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Dokumentenidentifikation DE102004019614A1 02.12.2004
Titel Verfahren und Vorrichtung für die Entnahme von Rohlingsstapeln
Anmelder G.D Societá Per Azioni, Bologna, IT
Erfinder Spatafora, Mario, Bologna, IT;
Stagni, Alberto, S. Pietro in Casale, IT
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Anmeldedatum 22.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004019614
Offenlegungstag 02.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.2004
IPC-Hauptklasse B65H 31/30
IPC-Nebenklasse B65H 31/02   B65H 31/08   B65B 41/04   B65B 41/02   B65B 19/02   
Zusammenfassung Verfahren und Vorrichtung (1) zur Entnahme von Stapeln (2) von Rohlingen, bei welchen die Stapel (2), die in einer Vielzahl von nebeneinanderliegenden Reihen (10) angeordnet sind, um wenigstens eine Schicht (7) zu bilden, die auf einer flachen Auflage (8) angeordnet ist, zuerst quer zur flachen Auflage (8) bewegt werden, um einen Anteil (63) der Oberfläche der flachen Auflage (8) freizulegen und anschließend mittels eines Greiforgans (63) nacheinander entnommen werden, dessen freies Ende auf den freien Anteil (63) der Oberfläche der flachen Auflage (8) gedrückt und anschließend unter den zu entnehmenden Stapel geschoben wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und auf eine Vorrichtung für die Entnahme von Zuschnitts- bzw. Rohlingsstapeln.

Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren und eine Vorrichtung für die einzelne Übertragung einer Vielzahl von palettierten Rohlingsstapeln auf eine Zigarettenverpackungsmaschine.

In der Tabakindustrie ist es bekannt, eine Vielzahl von Rohlingsstapeln auf einer Palette in Form von zahlreichen, übereinanderliegenden Schichten unterzubringen, welche jeweils von den anderen angrenzenden Schichten durch eine flache Auflage, normalerweise ein Blatt Papier oder ähnliches, getrennt sind, und die Stapel einer jeden Schicht nacheinander mittels eines Greiforgans zu entnehmen, welches eine Gelenkgabel umfasst, deren freies Ende auf die unter dem zu entnehmenden Stapel liegende flache Auflage gepresst wird, so dass die flache Auflage etwas nach unten verformt wird. Die Gabel wird anschließend vorgeschoben, wobei das freie Ende der Gabel stets gegen die flache Auflage in Richtung des zu entnehmenden Stapels gedrückt und unterhalb des zu entnehmenden Stapels eingeschoben wird. Während dieses Vorgangs wird die Gabel um eine parallel zur flachen Auflage befindliche Achse zwischen einer ersten Kontaktposition, in der die Gabel nach unten zur flachen Auflage hin geneigt ist, und einer zweiten Entnahmeposition gedreht, in der sich die Gabel im wesentlichen parallel zur flachen Auflage befindet.

Das normalerweise effiziente und präzise, oben dargestellte Entnahmeverfahren bereitet nur dann einige Probleme, wenn die Verschiebegeschwindigkeit der genannten Gabel einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, da sie bei höheren Geschwindigkeiten dazu neigt, die flache Auflage dauerhaft zu verformen und/oder sie zu durchstoßen.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, das oben beschriebene Verfahren zu verbessern, indem ein Verfahren für die Entnahme von Rohlingen vorgestellt wird, welches die zuvor beschriebenen Nachteile nicht aufweist.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren für die Entnahme von Rohlingsstapeln geliefert, wie in Anspruch 1 und vorzugsweise in einem beliebigen, direkt und/oder indirekt von Anspruch 1 abhängigen Anspruch beschrieben ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird außerdem eine Vorrichtung für die Entnahme von Zuschnitts- bzw. Rohlingsstapeln bzw. -stössen geliefert, wie in Anspruch 8 und vorzugsweise in einem beliebigen, direkt und/oder indirekt von Anspruch 8 abhängigen Anspruch beschrieben ist.

Die vorliegende Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, welche ein Ausführungsbeispiel ohne einschränkende Wirkung darstellen. Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform der Entnahmevorrichtung der vorliegenden Erfindung;

2 den Grundriss der Vorrichtung aus 1 in vergrößertem Maßstab, wobei einige Teile zum besseren Verständnis abgenommen sind;

3 ein erstes Teil aus 1 im Frontaufriss in vergrößertem Maßstab;

4 ein Teil aus 2 in einer bestimmten Arbeitsposition in einem Schnitt entlang der Linie IV-IV der 2;

die 5 bis 10 ein Teil aus 4 in weiteren Arbeitspositionen in ähnlichen Schnittdarstellungen wie in 4;

11 die Schnittdarstellung eines Teils aus 3 in vergrößertem Maßstab und

12 eine Schnittdarstellung entlang der Linie XII-XII der 11.

In 1 ist mit 1 eine Entnahmevorrichtung als Ganzes gekennzeichnet, die dazu dient, die Stapel bzw. Stoß bzw. Säule 2 von Rohlingen nacheinander von einer Palette 3 zu entnehmen, die sich auf einer im wesentlichen horizontalen Plattform 4 befindet, welche von einem Basisgestell 5 getragen wird und gegenüber dem Gestell 5 in eine im wesentlichen vertikale Richtung 6 beweglich ist. Auf der Palette 3 sind die Stapel 2 gemäß einer Vielzahl von übereinanderliegenden Schichten 7 angeordnet, welche jeweils von der darunterliegenden Schicht 7 durch eine flache Auflage getrennt ist, die durch eine Trennfolie 8, normalerweise eine Kartonage oder ähnliches, definiert wird, deren Außenteil 9 über die Schichten 7 hinausragt. Wie in 2 besser zu ersehen ist, sind die Stapel 2 auf jeder Schicht 7 in einer Vielzahl von Reihen 10 angeordnet, die parallel zueinander stehen und in einer Richtung 11 nebeneinander ausgerichtet sind.

Ebenfalls unter Bezugnahme auf 1 umfasst die Greifvorrichtung 12 ihrerseits eine Gelenkgabel 13, welche in Richtung 11 um eine Länge, die in etwa der Länge eines Stapels 2 in Richtung 11 entspricht, aus dem Ende einer Pleuelstange 14 übersteht, die auf einer parallel zur Richtung 11 stehenden Fläche beweglich ist und deren entgegengesetzte Enden an zwei Kurbeln 15 und 16 angelenkt sind, die auf einem motorisierten Schlitten 17 angelenkt sind, um sich mittels Steuerung durch eine nicht dargestellte Logikeinheit entlang einer Schwebeschiene 18 zu bewegen, die parallel zur Richtung 11 angeordnet ist. Der Schlitten 17 beherbergt eine (bekannte und nicht dargestellte) Motorgruppe, die dazu dient, mit Hilfe der Steuerung der zitierten (nicht dargestellten) Logikeinheit die Kurbeln 15 und 16 unabhängig voneinander zu bewegen, um die Gelenkgabel 13 zu verschieben und eventuell die Neigung bezüglich einer parallel zu den Trennfolien 8 befindlichen, horizontalen Fläche zu variieren.

Die Entnahmevorrichtung umfasst außerdem eine Vorschubgruppe 19, die dazu dient, selektiv mit einer jeden Schicht 7 zusammenzuwirken, um diese auf die korrekte Entnahme der entsprechenden Stapel 2 seitens der Gabel 13 der Greifvorrichtung 12 vorzubereiten.

Wie in 1 und insbesondere in 3 dargestellt ist, umfasst die Vorschubgruppe 19 zwei im wesentlichen vertikale Ständer 20, welche neben der Plattform 4 auf einer quer zur Richtung 11 befindlichen Fläche angeordnet sind und jeweils vertikale Führungen 21 für einen Schlitten 22 tragen, dessen Position entlang den Führungen 21 mittels einer motorisierten Schraube 23 einstellbar ist. Der Schlitten 22 umfasst einen Querträger 24, der im wesentlichen horizontal und transversal zur Richtung 11 steht und über den zwei Stangen 25 und 26 frei gleitend montiert sind, wobei mindestens die Stange 25 rohrförmig ist und zur Führung eines Arbeitskopfes 27 dient. Der Arbeitskopf 27 umfasst ein Führungsgehäuse 28 mit einer Basis, mit Stangen 25 und 26, die sich in eine im wesentlichen vertikal und parallel zu den Stangen 25 und 26 stehende Richtung 29 von und zu einer unteren Position bewegen, in welcher das Führungsgehäuse 28 einfach auf den Querträger 24 in einer Position aufgelegt ist, die mittels eines Schraubenpaares 30 eingestellt werden kann, das über den Querträger 24 parallel zur Richtung 29 montiert ist.

Das Führungsgehäuse 28 wird durch zwei übereinanderliegende Platten definiert, welche senkrecht zur Richtung 29 stehen, von den Stangen 25 und 26 durchquert werden und zwischen sich einen Raum definieren, der von einem motorisierten Schlitten 31 gleitend beansprucht wird, der von einer Platte definiert wird, die von den Stangen 25 und 26 in eine im wesentlichen horizontal und parallel zur Querstange 24 stehende Richtung 32 durchquert wird. Die gegenüberliegenden, seitlichen Enden des Schlittens 31 stehen aus dem Führungsgehäuse 28 hervor und tragen jeweils Führungen 33, welche parallel zur Richtung 11 und quer zum Querträger 24 angeordnet sind und einen Schlitten 34 tragen, der unter dem Schub einer Antriebsgruppe 35 auf den Führungen 33 in Richtung 11 beweglich ist.

Der Schlitten 34 umfasst eine horizontale Basisplatte 36 mit einer im wesentlichen rechteckigen Form und einer parallel zum Querträger 24 stehenden Längsachse; eine Vielzahl von Rippen 37a und 37b, die sich aus einer oberen Fläche der Basisplatte 36 nach oben, ebenfalls parallel zum Querträger 24 erstrecken; er umfasst außerdem ein Abtastorgan 38, das horizontal an einem Seitenrand am Ende der Basisplatte 36 angebracht ist. Das Abtastorgan 38 steht in Richtung 15 über den vorderen Rand 39 der Basisplatte 36 über, die in Richtung Plattform 4 ausgerichtet und mit einem Sensor 40 verbunden ist, welcher unterhalb der Basisplatte 36 montiert ist und dazu dient, die Verschiebungen des Schlittens 31 Richtung 32 zu regulieren bzw. einzustellen.

Die Antriebsgruppe 35 umfasst zwei Zahnstangen 41, die unterhalb der Basisplatte 36 parallel zur Richtung 11 montiert sind und in welche jeweils Ritzel 42 eingreifen, die an den gegenüberliegende Enden einer Übertragungswelle 43 montiert sind, die parallel zum Querträger 24 steht und mittels eines dazwischen befindlichen, an einem oberen Ende der Stange 25 angeordneten Getriebekastens 44 mittels eines Motors 45 in Rotation versetzt wird, der mit dem unteren Ende der Stange 25 verbunden ist und eine (nicht dargestellte) Ausgangswelle besitzt, die sich im Innern der Stange 25 bis zum Getriebekasten 44 hin erstreckt.

Wie in 2 dargestellt ist, sind die Rippen 37a, deren Anzahl im dargestellten Beispiel drei beträgt, im mittleren Abschnitt einer hinteren Längskante der Basisplatte 36 verteilt und fungieren als Reaktionselemente für eine Drück- bzw. Vorschubvorrichtung 46, die eine Vielzahl von Antrieben 47a umfasst, welche jeweils eine parallel zur Richtung 11 stehende Ausgangsstange 48 umfassen, die zur Plattform 4 ausgerichtet ist und an ihrem zur Plattform 4 hin gerichteten Ende einen Drück- bzw. Vorschubkopf 49 trägt, der vor der vorderen Kante 39 der Basisplatte 36 angeordnet ist. Die Zahl der Rippen 37b beträgt im dargestellten Beispiel zwei; sie sind an den gegenüberliegenden Längsenden der Basisplatte 36 in einer Position zwischen den Rippen 37a und der vorderen Kante 39 angeordnet und fungieren als Reaktionselemente für die jeweiligen Antriebe 47b, welche jeweils einen Teil der Vorschubvorrichtung 46 darstellen und eine parallel zur Richtung 11 stehende Ausgangsstange 48 umfassen, welche zur Plattform 4 hin gerichtet ist und an dem zur Plattform 4 hin gerichteten Ende einen Vorschubkopf 49 trägt, der vor der vorderen Kante 39 der Basisplatte 36 in koplanarer Position bezogen auf die Vorschubköpfe 49 der Antriebe 46a angeordnet ist. Einige der Vorschubköpfe 49 sind jeweils mittels eines Querträgers 50 mit einem anliegenden Vorschubkopf 49 verbunden, während die Vorschubköpfe 49 in gleichbleibendem Abstand entlang der Basisplatte 36 verteilt sind, welcher Abstand der Länge eines in Richtung 32 gemessenen Stapels 2 entspricht.

Wie in den 11 und 12 besser dargestellt ist, umfasst jeder Vorschubkopf 49 eine im wesentlichen rechteckige Frontplatte, welche rechtwinklig zur jeweiligen Stange 48 steht und oben mittels einer durchgehenden Schraube mit dem freien Ende der jeweiligen Stange 48 verbunden ist. An ihrem unteren Ende besitzt jede Frontplatte 51 eine zentrale Vertiefung 52, in welcher – gegen den Druck einer Feder 53 und unter der Führung von zwei verschraubbaren Stiften 54 – der Kern eines Stützfußes 55 gleitfähig montiert ist, der im wesentlichen die Form eines umgekehrten „T" besitzt und dessen koplanar zur Platte 51 angeordnete Flügel unterhalb einer unteren Kante der Platte 51 zueinander ausgerichtet sind und eine Stange 56 zur Auflage des jeweiligen Vorschubkopfes 49 bilden.

Gemäß der Darstellung in 2 umfasst der Arbeitskopf 27 eine vertikale Abtasteinheit 57, die zwei Antriebe 58 umfasst, welche jeweils auf einem Längsendabschnitt der Platte 36 des Schlittens 34 gegen eine Rippe 37b angeordnet sind, welche als Reaktionselement fungiert. Jeder Antrieb 58 umfasst eine Ausgangsstange 59, welche parallel zur Richtung 11 steht und mit der Stange 59 des anderen Antriebes 58 mittels einer Platte 60 verbunden ist, welche auf einer vertikalen Ebene angeordnet ist, sich über die gesamte Länge der Basisplatte 36 parallel zur Richtung 32 erstreckt, ein parallel zur Basisplatte 36 befindliches Abtastorgan 61 trägt und vorn über die Platte 60 zur Plattform 4 übersteht.

Die Funktion der Entnahmevorrichtung 1 wird ab dem Moment beschrieben, in dem (4) die Greifvorrichtung 12 die Entnahme aller Stapel von einer Schicht 7 beendet hat und auf der Palette 3 mindestens eine weitere Schicht 7 zurückgeblieben ist, die auf einer Trennfolie 8 angeordnet und mit einer weiteren Trennfolie 8 bedeckt ist, während der Arbeitskopf 27 sich in einer Ruheposition befindet, wobei das Führungsgehäuse 28 auf den Schrauben 30 aufliegt, der eigene Schlitten 34 und die eigene Abtasteinheit 57 sich – bezogen auf die Plattform 4 – in zurückgezogener Position befinden, der eigene Schlitten 31 seitlich in Richtung 32 – bezogen auf die neue, abzuräumende bzw. zu entnehmende Schicht 7 – seitlich verschoben bzw. verlagert ist, die Vorschubköpfe 49 sich in einer zurückgezogenen Position befinden, um nicht in Kollision mit den Stapeln 2 der neuen abzuräumenden Schicht 7 zu geraten und die entsprechenden Federn 53 entspannt sind.

Ausgehend von dieser Situation wird die Plattform 4 in die Richtung 6 nach unten verschoben bzw. verlagert, um die freie obere Trennfolie 8 auf ein Niveau zu bringen, das sich unter dem des Tastorgans 61 befindet, woraufhin die Antriebe 58 der Abtasteinheit 57 betätigt werden, um die Platte 60 eine vorgeschobene Position zu bewegen (5), in welcher ein Endabschnitt des Abtastorgans 61 sich oberhalb des peripheren Anteils 9 der freien oberen Trennfolie 8 anordnet. An dieser Stelle (5) wird die Plattform 4 nach oben in Richtung 6 bewegt und von einer durch das Abtastorgan 61 gesteuerten Steuervorrichtung bekannter Art (nicht dargestellt) nur dann arretiert, wenn der periphere Anteil 9 der oberen, freien Trennfolie 8 Kontakt mit dem Abtastorgan 61 erhält, indem es den gesamten Arbeitskopf 27 – bezogen auf die Schrauben 30 – leicht in Richtung 29 anhebt.

Anschließend wird der Schlitten 31 in Richtung 32 betätigt, bis er das Abtastorgan 38 in Kontakt mit der Seitenfläche eines äußeren Stapels 2 gebracht und den Arbeitskopf 27 in eine Bezugsposition (die von einer nicht dargestellten Steuereinheit bekannten Typs entsprechend gespeichert wird) positioniert hat, in der die vorderen Endflächen 62 der vorderen Stapel 2 der Reihen 10 der neuen abzuräumenden Schicht 7 perfekt ausgerichtet und auf die jeweiligen Vorschubköpfe zentriert sind, deren Anzahl der Anzahl der Reihen 10 entspricht.

Nunmehr wird (6):

die Abtasteinheit 57 in die ursprüngliche, zurückgezogene Position bewegt;

die obere freie Trennfolie 8 auf bekannte Weise abgenommen;

die Plattform 4 leicht nach unten in Richtung 6 bewegt, bis die unterhalb der neuen Schicht 7 befindliche Trennfolie 8 auf ein Niveau unterhalb jenes Niveaus gebracht wurde, das von den Stützfüßen 55 besetzt ist, wenn die entsprechenden Federn 53 vollkommen entspannt sind;

der Motor 45 betätigt, um den Schlitten 34 zur Plattform 4 hin zu bewegen, so dass jede Frontplatte 51 sich in Kontakt mit der Fläche 62 am Ende des vorderen Stapels 2 der jeweiligen Reihe 10 und dem jeweiligen Stützfuß 55 oberhalb des peripheren Anteils der unteren Trennfolie 8 der abzuräumenden Schicht 7 gelangt; und

die Plattform nach oben in Richtung 6 bewegt, bis sie eine Arbeitsposition erreicht, in welcher die Federn 53 vollständig zusammengepresst sind und der gesamte Arbeitskopf 27 gegenüber den Schrauben 30 leicht in Richtung 29 angehoben ist.

In der in 6 dargestellten Arbeitsposition liegt also das gesamte Gewicht des Arbeitskopfes 27 auf der zitierten unteren Trennfolie 8 und hält diese in Position.

Ab der in 6 dargestellten Arbeitsposition werden die Antriebe 47 der Vorschubvorrichtung 46 betätigt (7), um die Endflächen 62 um eine bestimmte Strecke in Richtung 11 in eine neue Position 62a zu bewegen (2 und 7). An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, dass die Antriebe 47, um zu verhindern, dass außer den Reihen 10, auch die darunter befindliche Trennfolie 8 verschoben werden könnte, nicht alle zusammen, sondern einzeln (oder zu zweit, falls die entsprechenden Vorschubköpfe 49 durch die Querstange 50 verbunden sind) bewegt werden, um nur eine oder zwei Reihen 10 axial zu verschieben, während die anderen, die stehen bleiben, mit den stillstehenden Vorschubköpfen 49 dazu beitragen, die untere Trennfolie 8 festzuhalten. Außerdem ist die Axialverschiebung einer jeden Reihe 10 relativ begrenzt und soll nur verhindern, dass eventuelle Kollisionen zwischen den Stapeln 2 der aneinandergrenzenden Reihen 10 aufgrund der Verschiebung der Stapel 2 der verschiedenen Reihen 10 unerwünschte, ungeordnete Verschiebungen der Stapel 2 erzeugen.

Am Ende der Verschiebung der Endflächen 62 in ihre neue Position 62a werden die Vorschubköpfe 49 mittels Vorschub des Schlittens 34 in Richtung 11 zur Plattform 4 wieder in ihre zurückgezogene Position (8) zurückgebracht und alle Operationen – angefangen von der zitierten Arbeitsposition – werden einer bestimmten Anzahl von Wiederholungen (im vorliegenden Fall zwei weitere Wiederholungen) unterworfen, um die Endflächen 62 in die anschließenden Position 62b und 62c (2 und 9) zu bringen und – auf einem Abschnitt der unteren, in Kontakt mit der Palette 3 oder einer eventuellen unteren Schicht 7 stehende Trennfolie 8 – ein Band bzw. Streifen bzw. Gürtel 63 (2 und 10) freizulegen, welches ausreichend steif sein muss, damit die Gabel 13 schadlos auf der unteren Trennfolie 8 landen und sich unter den abzuräumenden Stapel 2 schieben kann.

Nach Verschieben der Flächen 62 in die Position 62c wird der Arbeitskopf 27 in seine ursprüngliche zurückgezogene Position gebracht, damit die Greifvorrichtung 12, deren Struktur und Funktionsweise bekannt sind, nacheinander alle Stapel 2 der betreffenden Schicht 7 abräumen kann.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Entnahme von Stapeln (2) von Rohlingen, wobei die Stapel (2) in einer Vielzahl von Reihen angeordnet sind, die sich in einer bestimmten Längsrichtung (11), parallel nebeneinanderliegend erstrecken und mindestens eine Schicht (7) bilden, die auf einer ebenen Auflage (8) angeordnet ist; wobei das Verfahren eine erste Phase umfasst, in welcher die Reihen (10) der besagten Schicht (7) axial auf der ebenen Auflage (8) verschoben werden, um ein Oberflächenband (63) einer bestimmten Breite auf der ebenen Fläche (8) freizulegen; und eine zweite Phase, in welcher zumindest jeder Stapel (2), der sich neben bzw. benachbart zu dem Oberflächenband (63) befindet, mittels eines Greiforgans (13) entnommen wird, wobei ein freies Ende desselben auf das Oberflächenband (63) gepresst und anschließend unter den Stapel (2) geschoben wird.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei in der ersten Phase die Reihen (10) gruppenweise axial verschoben werden.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 2, wobei jede Gruppe von Reihen (10) höchstens zwei Reihen (10) umfasst.
  4. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der ersten Phase jeder Stapel (2) axial um einen Abstand verschoben wird, welcher der genannten Breite entspricht, wobei dieser Abstand mit einer bestimmten Anzahl von aufeinanderfolgenden Schritten zurückgelegt wird.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 4, in welcher die Reihen (10) um einen gleichen Schritt verschoben werden, bevor zum darauffolgenden Schritt übergegangen wird.
  6. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, welche vor der ersten Phase eine Phase zur Lokalisierung der Schicht (7) in einer ersten, senkrecht zur Schicht (7) stehenden Richtung (29) und in einer zweiten, parallel zur ersten Auflage (8) und quer zur Längsrichtung (11) stehenden Richtung (32) umfasst.
  7. Verfahren gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, in welcher die Reihe (10) axial auf die flache Auflage (8) mittels eines jeweiligen Vorschubkopfes (49) verschoben wird, der wahlweise betätigt und in die Längsrichtung (11) bewegt werden kann; wobei während der Ausführung der ersten Phase jeder Vorschubkopf (49) im Kontakt zur flachen Auflage (8) gehalten bzw. gedrückt wird.
  8. Entnahmevorrichtung für Stapel (2) von Rohlingen, wobei die Stapel (2) während des Gebrauchs in einer Vielzahl von Reihen (10) angeordnet sind, welche sich in eine bestimmte Längsrichtung erstrecken und parallel nebeneinander liegen, um wenigstens eine Schicht (7) zu bilden, die auf einer flachen Auflage (8) angeordnet ist; wobei die Vorrichtung eine Vorschubgruppe (19) umfasst, um die Reihen (10) der genannten Schicht (7) in die Längsrichtung (11) auf der flachen Auflage (8) zu verschieben, um ein Oberflächenband (63) einer bestimmten Breite auf der flachen Auflage freizulegen; wobei die Vorrichtung Greifmittel (12) umfasst, die in Längsrichtung (11) bewegt werden können, um nacheinander die Stapel (2) abzuräumen bzw. zu entnehmen; wobei die Greifmittel (12) ein Greiforgan (13) umfassen, welches ein freies Ende und Betätigungsmittel (15, 16, 17) umfasst, die dazu dienen, das freie Ende, das in Kontakt mit dem Oberflächenband (63) gehalten wird, wahlweise in eine Position zu bringen, die auf jede Reihe (10) ausgerichtet ist bzw. die auf jeder Reihe (10) liegt und das lange freie Ende entlang der flachen Auflage (8) in Längsrichtung (11) gleiten zu lassen
  9. Vorrichtung gemäß Anspruch 8, die eine Plattform (4) zu Auflage der Schicht (7) umfasst; wobei die Plattform (4) in eine im wesentlichen vertikale Verschieberichtung (6) bewegt werden kann; wobei die Vorschubgruppe (19) einen Arbeitskopf (27) und eine Auflage bzw. einem Träger (20, 24) für den Arbeitskopf (27) in einer – bezogen auf die Plattform (4) – seitlichen, dem Oberflächenband (63) gegenüberliegenden Position umfasst; wobei der Arbeitskopf (27) eine Vorschubvorrichtung (46) umfasst, die in Längsrichtung (11) zum Er- bzw. Eingreifen in die Reihen (10) tätig ist.
  10. Vorrichtung gemäß Anspruch 8 oder 9, die außerdem Abtastmittel (38, 61) umfasst, die dazu dienen, die Position der Schicht (7) in einer ersten Richtung (32) parallel zur flachen Auflage (8) und quer zur Längsrichtung (11) sowie in einer zweiten Richtung (29) senkrecht zur Schicht (7) zu ermitteln.
  11. Vorrichtung gemäß den Ansprüchen 9 und 10, in welcher die Abtastmittel (38, 61) Teil des Arbeitskopfes (27) sind.
  12. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, in welcher die zweite Richtung (29) parallel zur Verschieberichtung (6) steht.
  13. Vorrichtung gemäß den Ansprüchen 11 oder 12, in welcher der Arbeitskopf (27) so auf der Auflage (20, 24) montiert ist, dass er frei in die zweite Richtung (29) zu einer Auflageposition auf der Auflage (20, 24) hin und von dieser weg bewegt werden kann.
  14. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche von 11 bis 13, in welcher der Arbeitskopf (27) einen ersten Schlitten (31) umfasst, der in die erste Richtung (32) – bezogen auf die Auflage (20, 24) – bewegt werden kann, sowie einen zweiten Schlitten (34), der auf dem ersten Schlitten (31) montiert und – bezogen auf den ersten Schlitten (31) – in dieselbe Längsrichtung (11) bewegt werden kann; wobei die Abtastmittel (38, 61) und die Vorschubvorrichtung (46) vom zweiten Schlitten (34) getragen werden; wobei Motormittel (35) vorgesehen sind, um den zweiten Schlitten (34) – bezogen auf den ersten Schlitten (31) – in Längsrichtung (11) zu bewegen.
  15. Vorrichtung gemäß Anspruch 14, in welcher die Abtastmittel (38, 61) ein erstes Abtastorgan (38) umfassen, welches mit dem ersten Schlitten (31) in die erste Richtung (32) bewegt werden kann; sowie ein zweites Abtastorgan (61), welches – bezogen auf den zweiten Schlitten (34) – in die Längsrichtung (11) zur Plattform (4) hin von dieser weg bewegt werden kann.
  16. Vorrichtung gemäß den Ansprüchen 14 oder 15, in welcher die Vorschubvorrichtung (46) eine Vielzahl von Vorschubköpfen (49) umfasst, welche nebeneinander in die erste Richtung (32) angeordnet sind; wobei jeder Vorschubkopf (49) dazu dient, während des Gebrauchs in eine der Längsendfläche (62) der jeweiligen Reihe (10) gegenüberliegende Position gebracht zu werden; wobei die Antriebmittel (47) wahlweise betätigt werden können, da sie zwischen den zweiten Schlitten (34) und jeden Vorschubkopf (49) eingeschoben sind, um den jeweiligen Vorschubkopf (49) um eine bestimmte Länge in die Längsrichtung (11) zur Plattform (4) hin und von dieser weg zu verschieben.
  17. Vorrichtung gemäß Anspruch 16, in welcher die bestimmte Länge ein Untervielfaches der Breite des Oberflächenbandes (63) ist.
  18. Vorrichtung gemäß Anspruch 16 oder 17, in welcher jeder Vorschubkopf (49) einen unteren Fuß (55) zum Abstützen des Vorschubkopfes (49) auf der flachen Auflage (8) umfasst; wobei jeder Stützfuß (55) mit einem jeweiligen Vorschubkopf (49) durch Einschiebung von elastischen Mitteln (53) gekuppelt ist, die sich in eine zweite Richtung (29) erstrecken.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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