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Dokumentenidentifikation DE102004023880A1 02.12.2004
Titel Rohreinheit
Anmelder Bächle, Dieter, Landschlacht, CH
Erfinder Bächle, Dieter, Landschlacht, CH
Vertreter Hiebsch und Kollegen, 78224 Singen
DE-Anmeldedatum 12.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004023880
Offenlegungstag 02.12.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.12.2004
IPC-Hauptklasse F16L 21/08
Zusammenfassung Bei einer Rohreinheit (10a) aus wenigstens zwei etwa koaxialen Leitungsrohren (12, 20), die in einem Muffenbereich miteinander verbunden sind, ist ein axial flexibel ausgebildetes Rohr (20) mit einem Schubkragen (24) in ein axial zugeordnetes Rohr (12) starrer Formgebung eingesetzt sowie an dieses mittels einer Rohrmanschette (50) angeschlossen; letztere greift zum einen an einem Faltenbereich (22) des Flexrohres (20) sowie zum anderen an einer endwärtigen Muffe (24) des Rohres (12) starrer Formgebung an, mit dem die Rohrmanschette (50) formschlüssig verbunden ist. Letztere besteht aus einem bandartigen Werkstück, welches in Schließstellung um die axial aneinander liegenden Endbereiche (18, 24) der Leitungsrohre (12, 20) gelegt ist und beidseits seiner Längskanten jeweils einen radial abragenden, von der Längskante des bandartigen Werkstückes wegweisenden Bereich des zugeordneten Leitungsrohres zumindest abschnittsweise hintergreift. Das bandartige Werkstück ist als streifenförmiges Fixierband (50) ausgebildet sowie einends mit einem Einschubverschluss (54) versehen, durch den in Schließstellung das andere Ende des Fixierbandes hindurchgeführt und in dem es gehalten ist. Der Einschubverschluss (54) ist zumindest quer zur Bandlängsachse formstabil sowie mit dem Fixierband (50) bevorzugt einstückig ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Rohreinheit aus wenigstens zwei etwa koaxialen Leitungsrohren, die in einem Muffenbereich miteinander verbunden sind.

Eine solche Vorrichtung mit wenigstens zwei durch eine Einsatzeinrichtung koaxial verbundenen Hohlprofilen – insbesondere mit aus Kunststoff geformten zylindrischen Rohren – beschreibt die US-A-2 714 395; zwischen dem Endbereich eines äußeren Rohres und eines koaxial in dieses eingeschobenen inneren Rohres ist ein deren zylindrischen Zwischenraum ausfüllender Klemmring eingesetzt. Dieser Klemmring wird von einem verformbaren Band aus mehreren aneinander gelenkten Flachstegen gebildet, von denen – in Einbaulage radial verlaufende – Greifflansche abragen. Die Gelenkstellen der Flachstege schmiegen sich an die Innenfläche des äußeren Rohres an, die erwähnten Greifflansche erfassen klemmend das Innenrohr.

Die US-A-4 607 665 offenbart ein federndes Verbindungsorgan in Form eines in Draufsicht etwa dreiecksförmigen Drahtbügels, der zwischen beide Rohre als Klemmorgan eingesetzt wird. Die Ecken des erwähnten Dreiecks werden in Ausnehmungen des äußeren Rohres eingesteckt, und die Dreiecksseiten liegen klemmend dem inneren Rohrelement an. Des besseren Haltes wegen ist zudem aus jeder der Dreiecksseiten des Drahtbügels eine in Draufsicht U-artige Ausformung herausgebogen, die sich mit ihrem freien Ende an der Innenfläche des Außenrohres abstützt.

Der Erfinder hat sich das Ziel gesetzt, eine derartige Anlage auf einfache Weise zusammenzustellen sowie den Schutz des jenes Strömungsmittel führenden Rohres zu verbessern.

Zur Lösung dieser Aufgabe führt die Lehre des unabhängigen Anspruches; die Unteransprüche geben günstige Weiterbildungen an. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale.

Erfindungsgemäß ist ein axial flexibel ausgebildetes Rohr mit einem Schubkragen in ein Rohr starrer Formgebung eingesetzt sowie an dieses mittels einer Rohrmanschette angeschlossen; letztere greift zum einen etwa radial an einem Faltenbereich des axial veränderbaren Flexrohres an sowie zum anderen an einer endwärtigen Muffe des anderen Rohres, mit der sie formschlüssig verbunden ist.

Dazu hat es sich als günstig erwiesen, die Muffe des Rohres mit einem radial angeformten Ringkragen zu versehen; dieser wird in Einbaulage von einem Abschnitt der Rohrmanschette – zumindest teilweise – umgriffen und ist dann mit letzterer fest verbunden. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist dazu der Ringkragen nahe der freien Ringkante der Muffe an dieser herausgeformt.

Im Rahmen der Erfindung liegt eine Rohrmanschette aus einem bandartigen Werkstück, welches in Schließstellung um die axial aneinanderliegenden Endbereiche der Leitungsrohre gelegt oder gewickelt wird und beidseits seiner Längskanten jeweils einen radial abragenden – jeweils von der Längskante des bandartigen Werkstückes weg weisenden – Bereich des zugeordneten Leitungsrohres zumindest abschnittsweise hintergreift. Dazu hat es sich als günstig erwiesen, das bandartige Werkstück als streifenförmiges Fixierband auszubilden sowie einends mit einem Einschubverschluss zu versehen, durch den das andere Ende des Fixierbandes hindurchgeführt wird und in dem es in Schließstellung gehalten ist. Dabei muss dieser Einschubverschluss zumindest quer zur Bandlängsachse formstabil sein, er soll zudem mit dem Fixierband bevorzugt einstückig ausgebildet sein, um eine einfache Herstellung und Handhabung zu gewährleisten.

Als günstig hat es sich erwiesen, wenn der Einschubverschluss von den beiden Längskanten des Fixierbandes seitlich um ein gewisses Maß abkragt, also breiter ist als der andere Teil des Fixierbandes. Auch soll er mit einem endwärtigen Querspalt zur zeitweiligen Aufnahme eines Bandabschnittes versehen sein.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Querspalt von zwei Winkelprofilabschnitten sowie einem zwischen diesen und in Abstand zu deren fluchtenden Bodenschenkeln verlaufenden, einends festliegenden mittigen Steg begrenzt, der zum freien Ende hin flexibel bewegbar sowie beidseits durch jeweils einen Schlitz vom Winkelprofilabschnitt getrennt ist.

Um für die Schließstellung ausreichende Schließkraft anbieten zu können, sollen dem Steg zu den Bodenschenkeln weisende Querprofile angeformt sein, die einen sägezahnähnlichen Längsschnitt bestimmen. Dieser kann dann mit die Bandlängsachse kreuzenden Querrillen des anderen Bandendes zusammenwirken. Das andere Ende des Fixierbandes ist als Schubzunge ausgebildet, der ein Feld mit den die Bandlängsachse kreuzenden Querrillen zugeordnet ist. Dieses Rillenfeld der Schubzunge soll auf der den Querprofilen des Einschubverschlusses abgekehrten Innenfläche des Fixierbandes angeordnet sein.

Erfindungsgemäß sind sowohl die Querprofile des Steges als auch die Querrillen des Rillenfeldes an der Schubzunge mit etwa rechtwinkelig zur Ebene des Fixierbandes verlaufenden Stirnflächen versehen, welche jeweils eine Kammlinie bestimmen. In Schließstellung sind dann die Stirnflächen des Rillenfeldes gegenläufig zu den Stirnflächen des Steges angeordnet, können diesen also anliegen.

Von besonderer Bedeutung sind an die Längskanten des Fixierbandes in Abstand zueinander angeformte Winkelstreifen, deren äußere, zueinander parallele Streifenschenkel rechtwinkelig zur Innenfläche des Fixierbandes aufragen. Die horizontalen und die vertikalen Streifenschenkel der Winkelstreifen sollen an der einen Längskante des Fixierbandes länger sein als die zur Innenfläche horizontalen und vertikalen Streifenschenkel der Winkelstreifen an der anderen Längskante; die kürzeren Winkelstreifen sollen zum Einbau dem Ringkragen zugeordnet werden, an dessen Außenfläche sich die Innenfläche des Fixierbandes anschmiegt.

Dazu hat es sich – der Fixierung halber – als günstig erwiesen, die größeren Winkelstreifen der Unterfläche ihrer horizontalen Streifenschenkel mit quer zur Bandlängsachse verlaufenden Längsrippen zu versehen. Auch sollen erfindungsgemäß die Winkelschenkel der einen Längskante des Fixierbandes in Längsmitte des Abstandes der Winkelschenkel der anderen Längskante angeordnet sein, also auf Lücke zueinander stehen.

In Schließstellung der Rohreinheit liegen die vertikalen Streifenschenkel der Winkelschenkel der einen Längskante einer Auflagefläche an einem der Rohre auf, die vertikalen Streifenschenkel der Winkelschenkel der anderen Längskante dann einer radialen Auflage des anderen Rohres.

Insgesamt ergibt sich eine bestechend einfache und sichere Verbindung der Teile der erfindungsgemäßen Rohreinheit.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung soll zur Rohrachse hin – also innenseitig – der Ringkragen eine ringförmige Innennut bilden zur Aufnahme wenigstens einer Ringdichtung, die in Einbaulage mit ihrer achswärtigen Innenfläche dem erwähnten Schubkragen des dann eingeschobenen Flexrohres anliegt. Die bevorzugt aus flexiblem Werkstoff geformte Ringdichtung soll an jener Innenfläche mit achswärts gerichteten Lippen ausgestaltet sein, deren querschnittliche Spitzen sich jenem Schubkragen dichtend anlegen.

Erfindungsgemäß weist die Rohrmanschette sowohl eine ringartige Aufnahmenut für den Ringkragen der Muffe auf als auch einen Steckabschnitt für jenen Schubkragen des Flexrohres. Zudem soll der Innendurchmesser der einends durch einen – querschnittlich achswärts gerichteten – Radialrand begrenzten Aufnahmenut dem Außendurchmesser des Ringkragens der Muffe mit geringem Spiel entsprechen.

Im Rahmen der Erfindung ist die Weite der Rohrmanschette einstellbar ausgebildet und der Steckabschnitt der Rohrmanschette von einem längenveränderlichen Schließring umfangen, der bevorzugt aus metallischem Werkstoff geformt sowie mit einem Spann- oder Schließgriff ausgestattet ist; dieser Schließring gewährleistet den festen Sitz der Rohrmanschette am Flexrohr.

Nach einem anderen Merkmal der Erfindung weist der Steckabschnitt der Rohrmanschette innenseitig wenigstens eine radiale Lippe auf, die in eine Falteneinbuchtung des Flexrohres einsetzbar angeordnet, also am Flexrohr festzulegen, ist.

Um eine Dichtwirkung zu erzeugen, soll in den Steckabschnitt der Rohrmanschette ein Profilring aus flexiblem Werkstoff mit zumindest einer innenseitigen Lippe eingesetzt werden.

Dazu hat es sich als günstig erwiesen, in den Steckabschnitt der Rohrmanschette einen – ein Paar von innenseitigen Lippen aufweisenden – Profilring aus flexiblem Werkstoff einzusetzen oder – in einer anderen Ausgestaltung – aus dem Steckabschnitt der Rohrmanschette wenigstens eine achswärts weisende Lippe herauszuformen, letztere also als starres Profil zu konzipieren, deren Querschnittspitze in eine der erwähnten Falteneinbuchtungen eingreift.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in:

1: eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Verbindungsbereiches einer Rohreinheit aus zwei koaxialen Rohren;

2: eine Schrägsicht auf die axial geschnittene Rohreinheit;

3: einander zugeordnete, gegenüber 1, 2 vergrößerte Abschnitte der Rohreinheit;

4: einen vergrößerten Ausschnitt aus 1;

5: einen Teil der Rohreinheit nach 4;

6: eine dem Ausschnitt der 5 entsprechende Darstellung zu einer anderen Ausgestaltung;

7: eine Seitenansicht einer anderen Rohreinheit aus zwei koaxialen Rohren mit einem dem Verbindungsbereich zugeordneten – hier offenen – Fixierungsband;

8: die Rohreinheit der 7 mit geschlossenem Fixierungsband;

9: einen vergrößerten Ausschnitt aus 8;

10, 12: jeweils eine Schrägsicht auf die Innen- und die Außenseite des Fixierungsbandes;

11, 13: einen vergrößerten Ausschnitt aus 10 bzw. 12;

14: die Draufsicht auf die Innenseite des Fixierbandes;

15: eine Seitenansicht des Fixierbandes;

16: die Draufsicht auf die Außenseite des Fixierbandes;

17, 19: vergrößerte Teillängsschnitte durch 14 nach deren Linie XVII-XVII bzw. XIX-XIX;

18: einen vergrößerten Querschnitt durch 14 nach deren Linie XVIII-XVIII.

Eine Rohreinheit 10 weist nach 1, 4 zum einen ein Sockelrohr 12 mit endwärtiger Muffe 14 axialer Länge a sowie ein in diese axial eingesetztes Flexrohr 20 auf, das mit einem an dessen Faltenabschnitt 22 angeformten glatten Schubkragen 24 im Sockelrohr 12 festliegt.

Zur Festlegung des Schubkragens 24 axialer Länge a1 im Sockelrohr 12 ist aus dessen Muffe 14 gemäß 3 in kurzem Abstand b zur Muffenkante 16 radial nach außen ein Ringkragen 18 der Höhe h herausgeformt, dessen innenseitiger Nutenbereich 19 zur Aufnahme einer – in 6 skizzierten – ringförmigen Lippendichtung 26 dient, deren drei zur Rohrachse A hin gerichteten Lippen 28 der Außenfläche des Schubkragens 24 des Flexrohres 20 anliegen.

Jener Ringkragen 18 der Muffe 14 eines Außendurchmessers d dient gleichzeitig zur Befestigung einer – in 2 zwischen dem Schubkragen 24 des Flexrohres 20 einerseits sowie der koaxialen Muffe 12 des Sockelrohres 12 anderseits dargestellten – äußeren Rohrmanschette 30 der Dicke e sowie der Höhe i aus elastischem Werkstoff, die innenseitig eine innere ringartige Aufnahmenut 32 der Höhe h1 für den Ringkragen 18 der Muffe 14 anbietet sowie nahe ihrer oberen Ringkante 34 eine quer zur Rohrachse A verlaufende Außennut 36 der Höhe i1 für einen in sie einsetzbaren sowie einstellbaren Metallring 40, dessen Spann- oder Schließgriff mit 42 bezeichnet ist; diese Außennut 36 umfängt einen zylindrischen Steckabschnitt 35 der Rohrmanschette 30 für das zugeordnete freie Ende des Flexrohres 20. Der Innendurchmesser d1 der in 3 nach unten hin von einem zur Rohrachse A gerichteten Radialrand 31 begrenzten Aufnahmenut 32 entspricht dem Außendurchmesser jenes Ringkragens 16.

Wie die 4, 5 erkennen lassen, ist an die Innenfläche 33 des Steckabschnitts 35 der Rohrmanschette 30 nahe ihrer oberen Ringkante 34 sowie oberhalb ihrer Aufnahmenut 32 innenseitig ein ringartiges Profil 37 aus elastischem Werkstoff mit hier zumindest zwei etwa radialen, zur Rohrachse A weisenden Lippen 38 angeformt, welche beim Zusammenbau der Rohreinheit 10 von außen her in Falteneinbuchtungen 21 des Faltenabschnittes 22 des Flexrohres 20 eingreifen.

Im Ausführungsbeispiel der 6 ist eine einzige Lippe 38a vorhanden, die – ebenfalls an der oberen Ringkante 34 vorgesehen – an der Wandung der Rohrmanschette 30a einstückig herausgeformt ist.

Bei der Rohreinheit 10a der 7 bis 9 ist der Schubkragen 24 des Flexrohres 20 an die Muffe 14 des Sockelrohres 12 mittels eines Fixierbandes 50 angeschlossen, das in 7 in flacher Lage tangential zum Ringkragen 18 der Muffe 14 dargestellt ist sowie in 8, 9 in seiner Schließstellung.

Das – in Längsrichtung begrenzt flexible – Fixierband 50 einer beispielsweisen Dicke e1 von hier etwa 2 mm sowie einer Länge f von etwa 400 mm besteht aus einem hitze- und feuchtigkeitsbeständigen Werkstoff. Sowohl die erwähnte Länge f als auch seine Breite c sind hier nur beispielhaft beziffert, da sie – wie auch andere Bemaßungen – von den Dimensionen des zugeordneten Verbindungsbereiches aus Schubkragen 24, Muffe 14 und Ringkragen 18 abhängig sind, dessen Höhe h etwas geringer ist als die Breite c des Fixierbandes 50. Letzteres endet zum einen als eine Schubzunge 52 mit sich konisch in einem Winkel w von 60° verjüngender Breite sowie andernends mit einem Einschubverschluss 54 für die Schubzunge 52, dessen Breite c1 größer ist als die Bandbreite c und deren Länge f1 im gewählten Beispiel etwa 28 mm misst.

Der formstabile Einschubverschluss 52 rechteckigen Grundrisses weist in der Fläche des Fixierbandes 50 einen an diesen einends angeformten Steg 56 der Länge f2 von hier etwa 20 mm und einer Breite c2 von etwa 9 mm auf, der an einer Oberfläche mit längsschnittlich spitzen, jeweils eine Rippenkammlinie 59 anbietenden Querrippen 58 ausgestattet sowie beidseits von jeweils einem angeformten Winkelprofilabschnitt 62 begleitet ist, das seitlich über die Längskante 48 des Fixierbandes 50 um ein Maß k hinauskragt und mit dem Steg 56 einen einends offenen achsparallelen Schlitz 60 begrenzt. Letzterer wird von einem Schenkel 63 der Breite b1 von hier 7 mm des Winkelprofilabschnittes 62 in Abstand untergriffen, der von einem – zu jener Längskante 48 parallelen – Außenschenkel 64 der Höhe z von 6 mm zur Bandlängsachse M hin abragt. Gemäß 13 entsteht so eine zur Unterfläche 47 des Fixierbandes 50 offene Schubbahn der Höhe z1.

An die in 10 obere Längskante 48a des Fixierbandes 50 sind in lichten achsparallelen Abständen n von 40 mm kurze Winkelstreifen 66 der Breite g von 6 mm angeformt. Von der anderen Längskante 48 ragen – zu den kurzen Winkelstreifen 66 mittig versetzte – längere Winkelstreifen 68 gleicher Breite g ab, die – wie auch die kurzen Winkelstreifen 66 – in sich formstabil sind und deren jeweils von der Längskante 48 ausgehende Streifenschenkel 69 hier von 16 mm Länge q mit anschließendem Vertikalschenkel 69 der Länge bzw. Höhe q1 von 9 mm sind. Letzterer ragt über die Innenfläche 46 des Fixierbandes 50 empor. Die mit dessen Rückenfläche 47 fluchtende Unterseite des Streifenschenkels 69 ist gemäß 12, 16 mit einer mittig angeformten Längsrippe 70 der Länge k1 ausgestattet, die etwas in die Unterfläche 47 des Fixierbandes 50 hineinragt.

Im übrigen entspricht die Länge des Streifenschenkels 67 des kurzen Winkelstreifens 66 etwa der Banddicke e1, und die Länge q2 des Ventilschenkels 67t beträgt etwa 4 mm. Im Querschnittsbild der 17 werden die unterschiedlichen Höhen q1 bzw. q2 der Vertikalschenkel 69 bzw. 67t deutlich, ebenfalls der querschnittlich geneigte Verlauf der Längsrippe 70. Besonders 9 verdeutlicht, dass die Vertikalschenkel 67t, 69t die Längskanten von Ringkragen 18 und Schubkragen 24 hintergreifen, zudem liegt der Steg 56 des Einschubverschlusses 54 der Außenfläche 17 des Ringkragens 18 an und bildet mit den freien Schenkeln 63 der Winkelprofilabschnitte 62 die erwähnte Einschubbahn für die Schubzunge 52 des anderen Bandendes; die quer zur Bandlängsachse M gerichteten Längsrippen 70 der Streifenschenkel 69 bilden dabei reibungserhöhende Ausformungen für die anliegende Innenfläche 46. In diese ist in kurzem Abstand n1 vom Ende der Schubzungen 52 ein Feld 72 der Länge n2 von etwa 120 mm aus Querrillen 74 eingeprägt. Der – von der Schubzunge 52 her gesehene – erste Winkelstreifen 68 verläuft etwa am inneren Ende jenes Rillenfeldes 72 und ist mittig zwischen einem gegenüberliegenden Paar von kurzen Winkelstreifen 66 angeordnet. Auch am Einschubverschluss 54 beginnen die Reihen der Winkelstreifen 66, 68 mit einem verschlussnahen kurzen Winkelstreifen 66, dessen Abstand n3 von der Stegstirn 55 hier 47 mm misst. Es wird erkennbar, dass die Querrillen 74 bei Einschub der Schubzunge 52 in den Einschubverschluss 54 die positionierende Reibkraft erhöhen helfen.

Schließlich bieten die 18, 19 die Ausgestaltung der Querrillen 74 des Rillenfeldes 72 einerseits sowie der drei – dazu gegenläufigen – Querprofile 58 des Steges 56 des Einschubverschlusses 54 als sägezahnartige Profile an. Der Abstand y der eine Höhe h2 von 0,5 mm anbietenden Stirnflächen 76 – und damit der Rillenkammlinien 78 – zweier Querrillen 74 voneinander beträgt hier 2 mm bei einem Neigungswinkel w1 der Rillenfirstflächen 77 von 15°. Entsprechend sind die Maße der Höhen h2 der Stirnfläche 57, der Abstände y der Rippenkammlinien 59 und der Neigungswinkel w1 bei den Querprofilen 58 des Einschubverschlusses 54 gemäß 19 gewählt. In dieser ist auch erkennbar, dass der zwischen dem Steg 56 und dem diesen gegenüberstehenden Innenflächen der zu ihm parallelen Schenkel 63 der Winkelprofilabschnitte 62 bestehende Querspalt 53 des Einschubverschlusses 54 dank beidseitiger Pultflächen 53p ein verbessertes Einschiebverhalten anbietet.

Zum Verbinden der Leitungsrohre 12, 20 werden die zueinander parallelen Streifenschenkel 67t und 69t gemäß 9 den voneinander weg weisenden radialen Auflageflächen 18h und 24h von Ringkragen 18 und Schubkragen 24 aufgesetzt und das Schubzungenende 52 in den Querspalt 53 des der Außenfläche 17 des Ringkragens 18 anliegenden Einschubverschlusses 54 eingeschoben und durch Zusammendrücken der sägezahnartigen Profile fixiert.


Anspruch[de]
  1. Rohreinheit (10, 10a) aus wenigstens zwei etwa koaxialen Leitungsrohren (12, 20), die in einem Muffenbereich miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein axial flexibel ausgebildetes Rohr (20) mit einem Schubkragen (24) in ein axial zugeordnetes Rohr (12) starrer Formgebung eingesetzt sowie an dieses mittels einer Rohrmanschette (30, 30a; 50) angeschlossen ist, welche zum einen an einem Faltenbereich (22) des Flexrohres (20) sowie zum anderen an einer endwärtigen Muffe (24) des Rohres (12) starrer Formgebung angreift, mit dem die Rohrmanschette (30, 30a; 50) formschlüssig verbunden ist.
  2. Rohreinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Muffe (14) des Rohres (12) mit einem radial angeformten Ringkragen (18) versehen und dieser in Einbaulage von einem Abschnitt der Rohrmanschette (30, 30a; 50) zumindest teilweise umgriffen ist.
  3. Rohreinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkragen (18) nahe der freien Ringkante (34) der Muffe (14) aus dieser herausgeformt ist.
  4. Rohreinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass im nutenförmigen Innenbereich (19) des Ringkragens (18) zumindest eine Ringdichtung (26) vorgesehen ist, welche in Einbaulage mit ihrer Innenfläche dem Schubkragen (24) des Flexrohres (20) anliegt.
  5. Rohreinheit nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine aus flexiblem Werkstoff geformte Ringdichtung (26).
  6. Rohreinheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ring- oder Lippendichtung (26) an ihrer Innenfläche mit achswärts weisenden Lippen (28) versehen ist.
  7. Rohreinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrmanschette (50) aus einem bandartigen Werkstück besteht, welches in Schließstellung um die axial aneinanderliegenden Endbereiche (18, 24) der Leitungsrohre (12, 20) gelegt ist und beidseits seiner Längskanten (48) jeweils einen radial abnagenden, von der Längskante des bandartigen Werkstückes weg weisenden Bereich des zugeordneten Leitungsrohres zumindest abschnittsweise hintergreift (9).
  8. Rohreinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das bandartige Werkstück als streifenförmiges Fixierband (50) ausgebildet sowie einends mit einem Einschubverschluss (54) versehen ist, durch den in Schließstellung das andere Ende (52) des Fixierbandes hindurchgeführt und in dem es gehalten ist.
  9. Rohreinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschubverschluss (54) zumindest quer zur Bandlängsachse (M) formstabil sowie mit dem Fixierband (50) bevorzugt einstückig ausgebildet ist.
  10. Rohreinheit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschubverschluss (54) von den beiden Längskanten (48, 48a) des Fixierbandes (50) seitlich um ein Maß (k) abragt und mit einem endwärtigen Querspalt (53) zur zeitweiligen Aufnahme eines Bandabschnittes versehen ist.
  11. Rohreinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Querspalt (53) von zwei Winkelprofilabschnitten (62) sowie einem zwischen diesen sowie in Abstand (z1) zu deren fluchtenden Bodenschenkeln (63) verlaufenden, einends festliegenden mittigen Steg (56) begrenzt ist.
  12. Rohreinheit nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (56) einends flexibel ausgebildet und beidseits durch jeweils einen Schlitz (60) vom Winkelprofilabschnitt (62) getrennt ist.
  13. Rohreinheit nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Steg (56) zu den Bodenschenkeln (62) weisende Querprofile (58) angeformt sind, die einen sägezahnähnlichen Längsschnitt bestimmen (19).
  14. Rohreinheit nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende (52) des Fixierbandes (50) als Schubzunge (52) ausgebildet und dieser ein Feld (72) mit die Bandlängsachse (M) kreuzenden Querrillen (74) zugeordnet ist.
  15. Rohreinheit nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Rillenfeld (72) der Schubzunge (52) auf der den Querprofilen (58) des Einschubverschlusses (54) abgekehrten Innenfläche (46) des Fixierbandes (50) angeordnet ist.
  16. Rohreinheit nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Querprofile (58) des Steges (56) als auch die Querrillen (74) des Rillenfeldes (72) an der Schubzunge (52) mit etwa rechtwinkelig zur Ebene des Fixierbandes (50) verlaufenden Stirnflächen (74, 76) versehen sind, welche jeweils eine Kammlinie (59, 78) bestimmen.
  17. Rohreinheit nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass in Schließstellung die Stirnflächen (76) des Rillenfeldes (72) gegenläufig zu den Stirnflächen (57) des Steges (56) angeordnet sind.
  18. Rohreinheit nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass an die Längskanten (48, 48a) des Fixierbandes (50) in Abstand (n) zueinander Winkelstreifen (66, 68) angeformt sind, deren äußere, zueinander parallele Streifenschenkel (67t, 69t) rechtwinkelig zur Innenfläche (46) des Fixierbandes aufragen.
  19. Rohreinheit nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalen und vertikalen Schenkel (69, 69t) der Winkelstreifen (68) an der einen Längskante (48a) des Fixierbandes (50) länger sind als die zur Innenfläche (46) horizontalen und vertikalen Streifenschenkel (67, 67t) der Winkelstreifen (66) an der anderen Längskante (48).
  20. Rohreinheit nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die größeren Winkelstreifen (68) an der Unterfläche ihrer horizontalen Streifenschenkel (67) mit quer zur Bandlängsachse (M) verlaufenden Längsrippen (70) versehen sind.
  21. Rohreinheit nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Winkelschenkel (66) der einen Längskante (48) des Fixierbandes (50) in Längsmitte des Abstandes (n) der Winkelschenkel (68) der anderen Längskante (48a) angeordnet sind.
  22. Rohreinheit nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass in Schließstellung die vertikalen Streifenschenkel (67t bzw. 68) einer radialen Auflage (24h bzw. 18h) von jeweils einem der Leitungsrohre (12 bzw. 20) aufliegen.
  23. Rohreinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrmanschette (30, 30a) sowohl eine ringartige Aufnahmenut (32) für den Ringkragen (18) der Muffe (14) aufweist als auch einen Steckabschnitt (35) für den Schubkragen (24) des Flexrohres (20), wobei gegebenenfalls der Innendurchmesser (d1) der einends durch einen querschnittlich achswärts gerichteten Radialrand (31) begrenzten Aufnahmenut (32) dem Außendurchmesser des Ringkragens (18) der Muffe (14) entspricht.
  24. Rohreinheit nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckabschnitt (35) der in ihrer Weite einstellbar ausgebildeten Rohrmanschette (30, 30a) von einem längenveränderlichen Schließring (40) umfangen ist.
  25. Rohreinheit nach Anspruch 24, gekennzeichnet durch einen metallischen Schließring (40) mit Spann- oder Schließgriff (42).
  26. Rohreinheit nach einem der Ansprüche 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckabschnitt (35) der Rohrmanschette (30, 30a) innenseitig wenigstens eine radiale Lippe (38, 38a) aufweist, die in eine Falteneinbuchtung (21) des Flexrohres (20) einsetzbar angeordnet ist (5).
  27. Rohreinheit nach Anspruch 26, gekennzeichnet durch einen in den Steckabschnitt (35) der Rohrmanschette (30) eingesetzten Profilring (37) aus flexiblem Werkstoff mit zumindest einer innenseitigen Lippe (38).
  28. Rohreinheit nach Anspruch 26 oder 27, gekennzeichnet durch einen in den Steckabschnitt (35) der Rohrmanschette (30) eingesetzten, ein Paar von innenseitigen Lippen (38) aufweisenden Profilring (37) aus flexiblem Werkstoff (5).
  29. Rohreinheit nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Steckabschnitt (35) der Rohrmanschette (30a) wenigstens eine achswärts weisende Lippe (38a) herausgeformt ist (6).
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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