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Dokumentenidentifikation DE69727293T2 18.11.2004
EP-Veröffentlichungsnummer 0000883838
Titel GETEILTE BUSARCHITEKTUR FÜR ANWENDUNGEN MIT UNTERSCHIEDLICHEN INTEGRITÄTSANFORDERUNGSSTUFEN
Anmelder Honeywell, Inc., Minneapolis, Minn., US
Erfinder FYE, C., James, Scottsdale, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69727293
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.07.1997
EP-Aktenzeichen 979343605
WO-Anmeldetag 31.07.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/US97/13515
WO-Veröffentlichungsnummer 9807080
WO-Veröffentlichungsdatum 19.02.1998
EP-Offenlegungsdatum 16.12.1998
EP date of grant 21.01.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.11.2004
IPC-Hauptklasse G05D 1/00
IPC-Nebenklasse G06F 11/00   G06F 13/40   

Beschreibung[de]
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK 1. Erfindungsgebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft Kommunikationssysteme und insbesondere stark kosteneffektive Kommunikationssysteme, die verschiedene Arten von Teilsystemen, die Informationen mit verschiedenen Wichtigkeitshöhen verarbeiten, mit einem Minimum an Busaktivität zusammenschalten können.

2. Beschreibung des Stands der Technik

Heutzutage existieren viele sehr komplizierte Steuer- und Managementsysteme, die zwischen ihren Elementen Kommunikationen erfordern. Bei modernem Flugzeugmanagement beispielsweise gibt es eine erhebliche Anzahl von Zustandssensoren und Datenquellen, die zusammen mit verschiedenen Arten von Prozessoren eine Vielfalt von Steuer- und Displayfunktionen erzeugen, die für den Betrieb und die Wartung des Flugzeuges notwendig sind. Das Flugzeug kann mit Trägheitsreferenzsensoren wie etwa Kreiseln und Beschleunigungsmessern ausgestattet sein, die Signale erzeugen, die von Computern verarbeitet werden, damit Steuersignale zu Flugzeugsteueroberflächen geschickt werden, um die Geschwindigkeit und Lage des Flugzeugs zu steuern. Das Flugzeug kann auch Global-Positioning-Fähigkeiten verwenden, bei denen Informationen von entfernten Satelliten und von Bodensendern von einem Empfänger erhalten und in einem Computer verarbeitet werden, um Signale zur Verwendung im Display und bei der Steuerung der Flugzeugposition zu liefern. Es gibt viele weitere Funktionen, die in modernen Flugzeugsystemen ausgeführt werden und die alle eine Kommunikation in beiden Richtungen zwischen Sensoren, Prozessoren, Datenquellen, Steuersystemen und anzeigenden Einrichtungen erfordern können. Einige der Teilsysteme werden als „kritisch" angesehen, da Falschinformationen für die Sicherheit des Flugzeugs katastrophal sein könnten, während andere Teilsysteme als „unwesentlich" betrachtet werden, so daß ein Ausfall im System sich auf die Flugzeugsicherheit nicht negativ auswirkt. Die von den Teilsystemen verarbeiteten Informationen weisen somit verschiedene Kritikqualitätsgrade oder Wichtigkeitshöhen auf, und jedes Teilsystem kann mit Sicherheitsmaßnahmen versehen sein, die seiner Wichtigkeitshöhe entsprechen. Beispielsweise wird oftmals ein „ausfallsicherer" Betrieb für Teilsysteme bereitgestellt, die als kritisch angesehen werden, während möglicherweise für nichtwesentliche Teilsysteme überhaupt kein Schutz bereitgestellt wird. Die Wichtigkeitshöhe der von einem Teilsystem verarbeiteten Informationen wird im voraus festgelegt, und die Sicherheitsmaßnahmen zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Schutzes sind üblicherweise in das Teilsystem eingebaut.

Im Stand der Technik hat jedes Teilsystem üblicherweise sein eigenes internes Kommunikationssystem verwendet, das darauf ausgelegt war, seine Wichtigkeitshöhe zu handhaben. Beispielsweise kann beim Landen die Höhensteuerung als so kritisch angesehen werden, daß ein „ausfallsicheres" oder „betriebssicheres" System erforderlich ist. Darüber hinaus können Systeme so ausgelegt werden, daß sie die Übertragung von Informationen zwischen Sensoren, Steueroberflächen und Signalprozessoren prüfen, damit die Übertragungszuverlässigkeit sichergestellt wird. Es können auch redundante Sensoren und Prozessoren verwendet werden, die einander prüfen, um sicherzustellen, daß der Ausfall einer Komponente immer erfaßt wird, bevor es zu einem katastrophalen Ergebnis kommt. Andererseits können Systeme, die die Klimaanlage an Bord des Flugzeugs überwachen, als so unwesentlich angesehen werden, daß keine Vorkehrungen getroffen werden müssen, um etwaige Fehler zu erfassen.

Im Stand der Technik war jedes Teilsystem üblicherweise unabhängig mit den Flugzeugkomponenten verbunden, mit denen es zu tun hat, und ein Problem ist entstanden, weil die Kosten, jedes Teilsystem mit seinem eigenen Kommunikationssystem zu versehen, aufgrund der Duplizierung von Elementen größer wird, die die Fähigkeit aufweisen, viel mehr zu leisten, als sie leisten müssen. Versuche, gemeinsame Verbindungen zwischen Teilsystemen zu verwenden, sind durch den Betrieb der Sicherungsmaßnahmen zur Fehlererfassung und die Einführung zusätzlicher Fehler aufgrund der gemeinsamen Verbindungen verwirrt worden.

US 5,170,401 stellt ein sehr integeres Datenkommunikationssystem zur Verwendung mit kritischen Luftfahrtinformationen auf einer einzigen Übertragungsleitung bereit, das auch Codegeneratoren am Sender- und Empfängerende zusammen mit Mitteln zum Vergleichen der Ausgaben der Codegeneratoren verwendet, um dadurch die Informationen am Empfängerende zu authentifizieren.

Aus einem Artikel von K. Driscoll, K. Hoyme mit dem Titel „The Airplane Information Management System: An Integrated Real-time Flight-deck Control System", (Real-time Systems Symposium. Phoenix, 2. bis 4. Dezember 1992, Los Alamitos, IEEE Comp. Soc. Press) ist ein AIMS (Airplane Information Management System) bekannt, das aus vier Verarbeitungsmodulen (CPM), vier standardmäßigen E/A-Modulen und einer gemeinsamen Rückverdrahtungsplatte besteht, mit der jedes Modul durch eine BIU (Bus Interface Unit = Busschnittstelleneinheit) verbunden ist. Die Daten werden auf der Basis der Kritikalitätshöhe der Daten verarbeitet; nichtwesentliche Daten und kritische Daten werden auf einer gemeinsamen Busressource (SAFEbus) übertragen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung stellt ein System wie in Anspruch 1 definiert bereit.

Das System kann die Merkmale eines beliebigen oder mehrerer der abhängigen Ansprüche 2 bis 6 bereitstellen.

Die vorliegende Erfindung stellt eine Kommunikationsarchitektur bereit, die ein Minimum an Kommunikationsbussen erfordert, und sorgt für die gemeinsame Bestimmung der Fehlertoleranz aufgrund der Kritikalität der Teilsysteme. Dies wird durch mehrere Teilsysteme erreicht, die jeweils verschiedene Ebenen der Fehlererfassung erfordern können, sich einen gemeinsamen Bus teilen und bei denen die Vorkehrung der Fehlererfassung je nach der Kritikalität des Teilsystems bereitgestellt wird oder nicht. Die Teilsysteme können austauschbar sein, so daß die Bussystemarchitektur nicht für jede Kombination aus Teilsystemen neu entworfen werden muß. Jedes Teilsystem wird, wie dies gegenwärtig der Fall ist, die Kapazität zur Erfassung von Fehlern in seinen eigenen internen Anlagen aufweisen, beispielsweise die Gegenprüfung der Ausgänge von redundanten Sensoren und Bestimmung, ob die Differenzen zwischen ihren Ausgängen groß genug ist, daß das Teilsystem blockiert wird. Die vorliegende Erfindung stellt zusätzliche Fehlerprüfungsfunktionen für die vorliegenden Teilsysteme bereit. Es können „Heartbeat-Monitore" verwendet werden, so daß, wenn innerhalb von Teilsystemen Fehler auftreten, das ordnungsgemäße Abschalten von gegenüber der Sicherheit empfindlichen Funktionen auftreten kann. In wichtigen Teilsystemen wird eine Codierungseinrichtung in Form einer „Bus-Bridge" und eines „Fehlererfassungswrappers" verwendet, um sicherzustellen, daß Kommunikationen über den gemeinsamen Bus an ihrem Ziel in der gleichen Form ankommen, in der sie das Teilsystem verlassen haben.

Mit anderen Worten wird eine Fehlerprüfung bereitgestellt, um Fehler bei der Übertragung über den gemeinsamen Bus zu erfassen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt ein Blockschaltbild eines beispielhaften Satzes von Teilsystemen unter Verwendung eines gemeinsamen Busses gemäß der vorliegenden Erfindung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Bei der Beschreibung der vorliegenden Erfindung wird das Umfeld eines Flugzeugs als ein Beispiel verwendet, wenngleich zu verstehen ist, daß die vorliegende Erfindung in anderen Kommunikationssystemen verwendet werden kann, die mehrere Teilsysteme in einem Gesamtbetriebssystem verwenden. Der Zweckmäßigkeit halber wird der Ausdruck „Teilsystem" hier so verwendet, daß er sich auf eine beliebige einer Vielfalt von Funktionen bezieht, die beim Betrieb des Gesamtsystems verwendet werden, die sich bei einem Flugzeug auf solche Dinge wie etwa globale Positionierungssysteme, Flugmanagementsysteme, Almanach- oder andere Datenbanken, Klimaanlagen usw. beziehen können.

In 1 sind vier mit den Bezugszahlen 10, 12, 14 und 16 identifizierte Teilsysteme als Beispiele gezeigt, doch können, wie von den gestrichelten Linien 18 gezeigt wird, andere Teilsysteme aufgenommen werden. Es ist gezeigt, daß ein einziger gemeinsamer Bus 20 über eine Verbindung 22 mit Teilsystem 10, über eine Verbindung 24 mit Teilsystem 12, über eine Verbindung 26 mit Teilsystem 14 und über eine Verbindung 28 mit Teilsystem 16 verbunden ist. Man kann erkennen, daß alle Teilsysteme durch den Bus 20 zusammengeschaltet sind, so daß Informationen zwischen beliebigen oder allen von ihnen übertragen werden können.

Das Teilsystem 10 ist so gezeigt, daß es einen Ressourcenkasten 30 enthält, bei dem es sich um eine Datenbank oder eine Schnittstellenschaltung wie eine ARINC 429 oder RS-422 handeln kann, die auf dem Markt erhältlich sind und mit denen Informationen außerhalb des Systems wie etwa von Kreiseln und Beschleunigungsmessern über eine Eingangs-/Ausgangsleitung 32 empfangen werden können. Der Ressourcenkasten 30 verarbeitet die Informationen von der Eingangs-/Ausgangsleitung 32 und modifiziert oder kennzeichnet sie zum Einsatz durch andere Geräte im Teilsystem 10. Der Ressourcenkasten 30 kann auch intern erzeugte Informationen im Teilsystem 10 bearbeiten, um sie zur Verwendung durch externe Geräte wie etwa Steueroberflächen des Flugzeugs über die Eingangs-/Ausgangsleitung 32 zu kennzeichnen. Der Ressourcenkasten 30 ist über einen internen Bus 34 mit einem Prozessor 36, einem Heartbeat-Monitor 38 und mit einem Fehlererfassungswrapperkasten 40 verbunden (noch näher zu beschreiben). Bei dem Prozessor kann es sich um einen standardmäßigen Mikroprozessor handeln, der die Signale vom Ressourcenkasten 30 oder andere Signale auf dem Bus 34 verarbeitet, um Ausgangssignale zur Verwendung durch andere Teilsysteme oder zur Verwendung bei der Steuerung des Flugzeugs zu erzeugen. Die vom Prozessor 36 empfangenen und gesendeten Informationen werden von einer Bus-Bridge 42 gesteuert, die als Teil des Fehlererfassungswrappers 40 gezeigt ist. Bei der Bus-Bridge 42 kann es sich um eine standardmäßige Bridge handeln, die zwei verschiedene Busse verbindet, um sie kompatibel zu machen, und der so programmiert ist, daß er weiß, welche Übertragungen in einer normalen Adress-/Datentransaktion zu senden und zu empfangen sind.

Der Heartbeat-Monitor 38, der manchmal als eine Watchdog-Timer-Schaltung bezeichnet wird, wird dazu verwendet, einen Fehler beim Betrieb des Prozessorkastens 36 zu erfassen und bewirkt über Verbindungen 44 die Blockierung des Ressourcenkastens 30, wenn dies eintritt. Außerdem kann der Heartbeat-Monitor 38 über eine Verbindung 46 gegebenenfalls den Betrieb des Prozessorkastens 36 wiederaufnehmen.

Der Fehlererfassungswrapper 40 kann eine wohlbekannte Logikeinrichtung wie etwa ein zyklischer Blockprüfer sein, und er ist so programmiert, daß er Informationen vom Bus 34 codiert, bevor sie durch die Bus-Bridge 42 zum gemeinsamen Ressourcenbus 20 weitergeleitet werden, damit andere Fehlererfassungswrapper anderer Teilsysteme aktiviert werden, die Informationsgültigkeit zu prüfen, damit die Zuverlässigkeit dieser Informationen über den gemeinsamen Ressourcenbus 20 sichergestellt wird. Analog prüft der Fehlererfassungswrapper 40 den Code, der von anderen Teilsystemen auf Informationen gesetzt und durch die Bus-Bridge 40 über den gemeinsamen Ressourcenbus 20 übertragen worden ist, um sicherzustellen, daß er ordnungsgemäß ist, bevor er zum Bus 34 gesendet wird. Wenn ein Fehler von einem Fehlererfassungswrapper erfaßt wird, kann er den sendenden und/oder empfangenden Prozessor 36 informieren und falls gewünscht, andere Prozessoren in anderen Teilsystemen über eine Übertragung über eine Leitung 50 informieren, die mit jedem Fehlererfassungswrapper und jedem Prozessor verbunden gezeigt ist. Somit weiß jeder Prozessor, wenn ein Fehler bei einer Übertragung aufgetreten ist, und wird befähigt, dies zu berücksichtigen und/oder korrigierend einzugreifen.

Es sei angemerkt, daß der Betrieb des Fehlererfassungswrappers 40 in einem Ausmaß, das von einer Steuereinrichtung 51 gewünscht wird, die ein Signal auf einer Eingangsleitung 52 erzeugt, modifiziert oder blockiert werden kann. Dies könnte oftmals in Fällen verwendet werden, wenn die Kritikalität von Informationen vom gemeinsamen Ressourcenbus 20 derart ist, daß die Übertragungsprüfung nicht vollständig sein muß oder überhaupt nicht mehr erforderlich ist.

Das Teilsystem 12 ist dem Teilsystem 10 im wesentlichen ähnlich und kann ganz andere Signale mit einer Kritikalität empfangen, die völlig anders ist, als wenn beispielsweise das Teilsystem 10 auf analoge Eingänge von Kreiseln und Beschleunigungsmessern und das Teilsystem 12 auf digitale Eingänge von einem globalen Positionssystem reagieren würde. Andererseits kann das Teilsystem 12 eine Wiederholung der Funktion oder Vorrichtung des Teilsystems 10 sein, damit man ein ausfallsicheres System erhält. Das Teilsystem 12 ist mit den gleichen Bezugszahlen wie das Teilsystem 10 gezeigt, wobei jedoch der Buchstabe „A" zugeordnet wurde, und wird nicht weiter beschrieben.

Das Teilsystem 14 ist mit zwei Sätzen von Strukturen gezeigt, einer für jedes der redundanten Teilsysteme, damit man einen ausfallsicheren redundanten Betrieb erhält, wenn dies gewünscht ist, wie näher beschrieben wird. Im Teilsystem 14 ist ein erster Ressourcenblock 60 mit nichtgezeigten entfernten Einrichtungen über eine Eingangs-/Ausgangsverbindung 62 verbunden gezeigt. Ein zweiter Ressourcenkasten 64 ist über eine Eingangs-/Ausgangsverbindung 66 mit nichtgezeigten entfernten Einrichtungen verbunden gezeigt. Die Ressourcenkästen 60 und 64 und Eingangs-/Ausgangsverbindungen 62 und 66 weisen die gleiche Funktion auf, die in Verbindung mit dem Ressourcenkasten 30 und der Eingangs-/Ausgangsverbindung 32 im Teilsystem 10 beschrieben ist, außer daß sie an verschiedene entfernte Einrichtungen angeschlossen sind. Alternativ dazu können beide Ressourcenkästen 60 und 64 mit im wesentlichen identischen Sensoren verbunden sein, so daß deren Ausgänge für eine andere Art des ausfallsicheren Betriebs verglichen werden können.

Wie beim Teilsystem 10 sind interne Busse 70 und 72 im Teilsystem 14 gezeigt und arbeiten dahingehend, Informationen innerhalb des Systems zu verteilen. Die Heartbeat-Monitore 74 und 76 überwachen die Verfügbarkeit des „Verarbeitungswegs" (der die Verfügbarkeit des Prozessors oder der Prozessoren, des gemeinsamen Ressourcenbusses 20 usw. enthält) und bestimmen, ob es zu einem Ausfall gekommen ist. Wenn dies der Fall ist, können die Ressourcenkästen 60 und 64 über die Verbindung 80 und 82 abgeschaltet werden. Die Ressourcenkästen 60 und 64 sind außerdem über eine Verbindung 84 miteinander und über eine Verbindung 86 mit nichtgezeigten externen Einrichtungen verbunden, um beispielsweise gemeinsame Eingänge bereitzustellen, die über die Ressourcenkästen 60 und 64 getrennt verarbeitet werden sollen, wenn ein derartiger Betrieb erwünscht ist. Die internen Busse 70 und 72 verbinden außerdem die Ressourcenkästen 60 und 64 mit Fehlererfassungswrappern 90 und 92, die um die Bus-Bridges 94 bzw. 96 gewickelt sind. Es sei angemerkt, daß das Teilsystem 14 keinen Prozessor enthält, obwohl einer bereitgestellt werden könnte. Im vorliegenden Fall kann die Verarbeitung für das Teilsystem 14 durch einen Prozessor in einem anderen Teilsystem bereitgestellt werden, beispielsweise den Prozessor 36 im Teilsystem 10. Dies geschieht durch den gemeinsamen Ressourcenbus 20, mit dem die Bus-Bridges 94 und 96 über die Verbindung 26 verbunden sind. Leitungen 98 und 100 verbinden die Fehlererfassungswrapper 90 und 92 mit Leitung 50, damit die daran angeschlossenen Prozessoren über einen etwaigen Fehler informiert werden, wie etwa einen Übertragungsausfall des gemeinsamen Ressourcenbusses 20.

Das Teilsystem 16 ist als ein einfaches nichtwesentliches Teilsystem gezeigt, das keinerlei Ausfallprüfung erfordert . Als solches ist ein einzelner Ressourcenkasten 110 mit einer Verbindung zu nichtgezeigten externen Einrichtungen über eine Verbindung 112 und über einen internen Bus 114 zu einer Bus-Bridge 116 gezeigt, die über eine Verbindung 28 mit dem gemeinsamen Ressourcenbus 20 verbunden ist. Da die Funktion des Teilsystems 16 nicht wesentlich ist, wird in Verbindung mit der Bus-Bridge 116 kein Fehlererfassungswrapper verwendet.

Als ein weiteres Beispiel für die Flexibilität dieser Architektur kann ein ausfallsicheres „Doppelberechnungsweg"-System unterstützt werden, wenn das Teilsystem 12 eine Wiederholung des Teilsystems 10 und wenn der Prozessor 36 mit dem Heartbeat-Monitor 76 und Ressourcen 64 über die Busse 34, 22, 20, 26 und 72 verbunden ist, während der Prozessor 36A mit dem Heartbeat-Monitor 74 und den Ressourcen 60 über die Busse 34A, 24, 20, 26 und 70 verbunden ist. Falls die „Wege" sich nicht einig sind, kann ein korrigierender Eingriff erfolgen.

Es sei außerdem angemerkt, daß die Architektur für einen ausschließlichen Zugang der verschiedenen Prozessoren zu den verschiedenen Ressourcen bereitstellen kann (wenn erfordert) und daß jeder Übertragung eine vorbestimmte Zeitdauer zugeordnet wird. Falls die Zeit die vorbestimmte Dauer übersteigt, liegt ein Ausfall vor und die Ressourcen können abgeschaltet werden.

Man sieht, daß die Vorrichtung von 1 eine Zusammenschaltung zwischen einer Vielfalt von Teilsystemen und mit einem einzigen gemeinsamen Ressourcenbus bereitstellt, um im Kommunikationssystem sowohl Wirtschaftlichkeit als auch Flexibilität bereitzustellen. Jedes der in Verbindung mit 1 beschriebenen Teilsysteme kann durch andere Teilsysteme ersetzt werden, ohne daß die Zusammenschaltung geändert oder der Betrieb mehr als geringfügig modifiziert werden muß.

Wenngleich die Teilsysteme 10, 12, 14 und 16 als getrennte Einheiten gezeigt worden sind, so bedeutet dies nicht notwendigerweise, daß sie physisch getrennt sind, da sie sich alle auf der gleichen oder mehreren Schaltungskartenbaugruppen befinden können.


Anspruch[de]
  1. System zur Verwendung beim Zusammenschalten von mehreren Avionikteilsystemen (10, 12, 14, 16), wobei jedes Teilsystem einen Bus-Bridge (42, 42A, 94, 96, 116) aufweist, der Informationen auf der Basis einer Kritikalitätshöhe der Informationen an das und von dem Teilsystem weitergeben kann;

    wobei jedes von mindestens zwei der mehreren Avionikteilsysteme einen an seinen Bus-Bridge gekoppelten Fehlererfassungswrapper (40, 40A) umfaßt, wobei jeder der Fehlererfassungswrapper codierte Informationen erzeugt, die von dem Teilsystem gesendet werden, und die Codierung empfangener Informationen prüft, um einen etwaigen Übertragungsfehler zwischen einem sendenden Teilsystem und einem empfangenden Teilsystem zu erfassen, so daß die Integrität von Daten mit einer hohen Kritikalitätshöhe aufrechterhalten werden kann; und

    wobei mindestens zwei der mehreren Avionikteilsysteme konfiguriert sind, über ihre Bus-Bridges nur uncodierte Informationen zu senden und zu empfangen, wobei die uncodierten Informationen eine niedrigere Kritikalitätshöhe als die codierten Informationen aufweisen;

    wobei das System weiterhin einen einzigen gemeinsam genutzten Ressourcenbus (20) aufweist, der mit jedem der mehreren Bus-Bridges verbunden ist, so daß auf dem gemeinsam genutzten Ressourcenbus sowohl codierte als auch uncodierte Informationen übertragen werden,

    gekennzeichnet durch ein Steuermittel (51, 52, 51A, 52A), das den Fehlererfassungswrapper gemäß der Kritikalitätshöhe in dem gewünschten Ausmaß freigeben und blockieren kann.
  2. System nach Anspruch 1, weiterhin mit einem einem Teilsystem zugeordneten Prozessor (36, 36A) zum Verarbeiten von Informationen zu und von einem oder mehreren der Teilsysteme und weiterhin mit einem Mittel (34, 34A, 50, 78, 100), das zwischen jeden Fehlererfassungswrapper und den Prozessor geschaltet ist, um den Prozessor über einen Übertragungsfehler zu informieren, wenn er auftritt.
  3. System nach Anspruch 1, weiterhin mit einem Heartbeat-Monitor (38, 38A, 74, 76) in mindestens einem der mehreren Teilsysteme, wobei der Heartbeat-Monitor bei Auftreten eines Fehlers innerhalb des Teilsystems ein Fehlersignal erzeugt.
  4. System nach Anspruch 3, weiterhin mit einem Mittel (46, 46A) zum Blockieren eines beliebigen Teilsystems mit einem Heartbeat-Monitor (38, 38A), der ein Fehlersignal erzeugt.
  5. System nach Anspruch 1, wobei jedes Teilsystem eine Ressourcenvorrichtung (30, 30A, 60, 64, 110) enthält, um Informationen von entfernten Quellen zu empfangen und diese Informationen zur Verwendung im Teilsystem zu kennzeichnen.
  6. System nach Anspruch 5, weiterhin mit einem Heartbeat-Monitor (38, 38A, 74, 76), der mit der Ressourcenvorrichtung (30, 30A, 60, 64) verbunden ist, wobei der Heartbeat-Monitor bei Auftreten eines Fehlers innerhalb des Teilsystems ein Fehlersignal erzeugt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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