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Dokumentenidentifikation DE202004010709U1 18.11.2004
Titel Vorrichtung zum Ausziehen von überschüssigem Rebholz bei Weinstöcken
Anmelder Kriegshäuser, Steffen, 67434 Neustadt, DE
Vertreter Ratzel, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 67434 Neustadt
DE-Aktenzeichen 202004010709
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 18.11.2004
Registration date 14.10.2004
Application date from patent application 08.07.2004
IPC-Hauptklasse A01G 17/02
IPC-Nebenklasse A01G 3/08   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Ausziehen (Herausziehen) von überschüssigem Rebholz bei Weinstöcken, insbesondere in Drahtrahmenrahmenanlagen, wobei die Weinstöcke bereits vorgeschnitten sind.

Dabei werden insbesondere die über den obersten Draht ragenden Ruten von der erfindungsgemäßen Ausziehvorrichtung erfasst und herausgezogen.

Ein solches Herausziehen von überschüssigem Rebholz bewirkt den Fortschritt und Vorteil, dass die notwendige Handarbeit durch die erfindungsgemäße Vorrichtung deutlich reduziert wird und dass schätzungsweise die Hälfte oder noch deutlich weniger Zeit für die restliche Handarbeit benötigt wird. Die Arbeitszeit der Vorrichtung beträgt maximal 2 – 3 Stunden pro Hektar, was Kosten minimiert. Es wird eine Arbeitszeitspitze gebrochen und der Betrieb wird unabhängiger von Saisonarbeitskräften.

Bisher also wurde das sogenannte Rebholzausheben, nämlich das Rebholzausziehen noch durch Handarbeit bewerkstelligt, wobei man 35 bis 50 Stunden pro Hektar benötigte, wie das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (= KTBL) bestätigt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man das Rebholzhäckseln mit 2 Arbeitsstunden pro Hektar und ferner je nach Beschaffenheit der Weinbergspfähle das Heftdrahtablegen, das zusätzlich 2 Stunden pro Hektar erfordert, einspart.

Ein weiterer Vorteil, der mit der Erfindung erreicht wird, ist die Schaffung einer Kombinationsmöglichkeit mit einem Rebholzsammelsystem für Hackschnitzelwärmegewinnung oder Biogaserzeugung.

Auch eine gute Einstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie eine gute Vorarbeit im Weinberg bezüglich Vorschnitt und Drahtspannung spiegelt sich in der Arbeitsqualität wieder.

Der Vollständigkeit halber darf darauf hingewiesen werden, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ausziehen nicht mit der an sich schon bekannten Vorschneidemaschine oder der ebenfalls an sich schon bekannten Rebstockrodemaschine verwechselt werden darf.

Das Wesen vorliegender Erfindung wird nun an Hand der beiliegenden 15, die bevorzugte Ausführungsformen darstellen, weiterhin erläutert.

Dabei zeigt die 1 den Erfindungsgegenstand in Gesamtansicht in der Anwendung bei Weinstöcken.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist mindestens zwei gegenläufige Walzen (Walzenpaar – Gummiwalzen, Kunststoffwalzen, Metallwalzen, Holzwalzen) und/oder mindestens zwei gegenläufige Reifen (Gummi- und/oder Kunststoffreifen) und/oder mindestens zwei gegenläufige Bänder (Gummibänder, Kunststoffbänder) auf, die mit der Bezugsziffer 9 gekennzeichnet sind. Diese Organe stellen die Ausziehorgane (Herausziehorgane) für die überschüssigen Rebhölzer dar, die in den Spalt der Walzenpaare und/oder Reifenpaare und/oder Bänderpaare eingezogen werden.

Dabei sind die gegenläufigen Walzen 9 vorzugsweise so angebracht, dass sie diejenigen Ruten (22), die den obersten Draht (14) überragen, fassen und herausziehen können.

Ein unerwünschtes Einziehen des Drahtes 14 in die erfindungsgemäße Vorrichtung wird durch Abstandhalter 12 und/oder durch eine Einstellvorrichtung 4 der Walzen 9 verhindert; das Schrägstellen der Walzen bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch das Bezugszeichen 3 symbolisiert (Richtungsangaben).

Vorzugsweise werden die verbleibenden Fruchtruten (19) geschützt, indem diese vorher mit einem Vorschnitt 17a versehen und/oder mit Einkürzungen (17b) versehen werden oder durch eine Einstelleinrichtung 11, deren Anpresskraft variierbar gestaltet wird, der Abstand der Walzen (9) variiert.

Um eine effektivere Arbeitsleistung zu erreichen, kann nach einer bevorzugten Ausführungsform ein Häcksler (6) weiterer Bestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung sein. Dies spart nicht nur einen zusätzlichen Arbeitsgang, sondern es ist eine gute Integrierung in die Vorrichtung möglich, wobei der Häcksler 6 über Riemenscheiben 8 antreibbar ist. Der Häcksler 6 zerkleinert das überschüssige Rebholz (22), das von den Walzen 9 in ihn gefördert wird. Das zerkleinerte Rebholz (20) fällt dann zu Boden und verrottet.

Je nach Bauart der Weinbergspfähle 24 kann ein verstellbares Drahtablegesystem 13, das das Heftdrahtpaar 15 aus den Weinbergspfählen herauslöst, integriert werden. Hierdurch wird das Ablegen der Heftdrähte 15 zeitsparender gemacht und auch die Arbeitsqualität beim Herausziehen des überschüssigen Rebholzes (22) verbessert.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung in allen Bauvariationen stellt insgesamt eine Baueinheit dar, die über einen beweglichen Tragrahmen 5 an einem Trägerfahrzeug, insbesondere einem Schlepper, anbringbar ist. Dieses Trägertahrzeug bewegt die Maschine bei deren Anwendung in Fahrtrichtung 1 über die Weinbergszeilen 25. Der Antrieb der erffindungsgemäßen Vorrichtung wird vorzugsweise über Hydraulikmotoren und Riemenscheiben 8 erfolgen, wobei die Wellen vorzugsweise in Lagern 7 angeordnet sind.

Der Antrieb der Ausziehorgane kann durch einen Schlepper oder ein Antriebsaggregat des Standes der Technik bewirkt werden, vorzugsweise durch einen Benzin- oder Dieselmotor, gegebenenfalls durch einen Elektromotor, der batteriebetrieben sein kann. Der Schlepper (= Traktor) hat normalerweise eine hydraulische Versorgung.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird mittels des Tragrahmens (5) auf an sich bekannte Weise beispielsweise an einen Traktor oder ein anderes Fahrzeug angeordnet, vorzugsweise eingehängt oder festgeschraubt.

2 zeigt den Erfindungsgegenstand in größerer Darstellung in halbperspektivischer Ansicht.

3 zeigt den Erfindungsgegenstand in der Seitenansicht.

4 zeigt den Erfindungsgegenstand in der Vorderansicht.

5 zeigt den Erfindungsgegenstand in der Draufsicht.

1die Fahrtrichtung 2die Rebholzausziehmaschine 3das Schrägstellen (Bewegungsrichtung) 4die Einstelleinrichtung zum Schrägstellen 5den beweglichen Tragrahmen 6den Häcksler 7das Lager 8die Riemenscheiben 9die Reifen und/oder die Walzen und/oder die Bänder als Ausziehorgane 10die Laufrichtung 11die Einstelleinrichtung 12den Abstandhalter 13das Drahtablegesystem 14den obersten Draht 15den Heftdraht 16die Biegedrähte 17aden Vorschnitt 17bdie Einkürzungen 18den Weinstock 19die verbleibenden Fruchtruten 20das zerkleinerte Rebholz 21den Boden 22das lose Rebholz 23die Weinbergpfahlöse 24die Weinbergpfähle 25die Weinbergreihen

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Ausziehen (Herausziehen) von überschüssigem Rebholz bei Weinstöcken, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Tragrahmen (5) besteht, der die beweglichen Ausziehorgane (9) trägt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehorgan aus gegenläufigen Walzen (9) besteht.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehorgan aus gegenläufigen Bändern (9) besteht.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausziehorgan aus gegenläufigen Reifen (9) besteht.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Antriebsaggregat für die Ausziehorgane (9) gekoppelt ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsaggregat für die Ausziehorgane (9) aus einem Hydraulikmotor besteht.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1 – 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem Gehäuse (2) angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1 – 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Einstelleinrichtung (4) zum Schrägstellen der Ausziehorgane (9) aufweist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (4) aus einer Spindel besteht.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (4) aus einer Zahnstange besteht.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (4) aus einem Hydraulikzylinder besteht.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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