-Wert in den Lendenwirbeln und Femura bei durch Retinolsäure induzierter Osteoporose (n = 6, x ± SD)

Die Ergebnisse der Analyse des Knochenmineralgehalts sind in Tabelle 2 dargestellt. Nach fünfwöchiger konsekutiver Verabreichung ist eine Abnahme des Massenindex der (Knochen-)Asche (Gewicht der Asche/getrocknetes Gewicht) festzustellen, wenn die erkrankte Gruppe mit der normalen Gruppe (normale Gruppe) verglichen wird. Sowohl der Calcium- als auch der Phosphorgehalt in der Knochenasche sind jedoch deutlich niedriger. Für die behandelten Gruppen, d.h. die gemischten Gruppen mit geringer Dosis 100 mg/kg, mittlerer Dosis 200 mg/kg und hoher Dosis 400 mg/kg sowie für die einheitliche Gruppe, Untergruppe III und Untergruppe IV, ist nach fünfwöchiger konsekutiver Verabreichung bei mittlerer Dosis (200 mg/kg), hoher Dosis (400 mg/kg) und Untergruppe III ein deutlicher Anstieg des Calcium- und Phosphorgehalts in den Femura zu beobachten.

Tabelle 2: Wirkung der gemischten und einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf den Massenindex der Femurasche und den Knochenmineralgehalt bei Ratten mit durch Retinolsäure induzierter Osteoporose

Somit wurden im Modell für durch Retinolsäure induzierte Osteoporose für die gemischte pharmazeutische Zusammensetzung und Untergruppe III der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen positive Ergebnisse in Bezug auf die Veränderung des Calcium- und Phosphorgehalts in der Knochenasche erzielt. Die Ergebnisse deuten außerdem auf einen Vorteil der vorliegenden Erfindung, nämlich die geringe Toxizität, hin. Die Ergebnisse zeigen die Wirksamkeit der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in der Prophylaxe und Behandlung von Osteoporose.

Der Knochenhistomorphometrie-Index wies darauf hin, dass die erkrankte Gruppe im Vergleich zur normalen Gruppe einen geringeren Anteil an trabekulärer Fläche und geringere durchschnittliche Weite der Knochenbälkchen (Trabekel) (&mgr;m) in den Femura aufwies, was auf ein erfolgreiches Modell schließen lässt. In der Gruppe mit hoher Dosis, mittlerer Dosis, Untergruppe III sowie der einheitlichen Gruppe und Untergruppe IV ist der Anteil der trabekulären Fläche und die durchschnittliche Weite der Trabekel wesentlich größer als die der erkrankten Gruppe. Der Anteil an trabekulärer Fläche in der Gruppe mit geringer Dosis ist ebenfalls wesentlich erhöht. Siehe Tabelle 3.

Tabelle 3: Wirkung der gemischten und einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung auf den Histomorphometrie-Index des Femurs bei durch Retinolsäure induzierter Osteoporose (n = 6, x ± SD)

In der Gruppe mit hoher Dosis und Untergruppe III trägt die gemischte pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung dazu bei, die Knochenmineraldichte zu erhöhen und die trabekuläre Struktur in Bezug auf die durch Retinolsäure induzierte Osteoporose zu verbessern. Die Gruppe mit geringer Dosis, die einheitliche Gruppe und Untergruppe IV zeigen ebenfalls eine gewisse Verbesserung in Bezug auf die durch Retinolsäure induzierte Osteoporose.

BEISPIELE TEIL (II) Modell der durch Ovariektomie induzierten Osteoporose

Das folgende Experiment wurde durchgeführt, um die Wirkung der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung an Ratten mit durch Ovariektomie induzierter Osteoporose in Bezug auf den Knochenmineralgehalt, die Knochenmineraldichte, den biomechanischen Index und die Knochenhistomorphometrie zu testen, sowie die beanspruchte Wirksamkeit der pharmazeutischen Zusammensetzung zu veranschaulichen.

Das Modell mit ovariektomierten Tieren wurde wie folgt konstruiert. Die Ratten wurden durch intraabdominale Injektion von 20 % Urethan entsprechend einer Dosis von 1 g/kg anästhesiert. Die Ratten wurde dann mit dem Gesicht nach unten plaziert, ein Schnitt auf beiden Seiten der Wirbelsäule durchgeführt und die Eierstöcke entfernt, um ein Modell für Osteoporose bei Tieren zu erhalten. Bei der normalen Gruppe wurde ein Stück Fettgewebe auf beiden Seiten der Wirbelsäule entfernt. Nach fünf Tagen wurden von den lebenden Ratten 72 Tiere ausgewählt und nach dem Zufallsprinzip in 9 Gruppen mit je 8 Tieren unterteilt. Verabreichungen wurden gemäß den folgenden Bedingungen durchgeführt:

Normale Gruppe (Pseudooperation): CMC-Na-Lösung

10 ml/kg/Tag

Erkrankte Gruppe: CMC-Na-Lösung 10 ml/kg/Tag

Positive Gruppe (Nylestriol): Batch Nr. 020701, bereitgestellt von Shianghai Hualian Pharmaceuticals, 1 mg/kg, einmal wöchentlich

Experimentgruppen: Untergruppe I – Extrakt von Semen cuscutae und Fructus cnidii/Gemischte Gruppen
  • (Geringe Dosis): 100 mg/kg
  • (Mittlere Dosis): 200 mg/kg
  • (Hohe Dosis): 400 mg/kg
Untergruppe II – Ausschließlich Extrakt von Semen cuscutae (einheitliche Gruppe)
  • Dosis: 200 mg/kg
Untergruppe III – Geringe Dosis plus calciumhaltiger Stoff 100 mg/kg, 200 mg/kg insgesamt Untergruppe IV – Einheitliche Gruppe plus calciumhaltiger Stoff in einem Verhältnis von 70/30, 200 mg/kg insgesamt

Die Tiere wurden 3 Monate kontinuierlich behandelt. Die Wirkung der pharmazeutischen Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung auf die morphologische Veränderung des Femurs von Ratten wurde zwei Tage vor Ende des Experiments unter Ätheranästhesie mittels einer Dual Energy X-Ray Absorptiometrie (DEXA) analysiert. Der Femurkopf und die Tibia wurden geschält und gemessen. Die Teile wurden über 24 Stunden in 4 % Glutaraldehyd (0,1 M, pH 7,3) eingelegt. Später wurde die Vektorseite des Femurs mit einer Bügelsäge mit gezahnten Diamantsägeblättern (Schleifstein) zersägt. Von jedem Tier wurde ein Teil entfernt und in 10 % Natriumhypochlorit-Lösungsmittel 6 Stunden lang gereinigt und anschließend 15 Minuten im Ultraschall-Bad gewaschen. Diese wurden dann mittels eines Ethanol-Gradienten dehydratisiert, in Ethylether getränkt, luftgetrocknet und anschließend mit Ionenzerstäubungsbeschichtung (IB-3) behandelt. Die BMD wurde durch Dual-Energy X-ray Absorptometrie (DEXA) und den SX-40 Röntgen-Knochendichtemesser bei 20.000 Volt bestimmt. Die Graphen wurden mit einem CMIAS-98A Bildanalysator aufgenommen.

Die Knochen wurden bei 110 °C im Ofen getrocknet und anschließend gewogen, um das Trockengewicht zu bestimmen. Die trockenen Knochen wurden carbonisiert und anschließend während 6 Stunden bei 800 °C in einem Muffelofen verbrannt. Die Asche wurde gewogen und anschließend in 6N HCl gelöst, um den Ca- und P-Gehalt zu messen.

In der erkrankten Gruppe war der Massenindex der (Knochen-) Asche (Gewicht der Asche/Trockengewicht) wesentlich niedriger. Der Calcium- und Phosphorgehalt war geringer, die Verminderung war jedoch nicht statistisch signifikant. In der gemischten Gruppe mit hoher Dosis, mittlerer Dosis und Untergruppe III waren die Werte des Massenindex der Asche wesentlich höher. Siehe Tabelle 4.

Tabelle 4: Wirkung der gemischten und einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf den Massenindex der Asche und Knochenmineralgehalt bei Ratten mit durch Ovariektomie induzierter Osteoporose (n = 8, x ± SD)

Die Ergebnisse der DEXA-Analyse zeigten, dass bei der erkrankten Gruppe der BMD-Wert in der Lendenwirbelsäule und im Femurkopf wesentlich geringer war. In Untergruppe 2, Untergruppe III sowie der einheitlichen Gruppe und Untergruppe IV war der BMD-Wert im Femurkopf wesentlich höher. Die Gruppe mit mittlerer Dosis zeigte eine wesentlich höhere Knochenmineraldichte in den Lendenwirbeln. Siehe Tabelle 5.

Tabelle 5: Wirkung der gemischten und einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf den BMD-Wert in der Lendenwirbelsäule und dem Femurkopf bei Ratten mit durch Ovariektomie induzierter Osteoporose (n = 6, x ± SD)
Biomechanischer Index

Siehe Tabelle 6. Die Ergebnisse zeigten, dass in der erkrankten Gruppe der Maximaltorsionsindex &dgr;b (mm), die Maximalfestigkeit Pb(N) und die Dehnfestigkeit &sgr;b (MPa) deutlich geringer waren. Die Federkraft K (N/mm) und der Elastizitätskoeffizient der Querschnittsfläche Wx (mm3) waren wesentlich größer. Der &dgr;b (MPa)-Wert war in der Gruppe mit hoher Dosis, mittlerer Dosis, Untergruppe III sowie der einheitlichen Gruppe und Untergruppe IV deutlich höher als in der erkrankten Gruppe. Der Wx (mm3)-Wert war in der Gruppe mit hoher Dosis deutlich geringer. Bei EI (KN·mm2) bestanden keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Gruppen.

Tabelle 6: Wirkung der gemischten und einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf den biomechanischen Index bei Ratten mit durch Ovariektomie induzierter Osteoporose (n = 8, x ± SD)

Der Knochenhistomorphometrie-Index deutete darauf hin, dass bei der erkrankten Gruppe im Vergleich zur normalen Gruppe der Anteil an trabekulärer Fläche und die Weite der Trabekel (&mgr;m) in den Femura geringer war. Sowohl in Untergruppe I als auch in Untergruppe III waren der Anteil an trabekulärer Fläche und die durchschnittliche Weite der Trabekel wesentlich höher. Auch in der einheitlichen Gruppe sowie in Untergruppe IV war die durchschnittliche Weite der Trabekel höher als in der erkrankten Gruppe. Siehe Tabelle 7.

Tabelle 7: Wirkung der gemischten und einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung auf den Histomorphometrie-Index des Femurs bei Ratten mit durch Ovariektomie induzierter Osteoporose (n = 6, x ± SD)

Die experimentellen Ergebnisse ließen darauf schließen, dass die gemischten und die einheitlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen sowie Untergruppe III und IV der vorliegenden Erfindung eine Knochenveränderung vermindern, die Knochenmineraldichte erhöhen und die trabekuläre Struktur verbessern. In diesen Gruppen war ebenfalls der Massenindex der Asche wesentlich geringer und der Ca- und P-Gehalt höher. Der Massenindex der Asche war bei allen Gruppen mit hoher Dosis, mittlerer Dosis und Untergruppe III wesentlich erhöht und der Ca- und P-Gehalt war ebenfalls in gewissem Maße erhöht. Dies ließ den Schluss zu, dass die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzungen sowie diejenigen Zusammensetzungen mit calciumhaltigen Stoffen in der Lage sind, den Knochenmineralgehalt in den Femura zu erhöhen, die Härte der Knochen zu verbessern, das Frakturrisiko zu verringern und die Gesundheit des Knochens zu fördern. Das Experiment wies zudem darauf hin, dass Indizes wie Dehnfestigkeit &sgr;b in der erkrankten Gruppe schwächere Werte zeigten, in allen Untergruppen I, II, III und IV jedoch stärker waren, wodurch deutlich wird, dass viele Gesichtspunkte im Vergleich zur erkrankten Gruppe verbessert wurden. Nach dreimonatiger Verabreichung zeigten alle Untergruppen I, II, III und IV verbesserte Ergebnisse bei der trabekulären Struktur, der Knochenoberfläche, dem Anteil an trabekulärer Fläche und der durchschnittlichen Weite der Trabekel, wodurch veranschaulicht wird, dass die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung die Knochenstruktur in vielerlei Hinsicht verbessern konnte.

Orale akute Toxizität der pharmazeutischen Zusammensetzung

20 Kuanmin-Hausmäusen, 10 männlich und 10 weiblich, wurde 12 Stunden lang jegliche Nahrung entzogen, woraufhin ihnen die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in einer Dosis von 0,8 ml/20 g (maximale Verabreichungsdosis) verabreicht wurde. Daraufhin wurden die Mäuse 14 Tage lang beobachtet. Anschließend wurden die inneren Organe zum Zweck der Untersuchung entnommen. Die Ergebnisse zeigten, dass sich das Verhalten der Mäuse innerhalb von 2 Stunden nach der oralen Verabreichung normalisiert hatte. Außerdem ergab die Autopsie, dass die wichtigen inneren Organe wie Herz, Leber, Milz, Lungen, Nieren und gastrointestinale Organe keine wesentlichen mit bloßem Auge erkennbaren Anormalitäten aufwiesen. Da die orale Höchstdosis nicht bei einer Dosis von 20.000 mg/kg festgestellt werden konnte, kam man zu dem Schluss, dass die obere Toleranzgrenze über 20.000 mg/kg liegen muss.

Maximale Toleranz bei abdominaler Injektion der pharmazeutischen Zusammensetzung

20 Kuanmin-Hausmäusen, 10 männlich und 10 weiblich, wurde 12 Stunden lang jegliche Nahrung entzogen, woraufhin ihnen die pharmazeutische Zusammensetzung der vorliegenden Erfindung in einer Dosis von 0,8 ml/20 g (50 mg/ml als maximale Verabreichungsdosis) abdominal injiziert wurde. Die Mäuse wurden 14 Tage lang beobachtet. Anschließend wurden wiederum die inneren Organe zur Untersuchung entnommen. Die Ergebnisse zeigten, dass sich im Verhalten der Mäuse nach der Injektion keine Anormalitäten feststellen ließen. Außerdem deuteten die Autopsieergebnisse darauf hin, dass die wichtigen inneren Organe wie Herz, Leber, Milz, Lungen, Nieren und gastrointestinale Organe keine wesentlichen mit bloßem Auge erkennbaren Anormalitäten aufwiesen. Da die abdominale Höchstinjektionsdosis nicht bei einer Dosis von 2.000 mg/kg festgestellt werden konnte, kam man zu dem Schluss, dass die maximale Toleranzgrenze über 2.000 mg/kg liegen muss.

Durch die detaillierte Beschreibung dessen, was hierbei als praktischste und bevorzugte Ausführungsform dieser Erfindung erachtet wird, sind deren Merkmale und wesentlichen Punkte erwartungsgemäß deutlich offenbart worden. Die oben genannten Veranschaulichungen sollen jedoch nicht in einem beschränkenden Sinn aufgefasst werden. Es sollte vielmehr verstanden werden, dass jede analoge Variante und jeder entsprechende Ansatz durch den zu schützenden Gedanken und Umfang abgedeckt und der Umfang der vorliegenden Erfindung daher im weiten Sinne ausgelegt werden soll.


Anspruch[de]
  1. Pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe und Behandlung von Osteoporose, welche einen Extrakt einer Mischung aus Fructus cnidii und Semen cuscutae und einen oder mehrere pharmakologisch akzeptable Hilfsstoffe und/oder Träger und/oder Arzneiträger umfasst.
  2. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der der Extrakt durch (1) Extraktion der Mischung durch Ethanol oder (einem) anderen polaren Lösungsmittel(n), (2) Filtrierung und (3) Konzentration erhalten wird.
  3. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der Fructus cnidii in einer Menge von etwa 20–80 Gew.-% vorliegt.
  4. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 3, bei der Fructus cnidii in einer Menge von etwa 30–70 Gew.-% vorliegt.
  5. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 1, bei der Semen cuscutae in einer Menge von etwa 20–80 Gew.-% vorliegt.
  6. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 5, bei der Semen cuscutae in einer Menge von etwa 30–70 Gew.-% vorliegt.
  7. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 1 in Form von Extrakten, Pillen, Pulvern, Tabletten, Kapseln, transdermalen Pflastern, Mitteln mit verzögerter Freisetzung, Naseninhalatoren, Sprays, Flüssigkeiten, injizierbaren Zubereitungsformen, Instant-Formulierungen, Pulverzubereitungen oder Getränken.
  8. Pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose, welche einen gemischten Extrakt aus Fructus cnidii und Semen cuscutae und einen oder mehrere pharmakologisch akzeptable(n) Zusatzstoff (e) umfasst.
  9. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 8, bei der der gemischte Extrakt erhalten wird durch (1) Extraktion einer Mischung von Fructus cnidii und Semen cuscutae durch ein Extraktionslösungsmittel, (2) Filtrierung und (3) Konzentration.
  10. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 8, bei der Fructus cnidii in einer Menge von etwa 20–80 Gew.-% vorliegt.
  11. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 10, bei der Fructus cnidii in einer Menge von etwa 30–70 Gew.-% vorliegt.
  12. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 8, bei der Semen cuscutae in einer Menge von etwa 20–80 Gew.-% vorliegt.
  13. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 12, bei der Semen cuscutae in einer Menge von etwa 30–70 Gew.-% vorliegt.
  14. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 8, welche außerdem einen oder mehrere calciumhaltige Stoffe und/oder Vitamin D3 umfasst.
  15. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 14, bei der der calciumhaltige Stoff aus der Gruppe gewählt ist, welche aus Monocalciumphosphat, Dicalciumphosphat, wasserfreiem Dicalciumphosphat, Tricalciumphosphat, Calciumlactat, Calciumgluconlactat, Calciumascorbat, Calciumoxid, Calciumcarbonat und Calciumpantothenat besteht.
  16. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 8 in Form von Extrakten, Pillen, Pulvern, Tabletten, Kapseln, transdermalen Pflastern, Mitteln mit verzögerter Freisetzung, Naseninhalatoren, Sprays, Flüssigkeiten, injizierbaren Zubereitungsformen, Instant-Formulierungen, Pulverzubereitungen oder Getränken.
  17. Pharmazeutische Zusammensetzung zur Prophylaxe oder Behandlung von Osteoporose, welche einen Extrakt aus Semen cuscutae und einen oder mehrere pharmakologisch akzeptable(n) Zusatzstoff (e) umfasst.
  18. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 17, bei der der Extrakt erhalten wird durch (1) Extraktion von Semen cuscutae durch ein Extraktionslösungsmittel, (2) Filtrierung und (3) Konzentration.
  19. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 17, welche außerdem einen oder mehrere calciumhaltige(n) Stoff (e) und/oder Vitamin D3 umfasst.
  20. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 19, bei der der calciumhaltige Stoff aus der Gruppe gewählt ist, welche aus Monocalciumphosphat, Dicalciumphosphat, wasserfreiem Dicalciumphosphat, Tricalciumphosphat, Calciumlactat, Calciumgluconlactat, Calciumascorbat, Calciumoxid, Calciumcarbonat und Calciumpantothenat besteht.
  21. Pharmazeutische Zusammensetzung nach Anspruch 17 in Form von Extrakten, Pillen, Pulvern, Tabletten, Kapseln, transdermalen Pflastern, Mitteln mit verzögerter Freisetzung, Naseninhalatoren, Sprays, Flüssigkeiten, injizierbaren Zubereitungsformen, Instant-Formulierungen, Pulverzubereitungen oder Getränken.
  22. Verfahren zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung gegen Osteoporose, welches die folgenden Schritte umfasst:

    (a) Mischen einer ersten Menge Fructus cnidii mit einer zweiten Menge Semen cuscutae, um eine Mischung herzustellen;

    (b) Zugeben von ausreichend Ethanol einer Konzentration von etwa 20 bis 80 % zu der Mischung und anschließendes Erhitzen derselben;

    (c) Filtrieren der Mischung nach Abkühlen der Mischung;

    (d) Trocknen und Pulverisieren der Mischung, um einen Extrakt zu erhalten;

    (e) Auflösen des Extraktes in einem ausreichenden Lösungsmittel und Gießen des Extraktes in eine vorbereitete Säule mit porösem Harz; und

    (f) Eluieren, indem nacheinander Lösungen unterschiedlicher Ethanol- und Wasserkonzentrationen als Eluierungsmittel in die vorbereitete Säule mit porösem Harz gegeben werden, um die pharmazeutische Zusammensetzung zu erhalten.
  23. Verfahren zur Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung gegen Osteoporose, welches die folgenden Schritte umfasst:

    (a) Bereitstellen eines Materials, welches Semen cuscutae umfasst;

    (b) Zugeben eines ausreichenden Extraktionslösungsmittels zum Material, um eine Extraktionsmischung zu erhalten, welche anschließend erhitzt wird;

    (c) Filtrieren der Extraktionsmischung nach Abkühlen derselben;

    (d) Trocknen und Pulverisieren der Extraktionsmischung, um einen Extrakt zur erhalten;

    (e) Auflösen des Extraktes in einem ausreichenden Lösungsmittel und Gießen des Extraktes in eine vorbereitete Säule mit porösem Harz; und

    (f) Eluieren durch Zugabe von Lösungen unterschiedlicher Ethanol- und Wasserkonzentrationen als Eluierungsmittel in die vorbereitete Säule mit porösem Harz, um die pharmazeutische Zusammensetzung zu erhalten.
  24. Verfahren nach Anspruch 23, bei dem das Material außerdem Fructus cnidii umfasst.
  25. Verfahren nach Anspruch 23, bei dem die Säule mit porösem Harz eine nicht-polare Säule ist.
  26. Verfahren nach Anspruch 23, bei dem das Extraktionslösungsmittel Ethanol umfasst.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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