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Dokumentenidentifikation DE102004021195A1 02.12.2004
Titel Turbinenlaufschaufel
Anmelder General Electric Co., Schenectady, N.Y., US
Erfinder Urban, John Paul, Greer, S.C., US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 29.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021195
Offenlegungstag 02.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.2004
IPC-Hauptklasse F01D 5/14
IPC-Nebenklasse F01D 5/22   
Zusammenfassung Die Laufschaufeln (22) der zweiten Stufe haben Schaufelblattprofile (23), die im Wesentlichen den in der Tabelle I angegebenen kartesischen Koordinatenwerten X, Y, Z entsprechen, wobei die X-, Y-, Z-Werte in inches angegeben sind. Z gibt einen Abstand in inches von und rechtwinklig zu einer durch die Maschinenmittellinie verlaufenden Ebene an. X, Y sind Erstreckungen in inches, die, wenn sie durch glatte durchgehende Bögen miteinander verbunden sind, in jedem Abstand Z jeweils einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren. Die Profilquerschnitte in dem jeweiligen Abstand Z sind glatt miteinander verbunden, um die vollständige Schaufelblattgestalt auszubilden. Die Erstreckungen X, Y und ggf. der Abstand Z können als Funktion der gleichen Konstanten oder Zahl maßstäblich verändert werden, um einen maßstäblich vergrößerten oder maßstäblich verkleinerten Schaufelblattquerschnitt der Laufschaufel zu erhalten. Das durch die X-Y-Z-Abmaße gegebene Nennschaufelblatt liegt in einer Umhüllenden von ±0,016 inches.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Turbinenlaufschaufel für eine Gasturbinenstufe und insbesondere bezieht sie sich auf das Schaufelblattprofil einer Turbinenlaufschaufel der zweiten Stufe.

Beim Entwurf und der Konstruktion von Turbinenlaufschaufeln, insbesondere von Schaufelblättern, gibt es viele zu berücksichtigende Umstände, zu denen ein optimierter aerodynamischer Wirkungsgrad und die aerodynamische und mechanische Schaufelbelastung zählen. Außerdem müssen beim Schaufelblattentwurf mögliche Konturabweichungen und Eingriffsprobleme berücksichtigt werden, die bei Schaufelblättern mit Deckbändern an den Spitzen auftreten. Bestimmte Laufschaufeln sind nämlich bei Turbinen mit Deckplatten an der Schaufelspitze versehen, die sich an den Eintritts- und Austrittskanten in Umfangsrichtung aneinander anschließen. Die Deckbänder tragen eine Dichtung, die mit einem feststehenden Dichtungsband zusammenwirkt, um einen Bypass für heiße Gase zwischen dem Hochdruck- und dem Niederdruckbereich auf gegenüberliegenden Seiten der Schaufelblätter zu vermeiden. Die Deckplatten sind auf langen und schlanken Laufschaufeln auch angeordnet, um zur Steifigkeit der Schaufelblätter dadurch beizutragen, dass die Deckplatten aneinander anliegen. Bei luftgekühlten Laufschaufeln führen aber unterschiedliche Wärmeausdehnungen und Verwindungen gelegentlich zu einer schlechten gegenseitigen Anlage der Deckplatten. Das bedeutet, dass ein Rand einer Deckplatte radial tiefer als der gegenüberliegende Rand der benachbarten Deckplatte liegen kann. Bei fehlender idealer gegenseitiger Anlage benachbarter Deckplatten ruft eine ungünstige Belastung höhere Beanspruchungen an den Berührungsstellen hervor. Geht die Berührung verloren oder wird sie auf ein Minimum reduziert, so entfallen auch oder werden auf ein Minimum reduziert die Vorteile, die durch die Verwendung von Deckbändern bei der Schwingungsdämpfung zur Verhütung hochfrequenter Dauerbrüche erzielt werden. Eine nicht optimale gegenseitige Deckplattenanlage an der Spitze beeinträchtigt auch die Kriechfestigkeit der Deckplatten und verringert damit die Komponentenlebensdauer. Zu beachten ist auch, dass der Ausfall einer einzigen Laufschaufel, einschließlich deren Schaufelblatt, dazu führt, dass die gesamte Turbine vom Netz genommen werden muss. Dies bedeutet zeitraubende und teure Reparaturarbeiten, zu denen für den Benutzer noch die Stillstandskosten hinzutreten.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird ein neues Turbinenlaufschaufelblattprofil geschaffen und zwar vorzugsweise für luftgekühlte, an der Spitze mit Deckplatten (Deckbänder) versehene Schaufelblätter der zweiten Stufe einer Gasturbine. Das Laufschaufelblattprofil ergibt eine wesentlich verbesserte Anlage von Deckplatte zu Deckplatte, was eine wesentlich verlängerte Lebensdauer der Komponenten und verringerte Reparaturkosten bedingt. Darüberhinaus verringert das Schaufelblatt örtliche Kriecherscheinungen und ergibt bei dem fertigen Schaufelblatt einen höheren Grenzwert für langperiodische Ermüdungserscheinungen. Das Laufschaufelblattprofil ist durch eine neuartige Ortspunktverteilung definiert, um den Anforderungen hinsichtlich des erforderlichen Wirkungsgrads, der Belastung und der gegenseitigen Eingriffnahme der Spitzen-Deckplatten zu genügen. Diese speziellen Ortspunkte definieren das nominelle Schaufelblattprofil in dem Bereich von 10% bis 90 % der Schaufelblatthöhenabmessung und sind durch die kartesischen X-,Y-,Z-Koordinaten der nachfolgenden Tabelle I identifiziert. Die Punkte der in der Tabelle I aufgeführten Koordinatenwerte gelten für ein kaltes, d.h. auf Raumtemperatur befindliches Profil an verschiedenen Querschnitten des Laufschaufelblattes innerhalb des 10% bis 90% Bereiches der Schaufelblatthöhe. Die X-,Y-,Z-Koordinaten sind als Abstandsdimensionen, d.h. in Zolleinheiten angegeben. Die X-,Y-Koordinatenwerte weisen an jedem Z-Ort einen glatten Übergang auf, so dass glatte, kontinuierlich gebogene Blattprofilquerschnitte ausgebildet werden. Die Z-Koordinaten sind Abstände von und rechtwinklig zu einer Ebene, die durch die Rotationsachse der Turbine verläuft. An jedem so definierten Schaufelblattquerschnitt in jedem Abstand Z schließt sich mit glatten Übergang der jeweils benachbarte Schaufelblattprofilquerschnitt an, um so die vollständige Schaufelblattgestalt auszubilden.

Zu bemerken ist, dass sich das Profil infolge der Beanspruchung und der Temperatur verändert, weil jedes Laufschaufelblattprofil bei der Benutzung erwärmt wird. Demgemäß wird von den X-,Y-,Z-Koordinaten das kalte oder Raumtemperaturprofil zu Herstellungszwecken angegeben. Da ein hergestelltes Laufschaufelblattprofil sich von dem von der nachstehenden Tabelle angegeben Nennschaufelblattprofil unterscheiden kann, definiert ein Abstand von ± 0,016 inches von dem Nennprofil in einer normal zu dem jeweiligen Oberflächenort, einschließlich eines etwaigen Beschichtungsprozesses, längs des Nennprofils weisenden Richtung die Profilumhüllende dieses Laufschaufelblattprofils. Die Konstruktion ist gegenüber diesen Abweichungen robust, ohne Beeinträchtigung der mechanischen und aerodynamischen Funktion.

Zu bemerken ist außerdem, dass das Schaufelblatt zur Verwendung bei ähnlichen Turbinenkonstruktionen im Maßstab geometrisch vergrößert oder verkleinert werden kann. Demgemäß sind die X-,Y-Koordinaten in inches des nachstehenden Nennschaufelblattprofils eine Funktion der gleichen Konstanten oder Zahl. Das heißt die X-,Y-Koordinaten-Werte und ggfs. der Z-Koordinatenwert in inches können mit der gleichen Konstanten oder Zahl multipliziert oder dividiert werden, um eine maßstäblich vergrößerte oder verkleinerte Version des Laufschaufelblattprofils zu bekommen, während gleichzeitig die Schaufelblattquerschnittsgestalt beibehalten wird.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine Turbinenlaufschaufel mit einem Turbinenlaufschaufelblatt geschaffen, das eine Schaufelblattgestalt aufweist, wobei das Schaufelblatt ein Nennprofil in dem Bereich von 10% bis 90% der Schaufelblatthöhenabmessung aufweist, das im Wesentlichen den kartesischen Koordinatenwerten X,Y,Z entspricht, wie sie in der Tabelle I angegeben sind, wobei Z jeweils ein Abstand in inches von und senkrecht zu einer Ebene ist, die durch die Drehachse der Turbine verläuft und wobei X, Y jeweils Entfernungen in inches sind, die bei Verbindung durch glatte, aneinander anschließende Bögen in jedem Abstand Z einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Profilquerschnitte in den Abständen Z zur Ausbildung der vollständigen Schaufelblattgestalt übergangslos glatt aneinander anschließen.

Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist eine Turbinenlaufschaufel mit einem Laufschaufelblattprofil, das eine Schaufelblattgestalt aufweist, geschaffen, bei der das Schaufelblatt in dem Bereich von 10% bis 90% der Schaufelblatthöhenabmessungen ein unbeschichtetes Schaufelblattprofil im Wesentlichen gemäß den kartesischen Koordinatenwerten X, Y, Z aufweist, wie sie in der Tabelle I angegeben sind, wobei Z jeweils ein Abstand in inches von und senkrecht zu einer Ebene bedeutet, die durch die Turbinendrehachse verläuft während X, Y Entfernungen in inches sind, die bei Verbindung durch glatte durchgehende Bögen in den jeweiligen Abstand Z einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Profilquerschnitte in dem Abständen Z übergangslos glatt aneinander anschließen, um die vollständige Schaufelblattgestalt auszubilden, wobei außerdem die X-,Y-Entfernungen als Funktion der jeweils gleichen Konstanten maßstäblich verändert werden können, um ein maßstäblich vergrößertes oder ein maßstäblich verkleinertes Laufschaufelblatt zu schaffen.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung ist ein Turbine mit einem Turbinenrad geschaffen, das eine Anzahl Laufschaufeln trägt, von denen jede ein Laufschaufelblattprofil mit einer Schaufelgestalt aufweist, wobei das Schaufelblatt in dem Bereich von 10% bis 90% der Schaufelblatthöhenabmessung ein Nennprofil im Wesentlichen gemäß dem in der nachfolgenden Tabelle I angegebene kartesischen Koordinatenwerten X, Y, Z aufweist, wobei Z der jeweilige Abstand in inches von und senkrecht zu einer durch die Drehachse der Turbine verlaufenden Ebene ist und wobei X-,Y-Entfernungen in inches sind, die, wenn sie durch glatte durchgehende Bögen miteinander verbunden sind, in dem jeweiligen Abstand Z einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Profilquerschnitte in den Abständen Z jeweils absatzlos glatt aneinander anschließen, um die vollständige Schaufelblattgestalt zu bilden.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist eine Turbine mit einem Turbinenrad geschaffen, das eine Anzahl Laufschaufeln trägt, von denen jede ein Laufschaufelblatt mit einer Schaufelblattgestalt aufweist, wobei die Laufschaufel ein Nennprofil in dem Bereich von 10% bis 90% der Schaufelblatthöhenabmessung im Wesentlichen gemäß den kartesischen Koordinatenwerten X, Y, Z aufweist, wie sie in der Tabelle I angegeben sind, wobei Z jeweils ein Abstand in inches von und senkrecht zu einer Ebene bedeutet, die durch die Turbinendrehachse verläuft während X, Y Entfernungen in inches sind, die bei Verbindung durch glatte durchgehende Bögen in den jeweiligen Abstand Z einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Profilquerschnitte in dem jeweiligen Abstand Z übergangslos glatt aneinander anschließen, um die vollständige Schaufelblattgestalt zu bilden, wobei außerdem die X-,Y-Entfernungen als Funktion der jeweils gleichen Konstanten maßstäblich verändert werden können, um ein maßstäblich vergrößertes oder ein maßstäblich verkleinertes Laufschaufelblatt zu schaffen.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

1 ist ein verallgemeinerte schematische Darstellung einer Turbine, die ein Turbinenrad einer zweiten Stufe aufweist, welche die Laufschaufeln und deren Laufschaufelblätter gemäß der Erfindung trägt;

2 ist eine Draufsicht auf die an den Laufschaufelblättern angeordneten Deckplatten bei radial nach innen gerichteter Betrachtung;

3 ist eine Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform eine Laufschaufel;

4A bis 4K sind repräsentative Querschnittsdarstellungen, längs der verschiedenen in 3 jeweils angegebenen Linien;

5 ist eine Seitenansicht einer Laufschaufel ähnlich der Laufschaufel nach 3, aber von deren gegenüberliegenden Seite aus;

6 ist eine Axialansicht der Laufschaufel wie sie in dem Turbinenrad eingesetzt, von der Austrittskante her gesehen in Erscheinung tritt;

7 ist eine perspektivische Ansicht der Laufschaufel;

8 ist eine perspektivische Veranschaulichung der Eingriffsverhältnisse zwischen benachbarten Deckplatten bei fehlerhafter gegenseitiger Ausrichtung; und

9 ist eine schematische Veranschaulichung von schlecht aufeinander ausgerichteten Deckplatten, d.h. von schindelartige übereinander greifende Deckplatten.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Bezugnehmend auf 1 ist dort ein Teil einer allgemein mit 10 bezeichneten Turbine veranschaulicht, bei der eine Turbinenlaufschaufel 22 der zweiten Stufe mit einem Schaufelblattprofil 23 wie es hier erläutert wird verwendet werden kann. die Turbine 10 weist einen Läufer 12 mit Läuferrädern 14, 16, 18 der ersten bzw. zweiten bzw. dritten Stufe auf, die jeweils Laufschaufeln 20 bzw. 22 bzw. 24 tragen, die entsprechenden Leitschaufeln 26 bzw. 28 bzw. 30 der einzelnen Stufen des Läufers zugeordnet sind. Es ist offensichtlich eine dreistufige Turbine dargestellt.

Die zweite Stufe beinhaltet das Läuferrad 16, auf dem Laufschaufeln 22 angeordnet sind die den strömungsaufwärts angeordneten Stator-Leitschaufeln 28 axial gegenüber stehen. Es sind demgemäß eine Anzahl Laufschaufeln 22, in Umfangsrichtung voneinander beabstandet, rings um das Laufrad 16 der zweiten Stufe angeordnet, wobei in diesem Falle 92 Laufschaufeln auf dem Laufrad 16 der zweiten Stufe vorgesehen sind.

Bezugnehmend nun auf die 5, 6, sind dort Laufschaufeln 22 der zweiten Stufe veranschaulicht. Jede Laufschaufel 22 weist ein Laufschaufelblatt 30 auf, das auf einer Plattform oder Schulter 32 sitzt, wobei die Laufschaufel außerdem einen Fuß 34 und ein formschlüssiges Profilteil 36 aufweist. Anschließend an die Spitze des Schaufelblattes 30 ist eine Deckplatte (Deckband) 38 angeordnet, auf dem eine Dichtung 40 und ein Schneidzahn 42 angeordnet sind. Die Deckplatte 38 liegt einem ortsfesten Deckband radial gegenüber, das einen Teil des feststehenden Turbinengehäuses bildet. Die Dichtungen 40 sind dazu vorgesehen, eine Abdichtung zwischen dem Hochdruckbereich und dem Bereich niedrigen Druckes auf gegenüberliegenden Seite der Schaufelblätter zu erzeugen, die in dem heißen Gasweg der Turbine liegen. Der Schneidzahn 42 auf jeder Deckplatte bildet typischerweise eine breitere Nut in dem feststehenden Deckband aus, um eine leichte Leckageströmung über die Dichtung 40 zu ermöglichen.

Bezugnehmend auf die 2, 8 und 9 haben die Deckplatten 38 in Umfangsrichtung jeweils einen vorlaufenden und einen nachlaufenden Rand der an dem nachlaufenden bzw. dem vorlaufenden Rand der jeweils benachbarten Deckplatte anliegt. Die Deckplatten sind nicht mechanisch miteinander verbunden sondern sind so gestaltet, dass sie in Eingriff bleiben. Es wurde gefunden, dass der vorlaufende und der nachlaufende Rand benachbarter Deckplatten mit Fehlanpassungen aneinander liegen können, was unter anderem die Komponentenlebensdauer nachteilig beeinflusst. So können die Deckplatten zum Beispiel nach Art von Dachschindeln aufeinander aufreiten. Das heißt, der nachlaufende Rand einer Deckplatte kann den vorlaufenden Rand einer anschließenden Deckplatte über- oder untergreifen, wie dies in den 8, 9 dargestellt ist und nachteilige Folgen mit sich bringt. Das Laufschaufelblatt hat eine spezielle Einwirkung auf die gegenseitige Eingriffnahme der Deckplatten, und das vorliegende Schaufelblattprofil verringert örtliche Kriecherscheinungen und erhöht die langperiodische Materialermüdungsgrenze in dem Schaufelblatt, was letztendlich zu einen längeren Komponentenlebensdauer führt.

In Tabelle I angegebene Werte eines kartesischen Koordinatensystems X, Y, Z definieren das Profil des Schaufelblatts 30. Die Koordinatenwerte der X-,Y-,Z-Koordinaten sind in Inches in der Tabelle I angegeben, wenngleich naturgemäß auch andere Abmessungseinheiten verwendet werden könnten. Das kartesische Koordinatensystem weist orthogonal aufeinander stehende Achsen X, Y, Z auf. Die Z-Achse erstreckt sich rechtwinklig zu einer durch die Drehachse des Turbinenläufers gehenden Ebene und normal zu einer die X-Y-Werte enthaltenden Ebene. Die Koordinatenwerte von Z in Tabelle I geben Abstände in inches von und senkrecht zu einer durch die Drehachse der Turbine verlaufenden Ebene an. Die X-Achse erstreckt sich in einer zu der Turbinenläufermittellinie parallelen Richtung und die Y-Achse verläuft in einer Tangentialrichtung.

Durch Definition der X-, Y-Koordinatenwerte an vorgewählten Orten in einer zu der X-, Y-Ebene normalen Z-Richtung kann das Profil des Schaufelblatts 30 eindeutig festgelegt werden. Dadurch dass die X-, Y-Werte durch glatte durchgehende Bögen miteinander verbunden werden, ist jeder Profilquerschnitt in jedem Abstand Z festgelegt. Die Oberflächenprofile der verschiedenen Oberflächenorte zwischen den Abständen Z sind dadurch bestimmt, dass angrenzende Profilquerschnitte glatt miteinander verbunden sind, um die Schaufelblattgestalt auszubilden. Diese Werte geben die Schaufelblattprofile unter Umgebungs-, Ruhezustands- und nicht erhitzten Bedingungen wieder und gelten für ein unbeschichtetes Schaufelblatt.

Die Werte der Tabelle I sind für dreidimensionale Orte zur Bestimmung des Profils des Schaufelblatts erzeugt und angegeben. Es gibt typische Herstellungstoleranzen ebenso wie Beschichtungen, die bei dem tatsächlichen Profil des Schaufelblatts berücksichtigt werden müssen. Demgemäß gelten die Werte für das in Tabelle I angegebene Profil für ein Nennschaufelblatt. Es versteht sich deshalb, das typische ± Herstellungstoleranzen, d.h. ±-Werte, die ggfs. irgendeine Beschichtungsdicke beinhalten zu den in der nachstehenden Tabelle I angegebenen X-, Y-Werten hinzutreten. Demgemäß definiert ein Abstand von ± 0,016 inches in einer zu irgendeinem Oberflächenort längs des Schaufelblattprofils normalen Richtung eine Schaufelblattumhüllende für diese spezielle Laufschaufelblattkonstruktion und für die spezielle Turbine.

Die in der nachstehenden Tabelle I angegebenen Koordinatenwerte liefern die bevorzugte Nennprofilumhüllende in dem Bereich von 10% bis 90% der Schaufelblatthöhenabmessung.

Tabelle I

Darauf hinzuweisen ist, dass das in der vorstehenden Tabelle angegebene Schaufelblatt zur Verwendung bei anderen ähnlichen Turbinenkonstruktionen maßstäblich geometrisch vergrößert oder verkleinert werden kann. Demgemäß können die in der Tabelle I angegebenen Koordinatenwerte maßstäblich so vergrößert oder verkleinert werden, dass die Gestalt des Schaufelblattquerschnitts jeweils unverändert bleibt. Eine maßstäblich veränderte Version der Koordinaten in Tabelle I wäre durch x-, Y- und ggfs. Z-Koordinatenwerte wiedergegeben, die mit der gleichen Konstante oder Zahl multipliziert oder dividiert sind.

Wenngleich die Erfindung im Zusammenhang damit beschrieben wurde, was gegenwärtig als die zeckmäßigste und bevorzugte Ausführungsform betrachtet wird, so versteht sich doch, dass die Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt ist, sondern dass sie im Gegenteil verschiedene Abwandlungen und äquivalente Einrichtungen mit umfasst, die im Schutzbereich der beigefügten Patentansprüche liegen.

10Turbine 12Läufer ^14Läuferrad der ersten Stufe 16Läuferrad der zweiten Stufe 18Läuferrad der dritten Stufe 20, 22, 24Turbinenlaufschaufeln 23Schaufelblattprofil 26, 28, 30Statorleitschaufeln 32Plattform oder Schulter 34Fuß 36Profilteil 38Deckplatte oder Deckband 40Dichtung 42Schneidzahn

Anspruch[de]
  1. Turbinenlaufschaufel (22) mit einem eine Schaufelblattgestalt aufweisenden Laufschaufelblatt (23), wobei das Laufschaufelblatt in dem Bereich von 10% bis 90% der Höhenabmessung des Schaufelblatts ein Nennprofil im Wesentlichen entsprechend den in der Tabelle I angegebenen kartesischen Koordinatenwerte X, Y, Z aufweist, wobei Z ein Abstand in inches von rechtwinklig zu einer durch die Drehachse der Turbine verlaufenden Ebene ist und X, Y Entfernungen in inches sind, die, wenn sie durch glatte durchgehende Bögen miteinander verbunden sind, in jedem Abstand Z jeweils einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Profilquerschnitte im Abstand Z zur Ausbildung der vollständigen Schaufelblattgestalt glatt aneinander anschließen.
  2. Turbinenlaufschaufel nach Anspruch 2, die Teil einer zweiten Stufe einer Turbine bildet.
  3. Turbinenlaufschaufel nach Anspruch 1, bei der die Schaufelgestalt in einer Umhüllenden von ± 0,016 inches in einer zu einem beliebigen Schaufelblattoberflächenort normalen Richtung liegt.
  4. Turbinenlaufschaufel nach Anspruch 1, bei der das Schaufelblatt anschließend an die Schaufelblattspitze eine Deckplatte (Deckband) (38) aufweist.
  5. Turbinenlaufschaufel (22) mit einem eine Schaufelblattgestalt aufweisenden Laufschaufelblatt (23), wobei das Schaufelblatt in einem Bereich von 10% bis 90% der Höhenabmessung des Schaufelblattes ein unbeschichtetes Nennschaufelblattprofil im Wesentlichen gemäß den in der Tabelle I angegebenen, kartesischen Koordinatenwerten X, Y „ Z aufweist, wobei Z ein Abstand in inches von und senkrecht zu einer durch die Drehachse der Turbine verlaufenden Ebene ist und wobei X, Y Entfernungen in Inches sind, die, wenn sie durch glatte durchgehende Bögen miteinander verbunden sind, in jedem Abstand Z gemäß einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Schaufelblattprofilquerschnitte in dem jeweilige Abstand Z zur Ausbildung der vollständigen Schaufelblattgestalt glatt aneinander angrenzen, die X-, Y-Entfernungen als Funktion der gleichen Konstanten maßstäblich veränderbar sind, um ein maßstäblich vergrößertes oder maßstäblich verkleinertes Laufschaufelblattprofil zu schaffen.
  6. Turbinenlaufschaufel nach Anspruch 5, die Teil einer zweiten Stufe einer Turbine bildet.
  7. Turbinenschaufel nach Anspruch 5, bei der die Schaufelblattgestalt in einer Umhüllenden von ± 0,016 inches in einer zu einem beliebigen Schaufelblattoberflächenort normalen Richtung liegt.
  8. Turbinenlaufschaufel nach Anspruch 5, bei der das Schaufelblatt anschließend an die Spitze des Schaufelblatts eine Deckplatte (Deckband) (38) trägt.
  9. Turbine mit einem Turbinenrad, das eine Anzahl Laufschaufeln (22) trägt, von denen jede Laufschaufel ein Laufschaufelblatt (23) mit einer Laufschaufelblattgestalt aufweist, wobei das Laufschaufelblatt in einem Bereich von 10% bis 90% der Schaufelblatthöhenabmessung ein Nennprofil im Wesentlichen gemäß den in der Tabelle I angegebenen kartesischen Koordinatenwerten X, Y, Z aufweist, wobei Z eine Erstreckung in inches von und rechtwinklig zu einer durch eine Drehachse der Turbine verlaufende Ebene ist und wobei X, Y Entfernung in Inches sind, die wenn sie durch glatte durchgehende Bögen miteinander verbunden sind in jedem Abstand Z jeweils einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Profilquerschnitte in dem jeweiligen Abstand Z zur Ausbildung der vollständigen Schaufelblattgestalt glatt miteinander verbunden sind.
  10. Turbine nach Anspruch 9, bei der das Turbinenrad eine zweite Stufe der Turbine bildet.
  11. Turbinenlaufschaufel nach Anspruch 9, bei der das Turbinenrad eine zweite Stufe der Turbine bildet und jede Schaufelblattgestalt in einer Umhüllenden von ± 0,16 inches in einer zu jedem beliebigen Schaufelblattoberflächenort normalen Richtung liegt.
  12. Turbinenlaufschaufel nach Anspruch 9, bei der das Turbinenrad eine zweite Stufe der Turbine bildet, wobei das Turbinenrad 92 Laufschaufeln aufweist und X eine parallel zu der Turbinendrehachse verlaufende Entfernung angibt.
  13. Turbine mit einem Turbinenrad (16), das eine Anzahl Laufschaufeln (22) trägt, von denen jede Laufschaufel ein Laufschaufelblatt (23) mit einer Schaufelblattgestalt aufweist, wobei das Schaufelblatt in einem Bereich von 10% bis 90% der Höhenerstreckung des Schaufelblattes ein Nennprofil im Wesentlichen gemäß den in der Tabelle I angegebenen kartesischen Koordinatenwerten X, Y, Z aufweist, wobei Z ein Abstand in inches von und senkrecht zu einer durch die Drehachse der Turbine verlaufenden Ebene ist und wobei X, Y Entfernungen in inches sind, die, wenn sie durch glatte durchgehende Bögen miteinander verbunden sind, in jedem Abstand Z jeweils einen Schaufelblattprofilquerschnitt definieren, wobei die Schaufelblattquerschnitte in dem jeweilige Abstand Z zur Ausbildung der vollständigen Schaufelblattgestalt glatt aneinander angrenzen, die X- ,Y-Entfernungen als Funktion der gleichen Konstanten maßstäblich veränderbar sind, um ein maßstäblich vergrößertes oder maßstäblich verkleinertes Laufschaufelblattprofil zu schaffen.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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