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Dokumentenidentifikation DE202004008407U1 18.11.2004
Titel Homöopathisches Arzneimittel zur Behandlung von Blähungen, insbesondere bei Säuglingen
Anmelder Ciempka, Christine, 48159 Münster, DE;
Mussenbrock, Marile, 48147 Münster, DE
Vertreter Schulze Horn & Partner GbR, 48147 Münster
DE-Aktenzeichen 202004008407
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.11.2004
Registration date 14.10.2004
Application date from patent application 26.05.2004
IPC-Hauptklasse A61K 35/78
IPC-Nebenklasse A61P 1/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein homöopathisches Arzneimittel zur Behandlung von Blähungen, insbesondere bei Säuglingen.

Sowohl bei Kinderärzten wie bei Eltern ist es allgemein bekannt, daß Säuglinge in den ersten Monaten ihres Lebens, meist über etwa 3 Monate, häufig unter Blähungen leiden. Diese Blähungen führen bei den Säuglingen zu starken Schmerzen und Unruhe, was sich durch häufiges und langandauerndes Weinen und Schreien äußert. Dies stellt sowohl für den Säugling als auch für die betreuenden Eltern eine Streßsituation dar.

Als zur Behandlung von Blähungen, insbesondere bei Säuglingen, geeignetes homöopathisches Arzneimittel ist Chamomilla an sich bekannt. Die Wirkung von Chamomilla ist allerdings in vielen Fällen nur begrenzt und es wird nicht der gewünschte Erfolg, nämlich eine deutliche Verminderung der Blähungen und der dadurch verursachten Schmerzen und Unruhe, erreicht.

Für die vorliegende Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, ein homöopathisches Arzneimittel für den eingangs genannten Zweck anzugeben, das eine verbesserte Wirkung erzielt und mit dem insbesondere eine deutliche Verminderung der Blähungen und der damit zusammenhängenden Schmerzen und Unruhe bei den betroffenen Patienten, insbesondere bei Säuglingen, erreicht wird,

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch ein homöopathisches Arzneimittel, daß dadurch gekennzeichnet ist, daß es als Arzneistoffe Chamomilla, Belladonna und Calcium Carbonicum enthält.

Mit der erfindungsgemäßen Kombination der drei genannten Arzneistoffe wird ein homöopathisches Arzneimittel geschaffen, das eine deutlich verbesserte Wirkung bei der Behandlung von Blähungen, insbesondere bei Säuglingen, zeigt. Dabei können vorteilhaft jegliche schädliche Nebenwirkungen ausgeschlossen werden. Die Indikationen für Chamomilla umfassen zwar unter anderem auch Blähungen oder Blähungskoliken, dagegen umfassen aber die Indikationen weder für Belladonna noch für Calcium Carbonicum Blähungen oder Blähungskoliken. Dennoch wird durch das Arzneimittel mit der erfindungsgemäßen Kombination von Arzneistoffen eine besonders gute Wirkung gegen Blähungen und die damit meist verbundenen Schmerzen und Unruhezustände erreicht, so daß hier von einer synergistischen Wirkung gesprochen werden kann, die deutlich über das hinausgeht, was Fachleute aus der Kombination der beanspruchten Arzneistoffe erwarten würden. Über die Wirkung gegen die Blähungen an sich hinaus wird zusätzlich eine Beruhigung und Entspannung des Patienten erreicht, so daß langandauernde Unruhezustände und dadurch verursachter Schlafmangel vermieden werden, was insbesondere für Säuglinge wichtig ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist bevorzugt vorgesehen, daß jeder Arzneistoff einen Anteil von 20 bis 50 Gew.-% an der Gesamtmenge der Arzneistoffe hat.

Eine weiter bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Arzneimittels sieht vor, daß die Arzneistoffe jeweils einen gleichen Anteil an der Gesamtmenge der Arzneistoffe haben. Diese Ausführung des Arzneimittels zeichnet sich insbesondere durch eine einfache und sichere Zubereitbarkeit aus.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Verdünnungspotenzen der Arzneistoffe zwischen D4 und D8, vorzugsweise zwischen D5 und D7, liegen. In diesen Bereichen der Verdünnungspotenzen wird einerseits die gewünschte Wirkung erzielt und andererseits eine Überdosierung vermieden. Dabei kann eine Anpassung des Arzneimittels beispielsweise an unterschiedliche Körpergewichte oder Lebensalter der behandelten Patienten durch Veränderung der Verdünnungspotenzen erfolgen.

Ebenfalls aus Gründen einer möglichst einfachen und sicheren Zubereitung des Arzneimittels sieht eine weitere bevorzugte Ausgestaltung vor, daß die Arzneistoffe jeweils die gleiche Verdünnungspotenz haben.

Eine besonders gut geeignete Ausführung des Arzneimittels, insbesondere zur Behandlung von Blähungen bei Säuglingen, wird erreicht, wenn die Verdünnungspotenz aller Arzneistoffe D6 ist.

Insbesondere aus Gründen einer möglichst einfachen Handhabbarkeit und einer einfachen und langen Lagerfähigkeit ist weiterhin bevorzugt vorgesehen, daß die Arzneistoffe in einer Feststoff-Grundsubstanz verdünnt sind.

Bevorzugt ist dabei die Grundsubstanz Lactose und/oder Saccharose. Beide Substanzen haben sich bei der Zubereitung von homöopathischen Arzneimitteln als Grundsubstanzen gut bewährt und haben in der Regel keine unerwünschten oder gar schädlichen Nebenwirkungen.

Für das erfindungsgemäße Arzneimittel ist weiterhin bevorzugt vorgesehen, daß es Pulverform hat. In dieser Darreichungsform kann das Arzneimittel problemlos in Milch, Tee oder andere Getränke für Säuglinge eingemischt und so problemlos dem Patienten verabreicht werden.

In weiterer Ausgestaltung ist dabei vorgesehen, daß das Arzneimittel durch Verreiben hergestellt ist. In dieser Ausführung ist das Arzneimittel mit einem relativ geringen Aufwand herstellbar, so daß auch eine Zubereitung in kleineren Mengen, beispielsweise in Apotheken, möglich ist.

Schließlich schlägt die Erfindung noch bevorzugt vor, daß die einzelnen Arzneistoffe vor dem Verreiben separat in festem, verdünntem Zustand in Form von Pulvern und/oder Streukügelchen und/oder Tabletten vorliegen. Aus dieser Ausgangsform der Arzneistoffe kann das erfindungsgemäße Arzneimittel problemlos und mit geringem Aufwand hergestellt werden, indem die Ausgangs-Arzneistoffe zu dem Arzneimittel zerkleinert, vorzugsweise verrieben, und vermischt werden. Falls das erfindungsgemäße Arzneimittel auch für Patienten oberhalb des Säuglingsalters eingesetzt werden soll, kann bedarfsweise auch eine Erhöhung der Dosierung des Arzneimittels erfolgen.

Bei Bedarf kann das neue Arzneimittel auch die Form von festen Streukügelchen oder Tabletten oder die Form einer flüssigen Lösung haben, wie dies bei homöopathischen Arzneimitteln an sich bekannt ist.

Ein Beispiel des erfindungsgemäßen Arzneimittels wird im folgenden näher beschrieben:

Es werden 54,0 Gramm Chamomilla, 54,0 Gramm Belladonna und 54,0 Gramm Calcium Carbonicum, jeweils in der Verdünnungspotenz D6 und in Form von Streukügelchen und/oder Tabletten gemeinsam verrieben, bis das Arzneimittel in einer homogenen Mischung in Pulverform vorliegt.

Das Arzneimittel wird vorzugsweise einmal bis mehrmals täglich in einer Konzentration von 0,5 bis 1,0 Gramm pro 100 ml Trinkflüssigkeit der Flüssigkeit zugegeben und in dieser verrührt oder verschüttelt und dem Patienten verabreicht.


Anspruch[de]
  1. Homöopathisches Arzneimittel zur Behandlung von Blähungen, insbesondere bei Säuglingen, dadurch gekennzeichnet, daß es als Arzneistoffe Chamomilla, Belladonna und Calcium Carbonicum enthält.
  2. Arzneimittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Arzneistoff einen Anteil von 20 bis 50 Gew.-% an der Gesamtmenge der Arzneistoffe hat.
  3. Arzneimittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arzneistoffe jeweils einen gleichen Anteil an der Gesamtmenge der Arzneistoffe haben.
  4. Arzneimittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdünnungspotenzen der Arzneistoffe zwischen D4 und D8, vorzugsweise zwischen D5 und D7, liegen.
  5. Arzneimittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Arzneistoffe jeweils die gleiche Verdünnungspotenz haben.
  6. Arzneimittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdünnungspotenz D6 ist.
  7. Arzneimittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Arzneistoffe in einer Feststoff-Grundsubstanz verdünnt sind.
  8. Arzneimittel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundsubstanz Lactose und/oder Saccharose ist.
  9. Arzneimittel nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß es Pulverform hat.
  10. Arzneimittel nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es durch Verreiben hergestellt ist.
  11. Arzneimittel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Arzneistoffe vor dem Verreiben separat in festem, verdünntem Zustand in Form von Pulvern und/oder Streukügelchen und/oder Tabletten vorliegen.
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