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Dokumentenidentifikation DE10015088B4 02.12.2004
Titel Verfahren zum Herstellen von Porenbetonkörpern
Anmelder MASA-HENKE-Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, 32457 Porta Westfalica, DE
Vertreter Lange, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 32425 Minden
DE-Anmeldedatum 28.03.2000
DE-Aktenzeichen 10015088
Offenlegungstag 11.10.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.2004
IPC-Hauptklasse B28B 1/50
IPC-Nebenklasse B28B 11/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Porenbetonkörpern, wonach

  • – eine Ausgangsmasse in eine Gießform mit geringerer Höhe als Länge und Breite gegossen wird,
  • – die gegossene Ausgangsmasse zu einem quaderförmigen Kuchen vorgehärtet wird und
  • – der vorgehärtete Kuchen aus seiner Horizontallage um 90° in eine Vertikallage auf seine untere Schmalseite gekippt wird.

Es erfolgt dann das Schneiden des Kuchens in zu dessen Außenflächen parallelen Ebenen unter Erzeugung einer Bodenschicht, die zur Reduzierung von Hartabfall im Zuge des Aushärtens des Kuchens in einem Autoklaven zuvor entfernt werden muss.

Um die Bodenschicht entfernen zu können, wird der Kuchen nach einer Ausführungsform soweit in Richtung auf seine waagerechte Ausgangslage gekippt, dass sich die an die untere Schmalseite angrenzende Bodenschicht abnehmen lässt. Anschließend muss der Kuchen in seine Vertikallage auf die untere Schmalseite zurückgekippt werden, um ihn anschließend in dem Autoklaven aushärten zu können. Nach einer anderen Ausführungsform wird der Kuchen um 180° gedreht, so dass die ursprünglich untenliegende Schmalseite oben liegt und die an dieser Schmalseite angrenzende Bodenschicht entfernt werden kann. Auf diese Weise will man ein unkontrolliertes Herabfallen der Bodenschicht verhindern.

Das Aushärten des Kuchens erfolgt ebenfalls in senkrechter Lage, ohne das der Kuchen dazu zurückgedreht wird (vgl. DE 196 54 139).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von Porenbetonkörpern der eingangs beschriebenen Ausführungsform anzugeben, wonach das Entfernen der Bodenschicht erheblich erleichtert und rationalisiert wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von Porenbetonkörpern, wonach

  • – eine Ausgangsmasse in eine Gießform mit geringerer Höhe als Länge und Breite gegossen wird,
  • – die gegossene Ausgangsmasse zu einem quaderförmigen Kuchen vorgehärtet wird,
  • – der vorgehärtete Kuchen aus seiner Horizontallage um 90° in eine Vertikallage auf seine untere Schmalseite gekippt wird,
  • – der mit seiner unteren Schmalseite auf einer Kuchenunterlage aufstehende Kuchen in zu seinen Außenflächen parallelen Ebenen unter Erzeugung einer Bodenschicht geschnitten wird,
  • – der Kuchen bodenschichtseitig von der Kuchenunterlage um ein vorgegebenes Maß distanziert wird,
  • – die Bodenschicht entfernt wird und anschließend
  • – der Kuchen ohne Bodenschicht in Vertikallage ausgehärtet wird.

Diese Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, dass zum Entfernen der Bodenschicht auf jede Dreh- und Kippbewegung des Kuchens verzichtet wird nachdem sich der Kuchen in Vertikallage auf seiner unteren Schmalseite befindet. Bei der Kuchenunterlage kann es sich um einen Härteboden oder jede andere brett- bzw. plattenartige Unterlage handeln, die auch verfahrbar sein kann. Nach dem Entfernen der Bodenschicht kann der Kuchen auf diese Kuchenunterlage wieder aufgesetzt und einem Autoklaven zum Aushärten zugeführt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Kuchen ohne diese Kuchenunterlage dem Autoklaven zuzuführen und auszuhärten. Von besonderer Bedeutung ist im Rahmen der Erfindung die Tatsache, dass ein kontrolliertes Abtrennen der Bodenschicht von dem Kuchen überraschenderweise selbst dann möglich ist, wenn nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung der Kuchen mit der Bodenschicht lediglich von der Kuchenunterlage abgehoben oder die Unterlage abgesenkt wird. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass die Bodenschicht nach dem Vorhärten der gegossenen Ausgangsmasse zur Kuchenbildung derart an der unteren Schmalseite des letztlich auszuhärtenden Kuchens anhaftet, dass ein unkontrolliertes Herabfallen der Bodenschicht oder Bestandteile davon nicht zu befürchten ist, vielmehr ein kontrolliertes Abtrennen und Entfernen der Bodenschicht mit Unterstützung der Schwerkraft gewährleistet ist. Insoweit bildet die Bodenschicht auch keinen Abfall, sondern kann zum Herstellen von Porenbetonkörpern wiederverwendet werden. Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung mit selbstständiger Bedeutung ist vorgesehen, dass der Kuchen bzw. die geschnittenen Kuchenstücke zum Entfernen der Bodenschicht umgeschichtet werden, z. B. auf eine andere Kuchenunterlage aufgesetzt werden, so dass schließlich nur die zu entfernende Bodenschicht auf der ursprünglichen Kuchenunterlage verbleibt und beseitigt werden kann.

Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im Folgenden aufgeführt. So können die Kuchenstücke in beliebiger Reihenfolge sortiert und dann ausgehärtet werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Kuchenstücke einzeln abzulegen und auszuhärten.

Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besonders geeignet ist und sich durch eine einfache und funktionsgerechte Bauweise auszeichnet. Diese Vorrichtung ist gekennzeichnet durch eine Kuchen-Hubvorrichtung mit zwei oder mehreren vertikal orientierten Klemmbacken und einem Klemmbackenantrieb für eine im wesentlichen Horizontalbewegung der den Kuchen zwischen sich einklemmenden Klemmbacken, um den Kuchen zum Entfernen der Bodenschicht von der Kuchenunterlage abheben zu können. Die Kuchen-Hubvorrichtung kann in einem den jeweiligen Kuchen überbrückenden Portal heb- und senkbar gelagert sein. Außerdem besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass sich unterhalb der Kuchen-Hubvorrichtung ein heb- und senkbarer Kuchenträger befindet, welcher zum Entfernen der Bodenschicht abgesenkt werden kann, während der sich in Vertikalstellung befindende Kuchen von den Klemmbacken der Kuchen-Hubvorrichtung in seiner Ausgangsposition festgehalten oder zusätzlich angehoben wird. Zweckmäßigerweise ist im Bereich zwischen den angehobenen Klemmbacken und dem abgesenkten Kuchenträger eine in Kuchenquerrichtung oder Kuchenlängsrichtung verfahrbare Bodenschicht-Trennvorrichtung, z. B. ein Schaber angeordnet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Bodenschicht abzusaugen oder die Bodenschicht-Trennvorrichtung beim Abtrennen der Bodenschicht im Wege des Absaugens zu unterstützen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine im Zuge des Herstellens von Porenbetonkörpern in zu dessen Außenflächen parallelen Ebenen geschnittenen Kuchen,

2 den Gegenstand nach 1 auf einer Kuchenunterlage in einer Kuchen-Hubvorrichtung und

3 den Gegenstand nach 2 bei von der Kuchenunterlage distanzierten Kuchen zum Entfernen der Bodenschicht.

In den Figuren ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Porenbetonkörpern dargestellt, wonach die gegossene Ausgangsmasse bereits zu einem quaderförmigen Kuchen 1 vorgehärtet worden ist und der vorgehärtete Kuchen 1 aus seiner ursprünglichen Horizontallage um 90° in eine Vertikallage auf seine untere Schmalseite gekippt worden ist. Der mit seiner unteren Schmalseite auf einer Kuchenunterlage 2 aufstehende Kuchen 1 ist unter Erzeugung einer Bodenschicht 3 in zu seinen Außenflächen parallelen Ebenen geschnitten worden. Die Horizontal- und Vertikalschnitte 4, 5 sind angedeutet. Der auf seiner Kuchenunterlage 2, bei dem es sich um einen Härteboden handeln kann, befindliche in Kuchenstücke 6 geschnittene Kuchen 1 wird auf beispielsweise der Kuchenunterlage 2 oder einem Transportwagen in eine Kuchen-Hubvorrichtung 7 gefahren, die nach dem Ausführungsbeispiel zwei vertikal orientierte Klemmbacken 8 und einen Klemmbackenantrieb 9 für eine im wesentlichen Horizontalbewegung der den Kuchen 1 zwischen sich einklemmenden Klemmbacken 8 aufweist. Unterhalb der Kuchen-Hubvorrichtung 7 befindet sich ein heb- und senkbarer Kuchenträger 10, der lediglich angedeutet ist. Auf diese Weise kann einerseits der Kuchen 1 mit der zu entfernenden Bodenschicht 3 mittels der Kuchen- und Hubvorrichtung 7 angehoben und/oder der Kuchenträger 10 mit der Kuchenunterlage 2 abgesenkt werden, um dann die Bodenschicht 3 von dem Kuchen 1 abtrennen zu können. Dazu ist im Bereich zwischen den angehobenen Klemmbacken 8 und/oder dem abgesenkten Kuchenträger 10 eine in Kuchenquerrichtung verfahrbare Bodenschicht-Trennvorrichtung 11, z. B. ein Schaber angeordnet.

Die Kuchen-Hubvorrichtung 7 ist in einem den jeweiligen Kuchen überbrückenden Portal 12 heb- und senkbar gelagert. Auch das ist lediglich durch einen Pfeil angedeutet.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Herstellen von Porenbetonkörpern, wonach

    – eine Ausgangsmasse in eine Gießform mit geringerer Höhe als Länge und Breite gegossen wird,

    – die gegossene Ausgangsmasse zu einem quaderförmigen Kuchen vorgehärtet wird,

    – der vorgehärtete Kuchen aus seiner Horizontallage um 90° in eine Vertikallage auf seine untere Schmalseite gekippt wird,

    – der mit seiner Schmalseite auf einer Kuchen-Unterlage aufstehende Kuchen in zu seinen Außenflächen parallelen Ebenen unter Erzeugung einer Bodenschicht geschnitten wird,

    – der Kuchen bodenschichtseitig von der Kuchen-Unterlage um ein vorgegebenes Maß distanziert wird,

    – die Bodenschicht entfernt wird indem unter Verzicht auf eine Dreh- und Kippbewegung der Kuchen zum Entfernen der Bodenschicht von der Kuchenunterlage abgehoben wird und/oder die Kuchenunterlage zum Entfernen der Bodenschicht abgesenkt wird und anschließend

    – der Kuchen ohne Bodenschicht in Vertikallage ausgehärtet wird.
  2. Verfahren zum Herstellen von Porenbetonkörpern, wonach

    – eine Ausgangsmasse in eine Gießform mit geringerer Höhe als Länge und Breite gegossen wird,

    – die gegossene Ausgangsmasse zu einem quaderförmigen Kuchen vorgehärtet wird,

    – der vorgehärtete Kuchen aus seiner Horizontallage um 90° in eine Vertikallage auf seine untere Schmalseite gekippt wird,

    – der mit seiner Schmalseite auf einer Kuchen-Unterlage aufstehende Kuchen in zu seinen Außenflächen parallelen Ebenen unter Erzeugung einer Bodenschicht geschnitten wird,

    – der Kuchen bodenschichtseitig von der Kuchen-Unterlage um ein vorgegebenes Maß distanziert wird,

    – die Bodenschicht entfernt wird indem unter Verzicht auf eine Dreh- und Kippbewegung der Kuchen bzw. die Kuchenstücke umgeschichtet werden, z. B. auf eine andere Kuchenunterlage aufgesetzt werden und anschließend

    – der Kuchen ohne Bodenschicht in Vertikallage ausgehärtet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass der Kuchen nach dem Entfernen der Bodenschicht zum Aushärten auf die Kuchenunterlage wieder aufgesetzt und einem Autoklaven zugeführt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuchenstücke in beliebiger Reihenfolge sortiert und dann ausgehärtet werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuchenstücke einzeln abgelegt und ausgehärtet werden.
  6. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Kuchen-Hubvorrichtung (7) mit zwei oder mehreren vertikal orientierten Klemmbacken (8) und einen Klemmbackenantrieb (9) für eine im Wesentlichen Horizontalbewegung der den Kuchen (1) zwischen sich einklemmenden Klemmbacken (8).
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuchen-Hubvorrichtung (7) in einem den jeweiligen Kuchen (1) überbrückenden Portal (12) heb- und senkbar gelagert ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich unterhalb der Kuchen-Hubvorrichtung (7) ein heb- und senkbarer Kuchenträger (10) befindet.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich zwischen den Klemmbacken (8) und dem Kuchenträger (10) eine in Kuchenquerrichtung oder Kuchenlängsrichtung verfahrbare Bodenschicht-Trennvorrichtung (11), z. B. ein angetriebener Schaber angeordnet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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